Das Rad dreht sich

Erleuchteter Turm der Nürnberger Burg bei Nacht

… wenn auch letztes Wochenende nicht an meiner Leier.

Ja, letztes Wochenende war ich bei den
7. Nürnberger Borduntagen.
Wie der Name schon sagt: in Nürnberg. Wieder in der Jugendherberge direkt an der Burg. Mit Kursen für Drehleiern, Hümmelchen, Dudelsack + Ensemblekurse.
Dieses war dann auch meine erste Teilnahme an den Borduntagen. Ich hätte mich für einen Kurs an den ersten interessiert, jedoch ist da der Dozent erkrankt… und am Ersatz bestand kein Interesse. Doch jetzt habe ich es endlich auch mal geschafft.

Leih-DrehleierAm Donnerstag habe ich ja noch versucht, meine Leier wieder einzurichten. Auf einer Saite habe ich dann tatsächlich auch mal einen haltenden Ton hinbekommen. Allerdings ist mir dann aufgefallen, dass sich mein Rad ohne Berühren von irgendwelchen Saiten nicht mehr locker weiterdreht. Was es eigentlich tun sollte. Und das war mir dann zu viel. So habe ich Donnerstag noch ’ne E-Mail an die Orga geschrieben und kurzfristig noch um ’ne Leihleier gebeten – was auch eingerichtet werden konnte. So habe ich dieses Wochenende also mal fremdgedreht, sozusagen. ;o)

Mit dem Hinkommen hat alles geklappt. Ich habe unterwegs sogar noch ’ne günstige Tankstelle bei Wertheim gefunden. :o) Gestanden habe ich dann wieder in der Maxtorhof-Garage. Die ist am nächsten + günstigsten.

Auch wenn ich das erste Mal zu den Borduntagen da war, gab es doch ein paar bekannte Gesichter zu begrüßen – oder auch nicht. (Dazu kommt später noch was.) Das Zimmer wurde bezogen, und dann gab es die Begrüßung und es ging los.
Nach einer Vorstellungsrunde haben wir uns ans warmspielen + -schnarren gemacht. Und das haben wir entsprechend den Samstag über und den Sonntagmorgen  gemacht. ;o)

Freitags Abends gings zum Essen in einen Keller, wo das Essen gut, aber normal nicht meine Preisklasse ist. Zum Glück esse ich Fleisch, denn Vegetarier werden da nicht unbedingt berücksichtigt.

Das Essen war nett. Neue Leute kennengelernt, die dann direkt Auswirkungen auf die erste Traumnacht gehabt haben. Wenn auch eher von der Herkunft her.
Ach, na ja, so ist mein Kopf halt. *schulterzuck*

Elektro-Drehleier und weitere Kettchen mit HundenSamstags gab es vor + nach dem Mittagessen kleine Miniworkshops, in die jede/r gehen konnte, wie Interesse vorhanden war.
So habe ich mir den Workshop von Alex und seiner elektronischen Leier angesehen + -hört. Den zweiten Miniworkshop habe ich dann in meinem Bettchen bei einem Mittagsschläfchen verbracht. ;o)

Abends gab es ein paar Vorführungen + Session. Allerdings nur strikt bis 22 Uhr. Da wurden in Bad Homburg die Nächte schon eher durchgespielt. Zumindest locker bis 0 Uhr oder Eins.

Nun, dafür gab es dann halt noch eine Märchenstunde – anscheinend wie üblich. Davon habe ich mir die ersten 2 mit angehört + dann hat es mich in mein Bettchen verschlagen.

Sonntag haben wir tatsächlich NOCH mal ein Lied angefangen – das vierte – und einen Plan für unser Vorspielen gemacht. Das fand nach dem Mittagessen statt. Anschließend war allgemeiner Aufbruch. Auch wenn einige schon früher los sind, wegen Zugverbindungen – oder halt auch nicht. Am Freitag haben es einige erst gar nicht nach Nürnberg geschafft. Das traf sogar eine Dozentin, für die dann ganz kurzfristig jemand aus Passau eingesprungen ist.
Respekt.

Um 17 Uhr hatte ich es dann auch wieder nach Hause geschafft.

