Grundreinigung nötig

Gedanken
abstreifen
wie eine alte Haut
an einem Baum.

Aus dem Kopf
schütteln,
dass sie in der Gegend
verschwinden.

Ich wünschte mir
oftmals
ich könnte das
so einfach.

Unliebige
und nutzlose
Gedanken
loswerden.

Stattdessen
werden sie
in meiner Gedankenmühle
zu feinem Staub zermahlen,
und verbreiten sich
immer mehr
in meinem Kopf.

Gedankenstaub,
sich überall
festsetzend,
und mich nie
ganz verlassend.

Da hilft nur
mit Musik
übertünchen
oder

Einmal Grundreinigung, bitte.

 

Schreib, Du Stück!

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Los!
Nimm den Stift in die Hand
und hau die Worte
aufs Papier!

Schreib, Du Stück!

Setze mit dem Stift
Buchstabe an Buchstabe.
Verbinde sie
zu Wörtern,
Sätzen,
Gedichten,
Geschichten.

Schreib, Du Stück!

Spitz die Feder
und stich sie hinein
in deine Gedanken
und spieße sie
dann herunter
aufs Papier!

Schreib, Du Stück!

Wenn Du alles
geschrieben hast,
was Du schreiben wolltest
setze den Wörterhobel an
und hobel und feil alles weg,
was da ist an Zuviel.

Feile
an deinen Texten
bis sie sind
wie sie sein sollen.
Bis alle Buchstaben
und Wörter
da sitzen
wo sie hingehören.

Dann hast Du
vielleicht endlich
einen Text fertig.
Doch die nächsten
warten schon.
Auch sie wollen
endlich!
von Dir
aufs Papier
gebracht werden.

Darum los:

Schreib, Du Stück!

 

(Danke an Pinkfisch für die Inspiration.)

Reisen in die Vergangenheit

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Ich habe jetzt in der letzten Zeit, innerhalb der letzten paar Tage, zwei Reisen in die Vergangenheit gemacht.

Nicht wortwörtlich.

Ich habe mich nicht in einen DeLorean gesetzt und habe dort eingegeben
„28. April 1997 – 14:55 Uhr“.
Auch nicht so ähnlich.

Nein, es waren Bezüge zu meiner Vergangenheit.
In meinen Träumen. Irgendwie in Verbindung gebracht mit der Gegenwart.
Warum auch immer ich ausgerechnet jetzt diese Verbindungen hergestellt habe. Denn es gab keinen wirklichen Ansatzpunkt dazu, den ich dann im Traum hätte verarbeiten müssen.

Der erste Traum war vor ein paar Tagen. Nicht mal eine ganze Woche her.
Da war der Bogen in die Vergangenheit weit.
Mindestens 30 Jahre.
Und vor kam ein Mädel aus meiner Vergangenheit, bei der ich mich in meinen Jugendchortagen eher durch Piesacken hervorgehoben habe.

Halt das typische unreife Verhalten eines Jugendlichen. Statt vielleicht einmal zu sagen, dass man die andere Person interessant findet.

Ich habe sie vor Jahren dann mal wiedergesehen, hier bei mir um die Ecke, wie sie ein Hündchen ausführte. Und dachte mir wieder „wow“. Inzwischen ist sie jedoch hinaus in die Welt, weit weg, wie ich mal vermute.

Keine Ahnung, warum ich ausgerechnet von ihr geträumt habe. Oder sie in meinem Traum aufgetaucht ist. Zumindest habe ich mich im Traum dann wenigstens für mein Verhalten damals entschuldigt, und wir haben uns unterhalten.

Typisches Traumgehabe also – denn in Wirklichkeit hätte ich sie sicherlich nicht angesprochen. Genauso wenig, wie ich sie angesprochen habe, als sie das Hündchen ausführte.

Und letzte Nacht gab es wieder einen bis mehrere Bezugspunkte zu meiner Vergangenheit. Dieses Mal aber nicht ganz so weit. Vielleicht um die 20 – 25 Jahre. Wenn man pingelig wäre, könnte man auch sagen „knapp 2 Monate“.

Warum solche Unterschiede im Zeitgefühl?
Nun…

Ich bin jetzt seit 11 Jahren hier am Flughafen.
Gelernt habe ich aber ursprünglich Industriekaufmensch. Und da habe ich auch entsprechend einige Jahre gearbeitet.

Ach was?

Ja, allerdings.

Nach der Bundeswehr erst in einer Firma in Frankfurt. Dort hatte ich eine Kollegin… wenn ich deren Auto morgens nur schon gesehen habe, war mir schon schlecht.
Ein angeberischer, protziger weißer Mercedes.
Bääh.

