Es wird nochmal drachig

Eine kleine grüne Drachenfigur hat drei rote Herzchen über sich und wirft einen Kussmund in die Luft - im Hintergrund ist der Schatten der Figur zu sehen

Gestern und heute haben die Dramateure nochmal „Wachen! Wachen!“ gespielt. Und wenigstens gestern habe ich es mir nochmal angesehen.
Eigentlich hatte ich erst vor, es gestern und heute anzusehen – dann hatte ich mit Fuchs jedoch einen Termin für ein Treffen heute ausgemacht.
Gut – der Termin hat dann insofern nicht geklappt, dass sie jetzt gerade am bösen C krankt, von daher fiel der Besuch heute aus. Beziehungsweise er wurde nur auf das Nötigste beschränkt: Ich habe ihr gestern ein paar Sachen besorgt und dann heute vorbeigebracht.

So hätte ich theoretisch doch Zeit gehabt, auch heute zur Aufführung zu gehen. Meinen Parkplatz hätte ich auch schon bezahlt gehabt – denn am Altstadtparkplatz habe ich für 24 Stunden bezahlt – und heute war die Aufführung ja bereits um 16 Uhr.

Doch ich habe mich dann dagegen entschieden.

Handpuppen-Drache in braun, mit hellblauen Pfoten, hellblauer Schnauze und hellblauen Rändern an den Flügeln mit einer gelben Rose im Maul, auf einem Stuhl sitzendNicht, weil mir das Stück nicht gefallen hätte. Dann hätte ich es mir kein zweites Mal angesehen – oder zumindest nicht, solange ich dafür bezahle. ;o) Allerdings habe ich gestern Abend mal wieder gemerkt, wie schwer es mir fällt, einfach mir unbekannte Leute anzuquatschen.

Im Ernst – wäre mein Ich auf einem Charakterbogen festgehalten, dann hätte ich sicherlich einen Nachteil auf Small Talk. Und einfach zu den Leuten zu gehen und zu sagen, dass mir das Stück gut gefallen hat…
Ja, schön. Und?
Ich meine, zumindest habe ich ein-zwei Worte mit den Drachenbauern gewechselt und konnte auch mal größere Fotos von Eroll und einem seiner Kollegen machen. ;o) Und ich habe erfahren, dass die großen goldenen Flatter-Drachen-Fahnen wirklich aus Rettungsdecken gemacht waren. Ha. ;o)

Aber damit hörte es dann auch schon für mich auf mit dem Ansprechen.
Meine Frage bzgl. der Drehleier hatte sich schon geklärt – und auch wenn ich gestern extra mein Drehleier-T-Shirt angezogen hatte – was hätte ich mit dem TmsidR-Schnapper-Darsteller da noch groß reden können? Dass er mehr musikalisch unterwegs ist, habe ich über IG ja bereits festgestellt. Ich dagegen ja eher so gar nicht – außer zu hören. Und nur, weil ich auch eine Drehleier besitze – die längst mal wieder gespielt werden sollte/möchte… Hmpf.

Ich weiß ja noch aus meiner Zeit vor 10 Jahren, dass es nach einer Aufführung schön ist, mit Bekannten zu sprechen – und gut, wenn es mir Unbekannten gefallen hat und sie das loswerden möchten, ist das schon schön. Aber irgendwie eher in Maßen. Wenn nur lobgehudelt wird, dann ist das… übertrieben. Entsprechend kann/will ich dann selbst kein Lobhudler sein. Konstruktive Kritik finde ich da viel besser – aber ich hätte jetzt keinen konstruktiven Beitrag leisten können.

Handpuppendrache Eroll auf einem Stuhl, mit gelber Rose im Maul. Seine Farbe ist grünlich - und er hat zwei extra große NasenlöcherSelbst wenn ich möglicherweise vielleicht eventuell mir mal wieder vorstellen könnte, etwas Bühnenluft zu schnuppern… Soll ich da nach einer gut gelaufenen Aufführung den Leuten gegenübertreten und sagen, dass ich vielleicht gerne bei ihnen mitmachen wollte?
Naaah.

Ich meine, ich glaube, ich hätte Lust… aber ich bin mir über meine Möglichkeiten unsicher. Natürlich würde sich so einiges regeln lassen, hat ja auch in der Vergangenheit geklappt. Allerdings habe ich nicht unbedingt das Gefühl, dass meine Firma da inzwischen leichter zu handeln ist.

Vielleicht schreibe ich die Dramateure einfach mal an. Sie haben ja eine Homepage und da zwei Möglichkeiten zur Vereinsteilnahme. Wenn es ein Verein ist – vielleicht haben sie ja auch eine regelmäßige Probenzeit irgendwo?
Vielleicht sollte ich mich danach einfach mal erkundigen – und wenn, dann kann ich mich mit den Köpfen dahinter ja mal in Ruhe unterhalten. Gestern hätte ich nicht gewusst, welche der Teilnehmer da jetzt „die Macher“ sind – oder ob es bei ihnen anders läuft?

Ah – ich sehe gerade, das letzte Mal für ein Theaterstück habe ich vor 10 Jahren Ende August/Anfang September auf der Bühne gestanden.
Nun… vielleicht wäre es dann doch mal wieder Zeit.
*kopfkratz*

 

Mal wieder Theater

Das dicke Schaf von Shaun das Schaf sitzt zusammengekauert hinter einer Schubkarre, und lunst unter einem großem Hut hervor.Letzten Sonntag war ich seit Ewigkeiten mal wieder im Theater. Also in einem Theaterstück, bei dem ich niemanden kenne, der mitspielt. Ansonsten waren meine letzten Theaterbesuche die beim Kinder- und Jugendtheater in Frankfurt, bei denen Fuchs mitgespielt hat. Da war ich tatsächlich auch Anfang des Monats, bei ihrem letzten Stück hier in Frankfurt.
Wieder mal „Shaun das Schaf“.
Doch darum soll es jetzt nicht gehen.

Nein, denn jetzt soll es um das zuletzt-gesehene Stück gehen.

Der Kultursommer in Hanau wurde letztes Wochenende eröffnet – und das erste Stück in diesem Sommer war das Stück „Wachen, Wachen“ nach dem Buch von Terry Pratchett.

Aufmerksame Leser meines Blogs wissen, dass ich ein Fan der Scheibenwelt-Bücher bin. Und das ist jetzt das erste Stück, das ich live zu einem Buch aus der Reihe gesehen habe. Und ich war entsprechend gespannt.

Die aufführende Theatergruppe waren „Die Dramateure“ hier aus Hanau. Eine Theatergruppe, welche aus einer Schultheatergruppe heraus entstanden ist. Deren erstes Stück vor 11 Jahren war damals „Wachen, Wachen“, und zum Jubiläum wurde es wieder aufgenommen.

Ich habe damals mitbekommen, dass dieses Stück aufgeführt wurde – und habe die Truppe wohl auch mal hier im Park beim Proben bemerkt. Doch habe ich bisher kein Stück von ihnen gesehen. Und dass, obwohl sie sich durch mehrere Pratchett-Bücher gespielt haben: Wachen, Wachen; Ruhig Blut; Faust Eric; Weiberregiment; Macbest; Mummenschanz… und sogar „Ein gutes Omen“ von Terry Pratchett + Neil Gaiman. Und noch andere Stücke.
Jedoch konnte ich mich – wenn ich es mitbekommen habe – nie aufraffen. Wohl auch, weil niemand Bekanntes von mir mitgespielt hat.

Doch dieses Mal hatte ich Lust. Und als meine Zeitung eine Kartenverlosung dafür ausgeschrieben hat, habe ich direkt im gleichen Moment meine Email für die Verlosungsteilnahme abgesetzt.
Tja… was soll ich sagen… ich musste für den Theaterbesuch keinen Eintritt zahlen. :oD
Und Fuchs auch nicht. Denn sie ist mitgegangen.

Zum Glück bin ich meine Spätschicht, die ich für diesen Tag gehabt hätte, direkt am 1.7. wieder losgeworden. Sonst wäre es etwas blöd gewesen. Aber so habe ich morgens gearbeitet – und hatte dann Zeit und Muse, abends ins Theater zu gehen.

Ich war gespannt, was mich erwartet. Ich konnte mir eine Umsetzung als Theaterstück schwer vorstellen. Auch wenn die Theatergruppe von Stephen Briggs in England wohl inzwischen fast jedes Buch zu einem Theaterstück gemacht hat. Vermute ich.

Ich habe einmal die Textfassung zu „Macbest“ bekommen – von der Mariane-Darstellerin damals bei Tartuffe.
Ha, die Zeit dieses Stückes liegt ja ganz am Anfang meiner Blogzeit hier – und hatte da auch für mehrere Beiträge gesorgt. Wer in die Vergangenheit abtauchen und Beiträge aus der Anfangszeit dieses Blogs ansehen möchte, dem verlinke ich hier mal ein paar Probenberichte.

