Mal was anderes…

Gestern habe ich mich nach dem Beitrag für/über meine Urlaubsplanungen 2018 daran gemacht, endlich mal für unsere Fate-Gruppe Hintergrundgedanken festzuhalten und einerseits diese meinen Mitspielern per mail zu schicken. Des Weiteren wollte ich aber gerne bei diesen Hintergrundsachen ein paar Bilder einfügen, als kleine Zugaben, quasi.

Doch wie sollte ich meinen Mitspielern diese Kombination zukommen lassen?!?

Ich hatte zwar den Gedanken, dass dies über meinen Blog am leichtesten gehen würde. Allerdings war mein Gedanke auch, dass sowas ja niemanden interessieren dürfte, der nicht mit in der Rollenspielgruppe ist. Also schied diese Möglichkeit für mich damit erstmal wieder aus.

Bis mir Drachenechse sagte, dass man Beiträge ja auch auf Privat stellen könnte, oder sie mit Passwort versehen. So dass es nur von Personen gelesen werden kann, die es betrifft.

So habe ich also erst mal den Urlaubsblog geschrieben – und dann mal alles an Hintergrund zusammengefasst, als Extra-Word-Dokument.
Dieses anschließend in meinen Blog übertragen, habe ich als erstes die „Privat“-Variante ausprobiert. Ich konnte es mir problemlos ansehen – doch Probandin Drachenechse nicht. Für sie gab es unter diesem Link keinen Beitrag.

Also die Passwort-Variante.

Und da unterlag mein Hirn einem kleinen Dankfehler.
Denn eigentlich dachte ich – oder wollte es so gerne haben und glauben – dass diesen Beitrag dann auch nur diejenigen sehen können, die ich mit einem Link + entsprechendem Passwort ausgestattet habe. Doch wurde mir dieser Denkfehler schnell vor Augen geführt, als ich eine entsprechende Fragemail aus Wien bekam.

Die zeigte mir „Ups – der Beitrag wird öffentlich angezeigt – aber versperrt mit einem Passwort.“
Ich habe mit Wien dann noch kurz hin + her gemehlt und habe versucht zu erklären, dass dieser Beitrag total uninteressant für alle Nichtmitspieler ist – und er deshalb geschützt ist. Und dass ich eigentlich gewollt hatte, das er gar nicht angezeigt wird.
Doch irgendwie wollte mir Wien das nicht so recht glauben, dass ich mir Gedanken mache, wen mein Schreibzeugs überhaupt interessieren könnte, bei dem, was ich da manchmal schreibe.

Aber so ist es.

Ich mache mir durchaus Gedanken – wenn ich mich auch nicht als Denkfabrik bezeichnen wollte. ;o)
Sicher schreibe ich hier größtenteils das, was mir so durch den Kopf geht und mich beschäftigt, ohne mich darum zu kümmern, wen es interessieren könnte. Doch Background für ein Spiel, welches 6 Leute spielen… DAS interessiert wirklich keinen. Außer (hoffentlich) die betroffenen Mitspieler.

Doch – wie gesagt: Wien bezweifelte das.

Kleingeist, Du! ;o)

Aber diese Korrespondenz brachte mich zum Überlegen.
(Ich hoffe, du bist stolz auf Dich! *g*)
In meinen 6 Jahren, die ich jetzt hier blogge (wow, schon so lange…. Krass.), war bisher alles öffentlich. Es gab 2 oder 3 Beiträge, bei denen ich meine Meinung geändert und sie dann ganz gelöscht oder sie zusammengestrichen habe. Bis gestern hatte ich es nicht nötig, etwas durch ein Passwort zu schützen.
Wozu auch?

Zumal das, was da momentan geschützt wird, sowas von Banane ist…

Ich denke, wenn ich dies als Blogger direkt von Anfang an genutzt hätte – irgendwelche Beiträge mit Passwort zu schützen oder sie vielleicht einfach nur auf „Privat“ zu setzen – dann wäre dies ein normaler Vorgang im betreffenden Blog: Manche sollen dieses, andere jenes zu lesen bekommen.
Doch war dies nie meine Intention. Und ist es auch weiterhin nicht. Deswegen habe ich mir nun folgendes überlegt:

Ich führe eine neue Kategorie für Rollenspiel ein. Darunter werde ich dann alle Beiträge mit dazu sortieren, in denen es um Rollenspiel geht – oder wirklich konkrete Rollenspielbeiträge. So wie jetzt gestern meinen Beitrag.

Und dann setze ich diesen Beitrag auf öffentlich – und es kann wieder jeder selbst entscheiden, ob ihn so etwas Spezielles interessiert.
Dazu werde ich ihn auch noch kurz bearbeiten, um damit vorzuwarnen, was einen erwartet – und noch 2-3 Bilder mehr einfügen.

Und dann kann auch Wien wieder alles lesen, ohne Passwort.

Egal, ob es dich interessiert oder nicht.

