Über Musik – und was ist Heavy Metal?

Ich habe vor einigen Tagen ein wenig über Fragen zu Musik gegrübelt. Worüber genau – darüber gibt es jetzt diesen kleinen Eintrag. ;-)

Meine ursprüngliche Frage, über die ich nachdenken musste, war
„Was ist Heavy Metal?“
Dazu komm ich dann noch.
Erst geht’s jetzt um das Thema, das sich bei mir aus dieser anderen Frage ergeben hat.
Nämlich: Wann, wie und/oder durch wen wird man auf eine Lieblingsmusik „geprägt“?

Meine Lieblingsnichte ist jetzt 11. (Das ich nur eine habe, erleichtert die Wahl sehr. *g*)
Ich habe mich schon ein paar Mal gefragt, was sie eigentlich für Musik hört.
Genau wie meine Neffen (beide 9).
Als ich ihnen das letzte Mal über den Weg gelaufen bin und gefragt habe, weil ich grad mal daran dachte, kam als Antwort: Was im Radio läuft.
Für mich bedeutet das: Sie haben noch keine Lieblingsrichtung in der Musik.

Gut. Mein persönliches Interesse ist recht weit gefächert, würde ich von mir behaupten. Ich mag es, wenn’s kracht, und schüttele dann dazu auch mein nicht mehr wallendes Haupthaar ordentlich. Aber ich höre auch total gerne instrumentale Musik – hier besonders Soundtracks (Original Scores) der verschiedensten Filme. Angefangen von Ennio Morricone, zu Herr der Ringe und Pan’s Labyrinth bis Star Wars.
Und insgesamt gesehen, stehe ich wohl mehr auf Moll. Würde ich jetzt so sagen.

Ich weiß, dass mir „Das Lied vom Tod“ mit der Mundharmonika bestimmt schon mit 9 eine Gänsehaut verpasst hat. Entsprechend waren meine ersten selbstgekauften Platten meist irgendwelche Soundtracks-Compilations. Über Western.

Musik-Western
Ich hab mir auch mal eine Platte von Dschingis Khan schenken lassen. Doch ich glaube, die erste eigene Gruppe für mich waren die Pet Shop Boys. Und ich glaube, mein erstes Lied, auf das ich ganz von alleine „abgefahren“ bin, war „19“ von Paul Hardcastle.
Ja, die NDW habe ich erlebt, aber eher so im Groben.
Und falsch.
Das erste „mein Lied“ war „Major Tom“ von Peter Schilling. Fällt mir jetzt im drüber schreiben ein.
Oder war es sogar noch früher „David’s Song“ der Kelly Family? Vom „Lied vom Tod“ abgesehen?
Zumindest habe ich mir damals keine Singles gekauft. Wenn ich mir Platten gekauft habe – als ich angefangen habe zu kaufen – dann waren das gleich LPs.
Wobei ich von „19“ durchaus gerne die Maxi mit der 10 Minuten-Version sofort noch jetzt gerne kaufen würde.
*Na-Na-Na-Na-Na-Nineteen!*
Wenn meine Nichte + Neffen jetzt sagen, das sie „Radio“ hören, haben sie „ihres“ noch nicht entdeckt. Vielleicht auch, weil die Eltern „nur“ Radiohörer sind? (Und dann auch noch von dem Radiosender hier in Hessen mit den 3 Buchstaben, den ich nicht leiden kann – aber Namen will ich hier keine nennen. ;o))

-Einschub-
Ich muss gerade an die Anekdote denken, das ich eine Zeitlang gerne den Soundtrack zu „Dune – Der Wüstenplanet“ gehört habe. Die Musik dafür wurde von der Gruppe Toto geschrieben/gemacht.
Dieser Soundtrack hat meiner Schwester (7 Jahre jünger) gar nicht gefallen. Manche Teile fand sie gruselig.
-Einschub-Ende-

Wenn ich dann jetzt im Vergleich dazu an die Kleine denke, die die Tochter eines Bandmitglieds der Band von ner Freundin ist… die ist so von ihrem Vater geprägt, die ist mit 8-10 (?) schon Heavy Metal-Fan.
(Ich sage ja selbst öfters zu Freunden oder Bekannten, das Boiling Blood für mich meist eher Krach ist. Aber zumindest die positive Form davon! (Will es mir ja nicht mit der Bassistin verscherzen. :-) ))

