+ 1

Am 1. Juli habe ich ja [hier] bereits von der anstehenden LARP-Hochzeit von Drachenechse + Fuchs nächstes Jahr berichtet.
Und das ich mich noch rechtzeitig dafür angemeldet habe, mit einer zusätzlichen Person. Die ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste.

Ich hatte ein paar Freunde dafür im Hinterkopf. Doch davon bekommen die lokalen tatsächlich in Zukunft noch eigene Einladungen, so dass ich von denen keinen mehr fragen kann, mein + 1 zu werden.

Die Hoffnung, dass sich mein Beziehungsstatus vielleicht mal wieder ändern wird und ich deshalb ein + 1 habe, hat sich bisher nicht erfüllt. Und steht in der nächsten Zukunft auch nicht zu erwarten an.

Deswegen habe ich jetzt mal eine Spielfreundin aus der Ferne gefragt, ob sie Lust hätte, mein + 1 beim Hochzeits-LARP zu sein.
Im Kontakt stehen wir schon seit Jahren, seit wir zusammen in einem Online-Browser-Game verheiratet waren. Da haben wir dann auch über Skype angefangen zu chatten, bis das Spiel irgendwie den Bach runtergegangen ist. Dann wurde der Kontakt zwar sporadischer, aber ganz weg war er nie.
Zumal sie meinem Blog folgt – Hallo Ex-Urlauberin! ;o) – und ich ihrem. Wenn sie mal wieder was schreibt. (Muss ihr ja folgen, schließlich habe ich sie dazu mit angestiftet. ^^)

Also habe ich mal in Wien angeklopft. Anschließend haben wir darüber eine gute Stunde hin und her telegrafiert. Der Gedanke wurde nicht gleich verworfen oder abgeschmettert.

Am 12., einen Tag später, haben wir dann nochmal kurz darüber geschrieben. Auch, weil wohl ihre Kolleginnen gesagt haben, sie soll gefälligst zusagen.
Der Bericht über den Vorschlag muss wohl mit einem gewissen Enthusiasmus vorgetragen worden sein. :oD

Heute (also am Donnerstag, den 13., der Tag, an dem ich den Beitrag vorgeschrieben habe.) habe ich ihr mal Kopien meiner Einladungsunterlagen geschickt. Aber anscheinend fehlt noch ’ne Seite. Muss ich mal nachsehen. (Gefunden und schon mal telegrafiert. Und hinterhergemailt inzwischen auch.)

Die Ideen scheinen bei ihr aber zu sprudeln.
Ein gutes Zeichen.
Damit ist sie besser als ich. Ich weiß immer noch nicht genau, was ich machen will/werde.

SL-Unterstützer oder irgendeinen Char?

 

Gut. Hab‘ noch a bissl Zeit.

Und zumindest EINE Frage wäre jetzt geklärt.

 

Nämlich, wer mein + 1 wird.

 

Yay!

 

 

„Da war schon einiges Episches dabei…“

Wer Theater spielt, hat möglicherweise auch schon diesen Spruch gehört:

„Da war schon viel Schönes dabei…“

Dieser Spruch variiert, ist genau der richtige für diesen Beitrag. ;o)
Es geht um Rollenspiel, mal wieder.

Letzten Freitag (vom Vorschreibzeitpunkt aus gesehen, also genauer am 07. September) hatten sich ein paar meiner Freunde zum Rollenspiel verabredet. Auch, um mal zwei totale Anfänger in dieses Spielgenre einzuführen.
Ich hatte tatsächlich auch mal frei – da an diesem Wochenende wieder das Hayner Burgfest war, und ich entsprechend Urlaub genommen hatte. Allerdings konnten Drachenechse + Fuchs am Freitag noch nicht – weswegen ich um Aufnahme in die Rollenspielrunde bat.
Sie wurde mir gewährt.
Also gab es dann am Freitagabend statt MA-Markt D&D 3.5.

Natürlich habe ich im Vorfeld mein Spielerhandbuch nicht gefunden, um vorab einen Char zu entwerfen. Erst kurz bevor ich zur Runde aufgebrochen bin, fiel es mir in die Finger. Typisch. Aber dann habe ich es zumindest mitgenommen. So hatten wir wenigstens zwei Bücher für die Charaktererschaffung zur Verfügung.
Meine Güte… Das ist immer eine Wissenschaft für sich.

Unser Meister – oder besser kurz SL für Spielleiter (übrigens die Banane) – hatte nur für die beiden totalen Anfänger Chars vorbereitet.
Die Dame wollte einen Halbork-Barbar spielen, und der Herr einen Magier. Ansonsten gab es noch eine Halbelfin, ich glaube Klerikerin; einen Zwergenbarden; einen Goblindruiden (mit Wolf) und einen Halbling-Schurken.
Der Halbling war übrigens meine Figur. Die kleinste Person – mit den längsten Fingern. Zumindest bis kurz vor Schluß.

Aber ich greife vor.

Nachdem sich dieser Trupp im Wald zufällig zusammengefunden hatte, ging’s los.
Noch vom RP-Wochenende an Pfingsten war ich es gewohnt, mir wenigstens mal die Namen zu notieren: So wie ich es verstanden habe, hieß der Halbork-Barbar Tock. Sehr passend, wie ich finde.
Der Zauberer hatte uns keinen Namen genannt, sozusagen Namenlos.
Die Halbelfin hieß Elisabetha; der Zwerg Lofor Fondor. Der Gnom hörte (vielleicht) auf Boddyknock und mein Halbling auf Osborn Unterberg.

Mitten in der Nacht kam ein Geist aus dem Wald auf uns zu, was Tock lautstark mitteilte. Danach war an Schlafen erstmal nicht zu denken.
Dieser Geist wandte sich an uns, seine Seele zu befreien, die in einem Kristall eingesperrt worden war. Ja, er wäre mal böse gewesen, aber er hätte seine Sünden bereut.

Nachdem wir nicht direkt losziehen wollten, weil mögliche Schätze in einem Hügelgrab von anderen Toten uns nicht so richtig animierten, warf er noch seine persönlichen Schmuck in die Waagschale – und schon wollten alle aus dieser abgebrannten Truppe. (Ich durfte ja noch nicht einmal einen kleinen Grundgeldbetrag erwürfeln bei der Schaffung. ^^)

Mein Halbling – also ich – hätte ja gerne noch bis zum Morgen gewartet, aber gut.

Wir fanden das Grab und den Eingang dazu.
Der Zauberer konnte auch die Schrift lesen, welche sich über diesem Eingang befand – doch über das Rätsel mussten wir erstmal nachdenken.
Zum Glück sieht so etwas, wirklich aufgeschrieben, gleich anders aus. Und nachdem unser SL etwas über die Leichtigkeit des Rätsels gesagt hatte, kamen wir tatsächlich drauf.
Und so ging es in den Untergrund, respektive das Hügelgrab.

