April April…

Ich denke, ich mache hier mal eine allgemeine Zusammenfassung, was sich im April so alles getan hat.
Einfach mal so.
Doch ich werde mir die berichtenswerten Sachen rauspicken. ;o)

Als erstes finde ich es berichtenswert, dass ich beides Mal meine geplanten Spätschichten nach meinen Nachtschichten in Frühschichten getauscht bekommen habe.
Oh, und das mir auf dem Weg zu den Nachtschichten wieder ein paar interessante Bilder mit meinem Communicator gelungen sind. :oD

 

Und das, obwohl mein Communicatortyp bei Tests in Bezug auf Bilder eher mäßig bewertet wurde.
Doch für mich reicht das. Erstmal. ^^

Ich hatte tatsächlich im April ein Wochenende frei – abgesehen von meinem Urlaubswochenende am letzten WE. An diesem freien Wochenende gab es einen Besuch auf dem Mittelaltermarkt am Schiffenberg, zusammen mit ein paar Freunden. Am Tag drauf ging es mit zu einer Wanderung in den Vogelsberg, zum Hoherodskopf. Auch hier durfte mein Communicator wieder ein paar Bilder machen, bei beiden Veranstaltungen.

Baum in Blüte auf dem Schiffenberg

 

Jetzt letztes Wochenende habe ich mir ein Urlaubswochenende gegönnt. So kam ich zu vier Tagen frei am Stück. Denn bis Februar hatten wir noch einen Schichtrhythmus. Und nach dem hatte ich Montag + Dienstag frei.
Seid März haben wir keinen Rhythmus mehr – aber die Wochenenden, die an genehmigten Urlaubstagen grenzen, werden dieses Jahr noch entsprechend als „Frei“ berücksichtigt. (Toll wird das dann nächstes Jahr… :o/)
Ich habe mir den Urlaub aus geburtstagstechnischen Gründen gegönnt. Was praktisch war, da am Sonntag meine Nichte Konfirmation hatte. Da hatte ich für dieses Wochenende längst Urlaub gewährt bekommen und musste mich nicht um extra frei bemühen.
So wurde dies ein Eurointensives Wochenende.

Ursprünglich wollte ich mit Freunden + Familie weggehen. Allerdings habe ich mich zu spät um die gewünschte Räumlichkeit gekümmert. So war der gedachte Nebenraum schon weg.
Also habe ich umgedacht.
Zumal nicht alle Freunde gekonnt hätten, bedingt durch Urlaub in Kuba.

¡Hola! ;o)

Mein Umdenken sah erst so aus, dass ich nichts mache. Dann wurde da ein Mittags-essen-gehen mit Eltern + Familie der Schwester draus. Und abends mit Fuchs + Drachenechse noch mal zum Essen.
Weil ich es aber blöd fand, einen Tisch nur für drei zu bestellen, habe ich kurzfristig noch in Wixhausen angefragt, ob er Zeit hat + mitkommen will.

Mit der Familie waren wir im Klara in Hanau – abends dann im Mutz in Niederursel. Da nämlich keine Wünsche geäußert wurden, habe ich das dann genommen, da es quasi ums Eck von den Mädels ist. Im „Lahmen Esel“ waren wir vor 2 Jahren schon, also dieses Mal das Mutz. Ich dachte, das ist so nah, da waren sie bestimmt noch nicht. Waren sie auch nicht, doch eher aus Kostengründen. War auf jeden Fall alles sehr lecker. Fuchs hat das erste Mal grüne Soße gegessen, und Drachenechse hatte zum Abschluss noch einen Lavakuchenschokogasmus. :oD
Anschließend haben wir noch zwei Runden Dixit-Tagträume bei den Damen gespielt.
Doch – ein schöner Tagesabschluss.
Und Sonntag war dann also die Konfirmation meiner Lieblingsnichte.
Wieder Essen satt.