Nun, ich habe mir auf jeden Fall jetzt überlegt, dass ich meinen Musik-CDsNeffen + Nichte zu Weihnachten unter anderem mal jedem ’ne CD zusammenstelle, mit Liedern, die ich so gut finde. In der Hoffnung, das sie sich diese CDs auch mal anhören – und darauf dann irgend etwas entdecken, dass ihnen gefällt und was sie noch nicht im Radio gehört haben. Egal, ob jetzt Heavy, Soundtrack, Pop, Klassik, Minimal Music, Gothic… Und meine Schwester + Schwager bekommen dann auch eine. Die wird dann wahrscheinlich hauptsächlich aus Mittelalterrock bestehen, denke ich. Mal sehen.

Und jetzt zurück zur auslösenden Frage:
Was ist (eigentlich) Heavy Metal?

Ich war ja vor 2 Wochen bei Apocalyptica. Dafür war ich dann aber letzten Sonntag doch nicht bei Witt, wie ich es eventuell vor hatte. Nächstes Mal vielleicht wieder.
Auf der Fahrt nach Essen zur Spielemesse hab ich dann meinem Kumpel, der bösen Banane ;-) , mal das Lied vorgespielt, welches ich auf dem Konzert am geilsten fand.
Die Banane steht auf Heavy Metal. Und vor allem auf Metallica.
Für mich ist Apocalyptica Heavy. Wenn vielleicht auch eher wie Coppelius Heavy Wood. Doch das ist Wortklauberei. Ich bleib jetzt bei Heavy Metal.
Auf jeden Fall: Laut der Banane war Apocalyptica mit ihrer ersten CD, als sie mit 4 Cellos Metallica gecovert habe, Heavy Metal.. Und das hätten sie weiter machen sollen. Heavy Metal covern. Dann wäre es weiter Heavy Metal gewesen. (So interpretiere ich gerade seine Aussage.) Denn – so weiter – wenn sie jetzt eigene Lieder machen, auch wenn es jetzt „nur noch“ 3 Cellos und ein Schlagzeug (und manchmal Gesang) sind, dann ist es für ihn kein Heavy Metal mehr. Jetzt ist es für ihn „Klassik“… Ah ja.
Dem kann ich zwar überhaupt nicht zustimmen – aber es ließ mich nachdenken.
Was macht Heavy Metal zu Heavy Metal? Nur die Instrumentierung? Geht es nur mit E-Gitarren? Oder liegt es am treibendem Schlagzeug? Oder an der elektrischen Verzerrung der Instrumente?
Coppelius hat Lieder von Iron Maiden gecovert, mit Cello, Kontrabaß, 2 Klarinetten und Schlagzeug. Und sie machen eigene Lieder. Ist dies dann auch – bei dieser Instrumentierung – logischerweise Klassik? (Nach der Banane?)
Oder ist irgendwie alles einfach Hard Rock und die letztendliche Richtung ist egal?

Ich habe vor ein paar Tagen noch ein Video gesehen, den Auftritt von Apocalyptica in Wacken 2014. In dem Jahr hatten sie ein Orchester mit dabei. Streicher, Bläser… was so dazu gehört.
Ich fand den Auftritt gut – allerdings sind in meinen Augen bzw eher Ohren die Cellos – oder heißt es eigentlich Celli? – etwas untergegangen. (Ich seh gerade, es ist beides richtig. Was ein Glück. ^^)
Es ist wohl doch zumindest für mich schon mal ein Unterschied, ob eine „richtige“ Heavy Metal-Band mit E-Gitarren etc. sich ein Orchester dazuholt – oder halt per se klassische Instrumente.
Was macht also wirklich Heavy zu Heavy?
Die Intention, die dahinter steckt?
Das reicht wohl einigen nicht so ganz.
Doch bin ich für neue Ideen/Denkanregungen darüber dankbar.
Fällt euch was dazu ein?
(Und wieso werden bei solchen Konzerten die Leute immer zum rhythmischen Mitklatschen animiert – aber wenn bei Volksmusikveranstaltungen die älteren Herrschaften dies machen, dann wird darüber sich aufgeregt?)

