Zeit für eine Hochzeit

Das Gutshaus des Gutes Schwabhof

Letzte Woche ging es zu einem Ausflug in den Süden. Denn Timon hat geheiratet. Und ich war auch eingeladen. Yay. ;o)

Brauereigasthof Sankt Afra im FeldeDie Einladung kam im Januar, während ich gerade eine kleine Arbeitsauszeit nahm. *hust*
Jetzt hatte ich ja bereits Urlaub für den April geplant, doch eigentlich erst ab dem Fünfzehnten, da ich da zum Konzert von The Warning nach Köln wollte. (Darüber kommt auch noch was.) Die Hochzeit sollte aber am 12. sein, weswegen ich nun mit meiner Firma klären durfte, das ich zu meinem Urlaub drei Tage hinzufügen wollte. Hat tastsächlich auch geklappt. Manchmal geschehen noch Zeichen und Wunder. ;o)

Wie sich eine Woche vorher noch herausstellte, hatte Timon bereits Freunde für Freitagabend in eine Pizzeria eingeladen, um mehr Zeit zusammen zu verbringen. Das hatte sie zwar in der Einladung an mich vergessen mitzuschicken, weswegen sie sich in ihrer Sprachnachricht tausend Mal entschuldigt hatte – doch an dem Freitag hatte ich auch bereits frei. Musste ich nur mit meiner Unterkunft klären, ob ich auch schon einen Tag früher anreisen kann.
Auch das hat geklappt. Juchhu.
So bin ich also bereits letzten Freitag nach Augsburg gestartet, statt erst am Samstag.

Blick aufs Bett meines Hotelzimmers samt FensterDie Fahrt hat soweit gut geklappt. Ich habe etwas länger als dreieinhalb Stunden gebraucht, doch ohne Stau oder so etwas.
Ich bin kurz nach 15 Uhr in meiner Unterkunft aufgeschlagen. Da habe ich mich erstmal angemeldet und meinen Schlüssel empfangen. Dann habe ich auch gleich gezahlt, denn was erledigt ist ist erledigt. ;o) Und anschließend bin ich ganz kurz nach oben, einen ersten Blick in mein Zimmer werfen, bevor ich nochmal runter bin, meine restlichen Sachen holen.

Diesen kurzen Moment, während ich oben im Zimmer war, haben Drachenechse und Fuchs geschickt genutzt, um ebenfalls anzukommen und ihre Zimmer zu beziehen. Denn als ich wieder bei Flip ankam, meine Sachen ausladen, stand Junior, das Auto von den beiden, neben Flip. Da haben wir uns um vielleicht 10 Minuten verpasst. :oD

Wallfahrtskirche Sankt Afra im FeldeEntsprechend haben wir uns nach einer kurzen Ankomm-Phase dann bereits im Flur und den Zimmern getroffen, wo ich Drachenechse zwei kleine Geschenke für ihre Geburtstag und Fuchs ein kleines Bild als Geschenk gegeben habe. Und dann habe ich Drachenechse noch meinen letzten Mytholon-Einkauf zum Probieren gebracht, der mir ja tatsächlich zu groß war. Hatte ich ja hier erwähnt. Und passenderweise waren Drachenechses erste Worte zur Begrüßung an ihrer Tür: „Du bist geschrumpft.“ Oder in die Richtung. Zumindest sehr aufbauend. *sniff* ;o)
Und was soll ich sagen? Nicht nur hat ihr der Mantel besser gepasst als mir. Nein, sie hatte auch direkt gesagt, als ich ihn ihr zum Anprobieren gegeben habe, dass sie den Mantel selbst einige Male angesehen hatte. Wie praktisch. :oD
Ich bin ein zu großes Kleidungsstück losgeworden, und sie hat eines bekommen, das sie sowieso interessiert hat. Das freut mich.

Wir sind dann zusammen zum Abendessen gefahren, wo wir die ersten Gäste waren – überpünktlich. Doch so konnten wir das frischgebackene Ehepaar zumindest in Ruhe begrüßen. Die Pizzeria hat es sehr gut mit den Vorspeisen für alle gemeint. Da hätte ich eigentlich gar nicht mehr extra was bestellen müssen. Doch meine Pizza habe ich trotzdem noch geschafft. ;o)

Ein Baum in der Nacht. Darunter ein Fußweg mit Laterne, darüber mehrere Sterne.Als es dann nach dem Abendessen wieder zurück in den Gasthof ging, habe ich noch eine kleine Erkundungstour gemacht. Ich bin zumindest ein erstes Mal den Weg Richtung Gut Schwabhof gegangen, wo am Samstag dann die Feier stattgefunden hat.

