SL-Examen Teil 2

verschiedene Rollenspielwürfel

Wir haben wieder gespielt.

Der nächste D&D-Abend hat nun also stattgefunden. Was bedeutet: ich durfte wieder leiten. Das bedeutet wiederum: Ich musste wieder vorbereiten.
:oO

Im Gegensatz zum letzten Mal lief bei mir, vorbereitungstechnisch, irgendwie gar nichts.

Ich hatte einen ersten Gedanken (immerhin), der sich später noch etwas abgewandelt hat. Jedoch will ich das jetzt noch nicht genauer hier ausführen. Ich denke, das mache ich dann, wenn alles fertig und erledigt ist. Denn ich hatte einen Gedanken – doch so weit sind wir dieses Mal gar nicht gekommen. Auch sollte ich eigentlich keine Angst haben, dass einer meiner Mitspieler das hier zu lesen bekommt – aber sicher ist sicher.

Beim letzten Mal hatte ich also nicht genug – und dieses Mal hatte ich gefühlt so gut wie nichts – und dann kommen wir noch nicht mal so weit. Hmmm…

Das meiste, mit dem ich mich im Vorfeld herumgeschlagen habe, war, ein bis zwei NSCs bei Roll20 anzulegen. Nach 1-2 Stunden durfte ich dann feststellen, dass NSCs aus dem Monsterhandbuch relativ einfach gehen, weil ich sie einfach ins Formular rüberziehen kann.
Klar, hätte ich mich vorher mal schlau gemacht… ;o)

Ansonsten habe ich ein wenig Kartentechnisches gesucht, wofür ich mich nun nochmal bei einem Kartenbauer als Patreon eingetragen habe. Denn eine Karte ist schonmal die halbe Miete.
Wobei – für einen Mitspieler sollte ich das auf „Battle-Map“ konkretisieren.

Und ich habe eine Stadtkarte oder -ansicht gesucht, so als Stimmungshintergrund.
Genommen habe ich dann die Stadtansicht aus dem Spielleiterhandbuch. Die hat irgendwie am besten gepasst. Scannen wollte nicht gehen – also habe ich ein Foto mit meinem Communicator gemacht und dieses zurechtgeschnitten. Denn auf jeden Fall sollte es die Gruppe dorthin verschlagen.

Wir haben da weiter gemacht, wo wir das letzte Mal aufgehört haben.
Sprich: Sie sind alle in das nahe Dorf gegangen, zu einem gescheiten Frühstück, nachdem die Nacht davor ja keine Sättigungsspuren hinterlassen hatte. Dabei wurde mit dem Wirt gesprochen…
Die traurigen Überreste des Brautpaares wurden geholt und beigesetzt.
Vor der Beisetzung fiel dem Kleriker auf, dass Althea nicht mehr ihr Amulett hatte, welches sie als Adeptin zur Klerikerin der Göttin Lliira immer getragen hatte. Er bemühte sich dann auch, für unsere Gruppe eine Skizze dieses Amulettes zu zeichnen…

Skizze des Amulettes der Lliira - 3 sechzackige Sterne im Dreieck

Es wurde über Brons Bande spekuliert… und letztendlich wurde am Abend dann nachgesehen, ob die Feier wieder stattfand.

Allerdings war dies nicht mehr der Fall – aber ganz in Ordnung war es auch noch nicht, da es zumindest Lichterscheinungen gab. So, wie es sie auch schon gegeben hatte, bevor der richtige Spuk damals begonnen hatte.

Darum wurde jetzt nochmal im Keller gesucht, ob das Amulett vielleicht noch dort lag. Denn der Waldelf konnte sich erinnern, es bei dem Spuk gesehen zu haben. Er war sich sogar so sicher, dass Althea es noch getragen hatte, als Bron und sie gefesselt Richtung Keller geführt wurden, bevor der Spuk mit dem dritten Hahnenschrei beendet war.
Wo war es also hingekommen?
Bei den Überresten hatten sie nichts gefunden, im Keller bei nochmaliger Suche auch nicht…

Es blieb letztendlich nichts anderes übrig, als sich dann doch in der Stadt Dürrstein umzuhören. Also ging es da am nächsten Tag hin.

Der Neuzugang war so gewitzt, am Tor sich direkt mal mit Wächtern zu unterhalten, von wegen, welche Taverne denn so am besten ist + wer der Stadtvorsteher ist und wo er zu finden sei…
Und das war es dann so gut wie auch schon.

Der letzte Mensch der Truppe wurde vom Neuen mit 1 Goldstück zur Informationsbeschaffung ausgestattet und losgeschickt.
Und dann ging es in die Stadt… und wir waren fertig. Auch, weil einer der Spieler dieses Mal nur bis 10 konnte.

