Vergleich „Witches Abroad“ von Terry Pratchett mit „TOTAL VERHEXT“ alte + neue Übersetzung

Mein längster Titel.

Bisher. ;o)

Und passt ja gerade hervorragend zur Buchmessen-Zeit. Deswegen jetzt mal schnell in die Tasten hauen und übertragen. ^^

 

Nun…
Ich hatte ja schon mehrmals Andeutungen auf mein Projekt gemacht. Da ich nun, endlich, die Vorarbeiten abgeschlossen habe, ist jetzt die Zeit gekommen, hier einen Beitrag darüber zu schreiben.

Um was geht es?

Wie ich ja hier in meinem Blog bereits öfters erwähnt habe, bin ich ein Fan von Terry Pratchett und seiner Scheibenwelt.
Vielleicht ist da auch anderen Lesern bereits aufgefallen, dass die alten Bücher der Scheibenwelt eine Überholung verpasst bekommen haben. Dies erkennt man äußerlich bereits an den neuen Titelgestaltungen. Die sind in meinen Augen schon ein eigenes Beitragsthema wert, von daher… kommt dazu vielleicht iiiirgendwann nochmal was.

Doch es wurde nicht nur die äußere Aufmachung geändert. Nein, auch das Eigentliche wurde überarbeitet. Sprich, die Bücher haben eine neue Übersetzung erhalten.

Waren die Übersetzungen, mit denen ich die Scheibenwelt kennengelernt habe, alle von Andreas Brandhorst, wurde jetzt exemplarisch z.B. „Total verhext“ von Regina Rawlinson neu übersetzt.

Als Fan der alten deutschen Übersetzungen (und Titelgestaltungen) stellte sich bei mir da die Frage: Warum?
Muss das sein?

Irgendwann fiel mir die neue Übersetzung von „Total verhext“ heruntergesetzt in die Finger und ich dachte mir ‚Gut – dann les ich sie halt mal.‘

Ja, das habe ich dann gemacht.

Und ich weiß nicht mehr genau, wie ich dann auf diese Idee gekommen bin, wirklich mal alles miteinander zu vergleichen… Doch ich hatte diesen Gedanken und habe ihn tatsächlich umgesetzt. Auch wenn es etwas gedauert hat.

Am 08.12.2015 habe ich ja mitgeteilt, dass endlich das letzte benötigte Buch für dieses Projekt bei mir eingetroffen ist. Ich glaube, Anfang 2016 habe ich dann mit dem Lesen begonnen. Dann habe ich es mal länger schleifen lassen, weil es nicht so gut gepasst hat in den Nachtschichten… Bis jetzt August + September. Am 19.09.2018 – 02:01 Uhr – war ich endlich durch.

Yay!

Und jetzt lasse ich mich mal ein wenig darüber aus.
Sozusagen.

Nach dieser ersten Vorrede will ich nun nochmal klarstellen: Ich bin durchaus parteiisch an die Sache herangegangen. Denn – wie gesagt – ich bin ein Freund der alten Übersetzungen und Titelbilder. Deshalb wollte ich Punkte sammeln, um mich über die neue Übersetzung aufregen zu können.

Ja… das hat nur bedingt geklappt. Denn bereits in den ersten Lese-Sessions musste ich feststellen, dass die neue Übersetzung in einigen Punkten genauer ist. Andererseits sind in beiden dann wieder Klöpse der verschiedensten Art drinnen…

Wie habe ich gearbeitet?

Ich hatte ein Buch im Original, und je ein Buch in der alten und neuen Übersetzung. Diese Bücher habe ich parallel gelesen – erst einen Abschnitt/Satz/Phrase im Original, dann alt + dann neu. Vielleicht auch mal neu, dann alt. Auf jeden Fall immer das Original vorneweg.

Wenn ich dann bei diesem Vergleich etwas gefunden habe, dass ich mir merken wollte, habe ich mir die Passage oder Satz – oder zumindest deren Anfang + Ende – notiert, wie es im Original steht, samt Seite. Also z.B. O(158). Danach habe ich mir entweder meinen Kommentar zu den Übersetzungen notiert, oder die entsprechenden Teile. Auch hier markiert mit A für alte Übersetzung und N für neue Übersetzung, mit entsprechenden Seitenzahlen. So war dann O(158), A(176) + N(175).

Ich werde hier jetzt nicht alle notierten Punkte breittreten – schließlich sind das in meinem Heft (A4!) 8 Blätter, also gut 16 Seiten. Stattdessen picke ich mir nun die Punkte heraus, die ich – für mich – am wichtigsten finde.

Teilweise werde ich die Passagen mit der entsprechenden Markierung hier notieren, manchmal auch nur ‚da ist das + das‘ schreiben – denke ich. ;o)

Bevor es jetzt richtig losgeht noch vorneweg:
Um die Sachen einigermaßen nachvollziehbar + vielleicht auch wiederfindbar zu machen, werde ich jetzt noch sagen, welche Bücher ich GENAU in der Mache hatte. Denn vielleicht ist ein Fehler in der einen Auflage in der nächsten schon behoben worden.

Bei den von mir gelesenen Büchern handelt es sich also um:

 

„Witches Abroad“ von Terry Pratchett, im Deutschen „Total verhext“.
Die alte Übersetzung ist von Andreas Brandhorst (1994), die neue von Regina Rawlinson (2012).

Meine Original-Ausgabe ist vom Verlag Corgi Books, Reprint 1995.

Die alte Übersetzung ist vom Goldmann Verlag, Einmalige Sonderausgabe Juni 2009.

Die neue Übersetzung ist vom Manhatten Verlag, 1. Auflage Neuveröffentlichung 2012.

Hauptsächlich ging es mir um die Unterschiede der Übersetzungen zum Original. Doch falls mir noch anderes aufgefallen sein sollte, habe ich dies dann ebenso festgehalten.

Ich überlege jetzt: Soll ich meine Erkenntniss/Meinung gleich kundtun, oder erst zeigen, was ich für mitteilenswert halte? Ein Fazit kommt ja eigentlich erst zum Ende hin.
Hmm…
Ich zähl erst mal auf.

Und damit beginne ich…

direkt mal mit dem Titel.
„Witches Abroad“ im Original – „Total verhext“ in beiden Übersetzungen.
Sehe ich in mein Wörterbuch, wäre eine wörtliche Übersetzung ja Witches = Hexen + Abroad = im Ausland. Hexen im Ausland. Dies ist eine klare Aussage und trifft den Inhalt des Buches auf den Kopf. Allerdings… ich denke, ich hätte es auch nicht ganz wörtlich übersetzt. Ich hätte wohl eher „Hexen Unterwegs“ genommen. Darinnen kommt auch das ‚Hexen auf Reisen‘-Thema zum Vorschein. Wobei „Hexen auf Reisen“ auch fast passend wäre. „Total verhext“ dagegen… außer, dass es wohl mit den Hexen zu tun hat, und vielleicht viel mit Hexerei, sagt es ansonsten nicht viel. In meinen Augen.

Wenn auch in vielen Sachen genauer am Original neu übersetzt wurde – aber den Titel konnte man dann wohl nicht mehr ändern?

Ein Unterschied zwischen alter + neuer Übersetzung sind die Maßeinheiten. Im Original wird natürlich mit ‚foot‘ + ‚mile‘ gearbeitet, in der alten Übersetzung wurden diese Eingedeutscht. Aus einem Fuß wurden 30 cm und aus 100 Miles 150 Kilometer. In der neuen Übersetzung blieb es bei den englischen Maßeinheiten, Fuß + Meilen.
An beiden Varianten finde ich nichts auszusetzen – solange man den Rest des Buches über konsequent dabeibleibt.

Eine andere Sache ist die Übernahme/Übersetzung von Namen.

Bei der deutschen Übersetzung von „Games of Thrones“ – „Das Lied von Eis und Feuer“ von Georg R. R. Martin wurden ja in die ersten Übersetzungen noch die englischen Namen genommen: Jon Snow, Kingslanding etc.
Ab einer bestimmten Auflage wurden alle englischen Namen eingedeutscht. So wurde aus Jon Snow Jon Schnee.
Kann man machen – wenn man dann dabei bleibt.
Bei den Namen von Terry Pratchett ist dies dann auch so. Aus ‚Granny Weatherwax‘ wird Oma Wetterwachs, Nanny Ogg bleibt Nanny Ogg, und aus Magrat Garlick wird Magrat Knoblauch.
So weit, so einfach.
Wie ist das mit anderen Namen?

Unterschiedlich.