Probe vom 27. Mai – Besetzung und 3.3;
Probe vom 03. Juni 2012 – Die Sache mit dem Ersatz;
Probentermin vom 10. Juni 2012 – Es hätte so schön werden können…

Mariane hatte diese Stückfassung von Macbest, weil sie das damals in der Schule gespielt haben/spielen wollten und sie Magrat Knoblauch machen sollte.
Doch hier geht’s nicht um Macbest, sondern um Wachen, Wachen.

Kulisse der Stadt Ankh-Morpork - zwei stilisierte Häuser. Rechts mit Tür, links ohne sichtbare TürDirekt zum Titel hatten wir vor der Aufführung ein uns erheiterndes Erlebnis:
Wir hatten uns noch Brezeln vor der Aufführung gegönnt und uns zum Verzehr an einen Tisch dazu gesetzt. Beim Klingelzeichen sind die beiden anderen aufgestanden und wir haben uns viel Spaß gewünscht. Dabei sind der Mann und ich über den Stücktitel, was wir uns ansehen werden, ins Flachsen gekommen. Ich meinte, ein Stück irgendwie wie „Wächter, Wächter“ – worauf er was mit „Wachturm“ bemerkte. Vielleicht wären wir ja noch auf den richtigen Titel gekommen… wenn nicht jemand, der noch in der Schlange zur Gastro stand, sich eingemischt hätte. Der meinte nämlich „Wachen, Wachen“. Darauf haben wir ihn alle angesehen und er wiederholte nochmal „Das Stück heißt Wachen, Wachen.“
Dies hat auf jeden Fall bei Fuchs und mir für eine erste Erheiterung gesorgt.

Und dann kam das Stück.

Ach, vorher habe ich mich natürlich nach bekannten Gesichtern umgesehen.

Das erste Gesicht, das kannte ich vom Flughafen. Eine Frau, bei der ich immer an eine Freundin aus meiner Grundschulzeit denken muss.
Hinter unserem „Wachen, Wachen“-Einwerfer stand der Intendant der Brüder Grimm Festspiele. Vom Gesicht war ich mir direkt 100% sicher – figurtechnisch nicht so. Allerdings sah ich ein paar Tage später ein Bild in der Zeitung, auf dem er auch drauf war… und dieses Foto warf meine Figurzweifel über den Haufen.
Als ich ihn gesehen habe, fand ich das auf jeden Fall gut. Das der Intendant eines Profi-Theater-Festspielbetriebs sich auch eine Aufführung von Amateuren ansieht… Positiv. *Daumen nach oben*
In der Pause habe ich noch einen alten Lehrer von mir gesehen – und ein Freundespaar von einer Bekannten. Dafür, dass Hanau sonst ein Dorf ist, fast etwas wenig. Oder ein Zeichen, das ich mal wieder mehr aus dem Haus muss…

Gut, jetzt aber das Stück.

Zur Einführung gab’s ein Lied vom Ensemble. Über die Scheibenwelt und Ankh-Morpork. Zum Glück eines der wenigen Ausnahmen.

Dazu habe ich direkt noch zwei Bemerkungen: Es wurde dabei auch live auf einer Drehleier gespielt. Und natürlich interessiert mich, von wem die ist. Ich vermute Gotschy. Doch die Frage hatte ich erst mal zurückgestellt – bis vorhin. Da bei deren Instagram-Fotos nun auch die Leier mal gezeigt wurde, konnte ich mir die Frage nicht verkneifen. Und meine Vermutung war richtig. Eine Phoenix Standard. Ha!
Die zweite Bemerkung ist, dass bei dem Volk, welches das Lied vorgetragen hat (alle), tatsächlich auch Rincewind herumgesprungen ist. Auch wenn er später nicht mehr als solcher auftrat.

Das Stück hielt sich ziemlich genau ans Buch.
Denn los ging es mit der Wächterbeerdigung von… ähm… der Name ist mir entfallen. Danach hatten auf jeden Fall die Verschwörer ihren Auftritt. Deren Schwierigkeiten und Zänkereien sorgten für das erste Gelächter. Hier fand ich auch den Kniff, eine Tür in der Wand zu verstecken, indem ich einfach ein weiteres Wandteil darüber zuklappe, ziemlich gut und effektiv.

Handpuppe des Drachen Eroll - ein kleiner Drachen, mit zwei riesigen NasenlöchernAuftritt Karotte Eisengießersohn, den größten (Adoptiv-)Zwerg, den die Scheibenwelt je gesehen hat. Und tatsächlich war der Darsteller des Karotte auch der Größte der Truppe. Und nicht nur von der Größe her war er gut. Seine Naivität im Stück sorgte für immer wiederkehrende Erheiterung.

Generell muss ich sagen, dass alle Charaktere gut bis sehr gut dargestellt waren. Alle waren eindeutig als der Charakter zu erkennen, der dargestellt werden sollte.
Mumm, Colon, Nobby, der Patrizier…

Besonders gefallen hat mir die Darstellerin der Wonse, Privatsekretärin des Patriziers. Bzw., die hat uns beiden sehr gut gefallen.

Den einzigen Mäkelpunkt wäre von mir vielleicht die Sprache des Bibliothekars. Das Ugh hätte orang-utischer klingen können.
Andererseits war seine Reaktion auf das Wort Tier ziemlich gut. Der Helm des Opfers hat ordentlich gescheppert.

Den Kniff mit dem Wandteil-vor-die-Tür-klappen fand ich, wie schon erwähnt, ziemlich einfallsreich. Das Darstellen der Sumpfdrachen mit gut gemachten Handpuppen war sehr gut. Vor allem habe ich Eroll sofort erkannt. Und den großen Drachen mit flatternden, gold-leuchtenden Fahnen darzustellen, die aussahen, als könnten sie aus Rettungsdecken gebaut worden sein… Ziemlich gut, Respekt.

Das Stück ging von offiziell halb acht bis etwa 22:40 Uhr. Also mit Pause gut 3 Stunden. Und ich muss sagen, ich habe die Zeit nicht bemerkt.

Wir hatten einen amüsanten Abend, der einige Lacher gebracht hat. Und ich denke, das gilt nicht nur für uns, sondern auch für alle anderen anwesenden Zuschauer. Der letzte Applaus erfolgte entsprechend im Stehen.

Ich hatte mit Drachenechse vor Monaten mal über diese Theatergruppe gesprochen. Nun habe ich sie in Aktion erlebt.
Und es hat mir gefallen.

Es hat mir sogar so gut gefallen, dass ich mir das Stück nochmal ansehen will/werde. Denn zum Glück spielen sie Ende des Monats noch zwei Mal in Seligenstadt. Und die Termine passen mit einem Wochenende von mir gut überein. Da wir aber noch ein wenig in der Wohnung von Drachenechse + Fuchs machen wollen/müssen, wird es dann doch nur auf einen einmaligen Besuch hinauslaufen. Doch besser als nichts. Mal sehen, ob ich noch wen dazu begeistern kann.

Ich war es zumindest. :oD

Blau beleuchteter Brunnen - genannt Schwanenbrunnen - mit fließendem Wasser, das blau schimmert

Was ein Theater…

Verschiedene Masken der Commedia Dell'Arte

Ich war im Juli seit Ewigkeiten mal wieder in einem Theaterstück. Meine Neffen sind nämlich mit mir zur Aufführung von „Robin Hood“ vom Kinder- und Jugendtheater Frankfurt im Nidda-Park.
Doch darüber will ich jetzt gar nicht schreiben.
Auch Fotos habe ich keine gemacht. Wer sich da ein paar Bilder ansehen möchte, muss auf die Instagram-Seite des Theaters gehen. Da kann mensch dann Fuchs als Robin sehen.

Ich habe mir vorhin für mich Gedanken zu dieser Aufführung gemacht, was mich dazu brachte, mal über meine Theaterzeit(en) nachzudenken und zu überlegen, welche Rollen/Stücke für mich am besondersten/wichtigsten waren.

Ich denke jetzt nur an den Zeitraum von 1986 bis 2012. Das ist ein gutes Vierteljahrhundert. Meine Zeit vom Jugendtheater über das Zimmertheater bis zu den eigenen Inszenierungen.

Ich denke, sehr wichtig ist „Die Frau in Schwarz“ vom Zimmertheater Rottweil. Sie steht so weit oben, da dies das erste (und einzige) Zwei-Personen-Stück war, in dem ich mitgemacht habe.
Kein Verstecken hinter anderen Schauspielern. Mensch muss die ganze Zeit voll bei der Sache sein. Das war eine Herausforderung. Und mein Kollege war klasse. Er und seine Familie haben sich damals ein wenig zu einem Familienanschluss für mich entwickelt.
Also – die Frau in Schwarz ganz oben, als allererstes.