Ich fühlte mich im Vorfeld so schlecht vorbereitet.
Zum Glück wurde sich die meiste Zeit noch mit der Verarbeitung des letzten Abends beschäftigt.
Und sie wollten Namen hören.
Namen, Namen, Namen.
Wie der NSC heißt, die Dörfer + die Stadt… die Tavernen…

Die Tavernennamen habe ich mir dann auf die Schnelle aus der Tabelle vom SL-Buch ausgewählt.
So gibt es da (bis) jetzt 5 Tavernen.
Nämlich das Tänzelnde Pony, den Hüpfenden Wolf, den Silbernen Stern, der Betrunkene Pegasus, sowie den Bellenden Hirsch… und dann musste ich noch eine Stirnrunzelnde Rose für die Mitglieder der Uni/Akademie der Stadt kreieren. Damit waren es dann schon 6. Aber vielleicht mache ich noch eine für die zwielichtige Gesellschaft des Ortes – mal sehen.

Weder fanden sie die Ortsnamen dann kreativ – das schoben sie aber auf die Einfallslosigkeit der Landbewohner. Eichenhain und Kiefernfeld sind halt eher einfache Ortsmerkmale. Nach diesen dann einen ganzen Ort zu benennen… das war für unsere Weitgereisten sehr ländlich. ;o)

Die Aktion, die Wächter anzusprechen, fand ich gut. Auch wenn ich bis dahin nur das Tänzelnde Pony vorbereitet hatte. (Namenstechnisch. Und ich hatte einen Namen für den Wirt.) Die anderen wurden dann einfach wild ausgewählt. Auch zum Namen des Stadtoberhauptes musste ich auf die Schnelle auf einen Namensgenerator zugreifen. Ansonsten war ich auch so ehrlich zu sagen, dass ich das Bild der Stadt erstmal als erstes Stimmungsbild gedacht hatte. Doch es hat sie schon inspiriert zu fragen „Was ist das?“. Das konnte ich (noch) nicht beantworten, aber es hat nicht vom allgemeinen überlegen abgehalten. „Ein Galgen oder Scheiterhaufen.“ – „Eine Baustelle…“

Deswegen werden wir dann nächstes Mal die Stadt zusammen erkunden.

Und ich habe das Bild der Stadt bei uns im Server hochgeladen, so dass sich jede/r selbst Gedanken machen kann, was wo ist.

Und ich picke mir dann raus, was mir gefällt. Wenn ich da nicht andere Pläne haben sollte.

Ich hatte dieses Mal das Gefühl, dass wir uns alle auf das nächste Mal und auf die Stadterkundung freuen.

Ich weiß, dass ich bis dahin einige NSCs machen muss. Eine Diebesgilde, einen Stadtoberen…  Mir kommt gerade der Gedanke, vielleicht noch einen Helfer mit einzubauen? Denn der Herausforderungsgrad zum „Boss“ ist schwer. Will ich sie wirklich so sehr herausfordern?

Nun…

Bis dahin ist noch Zeit. Vielleicht ändere ich auch noch etwas an den Karten – aber ich denke, am meisten wird nächstes Mal die Stadt bespielt. Da kann ich nicht wirklich viel vorbereiten, weil ich nicht weiß, was ihnen so einfällt. Wichtig ist, dass ich etwas habe, um Namen zu generieren… die ich mir dann auch entsprechend aufschreiben sollte. ;o)

Meine Auswahl an Namensgeneratoren im Internet habe ich auch mal auf unseren Server gesetzt. Das ist eine bunte Auswahl, und theoretisch gibt es noch viele mehr. Allerdings denke ich, dass ich mich nach und nach auf ein paar spezialisieren werde.

Schau’n mer mal.

Und damit auf Wiedersehen bis nach Dürrstein.

Ob wir danach endlich wieder zur Kampagne zurückkommen?

 

Ewige Hochzeit

verschiedene Würfel - 6-seitige, 10-seitige, 8-seitige, 12-seitige. 20-seitige und einen W100

Vorgestern stand wieder unsere monatliche D&D-Runde an.
Bisher erwähnte ich dies ja eher mal sporadisch. Allerdings kann es durchaus sein, dass ich in Zukunft öfters darüber schreiben werde.
Denn es sieht so aus, als würde ich die Runde als Spielleiter übernehmen.

