Küchenexperimente und Recherchematerial

Jetzt einfach mal zwischendurch…

Ich habe momentan ein längeres Wochenende. Drei Tage plus einen zusätzlich, da ich für das neue Projekt meiner G-S-T in Ramsthal am Sonntag zur Aufführung gefahren bin. War längst mal wieder fällig.
Wenn ich mein Wochenende – oder sogar verlängertes Wochenende – habe, muss ich mich ja selbst um meine Verkostung kümmern. Da fühle ich mich hin und wieder dazu berufen, Experimente zu machen, um alte Gerichte von früher für mich auf den Tisch zu bekommen. Das waren ja einmal die Experimente vor Jahren von wegen dem Kartoffel-Kohlrabi-Auflauf. Ein anderes Mal die Versuche, den Zucchini-Reis einigermaßen zu rekonstruieren.
Also – zumindest das mag ich inzwischen.

Früher gab es hin und wieder mal einen Nudel-Zucchini-Auflauf bei Muttern zuhause, der sehr lecker war. Und ich hatte dieses Wochenende das Bedürfnis, mich da ran zu wagen.

Nudel-Zucchini-AuflaufIch habe nun zwei Tage hintereinander Versuche gestartet. Gestern dachte ich mir, dass ich eine kleine Dose Erbsen und Karotten mit dazu tun möchte – mitsamt der Flüssigkeit aus der Dose.
Ich konnte es essen, doch ich war damit nicht ganz zufrieden.
Deswegen gab es heute Versuch Zwei – ohne Erbsen und Karotten. Zusammen mit einem Becher Sahne, einer halben Packung Streichkäse und natürlich mit Zucchini und Zwiebeln. Schön mit Käse drüber.

Das Ergebnis fand ich heute etwas besser. Doch ich denke, etwas weniger Sahne und Streichkäse wären vielleicht noch besser gewesen.
Andererseits konnte ich so meinen Streichkäse vernichten, dessen Zeit bereits abgelaufen war. Jetzt aber wirklich. ;o)
Meinen nächsten Versuch werde ich also weiter variieren. Mal sehen…
Morgen werden die letzten Zucchini-Teile dann wieder mit Reis gegessen.

Außerdem kam heute Post an. Bücher, welche ich mir gebraucht bestellt habe, um endlich mal wieder nach Namen zu sehen. Denn ich habe letzte Woche nur mal kurz in meine Geschichte reingesehen, und dachte mir, die richtigen Namen wären endlich mal ganz praktisch.
So habe ich also die nächsten Tage wieder etwas zum Rumblättern.

Ich meine, ich habe zwar bereits einige Vornamen-Bücher. Allerdings sind die im Moment irgendwo… Außerdem kann neues Material ja nicht schaden. ;o)

Das mal kurz zwischendurch.
Bis demnächst.

4 Bücher mit Vornamen

ARCANE – Staffel 2, Akt 2

Das Cover ist weiß, mit blauen Flecken. In dem Fleck in der Mitte steht der Titel. Außerdem zwei Vinyl-Platten im blau-lila-Design

Screenshot Official Arcane UK Shop

Was soll ich sagen…
Der zweite Akt trifft hart.

Damit hätte ich eigentlich schon alles gesagt. So im Kurzen.
Aber das ist dann wohl doch zu kurz.
Also noch etwas ausführlicher, ohne hoffentlich zu genau zu werden. Möglichst keine Spoiler und so. ;o)

Dies ist nun meines Wissens das erste Mal, dass ich nicht auf der Arbeit oder am Computer direkt meinen Beitrag vorschreibe. Nein, ich habe mich nun nach meinem zweiten Durchlauf (auf Deutsch) in mein Bett zurückgezogen, lasse ein wenig Musik über meine kleine Box laufen und versuche, meine Gedanken zu Papier zu bringen.
*sfz*

Ich habe mir Samstagnachmittag möglichst bald den zweiten Akt angesehen, bevor ICH noch durch irgendetwas gespoilert werde. Denn es gibt ja manche blöde YouTube-Titel, die mir so angezeigt werden durch den Algorithmus, die an sich schon der/ein Spoiler sind.
Ehrlich. Muss das sein?
Das wäre so ein YouTube-Titel wie
„Warum Darth Vader so ein schlechter Vater für Luke und Leia war.“
Ich denke, ihr könnt mir folgen.

Nun, der Spoiler, der mich angesehen hatte, war nicht ganz korrekt. Trotzdem.

Also war am Nachmittag mein erster Durchlauf. Anschließend konnte ich mir in Ruhe die ersten Reaktionen ansehen. Wobei ich mir ein paar dieses Mal wohl schenken werde.

Cover des Arcane-Soundtracks von Season 1. Ein großes A im Bildmittelpunkt, links davon das Gesicht von Jinx, die ein Feuerzeug hält und zu Vis Gesicht rechts herunterschautMeine Güte, was ein Akt. :oO

Wir erhalten einen Blick in die Vergangenheit. Fast alle Fäden des ersten Aktes werden wieder aufgenommen. Und anhand des Trailers weiß ich, das auch die fehlenden Fäden aufgegriffen werden. Dann halt in Akt 3.

