Ragnar Mayer, genannt Rotor (Shadowrun-Hintergrund)

Meine Hausaufgabe für Shadowrun hatte ich ja bereits abgeliefert. Jetzt fehlte nur noch mein Charakter, den ich in Zukunft spielen möchte. Den haben Banane und ich jetzt zusammen gebaut. Banane hat dafür auf Lebensmodule zurückgegriffen, die dann – je nach Modul – Werte für Eigenschaften, Kenntnisse und Fertigkeiten generieren. Nur mal das Beispiel, welches mir die Banane genannt hat: Sollte ich als Herkunft „Waisenkind“ auswählen, bekomme ich 3 Kenntnisspunkte für „Jugendamt“. Ich weiß ja dann, wie der Hase im Jugendamt läuft. Zumindest besser, als jemand, der eine andere Herkunft und Eltern hat.

So wählt mensch sich nach und nach durch diese Module hindurch, und hat am Ende einen Charakter mit Spielwerten. Wenn mensch weiß, in welche Richtung sein Charakter gehen soll, kann dieser dann in die entsprechende Richtung des Charakters aufgebaut werden.

Ich denke, wenn ich einen auf Schläger und später Straßensamurai machen wollte, würden mir verschiedene Gangs dabei helfen. ;o)
Aber das war eh nicht meine Wunschausrichtung. Mich zieht es dieses Mal mehr in die technische Richtung. Nämlich auf den Karrierepfad eines Riggers.
Was das ist?

Vielleicht wird das klar, wenn ich jetzt aus den getroffenen Entscheidungen meiner Herkunft und des Lebens bisher einen Hintergrundbericht baue.

Ich stelle nun also vor:

 

Ragnar Mayer, genannt „Rotor“:

 

Ragnar Mayer ist ein Kind der Konzerne. Genauer gesagt: des Yamato-Schmitz-Konzerns, welcher in Groß-Frankfurt eine größere Niederlassung betreibt und dort Elektronik-Bauteile fertigen lässt.

Beide Elternteile – Elea und Thilo Mayer – arbeiten in der Fertigung dieser Elektronikteile als kleine Lichtchen im großen Yamato-Schmitz-Konzerns. Schließlich musste ja auch irgendjemand die Bauteile zusammenlöten. So sind seine Eltern zwar Konzernmitarbeiter, aber an der niedrigsten Stelle, welche man nur haben kann.

Immerhin – als Konzernmitarbeiter erhielten seine Eltern die Möglichkeit, die konzerneigene Kinderkrippe und Kindergarten zur Betreuung von Ragnar zu nutzen. (Für den Konzern war es einfach günstiger, ein paar zusätzliche Betreuer/innen zu bezahlen. So konnten alle Eltern nämlich schneller wieder an ihre betreffenden Stellen zurückkehren, um dort wieder voll zu arbeiten.)

Ragnar kam also in den Genuss des Konzernkindergartens. Dort wurde Dmitri Grassow ein guter Freund von ihm.

Ragnars Eltern sind beide gebürtige ADL-Einwohner. Auch wenn sie ein Faible für die nordischen Länder haben. Diesem Faible verdankte Ragnar auch seinen Vornamen.

Dmitris Eltern dagegen stammten aus der Russichen Republik, von der es sie nach Groß-Frankfurt verschlagen hatte. Allerdings einige Hierarchie-Stufen höher als Ragnars Eltern. Doch das war den Jungs egal.

So kam Ragnar in jungen Jahren zu seinen ersten russischen Sprachkenntnissen.

Auch die Grundschule besuchten Ragnar und Dmitri noch zusammen, bevor sich danach der hierarchische Unterschied bemerkbar machte. Denn während Ragnar auf eine öffentliche Schule ging, musste Dmitri auf eine Privatschule für Kinder höhergestellter Konzernmitarbeiter wechseln. So verloren sie sich aus den Augen, und die russischen Kenntnisse wurden nicht mehr benötigt und blieben nur noch in rudimentären Grundsätzen in Ragnars Hirn haften.