Nach nicht mal ’nem Jahr war ich dort wieder weg.
Zum Glück.

Dann kam die Firma, in der ich es fast 10 Jahre ausgehalten habe. Bevor ich dort weg bin, um meinem Traum nachzugehen. Vielleicht auch zum Glück, denn etwa 1 Jahr nach meinem Weggang hat die Firma dichtgemacht.
Und vor knapp 2 Monaten habe ich ein-zwei alte Kollegen aus dieser zweiten Firma getroffen.

Immer diese Einleitungen. *ächz*

Letzte Nacht habe ich also geträumt, ich hätte mich irgendwo beworben, und dabei dort, in dieser Firma, eine Inspiration für ein neues Theaterprojekt gefunden.
Das war jetzt nicht der Traum, das war der Hintergrund des Traumes. Ich wusste von meiner Bewerbung und dem Vorstellungsgespräch dort, und dem daraus resultierendem Theaterprojekt.

Der Traum selber war jetzt, dass ich erst mit meinem Ansprechpartner dort telefoniert habe wegen des Theaterstücks und wir dann gemeinsam mit dem Bus zu einem Fest/Messe gefahren sind. Dort habe ich wohl erst die erwähnte beliebte (würg) Kollegin der ersten Firma gesehen – glaube ich zumindest. Denn irgendeinen Grund muss es ja haben, dass ich jetzt an sie denke. *brrr*
Und dann habe ich Leute/Kollegen der Firma getroffen, bei der ich mich im Traum beworben hatte. Von denen zumindest einer derjenige war, den ich auch vor 2 Monaten getroffen habe. Mit denen habe ich mich dann zusammengesetzt und unterhalten.
Da kam dann auch zur Sprache, dass es wohl gar nicht mal schlecht mit meiner Bewerbung aussähe.

A ha.

Prinzipiell ist sowas ja immer gut.

Nur, meine letzte richtige Bewerbung, um hier vom Flughafen wegzukommen, ist schon Ewigkeiten her.
10 Jahre?
Lange.

Und seit dem Ende von „Tartuffe“ und dem „Krug“ habe ich kein Theaterprojekt mehr gemacht. Also auch jetzt schon wenigstens 3, bald 4 Jahre.

Wieso schmeiße ich jetzt alles in einen Topf?
Nach diesen langen Zeiträumen?
Und was oder wer mag wohl in den nächsten Nächten auf mich zukommen?
Genug Personen gibt es ja noch auf meiner ganz eigenen Halde.
Da kann ja noch einiges kommen.

Zumindest die nächste Nacht kommt bestimmt.

*Tick – Tack*

Öfter mal was Neues

Ich durfte in letzter Zeit feststellen, wenn ich mal Blog-Gegenbesuche gemacht habe, dass auf einigen dieser Blogs tatsächlich auch Impress… äh, Mehrzahl von Impressum? Impressen? Impressums?
Auf jeden Fall gibt es einige, die eines haben.
Ein Impressum.
(Und nach einem Blick in die Welt der geschriebenen Wörter weiß ich: Impressen.)

Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Dafür hielt ich meinen Blog nicht wichtig genug. Jetzt habe ich mich gestern also mal mit diesem Thema beschäftigt.
Wer überhaupt eines benötigt…
Und inzwischen denke ich: Besser ist das wohl.
Zumal ich ja in einigen Beiträgen etwas als Werbeblock bezeichne, was natürlich den Gedanken aufwerfen könnte, das hierfür Geld fließt.
Doch dem ist nicht so.

Von daher habe ich mich also gestern dazu entschlossen, selbst besser mal ein Impressum für meinen Blog hinzuzufügen.

Denn ein rein privater Blog ist er schon deswegen nicht, weil ich ihn öffentlich laufen lasse und jeder ihn lesen kann. Der ihn halt findet.

Auch habe ich inzwischen verschiedene Beiträge zu Filmen, Büchern, Musik gemacht, die vielleicht unter den redaktionellen Punkt fallen könnten.

Deshalb… besser, bevor mir einer an den Karren pinkeln will… ;o)

Abmahner gibt es ja viele in der Welt.

Wen es also interessiert, wer das alles verzapft:
Guckst du oben neben „Wer ich bin…“.
Steht da „Impressum“, weißt du… ;o)

Ich denke, damit habe ich meinen Mindestbeitrag geleistet, den ich leisten muss.

