Was ist Spaß oder angemessen?

Strahler bei einem Konzert, mit grünlich aussehendem Licht

Hier noch ein Beitrag, den ich schon einige Zeit in der Pipeline habe. ;o)

Ich war im Mai ja zumindest bei einem Konzert von Kælan Mikla. Hätte ja gerne mehrere davon mitgenommen, aber eines ist besser als keines. ;o)

Ich folge auch der kompletten Gruppe via IG. Und da kamen nach dem letzten Konzert dieser Tour ein paar Posts, zu denen ich mir hier mal Gedanken machen wollte.
Und jetzt ist endlich die Zeit gekommen… ;o)
Ist ja auch nur 2… ach nee, inzwischen 4 Monate her.
Um was geht’s?

Kælan Mikla wurden und werden im Merchandise-Bereich von Merchbabe unterstützt. Merchbabe ist einer Freundin von ihnen, die damit auch ihr Geld verdient. Und sie hat davon berichtet, dass bei diesem letzten Konzert der Tour ein Pärchen war, von dem der männliche Teil ein T-Shirt getragen hat, auf dem – auf Isländisch – stand, dass er ein Kind von der Sängerin will.

Das fanden die Mädels jetzt nicht so witzig.
Auch, weil es wohl immer wieder – sagen wir mal – übergriffige „Fans“ gibt, die mehr Körperkontakt nehmen als ihnen zusteht. Das da ein „Scherz“, der in diese Richtung geht, nicht gerne gesehen ist, weil unangemessen…
Doch bei wem könnte so ein Scherz überhaupt angemessen sein?

Ja, es gibt das Klischee des Rockstars, von wegen Sex, Drugs etc. Entsprechend gibt es da auch das Bild des weiblichen Fans, welche dem männlichen Rockstar zukreischt
„Ich will ein Kind von Dir!!!“

Ist es denn jetzt ein Unterschied, ob ein weiblicher oder ein männlicher Fan ein Kind will?

Alleine rein technisch gesehen würde ich schon mal sagen: Ja.
Das „Andenken“ an eine gemeinsame Zeit bleibt der Frau für den Rest des Lebens. Dem Mann wohl eher nicht so.

Ich finde, diesen Spruch als Scherz kann mensch bringen, wenn es sich bei der empfangenden Person um eine Person aus dem eigenen Freundes- oder Bekanntenkreis handelt. Du kennst sie, sie kennt dich – und beide wissen, dass dies als Scherz gemeint ist.
Kennt ihr euch nicht… ist der Spruch eher nicht angebracht.
Es würde sich wahrscheinlich weniger Gedanken darum gemacht, wenn er von jungen oder auch älteren Damen gegenüber männlichen Musikern / Schauspielern / was auch immer sonst noch geäußert würde.
Aber eigentlich ist er bei nicht-persönlich-bekannten Personen nie angebracht.

Wenn ich mir vorstelle, dieser Spruch würde gegenüber den Mädels von The Warning geäußert oder als T-Shirt getragen… da dürfte sich derjenige auch so einiges von den anderen Fans anhören.
Und das mit Recht.

Und ich bin fest der Meinung, diese meine Meinung kommt nicht daher, dass ICH diesen Spruch in meiner Theaterzeit nie gehört habe. ;o)

Grünliche Nebelschwaden

Zeit für Urlaubsgedanken 2023

Ein hellgrüner Koffer steht senkrecht auf dem Boden.

Alle Jahre wieder… darf sich der Kopf zerbrochen werden, wann denn Urlaub im Folgejahr genommen werden soll. Es ist noch nicht September – und ich habe nun bereits meine ersten Urlaubsanträge für nächstes Jahr abgegeben. Und dabei weiß ich noch nicht mal, was ich dieses Jahr überhaupt mache.

Dieses Jahr hatten wir ja noch einen Urlaubsanspruch von 32 Tagen, nachdem vor ein paar Jahren irgendwem aufgefallen war, dass 24 Tage bei unserer Arbeitswoche ja viel zu wenig waren. Da hatten wir die bereits eine Weile (Jahr/e).

Nun wird gerade versucht, wieder umzustellen auf einen 6/2-6/2-5/3 Rhythmus. Versucht, weil erst gab es da Betriebsratspolitik, und nun soll da wieder nach der Krankenquote gesehen werden. Wenn soundso hoch, bzw. niedrig, dann kann dieser Rhythmus bleiben.
Aber da ist der Firma direkt aufgefallen: ‚He, wenn ihr jetzt so viel frei habt, dann stehen euch gar nicht mehr so viele Urlaubstage zu! Aber gnädiger Weise lassen wir diese Tagesanzahl noch für den Rest des Jahres gelten.‘

Nun, ich habe meine Urlaubstage mal nach der angegebenen Formel berechnet, auf die dabei von unserer Firma verwiesen wurde. Bei 6-2-6-2-5-3 komme ich nächstes Jahr auf 260 Arbeitstage. Dies ergibt dann einen Urlaubsanspruch von 30 Tagen.
Och, da verzichte ich doch gerne auf 2 Tage Urlaub, wenn ich dafür 18 zusätzliche freie Wochenende-Tage bekomme. :o)

Elektro-Drehleier und weitere Kettchen mit HundenAlso brauchte ich erstmal meinen jährlichen neuen Kalender zum Eintragen. Und dann konnte ich mich daran machen, bis zu 30 Tage verplanen.

Für was benötige ich denn schon sicher Urlaub?

Nun – bis zur Pandemie waren für mich erste Planungszeiten die Wochenenden im Frühjahr + Herbst zum Drehleierkurs in Bad Homburg. Auch die Daten der Theaterwerkstatt in Meiningen waren früher wichtig.
Allerdings ist es jetzt mit planungssicheren Drehleierkursen wohl noch etwas schwierig. So ist der aktuell letzte Kurstermin auf der Terminseite der Herbst-Kurs vom letzten Jahr, 12.-14.11.2021. Für dieses Jahr im Frühjahr wurde beim letzten Kurs zwar ein Termin genannt, doch der war dann ohne Kurs. Für nächstes Jahr steht noch gar nichts drinnen. Ist es also ein wenig zu befürchten, das es vielleicht keinen mehr geben wird?