So! ;o)

 

Blogs sind zum Lesen da

In der Theorie ist mir das klar.
Und ich schreibe ja auch, damit es wer liest.
Ich denke da jedoch hauptsächlich an zwei – drei Freunde, denen ich mal den Link hierher geschickt habe. Umso mehr bin ich überrascht. wenn ich mitbekomme, das ihn wirklich mir unbekannte Leute lesen.
:-O

Das hatte bereits ’ne Spielfreundin festgestellt, die ich dazu verleitet habe, hier zu bloggen. Die erzählte mir auch beim letzten Mal, das fremde Leute ihren Blog lesen. Und sie war ganz baff.
Jetzt geht es mir so.
Mal wieder eine Kleinigkeit geschrieben – mal so, ohne bestimmte Intention… und auf einmal gefällt das unbekannten Menschen.
Und ich frage mich: Was habe ich getan? Bzw. was hab ich sonst nicht getan?

Es ist interessant zu erfahren, das meine Schreib“ergüsse“ auch mir nicht bekannte Leser findet, die ich nicht selbst auffordern musste, mal reinzusehen.
Und es geht mir dann ja auch gar nicht darum, viele „Gefällt mir“ zu bekommen. Denn eigentlich schreibe ich ja, was ich schreibe, weil ich es loswerden will. Und eventuelle Leser als Couch mißbrauche.
Bzw. ICH liege auf der Couch und schreibe, was mich beschäftigt – und IHR, die Leser, seid der Mann mit der Pfeife, der an der Couch am Kopfende sitzt und sich alles anhören muss.
Das tut mir jetzt leid für Euch, was Ihr Euch schon alles anhören durftet. Und ich kann Euch versichern, dass es sich auch nicht abzeichnet, das sich an mir und meinem Geschreibsel in der Zukunft etwas ändern wird.

Also sorry nochmal.

Aber Ihr setzt Euch ja freiwillig mit der Pfeife an die Couch.
Da will ich Euch dann natürlich auch was bieten.

;o)

Warum bloggen?

Aus dem Freundeskreis wurde die Frage gestellt: Wieso überhaupt einen Blog schreiben?
Hmm… schwierig… wieso überhaupt bloggen…Nun, ich bin jetzt mal so pessimi-realistisch, und denke nicht, dass es jemanden interessiert, was ich so von mir gebe.
Das als erstes.Warum also dann überhaupt?

Ich denke mal, es gibt da wahrscheinlich zumindest 2 verschiedene Arten von Blogs, wohl eher sogar 3.
Und zwar…

Typ 1 – wirklich das Tagebuch im Internet.
Da wird reingeschrieben, was ich gegessen habe, was ich wo warum gemacht habe, mit wem ich mich vielleicht getroffen habe und vielleicht auch, wieviel Gramm Stuhlgang ich am Tag hatte…
Das ist wirklich für die Füße – und wenn ich die Person nicht kenne – was interessierts mich dann, wieviel Dünnschiß sie verbreitet hat?

Typ 2Buchbesprechungen oder Filmkritiken oder sonstwas spezielles
(Das haben wir ja bei dem Beispiel des tollen Autoren, der dann mit seiner Kritik nicht umgehen konnte.)
Leute beschäftigen sich gerne mit etwas und wollen andere an ihrer Meinung/Kritik teilhaben lassen, sofern sich diese dafür interessieren. Ist vielleicht nützlich, wenn man sich über Bücher/Filme/CDs eine Meinung bilden – oder Meinungen dazu hören will. Auch wenn diese Meinungen natürlich nur rein subjektiv geschrieben werden – und ich dann das besprochene Werk vielleicht dennoch gut/zum Ko…. finden kann.
Alles ohne Garantie.
Jedoch wenn man vielleicht schon bei mehreren Meinungen mit dem Bloggenden gleich lag – kann man eher etwas von dieser Meinung halten.

Typ 3 – Man spinnt ein wenig rum und schreibt über dieses und jenes
Das ist wohl eher mein Bereich. Ich hab auf der Arbeit ja öfters Zeit, gedanklich rumzuspinnen. Irgendwas beschäftigt mich und ich denke, ich muss das mal festhalten. Jetzt glaube ich nicht, wie gesagt, dass dies wirklich jemanden interessiert, wenn ich das jetzt blogge. Dazu finde ich meine Gedanken jetzt nicht super phantastisch ausformuliert oder sonstwas. Auch ist das für andere vielleicht eher Banane, was für mich Ananas ist… sozusagen. Aber – vielleicht stolpert zufällig doch mal jemand darüber, der damit etwas anfangen kann?
Wer weiß?
Und wenn ja – dann bekommt man darüber eventuell sogar eine Rückmeldung – was zumindest schon mal mehr ist, als ich überhaupt erwarten würde.

Ob dies jetzt wirklich Sinn macht – auch Ansichtssache.
Wenn man in einer guten Internetgemeinschaft steckt, oder einem guten Forum, kann man sich sicherlich auch dort entsprechend ausbreiten.
Aber dafür dann erst mal eine Gemeinschaft finden…?

Dann blogge ich doch lieber mal ab und zu – und vielleicht, vielleicht…
gibt es auch mal eine Reaktion auf was geschriebenes…