Da meine Schwester aus versorgungstechnischen Gedanken damals den Bruder meines VvO zum Paten gemacht hat, habe ich kurz danach einen Sparvertrag abgeschlossen, weil ich meiner Nichte dann wenigstens zur Konfirmation + zum 18.ten nicht nur 10 Euro schenken wollte.
Und vor 14 Jahren wäre es nicht viel mehr gewesen, was ich hätte schenken können. Doch inzwischen geht etwas mehr. Ich habe aber in der Zwischenzeit die geplante Summe halbiert. Doch auch damit habe ich für große Augen gesorgt.
Überhaupt – meine Nichte ist so süß. Sie hatte eher mit 10ern oder vielleicht 20ern gerechnet. Nachdem sie aber alles geöffnet hatte, waren es ein paar Euros mehr. ;o)
Als Abschluss hatte ich noch ein … „Spezialgeschenk“ für sie: Den ersten Teil von Lockwood & Co, zusammen mit einer Reisetoilette – quasi einen Eimer mit Klobrille + -deckel. Für den Fall, dass sie sich nicht in die dunkle Wohnung traut nach dem Lesen.
Und ihr hat dieses Klo tatsächlich gefallen. Auch wenn es wohl eher in den Garten hinauskommt. Da es eh als Gag gedacht war, umso besser, wenn es tatsächlich Verwendung findet.
Damit war auch dieses Wochenende rum.

Bleiben noch die letzten 2 freien Tage…

Da diese absehbar waren, habe ich dorthin Termine von meiner Zahnärztin + neuer Hausärztin gelegt. Bei meiner Zahnärztin für meine erste komplette Zahnreinigung + Unterweisung in Zahnseide etc.
Bei meiner Hausärztin war es ein Antrittsbesuch, da meine alte Ärztin die Praxis geschlossen hat. Na, mal sehen, wie oft ich in Zukunft zum Arzt muss. Aus Prinzip hoffe ich hoffentlich nicht so oft. ;o)

Gestern Nachmittag habe ich dann eingekauft.
Einmal Ausstattung Zahnpflege, bitte. ^^
Oh – und einen Koffer.

Den hatte ich mir am Samstag schon ausgeguckt, denn ich wollte einen neuen, gescheiten Koffer. Am liebsten in Grün, Hartschale + mittelgroß. Und sowas stand im Kaufhof rum. Genau in dem Farbton + Größe, wie ich wollte.
Ich bin dann davon ausgegangen, dass er – genau wie alle anderen Koffer in der Größe + dem Hersteller – auch 110 Euro kosten wird. Denn er hatte als einziges kein Preisschild oder ähnliches anhängen.
Als ich mit ihm dann gestern an der Kasse stand und die Dame an der Kasse die Artikelnummer von einem kleinen, eingenähten Zettel übertragen hatte… kostete er nur 40.
Da war ich überrascht. Positiv. :oD
Was für ein Schnäppchen!
Und so schön grün… *GGG*

Jetzt sollte ich mich wirklich mal ums Flugticket kümmern.
Wird langsam Zeit.
(Und was soll ich sagen – es geht schneller als man denkt. Bevor ich meinen Beitrag hier übertragen und abgetippt habe, habe ich jetzt meinen Hin- und Rückflug gesichert. Jetzt brauche ich nur noch ein Auto… und meine Unterkünfte.)

Island – ich komme.

 

Nah sein

Bedingt durch die jahreszeitliche Stimmung hatte ich einen Gedanken, der sich nun bereits einige Tage in meinen Gehirnwindungen aufgehalten hat.
Heute war er endlich so freundlich, auf mein Blatt zu flattern:

 

Nah sein

Warme Haut
weich und seiden
berühren
streicheln
nah sein.

Halten
gehalten sein
spüren
gespürt werden
nah sein.

Miteinander
gemeinsam
zusammen
verbunden
nah sein.

Jetzt
später
immer
ewig.

Nah sein.