Auf der Fahrt hatte ich entsprechend auch gut 2 Stunden Zeit, mir verschiedenes durch den Kopf gehen zu lassen.

Ein Punkt war der vorhin angesprochene mit dem Nicht-begrüßen.
Ich meine, ich hatte das mal hier mit ’nem (inzwischen Ex-)Kollegen. Mit dem habe ich ne ganze Zeit kein Wort gewechselt, und er nicht mit mir. Doch da weiß ich, warum. Das hatte einen Grund.
In Nürnberg war nun auch eine Person dabei, die ich von Bad Homburg her vom Sehen kenne. Doch da wird auch kein Wort gewechselt. Ich denke, das geht mehr von der anderen Seite aus, aber gut. Ich hatte die Person auch schonmal auf dem Hayner Burgfest musizieren sehen. Doch da gab es auch kein ‚Hallo‘.
Ein kleines bisschen frage ich mich vielleicht, WARUM das so ist. Doch im Großen und Ganzen denke ich: Pöh. Dann nicht.
Andere Gesichter aus Bad Homburg sind da nicht so. Rede ich halt mit denen.

Ein weiterer Punkt, der mir so durch den Kopf ging, waren: Künstler.
Leute, die (gerne) groß + breit erzählen, was sie machen + wozu sie etwas nutzen wollen… Da verdrehe ich wohl teilweise nicht nur innerlich die Augen.
Und da ist es egal, ob das Musiker oder Theaterleute sind. Vielleicht gibt’s das ja auch bei Malern, oder Bildhauern, oder was auch immer gemacht wird. Keramik. Suchts Euch aus. Doch so dieses ’sich präsentieren und insgeheim zeigen, was mensch doch alles macht’… das ist nicht meins + ich mag es nicht so leiden.

Meine Katze Soche - schwarz-weiß - auf einer roten ZudeckeDas führt mich zu dem Punkt von mangelndem Ehrgeiz bei mir.
Woher das wohl kommt?
An etwas nur mit nötigem Minimum herangehen + arbeiten. Wenn überhaupt.
Das ich zu Hause nicht Leier geübt habe, habe ich erst meinen Katzen in die Schuhe geschoben, dann der Lautstärke meiner Leier.
Würde ich sie eher in die Hand nehmen, wäre sie so leise wie eine E-Leier?
Wenn ich so viel Geld ausgeben wollen würde: Würde ich sie endlich nutzen?
Es müsste ja nur mal eine Stunde am Tag sein.
Ich kann mir vorstellen, das würde schon einiges bewirken.

Hmpf.

Ja… das waren so ein paar Gedanken während meiner Heimfahrt.

Ukulele in GrünUnd, ja, ob ich so immer mit der Leier weitermachen will? Oder sollte ich doch so ehrlich sein und sagen, dass ich es besser lassen sollte?
Ich habe meine Bögen schon ewig nicht mehr in der Hand gehabt. Die Ukulele nur ein paar Mal…

Hm…

Frühjahreskrise, sozusagen.

Nun ja.

Dann komme ich erstmal wieder im normalen Alltags- und Arbeitsleben an, dann wird sicher wieder viel zugetüncht.

Bis zum nächsten Mal.
Oder vielleicht ja auch nicht?

Feuer vor schwarzem Hintergrund

Wieder mal ein wenig Drehleier

Turm der Nürnberger Burg

Nachdem ich ja jetzt eine einigermaßen gute Transporttasche habe und mein Melodiesteg nun höhenverstellbar ist, war es am letzten Wochenende soweit:

Wartungskurs für Drehleier in Nürnberg

Es ist schon Ewigkeiten her, dass ich das letzte Mal in Nürnberg oder gar an der Burg war. Und nun gut 2 Tage. Denn der Wartungskurs fand in der Jugendherberge statt, die direkt an der Burg ist. Entsprechend musste ich erstmal ein paar Touri-Burgfotos machen. ;o)

Turm von der Jugendherberge Nürnberg

Dann gab es beim Kurs wieder die verschiedensten Leiern zu sehen und es wurden alle möglichen Probleme von Leiern besprochen. Am Samstag wurde es dann praktisch. Wattieren und Kolophonieren für alle. Außerdem Fähnchen einstellen und Tasten ausbauen + gangbar machen…
Dazu hatte Alex extra eine Leier „bearbeitet“, an der wir uns ohne Angst ausprobieren konnten.
Das war das erste Mal, dass ich Tasten ausgebaut habe. Und später bei meiner direkt auch gemacht habe.