Mit „Kunst“ haben wir später da noch ein 3-Personen-Stück gemacht, doch das finde ich für mich längst nicht so wichtig. Am wichtigsten von „Kunst“ war da der 1½-Seiten-Monolog… und die Filzstifte in der Nase, die es auch in die Zeitung geschafft haben.
Wuhuu… welch Wunder…

Weit vor „Kunst“ liegt bei mir da noch eher „Macbeth“ von 1999 in Gelnhausen. In dem Jahr war ich im „Theaterstress“ – 3 Premieren in 3 Monaten. Als hätten mir meine beiden festen Theatergruppen nicht gereicht, musste/wollte ich unbedingt beim Macbeth-Projekt mitmachen. Eigentlich wollte ich ja ‚nur‘ Soldat sein und kämpfen. Allerdings hat das zeitlich nicht gepasst. Also habe ich die kleine Rolle des Arztes übernommen. „Ein Arzt“ – auf der Besetzungsliste die zuletzt aufgeführte Rolle. Ein Auftritt von vielleicht 5 Minuten, wenn’s hochkommt. Kurz vor Schluss, zusammen mit Lady Macbeth. Und ihrer Zofe.
Und mit diesem kurzen Auftritt habe ich es geschafft, eine namentliche Erwähnung in der Zeitung herauszuschlagen. Bei locker über 50 Mitspielern macht mich das immer noch stolz. :oD

Etwa auf einer Ebene würde ich danach 3 Rollen/Stücke ansiedeln. Das wären die beiden ersten Projekte in den Jugendgruppen, bei denen ich mitgemacht habe – und ein Stück etwas ‚weiter hinten‘.

Das erste Stück von Lim war „Der eingebildete Kranke“ von Molière.
So kamen wir ja überhaupt zum Namen unserer Gruppe. Aus ‚Le Malade imaginaire‘ wurde ‚L’imagination malade‘ = L’im oder einfach Lim.
Ach ja, da habe ich Argan gespielt. Den eingebildeten Kranken, angelegt als ein Pantalone der Commedia Dell‘Arte – nur ohne Maske.
Das war 1987.

Lim war damals die eine Jugendtheatergruppe des Jugendbildungswerkes Hanau. Die andere Gruppe war die Confusion. In die stieg ich dann 1992 mit ein. Da war ich in der aktuellen Lim-Produktion nicht groß beschäftigt, also suchte ich mir eine andere Theaterauslastung.
Hi hi… der erste Kommentar zur Begrüßung einer Alt-Confusionärin war, als ich zu einer ersten Probe für Neue kam: „Was machst Du denn hier?“

Ja – unsere Gruppen kannten sich ein wenig. :oD

Die Confusion suchte für ihr neues Projekt noch Mitspieler. Das Projekt war „Draußen vor der Tür“ – und ich wurde da zu einem von erst 4, dann 3 Beckmännern. Der vierte machte irgendwann den Abgang – seine Diva-Allüren wurden nicht ordentlich gewürdigt. Also wurde sein Teil auf die anderen drei aufgeteilt. Das machte dann die Szene beim Oberst erst richtig gut.
Also Danke nochmal für deine verletzte Eitelkeit, Nr. 4.

Ja, das war klasse. Und diese Produktion hat meinen Mit-Lims gut gefallen. Seitdem war die kleine Rivalität, die es vielleicht gegeben hatte, weg.

Ja, der Beckmann war etwas Besonderes. Genau wie der Argan. Und als drittes kommt da jetzt noch Cathy dazu.

Mit Lim spielten wir 1995 – glaub ich – „Der siebte Himmel“ von Caryl Churchill, oder im Original Cloud Nine.
Im ersten Akt war ich Clive, der Kolonialheer – im zweiten Akt dann Cathy. Eine Fünfjährige.

Und die hat mir richtig Spaß gemacht zu spielen. So sehr, dass eine Mitspielerin, die in dem Stück ein paar Ohrfeigen verteilen durfte, ein paar sehr gute hingelegt hat. Eine bei mir, weil ich das nervende 5jährige-sein wohl gut gemacht habe.

Arlecchino-Maske der Commedia dell'arte auf KnieSpäter meinte dann einer unserer Leiter, dass ich mit Cathy einen neuen Punkt des Spielens erreicht hätte. So konnte ich danach tatsächlich ENDLICH auch mal den Arlecchino in der Commedia Dell’Arte spielen. In diesem Fall dann Misu, den männlichen Tel des Arlecchino-Duos Tira + Misu.

Misu war auch klasse. Die Zeit dieses Projektes wurde nur insofern eher schwierig für mich, weil ich total und hoffnungslos verschossen in die Darstellerin der Tira war. Das war dann eher Fegefeuer… :o|

Wenn es jetzt einmal unwahrscheinlicher weise zu einer Begegnung mit ihr kommen sollte, würde ich vielleicht „Hallo“ sagen. Mehr aber auch nicht. (Ich glaube, das habe ich irgendwo hier an einer Stelle meines gesamten Blogs auch schon mal erwähnt.)
Aber darum soll’s ja gar nicht gehen.

Also – Misu war auch wichtig für mich.

Gibt es denn jetzt noch irgendeine Rolle/Projekt, welches in mir heraussticht? *Grübel*

Ich denke, den Zettel möchte ich noch erwähnen. Den durfte ich im Sommernachtstraum in Rottweil spielen. Das letzte Stück als Profi dort am Zimmertheater. Und ich durfte da die Handwerker immer mit ein paar Prominenten der Stadt spielen. Leitern von Ämtern und der Sparkasse, Lehrern (das war die schlimmste Gruppe) und Leiter der Narrenzünfte.
Die Gruppen haben mal mehr, mal weniger Spaß gemacht. Aber meine Mit-Handwerker haben das Spielen mit mir wohl immerhin so sehr geschätzt, dass ich zum Schluss als Dank für die Mühen mit ihnen eine gefüllte Sparsau bekommen habe. Und das von denen, mit denen die Arbeit Spaß gemacht hat. Da hätte es kein Extra-Geld gebraucht. Von den Lehrern hätte ich schon was genommen. *fg*

Das waren die besonderen Stücke, in denen ich selbst mitgespielt habe. Ich denke, 2 Stücke/Projekte hätte ich noch, die für mich besonders sind/waren.

Das eine ist „Salome“ von Oscar Wilde.

Kopf einer Schaufensterpuppe auf einem schwarzen KissenDas dürfte das erste Stück sein, in dem ich den Großteil inszeniert habe. Mit Drachenechse als Jochanaan und Herodias. Ihren Kopf hat sie jetzt noch. :oD
(Und als Mitchefin. ;o))

Da wir die Handlung modern anlegten, waren mit die ersten Gedanken, die ich mir machte, zum Tanz der Salome. Da wurde dann ein Lapdance zu Apocalypticas ‚I’m not Jesus‘ draus.
Und deswegen ist das ein wichtiger Punkt für mich.
Diese Musik gefunden und eine coole Szene und ein gutes Stück gemacht zu haben. (Aber ich bin da parteiisch. ^^)

Und das letzte Stück, das ich erwähnen möchte, wäre jetzt noch das letzte Stück, welches ich gemacht habe. „Tartuffe“ von Molière. Dies ist wirklich das erste Stück, das ich alleine aufgezogen und geleitet habe. Drachenechse hatte mal mit nach den Strichen gesehen, von München aus. Ansonsten hatte ich alles in der Hand. Sogar das Motiv für unser Programmheft und das Plakat habe ich entworfen, nachdem ein Mitspieler, der eigentlich zeichentechnisch in seiner Freizeit unterwegs war, nicht mit einem Entwurf zu Potte kam. Deswegen nahm ich das irgendwann in die Hand. Damit war er dann zwar nicht so einverstanden und wollte so dann eigentlich nicht beworben werden, aber das war mir dann wurscht.

Plakat/Flyer für Tartuffe von Molière von der Thatergruppe Spiel-Wut. Ein paar weiße Flügel, die einen roten Teufelsschanz und einen goldenen Heiligenschein haben, auf dem 2 rote Hörner sitzenTatsächlich könnt ihr zu Tartuffe und den Proben und überhaupt dazu in meinem Blog so einiges lesen. Dazu müsst ihr allerdings ganz an den Anfang springen. Denn die Proben und das Drumherum dazu haben mich in der Anfangszeit meines Blogs zu ein paar Beiträgen „inspiriert“.

Tartuffe wäre also das letzte Projekt, das ich theatertechnisch hier hervorheben und erwähnen möchte. Tatsächlich ist Tartuffe auch das letzte Projekt, an dem ich mitgemacht habe, theatertechnisch. (Könnte sich vielleicht noch mit dem zerbrochenen Krug überschneiden, aber gefühlt ist Tartuffe das letzte.)

Wenn ich jetzt so überlege, dann wäre das jetzt ein vollendeter Bogen.

Angefangen mit Molière – aufgehört mit Molière.
Ist fast passend.

Damit schließe ich diesen Beitrag ab, mit diesem Kreis… oder Bogen… oder Kurve… je nachdem, wie mensch es bezeichnen möchte. Vielleicht geht es von diesem Punkt ja auch irgendwann wieder weiter.

Wer weiß…

 

P.S.: Einen Nachtrag hätte ich noch. Kein komplettes Stück, sondern nur eine Szene. Nämlich bei der Theaterwerkstatt von den Tohuwabohus in Meiningen, ich glaube 1999? Die Werkstatt, bei der ich mitgemacht hatte, war „Regie-Theater, Theater-Regie“ – und es war das erste Mal, dass ich mich in Richtung Regie umgesehen habe. Letztendlich habe ich dann in der Szene, die wir bearbeitet hatten gespielt und nicht inszeniert, doch das macht nichts.
Wir haben an der Mordszene von Woyzeck an Maria gearbeitet, und ich durfte einen Woyzeck machen.
Und das war auch toll. Und das Besondere hierbei war, dass danach eine damals gute Freundin meinte, dass sie mich gar nicht erkannt hätte, weil ich doch eher immer fröhlich wäre und lachen würde, aber da richtig böse gewesen sei.

