Nicht nur Inszenierungssache

Letztes Wochenende war Spieleabend bei Fuchs und Drachenechse. Bevor es da losging, hatte ich Gelegenheit, noch ein wenig mit der Drachenechse zu quatschen. Und da haben wir uns auch mal über ihr Weihnachtsgeschenk unterhalten, welches sie von Fuchs bekommen hat. Den Fuchs hatte ich darüber schon schriftlich via Chat ausgefragt.

Das Geschenk war etwas Kulturelles.
Nämlich einmal Besuch der tourenden Neuproduktion von „Les Misérables“.
Als ich von dem Geschenk an Weihnachten gehört habe, war ich etwas neidisch. Als ich jetzt aber gehört habe wie es war, nicht mehr.

Ich möchte hier kurz erwähnen, dass „Les Misérables“ mein absolutes Lieblingsmusicals ist.

Seit ich – ich denke 1989 – durch Biolek darauf aufmerksam wurde. Der hatte in seiner Sendung am Donnerstagabend, so etwa gegen Zehn nach Zehn, den Cast aus Wien da, die „Morgen schon“ gezeigt haben. Und dachte ich am Anfang noch, bei Valjeans ersten gesungenen Sätzen: „Mein Gott, Cosette, was für ein schrecklicher Schrei. Ich hörte viele, laute Stimmen in der Nacht…“ noch ‚Oje.‘, war ich am Ende von „Morgen schon“ hin und weg.
(Das ich die Uhrzeit so eingrenzen kann, liegt daran, dass meine Eltern immer um 10 Schlafen gegangen sind. Was bedeutet, ich hatte diese Entdeckung für mich alleine.)

Schnell hatte ich dann die Musik dafür. Ich frage mich gerade, ob auch auf LP? Egal. Jetzt nicht so wichtig.

Dieses Musical hatte mich also schnell am Haken, wenn es auch etwas gedauert hat, bis ich es mal leibhaftig erlebt habe, damals in Duisburg. Und es war… WOW!
Ich glaube, insgesamt habe ich es wohl 5 Mal in Duisburg gesehen. (Gefolgt von „Wicked“ 3 Mal, und „Non(n)sens“ 2 Mal. Oder auch 3 Mal? Auch nicht so wichtig. Denn es geht ja um „Les Misérables“!)

Den Film habe ich natürlich auch gesehen, also die Musicalverfilmung. Dafür bin ich extra an einem freien Ostermontag um 11 Uhr (morgens) ins Kino gegangen, um die Originalfassung sehen zu können. Und ich denke, so wie mir geht es da auch anderen. Also von Drachenechse bin ich mir da sicher. Fuchs dagegen kennt das Stück nicht. Und hat auch den Film nicht gesehen. Sie hat vielleicht ein-zwei Lieder davon gehört, ist da aber sonst noch ein völlig unbeschriebenes Blatt. Deswegen gab es halt mal zu Weihnachten entsprechend die Karten für das tourende Stück.

Das war das Intro, die Vorgeschichte.

In Büchern, Filmen, Geschichten nennt man es auch „Prolog“. Find ich prima. Wollte ich schon immer mal machen. ;o)
Also war das oben jetzt der Prolog.

Und was kommt jetzt?

Kein Karton.

Sondern…

Wir alle drei, Drachenechse, Fuchs und ich, machen oder haben Theater gemacht.

Drachenechse + Fuchs verdienen ihre Brötchen jetzt u.a. als Theaterpädagog*innen. Ich habe dagegen das letzte Mal tatsächlich 2012 auf der Bühne gestanden. Seitdem hat sich irgendwie nichts mehr ergeben für mich, theatermässig.
Doch das ist jetzt auch nicht das Thema.
Sondern es geht darum, dass wir eine Vorstellung haben, wie Stücke bearbeitet werden. Und das eine Stückvorlage bei unterschiedlichen Regisseuren ganz unterschiedlich auf der Bühne landen kann. Nämlich so, dass es mit dem Grund-Hintergedanken des Inszenierers zusammenpasst. So sind die endgültigen Strichfassungen unterschiedlicher Regisseure natürlich genauso unterschiedlich. Sogar die Strichfassungen des gleichen Stückes vom selben Regisseur könnten sich unterscheiden, sollte einiges an Zeit zwischen den Inszenierungen liegen, und der Regisseur sein Augenmerk auf einen anderen Fixpunkt der Geschichte gelegt haben. So kann man ein Stück immer wieder neu erleben. Und dafür ist man als Theaterzuschauer auch offen. Man kennt vielleicht die Geschichte des Stückes „Der eingebildete Kranke“ und ist gespannt, was dieses Mal daraus gemacht wird.

Größere Unterschiede kann es dann geben, wenn die Stückvorlage eine Geschichte oder ein Buch ist. Was dann vom Buch/Geschichte im Stück landet, kann noch mehr differieren als bei einer fertigen Stückvorlage. Da können ganze Charaktere sein, die dazugeschrieben/gestrichen sind.
Kommt dann noch Musik dazu…

Was für Erwartungen hat jetzt wohl ein Zuschauer?
Wenn er nur erst mal „Les Misérables“ liest?

Nehmen wir mal die literarische Vorlage von „Les Mis“.
Dies sind in einer gebundenen Ausgabe von „Die Elenden“ von Victor Hugo 1344 Seiten Geschichte.
Dieses Buch/Bücher (meine Ausgabe verteilt sich auf drei Bücher) sind Vorlagen für inzwischen über 40 Filme seit 1907! Sicherlich unterscheiden sich da nicht nur die Hauptdarsteller. Doch wird es bei allen Verfilmungen höchstwahrscheinlich um die Geschichte von Jean Valjean gehen. Denn der ist nun mal die Hauptfigur, würde ich jetzt mal behaupten. Ich gehe mal davon aus, dass dies auch eine Haupterwartung im Voraus des Zuschauers ist.