 

Tanz + Theater / Theater + Tanz

 

Ich habe letztens das Video eines Präsentationszusammenschnittes einer Berliner Tanzschule gesehen.
Also, keiner Tanzschule, in die man als Jugendlicher geht, um Standardtänze zu lernen…
machen Jugendliche das eigentlich heutzutage noch?
Nun, in diesem Falle meine ich eine Schule für Tänzer.
So brotlose Kunst und so. ;o)

Ich fand das, was ich da in den 3 Minuten gesehen habe, durchaus faszinierend. Wenn ein*e Tänzer*in in vollem Lauf angestürmt kommt, das Gegenüber anspringt und sich dann um dieses zusammenrollt und oben hält – während das Gegenüber nicht nur stehenbleibt, sondern dabei ganz leicht und mühelos dabei aussieht… Und das mehrmals, in verschiedenen Varianten… Wow.

Das sollte ich mal machen. Alleine durch meine Masse würde ich mein Gegenüber umhauen. Abgesehen davon, dass ich mich bestimmt nicht am Bauch oder wo auch immer halten könnte, sondern runterrutschen würde wie ein Ring, den mensch über einen Stab geworfen hat. ;o)

Nachdem ich das Video gesehen hatte, musste ich an die Erarbeitung einer Szenencollage denken, an der ich vor gut 30 Jahren *sfz* teilgenommen habe. Das erste eigene, selbstentworfene Stück unserer Theatergruppe damals:

„GØTTERSPIELE“

Eine Collage mit Spielszenen, Musikszenen, Kaspertheater mit lebenden Kasperlpuppen *G*…
Im Szenenfindungsprozess hatten wir u.a. auch das Lied „Room 101“ von Eurythmics, zu dem wir improvisiert haben.

Und daran musste ich also denken, nachdem ich das Video gesehen hatte, denn ich habe mich gefragt, wie wohl so ein Tanzstück erarbeitet wird, und was da so dahinterstecken mag?

Denn als wir unserer Theatergruppe das erste Mal gezeigt haben, was wir zu der Musik gemacht haben, kam als erste direkte Frage unserer Teamer
„Und was ist da der Sinn?“
Den hatten wir (noch) nicht, sondern einfach nur den Gedanken, wie wir uns zu dieser Musik zu bewegen haben/bewegen wollten. Das war dann lange Zeit ein Streitpunkt zwischen uns und den Teamern:
„Diese Szene kommt so nicht auf die Bühne, solange da kein Sinn dahinter ist.“

Wie ist das beim Tanzen?

Klar, es gibt Bilder, die entstehen und gebaut werden. Also wird hinter allem auch ein Sinn stehen, auch wenn man ihn als Zuschauer nicht direkt erkennen kann. Denke ich.

Aber wie ist es dann, wenn eine*r eine Solotanzsequenz hat: Da wird wohl kaum festgelegt, wie jede einzelne Bewegung auszusehen hat? Ich denke, da läuft viel spontan. So dass sicherlich nicht jede Aufführung genau gleich aussehen wird. Oder doch nicht?
Außerdem: wird jede Bewegung bis aufs i-Tüpfelchen begründet?
Das kann ich mir nicht vorstellen.

Wir haben einmal – zu Spiel-Wut-Zeiten, vor bald 10 Jahren – etwas entworfen, mit dem wir Werbung machen wollten. Quasi eine Art Straßentheater, nur mit + zu Musik.
Wir haben da unsere Szenen auch nicht nach einem großen „Sinn“ entworfen. Gut, wir haben für jede Szene einen Sinn für uns darinnen gehabt, doch hauptsächlich haben wir uns Musik herausgesucht; überlegt, was wir dazu machen können und warum… und dann war die nächste Überlegung: Was für Musik jetzt + wie machen wir den Übergang…?

Damit sind wir dann letztlich nicht auf die Straße, weil wir uns nicht so recht getraut haben:
Wie ist das mit Straßentheater und Musik aus der Konserve? Rechte? Darf man überhaupt einfach irgendwo einen Rekorder hinstellen und etwas machen?
Das war uns alles zu ungewiss.
Wir haben es dann aber wenigstens einmal in Meiningen während der Theaterwerkstatt 2011 gemacht. So samstags abends, als offiziellen Programmpunkt. Weil das Thema dieser Werkstatt gut zu Straßentheater gepasst hat. Deswegen war mein Gedanke:
Lasst es uns wenigstens da mal machen.

