Ja wie denn nun?

grüner Koffer

Heute will ich mal ein wenig aus meinem Nähkästchen plaudern… aber pst. Irgendwie geheim.
Wahrscheinlich.

Ich arbeite ja an einem Ort, wo viele Leute hingehen um wegzukommen. Momentan wohl nicht so viele, aber es gibt sie immer noch.
Und meine Aufgabe dort ist zu schauen, dass nichts mitgenommen werden darf, was nicht mitgenommen werden soll.

Jetzt werden wir von der Polizei bezahlt, damit die das nicht selbst machen muss. Und die ist dann natürlich nur interessiert, dass Sachen gefunden werden, die unter ihre Zuständigkeit fallen. Also verbotene Waffen, Sprengstoffe + natürlich auch Bomben. Die vorrangig.
Alles andere ist 2.te oder noch niedrigere Wichtigkeits-Klasse.

Jetzt ist es aber so, dass Bomben nur in den seltensten Fällen vorhanden sind.
Was ein Glück.
Verbotene Waffen fallen hin + wieder mal an: Butterflymesser, Springmesser, Wurfsterne… Letzte Woche hatte ich tatsächlich mal wieder eine Präzisionsschleuder (das ist eine Schleuder mit Unterarmstütze).
Öfters gab es auch schon Taschenlampen, die auch als E-Schocker funktionieren. Sowas fällt dann wieder unter den getarnten Bereich und ist von daher auch verboten. Wie Stockdegen. Getarnte Waffe = höchstwahrscheinlich verboten.

Das meiste, was eigentlich von uns gefunden wird, sind dann also DGR = Dangerous Goods. Gefährliche Güter.
Sachen, wofür die Reisenden bestätigen durften, dass so etwas nicht mitzunehmen ist im Reisegepäck.: Feuerzeuge, Powerbanks, Feuerwerk, Wunderkerzen, Gaskartuschen etc. etc.

(So sieht eine Box um die Weihnachtszeit aus, in der diese gefährlichen Güter gesammelt werden. Und nein, das ist kein Geschenkpapier. ;o))

graue Kiste mit vielen Röhren voller Konfettikanonen

Im Moment läuft die Erprobungsphase eines neuen Systems.
Kann viel, könnte noch mehr… aber das kostet ja Geld.
Also wird es beschnitten – und wir dürfen das System dann so testen und ausprobieren. Ich wohl nächste Woche. (Zum Zeitpunkt des Vorschreibens. Inzwischen durfte ich es schon live erleben.)
Jetzt möchte unser Auftraggeber also, dass wir uns nur um die Dinge kümmern, für die er bezahlt. Und das ist nun mal nicht DGR.viele Koffer (ca. 10) warten auf das Große Öffnen
Gefährliche Güter wären Sachen derjenigen, denen auch die Flugzeuge gehören. Oder in deren Namen sie fliegen. Aber nach Aussagen eines Einsatzleiters: Die bezahlen nicht dafür.
(Wahrscheinlich eher im Gegenteil. Wenn sich im Sommer die Koffer zum Aufmachen gestapelt haben, weil überall entweder Powerbanks oder Feuerzeuge oder Benzin-Motorsägen oder was weiß ich drinnen sind, schaut eher ein Vertreter vorbei und fragt, wieso das Gepäck so lange braucht bei uns.)

Jetzt heißt es also, wir sollen uns nicht mehr um DGR kümmern. Was einigen Kollegen dann wohl doch ziemlich den Lebenszweck nimmt.
Ich denke mir ‚von mir aus‘.

Wobei es dann wahrscheinlich interessant werden dürfte, sollte beim Verladen mal wieder eine Powerbank ein Gepäckstück abfackeln… und dieses Gepäckstück wurde vorher von uns kontrolliert.
Da kann ich mir schon vorstellen, dass mensch dann gerne wissen möchte, wer denn speziell DIESES Gepäckstück kontrolliert hat… und warum das DGR-Stück nicht herausgenommen wurde.

Wer ist dann schuld?

Und natürlich kann mensch inzwischen nachvollziehen, wer welches Gepäckstück kontrolliert und/oder bearbeitet hat. Da hat unser Auftraggeber schon für Sorge getragen. Schließlich muss mensch ja wissen, wer schuld ist, sollte was passieren.

Doch wenn wir uns jetzt nur noch auf unsere bezahlte Arbeit konzentrieren… wer ist dann verantwortlich für den ganzen Schmodder, der da sonst mitgenommen wird?

Wahrscheinlich finden es unsere Nicht-Auftraggeber besser, wenn nicht mehr so viel rausgeholt wird. Weniger Beschwerden.

Bis was passiert. Und wer war es dann?

Das wird dann die Frage des Tages sein…

PS:
Nun, nachdem ich also das erste Mal damit arbeiten durfte… Letztendlich finde ich immer noch DGR. Wenn sonst nichts drinnen ist (außer Klamotten), wäre es ja blöd, gar nichts zu sehen. Auch nicht die große Powerbank im Koffer, oder den Packen Feuerzeuge. Und ein einzelnes kleines Feuerzeug mag mir vorher auch schon mal durchgewitscht sein. Da hat der Zufall dann halt leider nicht zugeschlagen. Weil halt „Zufallsfund“. Was soll mensch machen…
*Schulterzuck*

 

Ihr 2 – oder nicht?

Ich habe mir überlegt, über was ich schreiben könnte. Auch, um mich wach + beschäftigt zu halten. ;o)

Da gibt’s jetzt eine Sache, wo ich mir dachte, dass wäre mal was zum drüber schreiben… dann mach ich das jetzt einfach auch. Wie ich den Beitrag benennen will, weiß ich aber noch nicht. Doch eine Überschrift wird mir noch einfallen. Irgendwas muss ja oben stehen. ;o)

Gut. Um was soll’s denn jetzt gehen?

Um Beziehungen.

Sozusagen.

Oder wieso jemand glauben mag, dass Personen in einer Beziehung sind. Auch wenn dies dann gar nicht der Fall ist.

Ich bin durchaus der Meinung, dass mensch hin und wieder mitbekommen kann, wenn „die Funken fliegen“. Gut, das ist jetzt vielleicht ein wenig übertrieben formuliert, doch hatte ich selbst schon einige Male das Gefühl, dass ein weibliches Wesen möglicherweise in gleicher Weise in meine Richtung schaut wie ich in ihre.
Ganz besonders bleibt mir da mein Ausflug nach Bayreuth in Erinnerung.

In Unterfranken bei Verwandten bin ich für eine Tour mit dem Motorrad nach Thüringen gestartet. Ursprünglich wollte ich eine damalige Mitspielerin einer meiner Theatergruppen besuchen. Die war allerdings nicht zu Hause. Ihre Eltern haben, wenn ich mich recht erinnere, ein altes Gemäuer aufgearbeitet, mit Hilfe von Jugendlichen. Ich hätte nun dableiben und mich anschließen können… doch wollte ich dann lieber ein wenig Motorrad fahren. Also bin ich durch den Thüringer Wald gekurvt. Ich glaube, über Coburg bis Bayreuth. Da wollte ich dann die B22 wieder zurückfahren. (Ein-zwei Jahre vorher fand der Familienurlaub nämlich bei Weiden statt. Und auf der Rückfahrt nach Hause dachte ich mir, dass dies eine schöne Motorradstrecke sein könnte.) Aber erst mal ein wenig die Beine in Bayreuth vertreten. Und die Gelegenheit nutzen, um, ich glaube, in einem Müller mal nach Platten + CDs zu sehen.

