Minirunde

Draufsicht Regelwerke D&D 5

Ich spüre es genau: In den nächsten Tagen werde ich wohl wieder etwas aktiver sein. Das liegt unter anderem am Kinofest 2022, bei dem ich gerade in einem Film war und morgen nochmal gehen werde. Und ich glaube, darüber werde ich dann auch etwas zu schreiben haben. Außerdem möchte ich euch Carlos vorstellen – und ich habe mir heute etwas gekauft, worüber ich schreiben werde – und eine App habe ich mir auch noch runtergeladen. Das schreit auch nach Schriftlichem.

Aber jetzt geht es als Erstes um gestern. Da stand wieder unsere D&D-Runde an.

Wir sind da insgesamt zu siebt – 6 Charaktere + der GM.
Wir haben dafür eigentlich die Regelung aufgestellt, dass wir spielen, solange nur ein Mitspieler fehlt. Sobald zwei nicht können, fällt es in der Regel aus.
Allerdings… habe ich letzten Monat die Runde abgesagt, weil ich Fuchs noch beim Fertigmachen des Auszugs helfen wollte. Auch wenn ich an dem Tag dann doch nicht so lange dort war.
Für den Termin gestern hatten nun schon zwei Mitwirkende abgesagt – das hätte eigentlich eine Absage bedeutet. Doch weil wir letzten Monat schon nicht gespielt haben, habe ich nach einem Ersatztermin gefragt. Da ist aber keiner zustande gekommen. Also habe ich dann vorgeschlagen, dass ich dann nur etwas mit denen mache, die können und da sind. Da die Karawane ja noch nicht aus Baldurs Gate gestartet ist, bedeutete das ein Abend in Baldurs Gate vor der Abfahrt. Damit waren soweit alle einverstanden.

Jetzt musste ich mir nur noch etwas überlegen. Hmm…

Ein Gedanke war, dass ich vielleicht etwas daraus mache, was einer der Fehlenden vorhat. Jedoch hatte er in den Tagen vor dem Spielen keine Zeit mehr, dass ich mich da mal mit ihm hätte besprechen können…. also war das eher nichts.

Deswegen habe ich einfach mal Drachenechse gefragt, was ihr da so für einfallen würde. Und es kam der Vorschlag eines Jahrmarkts, bzw. Stadtfestes. So mit verschiedenen Stationen wie Bardenwettstreit, Kampfring etc. Dies dann verbunden mit Sachen, die dort vielleicht passieren wie Mord, Entführung oder so. Oder dass die Gruppe zum Verlieren angeheuert wird.

Nun, da musste ich dann erstmal wieder eine Nacht drüber schlafen. Oder auch mehrere.

Ein paar Tage später – also gestern irgendwann VOR dem Spiel – habe ich mir dann nochmal letzte Gedanken gemacht. Wurde ja auch endlich mal Zeit. Und habe dann zu einem Entführungsfall tendiert – da in der Karawane auch ein Wagen mit einer einfachen Familie dabei ist, die tatsächlich zwei der anwesenden Charaktere angeheuert haben. Als Leibwächter und Wächter…
So habe ich mit dem Gedanken gespielt, eines der Kinder (schon wieder Kinder) entführen zu lassen. Doch wie sollte dies nicht so aufgebauscht werden…?

Drachenechse meinte schon, dass sie gewohnt ist, dass ich nie mache, was sie vorschlägt. Doch tatsächlich war ja Entführung eines ihrer Extrapunkte für das Fest gewesen. Und dann habe ich es doch mit einem Jahrmarkt/Stadtfest wie vorgeschlagen gemacht. Kurzfristig habe ich nochmal nach möglichen Tipps gefragt. So kurz vor Spielanfang um 19 Uhr hatte ich noch keine Idee für eine Denkaufgabe. Es kam der Vorschlag von Murmelanzahl im Glas erraten. Daraus wurden dann Kiesel schätzen. Und was haben sie sich dazu Gedanken gemacht. Ei ei…

Eine Stunde vor Start hatte nun noch ein dritter Mitspieler abgesagt. So wurde also aus diesem Spieleabend eine Minirunde. In mehrfacher Hinsicht: Wir waren nur die Hälfte Charaktere – und das waren alles unsere kleinsten Charaktere, nämlich unsere zwei Zwerge und unsere Gnomenbardin.

Das war für sich gesehen schon irgendwie witzig.

Am Abend, bevor Karawanen starten wird jetzt also ein Fest für alle gefeiert – und alle Reisenden haben da nochmal die Gelegenheit, sich so vergnügen.