Interessierten sich Dmitri und Ragnar in ihren Grundschuljahren für die ADL (Allianz Deutscher Länder) und ihrer Geschichte, richtete sich Ragnars Interesse, seitdem er alleine zur Schule gehen musste, auf Luftfahrzeuge und ihre Technik. Ein Lehrer hatte mal eine handtellergroße Drohne in den Unterricht mitgebracht, um ein paar Sachen zu demonstrieren. Ab diesem Zeitpunkt wollte er alles über Drohnen und das Fliegen derselben wissen und lernen. Als Ausgleich für stundenlanges in-den-Schülerwerkstätten-stehen, entdeckte er das Klettern für sich, welches in der weiterführenden Schule als Wahlpflichtfach angeboten wurde. Jedoch am liebsten hielt er sich in den Schülerwerkstätten auf, und versuchte dort, seine erste Drohne selbst zu Bauen und zum Fliegen zu bringen. Dies brachte ihm auch seinen Spitznamen „Rotor“ ein, weil er immer und ständig an Rotoren herumfeilte und -baute und praktisch nie ohne einen solchen zu finden war.

Diese Begeisterung brachte ihn dazu, an die Berufsfachschule von Yamato-Schmitz zu gehen, um dort Fahrzeug-, Luftfahrt- und Seefahrtmechanik zu lernen. Es gab zwar auch einen Kurs Industriemechanik, aber die fand Ragnar eher langweilig.

Er beschäftigte sich hauptsächlich mit Aeronautik, damit er irgendwann in der Zukunft seine komplett eigene Drohne würde bauen können. Das Handwerkszeug dazu bekam er in seiner Maschinenbauklasse beigebracht. Des Weiteren belegte er noch das Wahlfach „Japanisch“, weil er vermutete, dass ihn dies in einer japanischen Firma vielleicht etwas weiterhelfen würde.

Als er seinen Abschluss machte, wurde er anschließend von Yamato-Schmitz als Security-Rigger eingestellt. Allerdings durfte er dort bei seiner Arbeit nur auf einer Standard-Riggerkonsole mit externem VR-Headset arbeiten, statt ein ordentliches Cyberware-Upgrade zu erhalten und endlich das Fliegen mit allen Sinnen zu erleben. Und dies trotz mehrmaliger Anfragen Ragnars nach einem Upgrade.

Darum entschloss er sich, den Konzern zu verlassen. Er würde es schon selbst zu einem richtigen Rigger-Cyberware-Upgrade bringen. Solange würde er seine ¥ halt auf dem freien Markt verdienen.

Seine Eltern waren über diesen Entschluss nicht sehr begeistert.

Doch Ragnar brach nicht alle Brücken zum Konzern ab. Denn bei der Arbeit als kleiner Konzern-Sec-Rigger hatte er mit einer jungen Elfin zusammengearbeitet, die tatsächlich seine Leidenschaft für Drohnen aller Art – hauptsächlich aber für die der fliegenden Sorte – teilte. Mit Anuk Juna hatte er manche Stunden zusammen an den Konsolen gesessen und fast noch mehr über Drohnen gefachsimpelt.

Diese Connection war sein Fenster zu den aktuellsten Drohnentechnologien, auf die Konzerne momentan zugreifen konnten. Anuk hielt ihn da bei ihren gelegentlichen Treffen immer bestens informiert. Da konnte er mit seiner eigenen Lockheed Optic-X2 zwar nicht ganz mithalten, aber zumindest wissenstechnisch war er auf dem neuesten Stand.

Jetzt würde Ragnar also sehen, was Groß-Frankfurt für ihn bereithalten würde.

Am liebsten natürlich durch die Sensoren seiner Drohnen. Denn wenn er sein Upgrade endlich geschafft hatte, würde er es bei einer Drohne alleine nicht bewenden lassen.