Ich weiß nicht, ob ich darüber hier schon mal berichtet oder es erwähnt habe… Als ich so im Laden stehe und in den CDs stöbere, in meinen Motorradklamotten – Lederhose und -jacke – habe ich auch ein paar Jugendliche bemerkt. Gut, mir sind mehr die Damen als die Jungs aufgefallen. ;o)

Anscheinend war das Auffallen gegenseitig – denn erst hat sich das eine Mädel mit einem „Pardon.“ an mir vorbeigedrückt, dann das andere.
Und irgendwie nicht, um auf der anderen Seite nach etwas weiter zu suchen. Nein, ich hatte das Gefühl, es war ein Vorbeidrücken um des Vorbeidrückens willens. Denn kaum waren sie vorbei, haben sie wieder die Köpfe zusammengesteckt und in meine Richtung geschielt.
Ach ja, Einbildung ist auch ’ne Bildung.
Und dies war eine sehr erhebende Einbildung.
Zehre ich jetzt noch von. ;o)

Bei anderen ist mir das mal bei einer Geburtstagsfeier aufgefallen. Anscheinend auch zwei, die sich das erste Mal auf dieser Feier getroffen haben… und da habe ja sogar ICH die Funken mitbekommen.

Doch das wäre jetzt ja nur beim ersten Mal sehen.
Da kann mensch selbst manchmal das Gefühl des gegenseitigen Interesses haben. Doch wie ist das, wenn mensch sich schon kennt und befreundet ist? Was lässt andere da dann denken, ob diese beiden Personen…?

In Rottweil habe ich mich ziemlich gut mit der Tochter einer Kollegin verstanden. ‚Ziemlich‘ deshalb, weil es bei mir ein auf und ab war – denn ich war tatsächlich ganz schön verschossen in sie. Allerdings erfolglos. Trotzdem hatten wir dann doch Zeiten, in denen wir viel miteinander geredet haben. Was einen anderen Kollegen zu dem Gedanken verleitete, zu fragen, ob wir zusammen wären.
Ich hätte dagegen ja nicht das Geringste einzuwenden gehabt – doch sie fand es wohl nicht so toll. Vielleicht auch deswegen, weil dieser Kollege bei ihr mehr Chancen gehabt hätte als ich. *Schulter zuck*
(Ich glaube, wenn ich mal meine Tagebücher von Rottweil raussuchen würde, könnte ich da so einiges erzählen, woran ich jetzt nicht mal mehr denke. ^^)

Oder bevor ich und Drachenechse zusammenkamen. (Müsste eine Woche vorher gewesen sein…) Da waren wir erst befreundet, weil wir uns gut verstanden haben, und nach einer Aufführung wollte sie mich mal ihrem Papa vorstellen. Hat sie auch. Doch ich habe mich da recht flott wieder rausgezogen, um beim Abbauen zu helfen.

Als wir dann zusammengekommen waren, und sie dies ihrem Papa mitteilen wollte, dass jetzt Freund + ich + so… da war der darüber nicht überrascht. Sondern eher ‚das dachte er sich schon‘.
Und wir dann so… ‚äääähh‘.

Zumindest hatte der Papa da mehr gesehen als wir.

Und dann hätte ich noch München. Zumindest jetzt wieder München. ;o)

Einmal durfte ich da als Freund herhalten, um einen anderen Verehrer zu vergraulen. Oder zu helfen, ihn auf Abstand zu halten. Hab‘ ich auch kein Problem damit. Ehrensache. Und das ich auf der Couch schlafe aus… weiß nicht mehr… Schnarchgründen? Das war zu einer Geburtstagsfeier von… wie nenne ich sie denn jetzt mal?
Ich hab’s: Timon. :o)
Aus den gleichen Gründen, weswegen ich hier Fuchs Fuchs nenne. Dann ratet mal. ;o)

Also, zu ihrer Geburtstagsfeier wurde ich bei einem Mitbewohner der WG offiziell als „Freund“ angekündigt.
Ein paar Jahre später wurde ich dann dafür gehalten. Als ich Timon nämlich in Bremen besucht habe und zu ihrer Projektpräsentation ging.
(Wer sich dafür nochmal/überhaupt interessiert, findet hier den entsprechenden Beitrag.)

Denn nach der Präsentation ging es noch zu ein paar Mitstudentinnen von ihr. Und später, nachdem ich wieder zu Hause war, berichtete mir Timon, dass ihre Mitstudent:innen dachten, dass wir zusammen sind.

Hm.

Und ich habe immer noch keine Ahnung, wie mensch so etwas vermuten kann.

Liegt es daran, dass mensch mehr als Freunde sein muss, um so viele Meter zu fahren, um montags eine Präsentation zu sehen?

Oder ist es das Verhältnis zueinander?

Gibt es einen Sinn?
(Im Leben und überhaupt? ;o))

Vielleicht hat ja jemand ein paar Ideen, die mensch mir mal dalassen könnte/möchte?

Vor ein paar Jahren meinte Fuchs noch, dass Drachenechse + ich uns wie ein altes Ehepaar benehmen würden.
Ich weiß nicht, ob das noch so ist. Aber das würde ja auch zu diesem Thema passen.

Wie auch immer: Keine Ahnung.
Davon aber viel. ;o)

 

Kuschelfaktor…

Ich habe in den letzten Wochen + Monaten aufgrund meiner gehäuften freien Zeit, Dank Kurzarbeit + C19, viele Videos gesehen. YouTube macht’s möglich.

Dadurch habe ich ja mehrere neue Musikgruppen + -Interpreten entdeckt.
(Habe ich ja auch schon mal hier darüber geschrieben.)
Doch auch das Feld der Reaktionsvideos hat sich da vor mir immer mehr ausgebreitet.
Reaction-Videos zu Musik, Filmen, Serien…

Speziell zum letzten Punkt habe ich jetzt etwas mehrmals gesehen, das mich an mich erinnert hat – vor bald 20 Jahren. Und damit habe ich bei Freunden für Erheiterung und auch Unverständnis gesorgt. Würde ich es jetzt so deuten. Doch das war mir egal.
Dazu muss ich jetzt kurz (wieder mal *Augen roll*) ausholen:

Mitte der 90er hatte meine Schwester das Sammeln der Beanie Babies für sich entdeckt. Das waren Kuscheltiere, ein Großteil Bären, mit unterschiedlichen Aufmachungen, die alle Namen und dazu passende Namensschilder in Herzform trugen.

Ich wurde ein klein wenig davon infiziert – jedoch hauptsächlich nur von bzw für 2 Varianten, bzw. Babies: Scorch + Batty

Scorch war ein Drache und Batty, wie der Name vermuten lässt, eine Fledermaus.

Es gab eine Zeit, da hatte ich bestimmt etwas über 10 verschieden Scorches, auch ein paar in der Buddy-Variante. Die waren noch größer.

Vor so 10 Jahren habe ich von diesen Scorches dann tatsächlich welche verschenkt. Als Premierengeschenke für ein Projekt von Drachenechse an ihrer Theaterschule. Da sie mir vorher mal mitgeteilt hatte, dass ihr Jahrgang „die Drachen“ seien – im Gegensatz zu „den Prinzessinnen“ vom Jahrgang vorher – hat jeder des Jahrgangs von mir zu einer Premiere einen Scorch bekommen.
Aber das war wieder nur ein Einschub + nicht das, worauf ich hinaus wollte.

Also, den Punkt „Scorch“ habe ich jetzt vorgestellt.
Der nächste Punkt wäre „Kino“.

Seit ich das alleine durfte, bin ich oft einfach mal so ins Kino gegangen.
15 Uhr Vorstellung, erste Reihe… da hat die Karte im Luxor damals nur 5 DM gekostet. (Glaube ich mich zu erinnern. Ist jetzt auch… gut 40 Jahre her.)
Entsprechend bin ich öfters ins Kino gegangen. Da fand ich es auch nicht schlimm, fast direkt an der Leinwand zu sitzen.