Und nach Meiningen fahre ich ja a) schon lange nicht mehr zur Werkstatt (letzte Mal 2016) und b) läuft da, bedingt durch die Pandemie auch keine Werkstatt momentan.

Theoretisch brauche ich also eigentlich für beide Sachen nichts zu planen.
Aber zumindest habe ich für den Drehleierkurs in Bad Homburg wenigstens auf Verdacht ein Wochenende im Februar gesichert.

verschiedene RollenspielwürfelWas aber sicher ist, das ist von unserm Discord-Forum, worüber ja unsere Rollenspiele laufen, ein Wochenende, an dem wir uns Live treffen wollen. Um Rollenspiele diverser Systeme zu zocken. So von Freitag bis Sonntag in einem Ferienhaus oder ähnlichem. Das haben wir 2018 schonmal gemacht. ‚Wir‘ war in diesem Fall ein Teil unserer Fate-Gruppe; also Drachenechse, Fuchs, JJ et moi, sowie Drachenechses alte DSA-GM. Deswegen bin ich ja überhaupt auf diesen Gedanken gekommen. Und da ein Teil unserer Gruppe inzwischen aus dem Norden kommt, ist so ein Wochenende ideal, um sich mal real treffen zu können. Es kann ja nicht jeder nach Wacken zu einem Treff fahren, wie unsere D&D-Zwerge.

Das Wochenende wurde tatsächlich bereits genehmigt, also kann es da nun an die Planungen gehen. Wie viele wollen kommen? Dann wohin?
Wahrscheinlich geht es um die Ecke von Paderborn drum rum. Denn dieser Bereich dürfte etwa in der Mitte liegen.

Was wären noch Termine, die ich mir vielleicht freihalten sollte?

Nun, Pfingsten mit dem WGT ist immer mal wieder ein Planungspunkt. Die Rasselbande *G* denkt für nächstes Jahr auch mal wieder an eine Fahrt zum WGT. Allerdings… habe ich immer noch nicht wirklich Lust aufs WGT. Auf Leipzig allerdings schon. Na ja… dann plane ich mal zu Pfingsten Urlaub ein, in der Hoffnung, dass dies klappt. Und wenn, dann fahre ich doch einfach mit nach Leipzig. Und ob dann WGT oder nicht… das sehe ich dann.

Das Neue Rathaus Leipzig in Hintergrund, davor ein Verteilerkasten an der Straße, welcher mit dem Neuen Rathaus von Leipzig bemalt ist.Weitere Termine, die ich immer versuche, zu berücksichtigen… was wäre denn da noch?

Da wären das Hayner Burgfest und Büdingen.

Das Hayner Burgfest ist immer so das zweite Wochenende im September und Büdingen alle paar Jahre. Nächstes Jahr wieder.
Allerdings sind mir irgendwie ein größerer Teil meiner üblichen Marktgänger abhandengekommen…
Also habe ich Büdingen nun nicht berücksichtigt in meinen Planungen. Und das Hayner Burgfest-Wochenende habe ich jetzt einfach mal in meinen Wunsch-Jahres-Urlaub integriert. Den würde ich dann nämlich gerne im September machen wollen.

Dann dachte ich noch daran, vielleicht eine Woche nach meinem Geburtstag zu nehmen. Allerdings hätte ich damit bereits 30 Tage verplant gehabt und damit keinen Tag mehr für wichtige Notfälle oder nochmal 1-2 Wochenenden. Also habe ich mir diese Woche geschenkt. Zumal ich an meinem Geburtstag Wochenende haben sollte. Dann brauche ich dafür keinen Urlaub.

Ja… das wären also nun meine Urlaubs-Termin-Gedanken für 2023 bisher. Mal sehen, was meine Firma dazu sagt.

Und ich sollte mir langsam Gedanken dazu machen, was ich mit meinem diesjährigen Jahresurlaub später im November mache. Vielleicht mal wieder Borkum? Hmm…

Sonnenuntergang am Meer

Neue Überlegungen der zweirädrigen Art

 

Ich hatte vor einer ganzen Weile mal den Gedanken, dass ich irgendwie nicht wirklich Lust habe, immer mit dem Auto zum Bahnhof zu fahren oder zu laufen. Stattdessen könnte ich doch auch mal mit dem Fahrrad fahren. Doch es ist ja bekannt, wie sicher heutzutage Fahrräder sind, die an öffentlichen Fahrradständern wie z.B. dem Bahnhof angeschlossen sind – über mehrere Stunden. Und ich würde ungern nach der Arbeit bei meinem Fahrrad ankommen, um dann festzustellen, dass es sich verkrümelt oder zweigeteilt hat.

Metallene Fahrradboxen, 30 insgesamt, je 15 Stück neben- und aufeinander

Jetzt wurden dieses Jahr am Hauptbahnhof neue Fahrradboxen aufgebaut. Schön fest verschließbare Boxen. Ich hatte sie mal gezählt – es waren mehr als 20, glaube ich.
(30 – um genau zu sein.)
Eine gute Vergrößerung der Anzahl an Fahrradboxen, die es bisher am Bahnhof gab. Da tauchte das erste Mal der Gedanke auf, sich doch einfach mal danach zu erkundigen.
Nun ja, einfach…

Wobei, das ‚danach erkundigen‘ war auch einfach. Ich habe mich vor bald 8 Wochen einfach aufgerafft und mal bei der angegeben Telefon-Nummer der Stadt angerufen. Da konnte mir die Person zwar nicht sagen, ob noch eine Box frei ist, aber wie teuer das Vergnügen einer Fahrradbox wäre. Das war ja zumindest schonmal etwas. Und ob der Verfügbarkeit bin ich einfach mit meinem Gegenüber am Telefon verblieben, das ich eine E-Mail schreibe.
Gesagt, getan.
Das fiel alles noch unter den Einfach-Bereich.

Und dann hieß es warten.

Und warten.

Nach zwei Wochen habe ich nochmal eine kleine Erinnerung an meine Mail geschrieben. Das war vor gut einem Monat.

In der Zwischenzeit hatte ich schon gar nicht mehr daran gedacht – bis letzten Freitag. Da war meine erste Mail inzwischen 7 Wochen alt. Ich hatte immer noch nichts gehört, und nach dieser Wartezeit auf eine recht einfache Ja-Nein-Frage, juckte es mich langsam in den Fingern, ein wenig Lärm zu machen.