Aus den Voodoo-Göttern ‚Mister Safe Way‘, ‚Lady Bon Anna‘, ‚Hotaloga Andrews‘ und ‚Stride Wide Man‘ werden in der alten Übersetzung ‚Herr Sichere Heimkehr‘, ‚Lady Kommgutnachhaus‘, ‚Du-bereust-es-später‘ und ‚Rührmichnichtan‘. In der neuen bekommen sie folgende Übersetzungen: ‚Heiliger Ross Mann‘ oder nur ‚Ross Mann‘; ‚Lady Bon Anna‘; ‚Hotaloga Andrasch‘ und ‚Großer Schritt‘.
Dies kann man selbst vergleichen bei O(10)+(273) mit A(10)+(265) und N(10)+(263).

Bei der alten Übersetzung wurden also allen Voodoo-Göttern ein deutscher Name verpasst – in der neuen nicht. Wobei ich ‚Safe Way‘ und ‚Sichere Heimkehr‘ noch nachvollziehen kann – im Gegensatz zu ‚Ross Mann‘. (Ich habe gesagt, ich bin parteiisch. ^^)
Insgesamt sind wohl diese Voodoo-Götter Geschmacksache. Doch ich habe noch ein paar andere Namen zum vergleichen…

Einer von Nannys Nachkommen heißt Shane.
So heißt er auch in der alten Übersetzung, während die neue aus ihm Joschi macht.
Was?!?
So ist es zumindest bei O(69), A(76) + N(74).
Allerdings… wird bei O(159), A(178) + N(176) aus Shane in der neuen Übersetzung gar ein Schorsch.
Nun… nachdem man zwei Mal aus Shane einen Joschi gemacht hat N(25) + N(74) – wieso ändert man dies dann in Schorsch? Zumal Joschi + Schorsch noch nicht mal den gleichen Grundnamen haben. Joschi kommt von Joachim, Schorsch ist gleich Georg. Als hä?!
Immerhin Jason bleibt immer Jason. Dieses Glück hat Sean nicht. Bei dem wird in der neuen Übersetzung ein ‚Bert‘ draus. Wie kommt man darauf?
Sean ist ja eine Variante von Hans oder Johann – damit hat Bert nicht mal im Entferntesten zu tun?

Aus ‚Lord Henry Gleet and Lady Gleet‘ (O-217) werden in der neuen Übersetzung ‚Lord Henry Bonjourdrop und Lady Bonjourdrop‘ (N-241) draus, während die alte die Namen lässt.

Andererseits… wird aus ‚Old Shaker Whistley‘ (O-143) in beiden Übersetzungen ‚Willi Wohlig‘. (A-159 + N-158)

Aus ‚The Honourable Douglass Incessant‘ (O-213) wird in beiden Übersetzungen ‚Ehrenwerte Douglass Unablässig‘ (A-243 + N-241) – obwohl auch ‚Unaufhörlich‘ oder ‚Unentwegt‘ hätte rauskommen können.
Dagegen wird aus ‚Chickenwire Hopkins‘ (O-108) ‚Heini Hühnerdraht‘ (A-121) und ‚Hühnerdraht Hüpfkins‘ (N-118)…
Warum werden einige Namen gleich, andere nach eigenem Gusto übersetzt?

Dies war die Namenspickerei.

Komme ich jetzt zu den Übersetzungs-Fragen. ;o)

Da stellt sich mir als erstes die Frage:
Was mag die Bedeutung der ‚wet hen‘ sein?
Als solche bezeichnet Oma Wetterwachs nämlich Magrat.
„You are a wet hen, Magrat Garlick.“ (O-159)
In der alten Übersetzung wird daraus auf Seite 177
„Weil du nichts weiter bist als ein Küken.“
Nun, kann ich einigermaßen nachvollziehen. „Nasse Henne“ klingt ja komisch, aber eine Henne, die noch nicht trocken hinter den Ohren ist, ist dann schon sowas wie ein Küken.
Wie man aber darauf kommt, daraus ein „nasses Handtuch“ zu machen – wie in der neuen Übersetzung auf Seite 176: „Weil du ein nasses Handtuch bist, Magrat Knoblauch“… das erschließt sich mir jetzt nicht so ganz.
Was, bitte schön, ist ein nasses Handtuch? Und warum sollte ich beleidigt oder eingeschnappt sein, wenn mich jemand als solches bezeichnet?
Diese Begrifflichkeit kann ich ja so gar nicht zu- oder einordnen. Sagt man das in Deutsch sprechenden Ländern irgendwo?
Die ‚wet hen‘ kommt auch nochmal auf (O-185), (A-207) + (N-205) vor. Außerdem ganz am Ende des Buches. Bei (O-286), (A-319) + (N-318). Zumindest da wurde in der alten Übersetzung noch ein unerfahrenes Küken draus.

Dann hätte ich jetzt eine generelle Sache:
In der neuen Übersetzung redet Oma Wetterwachs die Leute öfters mit „Sie“ an, in der alten mit „Du“.
Dazu finde ich: Mein Gefühl tendiert hier mehr zum Du.
Denn Oma ist direkt.

Ein weiterer Begriff ist ‚female cats‘ (O-74). Daraus werden in der alten Übersetzung auf Seite 82 ‚weibliche Katzen‘ – wobei Katzen ja immer weiblich sind, sonst wären es ja Kater. Aber wahrscheinlich auf die Tiergruppe gesehen…
Die neue Übersetzung macht auf Seite 80 daraus ‚Kätzinnen’…
Äh, ja.
Ich habe jetzt zwar nicht im Duden nachgeschlagen, doch habe ich das unbestimmte Gefühl, dieses Wort existiert gar nicht. (Gut, wenn ich jetzt nachschlage, sagt mir die Duden-Homepage, Kätzin gibt es doch – dennoch finde ich es nicht gut.)
Im Ernst – Kätzinnen?!

Ein weiteres Wort, welches sich durchaus passend klanglich anhört, aber nicht in allen Gegenden Deutschlands genutzt wird, ist prokeln.
Prokeln?
Ja, wie in der neuen Übersetzung auf Seite 116 für „cleans out her ear“ (O-106). Das wurde in der alten Übersetzung nur zu „Ohr säubern“ (A-118+119), in der neuen zu „Ohren prokeln“. Nach einem kurzen Ausflug eben zum großen G geht meine Vermutung jetzt dahin, dass die Übersetzerin der neuen Bearbeitung aus dem Norden kommt. Doch zumindest ich hier in Frankfurt hatte noch nie was davon gehört. Und Frankfurt liegt fast in der Mitte von Deutschland.
Wie gesagt, klanglich deutet sich da ja schon eine Ableitung an, trotzdem… hm.

Manchmal bin ich mit beiden angebotenen Übersetzungen nicht so ganz zufrieden.
Ein kurzes Beispiel:
(O-266) TWO OUT OF THREE ISN’T BAD.
(A-297) ZWEI VON DREI WÜNSCHEN SIND IN ERFÜLLUNG GEGANGEN. DAS IST NICHT SCHLECHT.
(N-294) ZWEI DRITTEL DEINER WÜNSCHE HABEN SICH ERFÜLLT. KEINE SCHLECHTE QUOTE.

Wenn dagegen aus (O-135) ’said Nanny Ogg, grimly.‘ ein (N-149) ‚gab Nanny Ogg schmunzelnd zurück‘ wird, finde ich dies einfach falsch. Ach, aber Fehler…

Im Original und neuer Übersetzung gibt es die Geschichte von Glod. Da wurde in A Gold draus.
Manchmal ist im Original eine bestimmte Person gemeint, oder es wird über sie erzählt – dann stimmt sie manchmal in der einen, mal in der anderen Version nicht. Oder das Original macht einen Anschlußfehler und lässt Magrat ihren zweiten Schuh zweimal ausziehen (O-243) – das wird in der alten so übernommen, in der neuen aber nicht. Da hat sie ihn dann bereits in der Hand. (N-270)

Ich wundere mich dann noch über die Pastorentöchter, die bei N-193 vorkamen. Doch habe ich da tatsächlich mal nicht die Original-Stelle zum Vergleich notiert. Doch müsste die auf Seite 174 stehen, als Oma + Nanny bei Frau Gogol sind. Und es ist Frau Gogol, die als erstes meint „unter uns Pastorentöchtern“ – statt einfach nur „unter uns“.
Dazu finde ich wieder: Hmm.