Hausaufgabe Shadowrun

Wir wollen demnächst eine Onlinerunde Shadowrun starten.
Dafür hat der Spielleiter, die Banane, jedem Mitspieler eine Hausaufgabe gegeben…

Ursprünglich spielt das Shadowrun ja in Amerika, bei Seattle. Worüber es geht, werde ich jetzt nicht groß erklären, dass kann mensch im großen weltweiten Netz sicherlich schnell in Erfahrung bringen. Nur kurz: Es spielt in der Zukunft (inzwischen 2075), die Magie ist wieder da und sehr viel weiter entwickelte Technik.
Da wir alle aus der Ecke von Frankfurt kommen, dem Rhein-Main-Megaplex der Zukunft, wollen wir da natürlich auch spielen – weil wir uns dann zumindest ein wenig auskennen.

So – meine Hausaufgabe war:

Hausaufgabe: In der Nähe Deiner Wohnung gibt es einen Stuffer Shack, also einen Low Quality Fastfood Laden. Denk Dir den besitzer aus und 2 Bedienungen. Denk dran, das Viertel ist sehr weit heruntergekommen. Keine Spielwerte, nur Beschreibungen und Namen, gern auch den laden selbst.

Unser Heimatstartort im Rhein-Main-Megaplex wird Eschborn sein.

Meine Hausaufgaben habe ich jetzt gestern (endlich) gemacht und heute mit der Banane abgeklärt. Der hat dann noch ein paar Veränderungen/Anpassungen vorgenommen – doch ich werde jetzt einfach mal meinen Mist hier so zeigen, wie er mir eingefallen ist, bzw wie ich ihn der Banane geschrieben habe. Zumal ja eh keiner meiner Mitspieler hier mitliest. 😉

Falls es Interessierte gibt, die mal in Frankfurt Shadowrun spielen wollen. ^^

 

(Low Quality Fastfood Laden, Besitzer + 2 Bedienungen, 2075)

An der Niederurseler Allee beim ehemaligen Industriegebiet gibt es ein Tankstellengebäude, das mal zu einem Großmarkt gehört hat. Als der Großmarkt 2060 geschlossen wurde, betraf dies auch die Tankstelle. Bis 2062 John Mac Fadden daran dachte, daraus einen Fast Food Laden zu machen.

„The Golden Äppel“

John kam 2055 – kurz vor Inkrafttreten des Brexits – nach Deutschland und in die Gegend des Rhein-Main-Megaplexes, im Alter von 25 Jahren. Zusammen mit Frau und Kind.

2062 eröffnete er dann „The Golden Äppel“. Ein Laden, der einerseits – natürlich – einfache Burger und Fritten verkauft, andererseits aber auch versucht, etwas Lokalpatriotismus zu verbreiten. John stellte nämlich fest, dass in der Gegend um Frankfurt ein Getränk namens „Apfelwein“ sehr beliebt war. Außerdem war ein Gericht – oder Gerichte – sehr beliebt, in denen „Grie Soß“ aus (angeblich) lokalen Anbau als Spezialität der Gegend mit verarbeitet wurden.

Deswegen kam er auf den Namen „The Golden Äppel“ – eine (wie er findet) gelungene Mischung aus Englisch und Deutsch UND eine Anspielung auf das beliebte lokale Getränk „Äppler“.

Leider wurden seit 2025 nach und nach sämtliche Streuobstwiesen und Anbaugebiete für die“Grie Soß“ plattgemacht und zubetoniert. Originalen Apfelwein und Grüne Soße gibt es also schon lange nicht mehr. Trotzdem lassen sich Getränke mit der Bezeichnung „Apfelwein“ (die in Wirklichkeit nur leicht gefärbten Alkohol mit beigefügtem Apfelaroma (künstlich) enthielten) recht gut verkaufen.

Das Gleiche gilt für Gerichte mit der Beilage „Grie Soß“. (Auch die besteht inzwischen nur noch aus Farbstoffen und künstlichen, billigen Aromastoffen.)