Dieser Lärm fiel dann doch leiser aus. Da nämlich am Freitag ein kleiner, stolzer Bericht zu diesem Stadt-Arbeitsbereich getwittert wurde, und ich dann als Reaktion darauf mal gefragt habe, warum eine einfache Mail-Antwort 7 Wochen braucht.

Darauf hat mich tatsächlich ein Mitarbeiter der Stadt per DM über Twitter angeschrieben und nach genauen Daten meiner Mail zum Weiterleiten gefragt. Die hat er abends noch bekommen… und gestern war ENDLICH die Antwort in meinem Postfach.
Ich könnte also tatsächlich eine der Fahrradboxen mieten.

Yay!

Was bedeutet das nun für mich?

Ich könnte also eine Fahrradbox mieten und dann mit dem Fahrrad zum Hauptbahnhof fahren, statt mit dem Auto. Oder zu laufen.
Was bräuchte ich dafür?

Ein Fahrrad.

Ja.
5 Fahrräder auf dem Hof vor dem Museum stehendIch habe so etwas tatsächlich in meinem Keller stehen. Sogar zwei davon. Denn zu Beginn der Pandemie und der erhöhten freien Zeit, kam bei mir das erste Mal der Gedanke an ein neues Fahrrad auf. Denn das Fahrrad, welches zu diesem Zeitpunkt noch alleine im Keller stand, war da auch schon über 20 Jahre alt.
Ja, sicher würde da auch eine einfache Überholung helfen. Doch ich fand da, es wäre mal Zeit für etwas Neues.
Stattdessen habe ich erstmal ein Fahrrad von meinem VvO ausgeliehen bekommen, dass bei meinen Eltern ungenutzt herumstand. Mit dem habe ich dann die Fahrradtour bestritten, die wir im Mai vor 2 Jahren gemacht haben.
Habe ich darüber geschrieben? *Blätter… blätter*
Anscheinend habe ich es hier nur mal im Allgemeinen erwähnt.

Bei dieser Fahrradtour wurde mir klar, dass, so ungebraucht das Fahrrad von meinem VvO auch ist oder war… ich mag es nicht. Der Hauptgrund davon war + ist die Rücktrittbremse. Mit so etwas bin ich seit 20 Jahren nicht mehr gefahren. Und ich will damit auch nicht wieder anfangen.
Sorry, Papa.

Seit der Fahrradtour und zwei kleinen Ausflügen von mir, plus einmal zum Minigolfen + Pizza essen mit meinen Niffen, stand es tatsächlich auch nur in meinem Keller. Zusammen mit meinem alten.
Warum also ein neues Fahrrad?

Zwei Fahrräder auf einem Autogepäckträger, hinten am Auto befestigtIch denke, dass ich es dann recht oft zum auf-die-Arbeit-fahren nutzen werde. Und vielleicht bin ich dann ja auch inspiriert, wieder eigene Runden zu drehen?
Träumen darf erlaubt sein. ;o)

Ich denke nun also – zum jetzigen Aufschreib-Zeitpunkt – dass ich die Box mieten werde. Vielleicht sogar schon direkt ab Anfang September? Hmm… Und eventuell werde ich mich am Freitag mit Wixhausen treffen, damit wir mal zusammen nach Fahrrädern schauen. Denn er ist inzwischen ein fleißiger Radfahrer und hat von daher einen ganz anderen Blick auf die Materie.

Ich sehe für Euch also weitere Beiträge in 2-Rad-Richtung in der Zukunft stehen.

;o)

 

Das böse D & andere Psychosachen

 

Mal etwas ganz anderes.

Jede Person hat ihr Päckchen zu tragen. Manche sind da leichter oder schwerer als andere. Immer mehr Personen dürfen sich inzwischen mit dem schweren Paket „Depression“ abschleppen, dem bösen D.

Ich denke, bisher konnte es bei mir noch nicht richtig greifen. Auch wenn ich vor Jahren, nach dem letzten Beziehungsendfrust, mich ziemlich deprimiert gefühlt habe – über einige Zeit.
Da war ich mir nicht sicher, ob ich da nicht auch eine Art Depression hatte. Zumindest habe ich darüber auch mal kurz mit meinem VnvO gesprochen.
Aber ob das damals nun wirklich Depression oder nur eine große Traurigkeit war… *schulterzuck*

Inzwischen bin ich wieder in einer eher gleichmäßigen gelassenen Gefühlsebene. Anders als andere.

Wenn ich mich jetzt mal so betrachte:
Inzwischen 52 (:oO), Single, zur Miete wohnend, immerhin schuldenfrei…
Damit bin ich nun bereits 22 Jahre über meinem ursprünglich geplantem Soll.

Ende meiner Teenager-Jahre, Anfang meiner Twens, hatte ich mir eigentlich vorgenommen, dass ich bis zu meinem 30.sten verschiedene Punkte erledigt haben wollte. Die „wichtigsten“. Und als letzter Punkt stand dann eigentlich ‚an meinem 30.sten in Schottland sein – und da dann, weil alle wichtigen Punkte erledigt sind, Schluss machen.‘

 

Bei Selbstmordgedanken:

Wenn Sie sich in einer akuten Krise befinden, wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Arzt oder Psychotherapeuten, die nächste psychiatrische Klinik oder den Notarzt unter 112. Sie erreichen die Telefonseelsorge rund um die Uhr und kostenfrei unter 0800-111 0 111 oder 0800-111 0 222.

 

Bei Depressionen:

Haben Sie Fragen zur Erkrankung Depression und zu Anlaufstellen in Ihrer Nähe? Wenden Sie sich an unser Info-Telefon Depression unter der Tel.:
0800 / 33 44 533.

 

Wie Ihr aber sehen könnt, bin ich immer noch da. Auch, weil bis zum entsprechenden Zeitpunkt noch nicht alle Punkte abgehakt waren, ich dies aber nicht beschleunigen wollte.