Das Erste, was unsere Kleinen gemacht haben, war die Steine zu schätzen.
Dazu wollten sie wissen, wie groß dieser Behälter ist und wie groß die Steine. Dabei hatte ich einfach eine Zahl aufgeschrieben. Allerdings waren die Schätzungen da so hoch, dass ich nach einigen Versuchen dann einfach die Zahl ausgewürfelt habe – quasi mit einem W9000. :oD
Und natürlich waren unsere drei nicht die einzigen Schätzer – also habe ich noch einige Male verdeckt bei Roll20 gewürfelt. Schließlich ist der Einsatz von einer Silbermünze nicht so schlimm – wenn es dafür 5 Goldmünzen zu gewinnen gibt.

Das habe ich auch als Einheitspreise für diesen Abend festgelegt. Alle Einsätze waren eine Silbermünze – zu gewinnen gab es dann 5 Goldmünzen.

Dies war auch beim Gewichtheben der Fall. Daran haben sich unsere Zwerge versucht.
Ich hatte mir dafür nur gedacht, dass es halt fünf Gewichte gibt, die hochzuheben sind. Bei den ersten zwei habe ich sie noch nicht mal würfeln lassen, weil ich ihnen da einfach die 10 gegeben habe. Beim dritten hätte ich dann schon gerne eine 12 gesehen… allerdings haben beide da ihren Stärkewurf so verkackt… Unser Krieger hat es gerade mal auf 6 geschafft, während unserer Hexenmeister immerhin auf eine 5 kam. Danach fiel unserem Kämpfer ein, dass sie da ja auch noch die 10 hätten nehmen können.
Tja – zu spät. :oD

verschiedene RollenspielwürfelDanach sind die drei zum Bardenwettstreit gegangen.
Das Fest fand in der Oberstadt auf dem Platz Die Weite statt. Unsere Kiesel waren im Süden des Platzes, das Gewichtheben so im Süd-Ost-Bereich, und der Bardenwettstreit lief dann im Osten. Es gab 10 Teilnehmer incl. Primela, unserer Gnomenbardin.
Für diesen Wettbewerb durfte sie erstmal ihren Startplatz auswürfeln und dann als dritte vortragen.
Da ich natürlich keine Barden als NSCs vorbereitet hatte – ich hatte mir eigentlich nur Gedanken zu EINEM NSC gemacht, doch zu dem kommen wir später – war ich so frei, einfach Primelas Auftrittswert zum Würfeln zu nutzen. Die erste Bardin – Rochellina – hat auch direkt gut losgelegt. Eine 20 bedeutete einen super Auftritt. Das machte den nächsten direkt so nervös, dass der seinen Auftritt verhauen hat. Primella wollte dann ein wenig mit Bardenzauberei zusätzlich beeindrucken… das ging aber irgendwie nach hinten los. Trotz Vorteil kam sie nur auf eine 9. Wow.
Der fünfte Teilnehmer – Sarnan, ein Halbelf – nahm sich den Zaubergedanken von Primela als Beispiel und machte seine Sache dann um einiges besser als sie. Wie will man auch eine gewürfelte 20 sonst deuten. Aber er war so… nett? Na, wohl eher fies., dass er sich bei Primela dann auch noch für den Gedanken der Zauberunterstützung bedankte. Den hatte sie damit gefressen.

Nun, die Gewinne strichen auf jeden Fall andere ein. Soviel war klar. Hier gab es 5, 3 und 1 Goldmünze.
Und nach den errungenen Plätzen – Applausregelung – wurden auch die Plätze für die Barden verteilt. Der Beste bekam die erfahrungsgemäß erträglichste Stelle zugewiesen usw.

Primela musste ihren Frust dann erstmal ein wenig ertränken in alkoholischen Getränken. Wobei – eines genügte ihr da schon. Dabei bekam sie noch einen Auftritt von Rochella mit – Platz 2 des Wettbewerbs – an welchen sie sich erst anhängen wollte… aber es dann doch sein ließ, nachdem auch hier Rochella keineswegs Hilfe nötig hatte.

So ging es dann weiter zu den Ringern.
Hier hat eigentlich am längsten gedauert, dass ich immer die Namen der möglichen Gegner in unseren Infobereich geschrieben habe. Denn bevor im Bericht falsche Namen stehen, trage ich die immer in die Notizen ein. Allerdings musste ich die auch erst noch generieren lassen… ;o)

Und so reagierten sich unsere kleinsten im Ring ab.
Auch Primela.
Was soll ich sagen: Es haben tatsächlich alle drei gewonnen.
Der Kampf von unserem Kampfzwerg mit dem Ork hat tatsächlich am längsten gedauert. Alle anderen waren recht schnell beendet – vor allem der Kampf von Primela. Hier hat sich ihre gewürfelte 20 ausgezahlt. :oD
Unnötig zu erwähnen, dass die Chefin der Ringer von diesen Ergebnissen nicht so erfreut war und danach ihre Truppe erstmal ordentlich zusammengeschissen hat.