Wie lassen sich jetzt die Punkte „Scorch“ und „Kino“ miteinander verbinden und was hat das mir und Reaktions-Videos zu tun?

Nun…

Der erste Film von der Trilogie „Der Herr der Ringe“ kam 2001 ins Kino, als ich in Rottweil zum Theater spielen war.
Da habe ich mir den Film mit Kollegen + deren Familie angesehen. Und danach dachte ich mir, dass dies ein Film ist, bei dem ich gerne mit jemandem gekuschelt hätte.

Dieses Vergnügen hatte ich bis dahin nur einmal – und leider lief danach damals das Ganze nicht so, wie es sich hat angehen lassen. Doch darum geht es jetzt auch nicht. Sondern darum, dass ich für diesen Film gerne Kuschelunterstützung hätte haben wollen.

Als ich dann zwischen den Jahren in der alten Heimat war, bin ich hier mit Freunden nochmal ins Kino und den Film gegangen. Und dieses Mal hatte ich Kuschelunterstützung dabei: Ich habe einen Scorch mitgenommen. Und, wie erwähnt, damit für Erheiterung und Unglauben gesorgt.

Was mich aber nicht davon abgehalten hat, die nächsten beiden Filme dann ebenso in Scorchbegleitung anzusehen. Wenn ich schon keine Person gefunden habe, mit der ich während des Films kuscheln konnte, musste halt ein Kuscheltier herhalten. Und ein Drache passte wenigstens zum Fantasyrahmen. ;o)

Und was hat dies jetzt mit den Videos zu tun?

Vor Weihnachten lief die zweite Staffel des Mandalorians. Eine Serie im Star Wars-Universum, welche ich nicht sehen kann, da sie bei Disney läuft. Außerdem habe ich jetzt endlich meinen Fernseher rausgeschmissen. (Doch auch das ist wieder ein anderer Punkt für vielleicht einen anderen Beitrag.) Allerdings, auch wenn ich die Serie nicht sehe, habe ich dennoch mitbekommen, dass darin eine Figur vorkommt, die bisher allgemein als „Baby Yoda“ bezeichnet wurde. Die ist so beliebt, dass es sie inzwischen auch als Kuscheltier gibt, oder Puppe.

Und jetzt schließt sich der Bogen.

Denn bei einigen Reaktionsvideos zum Mandalorian, in die ich mal reingeschaut habe, waren einige Baby Yoda-Figuren bei Reagierenden zu sehen, die teilweise von diesen auch im Schoß gehalten wurden.
Und diese Reagierenden mit Baby Yoda waren längst nicht alles Frauen.
Nein, auch einige Männer haben sich an Mini-Yoda während des Serie-guckens festgehalten.

Und da dachte ich mir: Och joh.
Bin ich vielleicht doch nicht der Einzige, der vor Leinwänden oder Fernsehscheiben Unterstützung benötigt.

Und wenn ich Glück habe, kann ich vielleicht noch meine Scorch + Batty-Reste finden, um von den lieben Tierchen mal ein Foto zu zeigen.
Wir werden sehen.
Zum Zeitpunkt des Schreibens weiß ich das aber noch nicht.

(Der Zeitpunkt des Schreibens war der 4.12. – zum Zeitpunkt des Abtippens und Veröffentlichens, dem 8.01., kann ich sagen: Nö.
Die wollen momentan nicht gefunden werden.)

Wenn Euch also bei Filmen oder Serien nach etwas oder jemand zum Festhalten ist, dann macht das.

Habt ihr keinen menschlichen Kuschelpartner, nehmt das Haustier.
Geht das nicht, nehmt ein Kuscheltier.

Egal, wie alt ihr seid.

Ich glaube, ich würde es wieder/immer noch tun.

Und ich bin bereits 50.

Egal!

Augen auf…

Parkautomat, dessen Vorderseite nur noch mit Klebestreifen festgehalten wird und mit einem Spalt absteht. Wahrscheinlich aufgebrochen oder gar gesprengt.

Darüber was zu schreiben, hatte ich schon länger vor… Nämlich etwa so seit Februar, denn da habe ich das Foto aufgenommen. Dieses Foto hier drüber, auf dem mensch deutlich sehen kann, dass der Kassenautomat… sagen wir ‚defekt‘ ist.

Wer sein Auto hier im ersten Stock des Parkhauses abstellt, kam geflissentlich an diesem kaputten Automaten vorbei, wenn mensch mit dem Fahrstuhl ins EG zum örtlichen Geschäft wollte.

Sollte jemand also mit einigermaßen offenen Augen durch die Welt laufen, kommt diese Person gar nicht darum herum, mitzubekommen, dass der Automat defekt ist. (Also damals.) Was dann durchaus wichtig wird, wenn mensch NACH dem Einkauf seinen Parkschein am Automaten entwerten will. Denn dann sollte diese Person wissen, dass der Automat im 1. Stock kaputt ist, und deshalb zum Entwerten bis in den 2. Stock gefahren werden muss. Damit dort der Schein entwertet + gegebenenfalls bezahlt werden kann.

Doch dann frage ich mich, wie mensch einkaufen gehen kann, und dann im 1. Stock aussteigt, um zum Auto zu gehen… und der Person da erst auffällt
‚Oh, der Automat ist ja kaputt. Dann muss ich ja erst in den 2. Stock… Oh – warten Sie doch gerade…‘

Das habe ich mindestens zwei Mal erlebt.
Und ich frage mich: Mit was waren diese Personen beschäftigt, als sie vom Auto zum Fahrstuhl gegangen sind?

Warum ich das nun, nach 9 Monaten, endlich schreibe? Weil ich ein ähnliches Verhalten – aber etwas anders – die Tage morgens am Bahnhof erlebt habe.

Da kam die S-Bahn nämlich vom Abstellgleis herein gefahren. Und hielt bereits auf der Hälfte des Bahnsteigs an, damit einer der Bahnmitarbeiter direkt an der Treppe aussteigen konnte.
Kein Problem. Ich hatte mich kurz gewundert, dass sie so früh hält, habe den Grund aber schnell kapiert. Die Wagen waren da ja auch noch dunkel, und locker die Hälfte des Zuges war noch gar nicht am Bahnsteig. Einfach und ganz deutlich zu sehen, auch bei Dunkelheit, morgens um 3 Uhr paarndreißig.

Und wenn mensch doch immer diese Bahn nimmt/nehmen muss, sollte auffallen, dass die Bahn

a) zu früh gehalten hat und vielleicht auch noch erkennen, warum.
b) noch dunkel ist
und c) ein Teil des Zuges noch gar nicht am Bahnsteig steht.

Wenn mensch dies nämlich alles sieht und ins Hirn aufnimmt, weiß mensch, dass er/sie noch nicht an den Wagen treten muss, um zu versuchen, ob die Tür schon aufgeht.

Was denkt sich so jemand?

Sieht (in diesem Fall) er nur die Bahn und will dann nur schnellstens in den Wagen?

Lässt sich so ein… stumpfes Verhalten auch auf andere Gegebenheiten ausweiten?

Scheuklappen tragen und nur sehen, was mensch sehen will, statt die Augen aufzumachen?

Irgendwie befürchte ich ja das Ja.

Aber ich will dies hier jetzt nicht weiter ausführen.

 

 

Wie bin ich denn drauf?

Eine Woche…

Anfang des Monats hatte ich ja darüber geschrieben, dass wir diesen Monat mehrere neue GMs für/als Aushilfe nehmen, da unser Haupt-GM leider wieder verhindert ist.