Außerdem gibt es das Musical „Les Misérables“, welches nach der Vorlage des/der Buch/Bücher von Victor Hugo geschrieben wurde. Im Original mit der Musik von Claude-Michel Schönberg und dem Text von Alain Boublil. Die deutsche Textfassung ist übrigens von Heinz Rudolf Kunze. Aber das nur nebenbei.
Das Musical läuft immer noch in London und New York. Unter anderem. In der Inszenierung, wie DIESE Version überall auf der Welt gespielt + gesungen wurde und wird.

Da diese Inszenierung leider keinen festen Spielort in Deutschland mehr hat, denken die meisten potentiellen Zuschauer sicherlich – so wie ich auch – dass, wenn es heißt „Das Musical ‚Les Misérables‘ wird aufgeführt“ als allererstes an DAS Musical. Beim Zusatz „Neuproduktion“ denke ich eher an die spielerische Umsetzung, die sicher bei einer Reiseproduktion anders sein wird + muss, als in einem festen Haus. Darauf, die Namen der Autoren und Komponisten zu vergleichen, würde ich nicht kommen.

Ich würde (und habe) nur gesehen „Les Misérables“ kommt. Wer achtet da auf so Feinheiten wie Autor, Komponist oder „Neuproduktion“? Oder liest sich dann noch den Text durch, in dem geschrieben steht, um was es geht? Das wissen „Les Mis“-Fans ja.

Wenn man es vorher gelesen hätte, hätte man allerdings erfahren, dass es in dieser Neuinszenierung rein um die Liebesgeschichte von Marius und Cosette geht.
Und ich danke mir

„Hallo?!?“

Wenn man jetzt gehässig sein will und behauptet, dass diese Neuproduktion nur deswegen nur als „Les Mis“ beworben wurde und wird, damit Leute dieses wegen dem Namen und dem Titelzusatz „Musical“ besuchen, in der Erwartung, „das“ Musical zu sehen, vergisst allerdings, dass auch in dieser Neuinszenierung Arbeit steckt. Es mussten Texte und Musik geschrieben werden. Deswegen finde ich es etwas unglücklich, im Titel nicht noch mehr auf diese Veränderung hinzuweisen. Zumal die Macher des Musicals dieses inzwischen ja „Barricade“ nennen. Warum dieser Titel nicht in der Werbung verwendet wurde?

Von daher unterstelle ich doch, dass mehr Leute mit dem Titel „Les Misérables“ und „Musical“ angelockt werden sollten, als sonst vielleicht bei deutlicherer Titeldifferenzierung gekommen wären.

Natürlich ist der Veranstalter bei dieser Art der Werbung auf der sicheren Seite. Denn schließlich kommt dieser Geschichtenteil der „Lovestory“ auch vor, im großen Buch von „Die Elenden“. Dann kann man sich auch hinstellen und sagen, dass die Leute sich halt vorher hätten informieren sollen.

Jedoch hätte es der Veranstalter auch so machen könne wie Deborah Sasson. Von der ich inzwischen mehrmals gelesen habe, dass sie jetzt mit einer eigenen Version vom „Das Phantom der Oper“ unterwegs ist – und nicht mit der von Andrew Lloyd Webber. Da weiß man dann schon vorher, dass man Änderungen in der Erzählung und Musik erwarten kann.

Dies erst im Nachhinein mitzuteilen und sich so zu rechtfertigen, stellt den Veranstalter in kein gutes Licht. Das dann viele Zuschauer vor dem Ende gehen, damit ist bei dieser falschen Erwartung zu rechnen. Doch dann hat man das Geld der Leute ja schon bekommen.
Doch man würdigt damit NICHT die Arbeit der Macher, denen man am Ende einer Aufführung ja Applaus wünschen sollte.
Bei „Ring der Nibelungen“ denkt man ja auch fast automatisch an die Oper(n) von Wagner. Wenn sich jetzt jemand hinsetzt, und eine neue Bearbeitung schreibt, mit Musik und anderem Erzählstrang, dann wäre der Aufschrei bestimmt ebenso groß, würde es nur als „Ring der Nibelungen“ laufen. Oder man schreibt eine neue Musical-Version vom „Glöckner von Notre Dame“, allerdings nur aus der Sicht von Esmeralda. Bei dieser Art der Neunutzung des Titels „Der Glöckner von Notre Dame“ und „Musical“ wäre man wohl auch sicher – aber ich denke, da hat Disney gut die Finger drauf.

Außerdem finde ich das Argument des Veranstalters, dass so ein großes Musical wie „Les Mis“ ja kaum nur als Tagesproduktion touren kann/würde, so nicht annehmbar. Denn schließlich kann auch ein Original-Les-Mis nur an einem Tag an einem Veranstaltungsort gespielt werden. Solange die Lieder und der Erzählstrang gleichbleiben, ist es halt eine Inszenierungssache, wie man die vielleicht fehlende Drehbühne ausgleicht. Und wenn mich nicht alles irrt, haben die Meininger vor ein paar Jahren damit auch Gastspiele gemacht.