Auf jeden Fall jetzt an alle, die es bis hierher geschafft haben, der Gruß, den ich von einem Mitspieler meiner ersten Theatergruppe mal vor Jahren bekommen habe, bevor er zum Studium ist:

Keep on Rockin‘!

Spiel (und Spaß) 2015

Und wieder mal was Neues angesehen…

Ich hatte jetzt am 8. + 9. Oktober Wochenende, und am 10. + 11. Oktober sogar Urlaub, weil ich letztes Jahr dachte, das an diesem Wochenende 2 Seminare stattfinden – und ich zu wenigstens einem davon gehen wollte.
Das eine war ein „Schwertseminar für Männer“ des Männerreferates Freiburg, welches mir mein Vater bereits letztes Jahr mal vorgeschlagen hatte.
Titel dieses Jahr: ENTSCHIEDEN, MUTIG UND KLAR LEBEN!
Warum nicht. Kann man bestimmt täglich brauchen, zum Beispiel zum Salami schneiden oder so. ;-)
Das andere wären die „12. Internationale Nyckelharpa-Tage auf BURG FÜRSTENECK“ gewesen. Denn nachdem ich jetzt die Drehleier kennengelernt habe, denke ich daran, noch 2-3 Sachen auszuprobieren. Zum Beispiel die Nyckelharpa -–oder auch Schlüsselfidel genannt – und natürlich einmal einen Dudelsack.
Deshalb habe ich Urlaub beantragt und bekommen… und hatte dann keine Lust auf beides.
Also hatte ich ein freies Wochenende.
Und statt nun alle 4 Tage zu Hause zu vergammeln, bin ich auf den Zug einen Kumpels mit aufgesprungen. Der hatte vor einer Woche den Gedanken, am Freitag, den 9. Oktober, den Namen des Tages gemäß frei zu nehmen und einen kleinen Ausflug nach Essen zu machen. Zur Spielemesse 2015. Nur alleine… nicht ganz so.
So konnte ich, Dank meines Wochenendes, sagen: Hey, ich bin dabei.
Also bin ich am Freitag kurz nach 6 Uhr nach Frankfurt aufgebrochen, um ihn einzusammeln und von dort ging es dann gegen 7 Uhr weiter. Kurz nach 10 hatten wir es endlich geschafft und haben uns ins Getümmel gestürzt.

Es gab zu sehen:

Viele

– Menschen
– Tische
– Spiele
– Spielfiguren
– Wüfel…

Kurz, alles, was das Spielerherz begehren kann.
Ich hatte zwar einen Fotoapparat dabei – und dann habe ich nur einen leeren Saal fotografiert.
Na gut, er war nicht ganz leer. Auch dort standen ganz viele Tische in langen Reihen herum, an denen am Samstag dann wohl ein Siedler von Catan-Massenevent stattgefunden hat.

Spielemesse2015

Wir haben hautpsächlich geschaut. Gespielt haben wir nur mal an einem Stand ein Geschicklichkeitsspiel, bei dem es darum ging, mittels Gummiband Holzscheiben durch eine kleine Öffnung auf die Spielfeldseite des Gegners zu schießen. Ansonsten…
Ich war recht brav und habe mich relativ zurückgehalten. Und nur 2 Spiele gekauft.
Elfenland für 10 Euro – das ich dann 20 Minuten später an ’nem anderen Stand für 8 Euro gesehen habe. Doch das Witzige war eigentlich: Ich fahre nach Essen, um mir dann ein gebrauchtes Spiel bei Leuten zu kaufen, die aus meiner Ecke kommen. :-D
Und dann habe ich mir noch „Die Legenden von Andor“ gekauft. Das gab es gebraucht für 23 Euro.
Ist jetzt nur die Frage: Wann werden diese Spiele mal gespielt?
Der nächste Spieltag ist im Moment erst im Mai geplant, in der Eifel. Kombiniert mit Grillen – und Bienenstöcke ansehen. Virtuell haben wir zwar am Sonntag wieder ein paar tausend Zombies „verletzt“. Jedoch ist virtuell halt doch etwas anderes als zusammen am Tisch sitzend. Aber immer noch besser als nichts. Auch wenn die Zombies das vielleicht anders sehen – wenn ihnen die Augäpfel noch nicht verfault sind. Doch das ist etwas eklig jetzt.
Möglicherweise. ;-)