:-O

Der letzte Termin war also nun mein erster als Leiter. Und damit wir das erstmal Testen, wie es da so mit uns läuft, haben wir noch nicht mit unserer Kampagne weitergemacht. Die wurde ja noch von Werner gestartet und von Drachenechse weitergeführt.
Stattdessen habe ich als Erstes etwas Kleines entworfen, über das ich nun berichten werde.
Ihr habt es sicher schon geahnt. (Oder befürchtet.) ;o)

Wie mach ich jetzt weiter – erst mit meinem Gefühl zum Abend, oder erst mit der Geschichte, mit der wir uns beschäftigt haben? Hmm…
Ich denke, erst mein Gefühl.

Ich habe also den Plot für einen kleinen Einschub in die Kampagne entworfen. Und ich glaube, es fällt mir (noch) leichter, Plot zu überlegen und zu entwickeln, als ihn so 100%ig als SL rüberzubringen. Schriftlich etwas zu erzählen liegt mir im Moment noch mehr, als dies dann auszumalen und am (virtuellen) Spieltisch darzustellen und auszuspielen.
Dies ist meine momentane Einschätzung.

Es ist ja nicht so, dass ich nichts darstellen könnte – ich denke, da haben mich meine Jahre des Theaterspielens schon so einiges gelehrt. Aber improvisieren ist halt immer noch etwas anderes, als einen festen Text zu interpretieren.
Und ich habe mir ja keine festen Texte überlegt, sondern „nur“ den Handlungsfaden.
Komme ich also mal zu dem.

 

Die Hochzeit

Hof, vorbereitet zur Feier, mit Tanzfläche, Tische und Bänken

Bereit zur Feier
(Karte erstellt auf Roll20)

Da es ja nur eine kurze Unterbrechung der Kampagne sein soll, musste es sich eher um etwas Kleines, örtlich Begrenztes handeln, als etwas groß Weltbewegendes.
Was könnte mensch denn da machen…

Die Helden sind auf der Reise und wollen noch bis zum nächsten Ort zum Übernachten, statt in der Wildnis schlafen zu müssen.
Die Sonne ist untergegangen und die ersten Häuser sind zu erkennen – und davor liegt ein hell erleuchteter Bauernhof, bei dem gerade eine große Feier stattfindet.

Als die Spieler diesen Hof passieren, werden sie von zwei Leuten angesprochen und eingeladen, doch mitzufeiern.
Geheiratet haben Althea Nachthauch (20 – Halbelfin), Tochter von Mara (41 – Mensch) und Lancian Naïlo, (Mondelf – 170 Jahre); und Bron Blankholz (24 – Mensch), Sohn von Amafrey (40) und Stor (44) Blankholz.

Eingeladen werden sie von Immith (25), einer Rashemi – eine eher kleine muskulöse Frau mit dunkler Haut, dunklen Augen und schwarzen Haaren; sowie dem Chondathaner Randal, einem schlanken, großen, jungen Mann mit blonden Haaren und grünen Augen (26).

Immith und Randal sind Freunde vom Bräutigam Bron, mit dem sie – zusammen mit Brons Trauzeugen Mordai Nirgendwo, einem Tiefling von 26 Jahren – in einer Bande waren. Dazu komme ich dann noch.

Sie werden also eingeladen, doch hierzubleiben und mitzufeiern, weil wegen Ernte-/Pflanzzeit längst nicht so viele Nachbarn mitfeiern können/wollen wie gedacht. Es gibt Verpflegung satt – und in der Scheune einen Platz auf Stroh und Heu zum Schlafen.

Nun, die Möglichkeit, kostenlos etwas zu Essen und Trinken zu bekommen und dann auch noch ein Dach über den Kopf für die Nacht zu haben, lassen sich die Helden nicht entgehen.

Also werden sie als erstes zur Scheune gebracht, wo sie in der Ecke links neben dem Tor ihr überschüssiges Gepäck ablegen können. Danach bekommen sie ihren Tisch gezeigt, wo Platz für sie ist – und es kann gefeiert werden.

Karte der Scheune zum Schlafen

Innere der Scheune zum Schlafen
(Karte erstellt auf Roll20)

Als sie ankommen und den Schlafplatz gezeigt bekommen, wird draußen eine alte Hochzeitsballade vorgetragen. In der Scheune machen sie sich dann erst Mal mit dem neuen Mitspieler der Runde bekannt – und bis sie wieder rauskommen, ist der Vortrag gerade fertig, so dass sie den Vortragenden nicht sehen. Sie bekommen nur mit, wie sich die Braut Althea bei Hadarai Galanodel für den schönen Vortrag bedankt und dann alle Anwesenden auffordert, nun beim Essen ordentlich zuzuschlagen. (Selbst wenn sie vorher wieder herausgekommen wären, hätten sie Hadarai nicht gesehen. Auch dazu später mehr.)