Also haben wir alles wieder aufgefrischt: Was + wie… Ich musste die Musik wieder zusammenfinden + brennen… Und haben es als etwas von Spiel-Wut offiziell angemeldet.
Da die Drachenechse zu dem Zeitpunkt gerade in München auf der Schule war, haben wir dann den Samstagabend als letzte Probegelegenheit genutzt, während alle anderen beim Abendessen saßen. Und nach dem Abendessen haben wir es vorgespielt.

Der Saal in der VHS Meiningen hat auf einer Seite eine kleine, etwas erhöhte, Bühne, auf der während der Werkstätten geprobt und auch Stücke gespielt werden. Wir waren – meines Wissens – die ersten, die es nicht so gemacht haben.
Da wir diese Sache als Straßentheater gedacht hatten, war es so angelegt, dass wir in alle Richtungen gespielt haben. Deswegen haben wir uns von den Meiningern ein großes Seil aus deren Fundus geliehen und haben damit mitten im Saal einen Kreis und damit unsere Spielfläche gelegt. Dort hinein haben wir uns gesetzt, als dann alle Werkstattteilnehmer hochgekommen sind, um sich darum herum zu setzen. Als alle da waren, habe ich noch kurz etwas zur Begrüßung gesagt + dann die CD angeschmissen.

Und es lief.

Lief richtig gut.

Auch ohne allumfassenden Sinn. ;o)
Die Rückmeldungen waren sehr positiv. Ein Mitspieler war über die Reaktion auf eine Passage… nicht so ganz gefasst. Dabei war sie schon durchaus so von uns provoziert. Doch das er dann wirklich ausgepfiffen + -gebuht wurde, daran hatte er kurz zu knabbern. :oD
Ach ja… natürlich wurde diese Präsentation nicht mitdokumentiert. So habe ich nur irgendwo noch die CD mit der Musik herumfliegen.
Sollte sie zumindest. Seitdem bin ich nicht umgezogen. ^^

Bei dieser Präsentation haben wir einige Sachen strikt choreografiert, andere waren spontaner. Ich kann mir vorstellen, dass dies bei einer Tanzperformance so ähnlich sein dürfte. Manche Sequenzen sind strikt choreografiert, alleine schon aus Gründen der Symmetrie; andere haben Platz für Improvisationen. Und vielleicht gibt es auch irgendwo einen Sinn dahinter, der ab und zu aufblitzt. Vielleicht aber auch nicht.

Vielleicht werden im Laufe des Unterrichts auch einfach „nur“ verschiedenste Übungen und Szenen erarbeitet, welche dann in so einer Performance teilweise präsentiert werden. Wie z.B. jemanden mit vollem Schwung anspringen und sich um dessen Bauch zu wickeln, ohne das mensch herunterrutscht oder der andere umfällt.

Wie bei einer normalen Werkstattpräsentation auch.

Ich habe keine Ahnung, musste aber jetzt mal darüber nachdenken. Wie es halt so ist.

Weiß jemand mehr? ;)

 

 

Kleine Umfrage

Hey – mal was anderes.

Ich möchte Euch mal was fragen – für ein kleines Gedankenprojekt meinerseits.
Und zwar:

Welches Zeitalter oder Genre würdet Ihr gerne mal in einem Freizeitpark erleben?
Also einfach angenommen, alles wäre möglich – womit würdet Ihr Euch gerne mal beschäftigen?

Als Beispiele seien jetzt hier einfach mal genannt – und können auch aufgegriffen werden:

Wilder Westen, Mittelalter/Ritter, Antike (alte Rom/Griechen/Ägypter), Fantasy (zB Herr der Ringe-Setting), Piraten, Wilden Zwanziger, Science Fiction (Star Wars/Trek), Jurrassic Park…

In welcher dieser Welten würdet Ihr Euch gerne mal aufhalten und Abenteuer erleben – oder in welcher anderer Welt?