Nach 5 Stunden haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht, und da waren meine beiden Monster dann auch froh, als ich wieder zu Hause war und es Futter gab.
Vielleicht gibt es beim nächsten Mal mehr Spiele als Ausbeute – oder ich sollte vorher mal meine Schwester informieren, dann bekomme ich vielleicht Aufträge, nach was ich schauen soll. Denn als ich meiner Familie am Samstag mittag über’n Weg gelaufen und ihr gesagt habe, das ich am Freitag in Essen bei der Spielemesse war, klang sie etwas neidisch.

Doch bis dahin fließt noch einiges an Wasser den Main hinunter.

Endlich Apocalyptica

Am Sonntag war es endlich soweit!
Wer vielleicht meinen Blog über das WGT 2014 gelesen hat, kann sich eventuell daran erinnern, dass es nicht geklappt hat, die einzige Band zu sehen, die ich sehen wollte: Apocalyptica
Ein paar Monate später, gegen Ende des Jahres 2014, durfte ich lesen, das sie nach Frankfurt in die Batschkapp kommen sollten. In den paar Tagen vom Lesen dieser Information bis zum ersten Mal nach Karten schauen, hatte sich der Termin direkt um gut 7 Monate verschoben. Von März in den Oktober, weil sie an der neuen Platte/CD gearbeitet haben.
Und jetzt endlich, vor 5 Tagen, war diese lange Wartezeit vorbei.
Und ich konnte Apocalyptica endlich live sehen.

Leider gab es direkt zu  Beginn des Abends einen kleinen Wermutstropfen. Denn bei der Einlaßkontrolle befanden sie meine kleine Kamera als zu groß.
(Eine Panasonic Lumix DMC-FZ8.)
Also „durfte“ ich sie dort am Einlaß abgeben und bekam einen kleinen Aufkleber mit Nummer dafür – damit ich sie mir danach wieder abholen konnte. Deshalb habe ich leider keine gescheiten Fotos vom Konzert – nur ein ganz verschwommenes kleines, dass ich mit meinem Handy gemacht habe.Apocalyptica

(Wahrscheinlich liegt es auch daran, das ich überlege, mir ein neues Handy mit besserer Fotoqualität zuzulegen.)
Ich konnte nun keine gescheiten Fotos machen, dafür hatte ich dann direkt vor mir ein Mädel, das mehrmals mit ihrem Handy mitgefilmt hat. Sehr schön, gefühlt fast ständig ihr Handy vorm Gesicht zu haben. Warum kann man dafür nicht diese Selfie-Sticks nutzen?! Auch einen anderen habe ich gesehen, dessen Kamera etwa so groß war wie meine. Der hatte wohl mehr Glück als ich. Tja…
Aber ich bin ja nicht zum Bilder machen hingefahren.

Die Vorgruppe war eine Band aus Südaustralien – Tracer.
Sie war ganz ok und konnte schon ein bißchen Stimmung machen. Los ging es mit ihnen pünktlich um 20:00 Uhr, für gut 40-45 Minuten. Dann wurde umgebaut – und um 21 Uhr ging es dann richtig los.
Es war klasse!
Mehr kann ich dazu kaum sagen.

2 Stunden gute Musik, ein paar richtige Kracher der neuen Platte „Shadowmaker“, ein paar Songs von alten Platten… schön.
Auch sehr klasse war der Abschluß des Konzerts mit dem letzten Lied der neuen CD – „Dead Man’s Eyes“, und auch einem Klassiker im Apocalyptica-Gewand: „In the Hall of the Mountain King“.
Einfach klasse.
Das einzige, das mich etwas gestört hat, war das Handy immer wieder vor meiner Nase. Da wünsche ich mir, das die Batterie leer ist.
Nach dem Konzert habe ich mir auch endlich die neue CD geholt und noch ein T-Shirt als Andenken.

Wenn sie wieder mal nach Frankfurt kommen würden in der Zukunft… ich hätte wieder Bock, hinzugehen.
Ohne Zweifel.