Denn eigentlich hätte er für 2 Wochen ins Krankenhaus gesollt, weil was von seinem letzten Besuch dort im Sommer nicht so heilen wollte.

Wie es halt manchmal so ist.

Als er im Sommer im Krankenhaus war, war er trotzdem in unserem Forum/Server sehr aktiv. Oder vielleicht deswegen. Weil ihm langweilig war. Das hatte er für diesen Termin auch befürchtet.
Langeweile.

Jetzt war es aber ganz seltsam, dass wir so gar nichts von ihm gehört haben.

Einerseits kann sich jemand ja auch mal zurückziehen und muss nicht ständig online oder live präsent sein. Das kann und will ich niemandem verwehren.
Wenn ich mal keine Lust habe, bin ich auch mal nicht online.
Aber wenn sich diese Offline-Tage häufen, obwohl ja eher Langeweile + damit verstärkte Onlinetätigkeit erwartet wurde… machen Menschen sich irgendwann Sorgen.

So hatte ich mit Drachenechse schon mehrmals geschrieben, irgendwann dann auch im Forum gefragt, ob jemand etwas von ihm gehört hat – und letzte Woche Freitag haben wir dann zu viert beschlossen, mal eine Mail an die Polizei zu schreiben, um zu fragen, was wir machen können.

Die Mail habe ich verfasst und abgeschickt, nach Rücksprache mit den anderen. Es kam auch eine Antwort, mit der Bitte um Anruf am nächsten Tag (Samstag), um darüber mal zu sprechen. Da ich am Samstag aber erstmal verhindert war, hat sich dann ein anderer Freund gekümmert.

Den Vormittag über wurde ich immer über den laufenden Stand informiert – was ich erst gesehen habe, als ich wieder zu Hause war.
Und um kurz vor 15 Uhr kam dann der Anruf des Freundes, dass die Polizei nun die Wohnung geöffnet – und unseren Freund tot in der Wohnung gefunden hat.

. . .

Die Information habe ich dann telefonisch an Drachenechse weitergeleitet, die die Nachricht schwer getroffen hat. Genauso wie meine beiden anderen Freunde.
Und ich?

Ich frage mich eigentlich, warum mich diese Nachricht nicht so mitgenommen hat?

Es war eher sowas wie „Gut, jetzt wissen wir wenigstens Bescheid.“ Aber mehr? Bei mir nicht viel. Da wäre ich eher für die anderen am Telefon dagewesen, als selbst jemanden zum Sprechen zu brauchen.

Ich frage mich: Wie bin ich denn drauf?
Was stimmt denn mit mir nicht?

Wenn ich eine letzte Vorstellung meines Lieblingsmusicals sehe, kann ich das Wasser gar nicht abstellen. Oder als ich mit Drachenechse zusammengezogen bin + meine alte Wohnung aufgegeben habe…

Aber wenn ein Freund stirbt?

Bei meinen Großeltern auch nicht…

Ich würde sagen, irgendwie stoisch – ‚Ist so und kann ich nicht ändern.‘

Was ist denn das für eine Einstellung?

Ich denke dann eher daran, wie wir jetzt mit unseren Rollenspielrunden weitermachen werden?

Ist das meine einzige Sorge?!

Geht’s noch?

Das es die anderen schwer mitgenommen hat, kann ich voll verstehen.
Da finde ich eine Frage dann eher… unpassend.
„Wieso kann einen das so mitnehmen – es ist doch ’nur‘ ein Freund?“

Nun – ich kann Trauer für einen Freund eher erstehen, als für manchen Mensch aus der Familie.
Denn einen Freund hat mensch sich ausgesucht, sich konkret + aktiv FÜR diese Freundschaft entschieden.
Familie? Die hat mensch, ohne dass er/sie konkret etwas dafür kann.

So würde ich von mir behaupten, dass mir einige Freundschaften wichtiger sind als familiäre Verbindungen.

Deswegen, Gefühle für Freunde niedriger zu werten als für Mitglieder der Familie… nee.

Auch wenn ich jetzt also nicht in Tränen „zerflossen“ bin… ich denke, das Gefühl des Verlustes wird sich auch hin und wieder bei mir melden.

29 Jahre sind doch eine nicht unbedeutende Zeitspanne.

Gemeinsames Lästern; ihm nach einer Aufführung noch in voller Maskerade anschmachten, um seine Homophobie ein wenig zu triggern…; beim gemeinsamen Besuch einer Wrestling-Veranstaltung zusammen mit ihm „die Bösen“ anfeuern und so RICHTIG Stimmung in die Bude bringen…; Magic-Abende auf dem Balkon…

Kein Treffen mehr, um zusammen Essen zu gehen und zu quatschen – auch wenn es schon ein paar Jahre her war, das wir dies getan haben. Genau wie fast alles andere auch.

Keine Rollenspiele mehr zusammen.

Und es hat tatsächlich nie geklappt, dass ich mal für ihn leiten durfte.

*SFZ*

Und jetzt werden wir sehen, wie wir weitermachen.
Und wir wollen weitermachen.

Der Kontakt zur Familie steht. Jetzt heißt es abwarten, wann + wie es werden wird von wegen der Beerdigung. Es wollen wohl so einige kommen. Nur ob dies geht?

Letzter Stand war 5 Leute bei der Beerdigung.
Genauso, wie ich jetzt bei der Konfirmation meiner Neffen gerne meinen Platz in der Kirche zur Verfügung stelle, würde ich das auch für die Beerdigung tun. Doch ich würde dann gerne danach gleich ans Grab.

So gerne ich ihm „die Ehre“ erweisen möchte – ich denke, es wäre ihm gleich. Von daher reicht mir, dann nach dem Grab zu sehen.

Und ich würde ihm gerne einen hölzernen 20-seitigen Würfel mit auf den Weg geben. Habe aber bis jetzt nur 6-seitige hölzerne Würfel gefunden. Und ich denke nicht, dass ich bis dahin einen geschnitzt bekomme.

Hm…

Da bleibt noch so einiges zu klären.

Ich vermute, dass ich Euch darüber dann auch informieren werde.

Bis dahin…

sage ich hier jetzt fürs Erste:

 

Banane – mach’s gut.

Es war schön, dich gekannt zu haben.

Und das Rudel würde gerne zu Ehren des „Einsamen Wolfes“ zusammenkommen.

 

Welches Schwein… Motorradl soll’s denn sein?

Ich glaube, das Thema Motorrad hatte ich noch nicht. Gut, bis auf die letzten beiden aktuellen Beiträge. Aber davor halt noch nicht, denke ich. Weil es lange auch kein Thema mehr für mich war.

Als kleiner Junge fand ich Motorräder natürlich (?) toll. Ich weiß noch, dass ich von einer Maschine ganz begeistert war. Auch wenn ich jetzt keine Ahnung mehr habe, was für eine das gewesen sein könnte. Alter + Gedächtnis und so. Vor allem, wenn es über 40 Jahre her ist.

Ich dachte auf jeden Fall, dass ich auch mal einen Motorradführerschein machen will/werde. Noch weit vor meinem 18. Geburtstag war ich der Meinung, ich mache ihn zusammen mit meinem Autoführerschein.

Als es dann soweit war mit dem Führerschein machen, war ich jedoch der Meinung ‚ach nee, mir reicht es, mich erst Mal nur mit dem Auto zu beschäftigen. Da habe ich genug zu tun.‘ Also machte ich nur den Autoführerschein, in aller Ruhe, ohne Eile… und beim ersten Versuch.

