Buch gleich voll

Notizbuch A5

Es ist wieder mal soweit.

In meinem Vorschreibe-Buch habe ich jetzt noch fünf A5-Seiten. Die mach ich nun voll. Mal schauen, was alles noch reinpasst.

Mit das Wichtigste: Meine alte Madame.

Meine Katze Socke schaut aus der Höhlr des neuen Kratzbaums heraus.Seit 2-3 Tagen habe ich das Gefühl, dass sie inzwischen wohl wieder etwas mehr Bröckchen vom Futter zu sich nimmt. Gestern + Vorgestern habe ich längst nicht so viel weggeworfen wie davor. Außerdem kam sie in den letzten Tagen an einigen Abenden nach dem Licht-aus tatsächlich noch zu mir und ist für kurze Zeit unter die Decke geschlüpft. Nicht jeden Abend, aber 3-4 waren es schon. Immerhin.

Das bedeutet jetzt nicht, dass eine Wunderheilung erfolgt ist, und alles wird wie vorher – aber zumindest sind wir jetzt bereits fast 3 Wochen im neuen Jahr. Das ist mehr, als ich mir vor 3 Wochen ausgemalt hätte. Solange sie noch reinhauen kann…

Was gibt es noch…

Kontakt-Tagebuchanzeigen der Corona-App: Dienstag 11.01.22 Erhöhtes Risiko aufgrund von mehreren Begegnungen mit niedrigem Risiko. Montag, 10.01.22 Erhöhtes Risiko aufgrund der von der App ausgewerteten Begegnungen Sonntag, 09.01.22 Erhöhtes Risiko aufgrund der von der App ausgewerteten Begnungen. Samstag, 08.01.22 Erhöhtes RisikoMeine Kollegen hier nerven. Und der letzte Block oben in der Fluggastkontrolle hat mir 6 Tage Begegnungsalarm bei der Corona-App beschert.
Na Dankeschön.

Auch habe ich heute nochmal telefonisch abgeklopft, wann 2 Wochen Urlaub möglich wären – da mir der Alternativ“vorschlag“ für meinen Jahresurlaub nicht gefällt. Denn der wäre dann Ende März/Anfang April – statt Mitte April. Da ich allerdings auch Anfang März gut 1 Woche beantragt hatte – in Vermutung auf einen Drehleierkurs – brauche ich da (noch) keinen Jahresurlaub.

Hab‘ ich also einen neuen Antrag ausgefüllt, mit einer Woche Ende April über meinen Geburtstag, und eine Woche im November angehängt, an eine Woche, die ich da bereits beantragt (und genehmigt bekommen) hatte. Dann wären das 2 Wochen Jahresurlaub im November.
Why not.

Mein Communicator hatte vorhin Schluckauf. Plötzlich lief keine Musik mehr. :oO
Und keine Videos, egal ob von Insta oder vom Communicator selbst. Also musste er mal wieder neu gestartet werden. Und jetzt geht’s auch wieder mit der Musik.

Tatsächlich nutze ich dafür jetzt meine geschenkten Ohrstecker von Drachenechse + Fuchs. Denn da ich für die App ja eh Blauzahn anhabe… So ist es vielleicht nicht so auffällig wie sonst mit MP3-Player + Kabelhörer.
Was ich da noch nicht wirklich getestet habe, wäre das Telefonieren.

2 Seiten noch…

Da wird mich doch nicht etwa die Inspiration verlassen?! Hallo?

Draufsicht Regelwerke D&D 5Gut. Zu D&D.

Wir haben letzten Freitag endlich unseren Ausflug nach Dürrstein abgeschlossen. Der „One Shot“…
Hm. Das waren jetzt… *an den Fingern abzähl…* gut 7-8 Abende. Und es hätte definitiv noch Zeug zum Entdecken gegeben. Vielleicht ja auch, wer die böse Chefin der Bande wirklich gewesen sein könnte…
Nun, erstmal nicht.