Wie erwartet gab es einen kleinen Zeitsprung von ein paar Monaten. Und die erste richtige Szene hatte dann zumindest für mich – und wohl nicht nur für mich – eine erste Überraschung bereit. Wie sich das dann auf den 3. Akt auswirken wird?
Das sehen wir nächsten Samstag.

Dieser Akt spielt eigentlich fast komplett in der Unterstadt, also Zaun. Und jede Folge endet mit einem Knaller. Oh Mann. Manche vermutet, aber dennoch…
Es fällt mir echt schwer, das jetzt in solche Worte zu fassen, ohne es zu verraten. Ich will mich hier jetzt nicht verhaspeln wie Heimerdinger im Labor von Jayce. ;o)

Ich fand den ersten Akt ja schon gut.
Doch im zweiten haben sie nochmal um einiges zugelegt. Musik, Animation… Und ich habe nun keinen Schimmer, wie es weitergehen kann/wird. Besonders in Bezug auf Mel. Die Entwicklung mit/von ihr lässt mich nochmal ihre allererste Szene im 1. Akt in einem neuen Blick sehen.

Nun heißt es also, nochmal gut 6 Tage warten bis zum Finale. *Augen zuhalt*
Wenn der dritte Akt nochmal so zuhaut wie der zweite… dann brauche ich danach irgendeine Art der Regeneration. Etwas, was mich wieder aufbaut. Vielleicht der Kaufsucht nachgeben. Denn abgesehen von der Vinyl-Platte habe ich da noch etwas im Auge, was mir gefallen könnte.
Ich habe übrigens nun meine Platte bestellt, zusammen mit einer CD. Denn nicht nur die Geschichte haut rein, auch die Musik.  Und die Kunst der Animation. Und dann auch noch alles drei auf einmal zusammen?
Na dann gute Nacht. ;o)

Nachtrag: Und heute Vormittag hatte ich direkt einen Ohrwurm von einer der bittersüßesten Szene des zweiten Aktes im Kopf.
Danke, Riot und Fortiche. :op

ARCANE League of Legends Season Two-Cover Das Cover ist weiß, mit blauen Flecken. In dem Fleck in der Mitte steht der Titel. Außerdem zwei Vinyl-Platten im rot-schwarzem-Design

Screenshot EMP

Überlegungen und sonst so

Notizbuch, auf dem ein Faultier abgebildet ist und daneben steht geschrieben: Gar nichts erlebt heute. AUCH SCHÖN!

Wieder geht ein Blogbeitrags-Notizbuch seinen letzten Seiten entgegen. Mal sehen, ob ich es mit diesem Beitrag schon voll bekomme. ;o)

Dieses Jahr geht auch langsam dem Ende zu. Zeit, so langsam den Resturlaub zu verplanen.
Jetzt dachte ich zwar, dass ich meine restlichen Urlaubstage Anfang Juni verplant hätte, als ich mich dazu entschieden habe, London zu besuchen. Da hatte ich zwei Tage für Oktober genommen, und zwei Tage im Dezember. Das wäre es gewesen. Dachte ich.
Notiz: Sie haben noch 1 offene/n Urlaubstag/e.Jetzt hat meine Firma zum Ende Juli allen Mitarbeitern, die noch ungeplante Resturlaubstage haben, die entsprechende Information in die Briefkästen verteilt. Und da hatte ich dann auch die Info erhalten, dass ich noch einen Tag hätte. Nun frage ich mich zwar, wo dieser Tag herkommt. Irgendwo hatte ich auch mal gesehen, dass ich für letztes Jahr einen Tag Rest gehabt hätte… woher auch immer. Nun, ich werde mich hüten, meiner Firma da zu widersprechen. Stattdessen werde ich in den sauren Apfel beißen, und halt schweren Herzens (blah) noch einen Tag verplanen. Ist jetzt nur die Frage, wann. Und wie.

Schwarz-weiß-Stadtplan von London aus dem Spiel Scotland Yard. Hier sind die Straßen mit den Straßennamen beschriftet.Hänge ich diesen Tag einfach im Oktober an die London-Ecke an, oder im Dezember an die Tage? Oder mache ich im November nochmal ein verlängertes 4-Tage-Wochenende? Statt im Dezember 6 Tage zu machen?
Ich habe dazu mal eine entsprechende Frage an ein paar Leute geschickt, was sie machen würden. Und zumindest meine Familie – Schwester, Schwager, Nichte – wären alle für ein zusätzliches verlängertes Wochenende.
Hmm…
Es sei denn, mir fällt vielleicht noch etwas ein, wofür ein längeres Wochenende besser wäre.
Zum Beispiel… noch ein paar Tage Reykjavík anhängen?
Für London hin und zurück habe ich jetzt 161,ebbes gezahlt. Nach Reykjavík würde ich für 297 oder 325 Euronen hin + zurückkommen.
Hmm… Allerdings würde das auf unseren D&D-Termin fallen. Es sei denn, ich fahre einen Tag später…

Das wären also ein paar Überlegungen.