Wahrscheinlich werde ich noch etwas zu den Bildern auf diesem Blog hinzufügen. Auch, um mich da sicherer hinzustellen.

Ob ich allerdings auch einen allgemeinen Datenschutz hinzufügen sollte… hmm…

Außerdem werde ich meine „Werbeblocks“ vielleicht noch etwas abändern. Um auch da sicher zu gehen.

Ei ei ei… worauf man alles achten muss.
Hätte ich auch nicht gedacht vor über 4 Jahren…

Öfter mal was Neues.

Schreibwettbewerb-Zeit

Buch Wardenburg VI

Wie schnell die Zeit vergeht.

Ääh… ich glaube, das habe ich schon öfters hier festgestellt. Zumindest fühlt es sich gerade so an.

Woran ich es dieses Mal gemerkt habe?
Weil ich nachgesehen habe, wann eigentlich der nächste Krimi-Schreibwettbewerb der Stadt Wardenburg ist. Und ich durfte feststellen, der ist… jetzt.
Sozusagen.

Jetzt bedeutet: DIESES Jahr – Einsendeschluss ist der 30.09.2016!
Also noch gut 3 Monate. (Wo man die Informationen findet? Siehe unten bei *Das ist ja Link*.)
Was bedeutet: Der letzte Wettbewerb ist bereits wieder 3 Jahre her. Dabei kommt mir vor, als hätte ich meinen letzten Beitrag erst… sagen wir, vor 2 Jahren geschrieben.

Der hatte zwar nichts gerissen, sprich sich nicht platziert. Was mich jetzt nur bedingt überrascht hat, da meine Auslegung des Begriffs „Krimi“ vielleicht etwas zu weit war. Und auch meine Testleser empfanden es bereits nicht als „Krimi“.

Doch dies war mir egal – denn diese Geschichte war so, wie ich sie geschrieben habe so, wie ich sie mir vorgestellt hatte und schreiben wollte.

Krimi…

Lese ich wohl – hauptsächlich die abgelegten Bücher meines Vaters-nicht-vor-Ort, die er aussortiert und mir zum Lesen mitbringt.
Zum Selberschreiben ist es dagegen nicht mein Traum-Genre. Denn ich denke da eher, das Krimi langweilig zu schreiben ist. Es passiert (meistens) ein Mord – und der muss dann aufgeklärt werden.

Uiii… toll.

Dabei kann man sicher das Motto „Krimi“ noch viel weiter ausdehnen. Zumal die einzige Vorgabe lautet: Es muss ein Bezug zur Stadt Wardenburg hergestellt werden. Ansonsten ist alles offen. Es kann also auch ein Theaterstück, ein Drehbuch… vielleicht ja auch ein Comic – eine Graphic Novel – sein. Das fände ich ja mal interessant.
Gut, dass ich nicht zeichnen kann. ;o)

Also muss es irgendetwas anderes Anderes sein.

Ich würde von mir sagen, meine Schreibinteressensgebiete sind eher die Phantastik (Fantasy) oder Richtung Mittelalter. Damit habe ich meine erste Teilnahme verbunden, und es tatsächlich in das Buch s.o. geschafft.
Es kann auch ruhig Richtung „Absurd“ sein.

Doch wie bekomme ich das jetzt zusammen?

Eigentlich bin ich gerade an einer größeren Geschichte dran. Allerdings ist da der Berg noch so hoch, da kann ich eine schnelle Geschichte für den Wettbewerb ruhig dazwischenschieben.

Nur was?

2-3 Ideen für mögliche Geschichten hätte ich im Hinterkopf. Doch welche davon wählen?

Vielleicht kommt die Erleuchtung ja auch durch einen Einwurf von Euch?

Also – falls ihr Grundideen hättet und diese mal loswerden wollt: Sagt an. ;o)

 

*Das is ja Link*

Und hier findet man den Aufruf zum inzwischen 8. Krimi-Schreibwettbewerb der Stadt Wardenburg. Wer Interesse hat, daran teilzunehmen.
http://www.wardenburg.de/freizeit-tourismus/veranstaltungen.html

*Das war ja Link*

Der Ball ist rund – wieder mal…

Es ist mal wieder soweit: Der berühmte runde Ball rollt mal wieder durch die Gegend, und schon quillt der Arbeitsplatz vor lauter „Fußballexperten“ über.
Dabei hat die EM gerade erst angefangen.