Nachdem unsere Bardin sich nun also körperlich abreagiert hatte, hat sie dann auch noch einen kleinen Auftritt in ihrem Bereich gemacht, der zumindest besser ausfiel als beim Wettbewerb und der ihr zumindest noch ein paar Münzen einbrachte.

Da sich jetzt die Gemüter wieder etwas beruhigt hatten, wurden Grimm und Primela – die bald-Angestellten der Familie – von ihren Chefs in spe angesprochen, ob sie vielleicht den Sohn der Familie gesehen hätten. Der war im Trubel des Marktes irgendwie abhandengekommen.
Nachdem sich die drei ein wenig umgehört hatten, stellten sie fest, dass es noch 4 andere vermisste Jungs gab…

Es ging also ans Nachforschen und brachte sie tatsächlich dorthin, wo die Jungs eingesperrt waren. Nämlich eine zukünftige Gladiatorenschule von einem Gladiator, der sich seine zukünftigen Schüler einfach entführt hatte. Wohl weil es sonst keine Interessenten gab.

Dies war der einzige NSC, den ich quasi vorbereitet hatte: Die Werte gemäß der Herausforderungsstufe für unsere 3 Kleinen… Sogar einen Einzelschatz hatte ich vorbereitet…
Die Gladiatorenschule war in der einen Hälfte eines Rundbaus wie eine Arena untergebracht. Die andere Hälfte war eine Taverne – das wäre DIE Gelegenheit gewesen, vielleicht endlich zum Tavernen Abbrennen zu kommen.

Allerdings… statt sich mit dem Gladiator herumzuschlagen, hat die Bardin ihm einen Lachanfall angezaubert… und das wars. Sie haben ihn in die Zellen gesperrt und fertig. Die Jungs zurückgebracht – und sogar vergessen zu looten. Ha!

Ach ja –ein anderer Teilnehmer war bei den Kieselsteinen auch näher dran. Pech gehabt.

Doch so waren die „Kleinen“ zumindest für diesen Termin beschäftigt – und beim nächsten Mal geht es dann wohl endlich/vielleicht auf die große Reisetour. Zumindest gibt es bis jetzt keine Absagen.

Das lässt hoffen. ;o)

Regalfach geordnet mit Büchern zu Rollenspielen

Spieltermin D&D

Wahrscheinlich weiße Flachsblüte von der Seite

Wir haben am Freitag mal wieder gespielt.
Es ging weiter in unserer D&D-Kampagne.
Und jetzt will ich darüber kurz berichten, damit ich nicht nur noch Fotos von meinen Balkonpflänzchen zeige. Da war/bin ich kurz davor, siehe oben. ;o)

Also, seit langem mal wieder D&D hier im Blog. Kurzer Blick ins Archiv… echt?! Ist mein „Examen“ schon ein Jahr her? :oO

Inzwischen hat sich unsere Gruppe wieder leicht umstrukturiert. Von unserer ursprünglichen Anfangstruppe sind noch 3 anwesend. Bedeutet: die restlichen 4 kamen nach und nach hinzu, während es diverse Abgänge gab – ebenso nach und nach.

Aktuell leite immer noch ich. Und nun sind wir voll im Vermächtnis von Werner. Der hatte als Versuch nochmal ein festes Abenteuer ausgewählt, um sich die Arbeit ein wenig zu erleichtern.
Also, mehr die Denkarbeit.

Wenn ich das gerade so (noch mal) überschlage: Ich mache jetzt etwas mehr als ein Jahr einen auf GM. Und in der Spielzeit dürften nun seit Beginn der Kampagne vielleicht gerade mal etwa 3 Wochen vergangen sein. Das kann schon zu Verwirrungen führen. Zumindest haben wir über den Spielzeit-Verlauf auch kurz gesprochen.

An Teilnehmenden haben wir momentan 4 Mann und 2 Frau. Bedeutet: die Truppe besteht nun aus einem drachenblütigen Paladin; einem Zwergenhexenmeister; einem Zwergenkrieger; einem menschlichen Subjekt eher zweifelhaften Charakters ^^ – und seit neuestem einer halbelfischen Mönchs-Druidin und einer gnomischen Bardin… Also wirklich ein sehr bunter Trupp.