Dann haben alle Mitarbeiter von unserer Firma ja auch eine sogenannte Shopping-Card bekommen. Schon seit einigen Jahren. Da kommt monatlich die Anwesenheitsprämie drauf. (Zurzeit sind das maximal um die 15 Euro – bis das Jobticket wieder teurer wird. Zumindest für mich als Jobticket-Nutzer.)
Jetzt habe ich da inzwischen auch schon wieder 200paarn60 drauf, und habe keine Ahnung, was ich damit anfangen soll. Meinen letzten großen Betrag, den ich auf der Karte hatte, habe ich vor ca. 3 Jahren dazu genutzt, meiner Mutter ein Smartphone zu kaufen. Inzwischen kann sie damit auch ganz gut umgehen. Und sie steht so seitdem auch wieder etwas mehr mit ein paar ihrer Geschwister im Kontakt.

Doch was sollte ich mir da vielleicht gönnen?

Vor meiner ersten Islandreise hatte ich mir ja tatsächlich mal einen ebook-Reader gekauft, da ich mir mal ein Bundle an E-Reisebüchern gekauft hatte. Da war Island auch mit dabei – deswegen mal einen Reader. Und zwar ein Pocketbook Aqua 2. Allerdings habe ich es irgendwie nicht wirklich benutzt. Und wirklich gut lesbar fand ich das Reisebuch auch nicht wirklich. Vielleicht deswegen.

PocketBook E-Book-Reader in einer schwarzen Hülle. Auf dem Display sind die Cover der ersten drei Bücher der Flüsse von London-Reihe zu sehen: Die Flüsse von London Schwarzer Mond über Soho Ein Wisper unter Baker Street und in der rechten oberen Ecke ein 3 in 1Nun habe ich mir für London tatsächlich das Bundle, welches der DTV-Verlag für die ersten 3 Flüsse-von-London-Bücher gemacht hat, gekauft. Nachdem ich meinem Reader wieder Leben, sprich Strom, eingehaucht hatte. Und nun muss ich sagen, dass diese E-Books auf dem Reader richtig gut und vor allem lesbar aussehen. Es macht wohl einen Unterschied, ob es ein rein buchstaben-gedrucktes Buch ist – oder etwas mit Grafiken oder Bildern. Von daher frage ich mich jetzt, was da vielleicht besser wäre: Sollte ich mir vielleicht ein neues Tablet kaufen, auf dem ich dann auch Comics lesen könnte? Von denen habe ich auch ein paar Bundles. Oder eher einen Reader mit farbigem Display? Also sprich das Pocketbook InkPad Color 2? Oder noch etwas warten + dann die Neuankündigung?
Vielleicht könnte ich mit dem Color 2 dann auch mal die ganzen Rollenspielbücher, die ich ebenfalls elektronisch habe, ansehen?
Was ich wohl auch mit einem Tablet machen könnte… *sfz*

Na ja, muss ich mal sehen. Aber ich habe nichts gegen irgendwelche Meinungen dazu einzuwenden. ;o)

Was gäbe es denn sonst noch so zu erzählen?
Ein-zwei Punkte hatte ich doch. Hoffentlich fallen sie mir auch ein. ;o)

Ein Punkt wäre, dass ich voraussichtlich so in zwei Wochen mal Drachenechse + Fuchs im Pott besuche. Wenn Fuchs bis dahin wieder fit ist. Das müssen wir noch sehen.

Was war denn noch…

Ich kann meinen Reisepass die Woche abholen. Der scheint bereits fertig zu sein. Auch wichtig für London.

Ach genau. Schreiben.
Und zwar an der Geschichte, die ich … 2016? angefangen habe. Das letzte Mal hatte ich 2019 daran geschrieben. Ansonsten seitdem vielleicht mal über die Charakter-Namen nachgedacht, oder nach einem Schreibprogramm für meinen Rechner gesucht, das praktischer als Word dafür wäre. Ich habe mich auch für eines entschieden… weiß jetzt aber gerade nicht, wie es heißt.
Zumindest habe ich mir etwas auf meinen großen Kasten geladen.

Und jetzt habe ich tatsächlich am 21. Juli endlich mal wieder angefangen, weiterzuschreiben.
Ich hatte nun bereits einige Tage das passende, schreibförderliche Arbeitsumfeld, so dass ich inzwischen um die 48 Seiten A5 geschrieben habe. Yay!
Das finde ich gar nicht mal so schlecht.
(Kleiner Anhaltspunkt: Das Vorgeschriebene dieses Beitrags sind 6 Seiten A5.)
Und da dieses Arbeitsumfeld wohl bis auf die letzten 3 Tage im August fortdauern wird, könnten da noch das ein oder andere Seitchen dazukommen.

Ausschnitt aus meinem Blog-Vorschreibbuch. Da steht geschrieben: Dies auch wegen einer Unterhaltung, die in einem Discordforum lief über das Schreiben mit der Hand. Weil Unterschriften bzw. Namen für eine virtuelle Geburtstagskarte gesammelt wurden. Und es da dann welche gab, die seit der Schule nicht mehr mit der Hand geschrieben haben und deshalb ganz aus der Übung waren. Einer meinte, er hätte für eine leserliche Variante seines Namens eine halbe Stunde gebraucht.Auf jeden Fall will + werde ich da weiter irgendwas schreiben. Und seien es Briefe an Leute, die ich mir aus meinem Adressbuch ausdeuten werde. Letzte Woche musste das meine GST ausbaden. ;o)
Oder irgendwelche Beiträge, so wie ja auch diesen hier.

Na ja.

Ich denke, das wäre es fürs Erste wieder.