Tock ging voraus.
Hauptsächlich wegen der Nachtsicht der Halb-Orks. Und wenn der Größte vorausgeht, kann das ja auch nicht schaden.
An der ersten Tür im Grab spitzte Tock dann mal kurz die Ohren, ob er was hören konnte… und machte dann kurzen Prozess mit ihr.

Andere Personen schauen ja in der Regel erstmal, ob eine Tür überhaupt verschlossen ist. Tock trat sie direkt ein. Und zwar episch. So dass die komplette Tür aus den Angeln brach und erstmal 2 Meter in den Raum hineinschoss, bevor sie dort dann umfiel.

Dies fanden die (kurzfristig verdoppelten) Riesenratten im Raum nicht ganz so prickelnd. Nicht mal mit Boddyknock, unserem Goblin-Druiden, wollten sie da mal in Ruhe reden.
Also gab es Randale.
Unser SL fand es wahrscheinlich recht dilettantisch, wie wir gewürfelt haben. Andererseits war der Einzige, der verwundet wurde, der Wolf unseres Druiden. Von daher…
Und immerhin haben wir diese 4 Riesenratten – die wohl in meine Größenkategorie gefallen sein dürften (Osborn kam auf 89 cm) – innerhalb von 3 Runden geschafft. Denn meine Armbrust konnte ich zwar ein zweites Mal spannen, aber nicht abfeuern. Der erste Schuss hatte natürlich nicht getroffen. Aber ich konnte meinen Bolzen wenigstens heil einsammeln.

Tock nahm sich von den Ratten dann erstmal Verpflegung für unterwegs mit. Zarte Gemüter fanden dies zwar fragwürdig, doch Barbar muss ja sehen, wo er bleibt. In der Zwischenzeit sah ich mir zuerst den vorhandenen offenen Durchgang an, um mich danach der noch vorhandenen geschlossenen Tür zuzuwenden.

Boddyknock (der Gnom) fand tatsächlich im Rattennest einen Manatrank, wie sich herausstellte. Und da er mit Mana nichts anfangen konnte, gab er diesen direkt an den Zauberer weiter. Dieser hatte in der Zwischenzeit unsinnige Gedankengänge, wie das Blut der erschlagenen Ratten in, auf einem im Raum vorhandenen Steinaltar herumstehenden, Blechkelche zu füllen und dieses dann einem der herumstehenden Götterstatuen zu opfern. (Wurde dann natürlich nicht gemacht, denn das wäre schon Richtung Nekromantie und Dämonenbeschwörung gegangen.)

Die restlichen noch herumstehende Särge hatte nichts mehr zu bieten. Deswegen wollte die Halbelfin unbedingt IN den Steinaltar sehen, ob da nicht eine Reliquie drinnen versteckt wäre. Während sie damit den Rest der Gruppe beschäftigte, sah ich mir also die noch ganze Tür an. Hören konnte ich dahinter nichts, und tatsächlich war sie auch richtig verschlossen. Aber nicht lange. Schließlich, wozu ist man Schurke? Und keiner der anderen hat es mitbekommen. ^^

Jedoch nahmen wir dann den anderen Gang, weswegen ich die Tür wieder zuzog und als Alarmsicherung einen der Blechkelche auf die Klinke stellte.

In diesem Gang fanden wir das Opfer einer Speerfalle – weswegen ab da der Zwerg vorgehen durfte. Schließlich kennen Zwerge sich mit Steinen aus, und sollten also Veränderungen durch Fallen bemerken.

Der zweite Raum, den wir schließlich betraten, enthielt 12 Steinsarkophage – von denen bei 3 die Deckelplatten verschoben waren + somit offen standen.
Tja – ich hatte dann nichts Besseres zu tun, als in einen hineinzusehen… und konnte gerade noch der herabsausenden Klinge des Schwertes des Sarkophagbesitzers ausweichen.
Da hatten wir es also mit 3 Skelettkriegern zu tun. Auch diese wurden besiegt – einer mit einer epischen Angriffsaktion von Tock. Denn der rammte eines der Skelette mit seinem Schild mit solcher Wucht gegen die Wand, dass nur noch Knochenstaub übrigblieb.
Nachdem ich einem Nachschlag des Skelettes noch ausweichen konnte, hielt ich mich aus den Kampfhandlungen raus. Hätte mit meinen Waffen eh nichts ausrichten können.
So zog ich mich zu der Tür zurück, die dieser Raum bieten konnte. Auch diese war wieder verschlossen. Und die Skelettkrieger waren schnell Geschichte.

Während jetzt die anderen die offenen Sarkophage durchsuchten und auch noch einen weiteren öffneten, um dabei noch einen Heiltrank zu finden, kümmerte ich mich um die Tür. Danach war sie nicht mehr verschlossen, und wieder hatte keiner etwas davon mitbekommen. Doch nahmen wir auch hier erst den vorhandenen offenen Durchgang und kamen durch ihn in eine Gebeinkammer, wo die, über die Jahre der Benutzung dieses Hügelgrabes zusammengekommenen, knöchernen Überreste in entsprechenden Stapeln gesammelt wurden, um damit Platz für neue Liegeplätze zu schaffen. Von dieser Gebeinkammer führte ein weiterer Gang zurück in die erste Kammer.

Daher drehten wir wieder um, und nahmen uns meine zuletzt geöffnete Tür vor.
(Dieses Mal hatte ich eines der Schilde der Skelettkrieger dagegen gelehnt, falls diese unerwarteter weise aufgegangen wäre.)

Die Tür, die diesen Gang abschloss, musste ich dann leider vor aller Augen öffnen. Hm…

Nach dieser Tür waren wir da, wo wir hinwollten:

Ein übel zugerichteter Leichnam: Mit Schwert eingeschlagenem Schädel – in dem das Schwert noch steckte; einen Stein in den Mund gestopft; gebrochene Arme und Beine, zusätzlich durch Ketten gesichert; und in seinen verkrümmten Händen lag der leicht schimmernde Kristall/Stein.
Über der Leiche war zusätzlich noch eine Inschrift angebracht, die den Leichnam als einen bösen Nekromanten vorstellte, vor dem man sich in Acht nehmen sollte. Entsprechend wurde darüber diskutiert, wie jetzt weiter zu verfahren sei: Stein zerstören, nehmen, nicht nehmen, nicht zerstören… Gleich oder später?