Bei ihnen am Tisch sitzt noch ein örtlicher Kleriker von Chaunthea, Göttin der Landwirtschaft, der sich ein wenig beschwert, dass er an den letzten Tisch platziert worden ist. Wahrscheinlich, weil es das Brautpaar lieber mit Lliira hält, der Göttin der Freude. Denn der Kleriker von Lliira sitzt neben der Hochzeitstafel, zusammen mit den Trauzeugen, sowie dem Bruder von Bron samt dessen Frau. Also fast im Familienbereich.
Bedient werden sie an ihrem Tisch von der Halblingsdame Verna Grünflasche, die jedem etwas zu trinken bringt – und wenn eine der Schalen geleert sein sollte, diese wieder auffüllt. Gereicht werden Bier, Wein – und auch Wasser, wenn gewünscht. Zu Essen gibt es Braten, Gemüse, Keulen, Brot… was das Herz begehrt. Die Familien haben sich diese Feier durchaus etwas kosten lassen.

Nach der ersten großen Fresserei stimmen die Musiker – ein buntgemischter Trupp aus einem Halbling, einem Menschen und einem Zwerg – ihre Instrumente, die sich auf der kleinen Bühne links neben dem aufgebauten Bretterboden zum Tanzen befinden. Danach finden noch einige Hochzeitsspiele statt – das Übliche: anhand der Beine die Braut, bzw. den Bräutigam erkennen. Dazu werden die Gäste von den Zeremonien- und Spielleitern Immith und Randal animiert, mitzumachen.
Auch unsere Helden waren sich teilweise nicht zu schade.

Als letztes Spiel vor der richtigen Tanzer- und Feierei gab es noch eine Runde „Reise nach Baldurs Tor“, für das statt Stühle Strohballen auf die Fläche geschafft wurden.
Tatsächlich gewann dieses Spiel unser Drachengeborener – was vielleicht auch anhand seiner Größe und seines Gewichtes zu erklären sein könnte. Doch er war von allen Spielerteilnehmern tatsächlich der Geschickteste – und ob er wirklich gewinnt, habe ich ihn selbst auswürfeln lassen. Er sollte nur sagen Gerade oder Ungerade – und dann hatte er es selbst in der Hand. Bzw. der Maus. ;o)

Die Feiergesellschaft war schon eine bunte Truppe mit verschiedenen Menschennationalitäten, als auch an Rassen – Halblinge, Tiefling, Elfen…
Doch ein Drachengeborener war auch da eher ungewöhnlich. Deswegen waren die herumtobenden Kinder ganz begeistert. Ihnen machte er weiß, dass sich seine Flügel in der Scheune befanden, weil er sie abnehmen könnte – da hatte er kurz wieder seine Ruhe. Doch später machte er wirklich beim Fangen spielen mit und scheuchte die Kinder gut durch die Gegend.

Scheune mit Schläfern

Scheune mit Schläfern
(Karte erstellt auf Roll20)

Irgendwann wurden die Kinder in die Scheune zum Schlafen gebracht – und nach und nach zogen sich auch unsere Helden in die Scheune zurück.
Nur die ganz Hartnäckigen feierten noch weiter – bis zum Ende.

Denn als der erste Hahnenschrei ertönte, war von draußen Kampflärm zu hören. Dies bekamen fast alle mit, nur Grimm hatte wohl zu gut getrunken und schlief weiter.

In der Scheune wurde die Feiergesellschaft wach – die Kinder bekamen es mit der Angst zu tun und begannen sich zu verstecken. Ein paar im Schrank in der Ecke. Eine anwesende Frau hob anscheinend unsichtbare Kinder auf den Schrank. Sie waren zwar zu hören, aber zu sehen waren sie nicht.

Der zweite Hahnenschrei ertönte, und die ersten Angreifer stürmten in die Scheune. Zu sehen waren zwei – die unsere Helden direkt angreifen wollten. Allerdings ging der Eldritch Blast – ein Art Blitzschlag – einfach durch den Angreifer durch und der beachtete diesen nicht weiter. Auch der Schlag mit dem Schwert vom Drachengeborenen ging einfach durch den Angreifer hindurch. Dafür wurde dieser von der Frau, die die unsichtbaren Kinder auf den Schrank gehoben hatte, niedergestreckt. Und verschwand.
Auch der zweite Angreifer wurde getötet und löste sich auf. Doch auch die Frau wurde von einem unsichtbaren Angreifer aufgespießt und verschwand.