Dies war jetzt die Begriffs- und Übersetzungspickerei. ;o)

Kommen wir nun… hm… jetzt springen mir gerade die Lautmalerei + Nannys Bestellungen ins Auge. Bzw. die Anweisungen in holprigem Möchtegern-Ausländerisch. Ich denke, dazu werde ich die notierten Passagen einfach mal so hier gegenüberstellen. Vielleicht mit ein-zwei Kommentaren von mir dazu – oder auch nicht. ;o)

(O-69) „Openny vous, gunga din, chop-chop, pretty damn quick.“
(A-76) „Öffneh-wu, undzwarfix, hopp-hopp, schnell-schnell“
(N-74) „Uwe, uwe, gunga din, chop-chop, aber dalli.“

(O-70) „Gooden day, big-feller mine host! Trois beers pour favour avec us, silver plate.“
(A-77) „Bon Dschorno, Mißter guter Wirt! Troa Bier pur fawor awek uns, sillvupläh.“
(N-75) „Bonn Schuhe, mein Allerwertester! Trois Bier por fawor aweck uns, alle hopp!“

Jetzt wird getrunken auf der Straße:
(O-203) ‚Frgtht!! Gizeer!‘ she said.
(A-227) „Frgtht“ sagte sie. „Gtllgh!“
(N-225) „Prust!! Feurio!“, sagte sie.

Und immer noch Alkohol:
(O-204) ‚Kwizathugner!‘
(A-227) „Kwizathugner“
(N-225) „Das rappelt im Karton!“

Und die letzte fremdländische Bestellung:
(O-265) ‚Another banana dak’ry, mahatma coat, chopchop.‘
(A-295) „Ich möchte ein Bananengetränk mit Rum, Mahatma Dingsbums, hopp, hopp.“
(N-294) „Einen Bananendaikry, Mahatma Bambi, dalli klick.“
Dalli klick? Kennen junge Leute denn heutzutage noch „Dalli Dalli“ + das darin gespielte „Dalli Klick“?
Großes Fragezeichen.

Und direkt nochmal zum Bananendaikry. Der wurde vorher nämlich schon mal erwähnt:
(O-159) ‚one called a Bananana dakry‘
(A-178) ‚Bananenklau‘
(N-177) ‚Bananananendaikri‘

Darauf stoßen wir an.
(O-197) ‚Up your eye!‘ she said. ‚Mud in your bottom!‘
(A-219) „Runter damit und gut gekippt!“
(N-217) „Stößchen!“, rief sie. „Prostata!“

Als letzten Vergleich in dieser Richtung noch einmal eine schriftliche Anrede von Nanny in einem ihrer Briefe an ihren Sohn:
(O-251) Dear Jason unt so witer
(A-280) Lieber Jason änd de fämilie
(N-278) Lieber Jason etzettera peepee

 

Zu was komme ich jetzt als Nächstes?
Ich denke, zu dem was fehlt.

Dies sind als erstes überhaupt erwähnt: Absätze.
In der alten Übersetzung, in dieser einmaligen Sonderausgabe, fehlen davon einige, die sowohl im Original, als auch in der neuen Übersetzung die Zuordnung des Textes erleichtern.
Ich habe jetzt, beim Überfliegen meiner Notizen, alleine 14 (!) Stellen gefunden, an denen kein Absatz gemacht wurde. Dies fördert das Textverständnis nicht immer. Sozusagen. Dafür habe ich im Gegensatz eine (1!) Stelle gefunden, in der ein Absatz gesetzt wurde, obwohl da im Original gar keiner vorgesehen war.
Hmmm…

Das nächste, was fehlt, sind Sätze oder ganze Textpassagen, die (leider) in der alten Übersetzung fehlen. Da komme ich jetzt, nach einfacher Strichlistenführung, auf 25 Sätze, Teilsätze oder ganze Passagen, die in der alten Übersetzung komplett fehlen.
Dafür wurden 4 Stellen hinzugefügt, die so nicht aus dem Original hervorgehen.
Bei der neuen Übersetzung komme ich nur auf 3 fehlende Teile – dafür 5 Hinzufügungen. Ich nehme an, die kommen aus der Übersetzung heraus. Hoffe ich.
Als Beispiel für fehlende Sachen in der alten Übersetzung möchte ich hier einen kompletten fehlenden Absatz über ‚witches‘, ’stories‘ und ‚card sharpers‘ anführen, also über Hexen, Geschichten und Falschspieler. In meinem Original befindet sich dieser Absatz auf Seite 102, in der neuen Übersetzung auf Seite 112 – jedoch sieht man in der alten Übersetzung auf Seite 114 kein Wort davon.

Etwas Kleineres wäre der Satz von (O-64) ‚The story will absorb them.‘ – der in der alten Übersetzung weggelassen wurde. In der neuen Übersetzung gibt es ihn.

Eines der (wenigen) Beispiele zum Thema „weglassen in der neuen Übersetzung“ ist (O-259) ‚You know me,‘ he said. ‚You all know me. You know I was killed.‘
Daraus wird nur (N-288): „Ihr kennt mich“, sagte er. „Ihr wisst, dass …“. Hier fehlt also die Bestärkung.

Dafür wird aus der Koch-Geschichte von (O-212):
‚She’s a good cook,‘ said Nanny. ‚I don’t think anyone can cook like she do and be that bad.‘
ein (N-235) „Auf jeden Fall ist sie eine gute Köchin“, sagte Nanny. „Wo man so gut kocht, da lass dich ruhig nieder, schlechte Köche haben keine Lieder.“

Auch mag die neuere Übersetzung wohl genauere Zahlenangaben.
So kommen auf (N-75) in die Herberge „Mindestens zwanzig bleiche Gestalten…“, obwohl gar keine Zahlenangaben vorkommen. Und aus (O-203) ‚as a score of bony figures‘ werden bei (N-225) ‚zwei Dutzend Gerippe‘.

Als letztes gibt es jetzt noch den Punkt „Wortspiele“.

Wortspiele sind ja wirklich Übersetzungssachen.
So wird aus „Embers“ aus dem Original (177) in A-197 zu „Asche“ und in N-196 zu „Glutella“.
Embers wird nach meinem Langenscheidt-Wörterbuch übrigens übersetzt mit „Glut“. Daraus ergeben sich dann weitere – mehr oder weniger gute – Wortspiele mit diesem Namen.

Eine Anspielung auf Virgin Air wird bei A gar nicht erst gemacht. (O-87/A-97/N-95).
Und das der Hahn im Englischen auch Cock genannt wird… da traut sich A gar keine Schwanzanspielung. Und (N-193) macht dafür einen Umweg.
Ach ja, Nanny sagt im Original übrigens (O-174):
‚My word,‘ she said, taken aback. ‚That’s the biggest cock I’ve ever seen, and I’ve seen a few in my time.‘
;o)

Das wäre eigentlich ein gutes Schlußwort. ;o)

Ich habe also längst nicht jedes Fitzelchen hier breitgetreten, das mir aufgefallen ist.
Was kann ich also nun zum Abschluss meines Projektes als Fazit festhalten?

Nun, würde mensch eine Strichliste machen, welche Version genauer wäre/ist, dann denke ich, würde tatsächlich die neue Übersetzung gewinnen. Alleine schon anhand der ganzen weggelassenen Sätze und Passagen.
Und doch… ich bin ein Freund der alten Übersetzung.
Aber die neue ist genauer. In vielen Dingen. Und dann wieder „Häh?“.

Ich weiß es nicht.
Es fällt mir schwer, eine endgültige Empfehlung zu treffen.
Wahrscheinlich muss diese Entscheidung jeder für sich selbst treffen.
Vielleicht sollte ich einfach langsam auf die Originalbücher umsteigen? Schließlich verstehe ich sie ja inzwischen zu… sagen wir 95-99%, denke ich.

Auch wenn mich jetzt vielleicht ein weiterer Vergleich reizen könnte – ich denke, einer reicht.

Dies war mein Vergleich der alten und neuen deutschen Übersetzung „Total verhext“ mit dem Original von Terry Pratchett „Witches Abroad“.

Andere Ausgaben müsst ihr also selbst vergleichen.

Ich habe fertig. ;o)

 

Das Genre ‚Fantasy‘

Ist groß.
Soviel sei direkt am Anfang mal klargestellt.

Ich hatte mich über dieses Thema vor einiger Zeit mal mit einer meiner Lieblingsbuchhändlerinnen – inzwischen leider Ex-Buchhändlerin – unterhalten. Da sie nämlich selbst bisher kein Fantasy gelesen hat. Und gerade letzte Woche habe ich in einem Kommentar auf meinen Autorenbeitrag zu meinen besonderen Fantasyautoren verwiesen. Dabei kam mir der Gedanke: Warum nicht mal einen Beitrag zu diesem Thema schreiben? Wenn mir in einer Unterhaltung schon so viel einfällt, dann doch bestimmt auch, wenn ich meine Gedanken dazu mal sammle und niederschreibe. Damit sich Leute, für die das Genre „Fantasy“ bisher noch nicht auf der Lesekarte stand, vielleicht doch mal reinschnuppern wollen/können.