Es sind noch Seiten im Buch vorhanden – also kann in Zukunft durchaus wieder etwas kommen. Im Juli war ich ja auch besonders fleißig.

Ach ja, zum 1.8. habe ich dem ehemals blauen Vogel auf Wiedersehen gesagt. Bzw. wohl eher Tschüss.
Die können ihren Scheiß da jetzt ohne mich weiterverzapfen.
Stampfe ich halt nun mit dem Elefanten durch die Gegend. ;o)

Feuer vor schwarzem Hintergrund

Maßeinheiten

Feuer vor schwarzem Hintergrund

Ich stelle gerade mal wieder fest, über was ich mir so alles Gedanken mache, wenn es um den Hintergrund einer Geschichte geht. Dann schlage ich z.B. Reisegeschwindigkeiten nach. Wie schnell ist/war mensch unterwegs bei Reisen zu Fuß, zu Pferd oder mit Kutsche + Karren?

Scorch, der Beanie Babies-DracheMacht das ja durchaus Sinn – wie ich finde – bei einer Geschichte, die zumindest in einigen Punkten nachvollziehbar sein soll. Während ja dagegen bei einem Rollenspielabenteuer Sachen halt einfach so sein können. Da muss ich NICHT nachrechnen, wieviel Bier zum Verkaufen bei einer Karawane oder einem Wagenzug mitgeführt werden muss.
(Darüber hatte ich ja vor einem Jahr  HIER  geschrieben.)
Für meine Geschichte, an der ich anscheinend nach Jahren mal wieder weiterschreiben will, mache ich mir deswegen gerade ökonomische Gedanken. Denn ich frage mich nun, auf welche Höhe ich das Kopfgeld für einen Drachen festlegen kann, damit es nicht völlig aus der Luft gegriffen wirkt.

Ich könnte vielleicht mal im zweiten Witcher-Band nachsehen. Schließlich geht es da auch um mindestens eine Drachenjagd – weswegen ich das Buch fürs Erste nicht weitergelesen habe, da ich mich nicht beeinflussen lassen wollte. Das bedeutet, dass ich da also NICHT nachschlagen werde. ;o)

Ich denke, Terry Pratchett hatte sich bei „Wachen! Wachen!“ bestimmt auch dazu Gedanken gemacht. Dann hat er den Preis für das Kopfgeld einfach auf – ich weiß es nicht mehr genau und finde das Buch gerade nicht zum Nachschlagen – sagen wir 500 Goldmünzen festgelegt und dann die Kopfjäger über dieses schlechte Angebot palavern lassen.
(Früher war der Preis ein halbes Königreich und die Hand der Prinzessin… Für diese Belohnung kann ich nicht mal meine Unkosten decken…)

Doch was wäre dann ein „realistisches“ Angebot?

Um mal ein historisch belegtes Kopfgeld für ein „Monster“ zu sehen, habe ich bei der „Bestie des Gévaudan“ nachgeschlagen. Das unbekannte Raubtier, das von 1764-1767 zwischen 78 und 99 Menschen in Frankreich getötet und zwischen 50 bis 80 verletzt hat.
Auf diese Bestie wurden 9.000 Livres Kopfgeld ausgesetzt, was etwa dem Wert von 100 Pferden entsprochen haben soll.
Das ist doch mal ein Anhaltspunkt, mit dem ich arbeiten kann.

Pferd auf Wiese, im Hintergrund ist die Sonne durch den Morgendunst zu erkennenGehen wir jetzt von D&D 5 aus, da variieren die Preise für Pferde zwischen 30 Goldmünzen (für ein Pony) bis zu 400 Goldmünzen (GM) für ein Schlachtross. Ein Zugpferd kommt auf 50 GM und ein Reitpferd auf 75 GM. Wenn so eine Bestie also in einem D&D-Abenteuer vorkommen würde, würde ich da von einem Kopfgeld von 7500 Goldmünzen ausgehen. Denn mit einem Pony oder Zugpferd wird mensch der Bestie kaum zu Leibe rücken können, also 100 Reitpferde.

Und das jetzt „nur“ für eine normale Bestie. Wieviel mehr müsste dann ein Drachen bringen?

Ich habe mir den Spaß (?) gemacht und ein wenig herumgerechnet.
Livre bedeutet Pfund – wie der Name sagt, wenn mensch Französisch kann – und entsprach einer bestimmten Menge Silber. Dieses Pfund wären heute etwa 409 Gramm. Also würden 9.000 Livres etwa 3.681 kg Silber entsprechen. Bei einem momentanen Silberpreis von 686,72 €/kg wären das 2.527.816,32 €.
Also um die 2,5 Millionen Euro.

Was kosten denn heute 100 Pferde?

Einhorn-3D-Skulptur aus Drähten mit LämpchenGenau wie bei D&D ist das natürlich unterschiedlich. Eine schlaue Internetseite zu Pferden sagt mir dazu, etwas zwischen einigen Hundert bis 5.000 Euro, und bei Pferden für den Breitensport zwischen 8. + 25.000.
Und mehr geht natürlich auch immer.

Wenn ich hier jetzt also mal von der teuersten Variante ausgehe, dann kämen wir hier tatsächlich auch auf 2,5 Millionen.
Wenn ich lange genug Zahlen hin und her schiebe, bekomme ich alles passend. ;o)

Doch was bedeutet das für mein Kopfgeld auf einen Drachen?