Alle Gäste, die in der Scheune geschlafen hatten, waren inzwischen von Unsichtbaren getötet worden und selbst verschwunden. Dann wurde das Brautpaar gefesselt von weiteren Unsichtbaren hereingestoßen und Richtung Bodenklappe gestoßen, wo es in einen kleinen Vorratskellerraum ging.
Die Helden konnten noch hören, wie eine Frauenstimme sagte „Ihr wolltet ja für immer zusammen sein…“ – was von höhnischem Gelächter quittiert wurde.

Dann ertönte der dritte Hahnenschrei – und die Szenerie war eine ganz andere.

Scheune in der Realität, eingefallen, Dreck und Pflanzen wachsen

Scheune in der Realität
(Karte erstellt auf Roll20)

Die Scheune war eingefallen, nur noch Dreck am Boden, in der Ecke wuchs schon ein Bäumchen durch das kaputte Dach und wo die Bodenklappe war, wucherte Gesträuch und Gebüsch und überall lagen Trümmer herum.
Außerdem war auf einmal jeder wieder Nüchtern und auch nicht mehr satt.

Sie entfernten das Gestrüpp und konnten die Bodenklappe freilegen, die noch vorhanden war. Allerdings war sie erst nicht zu öffnen – aus magischen Gründen, wie der Hexenmeister feststellte. Doch mit Gewalt ließ sich auch das regeln – und als die Klappe geöffnet wurde, fanden sie in diesem Keller die Überreste von zwei Leichen – welche sie anhand der Kleiderreste als Althea und Bron identifizierten.

Nähere /weitere Informationen bekamen sie dann noch von einem vorbeikommenden Holzfäller, der sie ansprach.

Die da sind – jetzt aus Spielleitersicht:

– Die Hochzeitsfeier findet seit 10 Jahren jede Nacht statt – seit kurz nach der eigentlichen Hochzeitsfeier.

– Für den Überfall verantwortlich ist die ehemalige Bande, der Bron angehörte, wie oben erwähnt. Der Grund: Die Anführerin der Bande, Miri Falbdrache, ist die Ex von Bron und konnte sich mit dieser Hochzeit nicht abfinden.
(Genau wie der Ex von Althea – Dorn Grauffels, ein örtlicher Kauffmannsohn. Der war zwar nicht bei dem Überfall mit dabei, doch ist er ein Strippenzieher und benutzt auch sonst die Bande von Miri hin und wieder.)

– Das Zeichen der Bande ist ein schwarzes Geweih, welches außerdem das Zeichen für Beshaba ist, Göttin des Unglücks. Zufall? ;o)

– alle Gäste, die bei dem Überfall ums Leben kamen, sind bei der Geisterfeier richtig zu sehen und zu fühlen. Oder anders ausgedrückt: Jeden, den die Spieler gesehen haben, hat die Nacht nicht überlebt.

– alle, die die Nacht überlebt haben (also zB die Kinder, die sich auf dem Schrank versteckt haben und nicht zu sehen waren, oder Hadarai Galanodel, der die Feier schon nach einer Stunde verließ, weil er noch weiterreiste), sind bei der Geisterfeier nicht zu sehen, aber zu hören.

– dass der Hof nicht mehr genutzt wird, liegt auch daran, dass die Feier jede Nacht stattfindet – und ein arbeitender Mensch dann einfach keine Ruhe finden kann.
(Wie Naaro treffend meinte „Ruhestörung durch Geister“.)

– ab dem ersten Hahnenschrei sind alle Geister nicht mehr feststofflich für lebendige Gäste

– ab dem zweiten Hahnenschrei lösen sich alle bis dahin Getöteten auf

– beim dritten Hahnenschrei ist der Spuk immer vorbei

– alles Gegessene oder was getrunken wurde, hält nur für die Nacht vor. Am nächsten Morgen ist alles verflogen.

– die erste Geisterfeier fand nicht direkt nach dem Überfall wieder statt, sondern es zeigten sich erste Lichterscheinungen etwas mehr als eine Woche nach dem Geschehen und dann nach knapp eineinhalb Wochen die richtige Feierwiederholung. Da waren dann beide im Keller gestorben.

– alle Getöteten wurden gefunden und beerdigt, nur das Brautpaar wurde nicht gefunden – da die Bodenklappe durch Pflanzenwachstum (Spruch eines Druiden) überwuchert und außerdem noch zusätzlich durch ein Arkanes Schloss (Spruch eines Magiers) gesichert war. So geriet die Klappe in Vergessenheit.

– falls die Spieler durch irgendwelche Punkte misstrauisch geworden wären (wenn sie etwas gehört hätten, aber niemanden dazu gesehen zB), hätten sie eine Wahrnehmungsprobe machen können. Je früher am Abend, desto schwieriger. Hätten sie es tatsächlich geschafft, hätten sie einen kurzen Blick auf die Wirklichkeit gehabt, wären aber direkt danach wieder durch etwas abgelenkt worden. Und dann hätte der Schein der Feier die Wirklichkeit wieder überlagert.