Was aber die begeisterten Fußballfans nicht abhält, bereits jetzt schon Autokorsos zu machen, wie ich heute von einem Kollegen gehört habe, der an einer Hauptstraße wohnt. Dieselbe, von der ich vor 5 Jahren weggezogen bin. Meine jetzige Wohnlage ist Korsofrei.
Dafür kann ich abundan Drachenboot-Trainigsfahrten mitbekommen. Doch die sind definitiv leiser – und vor allem tagsüber. ;o)

Aber nochmal Fußball…

Obwohl… den Schlägern in Frankreich geht’s ja auch nicht darum. Auch wenn sie ihre Schlaglust hinter den Fähnchen des Fußballfans verstecken.
Sollten wirklich Länder ausgeschlossen werden, können sie ja trotzdem weiterprügeln.
Wir werden sehen.

Sogar die Drachenechse ist mal wieder vom „Schlaaaaaand“-Virus befallen.
*Gähn*

Die interessanteste EM war die vor 12 Jahren.
Da sind wir nämlich am Endspieltag zusammengekommen. Und das hatte nichts mit Fußball zu tun.
Ja, da lief es nicht nur für die Griechen… oder die Portugiesen? rund.

Man sieht, wie sehr mich dieses Thema interessiert.
Nämlich… null.

Ein Kollege war nach der letzten WM ganz überrascht, das ich nicht einmal das Endspiel angesehen hatte. Doch das letzte WM-Endspiel, welches ich freiwillig angesehen habe, war 2003 das Endspiel der Frauen-WM, bei der die deutschen Frauen dank dem Golden Goal von Nia Küntzer gewonnen haben. Das hat Spaß gemacht, dabei zuzusehen, weil mir Taktik + Technik besser gefällt, als bolz- und körperreiches Spiel. Denn dann würde ich gleich Eishockey schauen.

Anyway.

Jetzt gilt es also wieder mal, die nächsten Wochen rumzukriegen. Und zu hoffen, dass alle autokorsoreichen Länder schnell ausscheiden.
Obwohl – ich wohn ja nicht mehr an der Hauptstraße.

Egal!

Es geht ums Prinzip!

Wer spielt überhaupt alles?

Muss mal nachsehen, bevor ich hier meinen Wunschtipp abgebe, denn Schottland ist ja, glaub ich, nicht dabei.

Ja, die sind nicht dabei. Aber Wales.

Doch ich denke, ich entscheide mich jetzt für Island.
Deren Fangruppe sollte überschaubar sein.
Außerdem habe ich ein Herz für die Kleinen.

Deshalb:

ISLAND FOR EM!

COME ON ICELAND!

Hintergrund

Hintergrund

Etwas, das jede Person hat: Hintergrund.

Was ihr passiert ist vor dem JETZT.

Und morgen oder schon in fünf Minuten ist dieses JETZT auch schon wieder Hintergrund.

So wird der Berg an Hintergrund höher und höher, je mehr Zeit verstreicht.

Wenn ich eine Geschichte schreibe – wie hoch ist da der Haufen an Hintergrund, welchen ich den Figuren dieser Geschichte gönne?

Ist es nur ein kleines Häufchen, mit dem ich der Figur wenigstens einen Namen, ein Geschlecht und vielleicht ein Alter gebe?

Ist es ein Berg mit Beruf, Hobbies, Feinden, Freunden, Marotten?

Und wieviel dieser Hügel an Hintergründen teile ich wirklich in der Geschichte, und damit den Lesern, mit? Wieviel lasse ich durchscheinen, und wieviel ist einfach nur für mich, damit ich eine Geschichte so erzählen kann, wie ich sie erzählen will?

Dies kommt letztendlich auch auf die Geschichte an.
Bei einer kurzen Geschichte von der Länge einer Seite brauche ich wohl einerseits keine Lebensläufe von mehreren Seiten. Allein schon deswegen, weil ich davon eh das wenigste einbringen kann.

Bei längeren Geschichten können die Hintergründe dann natürlich ausgefüllter sein. Und was ich davon zeigen will, bleibt dann nur der Schreib- und Erzähllaune überlassen.

Manchmal ergeben sich auch Sachen im JETZT des Schreibens.
Da entwickeln sich Figuren und Geschichten einfach so, wie sie wollen. Vielleicht auch mal in eine Richtung, an die ich vorher nicht dachte. So machen sie sich also manchmal einfach ihren eigenen Hintergrund.

Wichtig finde ich nur, dass ICH weiß, wieso weshalb warum jetzt etwas geschieht. Der Leser versteht das dann gleich, im Nachhinein… oder gar nicht.
Risiko…

Wollte ich nur mal loswerden – jetzt kann ich weiter hintergründeln.

;o)