3 Jahre später sprach mich ein damaliger Freund vom Judo an und fragte, ob ich nicht auch mit den Motorradführerschein machen wollte. Da dachte ich mir ‚wenn nicht jetzt, dann nie mehr.‘ und ich sagte ja.

So kam ich zu meinem Motorradführerschein.

Ok, nicht ganz so einfach. Ich musste schon was dafür tun, wieder lernen und so (ein bisschen). Und fahren lernen… (ein bisschen mehr)
(Und in der ersten Theoriestunde meinen großen Schwarm für lange Zeit treffen… doch das ist ’ne andere Geschichte.)

Ich machte also meinen Motorradführerschein. Am 15.05.1992.

Und dann kaufte ich mir ein Motorrad.

Ein weißer Roller, eine helle und eine blau Virago Motorräder) hintereinander geparkt.

Die hinterste ist meine.

Klingt auch einfach.
Wie „Ich kaufe mir ein Buch.“
Aber da musste ich doch etwas mehr überlegen. Was will ich fahren? Wie viel will/kann ich ausgeben? WIE will ich fahren?

Es wurde dann eine neue Virago. Eine Yamaha XV 535. Erst mit 17 KW – weil Füherschein (damals) 1a – später offen dann mit 34 KW (=46 PS). Ein Chopper.

Etwas zum gemütlicheren Fahren, und mit Kardan. Ich weiß jetzt nicht mehr, ob ich sie mir ’92 schon oder erst ’93 gekauft habe. Doch als ich sie hatte, bin ich sie fleißig gefahren. (Und ich denke, es war doch schon 1992.)

Bis ich sie mal zu schnell im Graben geparkt hatte.
(Das hatte ich tatsächlich bereits erwähnt. Und warum. Und zwar HIER.)
Da ließ es etwas nach, die Freude am Fahren. Außerdem dauerte es halt einige Zeit, bis das neue Rad da war.

Als ich dann 2001 nach Rottweil bin, habe ich sie verkauft. Leider weiß ich nicht mehr, für wieviel. Noch weiß ich, wie viele Kilometer sie da hatte.

Das nächste Mal Motorrad gefahren bin ich dann 2008. Zum Geburtstag von meinem VnvO nach Freiburg. Mein altes Auto fand ich damals etwas… ich weiß nicht.
Ich fand es besser, GMS zu fragen, ob sie noch ihr Motorrad hat + sie es mir leihen könnte. Hatte sie + tat sie. Und ich fuhr damit nach Freiburg und zurück.

Ein etwas anderes Fahrgefühl als auf meiner Virago, aber bei dieser Fahrt zum Geburtstag hatte alles super geklappt.

Und dann kam der September dieses Jahres.

Ich hatte ja vor ein paar Jahren tatsächlich wieder Mal mit dem Gedanken an ein Motorrad gespielt. Doch diesen Gedanken dann erstmal wieder zurückgestellt. Es war nicht so wichtig.

Für die Tour jetzt war es eine recht schnelle Entscheidung. Der Heilprozess brauchte da einiges länger.

Und tatsächlich – direkt danach, nach meinem Umfall, so am Donnerstag oder Mittwoch Abend, da dachte ich ‚Gut. Das Thema Motorrad hat sich dann wohl doch für mich erledigt.‘

Je besser es – bzw. ich – dann wieder lief, umso mehr machten sich wieder Motorrad-Gedanken breit.
GMS hatte ihre Leihmaschine auch umfallen lassen. Körperlich besser als ich – von der Maschine her teurer. Da sie aber bei der Fahrt fast die ganze Zeit Herzchen in den Augen hatte und sowieso fragen wollte, wie viel sie kosten würde, so gebraucht als Vorführmaschine… hat sie sie gekauft. Und dadurch Reparaturkosten gespart. ;o)

Diese Maschine hätte ich mir noch nicht leisten können. Doch habe ich entdeckt, dass der Händler online auch gebrauchte Maschinen hat. So genau hatte ich mich nicht umgesehen, damals vor Ort, als ich nach einer Mietmaschine geschaut habe.
Aber online ist das ja kein Problem.

Also habe ich mich online umgesehen.

1995 ist der Händler zu seinem jetzigen Standort umgezogen. Bei der Eröffnung konnte mensch auch Maschinen Probe fahren. Das hab‘ ich direkt auch mal gemacht.
Ich hatte eine Enduro ausprobiert – die mochte ich nicht. Und ich glaube auch eine XJ 600 Diversion. Da bin ich mir nicht mehr sicher. Aber definitiv hatte ich eine ganz neue XJ 900 getestet. Mit 14 Kilometern oder so aufm Tacho. Die fand ich toll. Höher und etwas anders als meine Virago, aber klasse.
Und um einiges teurer.

Jetzt beim online umsehen bin ich ganz unten bei den Sporttourern auf eine gestoßen. Erstzulassung Mai 1998 – aber nur 18.188 km auf dem Tacho. Für 2.980. Ein Preis, den sogar ICH mir leisten könnte. Und ich fand die damals schon toll. Das einzige Manko an der Maschine jetzt: Sie ist… rot!

Mit roten motorisierten Fahrzeugen habe ich bisher nicht so viel Glück gehabt. 2 rote Autos fühlten sich von Leitplanken angezogen. Und die rote gemietete Maschine habe ich auf mich fallen lassen.
(Ich habe echt vor der Tour gedacht, ob die Farbwahl vielleicht etwas mutig war.)

Ich habe mich dann noch ein wenig im Netz umgesehen, und abends, bei einem Treffen in der Art Bar in Frankfurt mit meinen Tourfreunden + ein paar anderen mehr, war das Thema Motorrad dann eine ganze Zeitlang Gesprächsthema. Das ging so weit, dass wir GMS’s Ex-Mann auch fast wieder soweit gebracht haben, es mal wieder zu versuchen.

Ich habe mich dann in diversen Online-Märkten erst Mal nach gebrauchten XJ 900 Diversions umgesehen.

Allerdings: Bevor ich mir wieder eine Maschine zulege, brauche ich eine Garage oder einen Platz zum Unterstellen. Das war auch ein Grund, weswegen ich mir damals die Garage gemietet hatte. Denn ich will sie nicht mehr auf der Straße stehen lassen. Was ich hier auch gar nicht so könnte. Vor einer Unterstellmöglichkeit kein Motorrad.
Aber für den Fall… kann ich mich ja umschauen und überlegen, was ich will.

Auf der Rückfahrt vom Taunus sind wir ein Stück Autobahn gefahren. Dabei haben wir auch mal ein wenig Stoff gegeben, sozusagen. GMS wollte mal sehen, was so geht. Und auch ich war mal ein wenig neugierig. So bin ich auf jeden Fall bis 170 km/h gekommen, und weiß, dass da noch einiges mehr drinnen war. Doch auf der Maschine selbst habe ich das kaum gespürt. Durch die andere Sitzhaltung und die kleine Scheibe vorne. Auf meiner Virago hatte ich bei 130 schon das Gefühl, mich bläst’s gleich runter. Da aufrechter Sitz und keine Scheibe. So hatte ich immer das volle Gefühl vom Spiel der Elemente. ;o)

In den bald 2 Wochen, seitdem ich angefangen habe, zum ersten Mal wieder rumzustöbern, hatte ich genug Zeit, mir den ein oder auch anderen Gedanken zu machen.

Als erstes war ich blickverliebt in 1-2 XJ 900, die es gebraucht in meiner Lieblingsfarbe GRÜN gab. Dann habe ich weiter nachgedacht.