Allerdings ist uns in der Stadt dann eine Mitspielerin verlustig gegangen. Doch der Rest kam mit meinem „Führungsstil“ wohl soweit zurecht.

Und für den einen Abgang gibt es wohl beim nächsten Mal zwei Neuzugänge. GMS will es mal versuchen – und der Aufruf eines Mitspielers hatte auch Erfolg. Wie er dann beim letzten Spieleabend mitteilte, sogar noch mehr. Er hätte wohl noch 5 weitere Spieler mitbringen können. Kraaass…

Ja, Jetzt muss noch nach Extrawünschen beim Steigern gesehen werden. Außerdem eine helfende Hand bei der Charakter-Erschaffung der Neuen…
Na, wenn ich Glück habe, habe ich nur noch morgen, und Mittwoch dann frei. Einen Tag mehr Wochenende. Da kann ich auch da mal nachsehen.Anschlüsse des PCs

Letzte Woche habe ich mir jetzt einen Adapter von VGA auf HDMI organisiert. Und nach Rumpfriemeln + Fummeln + Umstellen + Ausprobieren klappt es tatsächlich nun mit 2 Monitoren bei meinem neuen Rechner. Und den richtigen Anschluss für meine Lautsprecherboxen vom alten Rechner habe ich auch rausbekommen.
Da waren halt einfach zu viele möglichen Anschlussmöglichkeiten.

Sodele.

Damit hätte ich jetzt dieses Buch auch gefüllt. Wie lange habe ich dafür gebraucht?
Der erste Beitrag hier war „Augen auf“ vom 19.11.2020. Jetzt ist der 17.01.2022…
Also ein bisschen länger als ein Jahr.
Mal sehen, wie lange ich für das nächste brauche.

Und dies ist übrigens mein veröffentlichter Beitrag Nummer 401.
(Ok – einen hatte ich mal gelöscht… also wohl in Wirklichkeit Beitrag Nummer 402 – aber halt existierender Beitrag Nummer 401.)

 

Kleiner Schreibtisch mit PC und zwei funktionierenden Monitoren

Was für ein Tag

Heute war der letzte Tag meines Blockes Fluggastkontrolle.
Endlich.
Zum Glück hatte ich nur 5 Tage lang 5-Stunden-Schichten, nämlich von 8 – 13 Uhr. Die lassen sich zur Not mal aushalten. Und ich vermute, ich habe nur deswegen diese kurzen Schichten bekommen, weil wir „unten“ keine Kurzschichten mehr haben. Allerdings sollen ja Stunden abgebaut werden, damit die dann im Sommer wieder aufgebaut werden können. Also bleibt nur… eben.
Aber: Geschafft.

Meine wichtigste Überlegung war mit, wo ich vor der Schicht was esse. Und nachdem ich am ersten Tag noch beim Bäcker am Hauptbahnhof eingekauft habe, bin ich die nächsten Tage immer in Kantinen vom Flughafen gegangen. Denn es ist schon ein kleiner preislicher Unterschied, ob ich für 2 belegte Brötchen + O-Saft etwas mehr als 9 Euro zahle, oder halt für ein belegtes Brötchen in der Kantine einen Euro – oder halt etwas anderes esse.

Der letzte Tag ging auch gut los.
Nämlich genau genommen am Abend vorher, vor dem Zubettgehen. Denn da kam ich tatsächlich mal wieder auf den Gedanken, meine Corona-App zu aktualisieren… Und was soll ich sagen:

Ich habe das erste Mal Rot gesehen.

Anzeige der CORONA Warn-APP Auf Rot unterlegtem Feld steht: Erhöhtes Risiko Begegnungen an 1 Tag mit erhöhtem Risiko Am 06.01.2022 Aktualisiert: Heute 22:53 Uhr

Also habe ich bei meiner Firma angerufen, um das mitzuteilen und das weitere Vorgehen abzusprechen. Dann habe ich noch einen Bürgertest am Flughafen für heute Morgen gebucht, bevor ich auf Matrazenhorchdienst gegangen bin.