Mein Osborn erinnerte sich dagegen an die erwähnten Schmuckstücke, und während der Rest auf Höhe der Hände und des Steines standen – und leider, ehrlich gesagt, offgame diskutierten – schlenderte ich zum Kopf des Leichnams und kümmerte mich inzwischen um den Schmuck. Eine Halskette mit Stein – und ein Ring?
Auf jeden Fall bekam ich beide Inventarkarten dafür. Karten, die unser SL an diesem Abend mal ausprobierte. Und beide Sachen kamen zusammen auf 750 Goldmünzen, nur für mich. Ha.
Aber… das war wohl etwas zu früh gefreut.

Der noch anwesende Rest hatte sich jetzt nämlich auch zu einer Aktion durchgewrungen – und so ließ der Zauberer den Stein aus den Händen der Leiche schweben und dann auf den Boden fallen.
Bis auf ein „PLUMPS!“ tat sich aber nichts. So ein kleiner Fall macht einen Stein noch nicht kaputt.
Also nahm ich ihn in die Hand…

Darauf bekam ich einen Zettel vom SL, während er dazu bemerkte, er habe gehofft, dass ICH den Stein nehmen würde. Denn durch den Zettel gab er mir zu verstehen, dass…
… der böse Nekromant nur auf so einen Trottel wie mich gewartet hatte und jetzt meinen Körper übernehmen würde. Dies würde einen kleinen Moment dauern, aber ich sollte mich nicht sträuben. Mir diesen Umstand klar gemacht hatte die Stimme des Nekromanten, die nur ich hören konnte. (Daher der Zettel.)

Unnötig zu erwähnen, dass ich den Stein nun natürlich nicht mehr loslassen – und natürlich auch nicht mehr reden konnte.

OG konnte ich den anderen erklären, was sie sehen. Auch umschreiben können hätte ich die Situation, aber halt nicht iG. So erleichterte ich mir die Sache, nahm ein Baguette als Stein und fuchtelte mit diesem entsprechend herum, als wollte ich ihn loswerden. Was natürlich nicht ging.

Tock kapierte gleich, was ich mit der Fuchtelei ausdrücken wollte.
„Er will den Stein loswerden.“
Nicken konnte ich noch.
Das nächste war sein Vorschlag: „Soll ich dir den Arm abschlagen?“

Ich stockte kurz und ging meine Optionen durch: Als Schurke eine Hand verlieren – oder den kompletten Körper + Leben…?
Danach hielt ich ihm meinen Arm hin und blickte zur anderen Seite…

Tja.

So schnell kann’s gehen und schon ist man ein einhändiger Halbling.
Tock schwang sein Schwert und Stein mit Hand drum fielen zu Boden. Meine Blutung wurde gestillt und nun waren wir fertig.
Unsere Halbelfin hatte es nämlich kurz vor Betreten dieser Grabkammer ins Bett gezogen. D.h., fachliche Untotenhilfe war keine mehr vorhanden.
Unser SL meinte da zwar noch „Schade, gerade jetzt.“ – aber so ist es nun mal.

Als Tock mir die Hand abschlug, meinte unser SL „Wow. Das ging schnell.“ Vor allem hätte er mit dieser Lösung nicht gerechnet.
Diese Entscheidung, vom Stein nehmen bis zum Abschlagen, war, gefühlt für mich, die schnellste Entscheidung des ganzen Abends. Kein Diskutieren, Palavern oder sonst was. Ein Vorschlag, der helfen könnte… und der wurde angenommen.

ZACK!

Hach ja, das war schon cool.

Endlich mal wieder rollenspielen.
(Auch wenn wir es da nicht so draufhatten, bzw. gerollenspielt haben. Waren halt doch hauptsächlich OG-Gespräche + Planungen. OG = OffGame, also sozusagen privat.)
Aber die Sache an sich war gut. Wie eingangs erwähnt: Da war schon viel Episches dabei. Die erste Türöffnung des Halb-Orks ohne vorherigen Verschlossenheitstest. Oder die Schild-Ramm-Aktion. Sauber.

Tatsächlich finde ich es auch gut, die Hand verloren zu haben.

Ich stelle es mir jetzt so vor, dass die Übernahme durch ein Verschrumpeln angezeigt worden wäre – und der Hieb knapp über der bis dahin befallenen Hand erfolgte. So dass sich jetzt an den Stein eine verschrumpelte Hand klammert.

Bei diesem Spiel handelte es sich um einen One-Shot, ein einmaliges Spiel. Das war von vornherein klar. Und auch wenn manche Spieler in einem One-Shot vielleicht andere Sachen machen, als sie es bei einer Kampagne tun würden: Auch in einer Kampagne hätte ich den Verlust meiner Hand zugestimmt. Und hätte damit leben müssen. Allerdings denke ich mir da schon: Ich habe den Schatz ganz alleine eingesackt. Für 750 Goldmünzen bekommt man schon eine gute Prothese. Und… ich glaube, auch eine Prothese könnte mich nicht vom Schlösserknacken abhalten. Mit dem entsprechenden Prothesenaufsatz kann ich damit immer noch den Schließzylinder drehen, während meine Linke für die Feinarbeit zuständig ist.

Ich fände es sogar mal ganz interessant, so einen Char zu spielen.

In der Nachbesprechung meinte unser SL auch, wäre das eine Kampagne, könnte man den Stein selbst zwar immer noch nicht anfassen aus Übernahmegründen ^^, die Hand daran aber schon. Vielleicht könnte man damit noch Gold verdienen – und später könnte ich meine Hand vielleicht wieder heilen/anwachsen lassen. In einer Fantasy-Welt sind ja alle Möglichkeiten offen.

Ach ja – ich glaube, Tock hat auch noch den Kopf des Nekromanten als Trophäe mitgenommen.

Wahrscheinlich hätte es für Tock auch gereicht, meine Hand mit dem Dolch abzuschneiden – einfach wegen der Größenverhältnisse. ;o) Schließlich war er locker doppelt so groß wie ich. Mehr sogar.

Ja. Das war also ein kleiner Bericht zu einem teilweise epischen Abenteuer.

Ach ja, die Anfänger…
Nun – in vielem waren wir anderen genauso planlos wie diese Anfänger. Da hat man sicherlich keine Unterschiede bemerkt. ;o)
Wie es ihnen gefallen hat?
Nun, die Spielerin von Tock war begeistert. Ich denke, sie wurde vom Virus infiziert. Der Spieler des Zauberers bemängelte – zu Recht – kaum erfolgtes Rollenspiel, weil er sich das kaum vorstellen konnte + gerne mal kennengelernt hätte. Jedoch ist dies eh nicht so einfach bei einer bunt zusammengewürfelten Truppe, die sich vorher noch nie wirklich gesehen hat, iG. Da sind andere Systeme wohl rp-förderlicher als D&D 3.5.

z.B. Beyond the Wall, in dem man eine Gruppe zusammen erschafft, die gemeinsam in einem Dorf aufgewachsen sind, mit einigen Verknüpfungspunkten. Sowas erleichtert das Rollenspiel miteinander ungemein.