Dieses sollte auf jeden Fall höher angesiedelt sein als das Kopfgeld einer historischen gefährlichen Bestie. Wenn es auch hier kein halbes Königreich gibt – und auch keine Prinzessin. ;o)
Doch es sollte die Gefahr der Jagenden auf jeden Fall entlohnen.

Nun, ich lasse es mir jetzt in Ruhe durch den Kopf gehen. Irgendwann werde ich mich schon entscheiden. Hoffe ich. ^^

Goldene Drachenkopf-Maske mit Horn

Die Freude am Schreiben

Ich hatte es hier ja schon mehrmals über das Schreiben, besonders von meiner Warte aus betrachtet. Jetzt möchte ich dem ein neues Kapitel bzw. einen neuen Beitrag hinzufügen. Ausnahmsweise mal nicht auf der Arbeit vorgeschrieben (passend zum Thema ^^), sondern tatsächlich zur Abwechslung direkt hier in die Tasten gehauen.
Im Gegensatz zu dem Kram teilweise in meiner Pipeline, das schon länger vorgeschrieben ist, aber wo noch der nötige zündende Funke fehlt. Wenn ihr versteht, was ich meine.
Also hier (wieder mal ^^) übers Schreiben.

Ich hatte es schon von Inspirationen und Hintergründen.
Jetzt mal über die Freude des Schreibens an sich. Denn die hatte ich letztens mal wieder.

Ich hatte ja ebenso bereits erwähnt, dass ich seit 2015 an einer Geschichte dran bin. Ich kann sagen, so einmal im Jahr ist es bei mir soweit, dass es wieder ein Stück in der Geschichte weitergeht. Jetzt im Dezember/Januar war/ist es mal wieder soweit. Und ich bin noch mitten im gefühlten Geschehen, weswegen ich auch in der nächsten Zeit wieder/nochmal weiterschreiben werde.

Es ist eine Fantasy-Geschichte. Wenig verwunderlich, da dies mein Haupt-Lese-Genre ist. Und man schreibt meistens darüber, was man kennt. Und mit diesem Genre kann ich am meisten… anfangen. Um es mal so zu sagen.

Bei dem Beitrag über die Inspiration hatte ich ja erwähnt, dass die ursprüngliche Inspiration von einem besonderen Ausblick hervorgerufen wurde. Darauf hat sich eine Idee entzündet – die nun mit steter Flamme brennt. In der Zwischenzeit sind Hintergründe dazugekommen, auch durch meinen Urlaub letztes Jahr. Nun stecke ich gerade wieder in einem Szenenabschnitt, der noch nicht abgeschlossen ist, weswegen daran demnächst noch weitergeschrieben wird. Wie ich ja schon erwähnte.

Was ich noch nicht erwähnt habe, ist das, was mich nun beschäftigt. Nämlich wie interessant ich es finde, wie sich eine Geschichte langsam entfaltet – und dies teilweise anders, als ursprünglich gedacht/geplant.

Ich hatte eine Grundidee für einen Plot.
Warum, wieso, wer, weshalb…
In diesem Plot war ich bisher erst in der Mitte angekommen, sozusagen. Die Geschichte stand bisher nur zur Hälfte in meinem gedachten Grundgerüst da. Wie es nach der Mitte weitergehen sollte, dazu hatte ich noch keinen richtigen Gedanken, bzw. keine gute Idee.
Jetzt hat sich beim Schreiben dieses Grundgerüst verändert.
Dadurch, dass ich nun von einigen Charaktere nicht lassen will, haben sich jetzt bei mir erste Gedankensamen gelegt, wie diese Geschichte nach der bisher gedachten Hälfte weitergehen kann. Endlich ein paar neue Ideen, was nun möglich ist. Und dies nur, weil ich mir kurz vor dem Schreiben überlegt habe, einen geplanten Pfad zu verlassen. Und mit dieser Überlegung bin ich sehr zufrieden. Weswegen ich ja auch die Lust und das Bedürfnis habe, baldmöglichst weiterzuschreiben. Ein wichtiger Punkt. Denn bis die Geschichte fertig gedacht und überhaupt das erste Mal fertiggeschrieben ist, das dauert noch lange. Aber ein Samen ist gelegt, dass sie doch nicht bei der Hälfte aufhört.
Yay!

Was ich außerdem sehr interessant und irgendwie lustig finde ist, wie sich einige Punkte beim Schreiben entwickeln. Und etwas, dass ursprünglich anders gedacht war, sich durch das geschriebene Geschehen verändert. Weil das, was gedacht war, so auf einmal gar nicht mehr geht.
Aber damit umzugehen und damit zu arbeiten, das macht mir auch Spaß.
Und dass nur beim Schreiben! Ich finde es erstaunlich.

Auch erstaunlich finde ich, dass ich zum Schreiben für diese Geschichte nur eine CD in Dauerschleife auf meinem MP3-Player laufen lassen kann/muss. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich ohne „Eden“ von Faun nicht an der Geschichte schreiben kann. Das ist schon fast ein Zwang. Aber ein guter, schließlich finde ich die Mischung auf dieser CD genau richtig, um meine Gedanken zu befeuern und meinen Stift über das Papier huschen zu lassen.