So bin ich also heute als Erstes, nach dem Eintreffen am Fluchhafen, nicht zur neuen Kantine zum Frühstücken gegangen, sondern zur entsprechenden Stelle zum Testen.
Ergebnis: Negativ. Wie erhofft.
Das Ergebnis habe ich dann beim Frühstücken als E-Mail bekommen. Also war der Arbeitstag gesichert.

Nachdem ich die Steuerung darüber informiert hatte, sowie meinen Testnachweis einem OTL vor die Nase gehalten hatte, konnte der Arbeitstag endlich anfangen.

Dies tat er mit Computer spielen.

Zumindest nenne ich so unser Tutoren-Programm, mit dem wir unsere Bildschirmerkennung trainieren sollen.
Eine Runde geht 25 Minuten – und ich durfte davon gleich zwei machen. Was eher ungewöhnlich ist. Aber gut. So war ich zumindest schon mal eine Stunde beschäftigt.

Danach ging es ans Gerät.

Hatte ich mir die ersten beiden Tage noch mit Wannenschieben vertrieben, bin ich wenigstens die letzten 3 Tage noch in die normalen Runden eingestiegen. Dabei durfte ich auch feststellen, dass ein 5-Stunden-Tag in Verbund nicht so schmerzend ist, wie nur Wannen schieben. Wieder was gelernt. ;o)

Heute habe ich nun am Gerät direkt einen der Einleger abgelöst. Ich dachte mir, dass ich heute damit anfange. Dort habe ich auch gleich mal die ersten Minuten alleine gewerkelt, weil wohl noch nicht alle da waren… und nach etwa 10 Minuten am Gerät ist ein Realtest bei uns aufgeschlagen.

Dabei handelt es sich um eine Überprüfung unserer Arbeitsleistung durch die Bundespolizei, ob wir auch alles so erkennen und finden, was wir erkennen und finden sollten. Sei es an einer Person – oder im Handgepäck.

In unserem Fall war es im Handgepäck – und wir haben den Test bestanden. Anschließend haben unsere beiden Kolleginnen, die damit direkt zu tun hatten, ein Lob bekommen. Auch unser gesamtes Team wurde gelobt. Das heißt, auch ich als Einleger habe wohl meine Sache ordentlich gemacht, auch wenn ich für zwei gearbeitet hatte. ;o)

Dies war in meinen bald 17 Jahren am Flughafen tatsächlich der erste Realtest, der direkt in meinem Team aufgeschlagen ist. Einmal habe ich einen bei einem Nachbarteam mitbekommen.
Das ist das Gute am Gate – bei uns gibt es so etwas (noch) nicht.
Zum Glück.

Mit der Bezeichnung intern konnte ich allerdings noch nichts anfangen – so dass ich bei dem neuen Codewort mit „Hä? Was?“ reagiert habe. Zum Glück haben die anderen das gleich kapiert, und mit dafür gesorgt, dass erstmal keine Fluggäste mehr zu uns kamen.

So waren wir da eine ganze Weile beschäftigt, bis alles besprochen und das Röntgengerät neu gestartet war – damit wir uns nicht das entsprechende Bild nochmal ansehen konnten.
Sonst ist ja die zukünftige Überraschung weg.

Als dies alles erledigt war, konnten wir wieder weiterarbeiten. Bis wir eine Kaffeepause bekamen. Und während mein Team nach der Kaffeepause ein Gerät weitergewandert ist, durfte ich eine Etage tiefer gehen – und da dann noch einen Sicherheitstest machen.