Diese Zusammenfassung spiegelt rein meine eigene Meinung wieder. Wenn jemand anderer Meinung ist, oder zusätzliche Autoren- + Büchervorschläge machen möchte, ist dies in der Kommentarecke ganz einfach möglich.

So wie dies hier auch nur meine Meinung wiedergibt, kann ich natürlich auch nur Autoren und eventuell Bücher nennen, die mir bekannt sind oder meinem Geschmack entsprechen. Da die Geschmäcker nun mal verschieden sind, muss dies anderen Menschen nicht gefallen. Es kann sich hier also nur um einen Ansatzpunkt für das Genre „Fantasy“ handeln. Doch genug des Vorgeplänkels. Auf ins Getümmel. ;o)

Wo fange ich an?

Wie gesagt, das Genre Fantasy ist groß.

Nun, grob gesagt, würde ich behaupten, Fantasy ist alles, das fantastische Elemente enthält: Hexen, Magier, Zauberer, Magie, Riesen, Götter, Dämonen, Teufel, Werwölfe, Geister, Trolle, Elfen, Zwerge, Drachen, Vampire… usw. usf.

Wenn ich dies jetzt so betrachte, kann ich durchaus behaupten, dass zum Beispiel Goethes „Faust“ Fantasy ist. Schließlich gibt es darinnen Teufel, Magie…
Das der „Sommernachtstraum“ von Shakespeare erst recht ins Fantasygenre fällt, steht dann ganz außer Frage. Hallo? Elfen? Magie? Fantasy. Ganz klar.
Wenn jemand diese Theaterstücke lesen oder ansehen kann, ohne gleich zu meckern „Das geht ja alles gar nicht. Das ist ja voll unlogisch!“, besteht zumindest die Möglichkeit, dass sie/er auch anderen fantastischen Variationen offen gegenübersteht. (Zum Beispiel „Macbeth„.) ;o)

In den Fantastischen Bereich fallen in meinen Augen auch alle Arten von Mythen + Mythensammlungen. Egal ob ägyptische, griechische oder nordische Götter…
Zu den nordischen Göttern hat Neil Gaiman gerade erst – quasi – eine eigene Bearbeitung herausgebracht. Auf Deutsch heißt diese „Nordische Mythen und Sagen“ und erscheint beim Eichborn Verlag. Stephen Fry hat sich der Griechen angenommen. Sein Buch heißt „Mythos“ – und gibt es wohl bisher nur auf Englisch.
Beide Bücher habe ich jedoch selbst (noch) nicht gelesen. Neil Gaiman hat auch bereits in einigen seiner vorherigen Bücher mit Göttern gearbeitet. Ich denke, darauf werde ich dann nochmal zurückkommen.

Wenn jemand also das erste Mal ins Genre hineinschnuppern will, ginge dies durchaus über Mythologie. Allerdings könnte das noch zu… unfantastisch empfunden werden, weil gesagt werden könnte: Fantasy ist Fantasy – und Mythologie ist Mythologie.

Nun… wie fängt mensch dann an?

Da sei jetzt direkt gesagt: Niemand muss mit dem „Herrn der Ringe“ anfangen. Es gibt genug Möglichkeiten, sich an die Fantasy heranzutasten.

Ein Weg führt über die Kinder- und Jugendbuchabteilung. (Diese Bücher dürfen übrigens auch Erwachsene lesen – nur um Unklarheiten vorzubeugen. ;o))

Als Beispiele dafür möchte ich die Harry Potter-Bücher von J.K. Rowling vorschlagen. Oder „Die Unendliche Geschichte“ von Michael Ende.
Diese beiden Vorschläge sind im Altersbereich ja so ab 10/11 angesiedelt, denke ich. Entsprechend „einfach“ ist da noch der Einstieg. Bei Harry Potter sollte man aber auf jeden Fall mit dem ersten Buch anfangen, dem „Stein der Weisen„, um sich dieser Welt langsam anzunähern. Ich fand den ersten Band damals ok – doch so richtig gepackt hat es mich erst ab dem Ende vom zweiten Buch. Davor war es eher so… informelles lesen.

Auch in die Jugendecke fällt Jonathan Stroud. Einmal mit der „Bartimäus„-Trilogie (plus Teil 4, den ich… ‚hmm‘ fand.) Noch etwas düsterer wird es dann mit „Lockwood & Co„. Über die Serie will ich vielleicht noch mal einen eigenen Extra-Beitrag schreiben. Jetzt möchte ich nur schon mal anmerken, dass sie zwar in der Buchhandlung in den Altersbereich ab 11 einsortiert wird, ich dieser Einteilung jedoch etwas skeptisch gegenüberstehe. Da es hierbei um Geister und den Kampf gegen solche geht, würde ich das Alter wohl etwas höher ansetzen. Es sei denn, ein Kind/Jugendlicher hat wirklich schon sehr viel gelesen, unter anderem vielleicht auch mehr mit Geistern etc. (Meine Nichte bekommt den ersten Teil jetzt von mir demnächst zu ihrer Konfirmation. Ich denke, ihr könnte das gefallen.) Wahrscheinlich bin ich mit der Altersangabe auch einfach skeptisch, weil meine Neffen jetzt 11 sind, ich aber denke, dass sie noch nicht soweit sind.

Für etwas furchtsamere Gemüter (und meine Neffen) würde ich empfehlen, erst mal die Bartimäus-Bücher zu lesen. Darinnen geht es um Zauberer und beschworene Dschinns.

Wo wir gerade bei Geistern, gruselig und Kinderbücher waren, fallen mir doch grad noch zwei Bücher von Neil Gaiman ein. Nämlich „Das Graveyard Buch“ und „Coraline„. Auch zwei gute Bücher. Von „Coraline“ gibt es ja auch einen Animations-Film, und im „Graveyard Buch“ geht es um einen Jungen, der auf einem Friedhof aufwächst und von Geistern und anderen Wesen umsorgt wird.

Wenn wir gerade in der Gruselabteilung sind, schauen wir uns hier doch noch ein wenig um. Denn ja, auch so einige Horrorbücher kann man der Fantasyecke zuschieben. Vielleicht jetzt nicht alle + offiziell, aber doch so einige. Mir fällt da „Es“ von Stephen King ein, oder „Cabal“ von Clive Barker. Ob es gute Fantasy-Einstiegsbücher sind? Wenn man auf Horror steht, vielleicht.

Die klassischsten Vertreter des Horrors sind ja eigentlich auch die Gründer dieses Genres überhaupt: Mary Shelleys „Frankenstein“ und Bram Stokers „Dracula„.
Frankenstein habe ich, ehrlich gesagt, selbst noch nicht ‚vollendet‘. Und auch Dracula habe ich erst beim zweiten Versuch geschafft.
Weitere klassische Vertreter in diese Richtung wären wohl noch E.T.A. Hoffmann und Edgar Allan Poe. Allerdings habe ich selbst auch diese beiden Autoren nur stückchenweise geschafft – wenn überhaupt. ;o)

Wo wir gerade auch bei Vampiren waren, muss ich auf jeden Fall noch „Die Chronik der Vampire“ von Anne Rice nennen. Deren erste drei Bücher fand ich richtig gut: „Interview mit einem Vampir“ (oder wie es in der ersten deutschen Ausgabe noch hieß „Schule der Vampire“), „Der Fürst der Finsternis“ + „Königin der Verdammten„.
Dann hat Anne Rice u.a. noch eine Serie über die „Mayfair-Hexen“ geschrieben, doch davon habe ich noch nichts gelesen.

Sollte mensch sich mit dem Vampirismus infiziert haben, gibt es inzwischen genug andere Werke, mit denen mensch sich dann weiter beschäftigen kann. Ich würde das schon fast als „Schwemme“ bezeichnen. Doch vielleicht ist sie ja inzwischen wieder etwas abgeklungen.
Als ein etwas anderes Horror- und/oder Vampirbuch möchte ich hier von A. Lee Martinez wenigstens noch kurz „Diner des Grauens“ erwähnen: ein Werwolf und ein Vampir sind unterwegs und retten wohl immer wieder mal die Welt.