Die Tracer 900 hatte wohl so 116 PS. Fast 3 Mal soviel wie meine Virago.
Und ja, der Anzug war beim Gas geben ein etwas anderer als bei meinem alten motorisierten Pferd. (Etwas, was ich eigentlich nicht wirklich brauche…)

Außerdem war der Sitz der Tracer höher. Auch ich kam im Stand nur mit dem Ballen und Zehen auf den Boden. Vielleicht auch ein Grund für meinen Plumps. Meine Virago habe ich damals auch ein paar Mal gelegt, aber immer nur mit Kratzern an der Maschine. Weil ich tiefer saß?

Ich weiß nicht mehr, wie gut ich bei der XJ 900 auf den Boden kam. Wenn ich jetzt so nachforsche, komme ich bei der Tracer 900 auf 850 mm Sitzhöhe, bei der XJ 900 auf 790 mm – und bei der Virago auf 700 mm. Oder laut einer anderen Quelle auf 686 mm. So sitzt mensch auf der Virago logischerweise am tiefsten. Auf der XJ 900 zumindest etwas tiefer als auf der Tracer. Doch wie viel macht das aus?

Auch in den Leergewichten sind Unterschiede.
Tracer = 214 kg, XJ 900 = 276 kg, Virago so 182 kg

Wobei ich bei dem Gewicht für die XJ 900 ab 1994 ein wenig zweifele. Von 1982-1994 lag das Gewicht immer so bei 242 kg. Wieso sollte eine Änderung da 30 kg mehr ausmachen? Hat sie Goldbarren eingebaut bekommen?!

Doch selbst mit 240 kg hältst du eine Maschine nicht so einfach vom Kippen ab – wenn sie einmal kippt. Das geht schon mit den 190 kg der Virago nicht mehr. Zumindest ICH nicht – solange ich kein Krafttraining mache. Und ich habe es vor über 20 Jahren versucht. (Sie nicht kippen zu lassen, nicht Krafttraining…)
Aufheben ist dann wieder was anderes.
Da sitzt mensch ja dann auch nicht drauf. Nicht mehr. ;o)

Ich denke, es ist egal, welches große Motorrad du hast. Stehst du und es kommt ins Kippen, bleibt meist nur fallen lassen. Ab einem gewissen Gewicht hältst du keine Maschine mehr, die du zwischen den Beinen hast. Dann kommt es drauf an, wie du sie fallen lässt – und worauf. Auf’s Knie wäre z.B. schlecht. ;o)

Es gibt ein GIF, bei der einer Frau ein Motorrad entgegenfällt und sie umschmeißt. Sieht vielleicht witzig aus. Doch ich kann mir nicht vorstellen, dass dies ohne Brüche ausging.
Nicht mehr ganz so witzig.

Was für eine Maschine hätte ich denn jetzt gerne?
Was soll es sein?

Die Tracer zu fahren war ok. Doch zumindest habe ich mich nicht schockverliebt in sie, so wie GMS in ihre Tiger.

Stattdessen dachte ich ja dann an eine XJ 900 Diversion. Doch dann kam die Erinnerung an mein altes Motorross durch…und ich tendierte wieder zu einer Virago.

Und jetzt?

Weiß ich es gerade nicht mehr. Diversion oder Virago…
Beide Kardanantrieb – aber die Diversion mit fast 10 Liter größerem Tank. Also statt 200 Kilometer weit mit einer Tankfüllung gut um die 400 Kilometer weit kommen. Schon ein Unterschied.

Wahrscheinlich muss ich einfach ein paar Maschinen anschauen und testen, wenn es soweit ist.

Denn erstens habe ich ja eh noch keine Garage – und zweitens bin ich noch nicht wieder ganz fit. Von daher… *schulterzuck* eigentlich alles vergebene Denkliebesmüh.

Fahr ich also erstmal wieder mit Flip durch die Gegend – oder humple mich durch. Wobei das Humpeln schon wirklich viel besser geworden ist. Erst bei längeren Strecken macht es sich bemerkbar – oder bei Steigungen.

In diesem Sinne – Ihr werdet Neues zu gegebener Zeit erfahren. ;o)

 

Beziehungslevel

Ich weiß nicht, ob ich darüber schon irgendwann einmal was in die Richtung geschrieben habe – doch wenn, ist das sehr lange her. Kann ich also wieder/nochmal/das erste Mal darüber schreiben.
Denn ich habe im Moment wieder (mal?) die Phase, über Beziehungslevel nachzugrübeln.
Und zwar über die von anderen zu mir – oder umgekehrt. ;o)

 

Ich würde die Level mal so unterteilen:

Die Masse (mir in der Regel nicht bekannt)

Weitere Bekannte (ich kenne diese Personen zumindest vom Sehen. Könnte diese Stufe auch „Bekannte Gesichter“ nennen.)

Die nächste Stufe wären dann die „Nähere Bekannte“.
Das sind bekannte Gesichter, mit denen ich auch bereits mal ein paar Worte gewechselt habe – und die auch wissen (vermutlich), wer ich bin. Wenn es gut läuft, kann ich mir auch die passenden Namen merken. ;o)

Nun kommen wir in den Freundschaftsbereich. Auch der ist bei mir in Stufen unterteilt. Die da wären:

Kumpel – befreundet, hin + wieder trifft mensch sich vielleicht mal, und mensch kennt sich schon gefühlt ewig.

Freund – mensch trifft und schreibt sich immer wieder mal, auch mal für Kleinigkeiten oder einfach so. Und zwischendurch ist es mal ruhiger. Und mit Freunden kann mensch über so gut wie alles reden. Ein Geben + Nehmen.

Davon ist die Steigerungsform dann noch der/die beste Freund_in. Mit der/dem/denen schreibe ich noch mehr als mit dem ‚einfachen’ Freund. Mensch sieht sich öfters, unternimmt mehr miteinander.

Jetzt gibt es noch zwei Stufen, die mehr ins Körperliche gehen und sich teilweise aus den vorherigen Stufen rekrutieren können.

Dies wäre einmal die Stufe „Geliebte_r“.
Diese Stufe kann sich (theoretisch) aus allen vorherigen Stufen ergeben. Menschen kennen sich, reden miteinander, unternehmen etwas… und schlafen miteinander.
(Das ist ja auch eine Unternehmung. ^^)
Ohne weitere – ich sag mal: Verpflichtung.

Theoretisch könnte ich dies auch noch weiter unterteilen – allerdings ist mir diese Stufe ziemlich fremd. Also lass ich die einfache Bezeichnung stehen.

Es gibt für mich da nur noch die Steigerungsform „Beziehung“ oder Partnerschaft. Das ist alles.
Reden. Unternehmungen. Sex. Gemeinsam Leben.
Das „Ideal“.

Die Menschen, die ich jetzt nicht berücksichtigt habe, das ist die Familie. Auch sie setzt sich aus allen Beziehungsstufen – ok, fast allen – zusammen. Und zählt doch extra. Nämlich als Familie.
Da ändert sich auch nicht viel dran. Solange mensch nicht was mit ´nem Cousin/Cousine anfängt. ;o)

Dagegen sind die anderen Stufen durchaus fließend. Menschen lernen sich kennen, reden mehr miteinander – oder weniger. So verschieben sich die Beziehungen zueinander.

Eine Person stand bei mir mal auf der Stufe Freund.
Ich habe mich immer mal wieder bei der Person gemeldet + zum Essen verabredet. Allerdings hatte ich irgendwann das Gefühl, dass die Kontakte immer von mir ausgingen… und irgendwann hatte ich da keine Lust mehr drauf.
Seitdem würde ich die Person bei Kumpel einstufen.

Andere sind in die Freundschaftsstufe gerutscht. Eigentlich sind alle Stufen auch eine Sache der Kommunikation miteinander – also zwischen mir und den Anderen. Menschen, mit denen ich viel schreibe + unternehme, stehen logischerweise weit oben.