Er bräuchte wohl noch ein paar Testspiele.

Aber so hatten wir eigentlich alle Spaß. Von daher war das geplante Ziel unseres SLs schon mal erreicht.

Mal sehen, wann ich jetzt das nächste Mal zum Spielen komme.

Hoffentlich noch vor der Larp-Hochzeit von Drachenechse + Fuchs.

;o)

 

Morgen bin ich dann ma weg…

Die Zeit läuft…

Das Pfingstwochenende haben wir mit verschiedenen Rollenspielen und -systemen verbracht: Beyond the Wall, 7te See + Savage Worlds
Direkt am Freitag Abend habe ich mit dem allerersten und einfachsten Szenario von Beyond the Wall angefangen. War auch ganz ok, denke ich.

Samstag waren wir dann mit „7te See“ in den Eisenlanden unterwegs. Den ganzen Tag. So dass wir abends entsprechend fertig waren. ;o)
Dieses System hat Drachenechse angeleitet und sie hat ihre Sache wieder gut gemacht.

Am Sonntag kam dann das System Savage Worlds zum Spielen. Geleitet von Drachenechses DSA-Gruppenleiterin.
Das System ist schon interessant. Vor allem die Ermittlung der Initiative in Action- oder Drama-Sequenzen: Es wird nichts ausgewürfelt, sondern es werden für jede neue Runde Karten gezogen. Das ist interessant.

Montag gings dann wieder nach Hause – und ich habe mich tatsächlich mal auf die Suche nach dem Pin für meine Kreditkarte gemacht. Dabei habe ich als erstes meine verschollene digitale Spiegelreflex-Kamera gefunden. Und tatsächlich auch etwas wie einen Pin, der zur Kreditkarte passen könnte. Nur ausprobiert habe ich ihn noch nicht. Dazu war ich heute in der Sparkasse und habe mal gefragt, wie man das am einfachsten feststellen kann – der Mitarbeiter meinte „etwas kaufen“. Habe ich gemacht – und durfte dann unterschreiben. *Meeeep!* Fail!
Ich habe dann mal so getan, als wollte ich die PIN-Nummer ändern… da hat der Automat sich nach der Eingabe meines Pins zumindest nicht beschwert. Von daher denke ich, er wird schon passen. Und habe den Änderungsvorgang deshalb abgebrochen.

Gestern hatte ich morgens einen Termin bei meiner neuen Hausärztin zum Blutabzapfen und Ultraschallen… Joa… Sind wohl alle Organe da, zusätzlich zu einem Gallenstein.
Gut das zu wissen. ;)

Danach ging es zum Flughfafen, mich mit meinem VnvO treffen, der nach Calgary gestartet ist. Und mir nochmal eine Kamera mitgebracht hat. Die leihe ich mir jetzt für den Urlaub aus – auch, weil eine EOS 500D auch filmen kann. Das könnte meine 10D noch nicht – und ich habe sie auch noch nicht reinigen können.

Abends habe ich mein Monster dann zu ihrer Unterkunft für die nächsten zwei Wochen gebracht. Eine Freundin hat sich bereit erklärt, sie zu nehmen.
Dort angekommen, ist sie erstmal nicht aus der Box raus, dann war sie wieder ganz schüchtern und hat sich zum Schluß hinter ein CD-Regal in die Ecke gehockt.
Allerdings war sie heute nacht dann wohl schon mal unterwegs in der Wohnung… und hat heute tagsüber wohl beide Katzenklos ignoriert und auf das Sofa gepinkelt… Oh Katze… :o(

Heute habe ich meinen Voucher für den Mietwagen ausgedruckt, Karten für die Kamera gekauft (mit Kreditkarte, zum Test… der ja dann fehlgeschlagen ist. Meh!), mir nochmal den Kopf scheren lassen, damit ich die nächsten zwei Wochen ordentlich aussehe… und dann noch mein Auto in die Werkstatt zur Inspektion gebracht. Dann haben sie 2 Wochen Zeit, endlich mal zu finden, warum immer wieder mal ein Warnlämpchen leuchtet… und dann wieder nicht… und dann wieder… Sicher ist auf jeden Fall: Es braucht einen neuen Auspuff. *röööööhr!*

Ach ja… und wie ich aus der Stadt nach Hause bin und nochmal beim Buchladen meines Vertrauens vorbeikam, habe ich noch genau das richtige Buch für meinen Urlaub gefunden.

 

Wenn das nicht passt…

Morgen geht es also los. Und ich bin… hmm… keine Ahnung.
Witzig ist nur, dass ich heute von einem Cousin gehört habe, dass er demnächst mit seiner Freundin auch nach Island macht. :oD

Die Welt ist klein.

Dann eine gute Zeit Euch – ich werde mich wohl erst NACH meinem Urlaub wieder hier melden – und vielleicht gibt es dann auch ein paar Bilder zu sehen. Wer weiß…

^^

 

Gedanken zu „Wie tarne ich einen Fotografen beim LARP“

LARPs gibt es ja für alle Genres.
Während es nun bei einem Endzeit- oder Sci-Fi-LARP weniger auffällig ist, wenn jemand mit einem Fotoapparat herumläuft, wird dies bei einem Fantasy-LARP schon schwieriger.

Gut, vielleicht gibt es bei einigen LARPs möglicherweise jemanden direkt von der SL, der mit SL-Markierung und Kamera herumläuft. Da müssen die Spieler dann halt drüber hinwegsehen. SL ist ja eh eher OT, und damit offiziell unsichtbar. Dennoch… Andererseits kann es natürlich auch sein, dass die SL nicht will, dass die ganze Zeit ein „Zeitreisender“ herumläuft.
Was kann man da machen – und warum mache ich mir darüber überhaupt Gedanken?

Nun…

Drachenechse und Fuchs – oder eher Fähe? Sollte ich sie wohl mal fragen, was ihre Meinung dazu ist. Äh, ja. Also Drachenechse und Fuchs/Fähe werden im Mai im kleinen Rahmen heiraten. Kleiner Rahmen bedeutet: Standesbeamter/in, Drachenechse, Fuchs/Fähe + eine gemeinsame Schulfreundin der beiden.
Die große Party steigt dann nächstes Jahr. Aber natürlich keine normale, nein.

In der gemeinsamen Zeit von Drachenechse und mir habe ich sie mit dem „Rollenspiel-Virus“ infiziert. Und dieser Virus hat sie seitdem nicht verlassen. Weswegen sie nun in einer DSA-Runde mitspielt, FATE anleitet, in einem Online-RPG eine Templerin + eine S4-Hexe spielt, und ihren Geburtstag jetzt an Pfingsten in einer Ferienwohnung bei Büdingen mit Rollenspielrunden nachfeiern will.
Und die Hochzeitsparty wird ein Hochzeits-LARP in einem Wasserschloss!