Um 9 Uhr ging es mit Fuchs und Drachenechse zum Frühstück. Anschließend mit beiden nochmal zum Einkaufen. Drachenechse hat noch Tigerbalsam gebraucht. Dabei ist sie über runtergesetzten Nagellack gestolpert, der zu ihrem Outfit gepasst hat. In dem Schälchen lag auch goldener Nagellack, den ich sehr faszinierend fand. Als ich auch noch einen silbernen entdeckt habe, konnte ich nicht widerstehen. Zu einer Hochzeit kann mensch sich ja mal herausputzen. ;o)
(Und wir waren alle drei in Grün unterwegs.)

Ein golden und ein silbern lackierter DaumennagelFuchs hat ihn mir dann aufgetragen, kurz bevor wir los sind. Allerdings habe ich die Trocknungszeit ein wenig unterschätzt, weswegen ich ihn mir auch ein wenig verhunzt habe. Doch für ein erstes Mal…

Wir drei haben es immerhin geschafft, noch vor der Braut am Gut anzukommen. So haben wir der Zeremonie dann von weiter hinten zugesehen und -gehört. Anschließend gab es den Sektempfang mit Fingerfood im Hof. Zwischendurch auch noch eine kleine Märchen-Sockenpuppen-Aufführung von Timons Familie. :oD

Ja, und dann halt Essen und später noch Tanz, wie das halt bei so einer Veranstaltung gemacht wird.

Deko des Tisches "Pen & Paper" Eine Landkarte mit einem Bach, Wege und einem Feld. Dekoriert mit Würfeln, Figuren, Blumen und Kerzen.Timons Schwester samt Familie haben für das Essen entsprechend die Tische nach Themen dekoriert. Mein Tisch war der Tisch „Elemente“. Da wir an ihm nur zu fünft saßen, sind wir zusammengerutscht, damit wir uns besser in Englisch unterhalten konnten. Schließlich sollten alle am Tisch was verstehen können. :o)

Es gab dann noch Tische wie z.B. „Pen & Paper“, „Kräutergarten“ und „Festival“. Vor dem Saal stand eine Tafel, an der die Tische mit den jeweiligen Namen der Tischthemen und der Gäste angepinnt war. Und als die Tür geöffnet wurde, durfte jeder seinen Tisch suchen. :oD

Drachenechse war recht früh müde. So habe ich sie zurück zum Gasthof begleitet, bin anschließend wieder zurück zur Feier und habe mich dann selbst um 1 abgesetzt. Fuchs hat noch gemacht bis zum Schluss – der Vorteil der Jugend. ;oD

Die Fingernägel vom kleinen Finger bis zum Zeigefinger, abwechselnd lackiert in silber und gold.Sonntag dann nochmal Frühstück, zu dem es tatsächlich auch beide geschafft haben. Und danach habe ich mich langsam abreisebereit gemacht und bin dann Viertel vor elf abgefahren.
Auch wenn ich die Hinreise in einem durchgezogen habe, so habe ich bei der Rückfahrt zumindest einen kurzen Halt am Rasthof Würzburg gemacht. Kurz Beine vertreten und frische Luft schnappen… und die ersten Tropfen seit Ewigkeiten abbekommen. Zuhause war es dann wieder trocken. Da bin ich dann auch Viertel nach zwei gelandet.

Und das war mein kleiner Ausflug zur Hochzeit von Timon nach Augsburg. Ich denke, im nächsten Beitrag geht’s nach Köln. ;o)

VIP-Anhänger für das Meet & Greet von The Warning Auf dem Anhänger ist ein Bild der drei Damen zu sehen. Der Name der Band (THE WARNING) und KEEP ME FED TOUR 2025 ist über ihnen geschrieben. Unten ist der Schriftzug MEET & GREET zu sehen. Am Anhänger sind drei stilisierte Blitzanhänger von einem Fan angebracht, in den Farben Lila, Weiß und Grün.

Maßeinheiten

Feuer vor schwarzem Hintergrund

Ich stelle gerade mal wieder fest, über was ich mir so alles Gedanken mache, wenn es um den Hintergrund einer Geschichte geht. Dann schlage ich z.B. Reisegeschwindigkeiten nach. Wie schnell ist/war mensch unterwegs bei Reisen zu Fuß, zu Pferd oder mit Kutsche + Karren?