Ja – das muss unbedingt noch hier mit zum Beitrag. Auch wenn ich diese Episode eventuell auch schon mal erwähnt habe?
Aber halt alt… und vergesslich… und schon sooo viele Beiträge. (367)
Da verliere ich dann schon mal den Überblick. ^^

 

P.P.S.: Heute unterwegs ist mir doch noch eine Sache eingefallen, die ich besonders und damit erwähnenswert finde. Auch hierbei handelt es sich nicht um ein komplettes Stück, deswegen denke ich da nicht sehr oft dran. Doch heute habe ich. ;o)
Ich glaube, es müsste 1996 gewesen sein, ein Projekt vom JBW Hanau mit den französischen Partnerstädten. Eine Art Austausch, bei dem Hanauer und Franzosen aus Francheville und wahrscheinlich Umgebung für knapp 10 Tagen zusammen in Dietzenbach untergebracht waren und mit verschiedenen Kunstarten eine Aufführung erarbeitet haben. Das waren Kunstarten wie Tanz, Video, Masken und Theater.
Eigentlich wollte ich zur Videogruppe. Allerdings waren von etwa 40 Teilnehmer gerade mal 5-6 Jungs. Wie üblich eigentlich. Und von diesen wenigen männlichen Teilnehmern war einer der Franzosen schon fest für die Videogruppe „gebucht“, weil seine Freundin, glaube ich, auch dort war. Also bin ich in die Theatergruppe, damit dort wenigstens auch eine männliche Person war. Da kannte ich auch die Teamerin, da es sich hierbei um die Leiterin der Confusion handelte.

Wir haben dann Figuren erdacht, mit denen wir durch einen Zeittunnel in das nächste Jahrtausend gehen wollten, aber abgeschnitten wurden vom Rest.
Da kam ich dann auf den Gedanken, dass ich ja dann vielleicht einen Videoreporter machen könnte. Ich fragte bei der Videogruppe nach, ob ich vielleicht für die Aufführung als Requisit eine Kamera bekommen könnte – und da mir dies zugesagt wurde, wurde ich Maximilian Schäfer vom Sender 23. Und es lief dann tatsächlich darauf hinaus, dass ich mit der Videokamera auf der Bühne stand – und das Bild der Kamera live via Kabel über einen Beamer auf eine Leinwand geworfen wurde. Liveberichterstattung aus dem Zeittunnel.
Und ich konnte doch noch mit der Videokamera arbeiten. :oD

Ich denke, inzwischen ist das sowas von alltäglich, dass in Theaterstücken live Videoeinspielungen gemacht werden. Und zwar nicht nur Aufgezeichnetes, sondern auch live gespieltes. Zumindest habe ich inzwischen schon oft darüber gelesen. Doch ich denke, 1996 war das noch nicht soo üblich.
Von daher ist diese Sache für mich noch extra erwähnenswert.
Wir waren Vorreiter.

Bilde ich mir jetzt einfach mal ein. ;o)

Commedia Dell'Arte-Maske von einem Totenschädel, mit Filter bearbeitet

Spezi….alisierung

Gestern habe ich bei YouTube mal angefangen, das Let’s play eines DSA-Brettspieles von Orkenspalter TV zu sehen.

Ok, kurz ausgeholt:
DSA steht für „Das Schwarze Auge“ und ist DAS deutsche Rollenspielsystem. DAS im Sinne von „als Konkurrenz/Alternative zu D&D in Deutschland entworfene“. Und zwar Anfang der 80er. Genauer 1984 – wenn mich Wikipedia nicht angeschwindelt hat. Aber doch – könnte hinkommen. Als ich es in der Schule kennenlernte, war alles noch ganz einfach gehalten. Halt „DSA 1.“
Und Orkenspalter TV ist ein Kanal auf YouTube, der sich mit Rollenspielen, Comics, LARP, usw. usf beschäftigt. Hier jetzt halt mal ein Brettspiel zum Schwarzen Auge.
Und damit wieder zurück ins Funkhaus – bzw. zu meinem Beitrag.

Bei DSA ist eine Besonderheit, dass die Welt, in der es angesiedelt ist (High Fantasy), sich seit 35 Jahren ständig weiterentwickelt.
Nein, das ist etwas falsch ausgedrückt. Oder ungenau. Schwierig.
Also – einerseits haben sich natürlich die Regeln des Rollenspiels seit der Entstehung mehrmals weiterentwickelt. Dies zeigt sich daran, dass wir nun bei DSA 5 sind. Doch diese Entwicklung meine ich jetzt nicht. Ich meine tatsächlich die Welt, die dafür erfunden wurde.

Aventurien.

Dieses Land hat in den Jahren seit der Entwicklung (Erfindung) natürlich auch Sachen erlebt/durchmachen müssen. So ist für jemanden, der heute anfängt, DSA 5 zu spielen, der Hintergrund ein ganz anderer als vor 30 oder noch vor 20 Jahren. Und immer kommt etwas Neues hinzu. Die Welt – Aventurien – entwickelt sich weiter und weiter. Durch Intrigen, Komplotte, Kriege, Götter… Wie sich eine Welt halt entwickelt. Wer heute auf die Welt kommt, hat auch ein anderes Weltverständnis als jetzt ich oder wie z.B. Drachenechse. Weil es zwar die gleiche Welt ist – aber doch auch ganz anders.
Und als ich damals meinen ersten Kontakt mit ihr hatte, war noch vieles Weiß auf den Landkarten. Und jetzt… komme ich langsam zum Punkt.
(Endlich. ;o))

Ich sah also dieses Video. Oder zumindest den Anfang bisher davon, und hörte dem Gespräch der Spieler zu, und wie sie versuchten zu klären, WANN das Brettspiel angesiedelt ist, in welchem Zeitraum der Aventurien-Geschichte. Denn ein Charakter, der im Spiel wohl vorkommt,
„der ist gar nicht da. Der ist in Myranor.“

Ich bin mir nicht sicher, ob ich es schon mal mit dem Thema „Spezialisierung“ hatte. Wenn ja, dann ist das lang her. Und jetzt ist die Zeit, (wieder ?) etwas dazu zu schreiben, weil dieser Ausspruch mich zum Denken gebracht hat.
Denken? Sagen wir Grübeln. Denken ist zu hochtrabend. ;o)

Ich habe also damals, in den DSA-Anfängen, meine ersten Kontakte mit DSA und Rollenspiel gehabt. Bei einem Con Anfang der 90er habe ich dann tatsächlich auch mal DSA 2 gespielt, mit dem neuentwickelten Talentsystem.
Und seitdem nichts mehr. Stattdessen D&D; Shadowrun; Paranoia; PP&P; Vampire… Was sich halt so ergeben hat. Ich habe mich da nie spezialisiert. Mich nie auf nur ein System festgelegt. Genauso wie mit diesem Blog hier. (Das Thema hatte ich ja auch gerade.)

Es gibt Leute – bestimmt so einige – die seit dem Herauskommen von DSA nur (oder hauptsächlich) DSA spielen. 30 oder mehr Jahre Erfahrung. Die wissen, wann welcher Aventurische Gott wo einen Pups gelassen hat. Überspitzt gesagt.

Drachenechse spielt jetzt bald seit 4 Jahren oder so in einer festen Gruppe DSA.

Ich habe sie nach dem Video wahrscheinlich ein wenig genervt, weil ich plötzlich so viele Fragen hatte: Wie hoch sind ihre Chars; wann wird nochmal gesteigert etc…

Und ich musste über das Festlegen nachdenken. Das Spezialisieren.

Etwas, das mir anscheinend ziemlich fern liegt.

Ich will nicht nur eine Sache super perfekt können.
Ich möchte lieber viele Sachen ausprobieren.

Sogar bei meiner jahrelangen großen Leidenschaft konnte und wollte ich mich nicht spezialisieren. Ich wollte beim Theaterspielen nicht NUR spielen. Nein. Mich hat auch die Technik interessiert. Ich hatte nicht das ständige Bedürfnis, AUF der Bühne stehen zu wollen. Ich fand das Technik-machen dann genauso reizvoll und interessant. Wenn es mit der Bühne dann noch geklappt hat: Gut. Aber nicht so wichtig.

Ich denke auch nicht, dass ich deswegen schlechter gespielt habe/hätte, als diejenigen, die nur AUF der Bühne stehen wollten.

Ich denke: Entweder mensch kann spielen – oder mensch kann es nicht.
Alles andere ist Erfahrungssache.

War 2002 auch das erste Stück, welches wir nur zu zweit gespielt haben, eine besondere Herausforderung für mich – ich würde es mir jetzt noch zutrauen, auch alleine was zu spielen. Und das, obwohl ich 2012 das letzte Mal auf einer Theaterbühne stand.