Nun sind die Zeiten gerade etwas komplizierter. Kontaktbeschränkungen usw.

Da können sich Menschen längst nicht mehr so oft sehen wie vorher. Wenn dann Schriftliches fast nur auf ein Mindestmaß von „Hallo.“ und „Tschüss.“ beschränkt wird, können Stufen ins Wanken geraten.

Was kann mensch da tun, um dem entgegenzuwirken?

Mal schreiben „Wir müssen reden…“?

Eine Formulierung, die ich… wie soll ich sagen… fürchten gelernt habe in meiner Beziehungszeit, damals. ;o)

Ich denke zumindest, dass ein Ansprechen besser wäre als ein Abschreiben.

Was sagt die Gemeinde?

 

Nachrichten-Rangliste

Ich frage mich: Sagt es irgendetwas aus, wie die Reihenfolge bei den Mitteilungsdiensten aussieht – und wenn ja, was?

Heutzutage gibt es ja zahlreiche Mitteilungsdienste, wie ja z.B. der Fratzenbuch-Ableger „Waslos?“ (den ich nicht nutze) – oder halt einen der vielen anderen…

Bei allen ist es wohl gemein, dass die letzten Mitteilungen an die Kontakte immer nach oben gesetzt werden, denke ich. Das heißt: Mit welcher Person oder Gruppe zuletzt geschrieben wurde oder von der was kam, steht oben.

Lässt sich daraus nun etwas herauslesen, wenn mensch sich mal ansieht, wo inzwischen wer steht?

Wenn mensch in einer Gruppe ist, die viel kommuniziert, findet die sich logischerweise eher im oberen „Ranglisten-Bereich“ des jeweiligen Messengers – auch wenn mensch vielleicht eher weniger selbst darinnen mitschreibt oder kommentiert.
(Da denke ich jetzt speziell gerade an diverse Diensttausch-Gruppen oder Gruppen unserer Abteilung… wo ich immer noch froh bin, nicht bei dem Messenger und erst recht nicht in so einer Gruppe zu sein. ;o) )

Aber wie ist das mit den Einzel-Nachrichten?

Wenn jemand, der sich lange im oberen Bereich befunden hat, nun irgendwo „unter ferner liefen“ zu finden ist, nach längerem Scrollen – wie ist das und sagt das etwas aus?
Das mensch sich halt gerade nicht viel oder genereller nicht mehr so viel zu Schreiben hat?

Kann es als so etwas wie eine „Rangliste“ angesehen werden, wo sich wer befindet – oder ist das gerade (mal wieder) ein hinkender Gedankengang von mir?

Wie viele Plätze habt ihr denn so auf Eurer Rangliste? Wenn mensch es als solche bezeichnen möchte?
Und wer steht bei Euch so ganz unten?

Bei mir ein Kollege mit einer Nachricht vom 11.07.2018.

Auch ein paar Tage her…

Reifestufen

Alles und jede_r hat Reifestufen.

Säfte, die es über verschiedenste Gärungsstufen bis zum Essig schaffen können.

Große Hunde, kleine Hunde, Katzen…
Eine Galapagos-Meeresschildkröte reift ganz anders als eine Eintagsfliege.

Käse kann reifen bis er wegläuft…

Das klappt bei Menschen auch.

Ich würde von mir behaupten, ich bin eine Spätreifung. Dafür spricht, dass ich mit Anfang 20 – so um die 22-23 – gefühlte Ewigkeiten gebraucht habe, bis ich mal gerafft habe, dass meine eine Jugendtheater-Spielleiterin lesbisch ist.

Bis dahin hatte ich dazu keinerlei Anknüpfungspunkte und habe mir auch keine Gedanken gemacht.

Ehrlich gesagt: Warum auch?

Jede_r soll den/die lieben dürfen, die er/sie will. Das hat mich gar nicht zu interessieren, bzw. geht keinen anderen etwas an. Solange alle beteiligten Parteien damit einverstanden sind.
Und es legal ist.
Den Rest der Welt? Who cares.

Nun, irgendwann habe ich es dann doch auch mal mitbekommen/kapiert.
Wieder ein Reifepunkt mehr.

Das ein Mitspieler meiner anderen Theatergruppe schwul war, habe ich auch ewig nicht kapiert/mir Gedanken gemacht. Es kam so langsam bei mir an, als ein anderer Mitspieler leicht aggressiv homofeindliche Sprüche abgelassen hat, wenn der schwule Mitspieler in der Nähe war.
Die Sprüche und das Warum für diese Sprüche haben mich eher gewundert. Bis ich auch diesen Reifepunkt erreicht habe.

Inzwischen mache ich mir darüber jetzt zwar nicht groß Gedanken mehr, wer vielleicht (oder auch nicht vielleicht) homosexuell ist. Inzwischen kenne ich ja nun einige und kann Menschen vielleicht eher einschätzen und zuordnen. Auch wenn es für mich da eigentlich keinen Grund gibt. Es sei denn, ich bin an jemanden interessiert. Da ist es dann schon hilfreich, wenn ich ahne, ob ich da mit meinem Geschlecht überhaupt eine Chance habe.
Ich denke, im „Wissen“ habe ich nun (endlich) eine gewisse Reifestufe erreicht.

„Handeln“ oder „Agieren“ war dann nochmal ein anderer Reifeprozess.

Als ich mit Leuten aus meinen beiden Theatergruppen 1992 bei der Hessisch-Thüringischen Theaterwerkstatt in Rudolstadt war, gab es einen Moment, als wir Hanauer ein Mädel aus Rudolstadt gesehen haben, als diese Rotz + Wasser heulte.
Wie haben wir reagiert?
Ich war da eher panisch, mit der Begründung „Ich habe keine Ahnung, was ich da machen/sagen soll?“ So haben wir ein Mädel von uns dazu gebracht/überzeugt/überredet, zu dem anderen Mädel zu gehen und für sie da zu sein.

3 Jahre später bin ich dann selbst – auch in Rudolstadt – zu einer Odenwälderin gegangen, die unglücklich aussah. Denn bis dahin war ich wohl selbst endlich genug gereift, um zu kapieren, dass da sein + zuhören oft auch schon hilft. Diese Reifestufe des „für jemanden da sein wollen“ hat mir dann unwillkürlich auch in einem anderen Reifeprozess weitergeholfen. Denn dieses leichte Kümmern hat mir meinen ersten Kuss eingebracht.
Das war völlig unerwartet für mich… doch war ich gerne bereit, auch mal unerwartetes zu lernen.
So gab es das Wochenende über noch einige Küsse mehr und zwei Wochenendbesuche nach der Werkstatt.

Welche Reifestufen habe ich nun inzwischen erreicht?

Eine gute Frage.

Ich denke, ich habe wohl einen guten Reifegrad erreicht.

Als Käse wäre ich wohl inzwischen gut weich, aber noch einiges vom Zerlaufen entfernt.

In der Weinverarbeitung habe ich es hoffentlich noch weit bis zur Essigstufe.

Doch wer kann das schon genau sagen…

Ein Wetterumschwung zu viel – und alles kann umkippen. Dann überspringt mensch mehrere Reifestufen auf einmal und hüpft direkt in die Mülltonne oder den Ausguss.

Na, Mahlzeit!

 

Spezi….alisierung

Gestern habe ich bei YouTube mal angefangen, das Let’s play eines DSA-Brettspieles von Orkenspalter TV zu sehen.