Yay…

Sprich: Ein Ausbilder unserer Schulungsabteilung hatte 4 Koffer vorbereitet – und ich durfte sie für und vor ihm auswerten und sagen, Ok oder nicht Ok – und wenn nicht, warum nicht.
Irgendwie hatte das an dem Tag noch gefehlt. :oD

Also haben wir uns erst ein wenig unterhalten, wobei er bemerkte, dass er mich, trotz meiner Personalnummer und seinen Jahren in der Firma, noch nie gesehen hatte (und ich ihn gleichfalls nicht).
Tja – wir fliegen halt gerne unter dem Radar. ;o)

Und es ging ans Auswerten.

Die ersten drei Gepäckstücke waren gar kein Problem – nur beim letzten hat es bei mir etwas gedauert, bis es „Klick“ gemacht hat. Doch zum Glück hat es das noch. Denn wie er mir hinterher sagte, sind diese Sicherheitstests durchaus folgenreich, wenn sie nicht bestanden werden.

Nochmal Glück gehabt.

Damit war der Tag fast geschafft.

Es ging wieder zurück in mein Team des Tages, mit dem wir dann sogar nochmal eine weitere Kaffeepause bekamen. Dann noch gut ein halbes Stündchen rumbringen…

Und… Hoch die Hände – Wochenende!

Auf dem Rückweg habe ich nochmal ein paar Süppchen für meine alte Katzendame besorgt. Und zumindest morgen und übermorgen habe ich Ruhe vor meiner Firma. Und dann geht es wieder zurück in meine normale Gefilden. ;o)

Ergebnis des Bürgertests  Auf einem Grau unterlegtem Feld steht: Testergebnis (Test result) Negativ (negative)

51 Punkte – Bestanden

Vor allem das letzte Wort war, worauf ich gehofft hatte.

„Bestanden.“

Ja!

Puh.

Blogbild Einladung Rezi 2016.jpg

Heute war es mal wieder soweit.
Ich hatte ja schon mal HIER vor gut 3 Jahren geschrieben, dass wir nun alle 3 Jahre unsere Fähigkeit, Röntgenbilder richtig zu erkennen, unter Beweis stellen müssen. Alle 3 Jahre müssen wir „rezertifiziert“ werden. Einen Dank für diese Maßnahme geht an die EU.
Besten Dank.
Wirklich.
*geheimer Ironiemodus aus*

Da ich in der Reisegepäckkontrolle arbeite, habe ich ja nichts anderes zu tun, als Röntgenbilder auszuwerten. Allerdings besteht zwischen Reise- und Handgepäck ein kleiner Unterschied:
Während uns im Reisegepäck weder Flüssigkeiten, noch Werkzeug oder Messer interessieren – es sei denn, sie sind verbotene Waffen wie z.B. ein Butterflymesser oder ein Faustkampfdolch – ist davon im Handgepäck das meiste nicht erlaubt.

Und die Rezertifizierung wird nun mal nach dem Handgepäckstandard durchgeführt.

Entsprechend müssen wir Reisegepäckler davor erst mal umschalten, gedanklich. Und falls wir es dann doch nicht schaffen sollten, hat uns das Reisegepäck erst mal für einige Zeit gesehen, und wir „dürfen“ bis zur Nachprüfung hoch in die Fluggastkontrolle, zum Einweisen der Passagiere und Boxen schieben. Und sich oben mit OTLs der Fluggastkontrolle und vielleicht auch noch Fluggästen rumärgern.

Heute hatte ich also wieder „Rezi“.

Und ich habe sie mit 51 Punkten von 60 möglichen geschafft. Das bedeutet, ich habe 9 Gegenstände von 60 falsch zugeordnet und verbotener gemacht als sie sind. Anders herum wäre ich nämlich durchgefallen. Da gehe ich lieber auf Nummer sicher. Da ich nicht sicher weiß, ob z.B. Bits, Zündkerzen oder ein Klebebandabroller als Werkzeug – und damit als verboten im Handgepäck –gilt oder nicht. Besser mal verbieten, bis zu den 36 Mindestpunkten ist ja etwas Spiel.