Und ich traue mir auch etwas Böses zu – im Gegensatz zur Drachenechse, die meint, ich könne gar nichts Böses machen. Auch weil so lange her und überhaupt ich zu lieb/gut/was auch immer bin.

Pfff!

Wenn ich den richtigen bösen Monolog finden würde, könnte ich mal schauen, was ich machen könnte, um sie da eines Besseren zu belehren.

Na klar kann ich Böse!

Weil: Entweder mensch kann spielen – oder nicht.

Und ich kann. Das weiß ich. Auf diese Aussage lege ich mich fest.
Auch wenn ich mich ansonsten wohl auf nichts festlegen oder spezialisieren will.

Hätte ich das früher mal gemacht – wer weiß, was ich dann jetzt machen würde. Oder nun machen könnte, statt dem, was ich gerade mache.
Wenn ich mich spezialisiert hätte, wüsste ich vielleicht genauer, was ich beruflich machen könnte, statt Freunde und meinen VnvO zu fragen, was sie glauben, was ich kann.

Keine Ahnung, woran dies liegt, dass ich mich nicht auf eine Sache festlegen will.

Dies betrifft meinen Musikgeschmack, meine Lesevorlieben… Bei manchen Dingen weiß ich, was ich NICHT will. Zum Beispiel mit Kollegen über Politik diskutieren. Weil mir da die Geduld und vielleicht auch die Artikulation fehlt. Und ich habe einfach keinen Bock darauf. ;o)

Aber ansonsten?

Auch damals, als ich in den 90ern ’ne ganze Zeit lang die Orkus gelesen habe. Da habe ich für mich auch gesagt: Ich sehe mich nicht schwarz. Eher Bunt mit dunklen Stellen.
(DAS könnte ich schonmal erwähnt haben. So vor 2 Jahren etwa hier?)

So ist es anscheinend mit vielem anderen auch.
Eigentlich nicht nur anscheinend.

Ich höre nicht nur xy, lese nicht nur yz. Esse nicht nur a, mache nicht nur trallala…

Ich bin nicht ein kompaktes Ganzes, sondern eher eine Multiform.

Ich will Lesen, Schreiben, Fotografieren, Filmen, Malen, Sehen, Musik hören, vielleicht selbst spielen…

Muss ich mich spezialisieren?

Ich denke, ich bin lieber… speziell. ;o)

 

Zeit der komischen… Arbeitsträume?!?

Ich glaube, vorgestern beim Dösen war es das erste Mal jetzt.
Es war also noch nicht mal ein normaler Schlaf während der Nacht, der mir dieses „Erlebnis“ bescherte. Es war ein Traum über eine frühere Arbeit. Wobei ich noch nicht mal sagen kann, ob es wirklich eine frühere Arbeit war oder eher eine eingebildete. Ich tippe auf zweiteres. Denn es war weder hier am Flughafen, noch am Zimmertheater, noch bei der Arbeit davor. Doch inzwischen kann ich nicht mehr genau sagen, um was es ging – doch es war seltsam. Und definitiv was mit Arbeit.

Und letzte Nacht ging es damit weiter. (Also die Nacht auf gestern.)

Dieses Mal war es definitiv mein aktueller Arbeitsplatz. Zumindest von der Grundvoraussetzung her. Und hier kann ich auch (noch) etwas mehr dazu erzählen.

Ich arbeite ja am Flughafen. Dort sehe ich zu, dass die lieben Fluggäste keine bösen Gegenstände in ihrem Reisegepäck haben. (Sowas wie Feuerzeuge, Powerbanks, Wunderkerzen oder Sachen, die „Boom!“ machen können.)

Für diese Kontrolle hatten wir vor vielen Jahren, sagen wir 2010, im Bereich B zwei Sperrgepäck-Röntgengeräte im öffentlichen Bereich. B1 auf der einen Seite der Halle, B2 auf der gegenüberliegenden Seite.
Inzwischen sind beide Geräte aufs Vorfeld verlegt worden, so dass mensch dort nicht mehr im Sichtbereich der Passagiere liegt – oder eher sitzt. ^^

Soweit, so gut. So in der Realität. Jetzt zu meinem Traumwerk von meiner letzten Schlaf-Nacht.

Ich komme auf die Arbeit, wie üblich so zehn-fünfzehn Minuten vor Dienstbeginn. In der Regel (der Realität) bekommen wir unsere Aufträge dann über den Auftrags-Monitor angezeigt. In meinem Traum dieses Mal nicht. Ich bekam den Auftrag irgendwie akustisch übermittelt. Und der Auftrag lautete, zum alten Sperrgepäckgerät B1 (oder B2?) zu gehen, welches jetzt iiiirgendwo im öffentlichen Bereich stehen soll.

Das Beste daran eigentlich: Ich glaubte mich sogar zu erinnern, dass ich es irgendwo hatte stehen sehen. Trotzdem: Ich hatte keine Ahnung, wo es sein soll. Deswegen habe ich meine Steuerung angerufen, um a) zu sagen, dass ich keine Ahnung habe, wo das Gerät steht, und ob sie mir da weiterhelfen kann und b) eventuell die Kollegen über eine verspätete Ablösung zu warnen. Die Steuerung konnte mir da nicht wirklich weiterhelfen, also bin ich losgezogen. In eine Richtung, die ich mir da gedacht habe. Und das bestimmt zehn Minuten vor der Zeit.

Tja.
Was soll ich sagen…

Erst bin ich bei sowas wie einem Einkaufszentrumbereich des Flughafens rumgelaufen. (Allerdings haben wir so einen nicht wirklich. Eher war es eine Mischung aus Hessen-Center + dem Ding hier in Hanau am Freiheitsplatz.) Zu diesem Zeitpunkt war ich definitiv noch in meiner Arbeitskleidung, und ich habe auch ein paar Kollegen getroffen, die mir aber nicht weiterhelfen konnten.

Also habe ich weitergesucht. Und bin dann durch alte Kneipenräume mit Billiardtischen und Tischfußballspielen gekommen. Und Treppen… und zu einem Parkplatz, der aussah, wie von einer Gaststätte an einem Wald der Mitarbeiterparkplatz. Zu diesem Zeitpunkt etwa habe ich dann auch gemerkt, dass ich jetzt in zivil unterwegs war. Und ich war (gefühlt) einige Zeit unterwegs und nirgends eine Spur des Sperrgerätes.

Und dann bin ich wach geworden.

Und habe mich gefragt, was das soll?

Warum träume ich so kurz hintereinander (relativ) solche komischen Träume übers Arbeiten?

Das geht fast in die Richtung der Träume, in denen ich bei irgendwelchen Theaterstücken mitspiele, die ich eigentlich glaube zu kennen, wofür ich aber keinen Text gelernt habe – und mein Einsatz rückt näher und näher.

Das geht ein wenig in die Richtung. Auch wenn ein Traum dieser Art schon länger her ist – auch wenn ich schon 7 Jahre kein Theater mehr gespielt habe.

Wieso also so ein seltsamer Traum?

Zumindest diese Nacht bleibe ich traumfrei. Denn ich bin wieder mal in der Nachtschicht. Doch mal sehen, was dann morgen (heute) früh geträumt wird. ;o)

Nachtrag: Nichts, von dem ich jetzt noch was wüsste. ^^

 

Tanz + Theater / Theater + Tanz

 

Ich habe letztens das Video eines Präsentationszusammenschnittes einer Berliner Tanzschule gesehen.
Also, keiner Tanzschule, in die man als Jugendlicher geht, um Standardtänze zu lernen…
machen Jugendliche das eigentlich heutzutage noch?
Nun, in diesem Falle meine ich eine Schule für Tänzer.
So brotlose Kunst und so. ;o)

Ich fand das, was ich da in den 3 Minuten gesehen habe, durchaus faszinierend. Wenn ein*e Tänzer*in in vollem Lauf angestürmt kommt, das Gegenüber anspringt und sich dann um dieses zusammenrollt und oben hält – während das Gegenüber nicht nur stehenbleibt, sondern dabei ganz leicht und mühelos dabei aussieht… Und das mehrmals, in verschiedenen Varianten… Wow.

Das sollte ich mal machen. Alleine durch meine Masse würde ich mein Gegenüber umhauen. Abgesehen davon, dass ich mich bestimmt nicht am Bauch oder wo auch immer halten könnte, sondern runterrutschen würde wie ein Ring, den mensch über einen Stab geworfen hat. ;o)

Nachdem ich das Video gesehen hatte, musste ich an die Erarbeitung einer Szenencollage denken, an der ich vor gut 30 Jahren *sfz* teilgenommen habe. Das erste eigene, selbstentworfene Stück unserer Theatergruppe damals:

„GØTTERSPIELE“

Eine Collage mit Spielszenen, Musikszenen, Kaspertheater mit lebenden Kasperlpuppen *G*…
Im Szenenfindungsprozess hatten wir u.a. auch das Lied „Room 101“ von Eurythmics, zu dem wir improvisiert haben.

Und daran musste ich also denken, nachdem ich das Video gesehen hatte, denn ich habe mich gefragt, wie wohl so ein Tanzstück erarbeitet wird, und was da so dahinterstecken mag?