Und so kam letztens diese Frage auf, wie man einen Fotoapparat tarnen könnte. Wobei mir da ad hoc keine Idee einfiel. Doch Drachenechse will keine Zeitreisenden. Also haben meine Gehirnmühlen weitergemahlen… und heute Morgen kam mir eine Idee zu diesem Problem.

Ich bin ja ein Fan der Scheibenwelt von Terry Pratchett. Wer die Scheibenwelt kennt, weiß:
Dort gibt es auch die Fotografie. Trotz Fantasywelt.
Den Nicht-Scheibenwelt-Kennern sei jetzt kurz erklärt: Dies funktioniert rein fantastisch. Denn in diesem Kasten, in dem die Bilder entstehen, steckt ein kleiner Kobold, der schnell alles malt, was er gesehen hat. Wenn man dann viele Bilder gemacht hat, kann es vorkommen, dass vielleicht eine der Komplementärfarben ausgeht. Dann bekommen die Bilder einen Stich. Doch dies teilt der Kobold dann schon mit. Hoffentlich rechtzeitig vorher. ;o)

In diese Richtung ging mein erster Gedanke. Dieser hat sich jetzt weiterentwickelt. Meine Idee ist jetzt:

Nein, DE – das ist IMMER NOCH NICHT DARTH VADER !!!

Der Fotograf wird offiziell zum Maler. Überall, wo etwas Wichtiges passieren wird, ist er schon vorher da und hat seine Staffelei samt Leinwand aufgebaut. Doch weil er sich bei sooooviel Auswahl nicht entscheiden kann (typischer Künstler *g*), was er malen soll, hat er als Hilfsmittel ein Kästchen dabei, das ihm bei der Suche hilft, indem er sich damit nur Ausschnitte der großen Welt ringsumher ansieht, und sich so entscheidet, was als Motiv geeignet ist.
Dieses Kästchen ist dann natürlich der eigentliche Fotoapparat. Er wird nur anders verkauft.
Praktisch wäre natürlich wirklich nur eine Kastenkamera. Am besten mit der Möglichkeit, dass man aufgenommene Texte abspielen kann, welche die Koboldidee unterstützen.
Sowas wie „Mir geht das Grün aus. Nimm mal andere Motive als immer nur Bäume oder Orks.“
Irgendsowas.

Witzig stelle ich es mir vor, wenn der Maler einen Kampf unterbricht (nachdem er sich das Motiv mit seinem Kasten betrachtet und die Bilder bereits im Kasten hat) und sagt: „Oh. Das war aber gerade eine schöne Haltung. Können Sie gerade nochmal zurück? Das möchte ich gerne malen. Ja, sehr schön. Und jetzt nicht bewegen, bitte.“ Und dann fängt er an zu skizzieren und malen.
Wie lange zwei oder gar mehrere Kämpfer so etwas mitmachen würden? *G*

Dieser Maler könnte den Fotoapparat natürlich auch auf einem Stativ stehen haben. Schließlich hatten Maler ja auch durchaus mal Hilfsmittel parat.

Wenn man keine Kastenkamera hat, geht es wohl auch mit einer „normalen“ Kamera, bei der man durch einen Sucher blickt – also wohl eher eine Spiegelreflex-Kamera. Doch hier dann mit einer Festbrennweite, denn einen Zoom zu erklären macht es nochmal schwieriger. Außerdem sollte bei einer Digitalkamera der Monitor ausgeschaltet werden, der die gemachten Bilder nochmals anzeigt. Dann muss man sich mit dem Betrachten der Bilder halt warten. Früher konnte man sich die auch nicht gleich ansehen.

Die Möglichkeit einer Kommunikation mit seinem Hilfsgerät würde auf jeden Fall den fantastischen Aspekt unterstützen.
So ist man nicht einfach „nur“ ein Zeitreisender.

Das wären jetzt meine ersten Gedanken dazu.
Ich frage mich ja, wie dies in anderen LARPs gehandhabt wird. Oder ob man sich noch keine Gedanken zur Fotografentarnung gemacht hat. Doch das kann ich mir allerdings nicht vorstellen. In all den Jahren, die es jetzt bereits LARPs gibt, wird sich diesbezüglich doch sicher bereits jemand Gedanken darüber gemacht haben?

Vielleicht weiß jemand meiner Leser was darüber oder hat eigene Vorschläge?

Ich werde wohl nun auch noch ein wenig recherchieren. Zum Glück ist bis zum Stichtag noch etwas Zeit.

 

Bitte lächeln….

 

Und hier nochmal ein paar Begriffe und Abkürzungen zur Erklärung:

LARP = Life Action Role Play = Liferollenspiel

SL = Spielleitung = diejenigen, die die Fäden ziehen ;)

OT = Out-Time
Während das Spiel läuft, ist man IT = In-Time. Muss man etwas nachfragen, unterbricht man kurz und ist dann OT.

 

 

FATE – Saalgasse und sonstige Hintergrundüberlegungen

 

In diesem Beitrag geht es um einen eigentlich rein internen Hintergrund für eine Rollenspielrunde. Das System ist FATE – und wir spielen in Frankfurt.
Ich bin mir jetzt nicht sicher, wer sich für sowas interessieren könnte – aber wenn es jemand dennoch lesen will, steht ihm/ihr/es hiermit frei. ;o)

 

Ich möchte Euch hier mal die Saalgasse vorstellen, so wie ich sie mir bisher erdacht habe. Da ich der Meinung bin, dass es sich hier um ein kleines Handwerkerviertelchen handelt, sollten auch alle anderen Mitspieler wissen, was wo zu finden ist, da sicher so einiges hier von allen besorgt wird. Außerdem habe ich mir noch allgemeinere Gedanken gemacht, die ich hier ebenso vorstellen möchte, um mal Eure Meinungen dazu zu hören, bzw weitere Ideen zu sammeln. Unsere Spielleiterin weiß über diese Gedanken Bescheid und hat mir das OK gegeben, sie mit Euch zu teilen.

Also erstmal zur Saalgasse:

Saalgasse 20

Hier gibt es einen Fotographen und eine Druckerei. Dabei handelt es sich, wie fast alle anderen Betriebe auch, um Familienbetriebe.

Der Vater heißt Abdelkader, ist 45; seine Frau Melek ist 43. Der Sohn Eren ist 27 und die Tochter Eilif 23. Allerdings hat Eilif die Familie vor 6 Jahren verlassen und sich irgendwo in der Nähe der alten Börse eine eigene Bleibe gesucht.
Das Fotoatelier liegt unterm Dach im 3. Stock. Die Dunkelkammer und die Druckerpresse befinden sich im Erdgeschoß, da dies keine Fenster hat.