Zwei Drehleiern - eine davon eine E-Drehleier

drei Drehleiern, zwei dunkel bis schwarz, die dritte braun

Zwei Drehleiern - eine braun, die andere grün

 

Zwei E-Drehleiern

Gerissene Saite und meine DrehleierInsgesamt war meine Leier dieses Mal ziemlich unkooperativ. Nach dem Stimmen haben sich die Wirbel wieder gelockert… so viel Kreide habe ich schon lange nicht mehr gebraucht. Und dann habe ich noch meine tiefe G-Saite geschreddert. Jetzt kann ich mal zusehen, eine akzeptable Saite als Ersatz zu finden, bis spätestens Anfang Januar. Dann sind die Nürnberger Borduntage. Und da in Bad Homburg keine Kurse mehr stattfinden werden, will/muss ich ja jetzt woanders hin.

Mal sehen, wie lange ich brauche, eine Saite zu organisieren.

Und sollte ich vielleicht generell mal alle Leierbauer, von denen ich weiß, aufzählen?

Mal sehen.

Sicht in ovales Treppenhaus nach unten

Da ist sie wieder

Meine Drehleier

Ich habe heute meine Drehleier endlich wieder aus Butzbach abgeholt. Dort war sie ja, damit der Melodiesteg verstellbar gemacht werden konnte. Fertig war sie schon ’ne ganze Weile, doch hatte ich keine Möglichkeit, zum Tag der Drehleier zu kommen. Der fand dieses Jahr auf der Ronneburg statt, also fast um die Ecke – doch hatte ich Flip da gerade in der Werkstatt – und außerdem ging es an dem Tag auch noch mit der Familie zusammen in den Urlaub. Über den ich ja
auch hier ein paar Zeilen geschrieben habe.
Also mussten Andreas und ich noch einen gemeinsamen Zeitpunkt finden, damit ich sie VOR der nächsten Drehleierwerkstatt nächstes Wochenende wieder habe.
Und dieser Zeitpunkt war heute.

Ich habe hier jetzt mal je ein Foto von davor und danach. Das macht die Änderung wohl deutlicher, als wenn ich versuche, es zu erklären. ;o)
So kann ich in Zukunft drauf verzichten, Papierfetzen zwischen Saite und Melodiesteg zu klemmen.

Melodiesteg von Drehleier, unter die Saiten sind Papierstücke geklemmt

Vorher

geteilter Melodiesteg von Drehleier, zwischen dem oberen und unteren Teil sind nun Stellschrauben hinzugefügt jetzt ist kein Papier mehr nötig zum dazwischenklemmen

Nachher

Andreas hat mir inzwischen so einige Punkte an meiner Leier verändert.
(Ja, nach Rücksprache mit ihm nutze ich hier tatsächlich den richtigen Namen – und ich werde zum Ende des Beitrags auch mal wieder einen richtigen Werbeblock für ihn machen. ;o))
Das war als erstes der Absteller aus Holz für die Melodiesaiten, weil das einfach besser für diese Saiten ist als die Metallvarianten, die davor den Job erledigt haben.

Links die Melodiesaitenabsteller aus Metall, rechts die Holzbrückenlösung Links steht "Vorher" - Rechts steht "Nachher"

Da die Leier ja dann sowieso schon bei ihm war, hatte ich ihn ja auch nach Kapodastern für die Schnarre gefragt. Da hat er sich auch etwas einfallen lassen.

Zwei Kapodaster an der Schnarrsaite

Tatsächlich habe ich darüber ja bereits einen Beitrag geschrieben.
Den findet ihr hier!
Auch habe ich ihm meine neue Drehleiertasche zu verdanken, die endlich ihre Aufgabe erfüllen kann. Wobei – es gäbe da durchaus noch Gedanken für Veränderungen, über die wir heute auch nochmal gesprochen haben… Wenn und falls ich diese Veränderungen mal in Angriff nehmen werde, lasse ich es euch wissen.