Drachenechse wäre gegangen, wenn Fuchs nicht dabei gewesen wäre. Ich denke, ich hätte mich auch aufgeregt. Ich fand es ja schon unglaublich, nur darüber zu hören. Und wenn ich jetzt, während des Schreibens, einige Punkte nachgeschlagen habe und sehe, dass z.B. in Darmstadt im Februar die Karten von 44 Euro bis 72 Euros gehen – genau wie in Bremen… 100 Leute, die früher gehen, sind dann bereits zwischen 4.000 und 7.000 Euro leicht verdientes Geld für den Veranstalter. Nur durch die leichte Verwechslungsgefahr mit dem Original.

Was sagt uns das jetzt alles?

Auch wenn man denkt, man weiß, was einen erwartet: Lest besser VOR dem Kauf nochmal nach. Damit Ihr Euch dann nicht verarscht vorkommt. Wäre schade für Euch – und für die, die sich auf der Bühne die Mühe gegeben haben.

Unwägbarkeiten Teil 2 – Nachschlag

Nun habe ich doch gerade gestern über die verschiedenen Variationen an Unwägbarkeiten geschrieben, und dabei habe ich eine Variante ganz vergessen. Diese wurde mir direkt heute wieder in Erinnerung gebracht. Diese Variante ist… der menschliche Faktor.

Ich war heute als zweites im Raum und hatte so eine gute Auswahl an Arbeitsplätzen, die mit ihrenTarifpausenzeiten gut mit einem Kantinengang harmonieren. Sei es die T2-Kantine ab 10 Uhr oder die Werkstattkantine ab 11 Uhr.
Ich habe mich da also wieder für einen 11 Uhr-Pausen-Platz entschieden.

Dieser erwähnte menschliche Faktor ist… der OTL im Büro. OTL steht für Operativer Team Leiter, also ein Einsatzleiter.

Da haben wir Spezialisten, die meinen, sie könnten eine bessere Pausenregelung machen als ursprünglich mal geplant (bei der Zuteilung der Pausenzeiten zu den einzelnen Plätzen) und vergeben dann selber neue Pausenzeiten.

So hatte ich also ursprünglich einen Platz mit Tarifpause um 11 Uhr. Bis unser OTL angerufen hat, und die Pausenzeiten neu durchgegeben hat.
So hatte ich auf einmal um 9 Uhr 40!
Was ja irgendwie gar nicht mit den erreichbaren Kantinen und Essensausgabezeiten zusammenpasst. Allerdings war einem Kollegen seine neu zugeteilte Pause mit 11 Uhr 40 zu spät und wollte tauschen.
Nochmal Glück gehabt.

Hatte ich also dann um 11 Uhr 40 und konnte mit dem Kollegen von gestern wieder in die Werkstattkantine gehen.

Heute hatten sie wohl wieder Strom, alle Essen waren wieder abholbereit – und es gab dann heute zusätzlich das Schnitzel, das gestern bereits auf dem Plan stand:
Schweineschnitzel mit Schinken und Erbsen in Rahmsauce
Hab‘ ich es halt heute gegessen. Zusammen mit Kartoffeln. War die interessanteste Essensalternative.

Jo – und jetzt wird verdaut und gehofft, dass es morgen nochmal glatt mit den Pausen über die Runde geht. Immerhin wissen ein paar OTLs, dass ich in die Kantine zum Essen möchte und richten sich beim Neuverteilen wenigstens danach.

Damit ein schönes Wochenende allen – ich hab‘ das dann morgen Nachmittag.

Die Unwägbarkeiten der mittäglichen Nahrungsaufnahme

Labskaus - nicht von der Kantine

Labskaus – nicht von der Kantine

Ich wohne alleine mit meinen zwei Katzenmonstern. Die haben ihr Fressen, welches ich ihnen immer vorwerfe… na gut, hinstelle. ;o) – und ich, für mich, habe eher weniger Lust, für mich alleine jeden Tag den Kochlöffel zu schwingen, um mir etwas zum Essen zu machen.

Ist ja auch nicht nötig. Zumindest an Arbeitstagen. Denn ich arbeite ja am Flughafen, und da gibt es Kantinen.
Ja, Kantinen. Mehrzahl.
Über das ganze Gelände verteilt.

Ich kenne aus eigenen Besuchen zumindest fünf Stück.
Es sollte also kein Problem sein, in der Tarifpause in eine dieser Kantinen zu gehen, um etwas zu essen und sich nicht nach der Arbeit noch mehr oder weniger lang in die eigene Küche stellen zu müssen.

Theoretisch.

Denn wie sieht es in der Praxis aus:
Habe ich eine normale Frühschicht ab 5 Uhr, die im Vorfeldbereich des Terminal 1 die Stellen besetzt, kann die Tarifpause zwischen 7 Uhr bis 10 Uhr stattfinden.

7 Uhr ist mir zu früh zum Essen – da schlaf ich lieber noch ’ne Runde, und versuche später dann, noch einen schnellen Kantinengang einschieben zu können.

Um 8 Uhr lasse ich mir inzwischen in der Vorfeldkantine Fleischkäse, Spiegeleier + Pommes machen.

Ab 9 Uhr gibt es dann die Gerichte, die im wöchentlichen Kantinenplan eingetragen sind. Und auch ein paar mehr, oftmals. Also sind Tarifpausen ab 9 Uhr in der Regel problemlos für die Nahrungsaufnahme.

Zumal wir da meist eine recht günstige Zeitplanung haben, so das ein gemütliches Essen möglich ist.

Sollte ich allerdings – ich sage mal: Bildschirmschicht – haben im T2 (Terminal 2) ab 5 Uhr oder 6 Uhr, kommt es darauf an, welchen Platz man erwischt und wie schnell die Kollegen waren. Denn die Kantine im Terminal 2 gibt die Plangerichte erst ab 10 Uhr aus.