All diese Vampir- und Horrorbücher fallen auch unter den großen Fantasy-Genrebereich „Urbane Fantasy“. Dabei handelt es sich um Fantasy, welche in einer (der) normalen Welt angesiedelt ist. Hierunter fällt zum Beispiel auch „Oneiros“ von Markus Heitz, in dem jemand den Tod herbeischlafen kann. Oder wieder mehrere Werke von Neil Gaiman: „American Gods“ – wieder ein Werk mit Götterbeteiligung; „Niemalsland“ (oder im Original „Neverwhere“) über ein Leben unter London; oder auch „Der Ozean am Ende der Straße„.
Außerdem auch gibt es die Reihe um Peter Grant von Ben Aaranovich, „Die Flüsse von London„, mit Zauberei, Flußgöttern und vielem anderem. ;o)

Wenn mensch gerne historische Romane liest, könnte er/sie sich dem Fantasygenre auch über die „Feuerreiter Seiner Majestät“ von Naomi Novik annähern: Diese Bücher spielen zur Zeit der Napoleonischen Kriege – nur mit Drachen auf allen Seiten. Als Kurierflieger, Bomber, Lasttiere + Waffen. Auch hier sollte mensch mit dem ersten Buch der Reihe, „Drachenbrut„, beginnen, um leichter hineinzukommen.

Damit komme ich jetzt in den „normalen“ Fantasybereich, den ich durchaus noch weiter unterteilen könnte, z.B. in „High Fantasy“ und „Low Fantasy“, doch gibt es diese Unterteilungen an den Bücherregalen auch nicht. Kann ich mich zumindest nicht dran erinnern. ;o)

Ich beginne mal mit dem humorvollen Teil, wie ich finde. Denn jetzt komme ich zur Scheibenwelt von Terry Pratchett! Eine meiner absoluten Leseheimaten. Definitv.
Insgesamt gibt es – Wikipedia sei Dank – von der Scheibenwelt 41 Romane. Wobei ich die ersten beiden – „Die Farben der Magie“ und „Das Licht der Phantasie“ – nicht als Einstieg in die Scheibenwelt empfehlen würde. Dafür eignen sich das dritte Buch „Das Erbe des Zauberers“ oder das vierte „Gevatter Tod“ irgendwie besser. Denn die ersten beiden sind, in meinen Augen, eher eine Fantasy-Parodie, und Terry Pratchett war da wohl noch auf Erkundungstour. Doch ab dem dritten und allen weiteren Büchern hat er aus der mittelalterlichen eine immer modernere Scheibenwelt geschaffen. Und diesem Fortschritt zu folgen war klasse.

Wie gesagt: Dies ist meine persönliche Meinung.

Terry Pratchett hat übrigens zusammen mit Neil Gaiman auch ein Werk der urbanen Fantasy geschaffen: „Ein gutes Omen“ (Good Omens). Ein Buch, in dem ein Engel und ein Dämon den Weltuntergang und das Jüngste Gericht verhindern wollen, da es ihnen auf der Erde eigentlich ganz gut gefällt. Ein alleiniges, reines Fantasywerk von Neil Gaiman dagegen ist „Der Sternenwanderer„. Ein sehr schönes Buch und ein toller Film.

Was fallen mir denn jetzt noch für Lesevorschläge ein, abgesehen wirklich vom Klassiker „Der Herr der Ringe“ von J.R.R. Tolkien – oder dem neuen Klassiker (kann man das schon sagen?) „Das Lied von Eis und Feuer“ (Game of Thrones) von Georg R. R. Martin?

In den amüsanten Bereich fällt definitiv die „Dämon zuviel„-Reihe von Robert Asprin. (Bei ihm sind Dämonen übrigens Dimesionsreisende.) Inwiefern mensch die Bücher dazu aber noch im Handel findet – schwer zu sagen.

Wenn jemand sich dem Genre über die Literaturschiene nähern will – weil mensch vielleicht ein/e begeisterte/r Leser/in der Werke von Brontë oder anderer klassischer Autoren ist, sollte man einen Blick in die „Thursday Next„-Reihe von Jasper Fforde werfen. Hier haben literarische Figuren ein Leben neben ihrem Leben in ihren eigenen Geschichten. Vielleicht etwas ähnlich wie mit der „Tintenherz„-Reihe von Cornelia Funke. In beiden schaffen es Figuren, in die Realität zu „entkommen“.

Abgesehen von seinen Urban Fantasy-Büchern wie ja z.B. schon erwähnt „Oneiros“ hat Markus Heitz auch „richtige“ Fantasy geschrieben. Am bekanntesten dürfte wohl seine „Die Zwerge„-Reihe sein. In den Bereich der Fantasy-Reihen für Kinder und Jugendliche fallen mir dann jetzt noch die „Narnia„-Bücher von C.S. Lewis ein. Wobei mir persönlich irgendwann das verpackte Christentum zu viel wurde. Aber es gibt auch noch die „Der Goldene Kompass„-Reihe von Philip Pullman. Oder nochmal mit griechischem Göttereinschlag „Percy Jackson“ von Rick Riordan.

Was noch…

Irgendwie fällt mir jetzt nicht mehr viel ein.

Mensch kann natürlich auch einfach mal in die Buchhandlung seines/ihres Vertrauens und Wahl gehen, und sehen, was das Fantasyregal dort so zu bieten hat.

Dort wird es dann bestimmt auch so dicke Bücher von z.B. Tad Williams geben. Da sollte mensch sich dann überlegen: Will ich wirklich mit so einem dicken Schmöker den ersten Versuch starten? 😉

Oh – mir fällt gerade ein, dass ich Walter Moers ja ganz vergessen habe. Diese ganz eigene Fantasierichtung von ihm… damit kann mensch auch prima beginnen. Ich sage nur „Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär„.

Oh – und die Klippenrand-Chroniken habe ich auch vergessen. Das ist definitiv Fantasy, die für Kinder (auch) gedacht ist, weswegen man sie auch im Kinder- und Jugendbuchbereich finden dürfte. Geschrieben sind sie von Paul Stewart und wunderbar illustriert von Chris Ridell.

Denn – wie gesagt – man muss nicht mit dem „Der Herr der Ringe“ beginnen. Er ist kein „Muss“ für dieses Genre. Nur, wenn mensch sich dann wirklich dafür interessieren sollte, kann sie/er sich auch daran machen, ihn zu lesen. Aber so ist das ja eigentlich mit allen Büchern.

Ich hoffe, ich habe jetzt mit diesem Beitrag mehr informiert als verwirrt. Sicher habe ich auch noch viele Autoren und Autorinnen vergessen. Und je länger ich für die Be- und Verarbeitung dieses Blogbeitrags benötige, desto mehr fallen mir noch ein. Doch jetzt schließe ich dieses Werk ab. Falls irgendjemand etwas dazu sagen möchte:

Ich bin ganz Ohr.

Und Papier ist ja geduldig. ;o)

 

 

Gedanken zu „Wie tarne ich einen Fotografen beim LARP“

LARPs gibt es ja für alle Genres.
Während es nun bei einem Endzeit- oder Sci-Fi-LARP weniger auffällig ist, wenn jemand mit einem Fotoapparat herumläuft, wird dies bei einem Fantasy-LARP schon schwieriger.

Gut, vielleicht gibt es bei einigen LARPs möglicherweise jemanden direkt von der SL, der mit SL-Markierung und Kamera herumläuft. Da müssen die Spieler dann halt drüber hinwegsehen. SL ist ja eh eher OT, und damit offiziell unsichtbar. Dennoch… Andererseits kann es natürlich auch sein, dass die SL nicht will, dass die ganze Zeit ein „Zeitreisender“ herumläuft.
Was kann man da machen – und warum mache ich mir darüber überhaupt Gedanken?

Nun…

Drachenechse und Fuchs – oder eher Fähe? Sollte ich sie wohl mal fragen, was ihre Meinung dazu ist. Äh, ja. Also Drachenechse und Fuchs/Fähe werden im Mai im kleinen Rahmen heiraten. Kleiner Rahmen bedeutet: Standesbeamter/in, Drachenechse, Fuchs/Fähe + eine gemeinsame Schulfreundin der beiden.
Die große Party steigt dann nächstes Jahr. Aber natürlich keine normale, nein.

In der gemeinsamen Zeit von Drachenechse und mir habe ich sie mit dem „Rollenspiel-Virus“ infiziert. Und dieser Virus hat sie seitdem nicht verlassen. Weswegen sie nun in einer DSA-Runde mitspielt, FATE anleitet, in einem Online-RPG eine Templerin + eine S4-Hexe spielt, und ihren Geburtstag jetzt an Pfingsten in einer Ferienwohnung bei Büdingen mit Rollenspielrunden nachfeiern will.
Und die Hochzeitsparty wird ein Hochzeits-LARP in einem Wasserschloss!