Wenn ich schreibe, lasse ich oft Musik nebenher laufen. Vielleicht nicht unbedingt beim Tagebuch aktualisieren – falls ich da mal wieder etwas aktualisieren möchte – aber für Blogbeiträge vorschreiben oder abtippen. Oder Kurzgeschicht-Ideen oder oder oder…
Gerade jetzt im Moment, beim Verfassen dieses Beitrages, läuft bei mir ein Youtube-Beitrag von Wardruna Best of all Albums im Hintergrund. Nur als unnütze Information mal eingeworfen. ;o)
Aber für meine Geschichte, da geht nur die Eden von Faun.
Wahrscheinlich wäre es bei einer anderen Geschichte eine andere Musik. Aber für DIESE Geschichte geht bei mir nur DIESE Musik.

Und all diese Sachen musste ich unbedingt mal wieder aufschreiben – bevor ich über meine Firma meckere oder etwas zum Thema Tarifvertragsverhandlungen und Streik und so schreibe.
Denn das wären noch Punkte in meiner Pipeline.

Aber da ziehe ich das Wichtige gerne vor. Und das wäre:

Die Freude am Schreiben!

Ich hoffe, Ihr könnt sie auch hin und wieder genießen. ;o)

 

 

Krimi-Schreibwettbewerb 2016 – Aktualisierung

Hier endlich eine kleine Aktualisierung, wie es mit dem Schreibwettbewerb aussieht.

Wird ja auch Zeit – in zwei Wochen ist die Preisverleihung, von daher sollte doch mal langsam eine Information kommen.
Und das tat sie heute – Post aus Wardenburg.

Ergebnis:

Ich möchte Ihnen nun mitteilen, dass Ihre Geschichte leider nicht zu den von der Jury ausgewählten Preisträgern gehört.

Das ist Pech.
Zumindest muss ich mir jetzt keine Gedanken machen, ob ich am 10. Dezember frei bekomme, um mich von der Fahrt hoch und runter wieder zu erholen.

Ich habe jetzt keine Ahnung, auf was die Jury nun eigentlich Wert legt. Vielleicht werde ich einfach mal in der Zukunft in Frankfurt in der Deutschen Bibliothek ein wenig in alten Ausgaben herumstöbern, um mir mal ein wenig Feedback zu holen. Um zu sehen, was für Geschichten bisher so ausgewählt wurden.

Auch werde ich natürlich in ein paar Wochen mal das Netz nach Zeitungsartikeln zur diesjährigen Preisverleihung durchstöbern, um Informationen zu erhalten, wieviele Einsendungen es dieses Mal gab. Ist ja auch interessant zu sehen, neben wie vielen Geschichten man hätte bestehen müssen.

Ich finde meine Geschichte immer noch gut – besser als die für das letzte Mal – und wenn sie jetzt also nicht ausgewählt wurde, denke ich einfach mal, das die Rechte daran jetzt weiter bei mir bleiben. Denn schließlich hatte Wardenburg ja kein Interesse daran – oder seh ich das falsch?

Also – vielleicht demnächst irgendwann hier. ;o)

Und jetzt sollte ich mich langsam fertig machen, um am Rad zu drehen, das Wochenende über.

Dokument-Probleme – toll… :-/

Heute ist es soweit – der Einsendeschluß für den diesjährigen Krimi-Schreibwettbewerb von Wardenburg.

Geschrieben hatte ich meine Geschichte ja bereits im August, und habe sie dann an einige Freunde und Bekannte zum Kommentieren geschickt.
Jetzt habe ich momentan gerade wieder Nachtschicht, und daher die letzten Nächte endlich mal dazu genutzt, die mir zugekommenen Anmerkungen zu berücksichtigen.

Heute morgen habe ich dann endlich die mail nach Wardenburg geschickt und die Geschichte eingereicht – mit der ich soweit ganz zufrieden bin.
Also – zumindest mir gefällt sie ganz gut.

 

Tja – was soll ich sagen?

Heute morgen kurz vor 9 hab ich sie abgeschickt – und um 18:20 Uhr kam die erste mail aus Wardenburg, dass sich die Geschichte nicht öffnen lässt.

Toll… :-/

Dabei habe ich sie extra schon nicht als .docx-Dokument geschickt, sondern sie als .doc-Dokument abgespeichert.

Also die Geschichte jetzt doch noch mal als .docx-Dokument abgespeichert – und sicherheitshalber als .pdf auch nochmal mitgeschickt.

Und sie ließ sich immer noch nicht öffnen. 🙁

Als dritten und letzten Versuch habe ich jetzt den Datei-Namen verkürzt, da ich ihn doch recht lang gemacht habe. Jetzt ohne Sonderzeichen, aber weiterhin als .docx.

Wenn es jetzt immer noch nicht gehen sollte, weiß ich auch nicht mehr.
Dann war die ganze Schreiberei und Freunde-bemühen für die Katz.
Dann kann ich sie ja in drei Jahren als Einsendung einreichen – wenn dort bis dahin die Geschichte geöffnet werden kann.

Irgendwie nervt mich diese ganze Word-Chose…

*naaaaag!*

27 Seiten A5 kariert

Glockenturm Wardenburg

So viele habe ich vollgeschrieben für meinen diesmaligen Beitrag zum Krimi-Schreibwettbewerb der Stadt Wardenburg.