Denn als wir unserer Theatergruppe das erste Mal gezeigt haben, was wir zu der Musik gemacht haben, kam als erste direkte Frage unserer Teamer
„Und was ist da der Sinn?“
Den hatten wir (noch) nicht, sondern einfach nur den Gedanken, wie wir uns zu dieser Musik zu bewegen haben/bewegen wollten. Das war dann lange Zeit ein Streitpunkt zwischen uns und den Teamern:
„Diese Szene kommt so nicht auf die Bühne, solange da kein Sinn dahinter ist.“

Wie ist das beim Tanzen?

Klar, es gibt Bilder, die entstehen und gebaut werden. Also wird hinter allem auch ein Sinn stehen, auch wenn man ihn als Zuschauer nicht direkt erkennen kann. Denke ich.

Aber wie ist es dann, wenn eine*r eine Solotanzsequenz hat: Da wird wohl kaum festgelegt, wie jede einzelne Bewegung auszusehen hat? Ich denke, da läuft viel spontan. So dass sicherlich nicht jede Aufführung genau gleich aussehen wird. Oder doch nicht?
Außerdem: wird jede Bewegung bis aufs i-Tüpfelchen begründet?
Das kann ich mir nicht vorstellen.

Wir haben einmal – zu Spiel-Wut-Zeiten, vor bald 10 Jahren – etwas entworfen, mit dem wir Werbung machen wollten. Quasi eine Art Straßentheater, nur mit + zu Musik.
Wir haben da unsere Szenen auch nicht nach einem großen „Sinn“ entworfen. Gut, wir haben für jede Szene einen Sinn für uns darinnen gehabt, doch hauptsächlich haben wir uns Musik herausgesucht; überlegt, was wir dazu machen können und warum… und dann war die nächste Überlegung: Was für Musik jetzt + wie machen wir den Übergang…?

Damit sind wir dann letztlich nicht auf die Straße, weil wir uns nicht so recht getraut haben:
Wie ist das mit Straßentheater und Musik aus der Konserve? Rechte? Darf man überhaupt einfach irgendwo einen Rekorder hinstellen und etwas machen?
Das war uns alles zu ungewiss.
Wir haben es dann aber wenigstens einmal in Meiningen während der Theaterwerkstatt 2011 gemacht. So samstags abends, als offiziellen Programmpunkt. Weil das Thema dieser Werkstatt gut zu Straßentheater gepasst hat. Deswegen war mein Gedanke:
Lasst es uns wenigstens da mal machen.

Also haben wir alles wieder aufgefrischt: Was + wie… Ich musste die Musik wieder zusammenfinden + brennen… Und haben es als etwas von Spiel-Wut offiziell angemeldet.
Da die Drachenechse zu dem Zeitpunkt gerade in München auf der Schule war, haben wir dann den Samstagabend als letzte Probegelegenheit genutzt, während alle anderen beim Abendessen saßen. Und nach dem Abendessen haben wir es vorgespielt.

Der Saal in der VHS Meiningen hat auf einer Seite eine kleine, etwas erhöhte, Bühne, auf der während der Werkstätten geprobt und auch Stücke gespielt werden. Wir waren – meines Wissens – die ersten, die es nicht so gemacht haben.
Da wir diese Sache als Straßentheater gedacht hatten, war es so angelegt, dass wir in alle Richtungen gespielt haben. Deswegen haben wir uns von den Meiningern ein großes Seil aus deren Fundus geliehen und haben damit mitten im Saal einen Kreis und damit unsere Spielfläche gelegt. Dort hinein haben wir uns gesetzt, als dann alle Werkstattteilnehmer hochgekommen sind, um sich darum herum zu setzen. Als alle da waren, habe ich noch kurz etwas zur Begrüßung gesagt + dann die CD angeschmissen.

Und es lief.

Lief richtig gut.

Auch ohne allumfassenden Sinn. ;o)
Die Rückmeldungen waren sehr positiv. Ein Mitspieler war über die Reaktion auf eine Passage… nicht so ganz gefasst. Dabei war sie schon durchaus so von uns provoziert. Doch das er dann wirklich ausgepfiffen + -gebuht wurde, daran hatte er kurz zu knabbern. :oD
Ach ja… natürlich wurde diese Präsentation nicht mitdokumentiert. So habe ich nur irgendwo noch die CD mit der Musik herumfliegen.
Sollte sie zumindest. Seitdem bin ich nicht umgezogen. ^^

Bei dieser Präsentation haben wir einige Sachen strikt choreografiert, andere waren spontaner. Ich kann mir vorstellen, dass dies bei einer Tanzperformance so ähnlich sein dürfte. Manche Sequenzen sind strikt choreografiert, alleine schon aus Gründen der Symmetrie; andere haben Platz für Improvisationen. Und vielleicht gibt es auch irgendwo einen Sinn dahinter, der ab und zu aufblitzt. Vielleicht aber auch nicht.

Vielleicht werden im Laufe des Unterrichts auch einfach „nur“ verschiedenste Übungen und Szenen erarbeitet, welche dann in so einer Performance teilweise präsentiert werden. Wie z.B. jemanden mit vollem Schwung anspringen und sich um dessen Bauch zu wickeln, ohne das mensch herunterrutscht oder der andere umfällt.

Wie bei einer normalen Werkstattpräsentation auch.

Ich habe keine Ahnung, musste aber jetzt mal darüber nachdenken. Wie es halt so ist.

Weiß jemand mehr? 😉

 

 

Huuiiiii – Urlaubsaktivitäten + Nachtrag Familientreffen 2017

Mein Urlaub ist vorbei, und der Flughafen hat mich wieder. Ich kann nicht sagen, dass ich ihn vermisst hätte.

Komisch. ;o)

Immerhin war meine Firma so nett zu mir, mir direkt nach meinem Urlaub als erstes Nachtschicht zu geben. So habe ich doch direkt noch einen Tag mehr frei. Quasi.
Auch wenn diese Nachtschicht geringfügig mit dem nächsten Wochenende ins Gehege kommt. Bzw. den Plänen dafür. Doch das kriegen wir dann.

Jedoch hatte ich keine Lust, schon einen Tag früher meinen Urlaub zu beenden, um einem Kollegen dafür einen Tag frei zu verschaffen. Ich habe da nicht grundsätzlich etwas dagegen, einen Tag von einem Kollegen zu übernehmen. Doch mache ich das lieber, wenn ich kurz drauf mehrere Tage frei habe, statt gleich mit 7 Tagen anzufangen. Vor allem wusste ich da noch nicht mal, das ich anschließend Nachtschicht haben werde.

Jetzt sitze ich also wieder hier, mit meiner kleinen Leuchte, und fasse mal so meinen Urlaub zusammen.

Als erstes der Nachtrag zum Familientreffen:

Was ich dabei sehr interessant fand, und beim Bericht vergessen habe – Schande! – war ein Blick in die Geschichte.
Freitags im Elternhaus konnte ich ein Taufkleidchen, in dem bereits fast die versammelte Familie gesteckt hat, genau in Augenschein nehmen.
Meine Cousins + Cousinen, deren Kinder, deren Eltern… Ich hab‘ halt gefehlt.

Ach – woran man sehen konnte, wer in dem Kleidchen schon alles getauft wurde? Die Namen und die Daten waren alle auf dem Kleid eingestickt.

Wie gesagt, meiner hat gefehlt. Doch ansonsten gab es da viele Namen zu lesen. Und die ältesten waren nicht die meiner Tanten, Onkels + Vaters-nicht-vor-Ort (in Zukunft kürze ich das am besten mit VnvO ab.  😉 Doch ich schweif grad wieder ab, zurück zum Taufkleid.)
Also, nicht die ältere Schwester meines VnvO war das älteste Datum, irgendwann in den 1940ern… Nein. Das älteste Datum war 1892! Und 1895?
Den Verwandtschaftsgrad bekomme ich allerdings gerade nicht mehr zusammen. Uroma und deren Bruder? Nicht ganz so wichtig. Das Datum zählt.

So, wie es aussieht, wird da wohl letzte/vorletzte Woche wieder ein Name dazugekommen sein. Nämlich das vierte Kind von meinem Cousin.

Dieses Taufkleid fand ich wirklich interessant.

Und man sieht diesem Taufkleidchen das Alter nicht an. Nur die letzten Namen sind nicht mehr so sauber gestickt. Das fiel auf.

Geschichte zum Anfassen. Sogar die eigene Familiengeschichte.

Einfach wow.

Das zum Nachtrag. Dass ich das vergessen habe…

Dann jetzt zu meinen weiteren Urlaubsaktivitäten.

Mittwochs hatte ich mit meinem VnvO grob spontan den Besuch des Europaparks verabredet. Aus diesem Grund: Mein VnvO wohnt in Freiburg – und war noch nie dort.
Ich hatte ja Urlaub + bis dahin nichts vor… also, was liegt da näher, als dann einfach mal zusammen hinzugehen?
Die Termine meines VnvO mit seinem Auto fielen alle zufriedenstellend aus. Es konnte also fahren. So stand die Verabredung „11 Uhr Europapark.“.