Und so kam letztens diese Frage auf, wie man einen Fotoapparat tarnen könnte. Wobei mir da ad hoc keine Idee einfiel. Doch Drachenechse will keine Zeitreisenden. Also haben meine Gehirnmühlen weitergemahlen… und heute Morgen kam mir eine Idee zu diesem Problem.

Ich bin ja ein Fan der Scheibenwelt von Terry Pratchett. Wer die Scheibenwelt kennt, weiß:
Dort gibt es auch die Fotografie. Trotz Fantasywelt.
Den Nicht-Scheibenwelt-Kennern sei jetzt kurz erklärt: Dies funktioniert rein fantastisch. Denn in diesem Kasten, in dem die Bilder entstehen, steckt ein kleiner Kobold, der schnell alles malt, was er gesehen hat. Wenn man dann viele Bilder gemacht hat, kann es vorkommen, dass vielleicht eine der Komplementärfarben ausgeht. Dann bekommen die Bilder einen Stich. Doch dies teilt der Kobold dann schon mit. Hoffentlich rechtzeitig vorher. ;o)

In diese Richtung ging mein erster Gedanke. Dieser hat sich jetzt weiterentwickelt. Meine Idee ist jetzt:

Nein, DE – das ist IMMER NOCH NICHT DARTH VADER !!!

Der Fotograf wird offiziell zum Maler. Überall, wo etwas Wichtiges passieren wird, ist er schon vorher da und hat seine Staffelei samt Leinwand aufgebaut. Doch weil er sich bei sooooviel Auswahl nicht entscheiden kann (typischer Künstler *g*), was er malen soll, hat er als Hilfsmittel ein Kästchen dabei, das ihm bei der Suche hilft, indem er sich damit nur Ausschnitte der großen Welt ringsumher ansieht, und sich so entscheidet, was als Motiv geeignet ist.
Dieses Kästchen ist dann natürlich der eigentliche Fotoapparat. Er wird nur anders verkauft.
Praktisch wäre natürlich wirklich nur eine Kastenkamera. Am besten mit der Möglichkeit, dass man aufgenommene Texte abspielen kann, welche die Koboldidee unterstützen.
Sowas wie „Mir geht das Grün aus. Nimm mal andere Motive als immer nur Bäume oder Orks.“
Irgendsowas.

Witzig stelle ich es mir vor, wenn der Maler einen Kampf unterbricht (nachdem er sich das Motiv mit seinem Kasten betrachtet und die Bilder bereits im Kasten hat) und sagt: „Oh. Das war aber gerade eine schöne Haltung. Können Sie gerade nochmal zurück? Das möchte ich gerne malen. Ja, sehr schön. Und jetzt nicht bewegen, bitte.“ Und dann fängt er an zu skizzieren und malen.
Wie lange zwei oder gar mehrere Kämpfer so etwas mitmachen würden? *G*

Dieser Maler könnte den Fotoapparat natürlich auch auf einem Stativ stehen haben. Schließlich hatten Maler ja auch durchaus mal Hilfsmittel parat.

Wenn man keine Kastenkamera hat, geht es wohl auch mit einer „normalen“ Kamera, bei der man durch einen Sucher blickt – also wohl eher eine Spiegelreflex-Kamera. Doch hier dann mit einer Festbrennweite, denn einen Zoom zu erklären macht es nochmal schwieriger. Außerdem sollte bei einer Digitalkamera der Monitor ausgeschaltet werden, der die gemachten Bilder nochmals anzeigt. Dann muss man sich mit dem Betrachten der Bilder halt warten. Früher konnte man sich die auch nicht gleich ansehen.

Die Möglichkeit einer Kommunikation mit seinem Hilfsgerät würde auf jeden Fall den fantastischen Aspekt unterstützen.
So ist man nicht einfach „nur“ ein Zeitreisender.

Das wären jetzt meine ersten Gedanken dazu.
Ich frage mich ja, wie dies in anderen LARPs gehandhabt wird. Oder ob man sich noch keine Gedanken zur Fotografentarnung gemacht hat. Doch das kann ich mir allerdings nicht vorstellen. In all den Jahren, die es jetzt bereits LARPs gibt, wird sich diesbezüglich doch sicher bereits jemand Gedanken darüber gemacht haben?

Vielleicht weiß jemand meiner Leser was darüber oder hat eigene Vorschläge?

Ich werde wohl nun auch noch ein wenig recherchieren. Zum Glück ist bis zum Stichtag noch etwas Zeit.

 

Bitte lächeln….

 

Und hier nochmal ein paar Begriffe und Abkürzungen zur Erklärung:

LARP = Life Action Role Play = Liferollenspiel

SL = Spielleitung = diejenigen, die die Fäden ziehen 😉

OT = Out-Time
Während das Spiel läuft, ist man IT = In-Time. Muss man etwas nachfragen, unterbricht man kurz und ist dann OT.

 

 

Regeln

Ich habe nun den letzten Band von Lockwood & Co zum zweiten Mal beendet. Zum zweiten Mal, weil ich ihn beim ersten Mal in einem Arbeitstag verschlungen habe, so dass ich das Buch direkt nochmal lesen wollte. Mit mehr Ruhe.

Nachdem ich jetzt also das zweite Mal durch bin, läuft meine Hirnmaschinerie an und ich mache mir Gedanken. Und dass, obwohl ich doch fast gerade erst einen Beitrag übers Schreiben verfasst habe. Doch gibt es nun direkt nochmal einen. Dieses Mal über Regeln. Denn ich denke jetzt…

Jede Geschichte, die geschrieben wird, braucht ihre Regeln.

Sei es im Dramaturgischen (mit dem großen Finale beginnt eher selten eine Geschichte, zumindest nicht mit dem kompletten, abgeschlossenen), wie im Figürlichem Bereich.

Diese Regeln sollten einem klar sein, am Anfang, bevor es ans Schreiben geht. Und sei es nur, damit man weiß, wie man sie nach seiner Geschichte ausrichten oder verbiegen kann.

Eine Regel für den Vampir ist, dass er Blut trinkt. Das ist wohl die Universellste Vampirregel.
Werwölfe können oder müssen sich verwandeln. Meistens „müssen“ in Vollmondnächten mit sichtbarem Vollmond.
Aliens kommen aus dem Weltraum – sonst währen es ja keine Aliens. ;o)

Wenn ich die grundsätzlichen Regeln weiß, kann ich beginnen, sie auf meine Geschichte zurechtzuformen. Von Terry Pratchett auf der Scheibenwelt wurde die Vampirregel dahingehend gebogen, oder besser: ausgeweitet, dass „Schwarzbändler“ kein Menschliches Blut mehr trinken. Ob diese Regelung auch Tierblut betrifft, also Blut generell, entzieht sich gerade meiner Kenntnis. Könnte ich mir aber vorstellen.
Bei Werwölfen könnte man „Schein-Vollmonde“ einbauen, die im Werwolfhirn den Verwandelmodus einschalten, obwohl es gar nicht nötig wäre.
Wenn Geister an bestimmte Örtlichkeiten oder Gegenstände gebunden sind – was könnte eine solche Bindung lösen? Zum Beispiel ein Zauberspruch wie bei A. Lee Martinez „Diner des Grauens“?

Wie wäre es für einen Vampir/Werwolf/Geist möglich, einer Regel zu widerstehen? Und wenn dies für ein Wesen gilt – wie ist dies mit anderen ihrer Art?

So etwas sollte einem klar sein zu Beginn. Anschließend sollte das Schreiberling sich an diese Regeln halten. Dies macht es dem Leser nämlich einfacher, der Geschichte zu folgen. Und dem Schreiberling, sie zu schreiben.
Denke ich zumindest.

Ist irgendjemand anderer Ansicht?

Nur her damit.

;o)

 

Neuer Lesestoff für demnächst :-)

Nur mal gaaaanz kurz und schnell zwischendurch:

Ich habe heute mal wieder den Buchladen meines Vertrauens überfa… besucht ^^, und mich mit neuem Lesestoff ausgestattet.

Da wäre als erstes – weil schon länger darauf wartend – der neue Walter Moers:

Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr

Dem Umschlag und Aufmachung nach wird das wieder ein richtig typischer Moers – Juhhu!
Und für alle Moers-Fans: Im November 2017 und Januar 2018 soll „Die Stadt der Träumenden Bücher“ in einer zweiteiligen Graphic Novel erscheinen.
Da bin ich auch schon gespannt drauf.