Radschutz der Leier, befestigt mit einer Saite am Schallloch der LeierWas ich heute noch gemacht habe, war dann, endlich mal den Radschutz mit einer überstehenden Restsaite an die Leier zu binden. Damit sie nicht immer irgendwo herumliegt, wenn ich sie zum Spielen abnehme, sondern an der Leier baumeln kann.

Und Andreas hat mir noch einen Punkt gezeigt, der in der Zukunft eine kleine Überarbeitung vertragen könnte. Nämlich den Sattel in der Leier statt mit nur einer Schraube in der Mitte besser auch mit 2 Schrauben rechts und links zu befestigen, damit er sich nicht doch noch irgendwann verstellt.
Ich denke, das er nur eine Schraube als Befestigung hat, liegt wohl an der ursprünglichen Form meiner Leier. Denn Kurt Reichmann, der Erbauer, sagte mir bei unserem ersten Treffen, dass sie ursprünglich nur 2 Melodiesaiten gehabt hat. Da hat dann eine Schraube in der Mitte natürlich am besten gepasst. Doch darum kann ich mich irgendwann in der Zukunft mal kümmern. Jetzt heißt es zu schauen, ob ich sie tatsächlich mal wieder in die Hand nehmen werde – abgesehen von den nächsten Seminaren. ;o)

Sattel der Drehleier mit drei Melodiesaiten befestigt mit einer Schraube in der Mitte

Und damit komme ich zu einem

 

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Der Bauer, der bei den Modifizierungen meiner Leier gute Arbeit geleistet hat, ist Andreas Werries, inzwischen aus Butzbach.
Sollte also jemand mal Interesse an einer eigenen Drehleier haben oder Hilfe bei Modifizierungen oder Änderungen oder Wartungssachen brauchen, kann mensch sich gerne an ihn wenden.
Er hat auch eine eigene Homepage, über die Kontakt aufgenommen werden oder sich einfach erstmal informiert werden kann.

https://drehleier-werries.de/

Letztes Jahr beim Tag der Drehleier im Hessenpark haben wir auch einen guten Tag zusammen gehabt – und ich war kurz davor, mir eine weitere Leier zuzulegen. Zum Glück (?) war sie schon anderweitig versprochen. Sonst… Auch wenn ich meine eigene ja so gut wie nicht spiele. Aber der Trend zur Zweitleier… ;o)
Doch hier noch ein Bild von den Leiern, die er alle dabei hatte.

Fünf verschiedene Drehleiern

 

Und damit

 

WERBEBLOCK ENDE

 

Drehleiertasche

Djembe-Tasche

Wie sicher mehrmals erwähnt in all den Jahren, habe ich eine Drehleier.
Jetzt ist diese Drehleier kein „Standard-Model“, für das ich irgendeinen normalen Drehleierkoffer oder -tasche zum Transportieren nutzen könnte.
Wäre ja sonst zu einfach.

Die Drehleier liegt zum Form nehmen auf der einen Bauschaumhälfte mit dem Unterteil.Tatsächlich habe ich bisher noch nicht wirklich irgendeine Leier gesehen, die meiner ähnelt.
Nun habe ich damals, vor zehn Jahren, ja mal eine Firma für Koffer in Frankfurt kontaktiert. Von denen hätte ich mir auch einen Koffer anpassen wollen – doch wurde da nicht wirklich etwas draus.

Immerhin habe ich bei der ersten Überholung der Leier bei ihrem Erbauer von dem zumindest eine Tasche bekommen, um sie etwas zu schützen. Besser als nichts – doch auch nicht wirklich gut.

Blick in die Djembe-Tasche, in der die alte Drehleiertasche samt Drehleier geradezu verschwindetAls ich sie nun das letzte Mal bei einem Bauer ‚zum Pimpen‘ hatte, war das auch mal ein Gesprächsthema mit ihm. Das ich mal eine gescheite Tasche für sie bräuchte. Worauf ich von ihm eine Djembe-Tasche bekommen habe, die er nicht brauchte.
Darüber habe ich auch hier schon mal geschrieben, am 26. März 2023.