– wie wird der Fluch jetzt gebrochen? Durch eine einfache Beisetzung des Paares – oder dadurch, die Drahtzieher zur Verantwortung zu ziehen?

Hof in der Realität, verfallen und wuchernden Pflanzen

Hof in der Realität
(Karte erstellt auf Roll20)

Ich denke, dass werden wir dann beim nächsten Mal schauen.
Denn tatsächlich war die ganze Sache schneller fertig als gedacht. So waren wir bereits um gut 21:40 Uhr fertig – wo wir sonst bis 23 Uhr spielen… Und ich hatte nichts weiter mehr vorbereitet.

Das ist nun auch etwas, an dem ich arbeiten muss: Die Sache für den Abend anzupassen. Und etwas mehr Beschreibungen zu liefern.
Zumindest habe ich mit mir greifbaren Material den Hof und die Scheune in Schein und Wirklichkeit als Karten gebaut. Die Bilder seht ihr ja oben. Und zumindest diese Karten erleichterten es, das Szenario zu beschreiben – indem die Spieler ja quasi einen einfachen Überblick hatten.

Ich denke also, dass wir beim nächsten Mal nochmal in meinem erstellten Spiel spielen werden, welches ich auf das neue Szenario vorbereiten darf; bevor wir wieder auf das Spiel der Kampagne wechseln.
Dies wird dann mein erstes fertiges D&D-Spiel werden. Denn abgesehen vom Cthulhu-Schnellstarterszenario und den einen Ausflug zu Beyond the Wall, habe ich bisher nur Selbstgebautes geleitet bei D&D. Mal sehen, wie das werden wird.

Und ich muss mir jetzt noch Gedanken machen, wieviel Erfahrungspunkte die Herrschaften bekommen sollen. Das ist auch immer so etwas. *sfz*

Nun gut – dies war nun mein gedanklicher Nachtrag meines ersten kleinen (neuen) Szenarios für D&D. Nichts weltbewegendes, sondern nur etwas begrenzt lokal-Interessantes. Aber für ein erstes Beschnuppern, denke ich, ganz ok.
(Und sollte sich jemand inspiriert fühlen, diese Plot-Idee selbst für einen Spieleabend zu nutzen, kann er/sie dies gerne tun. Mich würden dann die Rückmeldungen der Mitspieler interessieren.)

Zumindest habe ich nichts Negatives zum Spielleiten gehört. Nur ein technisches Problem kam auf und konnte jetzt wohl behoben werden.

Es kann also nun sein, dass ich hier mein nächstes Szenario auch etwas ausbreiten werde. Einfach weil es „Meins“ ist. Wenn wir wieder in die Kampagne gehen, wahrscheinlich dann nicht mehr so.

Wir werden sehen…

Regelwerke Seitenansicht D&D 5

Rollenspiel…leiten :-O

Rollenspiele habe ich in der Schule kennengelernt.
Habe ich doch schon mal wo geschrieben? Jetzt aber keine Lust, nachzusuchen. Also kurz nochmal hier:
So ’84 oder ’85, glaube ich.
Seitdem immer wieder mal gespielt.

Als Spieler, sprich Konsument.

Um 2007 rum habe ich dann das allererste Mal selbstgeleitet. Eine eher abschreckende Erfahrung. Die folgenden Spiele liefen dann aber immer besser und besser. So für mich, gefühlt. Das waren, glaube ich, insgesamt 4 oder 5 Spiele, damals. Dann habe ich erst wieder geleitet… wann war das… echt erst 2018?

Auf jeden Fall an einem Rollenspiel-Wochenende zu Ehren von Drachenechses Geburtstag. Da habe ich auch ein Abenteuer gemacht. Darüber habe ich geschrieben, nämlich hier. Genau wie über meine letzte Leitung auch. Eine spontane Übernahme der Shadowrun-Gruppe. Und jetzt steht die nächste Leitung an.

Cthulhu.

Dieses Mal an einem Donnerstag. Auf Wunsch einer Mitspielerin, doch vielleicht was zum Thema Horror jetzt zum Ende Oktober zu machen.
Ich bin von mir selbst überrascht.

Gut – ich mache es mir da einfach. Ich nehme einfach das Abenteuer des Schnellstarters. Dafür bietet sich das ja an.

Aber ich werde es ein wenig aktualisieren.