Ich denke, dass mich in meiner Kinder-/Jugendzeit ein Teil einer Serie (?) schwer… beschäftigt/geprägt? hat. Ich habe keine genaue Ahnung mehr, wie diese Serie hieß. War es sowas wie „Die Abenteuer des David Balfour“?
Nun, der Teil, um den es geht, war, dass ein Kind/Jugendlicher ertrunken gefunden wurde. Und ein anderes Kind sprach zum Abschied davon, dass wohl jeder Mensch eine bestimmte Anzahl Schritte hat – und es nicht fassen konnte, dass das gestorbene Kind/Jugendliche bereits alle Schritte aufgebraucht hatte.

Dies hat mich irgendwie geprägt, denke ich. In Richtung Melancholie und Gothic, der ‚dunkleren‘ Seite. Zumindest würde ich da jetzt eine Verbindung hin überlegen, da mir dieser Teil nun zu diesem Thema (und mir) einfällt. Und das wird es nicht ohne Grund. Denke ich – und ich habe schon lange nicht mehr daran gedacht.

Also – ich bin noch da. Und bisher gehe ich davon aus, das dies noch länger so bleibt.
Bis auf den dunkleren Gedankenschub damals, bin ich sonst eher ein positiv eingestellter Sarkast. Sozusagen.

Allerdings ist mir damals etwas klar geworden:
Es ist ja leider oft so, dass – wenn es zu einer Trennung kommt – der Mann seiner Expartnerin schadet.
Einfach zu oft.
Und mir ist klar geworden, dass dies bei mir nicht der Fall sein wird. Denn bevor ich meiner Ex weh tue, weil sie nicht mehr mit mir zusammen sein möchte, tue ich eher mir selbst weh.

Einen ersten Eindruck davon hatte ich so mit 25-26, als ich in einer meiner vergeblichen Verliebtheitsphasen war, bei der die andere Person so gar kein Interesse an mir hatte. Da habe ich mir meine Haare – die es damals zumindest noch mehr gab als heute – das erste Mal radikal auf 3 mm heruntergeschoren. Danach ging es mir besser – und der entsetzte Blick bei dieser Person beim nächsten Treffen war das i-Tüpfelchen.

Und beim letzten Mal Frust vor x Jahren wurde mir dies dann klar. Wobei ich da tatsächlich bisher auch nie das Bedürfnis hatte. Ich habe mich nie geritzt oder daran gedacht, dies zu tun.
Nur, um auch das festzuhalten.

Das waren jetzt so zwei-drei Psychosachen zu mir.
Kommen wir nun wieder zurück zum bösen D.

Auch hier gibt es leider immer mehr Menschen, die sich damit herumschlagen müssen. Tatsächlich ebenso leider auch Menschen, die mir persönlich bekannt sind. Allerdings werde ich hier keine Namen verwenden. Denn die genauen Umstände gehen nur diese Personen und mich etwas an. Dennoch werde ich hier jetzt darüber schreiben.

Auch wenn ich also wahrscheinlich selbst noch nicht wirklich von Depressionen erwischt wurde, durfte ich Auswirkungen erleben:
Antriebslosigkeit; am besten die Decke über den Kopf + die Welt Welt sein lassen; Dauererschöpfung; Gedankendauerkarussell…
Wie habe ich da versucht, gegenzuhalten?

Einerseits habe ich versucht, für Gedankenablenkung zu sorgen. Einfach beschlossen, sich zum Picknicken zu treffen. Aber dazu die andere Person nicht wirklich befragt, ob sie will. Gegessen werden muss ja etwas – also geht das auch draußen.
Versucht, die Person zu beschäftigen/beschäftigt zu halten. Aber nicht mit einem – ich sag mal Animateurverhalten.
Also kein ‚Komm schon.‘; ‚Du schaffst das!‘ ‚Auf jetzt!‘
Wenn jemand nicht unter der Decke rauskommen möchte, NICHT die Decke wegziehen. Stattdessen gemeinsam geplante Punkte einfach alleine anfangen. Die Person aber informiert halten – und hoffen, dass der Startpunkt zum Herauskommen erreicht wird.
Vorschlagen, große Gedankenberge zusammen in Angriff zu nehmen oder dabei zu unterstützen. Auch wenn der Gipfel nicht gleich erreicht wird, ist dann zumindest eine erste Etappe geschafft, auf die aufgebaut werden kann. Und das Gewicht dieses Berges ist hoffentlich etwas leichter geworden.

Wenn ich weiß, dass jemand am bösen D leidet, kann ich damit ganz anders umgehen, als wenn ich dies nicht weiß. Und wenn mir dies jemand mitteilt, ist das für mich ein Vertrauensbeweis. Und dem will ich versuchen, gerecht zu werden.
Ich kann das böse D zwar nicht heilen – aber ich kann versuchen, es in ein paar Punkten vielleicht abzuschwächen. Hoffe ich zumindest.
Manchmal ist ein erster Punkt auch nur einfach mal Zuhören.

Doch ich denke, am besten wäre beim bösen D professionelle Hilfe. Auch wenn sie leider nicht so einfach zu bekommen ist.
Doch dafür hier nochmal ein paar Kontaktdaten und Telefonnummern:

 

Bei Depressionen:

Haben Sie Fragen zur Erkrankung Depression und zu Anlaufstellen in Ihrer Nähe? Wenden Sie sich an unser Info-Telefon Depression unter der Tel.:
0800 / 33 44 533.

 

Bei Selbstmordgedanken:

Wenn Sie sich in einer akuten Krise befinden, wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Arzt oder Psychotherapeuten, die nächste psychiatrische Klinik oder den Notarzt unter 112. Sie erreichen die Telefonseelsorge rund um die Uhr und kostenfrei unter 0800-111 0 111 oder 0800-111 0 222.

 

Passt auf Euch auf – und auf Andere auch.

 

Es wird nochmal drachig

Eine kleine grüne Drachenfigur hat drei rote Herzchen über sich und wirft einen Kussmund in die Luft - im Hintergrund ist der Schatten der Figur zu sehen

Gestern und heute haben die Dramateure nochmal „Wachen! Wachen!“ gespielt. Und wenigstens gestern habe ich es mir nochmal angesehen.
Eigentlich hatte ich erst vor, es gestern und heute anzusehen – dann hatte ich mit Fuchs jedoch einen Termin für ein Treffen heute ausgemacht.
Gut – der Termin hat dann insofern nicht geklappt, dass sie jetzt gerade am bösen C krankt, von daher fiel der Besuch heute aus. Beziehungsweise er wurde nur auf das Nötigste beschränkt: Ich habe ihr gestern ein paar Sachen besorgt und dann heute vorbeigebracht.