Letzten Monat fiel unser Termin kurzfristig aus, da unser Paladin bereits abgesagt hatte und bei unserer Bardin die Küche nicht fertig wurde. Dafür waren dieses Mal alle da.
(Den letzten Spieleabend davor habe ich kurz in einer kleinen Einzelsession mit unserer Bardin nachgeholt, da sie am Spielabend verhindert war.)
Wir spielen jetzt übrigens die Kampagne „Hort der Drachenkönigin“ – vielleicht kennt die ja jemand.

In der kurzen Zeit, die Drachenechse geleitet hat, hat sie versucht, mit Extra-Plot noch ein wenig Abwechslung reinzubringen – doch den habe ich direkt in meiner ersten Runde zur Kampagne als eine Sache abgehandelt – und nun halte ich mich soweit an den Abenteuerplot. Der sah nun vor, nach Baldurs Gate zu schippern. Eine Seefahrt und so… la la. ;o)
Bei dieser Fahrt sind nun zwei Sachen passiert, die ich besonders erwähnenswert finde. Weil sie bisher meistens noch nicht groß geschehen sind.

Grüne UkuleleDie größte Überraschung direkt als erstes:
Unsere Bardin wollte das Schiff am ersten Abend nach dem Essen ein wenig mit einem kleinen Vortrag unterhalten.
So weit, so normal.
Das Besondere für uns alle war dann, dass unsere Spielerin tatsächlich bei sich zur Gitarre gegriffen hat und den Beginn des Vortrags gesungen hat.
:oO

Das war… überraschend – aber auch toll.

Abgeschlossen wurde das Geschehen dann mit einer kleinen Probe – nur der guten Ordnung halber – auf „Auftreten“… bei der sie den Patzer des Tages gewürfelt hat. :oD
Da hatte sie ihr Würfelglück wohl überstrapaziert durch ihre Übungen mit ihrer neuen Waffe, der Peitsche. (Die uns haben bemerken lassen, das  Roll20 bei Formeln für automatischen Schaden auswürfeln erstens eine entsprechende Markierung benötigt – und zweitens in diesen Formeln wirklich D für Dice statt W für Würfeln stehen sollte, damit der Schaden auch wirklich direkt ausgewürfelt und angezeigt wird.)

Durch ihren Patzer wurde ihr Vortrag durch das Reißen einer Saite ihres Instruments schnell beendet.

Hihi – die Zwerge haben sich unterwegs noch einen Biervorrat zugelegt – und Köder zum Angeln. Diese haben dann direkt einen Fisch fürs nächste Essen eingebracht.
Die Zwerge waren zwar nicht die zweite erwähnte besondere Sache – auch wenn ich jetzt davon berichtet habe. Doch das war einfach auch witzig.

Nein, die zweite Besonderheit war, dass unser einziger Mensch (mit zweifelhafter Gesinnung) ein Gespräch mit unserem schwarzen Drachenblütigen geführt hat, weil er mehr über dessen Säurewaffe wissen wollte.
(Kurz für Nicht-D&D-Kundige: Drachenblütige sind Verwandte der Drachen. Und wie diese haben sie – je nach Farbe – eine sogenannte Odemwaffe. So können z.B. messingfarbene und rote Drachenblütige Feuer speien. Und unser schwarze Drachenblütige entsprechend Säure.)
Bei diesem Gespräch sind dann die beiden übereingekommen, mit dieser Säure ein paar Flaschen befüllen zu wollen, die als zusätzlicher Vorrat für alle mögliche Gelegenheiten dienen kann. Sei es, das diese geworfen werden können – oder damit Waffen wie z.B. Dolche benetzt werden könnten.

Diesen Gedanken und das Gespräch darüber fand ich prima. Und das der Paladin die Forderung gestellt hat, dass er vor einem Einsatz seiner Säure informiert und gefragt werden möchte…
Für jemanden mit zweifelhafter Gesinnung ist so eine Zusage ja mehr ein… sagen wir: Richtungskonzept. ;o)

Das war ein gemütlicher Abend mit mehreren Überraschungen.
Ach ja – unser Zwergenkrieger will einer menschlichen Söldnerin aus dem Süden beim Kauf von Klamotten bzw. Gewandungsteilen für die Kälte beraten.
Ja, unser Zwerg lässt nichts anbrennen… ;oþ

Solche Spielüberraschungen mag ich definitiv lieber als Fragen nach besonderen Reittieren – und gibt mensch diese modifiziert frei… dann fallen immer neue Ideen + Wünsche dazu ein. Und so sehr ich ihnen ja auch entgegenkommen möchte mit ihren Wünschen… irgendwo ziehe ich da eine Grenze.

Aber diesem Wunsch nach einem nimmervollen Beutel gehe ich nicht sofort nach. Der wird erst geprüft.

Gibt es bei Euch in den Gruppen auch… sagen wir mal: „Spieloptimierer“? ;o)

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