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit – ich bin gespannt. ;o)

Das Genre ‚Fantasy‘

Ist groß.
Soviel sei direkt am Anfang mal klargestellt.

Ich hatte mich über dieses Thema vor einiger Zeit mal mit einer meiner Lieblingsbuchhändlerinnen – inzwischen leider Ex-Buchhändlerin – unterhalten. Da sie nämlich selbst bisher kein Fantasy gelesen hat. Und gerade letzte Woche habe ich in einem Kommentar auf meinen Autorenbeitrag zu meinen besonderen Fantasyautoren verwiesen. Dabei kam mir der Gedanke: Warum nicht mal einen Beitrag zu diesem Thema schreiben? Wenn mir in einer Unterhaltung schon so viel einfällt, dann doch bestimmt auch, wenn ich meine Gedanken dazu mal sammle und niederschreibe. Damit sich Leute, für die das Genre „Fantasy“ bisher noch nicht auf der Lesekarte stand, vielleicht doch mal reinschnuppern wollen/können.

Diese Zusammenfassung spiegelt rein meine eigene Meinung wieder. Wenn jemand anderer Meinung ist, oder zusätzliche Autoren- + Büchervorschläge machen möchte, ist dies in der Kommentarecke ganz einfach möglich.

So wie dies hier auch nur meine Meinung wiedergibt, kann ich natürlich auch nur Autoren und eventuell Bücher nennen, die mir bekannt sind oder meinem Geschmack entsprechen. Da die Geschmäcker nun mal verschieden sind, muss dies anderen Menschen nicht gefallen. Es kann sich hier also nur um einen Ansatzpunkt für das Genre „Fantasy“ handeln. Doch genug des Vorgeplänkels. Auf ins Getümmel. ;o)

Wo fange ich an?

Wie gesagt, das Genre Fantasy ist groß.

Nun, grob gesagt, würde ich behaupten, Fantasy ist alles, das fantastische Elemente enthält: Hexen, Magier, Zauberer, Magie, Riesen, Götter, Dämonen, Teufel, Werwölfe, Geister, Trolle, Elfen, Zwerge, Drachen, Vampire… usw. usf.

Wenn ich dies jetzt so betrachte, kann ich durchaus behaupten, dass zum Beispiel Goethes „Faust“ Fantasy ist. Schließlich gibt es darinnen Teufel, Magie…
Das der „Sommernachtstraum“ von Shakespeare erst recht ins Fantasygenre fällt, steht dann ganz außer Frage. Hallo? Elfen? Magie? Fantasy. Ganz klar.
Wenn jemand diese Theaterstücke lesen oder ansehen kann, ohne gleich zu meckern „Das geht ja alles gar nicht. Das ist ja voll unlogisch!“, besteht zumindest die Möglichkeit, dass sie/er auch anderen fantastischen Variationen offen gegenübersteht. (Zum Beispiel „Macbeth„.) ;o)

In den Fantastischen Bereich fallen in meinen Augen auch alle Arten von Mythen + Mythensammlungen. Egal ob ägyptische, griechische oder nordische Götter…
Zu den nordischen Göttern hat Neil Gaiman gerade erst – quasi – eine eigene Bearbeitung herausgebracht. Auf Deutsch heißt diese „Nordische Mythen und Sagen“ und erscheint beim Eichborn Verlag. Stephen Fry hat sich der Griechen angenommen. Sein Buch heißt „Mythos“ – und gibt es wohl bisher nur auf Englisch.
Beide Bücher habe ich jedoch selbst (noch) nicht gelesen. Neil Gaiman hat auch bereits in einigen seiner vorherigen Bücher mit Göttern gearbeitet. Ich denke, darauf werde ich dann nochmal zurückkommen.

Wenn jemand also das erste Mal ins Genre hineinschnuppern will, ginge dies durchaus über Mythologie. Allerdings könnte das noch zu… unfantastisch empfunden werden, weil gesagt werden könnte: Fantasy ist Fantasy – und Mythologie ist Mythologie.

Nun… wie fängt mensch dann an?