Innerhalb von 4 Tagen habe ich die Geschichte hier in mein Buch vorgeschrieben.
Nachdem ich am 27. Juli mich endlich darangemacht habe, den Anfang niederzuschreiben, so wie ich ihn im Kopf hatte, ging es rucki-zucki. Wenn ich nicht am Freitag hoch in die Fluggastkontrolle ge“durft“ hätte, wäre ich vielleicht noch etwas schneller gewesen. So habe ich dann tatsächlich mal zu Hause weitergeschrieben.

Erst in der Nacht von Freitag auf Samstag, als ich nach 2 Stunden Final schon nicht mehr so die rechte Lust hatte und mir dachte: ‚Da fahr ich lieber heim und schreibe etwas weiter.‘
Gut – so viel wurde das dann nicht, weil mir die Müdigkeit in die Quere kam, nachdem ich endlich angefangen hatte.

Also habe ich mich am Samstagabend aufgerafft, weiterzuschreiben, nachdem die Geschichte mich so ein klein wenig den Tag über immer beschäftigt hat. Sie wollte wohl fertig erzählt werden.

Und das war sie dann auch, am Sonntag um 0 Uhr und 32 Minuten.

Die nächste „Hürde“ wird sein, diese 27 Seiten abzutippen. Mal sehen, wie viele Seiten das dann im gewünschten Format von Arial in 12pt ergeben werden.

Erfahrungsgemäß werde ich beim Übertragen noch das ein oder andere ändern oder hinzufügen. Und wenn ich es DANN nochmal in Ruhe überlesen habe und mir nichts mehr auffällt… dann werden einige Leute eine mail von mir bekommen. Und in dieser mail wird die Geschichte als Anhang stecken.

Dann bin ich gespannt, wie da die Rückmeldungen ausfallen werden.

Zumindest von meiner Idee her denke ich, dass sie was wäre für das zukünftige Buch.
Mein Ziel: Da hinein zu kommen.

Mal sehen, ob die Jury derselben Meinung sein wird.

Eine Geschichte zum Wochenende

IMG_0703 Ich war die letzten Tage ja so ungeheuer BLOGuktiv (muahhaa…)
deswegen gibt es jetzt hier eine Geschichte, die ich in dieser Nacht
geschrieben habe.

Viel Spaß.