Dann spielen wir nicht 1920, sondern jetzt.
Und nicht in Amerika, sondern in Deutschland. Ich habe mir Hamburg statt Baltimore ausgesucht. Dann ist es zwar nah – weil Deutschland – aber doch weit genug von Frankfurt weg.
Ich bin tatsächlich überrascht, wie locker ich es noch nehme. Gut, es sind auch noch 4 Wochen, etwa. Dennoch…

Vor allem, dass ich anscheinend richtig Lust drauf habe.
Aufs Anleiten?!?

Ich habe das System einmal testgespielt, bei der ersten CONspiracy im… April?
Trotzdem.

Gut, durch das fertige Abenteuer muss ich mir um wichtige NSCs + Gegner keinen Kopf machen. Das ist alles fertig.

Ich habe auch noch etwas Zeit, Roll 20 bis dahin in den Griff zu bekommen. Das Spiel an sich habe ich schon angelegt. Aber dann halt die wichtigen Karten nach Roll 20 zu bekommen und spielbare Tokkens zu schaffen… Das wird wohl noch ein paar Tutorials brauchen.

Es hatten 7 Leute Interesse bekundet. Ich will aber nur mit 6 maximal spielen. So hat einer zurückgezogen. Allerdings kann vom Rest jetzt eine Person nicht zu dem Termin. Was tatsächlich erstaunlich ist. (Im Sinne von „Nur eine?) Mal sehen, ob der Zurückgetretene noch Lust hat.

Ich habe auch schon 4 Char“gerüste“. Eigentlich 5 – aber No 5 kann halt nicht. Demnach ist das gar nicht so schlecht. Denke ich.

Ich bin gespannt, wie es werden wird.

Vielleicht wird der Abend dann ja auch so laufen, dass ich sage „Nie wieder leiten“…

Momentan denke ich das eher nicht.

Mit D&D machen wir nächste Woche ein Testspiel mit einer neuen möglichen Mitspielerin. Da unser Haupt-GM leider wieder verhindert ist, wird das Abenteuer nun von Drachenechse geleitet – auch wenn sie aus der D&D-Gruppe eigentlich raus ist.
Und Shadowrun übernimmt der Balkonbauer.
Dann ich noch mit Cthulhu.

Gaaaanz viele verschiedene GMs diesen Monat.
Das wird spannend werden.

Und irgendwie mit das spannendste:
Ich bin einer dieser GMs.

Uuuuh.

Ich denke, hier kann ich ruhigen Gewissens enden mit:

To be continued…

Oder auf Deutsch:

Fortsetzung folgt.  ;o)

Freitagabend – Rollenspielabend

Wie schon öfters erwähnt, ist Freitagabend unser Rollenspiel-Abend.

Nicht jeder – aber so alle 2-3 Wochen. Je nachdem, wie viele Freitage der Monat hergibt. Anfang des Monats läuft D&D, und zum Ende des Monats gibt’s Shadowrun (SR).

Der Spielmeister für beide Sachen ist die böse Banane. Allerdings hatte er Anfang des letzten Monats noch davon gesprochen, dass ihm langsam der „Stoff“ ausgeht und er entsprechend in der nächsten Zeit gerne das Leiten abgeben würde.
Nicht gleich, aber demnächst.

Wie der dumme Zufall es will, fiel er dann eine Woche vor dem letzten SR-Termin aus. Mit einem guten Grund. Doch bat er darum, den Termin letzten Monat nicht ausfallen zu lassen. Das bedeutete, eine_r aus unserer Gruppe musste sich was einfallen lassen.

Tatsächlich hatte ich auch einen kleinen Gedanken… und habe also letzten Monat seit Ewigkeiten mal wieder geleitet.

Dies müsste dann mein sechstes Mal gewesen sein, das ich gemeistert habe.

Natürlich war ich in den Regeln jetzt nicht so fit, weil ich mir in der einen Woche bzw. den 5 Tagen bis zum Spiel eher den Kopf zerbrochen habe über „Wie funktioniert Roll20?“ und über die Werte und Ausstattungen meiner NSCs. Doch bei den Regeln habe ich einfach während des Spiels einen erfahrenen SR-Spieler unserer Runde gefragt. Und wir haben dann alles so-in-etwa gemacht.
Es war ok.

Die Spieler haben es überlebt, meine NSCs haben überlebt (teilweise knapp ^^) und ich als GM tatsächlich auch.

Aber es zeigte mir mal wieder auf, wie wenig mensch oftmals seine Mitspieler einschätzen kann. Und wie kompliziert es ist, NSCs zu entwerfen, die auch Werte haben. Also wirkliche Charaktere, nicht nur einfaches Büchsenfutter.