So lassen sich alle Getränke und Gerichte zu einem günstigen Preis gut verkaufen. Sogar so gut, dass John Mac Fadden inzwischen noch weitere Läden des „The Golden Äppel“ aufgemacht hat. Wenigstens einen in Preungesheim in der Nähe der Konzernvollzugsanstalt, und einen im ehemaligen Stadtgebiet von Offenbach.

(Wenn gewünscht auch noch mehr an selbstgewählten Standorten. ;o))

 

Das erste Logo, das John als Schild für seinen Laden gewählt hatte, war ein Apfel. Dies wurde ihm jedoch vom Konzern Apple Inc. untersagt. Deswegen zieren jetzt ein Apfelweinglas, ein „Geripptes“, seine Läden.

Immerhin gegen den Namen „Äppel“ schien Apple Inc. nichts gehabt zu haben. Oder dieser Klagepunkt ging unter. Wer weiß.

 

Zum Laden in Eschborn gehören jetzt:

Der Besitzer und Eigentümer John Mac Fadden, 45 Jahre alt, gebürtiger Schotte und Brexitflüchtling. Selfmade-Man, doch ganz umgänglich und loyal.

Eine Bedienung/Helferin ist seine Tochter, Liz (von Elisabeth) Mac Fadden. Sie ist 22 und kann sich an die Zeit auf der Insel nicht mehr erinnern.

In der Küche hilft noch die Mutter von Liz und Frau von John, Kate Mac Fadden, 43 Jahre alt. So ist zumindest der erste Laden noch fest in Familienhand.

Außerdem gibt es noch Alf Toiber, 26, für die Spätschichten und Martha Schilling, 52, die seit der Eröffnung des Ladens immer wieder mal aushilft.

Kristallkugel… wo steckt die nochma?

Morgengrauen am Flughafen ^^

 

Wo hab ich sie denn? Letztens hatt ich sie doch noch…

*gruschtel, kram*

Hm. Nee.
Hier vielleicht?

*untern Tisch guck*

Sach e ma… Gibt’s ja nich… Wo…

*Geistesblitz hab – überprüf*

Ach daaaa.
Da hab ich die aber letztes Mal nicht hingetan. Da bin ich mir sicher. Diese Heinzelmännchen…
Also denn.

*Staubtuch wegzieh, Kugel auf Tisch stell, anhauch, polier, tiiiieeefen Blick hineinwerf*

 

Ja. Jetzt habe ich noch 2 Nächte meines Nachtschichtblockes. Die muss ich nochmal nutzen, um ein paar Sachen vorzuschreiben + abzutippen, damit ich noch für ein paar Tage was zum Hochladen habe. ;o)

Mal sehen… da wäre noch was in Richtung Arbeit… und wohl mal ein kleenes Update zum Thema Flirtforen.
Das ist der Schreibplan bis jetzt.

Ansonsten…

Fuchs + Drachenechse ist noch was zur Hochzeit eingefallen. Das kriegen wir dann Anfang April zu hören. Was das wohl wird?
Drachenechse wollte gestern noch nichts verraten. Menno. ;o)

Was noch…

Nach der Nachtschicht habe ich 4 Tage frei. „2“ als normales Wochenende + 2 freie Tage vom Arbeitszeitkonto genommen. Da werde ich am Montag Drachenechses Mama helfen. Außerdem habe ich mal wieder einen Termin bei meiner Sparkassenberaterin. Dann will ich mal anfangen mit Musik sammeln für die Hochzeit. Auch würde ich gerne nochmal in Alita gehen. Das letzte Mal ist schon so lange her. ;o)

Vielleicht versuche ich mich auch mal an einem ersten Perspektivensucher-Versuch.

Ansonsten wäre von der Banane noch eine Hausaufgabe für die neue mögliche Shadowrun-Runde zu machen. Einen ersten Gedanken habe ich schon. Aber ob ich da zuhause dran schreibe?

Ich habe heute einen Miniatur-Entwurf für meinen derzeit gespielten Barbaren gemacht. Allerdings weiß ich jetzt gerade nicht, ob ich – so rechtlich gesehen – den hier zeigen darf/kann.
Anscheinend darf ich. ^^

for personal, non-commercial use only. These personal, non-commercial purposes include networked and public viewing viewing such as on social media.