Zum Glück habe ich dieses Spiel nicht ganz ausgereizt. Noch über 50 Punkte ist für mich voll ausreichend. „Bestanden“ ist das, was zählt.
Jetzt habe ich also wieder Ruhe bis 2019.

Was für ein Glück.

Dann kann ich mich 2019 wieder nervös machen lassen. Und bis zur Rente muss ich ja nur – wenn ich bis dahin hier bleibe – mich noch 6 – 7 Mal rezertifizieren.

Ach du Schreck.

😮

Zustandsbericht Ende September 2015

IMG_3263

Es ist mal wieder Zeit, ein wenig direkt in die Tasten zu hauen, statt erst auf Papier vorzuschreiben. Denn: Ich habe Wochenende – und warum soll ich dann den Umweg übers Papier machen? Das hebe ich mir dann wieder auf für die Zeit, wenn ich am Arbeiten bin und mich die Schreibwut packt. 😉

Als ich heute so durch die Stadt lief, nach meiner Schur, hatte ich die Erkenntnis, dass es mir jetzt wieder ausgeglichen geht. Ich habe es wohl endlich geschafft, die Haut abzustreifen – wohl auch Dank dem Besuch bei meiner Ex-Nachbarin Carlos, die mir noch mal ein wenig den Kopf gewaschen hat – übertragener Weise.
Du hast schon recht, Carlos – der Honigtopf war lecker, aber ist mir nicht gut bekommen.
Auch hat mir der kleine Blogputz gutgetan, irgendwie. Heute sind dann 9 Monate des Jahres rum – davon war ich einen kurzen Teil himmelhoch jauchzend – den Rest ziemlich zu Tode betrübt. Doch jetzt endlich…
Kann ich also wieder auf einem ausgeglichenen Level schauen was kommt.

Dieser Monat war ein guter Monat: Einen neuen Bogen gekauft, freiwillig mal wieder ein paar Tage in der Fluggastkontrolle verbracht – dazu sag ich gleich noch was – und endlich die Haut abgestreift. So ziemlich zumindest.

