Island 2018 – 2. Woche

Wir gehen in Runde – und damit auch Woche – 2 meines kleinen Referates:
Meine Erlebnisse in den Ferien.

Könnte man zumindest so sehen. ;o)

Wo waren wir (ich) denn…? Ach ja, angekommen in Seyðísfjörður, mit Sauna im Keller.

 

1. Juni

Kurz nach dem Frühstück ging es wieder weiter. Ich hatte mich noch kurz mit einem anderen Gast unterhalten, der dort anscheinend mit einem Kollegen 2 Wochen warten darf, bis irgendwelche Busfahrzeugpapiere umgeschrieben sind. Und dann geht es für sie wohl wieder mit der Fähre zurück.

Vor dem Auto wurde noch eine isländische Katze gestreichelt. Nach diesem wichtigen Punkt ging es wieder los.

Die Wolken, die gestern oben auf der Höhe gelegen hatten, waren über Nacht ins Fjord gerutscht. Entsprechend war jetzt auf dem Berg alles frei und strahlend blauer Himmel.

Heute sollte es zum HI Hostel Vagnsstaðir gehen, nochmal gut 50 Kilometer hinter Höfn. Den Weg dorthin wollte ich nochmal über die Fjorde machen und nicht über die überall vermerkte 1. Stattdessen wollte ich die 92 + 96 nehmen. Wie ich dann feststellen durfte, hatten sie die Nummern der Straßen im November 2017 geändert. So wurde aus der 92 die 1. Und als Schleife habe ich hier die 955 genommen, einmal um die Landspitze Vattarnes herum.

Der Dunst + Nebel, der in Seyðísfjörður im Fjord gelegen hatte, lag weiter auf der offenen See herum. In die anderen Fjorde hat er sich nur Bruchstückhaft getraut. Ansonsten herrschte in den Fjorden schönster Sonnenschein. Bis ich die Landspitze von Hvalnes erreichte.

Irgendwie hatten sich hier der Nebel und die Wolken auf der anderen Seite gesammelt und wurden vom Wind dann aber gegen und über den Berg gedrückt + geschoben. Das war wirklich ein toller Anblick. Kennt ihr ja auch schon von meinen „Foto des Tages„-Beitrag. Vielleicht kann ich es Euch ja mal als Video zeigen…

Sobald ich dann dort in den Dunst eingetaucht war, ging er für den Rest des Tages auch nicht mehr weg. Er hob sich zwar noch etwas an, aber am Abend fiel einem der Himmel auf den Kopf. Allerdings war bei Höfn die Wolkendecke so niedrig, dass ich den Gedanken, einen kleinen Umweg über den Berg zu machen, direkt verwarf. Bei Höfn begann ich ein kleines Lotteriespiel. Meine Tankanzeige gab mir noch gut 100 Kilometer zu fahren. So beschloss ich, erstmal zur Herberge zu fahren zum Einchecken, und dann nochmal nach Höfn zum Tanken + Einkaufen.

Ich habe es geschafft, wenn auch wohl knapp.

Als ich wieder zurück in Höfn war und getankt hatte, vermute ich, dass ich wohl noch so 1-2 Liter im Tank hatte. (Mein Meriva zählt ja runter bis 0 – und dann weiß ich, dass nun noch so 5-6 Liter im Tank sind. Beim i10 geht er nicht unter 50 km. Stattdessen gibt er gar nichts mehr an. Äußerst irritierend.)

Bei meiner ersten Fahrt zur Herberge von Höfn aus, musste ich feststellen, wie sehr man sich doch verschätzen kann, was die Übertragung von Entfernung auf Landkarte + Natur betrifft. Ich dachte immer wieder ‚ich muss doch bald da sein…‘ und dann ging es immer noch weiter. Auch hier habe ich tatsächlich mehrmals meine Offlinekarte befragt, ob ich nicht schon längst vorbei bin. Und dann war es immer noch ein Stück.

Letztendlich konnte ich die Abfahrt zur Herberge gar nicht verpassen. Doch weiß mensch das ja vorher nie.

Von Höfn aus gab es auch den ersten Ausblick auf den Vatnajökull, den größten Gletscher Europas außerhalb des Polargebietes. Das war schon beeindruckend.

Das zweite Mal in der Herberge, nachdem ich in Höfn tanken + einkaufen war, gab es was zu essen. Anschließend wurden die letzten Karten geschrieben. Auch hier gab es wieder deutsche Gäste, u.a. 2 Mädels aus Regensburg. Als ich beide zusammen sah, habe ich direkt gefragt, ob sie „nur“ Schwestern oder gar Zwillinge sind. Denn sie sahen sich schon recht ähnlich. Aber ansonsten habe ich mich bei den beiden wohl recht verschätzt, wie ich am nächsten Tag erfahren habe.

Ach ja, der nächste Tag…

Da der Himmel – wie gesagt – auf die Erde gefallen war, bin ich nach dem Kartenschreiben ins Bett, im vollen 6er Zimmer – in dem sich die Regensburgerinnen vor dem Schlafengehen zusammen im oberen Bett ihres Doppelstockbettes noch eine Ausgabe „Die Drei ???“ angehört haben. :oD

 

2. Juni

Heute bin ich nur an der Küste hin- + hergefahren, da ich in Vagnsstaðir 2 Nächte geblieben bin.

War mir die Whale Watching Tour durchaus die zw. 65 + 80 Euro wert, war mir ein Preis von fast 200 Euro für eine Gletschertour definitiv zu teuer. Stattdessen ging es am Gletscher entlang. Erstmal zur Gletscherlagune Jökulsárlón. Genau wie die beiden Regensburgerinnen. Haben wir uns auch noch etwas unterhalten, bis sie weitergestartet sind gen Vík. Für mich ging es „nur“ noch bis Svinafellsjökull, bevor es wieder zurück bis Höfn ging. Nochmal einkaufen + Karten einwerfen.

Das Wetter war bewölkt, aber wenigstens trocken.

So machte ich mich nach meinem Essen in der Herberge nochmal auf den Weg zum Strand. Und wieder waren meine Stiefel nicht zu schlagen gegen die Feuchtigkeit.