:oD

 

Und als zweites gab es für mich den zweiten Teil von Markus Heitz

Wédōra – Schatten und Tod

Da werde ich mal sehen, wie es in der Wüstenstadt weitergeht. ;o)

 

Ach ja – letzte Woche hatte ich mir den bisher letzten Teil von Ben Aaronovitch geholt,

Der Galgen von Tyburn

Und ich muss sagen, dieser Band hat mir wieder richtig gut gefallen – so dass ich denke, dass ich mir die mir noch fehlenden Bücher der Reihe dann auch irgendwann mal „organisieren“ werde. ;o)

 

Dies einfach nur kurz erwähnt aus meiner Leseecke. (Momentan noch beschäftigt mit Terry Pratchetts „Maskerade“ im Original – und in den letzten Tagen eher selber wieder mal am weiterschreiben einer Geschichte. Doch wenn ich damit fertig bin, geht es weiter mit s.o. ^^)

 

Einkaufstouren

In den letzten Tagen ist so einiges bei mir angekommen, auf welches ich teilweise schon länger gewartet habe.

Als erstes letzte Woche – zum Glück rechtzeitig vor dem Geburtstag meiner Schwester – ein paar Schachfiguren, damit meine Nichte mit schönen Figuren ihre Schachfertigkeiten steigern kann. Vielleicht spielt sie ja dann auch mal mit mir. ;o) Jetzt braucht sie nur noch ein entsprechendes Schachbrett dafür.

Dann habe ich vorgestern die letzten beiden Bücher der Feuerreiter Seiner Majestät abgeholt, von denen ich letzte Woche erfahren habe, dass es sie gibt. Mein letztes Buch, das ich von der Serie gelesen habe, spielte in Australien – und wie ich jetzt so gesehen habe und vermute, fehlt mir Band 7 auch noch. Hab ich den also heute noch bestellt und hole ihn mir dann morgen. Und die sehen SO aus: 

Und last, but not least, eeeendlich ein Spiel, auf das ich bereits seid Ende Mai, Anfang Juni warte.
Nämlich „Magic Maze“! Nominiert für das „Spiel des Jahres 2017“!
Ein Kooperationsspiel für 1 – 8 Spieler. Ohne Kommunikation.
Oder zumindest kaum.

Diese Idee finde ich so gut – das musste ich einfach haben. Sogar schon sehr bald, nachdem ich es bei den Videos von Hunter & Cron vorgestellt und spielen gesehen habe.

Kann also der nächste Spieleabend kommen. :oD

Magic Maze – Vorderseite

Magic Maze – Rückseite

Was jetzt immer noch fehlt, sind die Bücher für meine Neffen – den ersten Harry Potter auf Englisch und das „Graveyard Book“ von Neil Gaiman. Sowie für mich noch die Scheibenweltsche Variante des Phantoms der Oper von Terry Pratchett, „Maskerade“. Auch im Original. Aber da braucht die Post eeeecht lange. Abgegangen sind die Bücher am 30. Juni… und noch nichts zu sehen.

Menno.

Mal ein paar Autoren…

Es gibt ja so viele Blogger + Blogs, die sich mit – und nur mit – Büchern beschäftigen. Wie z.B. Pinkfisch auf Pinkfisch.net.

Kann ich von mir jetzt nicht sagen. Mein Blog ist da ja mehr so ein Gemischtwarenladen. Ein bisschen was hiervon, ein wenig davon und 100 g Gehacktes. ;o)

Über Bücher hatte ich ja auch schon etwas – jetzt geht es wieder in die Richtung. Ich habe nämlich gerade das Bedürfnis, hier mal ein paar Autoren… hm… zu erwähnen.

Meine Hauptleserichtung ist ja Fantasy.
Deshalb möchte ich jetzt mal ein paar Autoren erwähnen, die mich darinnen gewissermaßen besonders geprägt haben.

P1040619

Dass ich ein großer Terry Pratchett-Fan bin, habe ich ja schon mal erwähnt. Seitdem ich damals über „MacBest“ gestolpert bin, habe ich inzwischen wohl so ziemlich alles gelesen von ihm. Ich denke mal, zu 95%. Über MacBest hatte ich ja auch eine Rezession geschrieben. Diese befindet sich aber nicht auf meinem Blog, sondern in einem Buch – und darüber habe ich HIER mal berichtet.

Vor Terry Pratchett habe ich die Bücher von Piers Anthony verschlungen. Seine „Magische Land Xanth“-Reihe, die ich in meiner Jugend entdeckt habe. Die ganzen Xanth-Bücher hatten dabei letztendlich alle irgendwie den gleichen Aufbau, doch das hat mich nie gestört. Der Humor war gut, manchmal leicht anzüglich… genau richtig für die Pubertät. ;o)
Und dann kam seine Reihe zu den „Inkarnationen der Unsterblichkeit“ heraus. Die war anders, aber genau mein Ding. In dieser Reihe geht es um die sogenannten großen Inkarnationen: der Tod, die Zeit, das Schicksal, der Krieg, die Natur. Diese Inkarnationen sind eigentlich Jobs, die von Sterblichen ausgeführt werden. Tatsächlich wohl auch die Inkarnationen von Gott und Satan – doch leider wurden diese Bücher bisher nicht übersetzt. Ich besitze nur die deutschen, damals bei Bastei-Lübbe herausgekommenen Bücher. Diese finde ich aber unbedingt empfehlenswert, auch wenn es sie wohl nur noch Second-Hand und im Antiquariat gibt.
Mit den „Inkarnationen“ habe ich erst vor vielleicht 1-2 Jahren noch jemanden angesteckt. *g* Dann kam Terry Pratchett. Dazu habe ich aber bereits genug geschrieben.

Nun möchte ich noch drei weitere Autoren besonders erwähnen. Alle haben eine ganz eigene Art von Fantasy, die man sich durchaus mal ansehen sollte. Ich fange an mit…

Walter Moers!

Der Herr über Käpt’n Blaubär und Zamonien hat so eine eigene Art Fantasy, die man mit keiner klassischen High Fantasy vergleichen kann. Ganz eigene Wesen und Figuren, die man so nirgends findet. Mehr als einen Blick wert. Anfänger können ja mit „Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär“ anfangen.

Danach habe ich Jasper Fforde entdeckt.

Die Reihe über Thursday Next… das war etwas, was ich bis dahin noch nie gelesen habe. Menschen, die sich in Bücher hineinlesen, und dann vielleicht versuchen, die Handlung zu ändern… Während geschriebene Figuren außerhalb ihrer Handlung versuchen, die Ordnung aufrecht zu erhalten und auch durchaus mal in der realen Welt erscheinen können… Zeitagenten…
Diese Reihe hat in mir zumindest das erste Mal Interesse geweckt, in die erwähnten Klassiker wie z.B. Brontës „Jayne Eyre“ oder Dickens „Große Erwartungen“ zu schauen. Um zu sehen, wie die Figuren im Original eigentlich „drauf“ sind. Aber bisher ist es nur bei dem Gedanken geblieben. Doch zumindest mit Thursday Next konnte ich auch jemanden anstecken. 😀

Wäre dies jetzt eine der Listen auf Youtube mit „Meine besten 5 Fantasy-Autoren“, wäre kurz vor Schluss die Zeit, ehrbare Erwähnungen weiterer Autoren zu machen. Doch erstens ist dies keine „Top 5“-Liste auf YT. Dafür ist sie zu wenig Top 5-mässig aufbereitet. Eher chronologisch in der Reihenfolge ihres Erscheinens in meinem Wissensbereich. Deshalb komme ich jetzt zu dem letzten Autor, den ich länger… äh… besprechen? will.

Und zwar geht es dabei um A. Lee Martinez.
Ich bin mir gerade nicht sicher, ob er nicht sogar schon einen kleinen Auftritt hier im Blog hatte. (Hatte er – siehe Link oben oder auch unten.)
Ihn habe ich vor zwei oder drei Jahren entdeckt. Von ihm gibt es noch nicht so viele Bücher – inzwischen wohl elf, davon bisher zehn auf Deutsch. Aber fast alle spielen mit den eigentlich üblichen Vorgaben ihrer Genres, dass es mir eine Freude ist. Auch wenn ich ehrlich sagen muss, dass mir nicht alle seiner Bücher gleich gefallen.  Doch besonders gut gefallen mir „Der automatische Detektiv“; „Diner des Grauens“; „Die Kompanie der Oger“ und „Eine Hexe mit Geschmack“. Und zumindest mit dem Detektiven und der Hexe konnte ich wohl auch meinen Vater-nicht-vor-Ort begeistern. Und ich stelle fest: Die Rezension zum Detektiven habe ich tatsächlich HIER mal im Blog gehabt. (Das ist übrigens der gleiche Beitrag, den ich oben schon mal verlinkt habe – sowas. ;))Automatische Detektiv

Und JETZT bleibt noch Zeit für die Erwähnung von ein paar fantasievolle Autoren, vom üblichen J.R.R. Tolkien und Georg R.R. Martin abgesehen.