Da sei jetzt direkt gesagt: Niemand muss mit dem „Herrn der Ringe“ anfangen. Es gibt genug Möglichkeiten, sich an die Fantasy heranzutasten.

Ein Weg führt über die Kinder- und Jugendbuchabteilung. (Diese Bücher dürfen übrigens auch Erwachsene lesen – nur um Unklarheiten vorzubeugen. ;o))

Als Beispiele dafür möchte ich die Harry Potter-Bücher von J.K. Rowling vorschlagen. Oder „Die Unendliche Geschichte“ von Michael Ende.
Diese beiden Vorschläge sind im Altersbereich ja so ab 10/11 angesiedelt, denke ich. Entsprechend „einfach“ ist da noch der Einstieg. Bei Harry Potter sollte man aber auf jeden Fall mit dem ersten Buch anfangen, dem „Stein der Weisen„, um sich dieser Welt langsam anzunähern. Ich fand den ersten Band damals ok – doch so richtig gepackt hat es mich erst ab dem Ende vom zweiten Buch. Davor war es eher so… informelles lesen.

Auch in die Jugendecke fällt Jonathan Stroud. Einmal mit der „Bartimäus„-Trilogie (plus Teil 4, den ich… ‚hmm‘ fand.) Noch etwas düsterer wird es dann mit „Lockwood & Co„. Über die Serie will ich vielleicht noch mal einen eigenen Extra-Beitrag schreiben. Jetzt möchte ich nur schon mal anmerken, dass sie zwar in der Buchhandlung in den Altersbereich ab 11 einsortiert wird, ich dieser Einteilung jedoch etwas skeptisch gegenüberstehe. Da es hierbei um Geister und den Kampf gegen solche geht, würde ich das Alter wohl etwas höher ansetzen. Es sei denn, ein Kind/Jugendlicher hat wirklich schon sehr viel gelesen, unter anderem vielleicht auch mehr mit Geistern etc. (Meine Nichte bekommt den ersten Teil jetzt von mir demnächst zu ihrer Konfirmation. Ich denke, ihr könnte das gefallen.) Wahrscheinlich bin ich mit der Altersangabe auch einfach skeptisch, weil meine Neffen jetzt 11 sind, ich aber denke, dass sie noch nicht soweit sind.

Für etwas furchtsamere Gemüter (und meine Neffen) würde ich empfehlen, erst mal die Bartimäus-Bücher zu lesen. Darinnen geht es um Zauberer und beschworene Dschinns.

Wo wir gerade bei Geistern, gruselig und Kinderbücher waren, fallen mir doch grad noch zwei Bücher von Neil Gaiman ein. Nämlich „Das Graveyard Buch“ und „Coraline„. Auch zwei gute Bücher. Von „Coraline“ gibt es ja auch einen Animations-Film, und im „Graveyard Buch“ geht es um einen Jungen, der auf einem Friedhof aufwächst und von Geistern und anderen Wesen umsorgt wird.

Wenn wir gerade in der Gruselabteilung sind, schauen wir uns hier doch noch ein wenig um. Denn ja, auch so einige Horrorbücher kann man der Fantasyecke zuschieben. Vielleicht jetzt nicht alle + offiziell, aber doch so einige. Mir fällt da „Es“ von Stephen King ein, oder „Cabal“ von Clive Barker. Ob es gute Fantasy-Einstiegsbücher sind? Wenn man auf Horror steht, vielleicht.

Die klassischsten Vertreter des Horrors sind ja eigentlich auch die Gründer dieses Genres überhaupt: Mary Shelleys „Frankenstein“ und Bram Stokers „Dracula„.
Frankenstein habe ich, ehrlich gesagt, selbst noch nicht ‚vollendet‘. Und auch Dracula habe ich erst beim zweiten Versuch geschafft.
Weitere klassische Vertreter in diese Richtung wären wohl noch E.T.A. Hoffmann und Edgar Allan Poe. Allerdings habe ich selbst auch diese beiden Autoren nur stückchenweise geschafft – wenn überhaupt. ;o)

Wo wir gerade auch bei Vampiren waren, muss ich auf jeden Fall noch „Die Chronik der Vampire“ von Anne Rice nennen. Deren erste drei Bücher fand ich richtig gut: „Interview mit einem Vampir“ (oder wie es in der ersten deutschen Ausgabe noch hieß „Schule der Vampire“), „Der Fürst der Finsternis“ + „Königin der Verdammten„.
Dann hat Anne Rice u.a. noch eine Serie über die „Mayfair-Hexen“ geschrieben, doch davon habe ich noch nichts gelesen.