Na denn. Darf ich vorstellen? Mein Barbar Mum.

(erstellt über Hero Forge Custom Miniatures http://www.heroforge.com)

Hm…

Noch was?

Jo – die Karten vom WGT sind bestellt.

Wenn ich weiß, wann nächstes Jahr die Konfirmation meiner Neffen ist, weiß ich, wann ich den Urlaub für nächstes Jahr planen kann. Ach – ich habe ja noch 8 Tage für dieses Jahr. Sollte ich auch mal beantragen.

Das sollte erstmal reichen.

Und wenn ich jetzt die Kristallkugel wieder wegstelle, muss ich mir genau merken, wohin.

*In das Tuch hüll und auf Schrank stell*

So. Da sollte ich sie gleich finden.

 

RPG & Hintergrund

Kurz als Einführungs-Erklärung: RPG steht für Role Playing Game, womit Rollenspiel gemeint ist. Und zwar nicht das, welches manche vielleicht mal im Privaten zu Hause im Schlafzimmer oder sonst wo veranstalten, sondern das Schlüpfen in andere Charaktere (Chars), um mit diesen und anderen Mitspielern, die das ebenso machen, Abenteuer zu bestehen.

Gut – hätte natürlich auch ROLLENSPIEL hinschreiben können, doch ich denke, mit RPG wissen inzwischen viele, was damit gemeint ist. ;o)

Dann kann ich jetzt ja anfangen.

Wir haben letzten Sonntag wieder geFATEt.
Die zweite Sitzung eines Abenteuers im FATE-Rollenspielversum.
Drachenechses erste Schritte als Spielleiter.
Ich muss sagen: sie macht das nicht schlecht. Vor allem auch mit Hintergrund-Atmo – und vorbereiteten Skizzen und Zeichnungen. Und da finde ich es gut, wie sie das mit diesen Skizzen und unserer 5ten Frau gehandhabt hat.

Unser erstes Treffen hatten wir Pfingsten. Und Drachenechse hat für ihre ersten Spielleiterschritte tatsächlich 5 Mitspieler zusammengefunden. Davon war eine der Besuch aus der Stadt der Stadtmusikanten. Bei der zweiten Sitzung jetzt hat sich unsere Zur-Zeit-Bremerin via Skype zugeschaltet.

Dafür mal ein Dank an die modernen Kommunikationsmöglichkeiten. ^^

Und Drachenechse hat dann die entsprechend anfallenden Skizzen nebenbei via Skype auch nach Bremen gebeamt, so dass unsere 5te Frau sich auch die entsprechenden Skizzen ansehen konnte. Ohne dass wir sie immer vor die Kamera am Laptop halten mussten. Auch die Atmo hat sie ihr zugebeamt.

Das finde ich wirklich klasse.

Wenn ich jedoch so über das System FATE nachdenke, bin ich nicht sicher, ob wir die Möglichkeiten voll ausschöpfen. Da ist sicherlich noch mehr drinnen. Doch so weit geht es voran.

Nach dem ersten Treffen war ich von meinem Charakter nicht so begeistert, nicht wirklich zufrieden.
Unser Spiel hat ein Setting nach der atomaren Apokalypse. Es gibt Mutationen und Mutanten – auch wenn nur Fuchs eine Mutant(in ?) spielt.
Das Leben ist nicht so einfach und fördert eigentlich das Schaffen von Charakteren mit abenteuer-förderlichen Attributen: Mutanten, Abenteurer/Bodyguards/Schatzjäger, Puffmutter, Obdachlose…
Und was mache ich? Ich entwerfe einen Uhrmachermeister, der sein Handwerk vom Vater abgeguckt hat. Mit eigener Werkstatt und Wohnraum – spezialisiert auf Taschenuhren. Eigentlich der totale Anti-Abenteuer-Char.

Und warum?