Doch klappt das meist, mir einen entsprechenden Platz zu sichern, das ich ab 10 Uhr Pause habe.

In diesen Schichten haben wir inzwischen nur noch gut 40 Minuten Zeit. Eine halbe Stunde Tarifpause + 10 Minuten Wegezeit.
Da muss man sich schon etwas mehr eilen.
Aber eigentlich schaffe ich das auch gut in der Zeit.

Als würden diese Punkte nicht schon ausreichen, kommen dann noch die Unwägbarkeiten von außerhalb unserer Firma dazu.

Letztes Jahr wurde die Vorfeldkantine zwei Mal über den Zeitraum von mehreren Monaten wegen Umbaumaßnahmen jetzt nicht geschlossen, aber das Angebot stark reduziert. Beim ersten Mal gingen dann wenigstens noch Eier – beim zweiten Mal gab es wenigstens eine Behelfsausgabe mit ein paar Gerichten ab 9 Uhr.

Da stellt sich allerdings schon mal die Frage, warum es nicht gleich auf einmal gemacht wurde. Nein, stattdessen lieber zwei Mal drei bis vier Monate.

Noch extremer eigentlich ist die Sache hier in der Werkstattkantine. Die ist in der Nähe meines heutigen Einsatzortes. Da gibt es die Plangerichte erst ab 11 Uhr. Entsprechend benötigt man einen Platz, der ab 11 Uhr Tarifpause gewährt. Sonst muss man ab 10 Uhr in die Terminal 2-Kantine. Von hier aus auf der anderen Seite des Terminals. Zeitlich auch zu schaffen, aber eng.
Doch nochmal kurz zur Werkstattkantine.

Wie gesagt: Essen ab 11 Uhr – von montags bis freitags.
Und diese Kantine wird jetzt bereits seit August umgebaut/renoviert. Und ist immer noch nicht fertig. Allerdings gibt es da wohl seit kurzem wenigstens wieder eine einigermaßen reguläre Essensausgabe.

Bis auf heute.

Da war die Küche (noch) kalt, als ich mit einem Kollegen um kurz nach 11 dort aufschlug. Denn die Küche in der Kantine hatte heute keinen Strom.
Braucht man ja auch nicht zum Kochen oder Essen warmhalten.
Also war eine Essensausgabe ab 11 Uhr nicht möglich. Die verzögerte sich um gut 20 Minuten. Schlecht, wenn man nur 40 Minuten hat.

Nach etlichen Minuten überlegens, habe ich mich dann für die Alternative entschieden, die möglich war und ich sonst auch um 8 praktiziere:
Eine Scheibe Fleischkäse (heute Pizzafleischkäse) und zwei Spiegeleier. Plus ein Mehrkornbrötchen + eine Nachspeise.

Besser als nichts.

Auch wenn ich eher Appetit auf das im Plan stehende Schweineschnitzel mit Schinken und Erbsen in Rahmsauce gehabt hätte. Doch immerhin gab es überhaupt etwas zwischen die Kiemen.
Nicht, dass ich nicht genug „auf Vorrat“ hätte, um einen Engpass zu überbrücken. Aber eine regelmäßige Nahrungszufuhr ist wichtig. Damit mein Körper nicht auf den Gedanken kommt, er müsse noch  m e h r   Vorrat auflegen.

Und auf diesen Gedanken könnte er ja kommen, bei all diesen Unwägbarkeiten bei der täglichen Nahrungsaufnahme.

 

Darum:

  Haut rein!

 

Das Leben ist ein Kommen und Gehen

Gestern habe ich mit einer Freundin telefoniert. Etwas abgehackt zwar, da ich sie ein wenig abgewürgt habe, da gestern, montags, Training in der Halle ist und Mr. Wednesday auch mal wieder genutzt werden wollte. So waren es nur knapp 20 Minuten, denke ich. Doch wir haben auch schon 2 Stunden geschafft zu telefonieren. Oder waren es sogar noch mehr? Wäre sicherlich noch etwas Spiel gewesen.

Nun, bei dem Telefonat habe ich erfahren, dass es einen Split bei den Leipzigern gegeben hat. Nach wie vielen Jahren jetzt wohl? Zumindest solange ich sie kenne.

Irgendwie… krass, oder überraschend.

Dazu fällt mir ein: Das Leben ins ein Kommen und Gehen.

Das sieht man auch an der Freundin, mit der ich telefoniert habe.

Bei der hatte sich vor ein paar Monaten ergeben, dass sie und ein langjähriger, sehr guter Freund von ihr sich… gefunden? Nee, sie haben ja nicht wirklich gesucht, denke ich. Ich glaube, man kann sagen: „als Partner entdeckt“ haben.

An ihrem Geburtstag im November hatte ich auch direkt die Gelegenheit, beide in dieser neuen… Konstellation zu sehen. Sie hatte sich nicht wirklich geändert, sondern eher vertieft, oder erweitert. Je nachdem, wie man es bezeichnen will.

Auf jeden Fall finde ich, passen sie hervorragend zusammen.
Das habe ich ihr gestern auch direkt mal gesagt.

Ich denke, dass es für eine Beziehung ein guter Anfang ist, wenn man vorher befreundet war.

So ging es ja auch bei Drachenechse + mir, vor bald 13 Jahren. Und jetzt sind wir immer noch befreundet.

Find ich gut.

Beim Telefonat war dann auch die Frage, wie es bei mir aussieht.