In dieser Nacht hatte ich das 6er-Zimmer auch ganz alleine für mich. :oD

 

3. Juni

Heute ging es auch für mich weiter, bis Vík. Streckenmässig ca. 219 Kilometer.

Am Anfang ging es für mich direkt nochmal zur Jökulsárlón Gletscherlagune, nochmal Fotos machen ohne so viele Leute drauf. Dann habe ich mir noch eine weitere angesehen, nämlich Fjallsárlón. Und dann ging es weiter in den Westen.

Hatte ich mir am Tag vorher noch gedacht, dass ich es erstaunlich finde, dass bis dahin an allen Sehenswürdigkeiten das Parken frei ist, wurde ich heute eines Besseren belehrt. Nämlich bei Skaftafell / am Vatnajökull National Park. So entging mir einer von vielen Wasserfällen, der Svartifoss. Dafür bekam ich andere zu Gesicht. Nämlich den Foss a Sidu, und die beiden Fälle bei Kirkjubæjarklaustur. Davon erinnert mich der Systrafoss eher an eine Wasserrutsche. ;o) Aber ich denke, runterrutschen würde ich da auch nicht wollen.

Ein Zufallshalt wegen Dixiklos brachte mir ein Feld mit lauter Steindomen oder Steinmännchen, wie man hier wohl sagen wird. Ein kleines habe ich auch dazu errichtet, damit meine Fahrt weiter gut verläuft. Dieser Halt hört auf den Namen Laufskálavarða.

Auf der Fahrt vom einem zum anderen Gletscher kam ich auch an den verbogenen Stahlträgern einer Brücke vorbei, die dem Gletscherlauf nach dem Vulkanausbruch von 1996 zum Opfer fiel. Den Gletscher Mýrdalsjökull konnte man bereits über die Entfernung hinweg sehen, da war ich vom Vatnajökull noch gar nicht weit weg. Auf dem Weg dann über die Ebene hatte sich die Sicht etwas zugezogen. Wahrscheinlich war dieser Schleier die Vorstufe eines Sandsturms, die ja anscheinend öfters über diese Ebene ziehen.

Kurz vor Vík hatte ich mein überraschendes Highlight des Tages, als ich einen Abstecher zum Hjörleifshöfði machte, und dort dem Rundweg nachging. Wieder steil bergauf bis zum höchsten Punkt und dem Friedhof dort. Meine zweite „Bergtour“ nach Kirkjubæjarklaustur und dem Aufstieg zum Systravatn.

Das war ja auch mein Foto des Tages, die Inschrift oben am Grabmal. Auch dort konnte man sich übrigens in ein Gästebuch eintragen.

Oben auf dem Hjörleifshöfði angekommen, mit dem ersten Blick auf Grab + „Friedhof“, habe ich mich in Größe und Entfernung wieder ganz schön verschätzt.

Ich dachte: „Ah, da ist das Grab und das Grabmal. Schnell ein Foto machen, bevor die Leute vor mir wieder ins Bild laufen…“

Ha!

Es hat danach noch ein paar Minuten gedauert, bis ich mich gefragt habe, was dies für kleine Strichchen am Grab sind… und gemerkt habe ‚Oh… das sind ja Menschen… wie groß ist denn das Grab? Und wie weit ist es denn noch bis dorthin?‘

Es werden dann so etwa 500 Meter gewesen sein – und das „Grab“ war dann der eingefasste Friedhof mit 3 Gräbern und das Grabmal ein aufgeschichteter großer Stein… hm… haufen. Wahrscheinlich/vielleicht war/ist dies das Grab des zweiten Siedlers, auf welches sich die Inschrift bezieht.

Da oben auf dem Hügel, im T-Shirt bei Sonnenschein, das war für mich das Highlight des Tages, wenn nicht gar irgendwie vom ganzen Urlaub. Zumindest habe ich dies als erstes meinem Cousin genannt, als der mit seiner Freundin wieder aus Island eintraf und ich sie zum Bahnhof gefahren habe.

Anschließend ging es weiter nach Vík, wo ich wieder mal zum Communicator + zur Offlinekarte greifen musste, um die Jugendherberge zu finden. Ich war zumindest dicht dran. ;o)

Einchecken konnte ich dort auf Deutsch – da mein Gegenüber eine Wienerin war. Und mittendrinnen tauchte noch meine ‚alte Bekannte‘ aus Korpudalur + Akureyri auf, völlig überraschend. Für uns beide, als auch für die Wienerin. „Ihr kennts Euch?“ :oD

Abends habe ich mich noch an den Strand begeben, auf der Suche + Jagd nach einem Puffin (Papageientaucher), um ein gescheites Foto zu machen. Die Ausbeute war nicht so dolle. Sie flogen einfach zu hoch + mir wurde dann auch kalt. Ich denke, die Regensburgerinnen habe ich knapp verpasst. Zumindest sah ich 2 Gestalten in den passenden Farben weggehen. Na ja. Pech.

 

4. Juni

Die Strecke von Vík nach Blesastaðìr war mit die kürzeste Strecke überhaupt. Laut dem Netz 122 Kilometer. Entsprechend hatte ich viel Zeit und bin nach dem Auschecken + Hühner fotografieren erst nochmal für locker 2 Stunden an den Strand, auf der Jagd nach einem besseren Puffin-Foto. Das Ergebnis habt ihr ja schon sehen können. (Foto des Tages)
Da hatte die Freundin meines Cousins irgendwie mehr Erfolg. Tja. Frage ich halt beim nächsten Treffen einfach mal, ob ich eines von ihr haben kann. ;)

Auf dem Weg lagen dann noch… ein kaputtes Flugzeug, ein bekanntes Gesicht aus Vík, Wasserfälle…

In diesem Fall der Skógafoss Live – und der Seljalandsfoss im Vorbeifahren, denn dort wollten sie das zweite Mal Parkgebühren haben. Also nichts für mich.

Auch an diesem Tag habe ich dann erst mal meine Unterkunft zum Einchecken gesucht, bevor ich nach Selfoss zum Einkaufen gefahren bin.

Nach dem Essen bin ich noch für ein paar Meter gehen und Fotos machen nach draußen. Da war strahlender Sonnenschein, blauer Himmel mit ein paar Wölkchen und ein freier Blick auf den Hekla. Die Sonne war an dem Tag so strahlend, ich hatte da im Auto schon durchaus das Gefühl, mich leicht sonnig verbrannt zu haben.