Um mal einen „etwas anderen“ Char zu machen, der etwas kann, was sich vielleicht anwenden lässt. Dumm nur, dass er vom richtigen abenteuerlichen Leben außerhalb seiner Werkstatt nicht viel weiß.

Entsprechend stand ich am ersten Spielabend hauptsächlich etwas dumm rum, während alle anderen sich bereits auf für sie durchaus üblichen Zoff eingestellt und bereitgemacht haben.

Beim zweiten Abend fand ich es dagegen recht erheiternd, die Aufregung nicht zu verstehen, die die anderen erfasst hat, als wir ein paar Ratten im Tunnel gehört haben. Sobald die anderen in Kampfmodus gehen, tue ich das dann zwar auch, ohne jedoch die Aufregung des Warums zu verstehen.
(Ok – die Ratten hatten dann zwar etwa Hundegröße – und ich meine damit nicht die von einem Pekinesen, sondern eher so Schäferhund… doch in den Augen meines Chars waren es doch nur Ratten.)
Einfach, weil ich damit noch nie etwas zu tun hatte, spielcharaktermässig.

Mal sehen, wie und wohin er sich noch entwickeln wird.

Über die Entwicklung eines Charakters habe ich mir in meiner Rollenspiel-Anfangszeit keine Gedanken gemacht. Damals, vor über 30 Jahren, hätte man am liebsten natürlich die eierlegende Wollmilchsau als Charakter gehabt. Alle Werte mit den höchsten Würfelergebnissen, die möglich sind.

Hintergrundgeschichte?

Unwichtig.

Wo kommen sie her? Wo sollen sie hin?

Wen interessiert’s.

Wichtig war nur der Archetyp, damals bei DSA1: Abenteurer, Magier, Krieger, Zwerg, Elf oder Halbelf.
Alles andere? Egal.

Das hat sich dann so langsam mit den Anfängen von DSA2 geändert. Mit dieser Version wurde das Talentsystem eingeführt. Und damit auch negative Charaktereigenschaften wie Goldgier, oder Höhen- oder Totenangst.

So wurde der Anreiz größer, Figuren mit Hintergrund zu schaffen. Auch, wenn ich seitdem bisher nie wieder DSA gespielt habe. Nur einmal bei einem Con. Stattdessen wurde mit einer Gruppe eine Zeitlang Shadowrun gespielt, wo ich mir auch ein wenig Gedanken über meinen Charakter gemacht habe. Und in einer anderen Gruppe konnte ich damals AD&D mitspielen – mit einem ursprünglichen NSC. Da musste ich mir keine Gedanken über Hintergrund machen. ;o)

In einem RP-Forum in einem der sozialen Netzwerke – ich denke, es war wohl StudiVZ – wurde sich mal über die einfallsloseste Standardhintergrundidee von Charakteren lustig gemacht. Diese da lautet:

Vater: Tot
Mutter: Tot
Geschwister: Tot
Haustiere: Tot
Heimatdorf:  Tot!
ALLE TOT!!!

Nur der Charakter lebt noch.

Dieser Hintergrund „Alle aus der Familie tot, nur ich nicht.“ ist wirklich häufiger anzutreffen (gewesen?). Ein Fan von so einem Hintergrund bin + war ich nie.

Den meisten Hintergrund habe ich mir zu zwei Charakteren von einem Online-Rollenspiel auf Ultima Online-Basis überlegt.

Das war einmal ein Bogenschütze, der kein Bauer bleiben wollte bei seiner Familie. Dann hat sich noch seine Angebetete für den Sohn des Schmieds entschieden, einfach aus dem Grund, weil als Frau eines Schmiedes ein besseres Leben zu erwarten war als sie es als die Frau eines Bauern oder Bogenschützen/Jägers gehabt hätte haben würde. Oder so. Das hat ihm auf jeden Fall den Rest gegeben und so ist er in die Welt gezogen, um sein Glück und Gold zu machen. Und um zu beweisen, dass man sehr wohl als Schütze reich werden kann.
Mit diesem Charakter, Vandalore, habe ich eine ganze Zeit gespielt. Zumindest so lange, dass er schon einiges an Gold an seine Familie schicken konnte. Und lange genug, dass er im Spiel eine Beziehung eingegangen ist – mit einer Bäuerin.
So sehr konnte er sich dann doch nicht von seinen Wurzeln lösen. ;o)