Den Bogen hatte ich ja schon erwähnt – der kommt dann später noch mal mit Bild und eher ohne Ton.
Zur Fluggastkontrolle: Ich gehöre ja in meiner Firma der Abteilung „MRKA/Gate“ an – sprich, ich sehe an den Röntgengeräten, was die Leute alles so in ihrem Reisegepäck haben. Und wenn da etwas drinnen ist, was luftsicherheitstechnisch nicht rein darf, lasse ich das heraus nehmen.
Dann gibt es natürlich noch die Kollegen, die täglich die Fluggäste selber kontrollieren dürfen.
Meine Kollegen und ich haben hin und wieder in unseren Dienstplänen Fluggastkontroll-Schichten stehen. Nach welchem System diese an uns verteilt werden – nun, das steht irgendwie in den Sternen. Zumal manche fast monatlich dürfen, andere nicht. Bei mir hält es sich in Grenzen.
Das wir nicht so begeistert sind, „hoch“ zu dürfen, hat mehrere Gründe.
Diese liegen erstens an den OTLs (Operativen Team Leitern), die es in jeder Abteilung gibt. „Unsere“ OTLs sind in der Regel recht locker drauf. Man kann mit ihnen reden und ansonsten ist es auch so ein gutes Neben- und Miteinander. Die OTLs von „oben“ sind dagegen teilweise… wie soll ich sagen… anders.
Zweitens darf man dann natürlich nicht die Fluggäste vergessen – denn mit den Koffern muss man eher nicht diskutieren. 😉
Drittens kommt es dann auch auf die Kollegen an, mit denen man zusammenarbeiten „darf“. Dies sieht man immer erst am Dienstbeginn, wenn die Aufträge kommen. Und dann kann man ein Team mit guten Leuten erwischen, mit denen man gut zurecht kommt – oder das Gegenteil. Wenn man ein Team aus guten Kollegen hat, geht die Arbeit rum wie im Flug – und in meinen Augen recht entspannt.
Und natürlich kann man sich viertens nicht so nebenbei beschäftigen, wie jetzt auf einem Sperrgepäck-Gerät, an dem nur alle paar Minuten etwas geröntgt werden muss, als auf Fluggastkontrolle, wo die Fluggäste einem die ganze Zeit im Blickfeld haben. Also ist dort – in meinem Fall z.B. – das Buch lesen oder Brief schreiben eher nicht möglich.
Das sind so im Groben die Gründe, weswegen „wir Gaties“ eher ungern komplette Tage „oben“ verbringen möchten. Und doch habe ich mir diesen Monat tatsächlich sogar 5 Tage von Kollegen eingetauscht. Das heißt, ich habe sie meine Schichten in unserer Abteilung machen lassen, und bin für sie in die Fluggastkontrolle.
Und dafür hatte ich zwei Gründe.
Erstens: Bei den Schichten, die ich genommen habe, handelte es sich um super kurze Schichten – von 6 Uhr morgens bis 10 Uhr morgens. 4 Stunden Fluggastkontrolle sind doch recht gut auszuhalten.
Und zweitens: Ich wollte mal ein paar Stunden meines privaten Arbeitszeitkontos abbauen – was mit diesen Tauschschichten recht gut geklappt haben dürfte. Das seh ich dann erst in einem Monat mit der Zeitabrechnung für September.
Gestern und vorgestern hatte ich meine letzten Tage des Schichtblockes und der getauschten Tage. Und es waren nochmal zwei entspannte Tage. Am Montag haben wir zu siebt den Kontrollpunkt B46 gemacht – bis kurz vor 9 – dann hatten wir eine kleine Pause – und dann ging es nochmal für ne halbe/dreiviertel Stunde an ein Gerät.
Gestern ging es gleich an ein Gerät, die ganze Zeit, mit fast den gleichen Kollegen – und es war ein gutes Arbeiten.
Das Gute an der Fluggastkontrolle ist, das man dort eher mal was Schönes zu sehen bekommt – und das können durchaus auch Kolleginnen sein. ;o)

Im nächsten Monat bin ich dann wieder fluggastkontroll-frei im Dienstplan. Da muss ich mir dann eher langsam Gedanken machen, was dieses Jahr zu Halloween gemacht werden soll. Es kommt Besuch zu einer Freundin aus Norwegen… gehen wir dann wieder ins Final zusammen? Oder suchen wir was anderes zum Hingehen? Denn letztes Jahr wurde es doch ziemlich voll, wie ich gehört habe.
Auch muss ich mir langsam Gedanken machen, was ich Anfang November mache. Ich hab Urlaub. Aber was mach ich damit? Jetzt im Oktober gibt es schon ein Wochenende, das ich frei genommen habe, weil ich eigentlich auf einen Workshop wollte – doch irgendwie habe ich auf beide geplanten Alternativen dafür gerade keine Lust…. Bleib ich da also zu Hause. Doch auch im November?
Mal sehen…

Man kann also sehen: Einiges passierte im September, einiges wird noch kommen im Restjahr. Alleine verschiedene Konzerte. Es wird also bestimmt noch was von mir zu lesen geben in den nächsten Monaten.

Darum: Immer Augen aufhalten. So wie ich dann wieder „unten“ beim Röntgen des Reisegepäcks. 😉

Geschafft!