Da habe ich dann auch das ausgesprochen, was ich vor einiger Zeit schon mal gedacht  – und ich glaube, hier auch schon mal geschrieben habe. Denn ich habe momentan wieder einige Profile auf verschiedenen Flirt- und Kontakseiten. Von der Geekvariante über simple Flirtlife und wieder Finya zur Gothicschiene. (Hatte ich ja auch schon kurz drüber geschrieben.)

Aber eigentlich dachte ich mir da vor ein-zwei Monaten:
‚ich hab eigentlich gar keine Lust. Wozu eigentlich…‘

Oh, die Profile habe ich deswegen nicht gelöscht – aber die Erwartungen sehr, seeeehr weit heruntergesetzt.

Denn… ich denke, bei diesen ganzen Seiten geht es tatsächlich erstmal um die Äußerlichkeiten. Und sicher – Optik ist schon nett – aber irgendwie finde ich es inzwischen recht wichtig, mit dem anderen reden zu können.

Viel! reden zu können.

Denn wenn man sich tatsächlich gefunden haben sollte:
Auch, wenn man sich anfangs wahrscheinlich mehr in der Horizontalen befindet, weil neu… und schön… und Spaß…
Letztendlich verbringt man eine Beziehung mehr in der Vertikalen und mit Reden, als im Bett und mit Sex.

Das hatte mich ja auch vor jetzt bald 2 Jahren zum Anbeißen an meine letzte Angel gebracht – das viele Reden über alles. Auch, wenn ich (leider) nach recht kurzer Zeit wieder ins freie Wasser zurückgeschmissen wurde.

Tja, das Leben ist eben ein Kommen und Gehen.

Und ja – ich denke, darauf habe ich eigentlich gar keine Lust mehr.

Aber ich bin ja nicht das Maß aller Dinge. Also richtet Euch da bloß nicht nach mir.
Wollte ich nur dazugesagt haben.

;o)

Gleich ist nicht gleich Gleich

Das Ende meiner Nachtschicht, der letzten des Blocks, rückt näher, und ich habe Lust, über ein Buch zu schreiben, das ich gerade beendet habe. Dieses Mal richtig. ;o)
(Zum Zeitpunkt des Erscheinen dieses Beitrags ist die Nachtschicht natürlich längst vorbei – und ich darf schon fast wieder neu ran.)
Ich bin jetzt aber nun mal kein Buchblogger. Der sagt, ich habe das und dies gelesen, und soundso war und fand ich es. Dafür gibt es andere, die das sicher besser können als ich – und vor allem auch lieber.

Trotzdem will ich kurz über dieses Buch schreiben, und über Gedanken, die dabei in mir aufgetaucht sind oder sich verstärkt haben. (Außerdem habe ich meine bereits vorgeschriebenen Texte ja endlich auf den Blog gebracht – also brauch ich eh neuen In- – ich meine, Output. ^^)

Ich habe von meiner Schwester zu Weihnachten einen Grimm-Scheck bekommen, den ich kurzentschlossen in diesem Buch investiert habe. Ganz kurzentschlossen. Ich sah es in der Buchhandlung meines Vertrauens im Fantasy-Regal stehen und mir ist als erstes der Name der Autorin ins Auge gefallen.

Die Autorin ist Naomi Novik, und das Buch selbst heißt
„DAS DUNKLE HERZ DES WALDES“.
(ISBN 978-3-570-17268-1)

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Ich kenne Naomi Novik als Autorin der „Feuerreiter Ihrer Majestät“, als die ich sie in meinem Autorenbeitrag zumindest auch kurz erwähnt habe. Dieses Buch sollte also etwas Neues von ihr sein. Da musste ich mal einen Blick drauf werfen.

Rückseite Einband

Agnieszka liebt das Tal, in dem sie lebt:
das beschauliche Dorf und den silbern glänzenden Fluss.
Doch jenseits des Flusses liegt der Dunkle Wald, ein Hort böser Macht, der seine Schatten auf das Dorf wirft. Einzig der »Drache«, ein Zauberer, kann diese Macht unter Kontrolle halten. Allerdings fordert er einen hohen Preis für seine Hilfe: Alle zehn Jahre wird ein junges Mädchen ausgewählt, das ihm bis zur nächsten Wahl dienen muss – ein Schicksal, das beinahe so schrecklich scheint wie dem bösen Wald zum Opfer zu fallen. Der Zeitpunkt der Wahl naht, und alle wissen, wen der Drache aussuchen wird: Angieszkas beste Freundin Kasia, die schön ist, anmutig, tapfer – alles, was Agnieszka nicht ist. Niemand kann ihre Freundin retten. Doch die Angst um Kasia ist unbegründet. Denn als der Drache kommt, wählt er nicht Kasia, sondern Agnieszka.

 

Klappentext

„Es stimmt nicht, dass der Drache die Mädchen, die er sich holt, verspeist. Ganz gleich, was für Geschichten man außerhalb unseres Tales erzählen mag. Manchmal hören wir die Gerüchte von Reisenden, die in unser Dorf kommen. Bei ihnen klingt es, als würden wir ihm Menschenopfer darbringen – und als ob er tatsächlich ein Drache wäre. Natürlich stimmt das nicht. Er mag ein Magier und unsterblich sein, aber er ist und bleibt ein Mann. Abgesehen davon würden sich unsere Väter zusammentun und ihn töten, wenn er alle zehn Jahre eine von uns verschlingen würde. Er verteidigt uns gegen den Dunklen Wald, und wir sind ihm dankbar dafür – aber so dankbar nun auch wieder nicht.“

 

Aufgrund der Autorin und des Gutscheins habe ich dieses Buch also kurzentschlossen mitgenommen. Obwohl es mich vielleicht nicht SO angesprungen hat, auch wenn der Klappen- und Einbandtext interessant klangen – aber sehr… hm… frauensichtlastig? Außerdem war mir das Bildmotiv auf dem Einband zu… schmalzig?