Saalgasse 18

Hier wohnt Ansgar. Seine Werkstatt befindet sich im erhöhten Erdgeschoß. Wohnen tut er im ersten Stock, der mit der Werkstatt über eine interne Treppe verbunden ist.
Ansgar ist ursprünglich Uhrmacher, aber führt auch kleine technische Reparaturen aus.

Im zweiten und dritten Stock wohnen Katia und Miriam.
Katia ist Schneiderin und ihre Frau Miriam Chemikerin, die im Chemielabor gegenüber arbeitet. Katia ist 52, Miriam 40.
Der Zugang zu deren Räumlichkeiten liegen über die Außentreppe im ersten Stock, mit einem internen Treppenhaus dann. Die Wohnräumlichkeiten sind im zweiten Stock, das Atelier zum Schneidern von Katia dann im dritten, um das natürliche Licht so lange als möglich zu nutzen.
Katja ist bekannt dafür, gerne farbenfrohe Sachen zu tragen, die sie sich selber zurechtfärbt und schneidert.

 

Saalgasse 16

In der Saalgasse 16 lebt und arbeitet im unteren Bereich ein Schuster und Lederflicker. Oben wohnen Chemiker aus dem Labor.

Hier habe ich noch keine weiteren Ideen zu Namen, Familien, Alter etc.

 

Saalgasse 14

Im Erdgeschoß und den Stockwerken 1 + 2 lebt und arbeitet der Schmied Tristan mit Familie.
Er hat 2 Kinder – Alter, Namen und Geschlecht noch nicht überlegt.
Allerdings weiß ich, dass Tristan eine offensichtliche Mutation hat: Sein linker Arm ist im Unterarmbereich gepanzert wie ein Krebs oder Hummer und läuft in einer Art Schere aus, statt eine Fand mit Finger. Doch mit dieser Schere kann er seine Schmiedestücke festhalten, während er sie mit dem Hammer bearbeitet.
Ob die Kinder Mutationen offen aufweisen, weiß ich jetzt auch noch nicht.
Tizian fertigt Metall-Gebrauchsgegenstände an, sowie teilweise auf Anforderung Spezialgegenstände, wie Springfedern, oder kleine Sachen für den Uhrenbau.

Wer oder was im 3. + 4. Stock wohnt, weiß ich noch nicht.

Saalgasse 12

Hier befindet sich Erdgeschoss und erstem OG ein Schreiner und Holzarbeiter.

Doch weder habe ich bisher für ihn/sie Familienstand, noch Namen. Genauso wenig wie ich bisher festgelegt habe, wer im 2. + 3. OG lebt und wer im Dachgeschoß…

 

Saalgasse 10

Hier wohnt wieder eine Familie, die Maler/Tapezierer (?) stellen, sowie Mauerer/Steinarbeiter stellen.
Namen und wie viele Familienmitglieder… keine Ahnung

Sonstiges

In den Räumen des ehemaligen historischen Museums und Saalhofs hat sich eine „Fischerei“ breitgemacht.

Die Fische im Main – so überhaupt noch vorhanden – sind zwar nicht wirklich verzehrbar. Allerdings gibt es nun auch eine hohe Zahl an Algen, die in der Saalgasse die verschiedensten Verwendungen finden. Geliefert wird hauptsächlich an das Chemielabor in den ehemals evangelischen Räumlichkeiten, welches auch eine biochemische Abteilung hat. Dort werden die Algen zu chemischen Substanzen, Katalysatoren, Papier u.a. verarbeitet.

Der Fotograph kauft dort sein Fotopapier, Druckerpapier, Chemikalien für die Entwicklung.

Der Schmied kauft im Labor Gas für die Schmiede. Außerdem macht er auch Lötarbeiten. Quasi alle Arbeiten mit Metall.

Die Algen… könnte es eine Algenart geben, die NICHT radioaktiv aufladbar ist? Eine Mutation, die sich vielleicht von Radioaktivität nährt, selber aber nicht ist? Vielleicht gibt es deswegen so viele im Main, weil sie da so gut genährt werden? Und diese Art wird dann von der Fischerei abgefischt und zu allem verarbeitet/verwendet:

Nahrung, Baustoff, Versuchsmaterial, Grundlagen für alles Mögliche.

Die Wunder-Alge! Tataaaa!

Vielleicht werden ja auch in Laboren diese Algen untersucht, um herauszufinden, was sie antiradioaktiv macht?
Stichwort „Radioaktivitäts-Heilmittel“

 

Die Häuserzeile direkt am Main, am Mainkai, ist zum großen Teil abgerissen, da die Menschen nicht wirklich gerne direkt neben dem verseuchten Main wohnen wollen. Dadurch erstreckt sich ein breiter Grünstreifen bis fast zu den Häusern der Saalgasse. In diesem Gebiet spielt die Saalgassenjugend. Unter anderem haben sie dort auch Schlagball gespielt, weswegen Ansgar noch einen Schläger davon zuhause stehen hatte.

In der dunklen Zeit hatten sich die Frankfurter in den Tunneln der S- und U-Bahnen versteckt, bzw. geschützt. Nachdem man dann wieder nach draußen konnte, wurden sie geschlossen. Da aber im jetzigen Gebiet kein Platz für einen Friedhof ist, wurde der erste Tunnel für Bestattungen genutzt. Der Eingang zu diesen Frankfurter Katakomben ist der wieder geöffnete Eingang zu U-Bahnstation am Dom/Römer. Wenn jemand gestorben ist, wird er zum Eingang der Katakomben gebracht. Dort wird der Leichnam in Empfang genommen und in die Katakomben gebracht. Wie es dort aussieht – und wie viele Tunnel dazu inzwischen genutzt werden, wissen nur die Katakombenbestatter und vielleicht mögliche Katakombengeier – Menschen + Mutanten, die sich dorthin Zutritt verschafft haben, unrechtmäßig. Doch in der Regel gibt es dort nicht viel zu holen – außer die Leichen selbst.

Der Dom steht noch, ist aber kein katholisches Gotteshaus mehr. So etwas wie katholische oder evangelische Kirche oder den Islam oder anders gibt es kaum noch. Wenn, dann eher in der Größe von kleinen Sekten.

Stattdessen ist der Dom nun ein allgemeines Andachtshaus.

Wer an einen Gott beten will, kann dies hier tun.
Wer an keinen Gott beten will, kann dies auch hier tun.