Da meine Anfahrtsstrecke geringfügig größer war *hust*, bin ich tatsächlich schon um 6:00 Uhr gestartet. Sogar kurz vor – um 5 nach 6 schon im ersten Stau, bzw stockendem Verkehr zu stehen. Nämlich in dem, um überhaupt erstmal auf die Autobahn zu kommen.
Dann noch eine kurze Stippvisite am Flughafen zum Tanken und Dienstplan holen – und ab ging es in den Süden.

Bei Karlsruhe gab es um 8 noch einen Stau, so dass ich erst gegen halb 10 in Rust war, statt wie gehofft vor 9 und Parköffnung.
Es gab dann noch einen Klumpen am Sicherheitscheck, die Kasse wiederum war dann recht frei. So war ich gegen 9:50 im Park.

Yay!

Es fanden erste Orientierungsschritte statt, dann wartete ich nach dem Einlass auf meinen VnvO. Als dieser dann den weiten Weg von 3 oder 4 Ausfahrten von Freiburg aus auch geschafft hatte, machten wir uns einen gemütlichen, heißen Tag im Europapark.

Als erstes wurde die neueste Attraktion getestet – einen Flug im Kino durch + über Europa. Sanft, aber doch magenbewegend. Weswegen wir (uns) dann auf die einfachen Bahnen setzten: Europapark-Express, Panoramabahn, später noch die Monorail-Bahn, Fjord Rafting + die daVinci-Flugmaschine. Ach ja, die Piraten in Holland nicht zu vergessen. Ich meine Batavia + Niederlande. Dort haben wir nämlich die Show mit Artisten des Chinesischen Nationalzirkuses angesehen. Und die Zeit bis dorthin mit den Piraten überbrückt.

Arrrrr.

Es war ein schöner, gemütlicher Tag, der meinen VnvO vielleicht jetzt ja öfters dorthin fahren lässt. Wenn ICH in Freiburg wohnen würde – ich denke, ich hätte direkt eine Jahreskarte.
Ansonsten haben wir es super getroffen. Nicht so viel los, warm bis heiß, und unsere längste Wartezeit war beim Fjord Rafting mit etwa 20 Minuten. Das ist für solche Wetterverhältnisse nix. Es waren auch nicht alle Restaurants + Fressbuden geöffnet. Waren halt keine Ferien irgendwo. Sah eine Woche vorher + jetzt bestimmt anders aus.

Heimzus gab es wieder Stau bei Karlsruhe. Eher mehr zähfließender Verkehr. Noch ein abschließendes Tanken und meine Couch (bzw. ja jetzt Bett) und meine Katzenmonster hatten mich wieder.

Donnerstags stand mein Allergietest an – mit größter Reaktion bei Hausstaub + Katze.
Okee…
Mal sehen, was die Blutuntersuchung bringt. Nachmittags gab’s Geburtstagseis mit Familie + meinen Geburtstagsneffen…

Freitags ging es nach Frankfurt in den Nidda Park, um Fuchs in „Shaun das Schaf“ vom Kinder- und Jugendtheater Frankfurt anzusehen. Und im Gegensatz vom Mama Schaf hier habe ich mir das Ganze mit offenen Augen angesehen. ;o)

Anschließend habe ich sie noch nach Hause chauffiert – und wir haben uns alle drei was vom Pizzadienst bringen lassen. War sehr lecker – doch wegen dem Nachtisch musste er nochmal anrücken.

Samstags war das Sommerfest des Sportvereines, in dessen Bogensportgruppe ich hin und wieder Pfeile fliegen lasse. Zu diesem Sommerfest hat unsere Gruppe Bogenschießen auf unserem Gelände angeboten. War ich also am Samstag dort. Dadurch, dass wir so viele von unserer Gruppe waren, hat sich die Last des Betreuens dieses Mal auch gut verteilt, wie ich finde.

Sonntags war der „offizielle“ Geburtstagskaffee + -kuchen für die Jungs. War ich also an dem Tag auch beschäftigt. Dabei habe ich erfahren, dass meine Nichte wohl vor einigen Monaten Schach entdeckt hat. Mal sehen, wie ich dies in Zukunft unterstützen kann.

Montags habe ich meine Eltern besucht – weil ich mir am Sonntag von meiner Mutter Geld gewechselt hatte, ihr dann allerdings den falschen Schein in ihren Geldbeutel zurückgelegt habe. Ähem. Peinlich. Das musste ich natürlich direkt am Montag wieder korrigieren.

Dabei habe ich gleich auch noch einen kleinen Räumtermin mit meiner Mutter für Dienstag und Frühstücken mit beiden für Mittwoch ausgemacht.

Dienstag kam also meine Mutter vorbei, und wir haben einen Teil meines Schrankes ausgemistet. Geht in Gesellschaft einfach besser – und ich kann jetzt tatsächlich wieder die Wand hinten in den Fächern sehen. Zumindest in den wichtigsten.

Gebracht hat es: Platz – und 4 Säcke für die Altkleidercontainer.

Mittwochs haben wir zusammen gefrühstückt, und mittags bin ich wieder nach Frankfurt, um mir dieses Mal „Alice im Wunderland“ anzusehen. Dabei handelte es sich um das diesmalige Projekt des Gewächshauses; der Theaterschule, in der Drachenechse und Fuchs Gruppen leiten.

Der Abschluss dieses Projektes wurde noch mit einem Eis begessen. Anschließend bin ich noch kurz mit zu den beiden, um etwas abzuholen + ihnen ein paar der aussortierten Sachen zu bringen. Danach bin ich jedoch direkt nach Hause, statt wie vorher angedacht noch mit meiner Drehleier zur Bal-Folk-Session nach Mörfelden zu fahren.

Donnerstags habe ich dann tatsächlich mal

NICHTS

gemacht. Halt vom Zocken abgesehen. ;o)

Freitags ging es abends mit ’ner Freundin seit langem mal wieder ins Final.
Nicht so lang, doch geschwitzt habe ich genug. Nachdem der DJ den Veitstanz + Paulas Spiel direkt hintereinander gespielt hatte… Danach habe ich sie noch vor’s Haus ihres Freundes gefahren, und auf dem Heimweg meine Altkleidersäcke eingeworfen.

Und das war es so im Groben.

Samstags + Sonntags habe ich mich dann bereits langsam auf den Nachtrhythmus eingestellt, mit Computerspielen bis um Uhr ;o) – und jetzt habe ich inzwischen meine dritte Nacht. Und bis ich das alles dann noch abgetippt habe, ist auch die vierte Nacht geschafft, und damit sind es nur noch zwo.

Samstags hat mein Schwesterchen Geburtstag, da muss ich mir keine Verpflegungsgedanken machen. Und Sonntag geht es nach Büdingen. Zum ersten Mal meine neuen Gewandungsteile ausführen.

*ächz*

Wenn ich das alles jetzt so schreibe, fände ich einen Urlaub nach dem Urlaub zum Erholen vom Urlaub fast angebracht.

Doch dafür habe ich ja jetzt Nachtschicht. ;o)

Ist ja fast so gut wie Urlaub. Zumindest zeitweise.

Und es gibt dafür Nachtschichtzuschlag.

YAY!

 

Meine bester Geek/Nerd-Moment

Da ich mich ja letztens erst auf einer entsprechenden Plattform angemeldet habe, musste ich mal über meinen besten Nerd/Geek-Moment nachdenken. Und hier kommt er – yay! ^^

phoenix-flyer

Dieser Moment war vor 13 Jahren.

Nach meinen zwei Jahren in Rottweil habe ich Ende 2003 noch in Herrenberg bei einer Produktion mitgemacht.

„Ein Phoenix zuviel“ – von… äh… genau. (Christopher Fry)
Ein Drei-Personen-Stück. Ein Männlein und zwei Damen. Das Männlein war logischerweise (?) ich, die Damen waren einmal ein/zwei Jahre älter als ich (zu dem Zeitpunkt war ich logischerweise 33), die andere Dame gerade fertig mit dem Abitur. Sagen wir also mal knapp 20.

Regie + Macher des Theaters, der Herrenberger Bühne, waren zu dem Zeitpunkt noch ein Ehepaar. Ich sag jetzt mal… beide um die 50+. (Das ist eine Schätzung. Ich kann es ehrlicherweise gar nicht genau sagen – aber deren Kinder waren/sind in meinem Alter. Also rechnet es euch aus. ;))

Geprobt haben wir immer an Wochenenden.
Dazu bin ich immer von hier nach dort gefahren und habe bei den Machern übernachtet. In dem Haus, in dem wir auch geprobt haben.

An unserem allerersten Wochenende, an dem wir Schauspieler uns überhaupt das erste Mal kennengelernt haben – oder zumindest ich meine beiden Mitspielerinnen – kamen wir zum Glück alle gleich ganz gut miteinander aus.
Schon mal wichtig.
Einen besonderen Draht hatte ich aber irgendwie zu meiner jüngeren Mitspielerin. So hat es sich ergeben, dass ich sie abends noch nach Tübingen gefahren habe, wo wir dann mit Freunden von ihr noch in ’ne Gothic-Disco sind.
Das war schon mal ein guter Abend.