So hätte ich theoretisch doch Zeit gehabt, auch heute zur Aufführung zu gehen. Meinen Parkplatz hätte ich auch schon bezahlt gehabt – denn am Altstadtparkplatz habe ich für 24 Stunden bezahlt – und heute war die Aufführung ja bereits um 16 Uhr.

Doch ich habe mich dann dagegen entschieden.

Handpuppen-Drache in braun, mit hellblauen Pfoten, hellblauer Schnauze und hellblauen Rändern an den Flügeln mit einer gelben Rose im Maul, auf einem Stuhl sitzendNicht, weil mir das Stück nicht gefallen hätte. Dann hätte ich es mir kein zweites Mal angesehen – oder zumindest nicht, solange ich dafür bezahle. ;o) Allerdings habe ich gestern Abend mal wieder gemerkt, wie schwer es mir fällt, einfach mir unbekannte Leute anzuquatschen.

Im Ernst – wäre mein Ich auf einem Charakterbogen festgehalten, dann hätte ich sicherlich einen Nachteil auf Small Talk. Und einfach zu den Leuten zu gehen und zu sagen, dass mir das Stück gut gefallen hat…
Ja, schön. Und?
Ich meine, zumindest habe ich ein-zwei Worte mit den Drachenbauern gewechselt und konnte auch mal größere Fotos von Eroll und einem seiner Kollegen machen. ;o) Und ich habe erfahren, dass die großen goldenen Flatter-Drachen-Fahnen wirklich aus Rettungsdecken gemacht waren. Ha. ;o)

Aber damit hörte es dann auch schon für mich auf mit dem Ansprechen.
Meine Frage bzgl. der Drehleier hatte sich schon geklärt – und auch wenn ich gestern extra mein Drehleier-T-Shirt angezogen hatte – was hätte ich mit dem TmsidR-Schnapper-Darsteller da noch groß reden können? Dass er mehr musikalisch unterwegs ist, habe ich über IG ja bereits festgestellt. Ich dagegen ja eher so gar nicht – außer zu hören. Und nur, weil ich auch eine Drehleier besitze – die längst mal wieder gespielt werden sollte/möchte… Hmpf.

Ich weiß ja noch aus meiner Zeit vor 10 Jahren, dass es nach einer Aufführung schön ist, mit Bekannten zu sprechen – und gut, wenn es mir Unbekannten gefallen hat und sie das loswerden möchten, ist das schon schön. Aber irgendwie eher in Maßen. Wenn nur lobgehudelt wird, dann ist das… übertrieben. Entsprechend kann/will ich dann selbst kein Lobhudler sein. Konstruktive Kritik finde ich da viel besser – aber ich hätte jetzt keinen konstruktiven Beitrag leisten können.

Handpuppendrache Eroll auf einem Stuhl, mit gelber Rose im Maul. Seine Farbe ist grünlich - und er hat zwei extra große NasenlöcherSelbst wenn ich möglicherweise vielleicht eventuell mir mal wieder vorstellen könnte, etwas Bühnenluft zu schnuppern… Soll ich da nach einer gut gelaufenen Aufführung den Leuten gegenübertreten und sagen, dass ich vielleicht gerne bei ihnen mitmachen wollte?
Naaah.

Ich meine, ich glaube, ich hätte Lust… aber ich bin mir über meine Möglichkeiten unsicher. Natürlich würde sich so einiges regeln lassen, hat ja auch in der Vergangenheit geklappt. Allerdings habe ich nicht unbedingt das Gefühl, dass meine Firma da inzwischen leichter zu handeln ist.

Vielleicht schreibe ich die Dramateure einfach mal an. Sie haben ja eine Homepage und da zwei Möglichkeiten zur Vereinsteilnahme. Wenn es ein Verein ist – vielleicht haben sie ja auch eine regelmäßige Probenzeit irgendwo?
Vielleicht sollte ich mich danach einfach mal erkundigen – und wenn, dann kann ich mich mit den Köpfen dahinter ja mal in Ruhe unterhalten. Gestern hätte ich nicht gewusst, welche der Teilnehmer da jetzt „die Macher“ sind – oder ob es bei ihnen anders läuft?

Ah – ich sehe gerade, das letzte Mal für ein Theaterstück habe ich vor 10 Jahren Ende August/Anfang September auf der Bühne gestanden.
Nun… vielleicht wäre es dann doch mal wieder Zeit.
*kopfkratz*

 

Sachen gibt’s…

Ich sehe ja inzwischen immer wieder mal nach meiner Blog-Statistik: Wieviele haben vorbeigeschaut, was wurde angesehen…

Bisher hatte ich auch keinen Grund, an dieser Statistik zu zweifeln. Allerdings habe ich gerade einen seltsamen Fall, mit dem mir Zweifel an der gelieferten Statistik kommen können:

Denn wie ist die Sache zu erklären, dass es keinen Besuch an einem Tag gibt, dafür aber 2 Beiträge gefallen? Ich hätte jetzt gedacht, dass dann wenigstens diese zwei Beiträge als betrachtet angezeigt werden sollten, von mir aus auch nur von einem Besucher. Aber so aus dem Nichts heraus? Der Geist in der Maschine?

Sachen gibt’s…

Bild der Statistik unter dem Reiter "Tage"
29.07.2022
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Klassenfahrten

Sonnenuntergang am Meer

Ein weiterer Punkt, über den ich vor einiger Zeit nachdenken musste, war das Thema Klassenfahrten. (Passt ja fasst ein wenig zum letzten Beitrag – wenn ich da schon über die Zusammensetzung meiner Klasse berichtet habe…)
Und das ich damals, während meiner Schulzeit, wirklich das Glück hatte, in jedem Schuljahr seit der Förderstufe – wie sie damals noch hieß – weg gewesen zu sein. Das ist ja heute nicht mehr unbedingt so. Waren die Fahrten damals günstiger?
Das bezweifle ich.

Die erste Klassenfahrt ging in der 5. Klasse in das damalige Schullandheim von Hanau, nach Rückersbach.