Mein zweiter Charakter in diesem Rollenspiel hat auch einen ganz eigenen Hintergrund bekommen.
Man konnte sich zu dem Zeitpunkt meiner Bewerbung auf diesem Rollenspiel-Shard als Heiler bewerben. Außerdem bestand die Möglichkeit, dunkler Adliger zu werden – also adliger Anhänger des „bösen“ Gottes.
Ich habe da beides kombiniert, und mich als dunkler Adliger beworben – Aalerich von Weissenstein – der seinen älteren Bruder getötet hat, weil der ein Anhänger des guten Gottes war. Na gut… natürlich auch ein wenig, um den Titel und alles zu erben, was man halt als Zweitgeborener nicht bekommen hätte.
Meine Bewerbung für die Heilerklasse mit diesem Charakter sah so aus, dass Aalerich fasziniert vom Giftmischen war. Schließlich ist ein Giftmischer nichts anderes als ein Heiler – nur mit umgekehrten Interessen.

Das waren meine ersten beide Charaktere mit richtig ausgefeiltem Hintergrund.

Auch für mein erstes LARP (Life Action Role Play – Liverollenspiel) habe ich für mich eine Seite für einen Char entwickelt/geschrieben, die mir so ganz gut gefallen hat. Allerdings konnte ich ihn dann während des LAPRs nicht so ausspielen, wie er mir aus den Fingern geflossen ist. Weil er so wenig ICH war. Dabei macht man doch auch Rollenspiel, um jemand anderes zu sein.
Ich bin mir nur nicht sicher, ob ich das wirklich kann.
Halt zum Beispiel als eher selbst introvertiert einen total extrovertierten Charakter zu spielen – oder umgekehrt. Das auf-den-Putz-hauen mach ich selbst eher ungern – das schlägt sich auch beim Spiel mit meinen Charakteren nieder, fürchte ich.

Nun ja…

Noch einmal zu FATE und meinem Uhrmacher:
Ich hatte nach dem ersten Spiel zu Hause das Gefühl, dass ich einfach schlecht war.
Als Rollenspieler.
Doch ich gebe die Hoffnung nicht auf.
Solange ich für die anderen kein Klotz am Bein bin, besteht ja noch Hoffnung.

Und noch was zu LARP…
Dieses Jahr hat es nicht geklappt – doch wenn Drachenechse + Fuchs Spaß haben + nächstes Jahr nochmal/wieder mitmachen wollen bei einem… vielleicht klappt es ja dann auch bei mir mit dem Teilnehmen als NSC.
Dann muss ich mir selber schon mal keinen Gedanken über meinen Charakter machen.
Das dürfen dann andere.
Auch ein Vorteil.

;o)

PS: So, Drachenechse – wie du hier sehen kannst, habe ich mir den 7te See jetzt auch besorgt. Jetzt kann ich mir das mal in Ruhe ansehen – vielleicht wäre das ja dann auch mal was zum Spielen – und vielleicht wieder Anleiten…

PPS: Ich habe in den Tiefen des Netzes und des Alathair-Forums tatsächlich noch Geschichten von meinen beiden Charakteren Vandalore und Aalerich gefunden. Diese sind teilweise Vorgeschichte, öfter Berichte über aktuelle Spielgeschehen. Nur entsprechend als Erzählungen geschrieben.
Wer sich so etwas mal ansehen/lesen will:

http://forum.alathair.de/viewtopic.php?t=29364 –  Das ist Aalerichs Geschichte.

http://forum.alathair.de/viewtopic.php?t=34088 – Ein Teil von Vandalore.

http://forum.alathair.de/viewtopic.php?p=217574#217574 – und nochmal Vandalore

Lang lang ist’s her… Hach ja… (2007 + 2008)!