Das Besondere an dieser ersten Nacht dort war: Ich hatte die Herberge ganz für mich alleine. In der zweiten Nacht gab es dann auch andere Gäste. Unter anderem ein Paar, das auch in Vík bereits im gleichen Zimmer wie ich geschlafen. Dieses Mal hatte aber jeder von uns sein eigenes. :oD

Aber vorher musste ich ja noch den Tag rumbringen. Nämlich den…

 

5. Juni

Mein Tag im „Golden Circle“.

Als erstes ging es über die 30 zum Gullfoss. Anschließend zum Geysir. Stokkum habe ich Euch ja schon vorgestellt. ;o) Bewegt sieht der Gulfoss etwa so aus:

Ich bin froh, dass ich so rum gefahren bin, denn die Masse macht es wohl andersherum.

Statt dann noch ins Þingvellir zu fahren, bin ich einem anderen Tipp meiner Vermieterin gefolgt. Nämlich über die 32 + 28 bis kurz vors Hochland. Dies hat mir nochmal zwei weitere Wasserfälle gebracht – aber hauptsächlich Fahrerei.

Im Gegensatz zum Vortag, wo ich ja den Hekla deutlich sehen konnte, war ab dem 5. Juni in den Tieflanden geschlossene Wolkendecke angesagt. So konnte ich ihn mir nicht näher ansehen.

Hatte ich ursprünglich noch vor, abends wenigstens mal in die Secret Lagoon zu gehen, konnte ich mich dann doch nicht aufraffen. Stattdessen habe ich mich mit anderen Gästen noch gut unterhalten.

 

6. Juni

Heute ging’s nach Reykjavík. Jetzt aber wirklich die kürzeste Tagesstrecke, die ich dann gestreckt habe, indem ich, statt die 1 zu fahren, über die 38 + 427 + 42 an der Küste langgefahren bin. Nachdem ich vorher in Selfoss noch 2 Island-T-Shirts gekauft habe. (Für Drachenechse + mich, für die Fußball-WM, die mich überhaupt nicht interessiert hat. Aber ein Shirt kann man ja mal kaufen. (Doch das Tragen hat nichts genutzt. ;o)))

Und bei Hveragerði einen Ausflug zum heißen Fluß gemacht habe. (Siehe auch Foto des Tages.)

Auch sonst gab es später auf der 42 nochmal dampfende Landschaften zu sehen. Ansonsten halt wieder Wasser, Lavafelder mit Mosen, einen See…

Kurze Zeit hatte ich einen Tanklaster vor mir, der rückwärts eine Steigung hinuntergerollt ist und dabei die vorhandene Schotterpiste bewässert hat.

Öfter mal was Neues. ;o)

Dann ging es nach Reykjavík hinein. Im Gegensatz zu den letzten Tagen war dieses Stadtgeschehen und der -verkehr nun völlig ungewohnt.

Meine dortige Jugendherberge war Reykjavík City, die ich tatsächlich ohne Navihilfe gefunden habe. So gegen halb 4 müsste ich dort aufgeschlagen sein. Diese Jugendherberge war auch die einzige in Island, in der man seine Schuhe nicht ausziehen musste. Auch war dies die einzige, die NICHT gefragt hatte, ob ich Mitglied beim Jugendherbergsverband bin. Entsprechend mussten sie meiner Kreditkarte dann wieder etwas gutschreiben. ;o)

Ich habe den Nachmittag zu einem Spaziergang in die Stadt genutzt. In der Hallgrimskirkja, meine einzige besuchte Kirche, habe ich meine letzten Kronenstücke auf den Kopf gehauen: 100 für eine Kerze für meine Großeltern, und die letzten 7 Einzelkronen-Stücke als Spende für die Orgelpfeifen.

Wieder zurück in der Herberge gab es mein gekauftes Essen (Lasagne in der Mikrowelle) und ich habe meine wirklich wirklich allerletzte Karte geschrieben.

Und das war dann der vorletzte ganze Tag.

 

7. Juni

Der letzte ganze Tag Island begann mit einem Frühstücksbuffett in der Jugendherberge. Ich fand den Toaster klasse. Nicht, wie sonst üblich, zum Runterdrücken. Vielmehr wurde das Brot auf eine Art Förderband zwischen den röstenden Einheiten unter + über dem Band durchtransportiert und fiel danach leicht gebräunt runter. Hätte ich mal ein Bild machen sollen von. ;o)

An diesem Tag habe ich mich nur noch auf der Landspitze von Reykjavík und Keflavík bewegt.

Als erstes ging es wieder aus der Stadt raus – irgendwie ;o) – und dann wieder über die 42 in den Süden. Und dann immer an der Küste lang: 427, 425, 45, 422…

Dabei kam ich vorbei an: einer Mist-Ausbring-Stelle für die neue Schaffung von Mutterboden auf Island – mit Pilzen *g*; Lavafelder; heiße Quellen; Vogelfelsen; Kontinente… na gut, Kontinentalplatten. ;o)

Doch vor der „Brücke zwischen den Kontinenten“ (siehe Foto des Tages) war die Landspitze Reykjanesskagi dran, wieder mal auch mit Touristen, die sich nicht an Absperrungen halten können. :o(

Und einem Vogel, der sich einen etwas ungünstigen Brutplatz ausgesucht hatte – nämlich mitten auf einem frei zugänglichen Platz. Sobald da jemand in die Nähe kam, ist er los, von seinem Nest ablenken – und dann wieder zurück. Bis der nächste Dussel vorbeikam.

Ob das was mit dem Ei geworden ist, bei dem ganzen Betrieb, der da los war? Ich wünsche es ihm.

Da ich ja nun schon nicht in Þingvellir war, habe ich die Kontinentalspalte wenigstens an der Brücke der Kontinente mitgenommen. Und dann war ich nur noch in der nördlichen Landspitze unterwegs.

In Ásgaður habe ich meinen kleinen Imbiss am Leuchtturm eingenommen – und dann auf einer Bank + Tisch dort meinen Kram fertig verpackt + verstaut… damit ich endlich mein Auto wieder zurückbringen konnte.