Sollte mensch sich mit dem Vampirismus infiziert haben, gibt es inzwischen genug andere Werke, mit denen mensch sich dann weiter beschäftigen kann. Ich würde das schon fast als „Schwemme“ bezeichnen. Doch vielleicht ist sie ja inzwischen wieder etwas abgeklungen.
Als ein etwas anderes Horror- und/oder Vampirbuch möchte ich hier von A. Lee Martinez wenigstens noch kurz „Diner des Grauens“ erwähnen: ein Werwolf und ein Vampir sind unterwegs und retten wohl immer wieder mal die Welt.

All diese Vampir- und Horrorbücher fallen auch unter den großen Fantasy-Genrebereich „Urbane Fantasy“. Dabei handelt es sich um Fantasy, welche in einer (der) normalen Welt angesiedelt ist. Hierunter fällt zum Beispiel auch „Oneiros“ von Markus Heitz, in dem jemand den Tod herbeischlafen kann. Oder wieder mehrere Werke von Neil Gaiman: „American Gods“ – wieder ein Werk mit Götterbeteiligung; „Niemalsland“ (oder im Original „Neverwhere“) über ein Leben unter London; oder auch „Der Ozean am Ende der Straße„.
Außerdem auch gibt es die Reihe um Peter Grant von Ben Aaranovich, „Die Flüsse von London„, mit Zauberei, Flußgöttern und vielem anderem. ;o)

Wenn mensch gerne historische Romane liest, könnte er/sie sich dem Fantasygenre auch über die „Feuerreiter Seiner Majestät“ von Naomi Novik annähern: Diese Bücher spielen zur Zeit der Napoleonischen Kriege – nur mit Drachen auf allen Seiten. Als Kurierflieger, Bomber, Lasttiere + Waffen. Auch hier sollte mensch mit dem ersten Buch der Reihe, „Drachenbrut„, beginnen, um leichter hineinzukommen.

Damit komme ich jetzt in den „normalen“ Fantasybereich, den ich durchaus noch weiter unterteilen könnte, z.B. in „High Fantasy“ und „Low Fantasy“, doch gibt es diese Unterteilungen an den Bücherregalen auch nicht. Kann ich mich zumindest nicht dran erinnern. ;o)

Ich beginne mal mit dem humorvollen Teil, wie ich finde. Denn jetzt komme ich zur Scheibenwelt von Terry Pratchett! Eine meiner absoluten Leseheimaten. Definitv.
Insgesamt gibt es – Wikipedia sei Dank – von der Scheibenwelt 41 Romane. Wobei ich die ersten beiden – „Die Farben der Magie“ und „Das Licht der Phantasie“ – nicht als Einstieg in die Scheibenwelt empfehlen würde. Dafür eignen sich das dritte Buch „Das Erbe des Zauberers“ oder das vierte „Gevatter Tod“ irgendwie besser. Denn die ersten beiden sind, in meinen Augen, eher eine Fantasy-Parodie, und Terry Pratchett war da wohl noch auf Erkundungstour. Doch ab dem dritten und allen weiteren Büchern hat er aus der mittelalterlichen eine immer modernere Scheibenwelt geschaffen. Und diesem Fortschritt zu folgen war klasse.

Wie gesagt: Dies ist meine persönliche Meinung.

Terry Pratchett hat übrigens zusammen mit Neil Gaiman auch ein Werk der urbanen Fantasy geschaffen: „Ein gutes Omen“ (Good Omens). Ein Buch, in dem ein Engel und ein Dämon den Weltuntergang und das Jüngste Gericht verhindern wollen, da es ihnen auf der Erde eigentlich ganz gut gefällt. Ein alleiniges, reines Fantasywerk von Neil Gaiman dagegen ist „Der Sternenwanderer„. Ein sehr schönes Buch und ein toller Film.