Wenn ich lange überlegt hätte, hätte ich mich deshalb vielleicht auch nicht dafür entschieden – auch wenn ich bei den Büchern von Terry Pratchett um die Hexen keine Probleme mit Frauen als Protagonisten hatte.

Komisch – aber so bin ich eben.

Nachdem ich dieses Buch jetzt aber richtig beendet habe, muss ich sagen, dass es ein guter Entschluss war, es zu kaufen.

(Was ich mit „richtig beendet“ meine, ist, dass ich beim ersten Mal dieses Buch mehr – oder recht viel davon – quergelesen habe. Immer wieder Teile übersprungen, um dann weiter hinten weiterzulesen, bis zum Schluss. Jetzt, beim zweiten Mal „richtig“, habe ich alle übersprungenen Stellen endlich mitgelesen und damit die vorhandenen kleinen Lücken gefüllt. Mache ich nicht immer so, kommt aber vor.)

Wie gesagt, ich bin kein Buchblogger. Deswegen gehe ich jetzt nicht weiter darauf ein, was mit Agnieszka passieren wird. Ich sage nur:
Es hat mir gefallen.

Und das Buch brachte mich dazu, beim Lesen über Magie und Zauberei nachzudenken. Und das sie, je nach Anwender, ganz unterschiedlich funktionieren kann/funktioniert.

Ich bin selbst seit bald zwei Jahren immer mal wieder am Weiterschreiben einer Geschichte, in der auch Magie vorkommt. In unterschiedlichsten Formen. In den Büchern, die es so gibt, gibt es ja auch die unterschiedlichsten Arten:
Es gibt die Magier in Roben, die alles fein säuberlich notieren und aufschreiben und ihre Magie als genaue Wissenschaft sehen: Man sagt „A“, wedelt dabei mit „B“ und herauskommt „C“.
Immer.
Also immer kommt bei dieser Handhabung „C“ heraus.
Weil es so sein muss.

Dann gibt es die intuitiven Zauberer/Hexen, die die Magie mehr fühlen als in Worte binden.
Es kann Elementarzauberer/hexen geben, die sich mit den Elementen gut auskennen. Andere sind vielleicht besser in Verwandlungszaubern.

Was man sich nur vorstellen kann, so viele verschiedenen Arten kann es geben.

Vodoo – Runenzauberei – Schamanen – Magie durch Tanz… und vieles mehr.
(Man muss nur mal beim „Das Schwarze Auge“ nachsehen, was es da alles für verschiedene Arten von Magieausführern gibt.)

Das führt mich zu einem weiteren Punkt, über den ich jetzt seit letzter Woche nachgedacht habe.

Da war ich bei Drachenechse + Fuchs, und wir haben über mögliche Rollenspielpläne gesprochen.
Dabei habe ich Geister erwähnt.

Ich weiß jetzt nicht, wer alles die „World of Darkness“ kennt. In der ist u.a. das Rollenspielsystem „Vampire – Die Maskerade“ oder halt „Vampire: The Masquerade“ angesiedelt.
In diesem System spielt man – Überraschung – Vampire.

Aber Vampir ist nicht gleich Vampir.

Nur weil man ein Vampir ist, bedeutet das nicht, das jeder die gleichen Fähigkeiten hat. Denn diese Vampire sind in Clans aufgeteilt. Und jeder dieser Clans beherrscht etwas Anderes gut, bzw. verhält sich anders.

Und in dieser „World of Darkness“ gibt es dann auch noch Systeme zu Werwölfen, Feen, Magiern, Geistern…

„Werwolf – Die Apokalypse“ und „Wechselbalg – Der Traum“ besitze ich selbst, neben „Vampire“. Die Magier gab es auch noch auf Deutsch. „Magus – Die Erleuchtung“. Die haben mich damals aber nicht so gereizt, entsprechend habe ich mir das nicht besorgt.

Die Geister haben es leider nicht ins Deutsche geschafft. Deren System gibt es also nur auf Englisch: „Wraith: The Oblivion“. Die hätten mich dagegen sehr gereizt. Allerdings… Vor 20 Jahren hätte ich es mir nicht zugetraut, es auf Englisch zu lesen. Inzwischen hätte ich damit wohl nicht so ein Problem.
Ok, vielleicht beim Lesen schon ein wenig – aber nicht bei dem Gedanken daran.

Nach dem Gespräch mit Drachenechse + Fuchs und des wieder in Erinnerung rufens dieses Interesses an der Materie, hatte ich am Tag drauf den Grundgedanken für eine Geschichte, in der ein Geist vorkommt. Welch Überraschung.
Und ich fing an, nachzudenken, dass genau wie bei Zauberern, Vampiren, Werwölfen und Feen Geist ja nicht gleich Geist ist.
Und dass es da ja auch unterschiedliche Arten gibt/geben muss. Erstmal grob von mir unterteilt in „Die Guten“ und „Die Bösen“ – und sicherlich auch „Die Neutralen“.
Und dass ich mich mal hinsetzen sollte, um für mich eine erste Liste zu machen. Was es für Geister geben kann und wo sie hingehören.
Wenn es so etwas nicht vielleicht bei „Wraith“ schon geben würde/könnte.

Aber mit dieser Liste fange ich hier jetzt nicht an.

Doch ich wollte meinen Gedankengang einfach mal erwähnen, nachdem das Buch mich darin… quasi bestärkt hat.