Im Jahr drauf ging es nach Oberseemen im Vogelsberg. Ich glaube, bei dieser Fahrt war es auch, das unser Klassenlehrer eine Mitschülerin mit einer Nacktschnecke erschreckt hatte. War für alle anderen ziemlich witzig. ;o)

Dann ging es aufs Gymnasium. Und da im ersten Jahr, Klasse 7, wieder nach Rückersbach.

In meinem 8. Schuljahr habe ich zum Halbjahr ja die Schule gewechselt. Es ging auf die Realschule – und da sind wir tatsächlich im 2. Halbjahr auch weggefahren. Es ging an die Küste. Wenn mich nicht alles irrt, waren wir auf der Landspitze gegenüber von Wilhelmshaven untergebracht. Ob das wirklich in Tossens war, bin ich mir nicht mehr sicher.
Bei dieser Fahrt habe ich festgestellt, das Krabben nicht so meines sind – nachdem ich diverse gepult und gegessen hatte. Auch haben wir da einen Ausflug nach Helgoland gemacht. Auf dem Weg dorthin hat ein Klassenkamerad Möwen aus der Hand gefüttert.
Das war eine ziemlich entspannte Fahrt.

In der 9. Klasse ging die große Fahrt nach Berchtesgaden. Dieses Mal mit dem Zug, mit diversen Ausflügen: Salzburg + Museum, Königsee, Salzbergwerk… Ich glaube, hier sind wir auch auf einer Tour ins Tal zurück von einem Berg, beim Überqueren von einem Schneefeld, mit Plastiktüten gerutscht. Auch existiert bei mir noch irgendwo ein Klassenfoto, bei dem wir in der Steigertracht (?) auf der Bahn des Salzbergwerks sitzen. Halt Tourikram. ;o)

Die große Abschlussfahrt in der 10 ging dann zum Skifahren nach Zell am Ziller. Diese Fahrt ging dann auch über 10 Tage. Und bei dieser Fahrt ist tatsächlich unser stellvertretender Klassen- und Mathelehrer auf einen Besuch am Wochenende vorbeigekommen. Und auch ein wenig zum Ski fahren.
SO schlimm können wir also eigentlich gar nicht gewesen sein. *kopfkratz*

Es gab noch ein paar kleine Wochenendsachen. So bin ich ja sozusagen auch bei meiner ersten Theatergruppe gelandet. Denn erst haben Teile meiner Klasse da mitgemacht – nach einer Wochenendfahrt. Als die dann wieder absprangen nach und nach, sind die Teamer des Jugendbildungswerkes durch die Schulen gezogen zum Leute finden.
Doch jetzt geht es ja um die Fahrten.

Während meiner Ausbildung konnte sich meine Ausbildungsklasse entscheiden, ob wir Bildungsurlaub in Berlin oder in der DDR machen wollten. Unsere Abiturienten hatten sich für Berlin entschieden – wir fuhren dagegen in die DDR. 1987 ging es nach Oberhof, und von dort auch mal nach Dresden. Und natürlich auch Weimar und Buchenwald.
Das war meine letzte Fahrt, die ich als Klassenfahrt bezeichnen würde. Auch wenn es ja offiziell „Bildungsurlaub“ war. Doch ich würde die Grundvoraussetzungen nicht miteinander vergleichen. Denn bei unserem Bildungsurlaub gab es keinen Lehrer mehr, die/der ein Alkoholverbot „bewachte“.

Schon meine Schwester ist dann nicht mehr so oft gefahren. Und wie das bei meinen Niffen ist/war – keine Ahnung. Bzw. keine große. Doch ich denke, zumindest ich habe da so insgesamt gesehen Glück gehabt und habe da keinen Grund zu klagen.

Wie sieht es denn bei meinen Lesenden so aus?
Wo hat es Euch mit der Schule damals so hin verschlagen?
Und hattet ihr Spaß dabei?

Ich hoffe doch.

;o)

Schloß in Meiningen bei Nacht, violett angeleuchtet

Freundschaften

Taschenuhr an einer Kette

Ich habe vor ein paar Tagen etwas gelesen wie das Freundschaften durchschnittlich 24 Jahre halten.
Irgendwo in dem Dreh. Knapp über 20 Jahre.
Da frage ich mich, wie manche Menschen es schaffen, Jahrzehnte später noch Freundschaften zu ehemaligen Schulkameraden zu halten?

Meinen ältesten Freund kenne ich jetzt um die 30 Jahre. Ein „Nachlass“ meiner Pseudo-Zeiten, dem Chatten vor dem Internet. Es könnten auch 33-34 Jahre sein.

Zu meinen Schulkameraden habe ich keine Kontakte mehr. Ich habe zwar im letzten halben Jahr einen ehemaligen Schulkameraden meiner Abschlussklasse gesehen/getroffen… das lag aber nur daran, dass er wohl der Schwiegersohn meiner Vermieter ist.
Die Welt ist doch klein…

Wie sah das denn damals aus bei mir?

Schultechnisch war ich eineinhalb Jahre auf ’nem Gymnasium, um dann auf eine Realschule zu wechseln. Und waren wir in der Klasse im Gymnasium noch soweit alle ziemlich gleich alt, sah das in der Realschule anders aus. Denn dadurch, dass ich vor dem einmal-Sitzenbleiben gewechselt habe, war ich einer der wenigen Schüler_innen, die in der eigentlichen Altersstruktur der Klasse war. Von 30 waren wir vielleicht 10? Oder maximal 15. Doch ich tendiere eher zu 10.
10 Lernende, die so alt waren, wie es für eine Klasse 8 „normal“ ist. Alle anderen waren älter. Durch Ehrenrunden – und nach den Ehrenrunden erst vom Gymnasium auf die Realschule gewechselt. Oder einfach durch Ehrenrunden in der Realschule. Ich bin mir jetzt grad nicht sicher, ob welche von den Mitlernenden in meiner Altersgruppe eigentlich direkt dort auf die Realschule sind – oder ob alle von den Gymnasien heruntergespült wurden? Hm. Gut – bei etwa drei kann ich mir vorstellen, dass sie direkt in der Klasse nach der Förderstufe angefangen haben. Ansonsten bestand meine Klasse eigentlich damals hauptsächlich aus ‚gescheiterten Existenzen‘, wenn ich das jetzt mal so salopp sagen kann. Alleine mit mir kamen noch zwei oder drei andere in die Klasse. Alle von Gymnasien heruntergespült.