Scorch, der Beanie Babies-DracheMacht das ja durchaus Sinn – wie ich finde – bei einer Geschichte, die zumindest in einigen Punkten nachvollziehbar sein soll. Während ja dagegen bei einem Rollenspielabenteuer Sachen halt einfach so sein können. Da muss ich NICHT nachrechnen, wieviel Bier zum Verkaufen bei einer Karawane oder einem Wagenzug mitgeführt werden muss.
(Darüber hatte ich ja vor einem Jahr  HIER  geschrieben.)
Für meine Geschichte, an der ich anscheinend nach Jahren mal wieder weiterschreiben will, mache ich mir deswegen gerade ökonomische Gedanken. Denn ich frage mich nun, auf welche Höhe ich das Kopfgeld für einen Drachen festlegen kann, damit es nicht völlig aus der Luft gegriffen wirkt.

Ich könnte vielleicht mal im zweiten Witcher-Band nachsehen. Schließlich geht es da auch um mindestens eine Drachenjagd – weswegen ich das Buch fürs Erste nicht weitergelesen habe, da ich mich nicht beeinflussen lassen wollte. Das bedeutet, dass ich da also NICHT nachschlagen werde. ;o)

Ich denke, Terry Pratchett hatte sich bei „Wachen! Wachen!“ bestimmt auch dazu Gedanken gemacht. Dann hat er den Preis für das Kopfgeld einfach auf – ich weiß es nicht mehr genau und finde das Buch gerade nicht zum Nachschlagen – sagen wir 500 Goldmünzen festgelegt und dann die Kopfjäger über dieses schlechte Angebot palavern lassen.
(Früher war der Preis ein halbes Königreich und die Hand der Prinzessin… Für diese Belohnung kann ich nicht mal meine Unkosten decken…)

Doch was wäre dann ein „realistisches“ Angebot?

Um mal ein historisch belegtes Kopfgeld für ein „Monster“ zu sehen, habe ich bei der „Bestie des Gévaudan“ nachgeschlagen. Das unbekannte Raubtier, das von 1764-1767 zwischen 78 und 99 Menschen in Frankreich getötet und zwischen 50 bis 80 verletzt hat.
Auf diese Bestie wurden 9.000 Livres Kopfgeld ausgesetzt, was etwa dem Wert von 100 Pferden entsprochen haben soll.
Das ist doch mal ein Anhaltspunkt, mit dem ich arbeiten kann.

Pferd auf Wiese, im Hintergrund ist die Sonne durch den Morgendunst zu erkennenGehen wir jetzt von D&D 5 aus, da variieren die Preise für Pferde zwischen 30 Goldmünzen (für ein Pony) bis zu 400 Goldmünzen (GM) für ein Schlachtross. Ein Zugpferd kommt auf 50 GM und ein Reitpferd auf 75 GM. Wenn so eine Bestie also in einem D&D-Abenteuer vorkommen würde, würde ich da von einem Kopfgeld von 7500 Goldmünzen ausgehen. Denn mit einem Pony oder Zugpferd wird mensch der Bestie kaum zu Leibe rücken können, also 100 Reitpferde.

Und das jetzt „nur“ für eine normale Bestie. Wieviel mehr müsste dann ein Drachen bringen?

Ich habe mir den Spaß (?) gemacht und ein wenig herumgerechnet.
Livre bedeutet Pfund – wie der Name sagt, wenn mensch Französisch kann – und entsprach einer bestimmten Menge Silber. Dieses Pfund wären heute etwa 409 Gramm. Also würden 9.000 Livres etwa 3.681 kg Silber entsprechen. Bei einem momentanen Silberpreis von 686,72 €/kg wären das 2.527.816,32 €.
Also um die 2,5 Millionen Euro.

Was kosten denn heute 100 Pferde?

Einhorn-3D-Skulptur aus Drähten mit LämpchenGenau wie bei D&D ist das natürlich unterschiedlich. Eine schlaue Internetseite zu Pferden sagt mir dazu, etwas zwischen einigen Hundert bis 5.000 Euro, und bei Pferden für den Breitensport zwischen 8. + 25.000.
Und mehr geht natürlich auch immer.

Wenn ich hier jetzt also mal von der teuersten Variante ausgehe, dann kämen wir hier tatsächlich auch auf 2,5 Millionen.
Wenn ich lange genug Zahlen hin und her schiebe, bekomme ich alles passend. ;o)

Doch was bedeutet das für mein Kopfgeld auf einen Drachen?

Dieses sollte auf jeden Fall höher angesiedelt sein als das Kopfgeld einer historischen gefährlichen Bestie. Wenn es auch hier kein halbes Königreich gibt – und auch keine Prinzessin. ;o)
Doch es sollte die Gefahr der Jagenden auf jeden Fall entlohnen.

Nun, ich lasse es mir jetzt in Ruhe durch den Kopf gehen. Irgendwann werde ich mich schon entscheiden. Hoffe ich. ^^

Goldene Drachenkopf-Maske mit Horn