Kurz erwähnen möchte ich also Robert Asprin mit seiner „Dämonen“-Reihe; Neil Gaiman mit den Comics zum „Sandman“ und u.a. den „American Gods“-Geschichten/Büchern; Lloyd Alexander mit der „Taran“-Reihe, auch aus meiner Jugend; Sergej Lukianenko mit der Wächter-Reihe und Trix Solier; Jonathan Stroud mit den „Bartimäus“-Büchern und neu mit „Lockwood“; Naomi Novik mit der Reihe „Die Feuerreiter Seiner Majestät“; Eoin Colfer mit Artemis Fowl und Ben Aaronovitch mit der Reihe zu Peter Grant.

Viel Spaß beim Suchen in Euren Buchhandlungen und Bibliotheken. Und vergesst die Antiquariate nicht.

 

Blick in die Kristallkugel

Ich habe heute Post bekommen.
Das letzte meiner erwarteten Bücher.
(Auf dem Bild das linke…)
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Wenn Ihr Euch jetzt so dieses Bild anseht, könnt Ihr dann schon erraten, was da vielleicht auf Euch zukommt? Denn auf diesem Bild sind schon 1-2 zukünftige Blogs von mir zu sehen – quasi.
Natürlich nicht wirklich komplett – aber… ach, ratet halt mal.
Oder lasst Euch überraschen.

Und außerdem natürlich wird es noch einen Blog über die Jungs hier geben.

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Schließlich war ich bei denen letzte Woche aufm Konzert.

YAY!

Das mal so beim Hineinsehen in meine Kristallkugel erblickt – irgendwann dann bald demnächst mal hier.

In diesem Sinne – viel Spaß beim Kerzen anzünden.

Von Adventskränzen und so…

 

Schriftliches…

Ich wurde dieses Jahr das erste Mal gebeten, etwas über ein Lieblingsbuch von mir zu schreiben.
Und zwar wurde ich das von meiner Stammbuchhandlung, dem „Buchladen am Freiheitsplatz“ gefragt, der zum 30. Geburtstag ein Buch herausgeben wollte (und auch gemacht hat). Darinnen sollten 100 Freunde und Stammkunden … s.o. ;o)
Wenn ich nun schon gebeten werde, etwas für ein Buch zu schreiben, sag ich nicht „Nein“. Auch das Buch, über das ich schreiben wollte, hatte ich nach kurzem Überlegen.
Es gibt natürlich einige Bücher, die ich besonders gut finde – oder die mich vielleicht gar geprägt haben. Vor allem bei letzterem muss ich an die „Schreckenstein“-Reihe von Oliver Hassencamp denken. Der letzte Sammelband dieser Reihe, Band 9 mit dem Titel „Wettkämpfe auf Schreckenstein“ – mit den Büchern Nummer 25, 26 und 27, hat gebraucht, bis ich ihn endlich über ebay ergattern konnte. Und das nur, weil ich damals irgendwie verpasst habe, dass er herausgekommen ist. Und gerade in diesen 3 Bändern kommt ein wenig Bewegung in die bis dato recht starren Freundschaften der Schreckenstein- und Rosenfelser…
Aber das ist halt kein einzelnes Buch, sondern eine Jugendbuch-Reihe.

Ich habe mich also recht schnell für das Buch „MacBest“ von Terry Pratchett entschieden. Da dieses nämlich mein erstes Buch überhaupt war, welches ich von Sir Terry Pratchett gelesen habe – und es mich direkt total in seinen Bann und den der Scheibenwelt geschlagen hat.
Das warum wieso weshalb habe ich versucht, in meinen Zeilen niederzuschreiben. Das werde ich hier jetzt nicht nochmal tun. Wer das lesen möchte, sollte sich dann wohl das Buch „Hanauer Kanon der Literatur“ zulegen und es dort selbst nachlesen. Das Buch kostet 14,90 Euro und hört auf die ISBN-Nr. 978-3-932443-36-7  ;o)   Hanauer Kanon
(Oder er schaut mal auf die Seite des Buchladen am Freiheitsplatzes, ob dort die geschriebenen Sachen auch vorgestellt und veröffentlicht werden. Zumindest mich kann man auf der Gesichtsbuch-Seite des Ladens schon mal sehen – mit dem Sammelband, in dem ich es noch mal nachgelesen – bevor ich darüber geschrieben habe… https://www.facebook.com/Buchladen.am.Freiheitsplatz/photos/pb.296441726152.-2207520000.1416430945./10152832334451153/?type=1&theater)

Das Besondere an dieser Sache ist, dass noch 18 andere Buchhandlungen in deutschen Landen diese ebenso getan haben. Dazu noch ein Buch von Buchprofis und einem Quellband – und so kann man sich auch einen Schuber mit allen Büchern und sozusagen 2000 Buchvorstellungen kaufen. Vertreten sind neben Hanau noch: Aachen, Achim, Bad Säckingen, Berlin, Bonn, Braunschweig, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Koblenz, Köln, Ravensburg, Recklinghausen, Regensburg, Sylt, Versmold, Weißenburg und Wuppertal.
(Bis 31.12. ist der komplette Schuber „Deutsche Kanon der Literatur“ für 248 Euro zu beziehen. Ab 1. Januar 2015 kostet er dann 298 Euro. Und der hört auf die Nummer ISBN 978-3-932443-48-0).

So – hab ich die Werbung auch untergebracht. ;o)

Was ich jetzt noch loswerden wollte, ist eigentlich, dass ich jetzt vor einem Monat über ein Buch geschrieben habe, welches ich Anfang Oktober gelesen hatte – und das mich auch total begeistert hat.
Und diese – ja, das nennt man wohl „Rezension“ – habe ich an „meinen“ Buchladen geschickt, wo man sie jetzt auf der Homepage lesen kann – und auch an das „böse“ Amazon.

Und jetzt könnt ihr sie hier auch lesen, denn sie kommt…

Jetzt !   ;o)

 

Der automatische Detektiv von A. Lee Martinez  Automatische Detektiv

Eine Geschichte mit den typischen Zutaten eines Film Noirs: Der einsame, wortkarge Detektiv, der den Fall aus der Ich-Perspektive erzählt; die schöne Femme Fatal, die dem einsamen Helden hilft; Gangster und ihre Organisationen, mit denen der Held aneinandergerät – und das alles, während der Held sich vor der Polizei verstecken muss, da man ihm eine Verbrechen unterschieben will.
Alles typisch – auch der Polizist, der dem Detektiv Informationen liefert – und auch wieder nicht.
Denn in der Version von A. Lee Martinez ist dieser Detektiv nicht ein kettenrauchender, Trenchcoat und Filzhut tragender Mann – sondern ein 2 Meter 13 großer, 716 Pfund schwerer Robo. Ein Roboter, der auf die vollständige Verleihung der Bürgerwürde zu einem automatischen Bürger wartet, da er bis dahin auf Bewährung ist und sich nichts zuschulde kommen lassen darf. Das ist halt der Nachteil, wenn man ursprünglich als Kampf- und Vernichtungsmaschine konzipiert wurde. Da dauert es, bis man Behörden überzeugt hat, dass man der ursprünglichen Programmierung abgeschworen hat.
Dieser Robo mit unklarem Bürgerstatus – Mack Megaton mit Namen – der das Geld für seinen Strom mit Taxi fahren verdient, wird in eine Geschichte hineingezogen, die ihm an die Substanz und Schaltkreise gehen wird. Und das nur, weil er seine Nachbarin und deren zwei Kinder so in sein elektronisches Herz geschlossen hat, das er sich einmischt, als er mitbekommt, dass es bei ihnen Schwierigkeiten gibt – und sich auf die Suche nach ihnen macht, als sie plötzlich verschwunden sind.

Dieses Buch ist so klasse geschrieben – ich habe die Zeilen quasi verschlungen – und das sogar zwei Mal in zwei Wochen. Es ist lebendig, eine typische Detektivgeschichte – und doch wieder nicht. Denn in solchen Geschichten kommen Roboter und Mutanten eher selten vor. Wer einmal eine Science Fiction-Detektivgeschichte erleben will, der sollte es mit diesem Buch versuchen.
„Der Automatische Detektiv“ – in meinen Augen empfehlenswert, weil typisch und doch anders.
Eine Spezialität von A. Lee Martinez, alten Mustern eine neue Verpackung zu verpassen.
Ich habe es jetzt bereits zwei Mal gelesen – aber es werden bestimmt noch einige Male folgen.