Ok, kurz ausgeholt:
DSA steht für „Das Schwarze Auge“ und ist DAS deutsche Rollenspielsystem. DAS im Sinne von „als Konkurrenz/Alternative zu D&D in Deutschland entworfene“. Und zwar Anfang der 80er. Genauer 1984 – wenn mich Wikipedia nicht angeschwindelt hat. Aber doch – könnte hinkommen. Als ich es in der Schule kennenlernte, war alles noch ganz einfach gehalten. Halt „DSA 1.“
Und Orkenspalter TV ist ein Kanal auf YouTube, der sich mit Rollenspielen, Comics, LARP, usw. usf beschäftigt. Hier jetzt halt mal ein Brettspiel zum Schwarzen Auge.
Und damit wieder zurück ins Funkhaus – bzw. zu meinem Beitrag.

Bei DSA ist eine Besonderheit, dass die Welt, in der es angesiedelt ist (High Fantasy), sich seit 35 Jahren ständig weiterentwickelt.
Nein, das ist etwas falsch ausgedrückt. Oder ungenau. Schwierig.
Also – einerseits haben sich natürlich die Regeln des Rollenspiels seit der Entstehung mehrmals weiterentwickelt. Dies zeigt sich daran, dass wir nun bei DSA 5 sind. Doch diese Entwicklung meine ich jetzt nicht. Ich meine tatsächlich die Welt, die dafür erfunden wurde.

Aventurien.

Dieses Land hat in den Jahren seit der Entwicklung (Erfindung) natürlich auch Sachen erlebt/durchmachen müssen. So ist für jemanden, der heute anfängt, DSA 5 zu spielen, der Hintergrund ein ganz anderer als vor 30 oder noch vor 20 Jahren. Und immer kommt etwas Neues hinzu. Die Welt – Aventurien – entwickelt sich weiter und weiter. Durch Intrigen, Komplotte, Kriege, Götter… Wie sich eine Welt halt entwickelt. Wer heute auf die Welt kommt, hat auch ein anderes Weltverständnis als jetzt ich oder wie z.B. Drachenechse. Weil es zwar die gleiche Welt ist – aber doch auch ganz anders.
Und als ich damals meinen ersten Kontakt mit ihr hatte, war noch vieles Weiß auf den Landkarten. Und jetzt… komme ich langsam zum Punkt.
(Endlich. ;o))

Ich sah also dieses Video. Oder zumindest den Anfang bisher davon, und hörte dem Gespräch der Spieler zu, und wie sie versuchten zu klären, WANN das Brettspiel angesiedelt ist, in welchem Zeitraum der Aventurien-Geschichte. Denn ein Charakter, der im Spiel wohl vorkommt,
„der ist gar nicht da. Der ist in Myranor.“

Ich bin mir nicht sicher, ob ich es schon mal mit dem Thema „Spezialisierung“ hatte. Wenn ja, dann ist das lang her. Und jetzt ist die Zeit, (wieder ?) etwas dazu zu schreiben, weil dieser Ausspruch mich zum Denken gebracht hat.
Denken? Sagen wir Grübeln. Denken ist zu hochtrabend. ;o)

Ich habe also damals, in den DSA-Anfängen, meine ersten Kontakte mit DSA und Rollenspiel gehabt. Bei einem Con Anfang der 90er habe ich dann tatsächlich auch mal DSA 2 gespielt, mit dem neuentwickelten Talentsystem.
Und seitdem nichts mehr. Stattdessen D&D; Shadowrun; Paranoia; PP&P; Vampire… Was sich halt so ergeben hat. Ich habe mich da nie spezialisiert. Mich nie auf nur ein System festgelegt. Genauso wie mit diesem Blog hier. (Das Thema hatte ich ja auch gerade.)

Es gibt Leute – bestimmt so einige – die seit dem Herauskommen von DSA nur (oder hauptsächlich) DSA spielen. 30 oder mehr Jahre Erfahrung. Die wissen, wann welcher Aventurische Gott wo einen Pups gelassen hat. Überspitzt gesagt.

Drachenechse spielt jetzt bald seit 4 Jahren oder so in einer festen Gruppe DSA.

Ich habe sie nach dem Video wahrscheinlich ein wenig genervt, weil ich plötzlich so viele Fragen hatte: Wie hoch sind ihre Chars; wann wird nochmal gesteigert etc…

Und ich musste über das Festlegen nachdenken. Das Spezialisieren.

Etwas, das mir anscheinend ziemlich fern liegt.

Ich will nicht nur eine Sache super perfekt können.
Ich möchte lieber viele Sachen ausprobieren.

Sogar bei meiner jahrelangen großen Leidenschaft konnte und wollte ich mich nicht spezialisieren. Ich wollte beim Theaterspielen nicht NUR spielen. Nein. Mich hat auch die Technik interessiert. Ich hatte nicht das ständige Bedürfnis, AUF der Bühne stehen zu wollen. Ich fand das Technik-machen dann genauso reizvoll und interessant. Wenn es mit der Bühne dann noch geklappt hat: Gut. Aber nicht so wichtig.

Ich denke auch nicht, dass ich deswegen schlechter gespielt habe/hätte, als diejenigen, die nur AUF der Bühne stehen wollten.

Ich denke: Entweder mensch kann spielen – oder mensch kann es nicht.
Alles andere ist Erfahrungssache.

War 2002 auch das erste Stück, welches wir nur zu zweit gespielt haben, eine besondere Herausforderung für mich – ich würde es mir jetzt noch zutrauen, auch alleine was zu spielen. Und das, obwohl ich 2012 das letzte Mal auf einer Theaterbühne stand.

Und ich traue mir auch etwas Böses zu – im Gegensatz zur Drachenechse, die meint, ich könne gar nichts Böses machen. Auch weil so lange her und überhaupt ich zu lieb/gut/was auch immer bin.

Pfff!

Wenn ich den richtigen bösen Monolog finden würde, könnte ich mal schauen, was ich machen könnte, um sie da eines Besseren zu belehren.

Na klar kann ich Böse!

Weil: Entweder mensch kann spielen – oder nicht.

Und ich kann. Das weiß ich. Auf diese Aussage lege ich mich fest.
Auch wenn ich mich ansonsten wohl auf nichts festlegen oder spezialisieren will.

Hätte ich das früher mal gemacht – wer weiß, was ich dann jetzt machen würde. Oder nun machen könnte, statt dem, was ich gerade mache.
Wenn ich mich spezialisiert hätte, wüsste ich vielleicht genauer, was ich beruflich machen könnte, statt Freunde und meinen VnvO zu fragen, was sie glauben, was ich kann.

Keine Ahnung, woran dies liegt, dass ich mich nicht auf eine Sache festlegen will.

Dies betrifft meinen Musikgeschmack, meine Lesevorlieben… Bei manchen Dingen weiß ich, was ich NICHT will. Zum Beispiel mit Kollegen über Politik diskutieren. Weil mir da die Geduld und vielleicht auch die Artikulation fehlt. Und ich habe einfach keinen Bock darauf. ;o)

Aber ansonsten?

Auch damals, als ich in den 90ern ’ne ganze Zeit lang die Orkus gelesen habe. Da habe ich für mich auch gesagt: Ich sehe mich nicht schwarz. Eher Bunt mit dunklen Stellen.
(DAS könnte ich schonmal erwähnt haben. So vor 2 Jahren etwa hier?)

So ist es anscheinend mit vielem anderen auch.
Eigentlich nicht nur anscheinend.

Ich höre nicht nur xy, lese nicht nur yz. Esse nicht nur a, mache nicht nur trallala…

Ich bin nicht ein kompaktes Ganzes, sondern eher eine Multiform.

Ich will Lesen, Schreiben, Fotografieren, Filmen, Malen, Sehen, Musik hören, vielleicht selbst spielen…

Muss ich mich spezialisieren?

Ich denke, ich bin lieber… speziell. ;o)