Bei meinem Abschluss war ich 16. Da waren bereits 5-6 von 30 über 18. Teilweise 19.

Ich muss der Klasse zugutehalten, dass sie mich in Kontakt mit dem Rollenspielen gebracht hat. Das Schönste diesbezüglich war eine Fußball-Schulsport-Veranstaltung, bei der Anwesenheitspflicht in der Sporthalle war. Wir waren vier oder fünf Leute aus der Klasse, die fürs Fußballspielen nicht gut genug waren… Nun, wir waren da, haben uns dann aber in die Vorhalle gesetzt und eine Runde D&D gespielt. Glaube ich. Kann auch DSA gewesen sein. Zumindest habe ich von ’nem Klassenkameraden seine erste DSA-Box abgekauft.

DAS ist geblieben.

Die Leute nicht.

Am Tag der Abschlusszeugnis-Ausgabe habe ich mir dieses Zeugnis geholt – und bin schon abends nicht mehr zur Abschlussfeier.
Ich habe den Schulhof verlassen – und nicht mehr zurückgeblickt. Auch wenn ich später dann doch an Klassentreffen teilgenommen habe – von denen das letzte aber bereits schon wieder Ewigkeiten her ist.
Nicht, dass dies wichtig wäre.

Ich frage mich, ob es anders gelaufen wäre, wäre ich auf dem Gymnasium geblieben? Da hätte ich die Menschen noch 3 Jahre länger um mich gehabt. (Mindestens. ;o))
Andererseits… Ich habe ab dem 16. Lebensjahr in einer Jugendtheatergruppe mitgemacht. Mit einem Jahr Bundeswehrunterbrechung bis ich 30 wurde. Von den Mitwirkenden dort hatte ich nur zu einer Mitspielerin noch einige Jahre losen Kontakt. Der ist inzwischen auch erloschen. Es ist also nicht gesagt, dass das Abitur etwas geändert hätte. *schulterzuck*

Wenn ich nun den Kaffeemaschinenmelker – Freund von GMS (erste große Erwähnung hier) – so sehe… bei einem Geburtstag letztens war zumindest noch ein guter Bekannte von ihm ein Abschlusskollege. Und das Geburtstagskind war wohl einen Jahrgang tiefer.

Gut, mein Abschluss ist bald 36 Jahre her. Bei ihnen ist das noch nicht so lange – doch lange genug.
Genug, um ins Nachdenken zu kommen.

Drachenechse – deren letztes Schuljahr ich quasi inaktiv begleiten durfte – hat inzwischen auch keine Kontakte mehr zu ihren, für sie damals wichtigsten, Mitlernenden. Einmal war es ein aktiver Kontaktabbruch, der Rest ist versandet.

Oh… wir kennen uns jetzt auch 18 Jahre.
:oO

Ich finde es erstaunlich, wie sich das so unterschiedlich entwickelt. Werner hätte ich dieses Jahr auch 31 Jahre gekannt.

Nun, GMS und Drummertier kenne ich inzwischen auch schon 22 Jahre. Da kam nämlich bei dem Geburtstag die Frage auf, wie wir uns alle kennen. Und die beiden habe ich bei einem Japanisch-Kurs der VHS Hanau kennengelernt. Und sie haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Jetzt schon 22 Jahre – auf viele weitere.

 

Leseheimat

Buchtitel Ben Aaronovitch "Die Silberkammer in der Chancery Lange" In einem blauen Kreis auf schwarzem Hintergrund steht eine weiße Öllampe mit totenköpfiger Deckelfigur, aus deren Dochtöffnung etwas wie weiße Flammen entweicht.

Ich hatte ja bereits mal erwähnt, dass ich in letzter Zeit nicht so lesebegeistert bin. Das ich entweder mich a) erst gar nicht zum Lesen aufraffen kann, oder b) im Lesestoff Sprünge mache, weil es mich nicht durchgehend fesselt.
Teilweise fand ich das schon ein wenig beunruhigend, dass mir das so geht. Schließlich bin ich schon, seit ich Lesen kann, eigentlich eine ziemliche Leseratte.

Doch halt in den letzten Monaten/Jahren nicht mehr so. Geht das für die Zukunft nun immer so weiter?

Letzte Woche kam nun das neue Buch zur Reihe von Ben Aaronovitch über „Die Flüsse von London“ bzw. Peter Grant heraus.

„Die Silberkammer in der Chancery Lane“

Da habe ich mich direkt zu Hause hingesetzt und angefangen zu lesen. Auf einen Schwung fast direkt mal das halbe Buch.

Gut – im Haus war (mal wieder) durch Grabungen vor dem Haus die Telefon- und damit auch Internetleitung tot.
Eine Ablenkung weniger.
Dennoch hat dies mir irgendwie gezeigt, dass ich durchaus noch ganz gerne lese. Nur ist anscheinend der Bereich, WAS ich lesen will, etwas geschrumpft. Oder das es zumindest Bücher gibt, die ich IMMER lesen kann.
Meine Leseheimat.

Dies geht mir jetzt so bei den Büchern über Peter Grant + den Flüssen von London – und all ihren Ablegern: Comics, Kurzgeschichten, andere Hauptdarsteller…
Vorher ging und geht mir das immer noch so bei den Werken von Terry Pratchett.
Ein Buch der Scheibenwelt geht immer.

Warum dies so ist, kann ich jetzt gar nicht genau beurteilen.
Liegt es am phantastischen Hintergrund?
Oder an den Charakteren?

Sowohl bei Pratchett, als auch bei Aaronovitch muss ich oft bei Beschreibungen, Handlungen oder Unterhaltungen einfach lachen.

Dies geht mir eigentlich auch in den meisten Werken von A. Lee Martinez so. Leider hat der inzwischen wohl keinen deutschen Verlag mehr. Was schade ist, denn wie die Geschichte von Constance Verity weitergeht, würde mich schon interessieren.

Dann sieht es wohl so aus, dass meine Leseheimat Bücher sind, die mich fesseln. Und amüsieren. Und abgedreht kann es ruhig auch sein, zumindest ein wenig.