Kurz zur Grundidee:
Zum Glück hatten wir in der vorletzten Sitzung einen Run abgeschlossen + in der letzten nur noch mal Nachwirkungen desselbigen gespürt.
Also waren wir völlig frei. Doch jetzt etwas für einen kompletten Run aus den Ärmeln zu schütteln, mitsamt Auftrag erhalten und planen etc… Das wäre in einer einmaligen Sache nicht geschafft worden. Ich kenne mich + meine Mitspieler. ;o)
Deswegen dachte ich mir: Lass den Run zu ihnen kommen.

Der Großteil der Gruppe lebt in Eschborn, in einem Haus über einem ehemaligen Supermarkt. In diesem hat sich ein Ork-Motorradclub eingerichtet, der unser (fast) aller Vermieter ist und mit + für den wir schon gearbeitet haben. Man läuft sich halt ständig auch so übern Weg oder geht teilweise zusammen einen Trinken.

Dieser Motorradclub, nennen wir ihn mal „Vipers“, hat einer rivalisierenden Gang aufgrund eines Tipps + damit ergangenen Auftrags eine Waffenlieferung abgejagt.
Diese sollte dann 2 Tage später an den eigenen Auftraggeber geliefert werden. Komplett.

„Leider“ möchten die Verantwortlichen der Lieferung diese wiederhaben – bzw. wenigstens einen bestimmten Teil davon. Also werden die Vipers weggelockt, und unsere Gruppe soll auf die Lieferung aufpassen. Das nichts wegkommt. ;o)

Soweit mein Grundgedanke.

Also habe ich mir überlegt, aus was diese Lieferung besteht – für den Fall, das meine neugierigen Mitspieler einen Blick riskieren wollen würden. (Mit der Banane hatte ich schon geklärt, ob die Orks nachschauen würden. Die Antwort war: Nein.) Und speziell unserem gierigen Geist hätte ich das zugetraut.

Stattdessen war dann die Reaktion auf „Passt mal auf, bis wir wiederkommen.“: „Na gut.“
*Fläääz*
Gut, es wurde mal nach den Kisten geguckt… dann zog sich unser Decker lieber wieder in seine Räumlichkeiten zurück, um sich endlich in Ruhe in das System der Orks zu hacken, um ansonsten einfach weiter seine Serien zu schauen. Den sich ankündigenden Besuch hat er nur ganz am Rande mitbekommen.
„Gegenüber steht ein Auto.“ … „Jetzt stehen da 3 Autos.“…

Wie gesagt, ich habe einen großen Teil der Planungszeit damit verbracht, mich mit Roll20 zu beschäftigen, um den Club bespielbar zu machen.

Dies hat nur bedingt geklappt.

Ich konnte meine Waffenkisten deponieren, und für meine NSCs Marker machen… aber dann, beim Spiel, konnten die Spieler ihre Marker nicht auf dem Plan verschieben und nicht auf das Würfeltool zugreifen. Das war alles ein wenig… unpraktisch.

Ich habe mir Gedanken gemacht dazu, von wem die Waffenlieferung war + wofür; was die NSCs wenigstens hätten holen sollen – und natürlich über die NSCs. Über ihre Werte + Ausrüstung, ihre Straßennamen… Schade, dass es nicht eine Art Tabelle gibt, bei der mensch mal schnell NSCs zusammenstückeln kann für bestimmte Erfahrungsstufen. Denn schließlich sollen/dürfen sie ja als Gegner auch nicht unbesiegbar sein.

Gut – die Gegner waren wohl auch nicht die besten, sonst wären sie sicher anders vorgegangen. Es hätte viele Möglichkeiten gegeben. Aber sie sind halt auch dann nur so gut wie ihr Spieler. ;o)

Nun, wir waren beschäftigt für diesen Abend.

Und beim letzten D&D-Abend haben wir stattdessen noch mal „Tails of Equestria“ gespielt – bzw. „My Little Pony“. Da hat ein Mitspieler das zweite Mal überhaupt geleitet. Dieses Mal in einer Welt, in der er sich auskennt ohne Ende, und mit willfährigen Mitspielern. Und das hat auch gut geklappt + wir hatten Spaß. :oD

Morgen ist es also mal wieder soweit. Shadowrun.

Da wird nun ein anderer Mitspieler das Zepter übernehmen. Erst mal als Versuch für alle. Und wenn der läuft, dann wohl auch weiterhin.

Und ich kann mir weiter überlegen, was ich vielleicht gerne mal Oneshoten würde.

Aber bis ich das weiß…

Das dauert noch.

Bis dahin probieren wir dann auch erstmal DSA mit Drachenechse aus.

Bei Angroschs Bart!