Das habe ich gemacht – lt. offiziellem Dokument – um 19:24 Uhr am 7. Juni 2018. Also nach 13 Tagen und 22 Stunden. Auch war es nicht mehr ganz so dreckig wie mal zwischendurch, doch dazu stand ja auch nichts im Vertrag.

Da ich davon ausgehe, dass es stimmt – ich hatte den Kilometerstand nicht gecheckt am Anfang, da ja eh alle inklusive – bin ich in 14 Tagen 3.645 Kilometer gefahren. Dies entspricht einem Durchschnitt von etwas mehr als 260 Kilometern am Tag, bei 14 Tagen. Das kann schon hinkommen. Vor allem, wenn man nicht die kürzesten Wege nimmt. (Die Þjođvegur <Ringstraße [1]> kommt auf eine Länge von 1.332 Kilometer {Stand 2017 – Quelle Wikipedia: Hringvegu}. Kommen dann noch die Westfjorde + Schleifen dazu…)

Ich habe also das Auto um 19:24 Uhr abgeliefert und bin dann die paarhundert Meter zum Terminal gelaufen. Schließlich: Warum habe ich mir sonst einen Koffer mit Rollen besorgt. ;o)

Und dann hieß es sitzen, warten, rumstehen, warten, wieder sitzen…

 

8. Juni

Der Freitag begann, wie der Donnerstag aufhörte: mit warten, sitzen… aufstehen, weil man nicht mehr sitzen kann…

Um 01:23 Uhr Ortszeit musste ich wenigstens noch ein Foto machen, um festzuhalten, wie hell es um diese Zeit hier noch war. Nacht kenne ich irgendwie anders. ;o)

So gegen halb 4 ging es dann doch endlich mit dem Einchecken los. Der Flug nach Frankfurt sollte ja wenigstens pünktlich gehen.

Ich habe es wieder als drittes geschafft, meinen Koffer loszuwerden.

Kurz nach 4 war ich dann auch durch die Sicherheitskontrolle durch. Jetzt hieß es vor dem Gate warten. Doch auch hier ging die Zeit rum, und pünktlicher als beim Hinflug machte sich der Rückflug auf den Weg. Nach gut 3 Stunden und 15 Minuten landeten wir in Frankfurt auf der Nordbahn.

Diesen Flug habe ich ziemlich verschlafen. Die Nacht wollte nachgeholt werden.  Und weil mir nach der ganzen Sitzerei mein Hintern so wehtat, habe ich ab der Landung + dem Ausstieg bis zuhause nicht mehr gesessen. Weder im Bus, der uns ins Terminal brachte, noch in der S-Bahn, und dann auch nicht in den Bussen vom Bahnhof bis vor meine Tür.

Um 14 Uhr habe ich die Wohnungstür hinter mir zugemacht – und mein Urlaub war rum. Am selben Tag habe ich noch mein Auto aus der Werkstatt geholt, am Samstag dann mein Katzenmonster… und dann war wieder alles wie vorher.

Na ja, fast.

 

Mit meinen Island-Reiseführern habe ich mich jetzt im Nachhinein erst befasst. Da war es ein ganz anderes Lesen als vorher.

Mein Cousin ist ja auch gut eine Woche später mit seiner Freundin nach Island – auch 14 Tage, auch im Uhrzeigersinn… Da habe ich unterwegs so einiges gesammelt, was ich ihnen dann in einen großen Umschlag gesteckt und zugeschickt habe. :oD

Am 30. Juni kamen sie wieder + wir haben erste Fotos verglichen. Richtig ausgiebig werden wir uns dann wohl Ende September unterhalten, wenn seine Eltern zusammen 100 feiern. ;oD

In Island habe ich drei Steine gesammelt, für meine Oma + Opa mütterlicherseits – und meiner Oma väterlicherseits. Noch liegen sie zuhause rum – mal sehen, wann ich es schaffe, ins Frankenland zu fahren + auf die Friedhöfe zu gehen, um die Steine auf die Gräber zu legen.

Ja…

Jetzt ist eigentlich nur noch die Geldfrage, die immer mal wieder gestellt wird, und die mich selbst ja auch interessiert. Wieviel hat mich dieser Urlaub jetzt gekostet – außer 2 Wochen Lebenszeit? ^^

Ich habe tatsächlich immer noch nicht alles zusammengerechnet. Muss ich jetzt grad mal so überschlagen…
Ich komme jetzt, bei grober Addierung meiner Abrechnungen (Kreditkarte + Kontoauszug) auf – abgerundet – 2.450 Euro. Hätte ich mehr mit Kreditkarte und weniger bar gezahlt, wäre ich einiges günstiger gefahren.

Nun gut – beim nächsten Mal.

Was bleibt mir nun noch zu sagen?

Mir hat der Urlaub gefallen und ich kann mir durchaus vorstellen, nochmal hinzufahren bzw. zu fliegen. Die Polarlichter fehlen mir noch. Auch habe ich längst nicht alles gesehen. Der Westen der Westfjorde fehlt mir noch, Snæfellsness… Im Norden gibt es noch viel zu sehen, der Nordosten, die Ostfjorde in Ruhe, und auf jeden Fall noch Þingvellir.

Aber dieses Jahr wohl eher nicht mehr. Doch irgendwann demnächst bestimmt, denn ich habe das Gefühl, Island sitzt mir unter der Haut.

 

Island 2018 – 1. Woche

So, es wird endlich mal Zeit. Die letzte Nacht läuft und ich habe noch keinen Strich geschrieben. Nur Zeitungen aufgearbeitet.  Weil ständig neue alte geliefert wurden.
(Ich bekomme von einem Kollegen ausgelesene HAs, die er immer von seinen Eltern bezieht. Hat er sie fertig, bekomme ich sie. Habe ich sie durch, gebe ich sie an einen anderen Kollegen weiter. Von dem bekomme ich dafür FRs. Da sammelt sich was an, bei 3 Wochen Urlaub… <Inzwischen habe ich jetzt dem Kollegen mit den FRs gesagt, dass ich keine mehr möchte, da ich gefühlt nur noch Zeitungen am Lesen bin, und dadurch zu nichts anderem mehr komme, lese- und schreibetechnisch.>)
Jetzt habe ich also alle Zeitungen durch, jetzt kann ich selbst wieder aktiv werden.