 

 

Saalgassen-Background

Ich hatte in anderen Beiträgen mich ja schonmal über das Schreiben von Hintergrund, so wie über meine optischen Schreibinspirationen berichtet. (Evtl. kann man auch hier noch etwas dazu lesen. Bzw. sicher sogar. Ansonsten: Selbst nochmal nachsehen. ^^)
Auch hatte ich es ja bereits von unserer FATE-Gruppe, mit unserer SL Drachenechse.

Die hatte jetzt – bereits im August *hust* – mal nach Hintergrund zu den SCs und deren Herkunftsecken gefragt. Darauf haben schon einige fleißig geantwortet (z.B. Bremen) und andere eher nicht so (ich).

Jedoch habe ich letzte Woche einen kleinen Besuch in der Pappnase bei Drachenechse dazu genutzt, auf dem Rückweg einen kleinen Abstecher über die Saalgasse zu machen, in der mein SC beheimatet ist. (Das bedeutet übrigens SpielerCharakter – also den Charakter, den man in der Runde darstellt. Und SL ist die Spielleiterin, in diesem Falle.) Ich wollte mir die Ecke nochmal genauer für FATE betrachten, und wo genau meine Figur da wohl wohnen würde – in ferner, nicht genauer bezeichneter, nicht so rosiger, Zukunft.

Dieser Versuch war erfolgreich.

Ich weiß jetzt, wo ich wohne, und dichte mir für einige Nachbarshäuser auch noch gut was zusammen. Als Erinnerungs- und Inspirationsstütze habe ich dazu ein paar Fotoaufnahmen mit meinem Communicator gemacht.

Diese Fotos habe ich dann auf mein Tablet gebeamt, da ich dort ein witziges Programm habe, das Bilder schnell in verschieden Stile verändert.

Mein erster Versuch gefällt mir so gut – der ist jetzt das Hintergrundbild auf meinem Communicator geworden. Doch auch andere Varianten gefallen mir richtig gut. Eigentlich sehen die Fotos so besser aus als im Original. Zumindest in einigen Varianten.

Und weil sie mir so gut gefallen, zeige ich euch hier auch ein paar der Variationen, über den Beitrag verteilt.

Ja.

Genau.

Also bisher hatte ich noch keinen Hintergrund ausgearbeitet, aber jetzt, durch die Ortsbegehung, und den verschiedenen Fotos, bin ich nun also inspiriert, in der Saalgasse ein kleines Handwerkerviertel entstehen zu lassen.

Was ich aber immer noch nicht weiß, das ist, was mit meinen Eltern geschehen ist…

Wo die wohl stecken mögen?

 

RPG & Hintergrund

Kurz als Einführungs-Erklärung: RPG steht für Role Playing Game, womit Rollenspiel gemeint ist. Und zwar nicht das, welches manche vielleicht mal im Privaten zu Hause im Schlafzimmer oder sonst wo veranstalten, sondern das Schlüpfen in andere Charaktere (Chars), um mit diesen und anderen Mitspielern, die das ebenso machen, Abenteuer zu bestehen.

Gut – hätte natürlich auch ROLLENSPIEL hinschreiben können, doch ich denke, mit RPG wissen inzwischen viele, was damit gemeint ist. ;o)

Dann kann ich jetzt ja anfangen.

Wir haben letzten Sonntag wieder geFATEt.
Die zweite Sitzung eines Abenteuers im FATE-Rollenspielversum.
Drachenechses erste Schritte als Spielleiter.
Ich muss sagen: sie macht das nicht schlecht. Vor allem auch mit Hintergrund-Atmo – und vorbereiteten Skizzen und Zeichnungen. Und da finde ich es gut, wie sie das mit diesen Skizzen und unserer 5ten Frau gehandhabt hat.

Unser erstes Treffen hatten wir Pfingsten. Und Drachenechse hat für ihre ersten Spielleiterschritte tatsächlich 5 Mitspieler zusammengefunden. Davon war eine der Besuch aus der Stadt der Stadtmusikanten. Bei der zweiten Sitzung jetzt hat sich unsere Zur-Zeit-Bremerin via Skype zugeschaltet.

Dafür mal ein Dank an die modernen Kommunikationsmöglichkeiten. ^^

Und Drachenechse hat dann die entsprechend anfallenden Skizzen nebenbei via Skype auch nach Bremen gebeamt, so dass unsere 5te Frau sich auch die entsprechenden Skizzen ansehen konnte. Ohne dass wir sie immer vor die Kamera am Laptop halten mussten. Auch die Atmo hat sie ihr zugebeamt.

Das finde ich wirklich klasse.

Wenn ich jedoch so über das System FATE nachdenke, bin ich nicht sicher, ob wir die Möglichkeiten voll ausschöpfen. Da ist sicherlich noch mehr drinnen. Doch so weit geht es voran.

Nach dem ersten Treffen war ich von meinem Charakter nicht so begeistert, nicht wirklich zufrieden.
Unser Spiel hat ein Setting nach der atomaren Apokalypse. Es gibt Mutationen und Mutanten – auch wenn nur Fuchs eine Mutant(in ?) spielt.
Das Leben ist nicht so einfach und fördert eigentlich das Schaffen von Charakteren mit abenteuer-förderlichen Attributen: Mutanten, Abenteurer/Bodyguards/Schatzjäger, Puffmutter, Obdachlose…
Und was mache ich? Ich entwerfe einen Uhrmachermeister, der sein Handwerk vom Vater abgeguckt hat. Mit eigener Werkstatt und Wohnraum – spezialisiert auf Taschenuhren. Eigentlich der totale Anti-Abenteuer-Char.

Und warum?

Um mal einen „etwas anderen“ Char zu machen, der etwas kann, was sich vielleicht anwenden lässt. Dumm nur, dass er vom richtigen abenteuerlichen Leben außerhalb seiner Werkstatt nicht viel weiß.

Entsprechend stand ich am ersten Spielabend hauptsächlich etwas dumm rum, während alle anderen sich bereits auf für sie durchaus üblichen Zoff eingestellt und bereitgemacht haben.

Beim zweiten Abend fand ich es dagegen recht erheiternd, die Aufregung nicht zu verstehen, die die anderen erfasst hat, als wir ein paar Ratten im Tunnel gehört haben. Sobald die anderen in Kampfmodus gehen, tue ich das dann zwar auch, ohne jedoch die Aufregung des Warums zu verstehen.
(Ok – die Ratten hatten dann zwar etwa Hundegröße – und ich meine damit nicht die von einem Pekinesen, sondern eher so Schäferhund… doch in den Augen meines Chars waren es doch nur Ratten.)
Einfach, weil ich damit noch nie etwas zu tun hatte, spielcharaktermässig.

Mal sehen, wie und wohin er sich noch entwickeln wird.