Ich verdiene meine täglichen Brötchen damit, an einem deutschen Flughafen danach zu schauen, dass die lieben Fluggäste nichts im Reisegepäck haben, was die Sicherheit gefährdet. Also Feuerzeuge, Gaskartuschen, Wunderkerzen… oder gar verbotene Waffen, deren Besitz in Deutschland strafbar sind – hier sei nur kurz der Schlagring und das Butterflymesser genannt.
Und natürlich soll auch nichts mitgehen, das unterwegs „BUMM!“ und Löcher macht…

Das Gute an dieser Abteilung „Reisegepäck“ ist, dass das Gepäck nicht diskutiert. Und es ist nicht so schweißtreibend zu kontrollieren, wie damals auf der sogenannten „Sonderkontrolle“ wie z.B. B22 – wo prinzipiell jeder Fluggast nochmal per Handsonde „bearbeitet“ wurde. Vor dem Flug eine kleine Massage – am besten Fußmassage inclusive.
Klingt ja vielleicht nicht schlecht – doch darf in Deutschland nur gleichgeschlechtlich untersucht werden. Und wer sich heutzutage auf der Straße mal umsieht… Es sind nicht alle Leute Traumkörper besitzende Adonise – von möglichen Transpirationsgeschädigten und somit fast total unter Wasser stehenden Gästen mal ganz abgesehen…
Also – auch wenn sich in der Fluggastkontrolle seit den dunklen Sonderkontrollzeiten viel getan hat – wir Mädels und Jungs aus dem Gate, dem Erdgeschoß des Flughafens – sind in unserer Abgeschiedenhet + Ruhe (vor Passagieren) so glücklich, dass wir jede Möglichkeit nutzen, um eben im Gate zu bleiben – und sei es noch so kalt und laut…

Nun hat sich die „liebe“ EU wieder etwas neues einfallen lassen und verlangt jetzt, das unser Berufszweig „Luftsicherheitsassistent“ nach 3 Jahren beweisen soll, dass er noch weiß, was er da so auf den Röntgengeräten sieht. Man darf aus 15 Koffern je 4 Gegenstände bewerten nach Alltagsgegenstand, gefährlich… und Bombe!
Es sind also insgesamt 60 Gegenstände – wenigstens 36 sollten richtig gewertet sein – wobei die gefährlichen Gegenstände + Bomben zu 100% erkannt werden müssen.
So weit, so gut.
Wobei wir „Gaties“ dann immer noch mal umdenken müssen – denn dieser Test richtet sich nach der Handgepäck-Basis – und was da verboten ist (große Messer, Flüssigkeiten über 100ml etc.), ist uns im Reisegepäck egal.
In Maßen. ;o)
Wenn man bei diesem Test durchfällt – etwas „böses“ nicht erkennt – dann muß man den Test noch mal machen. Und darf solange nicht an den Monitor zum Auswerten.
Dies macht für unsere Kollegen von „oben“ kaum einen Unterschied – während wir „unten“ ja nichts anderes machen. Was bedeutet: Durchgefallen = Ab nach oben! Für unbestimmte Zeit, bis man es nochmal versuchen kann. (Ein Kollege war gut 21/2 Monate oben…. NOOOIIIIIN!)
Entsprechend steht für uns „Gaties“ etwas mehr auf dem Spiel…

Heute war ich eeendlich dran.
Endlich diesen Test (die „Rezi“) überhaupt machen – und gut ist. Für hoffentlich 3 Jahre.
Doch eine gewisse Nervosität war natürlich schon da. Weil… siehe oben.

Der Test lief ganz gut – nur die blöden Bomben haben gewartet bis zu den letzten 2 Koffern. Da kann einem schon anders werden, ein wenig. Doch dann kamen sie endlich.
Also eigentlich alles im grünen Bereich.
Danach blieb nur noch die Auswertung abzuwarten.
Die Wartezeit habe ich mir mit einem Mettbrötchen und einer Cola aus der Kantine versüsst. Das habe ich mir da mal gegönnt. War nötig.
Dann das Ergebnis: Alle bestanden. Puh. Und selber sogar 57 von 60 Punkten erreicht. Wunderbar.
Dann kann ich jetzt wieder zum normalen Tagesgeschäft zurückkehren.
Geschafft.
Für die nächsten 3 Jahre.
Falls bis dahin in Brüssel nicht noch was Neues ausgebrütet wird…