Mein Urlaub…

Tja, was soll ich jetzt da eigentlich schreiben?

Ich bin hingeflogen, rumgefahren… fertig?

Könnte ich. Doch dann könnte ich das Schreiben auch gleich lassen. ;o)

Also etwas ausführlicher, doch alles muss ich ja auch nicht plattwalzen. Muss mal sehen.

Zuerst mal ein paar Eckdaten:

Geflogen bin ich am 24. Mai abends, zurück ging es dann am 8. Juni morgens. Macht genau 14 ganze Tage Island, plus ein paar Stunden am 24.sten und ein paar am 8.

Mensch kann nicht sagen, dass ich mir viel Mühe mit dem Planen dieses Urlaubs gemacht habe. Das Flugticket habe ich tatsächlich erst am 25. April gebucht, also einen Monat vorher. Den Mietwagen + meine Unterkünfte sogar erst in der Nacht vom 17. auf den 18. Mai – also doch schon 1 Woche vorher.

Ich hatte ja mal erwähnt, dass ich mir 2 Reiseführer im Vorfeld zugelegt hatte. In diese Bücher habe ich direkt nach Erwerb mal hineingesehen – und dann bis zum Beginn meines Urlaubs nicht mehr wirklich.

So ein-zwei Tage vor Abflug habe ich mal in 2-3 Videos auf Youtube reingesehen, das war’s auch schon wieder.

Von meinem VnvO habe ich ein paar Tage vorher noch eine Canon EOS 500 D ausgeliehen bekommen, da sich meine 10 D versteckt hatte. ;o) So war ich also zumindest Kameratechnisch ausgestattet. Zumal ich ja auch meinen Communicator dabei hatte – mit dem ich ursprünglich gar nicht so viele Fotos machen wollte. Ha! ^^

Ich habe auch so richtig früh mit Packen angefangen, nämlich doch schon am 23. Mai abends – also gut 24 Stunden vor Abflug.

Ich habe seit Ewigkeiten ein Stativ bei mir zu Hause herumstehen, welches ich so gut wie nie benutze. Gut, habe sowieso schon Ewigkeiten keine Fotos mehr gemacht, aber trotzdem. So entschloss ich mich, es mitnehmen zu wollen, und es war das Erste, was ich eingepackt habe.
Da war der Koffer schon fast wieder voll. :oD
Doch nach gut 45 Minuten war er es dann wirklich + ich soweit fertig.

Mit Packen.

Der Flug sollte um 18:30 Uhr gehen. Das heißt, ich hatte noch etwas Zeit totzuschlagen am Donnerstag. Habe ich gemacht, in dem ich noch was einkaufen war – unter anderem jetzt doch noch eine Straßenkarte von Island in 1:400.000. Dann war ich nochmal bei meinen Eltern, auch, weil mein VvO Geburtstag hatte + ich ein Büchchen für ihn besorgt hatte.

Tja, und irgendwann hatte ich keinen Bock mehr, noch länger rumzutrödeln. Also habe ich mich in aller Ruhe aufgemacht, mit Bus + Bahn zum Flughafen zu kommen. Dort habe ich mich ins Terminal 2 begeben + gewartet, meinen Koffer einchecken zu können.

Ich war dann als drittes dran.

Anschließend durch die Sicherheitskontrolle und nochmal bei meinen Kollegen vorbeigesehen. Um Wasser zu schöpfen + eine Cola zu ziehen. Das ist in unseren Räumlichkeiten nämlich günstiger als im Fluggast-Bereich.

Dann habe ich gewartet, Tagebuch nachgeschrieben, gewartet…

Irgendwann gings dann endlich ins Gate.  + wieder warten. Weil ich so selten fliege, habe ich später im Flugzeug angefangen, ein Minutenprotokoll zu schreiben. Hier reicht zu sagen: 18:30 Uhr als Startzeit für den Flug war wohl nur geplant. Aber geschafft haben wir es nicht. Letztendlich ging der Flug 1 Stunde später vom Gate weg… und gegen 23 Uhr – bzw. 21 Uhr Ortszeit waren wir da. Mein Koffer war auch mit dabei – so dass ich mich um mein Auto kümmern konnte + dann meine erste Unterkunft finden durfte. Da habe ich noch auf die Hilfe meines Communicators und der Offlinekarten zurückgegriffen, die ich mir im Vorfeld runtergeladen hatte. Um halb 11 lag ich dann in meinem Bett im Mehrbettzimmer.

Und draußen war es noch hell.

 

25. Mai

Mein erster ganzer Tag in Island.

Alles noch neu. Und spannend. Und aufregend.

So in etwa. ;o)

Als erstes bin ich in Keflavík noch in einen Supermarkt.

Um mich dann auf die weite Reise nach Reykhólar zu machen.  Lt. dem großem G sollte das eine Strecke von 266 Kilometer sein. Dadurch, dass ich keine Maut zahlen wollte, waren es dann etwa 307 Kilometer.

Denn auf der 1 Richtung Norden untertunnelt sie das Hvalfjörður, und dieser Tunnel kostet Maut. So bin ich also das erste Mal von der 1 abgefahren und auf der 47 rund ums Hvalfjörður.

Dieser Umweg hat mir die ersten Halte und Fotos gebracht.

Obwohl… den ersten Halt hatte ich bereits auf der 41 noch Richtung Reykjavík. Da dachte ich mir erst ‚Ist das alles steinig hier…‘ – bis ich beim ersten außerortlichen Halt irgendwann gerafft habe ‚Momentmal… das sind ja gar keine Steine… das ist ja alles Basalt!‘

Da ist dann auch erst die Vulkaninsel richtig in meinem Kopf angekommen.

So ging es dann nach der 47 wieder weiter auf der 1 an Borgarnes vorbei… nach Halt an den 2 erloschenen Vulkanen von Grábrók bog ich irgendwann auf die 60 Richtung Norden ab.

Und es gab zu sehen: Berge, Schnee, Wasser…

In Reykhólar gab es Vögel, Schafe… und ein schönes Hot Tub bei der Herberge. :oD

In der Jugendherberge dort hatte ich meine erste deutsche Begegnung, mit der ich mich gut unterhalten habe, und der ich auch die Währungs-App verdanke, mit der ich ab da unterwegs war. Das Zimmer haben wir auch geteilt – und abends den Hot Tub.