Nämlich an den Gedanken, das unterschiedlichen Arten einer Gattung (Magie/Vampire/Blumen/was auch immer) durchaus in EINER Geschichte vorkommen können. Kommen ja schließlich auch verschiedene Menschen drinnen vor – und die sind erst recht nicht alle gleich. 😉

Man muss sich halt nur klar sein, wie.

Oder man lässt alle Magier, Zauberer und Hexen mit den Zauberstäben herumwedeln und schnipsen. Das geht natürlich auch.

Hat bei Harry Potter ja auch hervorragend geklappt.

 

;o)

Planung

Ich bin kein großer Geburtstags-Feierer.

Damit meine ich meinen eigenen.

Er ist mir jetzt nicht so wichtig, dass ich ihn immer feiern müsste. Wenn man dann das Kosten/Nutzungsverhältnis ansieht…

Deshalb feiere ich halt mal, wenn ich Lust darauf habe oder denke, dass es mal wieder Zeit wird zu feiern.

So wie damals meinen… ich glaube 26sten. Nach einer Aufführung, ich glaube von „Siebter Himmel“. (Könnte auch der 27ste gewesen sein.)

Oder mit der Familie habe ich meinen 29 1/2sten gefeiert. Damit ein Teil der Familie keinen Grund hatte, sich zu beschweren, dass ich meinen 30sten NICHT gefeiert habe. Doch da war ich in Schottland.

Letztes Jahr, also eigentlich schon vorletztes, habe ich ein paar Freunde in den „Lahmen Esel“ eingeladen. 2016 wollte ich ursprünglich mal wieder mit Familie und ein paar Freunden was machen, doch dann ist mir die Car Crash-Saison dazwischengekommen.

Aber dieses Jahr möchte ich jetzt gerne wieder mal.

Eine Feier für „Noch nicht der 50ste.“

Und ich möchte Freunde und Familie kombinieren. Geht zwar leider nicht mit der ganzen Familie, denn mütter- und vater-nicht-vor-Ort-licherseits wohnen die Familien zu weit weg. Wenn ich den Treffpunkt Richtung Osten verlegen würde, wären mütterlicherseits mehr Teilnehmer zu erwarten. Auch V-n-v-O-licherseits wären da ein paar möglich.

Allerdings orientiere ich mich Richtung Westen, da ich gerne meinen Freund aus der Eifel samt Familie mit dabeihätte. Aus dem banalen Grund, dass ich gerne seine Kinder mit den Kindern meiner Schwester zusammentreffen und bekanntmachen möchte. Schließlich sind sie ein Alter. Bzw. die älteren sind jetzt 12 (noch), und die jüngeren 10. Und ich frage mich, wie die sich wohl verstehen würden.

Daher muss der Treffpunkt in den Westen gelegt werden, auf vielleicht halbe Strecke.

 

2017 habe ich an einem Freitag Geburtstag. Arbeitstechnisch ein Sonntag für mich. Darum habe ich für den Samstag + Sonntag direkt Urlaub genommen. Dann kann man theoretisch samstags etwas unternehmen, und sich sonntags dann davon erholen.

Wäre nur die Frage, was und wo.

Momentan tendiere ich dazu, das Rheinland-Pfälzisches Freilichtmuseum Bad Sobernheim als Treffpunkt zu nehmen. Dieses befindet sich nochmal etwa 20 km von Bad Kreuznach entfernt im Westen, in/bei eben Bad Sobernheim. Das wären von mir zuhause aus etwa 124 km, von den Bienenstöcken meines Freundes in der Eifel etwa 105 km.

Im/beim Museumsdorf gibt es eine Gaststätte, da wäre die Verpflegung gesichert. Im Museumsdorf sind außerdem auch Hunde erlaubt, also könnte meine Schwester ihren Hund auch dorthin mitnehmen. Viele Punkte, die dafürsprechen, da in weitere Planungen einzusteigen.

Ich stelle mir das bisher so vor:
Treffen vor dem Museumsdorf zwischen 11:15 + 11:30 Uhr. Dann als Gruppe rein, Mittagessen, im Dorf rumstromern wie man mag, Kaffee + Kuchen… und das war’s.

Fände ich interessant und nicht so öde wie stundenlang in ’ner Gaststätte rumsitzen, wie es von Teilen der Familie gerne betrieben wird. *gähn*

Sogar über meine Geschenkwünsche habe ich mir schon Gedanken gemacht. Nämlich das ich mir nicht wirklich was wünschen will.

Ich will mir nicht zwanghaft etwas wünschen müssen, was ich geschenkt bekommen könnte.

Und ich habe keine Lust auf irgendwelche Gutscheine.

Denn ich will mir keine Gedanken machen müssen, wie und wo ich diese Gutscheine verwenden kann.

Und Bargeld will ich auch nicht.

Deshalb… werde ich mir wünschen, dass das Geld für eventuelle Geschenke gespendet werden soll. Wer mich fragen muss, was ich mir wünsche, der bekommt gesagt, er soll das Geld spenden.

Ganz einfach.

So denke ich mir das jetzt.

Da der Urlaub genehmigt wurde, könnte ich auch endlich in die weiteren Planungen einsteigen. Doch bisher wäre das so der momentane Stand der Dinge.

Allerdings ist bis April noch viel Zeit.

Bis jetzt noch.

*tick…tack…tick…tack*

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Cano- und andere Phobien

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Ich hatte 2 Tage Monitorschicht – Zeit zu Schreiben.

Als erstes darüber: Canophobie

Das ist die Angst vor Hunden.