Was fallen mir denn jetzt noch für Lesevorschläge ein, abgesehen wirklich vom Klassiker „Der Herr der Ringe“ von J.R.R. Tolkien – oder dem neuen Klassiker (kann man das schon sagen?) „Das Lied von Eis und Feuer“ (Game of Thrones) von Georg R. R. Martin?

In den amüsanten Bereich fällt definitiv die „Dämon zuviel„-Reihe von Robert Asprin. (Bei ihm sind Dämonen übrigens Dimesionsreisende.) Inwiefern mensch die Bücher dazu aber noch im Handel findet – schwer zu sagen.

Wenn jemand sich dem Genre über die Literaturschiene nähern will – weil mensch vielleicht ein/e begeisterte/r Leser/in der Werke von Brontë oder anderer klassischer Autoren ist, sollte man einen Blick in die „Thursday Next„-Reihe von Jasper Fforde werfen. Hier haben literarische Figuren ein Leben neben ihrem Leben in ihren eigenen Geschichten. Vielleicht etwas ähnlich wie mit der „Tintenherz„-Reihe von Cornelia Funke. In beiden schaffen es Figuren, in die Realität zu „entkommen“.

Abgesehen von seinen Urban Fantasy-Büchern wie ja z.B. schon erwähnt „Oneiros“ hat Markus Heitz auch „richtige“ Fantasy geschrieben. Am bekanntesten dürfte wohl seine „Die Zwerge„-Reihe sein. In den Bereich der Fantasy-Reihen für Kinder und Jugendliche fallen mir dann jetzt noch die „Narnia„-Bücher von C.S. Lewis ein. Wobei mir persönlich irgendwann das verpackte Christentum zu viel wurde. Aber es gibt auch noch die „Der Goldene Kompass„-Reihe von Philip Pullman. Oder nochmal mit griechischem Göttereinschlag „Percy Jackson“ von Rick Riordan.

Was noch…

Irgendwie fällt mir jetzt nicht mehr viel ein.

Mensch kann natürlich auch einfach mal in die Buchhandlung seines/ihres Vertrauens und Wahl gehen, und sehen, was das Fantasyregal dort so zu bieten hat.

Dort wird es dann bestimmt auch so dicke Bücher von z.B. Tad Williams geben. Da sollte mensch sich dann überlegen: Will ich wirklich mit so einem dicken Schmöker den ersten Versuch starten? ;)

Oh – mir fällt gerade ein, dass ich Walter Moers ja ganz vergessen habe. Diese ganz eigene Fantasierichtung von ihm… damit kann mensch auch prima beginnen. Ich sage nur „Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär„.

Oh – und die Klippenrand-Chroniken habe ich auch vergessen. Das ist definitiv Fantasy, die für Kinder (auch) gedacht ist, weswegen man sie auch im Kinder- und Jugendbuchbereich finden dürfte. Geschrieben sind sie von Paul Stewart und wunderbar illustriert von Chris Ridell.

Denn – wie gesagt – man muss nicht mit dem „Der Herr der Ringe“ beginnen. Er ist kein „Muss“ für dieses Genre. Nur, wenn mensch sich dann wirklich dafür interessieren sollte, kann sie/er sich auch daran machen, ihn zu lesen. Aber so ist das ja eigentlich mit allen Büchern.

Ich hoffe, ich habe jetzt mit diesem Beitrag mehr informiert als verwirrt. Sicher habe ich auch noch viele Autoren und Autorinnen vergessen. Und je länger ich für die Be- und Verarbeitung dieses Blogbeitrags benötige, desto mehr fallen mir noch ein. Doch jetzt schließe ich dieses Werk ab. Falls irgendjemand etwas dazu sagen möchte:

Ich bin ganz Ohr.

Und Papier ist ja geduldig. ;o)