Der war genau meine Temperatur. Und wollte einfach nicht kälter werden. Ein völlig neues Gefühl.  Aber schön.

Und ich habe ihr ein neues Wort zu verdanken, dass sie sich für ihre Nichten und Neffen ausgedacht hat: Niffen!

Es steht jedem frei, es selbst zu verwenden. Spread the word! :oD

 

26. Mai

Der zweite ganze Tag Island – und der Tag, an dem ich feststellen durfte, dass die Straßen dort keineswegs durchgängig so wie hier sind… Die 60 ist über viele Kilometer eine Schotterpiste. Was wahrscheinlich der Grund ist, dass das G die 61 nach Korpudalur vorgeschlagen hatte.

Auf dem Weg gab es wieder Berge, Schnee, Wasser… und meinen ersten großen Wasserfall. (siehe Foto des Tages).

Ab Þíngeyri wurde die Straße wieder eine Straße, so dass ich bis Flateyri gut fahren konnte. Da musste ich mir erstmal wieder Verpflegung kaufen, bevor ich zu meiner nächsten Herberge Korpudalur fahren konnte. In Korpudalur blieb ich auch 2 Nächte und hatte meine nächste deutsche Begegnung. Mit einer Frau, die sich in Reykhólar noch vor mir im Gästebuch eingetragen hatte. Und die ich jetzt, in Akureyri + dann noch mal in Vík getroffen habe. Ob sie wohl ihre Fähre in Seyðísfjörður bekommen hat?

 

27. Mai

Mein Tag in den Westfjorden. Hauptsächlich war ich da nördlich von Korpudalur unterwegs. Ísafjörður, Bolungarvík, Súðavík… Mein erster schwarzer Strand am Ende der 630 bei Skálavík (oder Minnibakki oder Meiribakki… weiß jetzt nicht, welcher Name davon richtig ist *kopfkratz*). Schneekontakt. Ein Aussichtspunkt, von dem es bis nach Grönland „nur“ 316 Kilometer waren. Zu Ehren von Fuchs gab es einen Besuch beim „Arctic Fox Centre“ in Súðavík. Ein entsprechendes T-Shirt war das erste Mitbringsel.

Der Tunnel zwischen Ísafjörður, Suðureyrí und dem Önundarfjörður ist ziemlich… urig. Auf weiten Strecken einspurig mit Ausweichstellen. Und wahrscheinlich so, wie man ihn aus dem Fels gesprengt hat.

Wirkt zumindest fast so.

Es gab nochmal einen Abstecher nach Flateyri, dann gings wieder zur Herberge. Und ich habe mich gewundert. Auf der kleinen Schotterpiste zur Herberge kamen mir drei (3!) Autos entgegen. Gefühlt mehr, als ich den Tag über gesehen habe. Und das auf diesem kurzen Stück.

Ich hatte erst den Gedanken, dass dort vielleicht sonntags erst um 18 Uhr Kirche ist. Aber ich habe dann erfahren, dass dieser Autoverkehr an einer Konfirmation lag.

Als Abschluss habe ich noch eine Runde zu Fuß gedreht… und das war der Tag.

 

28. Mai

Heute ging es Richtung Osten, nach Broddanes. Erst wieder durch den Tunnel gen Ísafjörður, und danach die 61 lang. Doch weil man wahrscheinlich mehr sieht, wenn man die großen Straßen verlässt, habe ich dies auch wieder getan und eine Landspitze mitgenommen, mit der 633. Dieser kleine Umweg hat mir einen Polarfuchs in der Natur + Robben gebracht. Vorher gab es einen versteckten Wasserfall, den mensch sich durch teilweise recht feuchte Wege erlaufen musste. Dafür konnte ich mich mit einem Eintrag in ein Gästebuch belohnen.

Ich habe festgestellt, so für mich, wieviel Kilometer mehr mensch wohl durch die Fjorde zurücklegen darf… Für eine Entfernung von vielleicht gerade mal 2 Kilometer Luftlinie darf… MUSS mensch gut 35 Kilometer zurücklegen. Das sagte mir jetzt das große G. Im Kopf überschlagen dachte ich, es wären von Reykjanes übers Fjord so 3-4 Kilometer und 38 Kilometer zu fahren. Hab ich ja gar nicht so schlecht überschlagen. ;o)

Nach diesem Fjord ging es über Land auf der 61 weiter gen Hólmavík. Hier hätte ich gerne das Zaubereimuseum besucht – dafür hätte ich es allerdings einwandfrei identifizieren müssen. Schlecht, wenn mensch kein Isländisch kann und sich außerdem schlecht vorbereitet.

Aber wozu gibt es das Internetz. Dort kann ich auch recherchieren. Geht mir da ja hauptsächlich um Recherche für den Hintergrund eines Charakters. Doch da habe ich im weiteren Verlauf der Reise noch Gelegenheit und Inspiration gehabt. Also kein Hexereimuseum. Dafür war ich dort in der Post und habe mir für meine Kartenliste schon mal Briefmarken besorgt. Dann hatte ich diesen Punkt wenigstens bereits erledigt. Musste ich mich nur noch um die Karten kümmern… und das Schreiben. 40, bzw. zum Schluss dann 41 Karten schreiben sich nicht in 5 Minuten. Zumindest nicht, wenn man nicht nur Grüße draufschreiben will.

Auf dem Weg von Hólmavík nach Broddanes gab es wohl außerdem noch ein Museum über die Schafhaltung, doch das habe ich irgendwie verpasst. Dafür habe ich Broddanes gefunden, genauso wie die Jugendherberge dort. War ich erst alleine im Gebäude + habe direkt etwas gegessen. Später kamen dann noch 3 weitere Gäste. Und wieder eine Herberge, in der ich alleine ein Zimmer hatte. Hah.

Das ich dann noch etwas spazieren gehen wollte, fanden die ganzen Vögel der Umgebung nur bedingt gut. Also habe ich nur einen kleinen Spaziergang gemacht. Und dann ab ins Bett. ;o)

 

29. Mai

Heute ging es weiter Richtung Osten in Islands Norden, nach Akureyri. Sozusagen wieder zurück auf die Ringstraße, die 1.