Die haben ja manche Leute, und andere wieder nicht. Und ich habe mich gefragt, warum das so ist.
Wieso ich mich das gefragt habe?foto-0563

Nun, im Rahmen meiner Arbeitstätigkeiten fällt an einigen Stellen das Kontrollieren von Tiertransportboxen an, noch ohne Inhalt. Der darf dann erst nach der Kontrolle in sein transportables Zuhause.

An anderen Kontrollstellen – meist an Sperrgepäckgeräten – kommen die oben bereits kontrollierten Boxen mit Inhalt an. Und als zuständiger Röntgengerätbetreuer sollte man das rechtzeitig vorher mitgeteilt bekommen, damit Tierchen samt Box eben NICHT geröntgt werden.
Damit dies nicht passiert, müssen die Boxen von den Kollegen des BVDs (BodenVerkehrsDienst) vom Band genommen und weiter“verarbeitet“ werden.

Da die Boxgrößen sich nach dem Tierinhalt richten (sollten), gibt es entsprechend Boxen, die man alleine locker herunterheben kann, bei anderen muss man zu zweit anpacken, was ich auch gerne mal tue.

Kein Problem.

Diese Boxen sind in der Regel sehr stabil. Bei großen Hunden ist das auch besser. Schließlich sollen die ja IN den Boxen bleiben. Auch wenn sie einen Rappel kriegen und Rabatz machen. Sprich: Zähne zeigen, Knurren und Bellen, gerne auch bösartig klingend. Weil sie nicht wollen, dass ihr transportables Heim angefasst wird. Oder das man sie überhaupt nur anguckt. Oder einfach nur zu riechen ist.

Echt, was ’ne Frechheit. ;o)

Nun, bei einem entsprechend großen Hund, der Radau macht, wäre ich etwas vorsichtig beim Box anpacken zum Heben, hätte aber kein Problem damit. Ich würde ihm halt nicht unbedingt meine Finger zum Schnuppern in die Box stecken, schließlich hänge ich an meinen Fingern, bzw. die an mir. (Auch oder erst recht nicht, wenn auf der Box ein Zettel angebracht wäre mit „Der tut nix, der will nur spielen…“ ;))

Wenn ein Hund aber ein ganz ruhiger ist, fällt mir das Helfen beim Runterheben noch leichter. Sei er und seine Box auch noch so groß.

Und da gab es vor gut ’nem Monat einen jungen Kollegen vom BVD, der hatte Angst vor Hunden. Es kamen ein paar ruhige Schäferhunde herunter, bei denen er Angst hatte, die Box anzufassen. Habe ich halt beim Runterheben der Boxen geholfen und mich gefragt:

Warum haben Leute Angst vor Hunden?

Und warum ich nicht?

Ich kann mir vorstellen, dass man vielleicht mal von einem Hund gebissen worden ist, im Kindesalter. Das man dann Angst vor Hunden entwickelt, kann ich verstehen.

Deswegen halt die Frage: Warum habe ich keine Angst?

Denn zumindest bin ich mit 6 oder 7 wenigstens mal gezwickt worden von einer Dackeldame. Die war die Mutter des Hundes, den meine Großeltern dann genommen haben. Waldi, ein Mischling recht undefinierbarer Herkunft.

Nun, der Mama hatte mein Interesse an den Welpen nicht so gefallen, deswegen hatte sie mich irgendwie gezwickt. Zumindest weiß ich noch, das ich zumindest erschrocken war und geheult habe.

Doch anscheinend hat mir dies für ein Trauma nicht gereicht. Vielleicht hat Waldi in den Jahren danach vieles gut gemacht. Sonst würde ich nicht zu fast jedem Hund gehen, solange er die Zähne nicht fletscht. Da würde ich es vielleicht nur langsamer versuchen.

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So wie bei dem Hund der Mutter einer Kurzzeitromanze. Als sie ihren Geburtstag gefeiert hat – nach der Romanze – hat der Hund mich zur Begrüßung angebellt. Wie er es wohl bei allen machte. Allerdings ließ er sich schnell von mir streicheln. Das hat die Familie erstmal gewundert. Als ich dann auch noch den Graupapagei der Familie durch sein Gitter gekrabbelt habe und er das genossen hat, fiel der Spruch, dass sich die Tiere bei mir nicht ganz normal verhalten würden. Denn zumindest auch Bekannte der Familie, die das Tier – den Papagei – kennen würden, hätten bei ihm etwas Schiß. Da er wohl gerne mal zwicken würde.  Das können Papageienschnabel übrigens hervorragend. 😉

Gut, aber das fällt ja nicht unter Canophobie, sondern unter Ornithophobie und ist eigentlich ein ganz anderes Thema. Ich bin doch mal wieder abgeschweift. Sowas.

Ich würde von mir sagen, ich mag (fast) alle Tiere. Doch auch ich habe eine Tiergruppe, die ich jetzt nicht unbedingt kuscheln wollte: Arachniden.

Bei Spinnen hält sich meine Tierliebe arg zurück. Um es mal so zu sagen. Doch da stehe ich nicht alleine. Da gibt es viele Menschen, die da sicher noch schlimmer dran sind als ich. Ich mag sie halt nicht. Und ich würde nur einen Bogen um eine große Spinne machen.

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Ich kann also verstehen, wenn jemand bei Hunden oder speziell großen Hunden Angst hat. Auch wenn ja eigentlich die kleinen Hunde giftiger sein können.

Ich habe mich über den Kollegen auch nicht lustig gemacht, denn er kann ja nichts dafür. Ich bin nur froh, dass ich soweit Phobienfrei bin, dass ich am liebsten alle Tiere knuddeln möchte.

Bis auf Spinnen halt.