Wer über meine Veränderungen an der Leier nochmal lesen will… ihr wisst, wie ein Link funktioniert. ;o)
Und ich habe über meine Gedanken der Bearbeitung der Tasche geschrieben.
Wow – 26. März 2023 – und jetzt haben wir fast Ende August 2023. Fast nochmal 2½ Jahre. Davon lag sie gut ein Jahr in Wixhausen in der Werkstatt…

Djembe-Tasche in Müllsäcken eingeschlagenDie Sache ist die: einen Gedanken oder Idee, wie ich es machen könnte, hatte ich schon. Allerdings keinen Platz. Weswegen es ein Jahr gedauert hat, bis ich auf den Gedanken kam, Wixhausen zu fragen, ob ich seine Werkstatt dafür nutzen könnte?
Das war kein Problem.

Kleiner Haufen Bauschaum am Boden eines Plastiksackes in der eingeschlagenen Djembe-TascheDer Plan war also, die Tasche mit Bauschaum auszuschäumen und dann in den festen Bauschaum den Platz für die Leier hineinzuschneiden/-schnitzen. Nur hatte ich keinen Plan oder Idee, wieviel Schaum ich dafür überhaupt brauchen würde. 1990 hatten sie bei Lim mit Bauschaum große Masken gebaut. Allerdings war ich da nicht mit involviert. Daher kam mir überhaupt meine Idee – aber ich musste feststellen: Eine Dose reichte nicht aus, die Tasche zu füllen. *Hand gegen Stirn* Also musste ich noch ein paar weitere besorgen.

Der Blob aus Bauschaum aus der abgedeckten Tasche hat noch Auswüchse bekommen.Beim zweiten Versuch sah es dann schon etwas voller aus – und bis ich zu Hause war, hat es noch mal ordentlich geschäumt. So musste ich nicht nochmal neue Dosen kaufen.
Ein paar Tage später hatte sich der ursprüngliche Blob dann noch weiter entwickelt. :oD
Das war letztes Jahr September.

Ich hatte mit Wixhausen dann so im November/Dezember ausgemacht, dass ich bei ihm in der Werkstatt noch die Schnitzarbeiten machen könnte, wenn es wieder wärmer und besseres Wetter ist.
Nun spulen wir mal vor.

Der Körper aus Bauschaum wurde aus der Tasche herausgenommen. Unten ist er ganz weiß, die Auswüchse oben sind gelblich und der Schaum hat die Form der Tasche.Im Juni habe ich mich für den Drehleier-Technikworkshop im Oktober in Nürnberg angemeldet. Da war also ein Termin gesetzt, bis wann die neue Tasche funktionabel sein sollte.
So war ich Anfang August dann endlich mal wieder in Wixhausen, um mich ans Schnitzen zu machen.

Was habe ich da vorher gedacht, wie lange ich dafür wohl brauchen würde… 1-2 Tage…
Letztendlich habe ich keine 4 Stunden gebraucht, vom Auspacken bis wieder in die Tasche stecken. Schneller als erwartet.
Es war interessant, die Unterschiede in den Schäumen zu sehen. Der erste richtig weiß – der Nachschlag wurde dann gelblicher.

Zuerst wurde die Blobspitze samt Auswüchse gekappt, dann der Klotz so halbiert, wie ich es mir vorher gedacht hatte.

Das Oberteil des Blobs mit seinen Auswüchsen liegt abgeschnitten auf einer kleinen Werkbank.

Der Körper aus Bauschaum steht fertig zum Bearbeiten auf dem Boden, auf Taschengröße zurchtgeschnitten. Oben ist der Körper ganz weiß, nach unten wird er gelblich.

Da ich ursprünglich dachte, dass ich alles immer aus der Tasche ziehen wollte, habe ich unten an der einen Hälfte die Spitze im Stück gelassen. Dann ging es ans Anpassen und Ausschneiden der Hälften, damit meine Leier gut reinpasst.

Die Hälfte des Bauschaumkörpers liegt zum Bearbeiten bereit auf dem Boden. Auf der weißen Seite ist der Schaum nicht abgeschnitten, sondern noch mit der Bodenform der Tasche verbunden.