Jedoch nicht, ohne zwischendurch nicht noch eine kleine Schleife zu fahren. ;o)

Die Anfangsstimmung am Morgen war irgendwie „der Sonne entgegen“. Der Blick übers Wasser auf die andere Seite des Fjordes, mit den Bergen in der Sonne war… wow. Da hat mein Communicator wieder 1-2 interessante Fotos hinbekommen. (siehe Foto ganz oben, zu Beginn dieses Beitrags)

Meine Schleife „band“ ich dann kurz nach Erreichen der 1.

Zumindest kurz, wenn man es nur nach Blick auf die Karte beurteilt. ;o)

Ich habe nämlich die Landspitze Vatnsnes mitgenommen, mit der 711 und dann noch über die 717 + 716 zurück auf die 1.

Dieser kleine Umweg brachte mir wieder einen Blick auf Robben, Hvítserkur (Foto des Tages) und meine Hintergrundinspiration Bogarvirki!

Bei Blönduós gab es einen letzten Blick zurück zu den Westfjorden, anschließend ging es auf der 1 über Land weiter Richtung Akureyri. Um hier die Jugendherberge zu finden, griff ich doch dann wieder zur Hilfe meines Communicators. Doch den kürzesten Weg hat er mir nicht gezeigt. Tsiss.

Nach den Tagen in den Westfjorden, auf der 60 und diversen anderen Schotterpisten sah mein Auto aus…

Hier traf ich, neben einigen anderen Deutschen, auch ein bekanntes Gesicht von Korpudalur. Nach meinem Abendessen machte ich noch eine erste Erkundung in Akureyri. Auch, um zu sehen, wo ich zum Frühstücken hinsollte, die nächsten 2 Tage.

 

30. Mai

Ein ganzer Tag im Norden. Den nutzte ich dazu, mir direkt nach dem Aufstehen eine Whale Watching Tour über die Herberge zu buchen – auch wegen dem Nachlass von 15%. ;o) Danach ging es erstmal in die Stadt.

Mein Weg führte mich als erstes in die Touristeninfo, um mir mein erstes Kartenkontingent zu besorgen. Da erfuhr ich, dass anscheinend die Deutschen die fleißigsten Kartenschreiber sind. Die kommen – laut der Dame von der Info – und kaufen gleich 50 Karten. Gut, bei mir waren es nur 20. ;o)

Die restlichen 20 gab es dann günstiger in einem Buchladen in der Stadt. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich wohl alle im Buchladen gekauft. Den 21 Kronen pro Karte sparen…

Ich hätte ja gerne das Theater von Akureyri gesehen. Eigentlich dachte ich, ich könnte Karten lesen… aber anscheinend habe ich mich geirrt. Ich habe es nicht gefunden. Hmpf.

Nachmittags ging es dann nach Hauganes zum Whale Watchen + Fischen.

Beim Watchen habe ich mit Freuden mitgemacht, aufs Fischen habe ich verzichtet. Wenn ich schon nicht vorhabe, den Fisch auch wirklich zu essen, brauche ich auch keinen versuchen zu fangen.

So eine Tour würde ich jederzeit wieder machen.

Auf dem Weg zurück nach Akureyri wollte ich noch eine rote Sehenswürdigkeit ansehen und wäre fast in eine Wegabsperrung gefahren. So wurde da nichts draus.

In Akureyri habe ich dann erstmal mein Auto gewaschen und vom groben Schotterstaub befreit. In der Herberge ging es anschließend an die erste Ladung Karten schreiben. Die ersten 11 von dann 41. Und die zweite geschriebene Karte an Drachenechse + Fuchs hat nach meinen Rückmeldungen bisher am längsten gedauert. Das versandte Schaf kam am 23. Juni endlich an. Von Akureyri nach Frankfurt-Niederursel in 24 Tagen! In Wien war sie bereits am 5. Juni! Dauer: keine ganze Woche + ich war noch in Island. Tsiss.

 

31. Mai

Der letzte Tag der 1. Woche und damit auch der letzte Tag dieses ersten Beitrags.

Vor mir lag, nach meiner Offlinekarte, wenigstens eine Strecke von 292 Kilometern.

Allerdings lagen auf dem Weg: der Goðafoss, der Mývatn-See mit Skútustaðagígar, Dimmuborgir, Hverarönd… ein kleiner Abstecher Richtung des Vulkans Krafla…

Das hatte schon einiges an Zeit gekostet.

Um halb 4 war ich noch am See oben beim Krafla. Da war ich teilweise an den Tagen vorher schon fast bei meinen Herbergen angekommen. Und jetzt hatte ich weniger als die Hälfte geschafft. So musste ich mich dann mal langsam sputen. Trotzdem ging ich noch den Vorschlag eines meiner Bücher nach und bin nicht auf der 1 geblieben, sondern bin über die 901 gefahren.

Die schlechteste Idee meinerseits während des ganzen Urlaubs. Gut 40 Kilometer Schotter – und bis auf Möðrudalur nur braun und Nichts.

Vielleicht ist dies mit einem großen Auto reizvoll. Oder einem 4×4. Aber ich fand es einfach nur öde. Da wäre ich auf der 1 sicher schneller vorwärtsgekommen. Weil es dann immer später wurde, habe ich in Egilsstaðir direkt erstmal eingekauft. Bevor dann alles zu hat. Auf dem Weg nach Seyðísfjörður ging es dann nochmal über den Berg und durch die Wolken. Wohl bedingt durch Schnee, war dort eine Nebelsuppe pur, teilweise. Wie es dann wieder nach unten ging, kam die Sonne wieder raus. In Seyðísfjörður war dann wieder bestes Wetter. Allerdings war ich gefühlt so spät (+ fertig), das ich dort nicht mehr rausgegangen bin. Stattdessen habe ich weiter Karten geschrieben. Und durch den Besuch des Mývatn hatte ich endlich mehr Bezugspunkte für einige Kartenmotive.

So ging meine erste Woche in Island zu Ende.

Und damit auch Teil 1 des Urlaubsblogs.