Vielleicht sehe ich mich deshalb im Buchladen meines Vertrauens – und überhaupt – immer erst in den Fantasy-Abteilungen um. Und dann durchaus ebenso in der sogenannten Jugendecke. Auch wenn dies kein Garant für fesselnden Lesegenuss ist.
Nicht automatisch.

Doch es beruhigt mich etwas zu wissen, dass es Bücher gibt und Buchreihen, die ich einfach so lesen kann. Egal, wie oft. Sobald ich sie anfange zu lesen, fühle ich mich wie Zuhause.

Meine Leseheimat.

Deutsche Übersetzungen von Büchern von A. Lee Martinez Von links nach rechts: Der Automatische Detektiv Diner des Grauens Miss Minotaurus und der Huf der Götter Der Mond ist nicht genug Monsterkontrolle Constance Verity

Schwieriges Pflaster

Alte Eisenbahnbrücke über den Main im Morgennebel. Die Sonne ist als heller Punkt links oben zu sehen.

Es ist manchmal schwierig.

Ich habe diesen Blog ja, damit ich schreiben kann, was mich beschäftigt. Das ist bei den meisten Sachen ja kein Problem. Allerdings hin und wieder schon. So das erste Mal vor ein paar Jahren, als ich… sagen wir ’nicht so gut drauf‘ war.
Dies war definitiv ein Thema für meinen Blog gewesen… aber für mir bekannte Mitlesende nicht unbedingt etwas, das ich zeigen wollte. Da hatte ich dann mit Passwort angefangen… und das schnell wieder sein gelassen.
Wenn es also ein Thema gibt, das mir bekannte Mitleser zuordnen könnten oder bei denen es vielleicht um Themen geht, die mich in Zusammenhang mit mir bekannten Mitlesenden beschäftigen… dann wird das-darüber-schreiben schwierig.

Sollte zum Beispiel irgendwann eine Ophelia in mein Leben treten + sie beginnt, hier vielleicht auch mitzulesen… und ich würde mich in sie sowas von verknallen/verlieben – wie auch immer… DANN würde mir dies wohl auch fürs Erste schwerfallen, hier darüber zu schreiben. Weil – oje… sie kann es ja dann auch lesen….  :oO

Gut – bis so etwas zum Thema wird, das… keine Ahnung, steht in den Sternen…

Janz weit wech.

Nun gibt es etwas, was mich durchaus auch ein wenig beschäftigt. Aber darüber zu schreiben, ist aus obigen Gründen nicht so einfach.

Denn einerseits: wenn etwas niedergeschrieben ist, kann dies immer nachgelesen werden. So etwas bleibt frisch UND es birgt die Gefahr, in falsche Hälse zu rutschen. Da bei einem „darüber reden“ mögliche Missdeutungen ja gleich geklärt + ausgeräumt werden können. Bei was Schriftlichem sieht das anders aus.
Durfte ich schon Erfahrungen sammeln…
*hust*

Aber das Darüber-reden ist auch schwierig. Denn: Wie fange ich an?

Ich kann mit anderen dann eher darüber reden – wenn ich mich beim Reden nicht verzettle und den Punkt, um den es mir geht, dann schon wieder vergesse.
Beim Darüber-Schreiben kann ich nach dem Verzetteln zumindest wieder zurück zum Punkt kommen. Wenn ich es da nicht vergesse. Doch bin ich zuversichtlich.

Ich habe z.B. letztens seit Ewigkeiten mal wieder mit Timon telefoniert. Und zwar aufgrund eines Vorschlags von ihr, dem ich nachgekommen bin. Da haben wir erstmal über Gott, die Welt und überhaupt gequatscht, bis wir überhaupt zum eigentlichen Thema gekommen sind. Damit habe ich zwar dann auch angefangen… aber das, was mich eigentlich beschäftigt, ist untergegangen. (Siehe oben.)

Deswegen versuche ich jetzt, dieses hier nun in Worte zu fassen. Was mir nicht leicht fällt.
Habe ich den Kreis geschlossen?

Ich könnte mir vorstellen, meine Gedanken dazu auch etwas poetisch zu verpacken. Allerdings habe ich dafür noch nicht die nötige Inspiration + den richtigen Ansatz gefunden. Kommt vielleicht noch.
Habe ich nun lange genug drum rum gelabert?
Meine Güte…

Aaaalso…

Ich denke, ich bin jemand, der versucht, Menschen, die er mag, zu unterstützen. Hoffentlich weniger durch Besserwissereien, als vielmehr mit Gedanken, Ideen, vielleicht auch Zuhören. Und dann nicht (gleich) mit dem großen Hammer zu kommen wie ‚das geht nicht‘, ‚das funktioniert nicht‘, ‚das wird nie etwas…‘

Wenn nun etwas überlegt würde, dass wichtig FÜR den/die Andere/n ist, aber was ich vielleicht für MICH nicht so gut finde, dann steht der/die Andere/n über meinen Wünschen.

Das war bei meiner Lieblingsbuchhändlerin so, als sie den Buchhandel an den Nagel hängen wollte + getan hat. Und das wird auch bei anderen Lebensplänen so sein.

Wollte also z.B. jemand wegziehen, den ich für mich sehr wichtig finde + wo es mir lieber wäre, die räumliche Nähe würde bleiben, würde ich bei Fragen in Richtung Umzug FÜR den Umzug stimmen. Auch wenn mir dieser vielleicht nicht gefällt – aus welchen Gründen auch immer.

Da wahrscheinlich dann eher nicht darüber geredet wird, wie ich das finden würde, habe ich ja hier diese Möglichkeit, meine Gedanken kundzutun. Dies kann natürlich dazu führen, dass es heißt „Wieso hast du nichts gesagt?“ – wenn entsprechendes planende Personen hier mitlesen.
Doch warum sollte ich von mir aus anfangen herumzu“nöhlen“?
„Mimimi… nich wegziehen… mimi… Entfernung ist blöd… mimi…“

Wenn jemand auf den Gedanken kommt umzuziehen, wurden sich dabei schon genug Gedanken über den Umzug und das Drum rum gemacht. Da braucht es keinen Nörgler, dem das nicht so gefällt.

Dafür habe ich diesen Blog – da kann ich mein Mimimi reinschreiben…

Doch wie das dann ankommt…?

 

Es ist manchmal schwierig.