Die Drehleier liegt zum Form nehmen auf der einen Bauschaumhälfte mit dem Unterteil.

Werkunterricht war nie meines, doch hier gings ja auch nicht um Noten. Nur, dass es soweit funktioniert wie gedacht. Zwischendurch haben wir auch ein kurzes Kaffeepäuschen gemacht, dann habe ich weiter geschnitzt.

Die obere Form der Bauschaumhälfte ist teilweise bereits in Form der Leier ausgeschnitten. In der Mitte des Körpers steckt das Messer, mit dem gearbeitet wird.

Die obere Form der Bauschaumhälfte ist in Form der Leier ausgeschnitten.

Die Drehleier liegt umgedreht auf der bereits ausgehöhlten Drehleieroberhälfte.

So nahmen die beiden Hälften langsam brauchbare Formen an. So brauchbar, dass ich dann alles eingepackt und wieder mit nach Hause genommen habe.
(Vielleicht aus Sicht von Wixhausen ja „endlich“. ;o))

Die Drehleier liegt in der Vertiefung der einen bearbeiteten Bauschaumhälfte. Darunter ist noch viel Bauschaum massiv am Stück.

Die Drehleier liegt ohne Kurbel in den aufeinanderliegenden Hälften des Bauschaums. Der massive untere Bauschaumteil hat nun noch eine Art Taschenvertiefung bekommen.

Der zurechtgeschnitte Bauschaumkörper steckt jetzt in der Djembe-Tasche ohne Drehleier.

Jetzt ist der Bauschaum bearbeitet teilweise recht bröselig.
Nun hatte ich vor, einen Stoff darüber zu kleben (?), vielleicht, aber dann dachte ich mir, dass ich das erstmal ganz klassisch mit Pappmaché mache.
Zeitungspapier + Tapetenkleister.

Nun hatte ich diese Woche – wie im letzten Beitrag erwähnt – zwei Tage frei, und habe nochmal das schöne Wetter genutzt, um mich auf dem Balkon mit der Sache zu beschäftigen.

So habe ich erst die Außenseiten beklebt und anschließend auf dem Wäscheständer trocknen lassen. Am nächsten Tag kamen die Innenseiten dran. Und am Donnerstag habe ich dann alles wieder in die Tasche gesteckt.
Und zum Abschluss meine Drehleier dazu.

Die Außenseite des Tascheninnenkörpers ist teilweise mit Zeitungspapier beklebt.

Beide Tascheninnenhälften sind auf der Außenseite mit Zeitungspapier beklebt und liegen zum Trocknen auf einem Wäscheständer in der Sonne.

Mit Zeitungspapier verkleidete Innenteile der Drehleiertasche. An manchen Stellen sieht das Papier noch feucht vom Tapetenkleister aus.

Mit Zeitungspapier verkleidete Innenteil der Drehleiertasche. An manchen Stellen sieht das Papier noch feucht vom Tapetenkleister aus.

Mein erster Eindruck ist nun: Das müsste funktionieren.
Es ist vielleicht nicht schön… andererseits passt es aber wieder zur Leier.
Als ich bei einem Kurs mal eine Holzwäscheklammer als Kapodaster nutzen wollte, meinte eine Mitspielerin, dass dies total passen würde. Zu mir und zu der Leier. Und wenn ich das nun so sehe, denke ich auch ‚das passt zusammen‘. ;o)

Ich hatte jetzt den Gedanken, ich könnte das Papier bemalen. Andererseits… habe ich hier noch den Stoff. Wie ich den festmachen sollte, weiß ich zwar auch noch nicht wirklich (festkleben?), aber zumindest geht es nun erstmal so.

Dann bin ich gespannt, was mein Taschenschenker nun zu dem Ergebnis sagt. Das werde ich wahrscheinlich demnächst mitbekommen. Wenn ich sie nochmal zum letzten ‚Pimpen‘ bringen werde – für den höhenverstellbaren Melodiesteg.

Und das war mein Beitrag zu meiner Drehleiertasche.

Die ist vielleicht nicht schön, aber selten. ;o)

Die Drehleier steckt in den beklebten Innenteilen der Tasche, die sich in der geöffneten Tasche befinden. In der kleinen eingeschittenen Tasche stecken die Kurbel, das Stimmgerät und andere Sachen. Der Gurt liegt auf der Drehleier.