Demnächst geht es dann über den Süden und den Golden Circle nach Reykjavík und wieder nach Hause.

Stay tuned.

 

Spätschicht ist nicht meins – und „Das ist ja Link…“

Nochmal ein kurzer Beitrags-Einschub, bevor es endlich die versprochenen Urlaubsbeiträge gibt. Vorgeschrieben sind sie ja endlich (fertig seit dem 06.07.), aber das Abtippen halt.
Immer dasselbe Problem.

Auch muss ich dann noch so ein-zwei Bilder ein klein wenig bearbeiten. Nicht aus Ästhetik-, sondern Verdeutlichungs-gründen. Ich denke, bis zu meinem nächsten Urlaub müsste ich das aber geschafft haben.
Oh, Mist… der ist ja schon am Samstag, weil ein Kumpel heiratet (zweiter Versuch).

Ich meinte natürlich, bis zu meinem nächsten JAHRES-Urlaub. ;o)

Aber bis dahin dauert es noch.

Jetzt habe ich erst mal Spätschicht.

Wer mich kennt, z.B. meine Kollegen, der weiß, ich bin ein Frühschichtler. Und einen Block im Monat Nacht geht auch. (Habe ich ab Sonntag.)
Aber Spät mag ich gar nicht.

Das hat nichts mit der Arbeit zu tun. Da ist schließlich manchmal weniger los als in der Frühschicht. Es liegt vielmehr daran, dass ich gerne noch etwas vom Tag habe. Ich stehe lieber mitten in der Nacht auf (halb 3), und kann dann nach der Arbeit noch was machen (Freunde treffen, Bogenschießen etc.), statt wie jetzt: auszuschlafen; dann sich bereits für die Arbeit fertig machen + hinfahren; dort vorher nochmal in die Kantine; Arbeiten; nach Hause und dann mitten in der Nacht ins Bett bis zum nächsten Morgen/Mittag.

Andere sehen das anders, meines ist es nicht.

Leider bin ich diesen Block nicht mehr losgeworden, da wir momentan im Spätdienst zu wenige sind. Also mache ich ihn halt.

Und heute Morgen wurde ich darin bestätigt, dass ich kein Spätdienstler bin.

Gestern habe ich (bzw. letzte Nacht) um 2 Uhr das Licht ausgemacht.
Um 7 Uhr werde ich wach, fühle mich richtig wach und erschrecke, dass die Uhr 7 zeigt, es draußen aber eher trübe war.
Da habe ich doch tatsächlich für einige Zeit gedacht
‚Sch…, ich habe verschlafen und es ist 7 Uhr abends.‘
Also 17 Stunden durchgeschlafen. Das habe ich gedacht. Mit dem Verschlafen, nicht das mit den 17 Stunden, dazu hätte ich ja in Ruhe nachrechnen müssen.
Ich musste mehrmals auf mehrere Uhren sehen, bis ich gedacht habe:
‚Da steht 7 Uhr. Also womöglich doch erst 7 und nicht 19 Uhr – denn dann würde dies ja dastehen, oder?!‘
(Funktioniert natürlich nur bei Digital-Uhren. Nicht bei meiner Uhr mit Zeigern. ^^)
Ein blödes Wachwerdern. Echt.
Doch jetzt muss ich nur noch morgen. Puh.

Dann kann ich jetzt noch erzählen, dass ich letztens (28.06. ^^) einen Bericht über „Super-Recogniser“ gelesen habe – Menschen, die sich gut Gesichter merken können und nach Jahren noch Leute wiedererkennen.
Dazu gibt es tatsächlich wissenschaftliche Forschungen an der Greenwich University und wohl auch in Glasgow.

Manchmal geht mir dies durchaus auch so, dass ich Leute nach langer Zeit noch erkenne. Deswegen dachte ich mir, ich mach mal den ersten Test, zu dem eine Website im Artikel angegeben war.
Bei diesem ersten Test kam ich immerhin auf 10 von 14.
Also gar nicht mal soo schlecht. ;o)
Mal schauen, die Tage mache ich vielleicht nochmal einen weiteren. Schauen, wie ich da so abschneiden werde.
Wer selbst mal sein Personen- und Gesichtsgedächtnis testen will:
www.superrecognisers.com

Viel Spaß und Erfolg dabei.

Sagt doch mal Euer Ergebnis durch, so ihr den Test denn macht. ;o)

 

P.S.: Ach ja – wo ich hier ja gerade Links verteile: Einen habe ich noch. Nämlich zur Umfrage der EU-Kommission zum Thema:
„Öffentliche Konsultation zur Sommerzeitregelung“
Und wenn sie schon nach unserer Meinung fragen, sollen sie auch ordentlich Antworten bekommen.

https://ec.europa.eu/info/consultations/2018-summertime-arrangements_de

Mit meiner Meinung will ich Euch nicht beeinflussen, deswegen gibt’s die hier auch nicht.

 

 

Es laden ein…

Kurz mitgeteilt:
Die erste Woche habe ich zumindest von meinem Urlaub schon mal festgehalten. Muss ich noch übertragen. Die zweite Woche – da hoffe ich, dass ich das die nächsten zwei Tage hinbekomme mit dem Vorschreiben.

Um was es jetzt eigentlich nur kurz gehen soll:

Drachenechse und Fuchs haben ja im Mai geheiratet – yay! :oD
Die Party steigt dann nächstes Jahr – als LARP-Hochzeit.
Und ich wollte nur mal loswerden, dass ich mich da gestern gerade noch rechtzeitig offiziell angemeldet habe für. ;)

Allerdings habe ich nur bedingt Lust, da alleine hinzugehen – weswegen ich einfach mal 2 Personen angemeldet habe: mich und… ?
Das weiß ich noch nicht. ^^

Drachenechse meinte, man kann ja auch einen Freund mitbringen…

Ich habe jetzt also noch niemanden konkretes – aber da ich ja noch ein paar Tage Zeit habe, werde ich bis dahin bestimmt jemanden finden, der Lust hat, mitzugehen.
Ich bin mal zuversichtlich. Deswegen habe ich einfach schon mal eine Person mehr mit angemeldet – besser als eine zu wenig, denke ich.

Jetzt ist dann nur schon mal die Frage: Was für einen Char mache ich dann bei dem LARP?