Eitel Aua-Sonnenschein

Klara wuchs zusammen mit vielen Geschwistern, Cousins und Cousinen auf einem Feld in einem schönen Tal mit einem gemütlich vor sich hinplätschernden Bach und ein paar großen, knorrigen Eichenbäumen auf.
Es war wirklich eine schöne Kinderzeit. Täglich versuchten sie, sich im Wachsen zu übertrumpfen – und jeder versuchte, die anderen im leuchtenstem Gelb zu übertreffen – wie es sich schließlich gehörte für eine ordentliche Sonnenblume. Und auch Klara hing sich da ordentlich rein.
Bald jedoch merkte sie, dass sie etwas anders war. Während die anderen sich fleißig der Sonne zudrehten und versuchten, deren Gold in ihren eigenen Farben einzufangen, ging es Klara nicht so gut. Ihr Blütenköpfchen hing leicht herunter – und ihre Farbe ging von gelb ziemlich schnell in rot über. So fiel sie auf dem gelben Feld mit ihrem tiefroten Kopf auf wie eine bunte Chrysantheme. Das sah auch der Blumendoktor, der gerade am Feld vorüberging – und sich direkt um sie kümmerte.
„Geht’s dir nicht gut, Klara? Du hast ja einen ganz roten Kopf.“
„Ach Herr Doktor. Nein, mir geht es gar nicht gut. Mir ist so warm – und ich habe das Gefühl, als würden mir gleich die Blütenblätter abfallen.“
„Ja – das sieht nicht gut aus. Du wirkst auch etwas erschöpft. Wie lang geht es dir denn schon so?“
„Ach Herr Doktor. Gestern war noch alles in Ordnung. Ich fühlte mich so wohl – ich war die stolzeste und schönste Sonnenblume auf dem ganzen Feld. Aber vorgestern war mir schon mal so blümerant. Nicht ganz so schlimm wie heute, aber fast.“
„Hmm hmm…“ brummelte da der Blumendoktor und sah sich genau um.
Alle Sonnenblumen – bis auf Klara – reckten und streckten sich, und hielten ihre strahlend gelben Köpfe der vom wolkenlosen Himmel scheinenden Sonne entgegen.
„Hmm…“ brummelte er noch mal, und strich sich nachdenklich über seinen Bart.
„Also hast du dieses Gefühl schon öfter gehabt? Geht das schon lange so?“ fragte er sie dann.
„Ach Herr Doktor. Hin und wieder schon – mal mehr, mal weniger schlimm – aber noch nie so schlimm wie heute. Und – na ja – ich denke, es geht jetzt bald zehn Tage so? Davor war ich noch so mit Wachsen beschäftigt – da fiel mir nichts auf.“
„Hmm… Wenn dir so heiß ist, kühl ich dich am besten erst mal ab.“ sprach der Blumendoktor und holte ein großes – natürlich geblümtes – Taschentuch hervor, welches er kurz in den plätschernden Bach hielt und dann Klara auf den Kopf legte. Darauf ging es ihr gleich etwas besser.
„Ich lass das Tüchlein jetzt mal bei dir – und komme morgen noch mal vorbei.“ sagte er dann zu Klara.
„Ach Herr Doktor. Das wäre ganz furchtbar nett.“ erwiderte sie.
Darauf nickte er ihr noch mal zu, und machte sich wieder auf den Weg – Klara mit dem Tüchlein zurücklassend, welches ihren kompletten Kopf bedeckte – der langsam wieder eine normale gelbe Farbe annahm.
Am nächsten Morgen regnete es in Strömen – und in Gummistiefeln und Regenmantel machte sich der Blumendoktor auf den Weg zu Klara, seiner Patientin. Doch der ging es heute blendend. Hoch aufragend stand sie heute in strahlendstem Gelb auf dem Feld, während all ihre Verwandten die Köpfchen wie begossene Hundeblumen hängen ließen.
„Na sowas, Klara. Du siehst ja heute einfach prächtig aus!“ meinte er dann.
„Ach Herr Doktor – mir geht es heute aber auch einfach wunderbar. Ich habe das Gefühl, als könnt ich die ganze Welt umwachsen.“
„So so… Keine Hitzegefühle mehr?“
„Ach Herr Doktor – aber nein. Mir geht es heute einfach blendend. Und ich verstehe gar nicht, warum alle anderen die Köpfe so hängen lassen.“
„Hmm hmm… nun, Klara – mir kommt da ein Gedanke. Sag – wenn die Sonne so schön vom Himmel scheint wie gestern – wie geht es dir da?“
„Ach Herr Doktor. Wenn ich ehrlich sein soll… Also, morgens find ich das ja noch schön.  Da seh ich auch immer gerne zu ihr. Aber wenn sie dann so hoch am Himmel steht – dann finde ich es oftmals recht ungemütlich. Dann wird mir oftmals so warm… ach, und dann kann ich mich einfach nicht mehr so strecken. Und jetzt, wo ich so darüber nachdenke… ja, dann hab ich schon öfters Blütenschmerzen gehabt.“
„Hm hm…“ brummte da der Blumendoktor. „Dann wird mir einiges klar, liebe Klara. Ich muß feststellen, dass du an polymorpher Lichtdermatose leidest.“
„Ach Herr Doktor – das klingt ja furchtbar! Muß ich jetzt welken und sterben?“
„Nein, Klara. Das bedeutet nur, dass du an Sonnenallergie leidest. Davon stirbt man nicht. Aber was ja eigentlich das schönste für deine Art ist – ein strahlender Sonnentag – bereitet Dir eher Schmerzen und Unbehagen.“
„Ach Herr Doktor – was kann man denn dagegen machen? Ich bin doch nun mal eine Sonnenblume. Ich kann doch keine Sonnenallergie haben.“
„Doch, Klara, ich fürchte, das ist so.“
„Ach Herr Doktor…“ seufzte da Klara laut auf.
„Aber Klara – das ist doch kein Weltuntergang. Weißt du, was du am besten machst?“
„Ach Herr Doktor – nein, was kann ich denn da machen?“ fragte sie zurück.
„Pass auf…“ meinte dann der Blumendoktor. „Deine Geschwister sind doch alle so schön groß. Und wenn du jetzt weißt, das zuviel Sonnenschein nicht gut für dich ist, sollte es doch ein leichtes für dich sein, wenn die Sonne am höchsten und strahlendsten scheint, dich ein wenig hinter und unter deinen Geschwistern zu verstecken…“
„Ach Herr Doktor – meinen Sie?“
„Ja, Klara, das mein ich. Laß ihnen die Sonne, du machst dich da schön klein und bleibst in ihren Schatten – und bei so Wetter wie heute – oder wenn es trübe und bewölkt ist – dann bist Du die Sonne hier auf dem Feld.“
„Ach Herr Doktor – so hab ich das noch gar nicht gesehen. Vielen Dank.“
„Nichts zu danken, Klara. Hab ich doch gerne gemacht. Dann mach ich mich mal wieder auf den Heimweg.“
„Ach Herr Doktor – kommen Sie gut nach Hause. Oh – und hier ist auch ihr Tüchchen wieder. Und nochmals vielen Dank für alles.“
„Gern geschehen. Auf Wiedersehen, Klara.“
„Ach Herr Doktor – Auf Wiedersehen.“
Und so stiefelte der Blumendoktor mit Tuch, Regenmantel und Gummistiefeln wieder nach Hause.

Und wenn ihr demnächst in das schöne Tal mit dem gemütlich plätscherndem Bach und den knorrigen Eichenbäumen kommt, und ihr seht auf dem Feld mit den vielen Sonnenblumen eine Blume, die sich bei Sonnenschein hinter den anderen versteckt – oder bei Regen oder trübem Wetter strahlender und größer da steht als alle anderen Sonnenblumen – ja, dann seht ihr da Klara, die einzige Sonnenblume mit Sonnenallergie.

Für Nanni, am 25.01.2013 – 04:01 Uhr
Die Geschichte hat fünfeinhalb Monate gebraucht – aber da ist sie. ;o)