Drehleierveränderungen

Meine Drehleier

Ich hatte gestern erwähnt, dass ich meine Drehleier wieder habe.

Ich hatte sie am 12. Dezember zu einem Drehleierbauer nach Bad Nauheim gebracht. Ursprünglich hatte ich schon vor der Pandemie abgeklärt, sie bei einem Besuch meines VnvO in Freiburg zu einem Bauer nach Kirchzarten zu bringen. Zumindest hatte ich mit ihm meine Wünsche beim letzten Frühjahresworkshop in Bad Homburg vor dem Großen Zuhausebleiben besprochen.

Dann ging ja lange nichts – und letztes Jahr habe ich meinen VnvO nun endlich wieder mal besucht. Deswegen hatte ich mich vorher in Kirchzarten in Erinnerung gebracht + nachgefragt, ob das mit den Änderungen noch gehen würde. Doch der hat nun so viel mit den eigenen Leiern zu tun, das daraus nichts wurde.

Von einer Drehleierfreundin bekam ich dann den Bauer in Bad Nauheim genannt. Also habe ich da mal angefragt – und sie vorbeigebracht. Bad Nauheim liegt ja, von mir aus gesehen, eh viel günstiger.

Die Unterhaltung über meine Änderungswünsche und so überhaupt verlief sehr angenehm, also blieb sie dann dort – und es hatte auch keine Eile damit.
Am 6. März habe ich sie nun wieder abgeholt. Und jetzt ist sie um einiges variabler.

Mein wichtigster Änderungswunsch war für die Melodiesaiten. Nämlich eine Änderung von (hässlichen) Saitenabstellern aus Draht – sprich Metall – in Holz, und damit auch Natursaitenverträglicher.

Außerdem hätte ich noch gerne eine Kapodasterlösung für meine Schnarrsaite gehabt, damit ich mit der auch besser andere Grundstimmungen spielen kann. Doch hatte ich mir da noch nicht wirklich Gedanken darum gemacht, auf welche Grundstimmung(en) ich die hätte haben wollen. Doch das war mir sowieso eher Zweitrangig. Wichtig war der Melodiesaitenabsteller.

Links die Melodiesaitenabsteller aus Metall, rechts die Holzbrückenlösung Links steht "Vorher" - Rechts steht "Nachher"

Zwei Kapodaster an der SchnarrsaiteJetzt habe ich eine Melodiesaitenabstellerbrücke aus Holz. So gefällt mir diese Lösung richtig gut. Und wie praktisch, dass wir solche Wörter im Deutschen einfach so bauen können. ;o)
Auch habe ich nun zwei Kapos für meine Schnarrsaite. Die Stimmungen muss ich da aber nochmal richtig testen.

Eingehängter Feinstimmer zur SchnarrsaiteWir haben uns dann noch ein wenig unterhalten, und als ich erwähnte, dass ich mir jetzt endlich auch mal Gedanken über ein besseres Transportbehältnis machen sollte als die Tasche, in der sie nun schon Jahre herumliegt, habe ich noch eine Djembe-Tasche abgestaubt. Die hatte er mal zu viel geliefert bekommen und von daher konnte ich sie haben. Außerdem gab es noch einen Feinstimmer zum genaueren Justieren der Empfindlichkeit meiner Schnarrsaite.
Wow.

Bei der großen Djembe-Tasche spiele ich nun mit dem Gedanken, sie mit Bauschaum so auszuschäumen, dass ich danach einen Bauschaumklotz in der exakten Form der Tasche habe – und diesen Klotz anschließend so zu bearbeiten, das ich die Drehleier hineinlegen kann.
Allerdings… bei der Geschwindigkeit meiner Umsetzungen wird dies noch… dauern. ;o)

Ich habe meine Leier jetzt also wieder zu Hause, habe sie aber natürlich noch nicht wieder angefasst… außer zu dieser Fotosession.

Mal sehen, wann ich das wieder mal ändern werde.

Blick in die Djembe-Tasche, in der die alte Drehleiertasche samt Drehleier geradezu verschwindet