Über die Entwicklung eines Charakters habe ich mir in meiner Rollenspiel-Anfangszeit keine Gedanken gemacht. Damals, vor über 30 Jahren, hätte man am liebsten natürlich die eierlegende Wollmilchsau als Charakter gehabt. Alle Werte mit den höchsten Würfelergebnissen, die möglich sind.

Hintergrundgeschichte?

Unwichtig.

Wo kommen sie her? Wo sollen sie hin?

Wen interessiert’s.

Wichtig war nur der Archetyp, damals bei DSA1: Abenteurer, Magier, Krieger, Zwerg, Elf oder Halbelf.
Alles andere? Egal.

Das hat sich dann so langsam mit den Anfängen von DSA2 geändert. Mit dieser Version wurde das Talentsystem eingeführt. Und damit auch negative Charaktereigenschaften wie Goldgier, oder Höhen- oder Totenangst.

So wurde der Anreiz größer, Figuren mit Hintergrund zu schaffen. Auch, wenn ich seitdem bisher nie wieder DSA gespielt habe. Nur einmal bei einem Con. Stattdessen wurde mit einer Gruppe eine Zeitlang Shadowrun gespielt, wo ich mir auch ein wenig Gedanken über meinen Charakter gemacht habe. Und in einer anderen Gruppe konnte ich damals AD&D mitspielen – mit einem ursprünglichen NSC. Da musste ich mir keine Gedanken über Hintergrund machen. ;o)

In einem RP-Forum in einem der sozialen Netzwerke – ich denke, es war wohl StudiVZ – wurde sich mal über die einfallsloseste Standardhintergrundidee von Charakteren lustig gemacht. Diese da lautet:

Vater: Tot
Mutter: Tot
Geschwister: Tot
Haustiere: Tot
Heimatdorf:  Tot!
ALLE TOT!!!

Nur der Charakter lebt noch.

Dieser Hintergrund „Alle aus der Familie tot, nur ich nicht.“ ist wirklich häufiger anzutreffen (gewesen?). Ein Fan von so einem Hintergrund bin + war ich nie.

Den meisten Hintergrund habe ich mir zu zwei Charakteren von einem Online-Rollenspiel auf Ultima Online-Basis überlegt.

Das war einmal ein Bogenschütze, der kein Bauer bleiben wollte bei seiner Familie. Dann hat sich noch seine Angebetete für den Sohn des Schmieds entschieden, einfach aus dem Grund, weil als Frau eines Schmiedes ein besseres Leben zu erwarten war als sie es als die Frau eines Bauern oder Bogenschützen/Jägers gehabt hätte haben würde. Oder so. Das hat ihm auf jeden Fall den Rest gegeben und so ist er in die Welt gezogen, um sein Glück und Gold zu machen. Und um zu beweisen, dass man sehr wohl als Schütze reich werden kann.
Mit diesem Charakter, Vandalore, habe ich eine ganze Zeit gespielt. Zumindest so lange, dass er schon einiges an Gold an seine Familie schicken konnte. Und lange genug, dass er im Spiel eine Beziehung eingegangen ist – mit einer Bäuerin.
So sehr konnte er sich dann doch nicht von seinen Wurzeln lösen. ;o)

Mein zweiter Charakter in diesem Rollenspiel hat auch einen ganz eigenen Hintergrund bekommen.
Man konnte sich zu dem Zeitpunkt meiner Bewerbung auf diesem Rollenspiel-Shard als Heiler bewerben. Außerdem bestand die Möglichkeit, dunkler Adliger zu werden – also adliger Anhänger des „bösen“ Gottes.
Ich habe da beides kombiniert, und mich als dunkler Adliger beworben – Aalerich von Weissenstein – der seinen älteren Bruder getötet hat, weil der ein Anhänger des guten Gottes war. Na gut… natürlich auch ein wenig, um den Titel und alles zu erben, was man halt als Zweitgeborener nicht bekommen hätte.
Meine Bewerbung für die Heilerklasse mit diesem Charakter sah so aus, dass Aalerich fasziniert vom Giftmischen war. Schließlich ist ein Giftmischer nichts anderes als ein Heiler – nur mit umgekehrten Interessen.

Das waren meine ersten beide Charaktere mit richtig ausgefeiltem Hintergrund.

Auch für mein erstes LARP (Life Action Role Play – Liverollenspiel) habe ich für mich eine Seite für einen Char entwickelt/geschrieben, die mir so ganz gut gefallen hat. Allerdings konnte ich ihn dann während des LAPRs nicht so ausspielen, wie er mir aus den Fingern geflossen ist. Weil er so wenig ICH war. Dabei macht man doch auch Rollenspiel, um jemand anderes zu sein.
Ich bin mir nur nicht sicher, ob ich das wirklich kann.
Halt zum Beispiel als eher selbst introvertiert einen total extrovertierten Charakter zu spielen – oder umgekehrt. Das auf-den-Putz-hauen mach ich selbst eher ungern – das schlägt sich auch beim Spiel mit meinen Charakteren nieder, fürchte ich.

Nun ja…

Noch einmal zu FATE und meinem Uhrmacher:
Ich hatte nach dem ersten Spiel zu Hause das Gefühl, dass ich einfach schlecht war.
Als Rollenspieler.
Doch ich gebe die Hoffnung nicht auf.
Solange ich für die anderen kein Klotz am Bein bin, besteht ja noch Hoffnung.

Und noch was zu LARP…
Dieses Jahr hat es nicht geklappt – doch wenn Drachenechse + Fuchs Spaß haben + nächstes Jahr nochmal/wieder mitmachen wollen bei einem… vielleicht klappt es ja dann auch bei mir mit dem Teilnehmen als NSC.
Dann muss ich mir selber schon mal keinen Gedanken über meinen Charakter machen.
Das dürfen dann andere.
Auch ein Vorteil.

;o)

PS: So, Drachenechse – wie du hier sehen kannst, habe ich mir den 7te See jetzt auch besorgt. Jetzt kann ich mir das mal in Ruhe ansehen – vielleicht wäre das ja dann auch mal was zum Spielen – und vielleicht wieder Anleiten…

PPS: Ich habe in den Tiefen des Netzes und des Alathair-Forums tatsächlich noch Geschichten von meinen beiden Charakteren Vandalore und Aalerich gefunden. Diese sind teilweise Vorgeschichte, öfter Berichte über aktuelle Spielgeschehen. Nur entsprechend als Erzählungen geschrieben.
Wer sich so etwas mal ansehen/lesen will:

http://forum.alathair.de/viewtopic.php?t=29364 –  Das ist Aalerichs Geschichte.

http://forum.alathair.de/viewtopic.php?t=34088 – Ein Teil von Vandalore.

http://forum.alathair.de/viewtopic.php?p=217574#217574 – und nochmal Vandalore

Lang lang ist’s her… Hach ja… (2007 + 2008)!