Am nächsten Morgen dann, als sie auch wieder von zuhause aus beim gemeinsamen Frühstück eingetrudelt war, ging es dann weiter. 🙂
(Ich bin ein großer Fan von Terry Pratchett, Sir Terry Pratchett, der leider letztes Jahr viel zu früh von uns gegangen ist. Wie es der Zufall wollte, war dies meine jüngere Mitspielerin auch.)
Wir saßen also beim Frühstück und unterhielten uns und diskutierten munter über die Scheibenwelt und ihre Charaktere…

Die drei weiteren Anwesenden konnten mit all dem gar nichts anfangen. Von meiner zweiten Mitspielerin kam dann ein Spruch in Richtung:
„Von was redet ihr da? Ich versteh kein Wort…“

Dem konnten sich die Macher nur anschließen.

Das war so lustig, irgendwie…

 

Wenn es also sowas wie ein bestes Geek/Nerd-Erlebnis oder -Moment geben kann, dann war das dieser: Eine Welt der Fantasy mit jemanden teilen zu können, während andere dabeisaßen und nur sagen konnten

 „Häh?!?“

 

;o)

„Was Besseres als den Tod finden wir überall“

P1040856

Inzwischen ist nun auch der Juni Geschichte. Und ich sollte endlich mal von meiner kleinen Stippvisite in Bremen berichten.

Wem der Satz der Überschrift bekannt vorkommt, der findet die Erleuchtung bei den „Bremer Stadtmusikanten“ der Brüder Grimm.  ;o)

Der Grund für meine Fahrt war der Besuch einer Freundin, die in Ottersberg studiert und von ihrem Studium aus am Montag, den 20. Juni, eine Präsentation ihres Studiengangs hatte. Dialoge.

Da sie mich zu dieser Präsentation eingeladen hatte… und tatsächlich am Montag mein Samstag war… hab‘ ich die Gelegenheit endlich beim Schopfe ergriffen.

Also bin ich sonntags nach der Arbeit erst noch Tanken gewesen; dann heim, um die Monster zu füttern und mich danach dann fertig zu machen. Wie erwartet bin ich mal wieder eine halbe Stunde später losgekommen als gedacht. Also statt 16 Uhr war’s kurz nach halb 5. Durchgekommen bin ich prima. Bedeutet, gelandet bin ich kurz vor 9.

Auf der Fahrt hatte ich die Gelegenheit, mal wieder über den Schreibwettbewerb nachzudenken. Und eine neue Idee zu entwickeln.
Doch das ist eine andere Geschichte für den Blog.
Vielleicht.

Weiter mit Bremen.

Dank der App auf meinem Tablet bin ich also gut angekommen und hatte um diese Uhrzeit auch noch das Glück, einen Parkplatz in der Nähe zu finden.
Dann ging’s zur richtigen Adresse… Treppensteigen… und ich war da.

Dort haben wir dann noch gefühlte Ewigkeiten zusammen in der Küche gesessen und geratscht. Und ich konnte mein Coppelius-Oper-Mitbringsel übergeben. Es hat gepasst. Puh. ;o)
Während des Abends wurde auch der nächste Tag geplant – wobei sie dann auf ’ne Vorlesung verzichten wollte (und hat), um mir ein wenig Bremen zu zeigen.

Als erste vorweg: Ich mag Bremen.

P1040840Ich war das erste Mal 1997 oder 1998 für ’ne Nacht und einen Morgen da… und da hat es mir direkt gefallen.

Als ich 99/00 überlegt habe, dass ich gerne mal aus Hanau wegkommen wollen möchten würde (oder so ^^), war Bremen im Gedanken die Stadt, die mich gereizt hat. Gut, nach Bremen hat es mich dann nicht hin verschlagen, aber der Gedanke zählt schon mal. 2005/2006 war ich mit meiner Drachenechse zu einem Tagesausflug dort, von Greetsiel aus. Und da hat mir die Stadt immer noch gefallen.

Und dieses Mal war ich jetzt mit einer Person unterwegs, die mir auch mal etwas über die Geschichte erzählen konnte.
Gut, eigentlich ist meine Gastgeberin aus München. Was sollte sie einem da über Bremen erzählen können?

Viel.

Schließlich ist ihr Job in Bremen zum Geldverdienen jetzt Nachtwächter-Führungen. Und diese Führungen leben ja von Erzählungen und Geschichte. 😀

So sind wir also vormittags erst mal in ein kleines Café zum Frühstücken gegangen. Cafe Frida, mit einem süßen kleinen Hinterhof.

Ach, überhaupt die Straßen von Bremen…

Diese kleinen Seitenstraßen mit diesen Häusern, einfach klasse. Wie eng diese Straßen sind, kommt in dem Bild gar nicht so rüber. Aber die Häuser. Toll.

Doch wir waren beim Frühstück.

Danach ging’s mit der Straßenbahn in die Innenstadt. Und da wurde mir die Schnoor gezeigt.
WIRKLICH kleine Gässchen!P1040843
An einer Stelle habe ich nicht gedacht, dass man da wirklich durchlaufen kann.
Beeindruckend. Sehr!

Wir waren im Dom, wo ich tolle Namen für Geschichten entdeckt habe.
Mein größtes Problem beim Geschichten schreiben, wie ich finde: Gute Namen.
Und auf Gedenksteinen gab es einige. 🙂

Wir haben die Stadtmusikanten besucht.P1040855

Selbstverständlich.

Hallo?!

Sonst hätte ich ja nicht hinfahren müssen. ;o)

Meine Stadtführerin lieferte mir auch die Erklärung für die glänzenden Stellen an der Statue.

Wer sich etwas wünscht und dabei gleichzeitig die beiden Vorderbeine des Esels umfasst, dessen Wunsch soll in Erfüllung gehen. Doch weil Touris keine Ahnung haben, deswegen wird auch das Maul des Esels angefasst. Und die Hinterbeine.

Touris eben.
Viel hilft viel.

Ich habe kurz mit dem Gedanken gespielt, es mal auszuprobieren, es dann aber gelassen. Weniger, weil ich wunschlos glücklich gewesen wäre, als vielmehr, dass ich mich nicht für einen meiner 2-3 Wünsche entscheiden konnte. Dann lieber gar keinen.

Zurückgefahren sind wir dann mit einem Bus vom Hauptbahnhof aus. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es nach Ottersberg zur Hochschule.

Dort habe ich erst mal eine Führung um das alte Hauptgebäude herum erhalten. Nach hinten raus ist man direkt in der Natur. Richtig klasse.

Während nun die Studenten sich vorbereitet haben, bin ich noch ein wenig spazieren gegangen. Einmal die Hauptstraße weiter runter bis zu einem Kreisverkehr, dann wieder zurück. Ottersberg mag ja klein sein, aber einen Künstlerbedarf gibt es dann doch. Da erkennt man, wie sehr die Hochschule dort schon verwurzelt ist. Auf dem Rückweg habe ich mir noch ein Eis gegönnt. Und dann hieß es warten. Die Wartezeit konnte ich noch nutzen, mein Auto umzuparken. Und die Augen kurz zuzumachen.

Irgendwann ging es dann in die Aula. Und die Präsentation begann.

Dialoge.

Mit Texten/Szenen u.a. von Horváth, Beckett und Zeller. Auch Filmszenen wurden nachgespielt. Sozusagen. Und Catweazle hatte einen Auftritt. Auch wenn ausgerechnet der Elektrik-Trick nicht funktionierte.

Aber der Abend war toll.

Der zweite Teil hat mir tatsächlich etwas besser gefallen. Auch weil ich da mal so lachen musste. Weil die Begründung, warum jemand noch nie was gestohlen hatte war, das es der Person einfach zu mühsam wäre, das ganze Zeug wegzuschleppen. 😀

Nach der Präsentation ging es dann noch zu ’ner Mitstudentin, den Abend ein bisschen ausklingen lassen.

Der Abend war seit langer Zeit mal wieder die Gelegenheit, Theater kritisch aus Theatermacher-Sicht zu betrachten. Interessant war da, dass ein Teil meiner Gedanken und Beobachtungen auch denen anderer entsprach.

Als es dann wieder zum Schlafplatz ging, war um diese Uhrzeit mit Parkplätzen aber nichts mehr zu wollen. Nach bald 15-20 Minuten rumkurven, haben wir endlich ein Plätzchen für mein Auto gefunden. Hooray!

Am nächsten Morgen sind wir dann früher raus, damit ich meine Gastgeberin noch nach Ottersberg zu ihrem Fahrrad fahren konnte, damit sie rechtzeitig zu ihrer Nachbesprechung kam. Ich bin nach Hause gestartet.

Den einzigen Stau hatte ich noch direkt bei Bremen. Danach ging es ohne Probleme nach Hause.

Um 10 nach 3 war mein Ausflug vorbei.

Ich hätte nichts dagegen, dem mal wieder einen nachfolgen zu lassen.

Ruhig ebenso nach dem Motto der Musikanten:

„Auf nach Bremen.
Etwas Besseres als den Tod finden wir überall.“

 

Reisen in die Vergangenheit

20160430_161458

Ich habe jetzt in der letzten Zeit, innerhalb der letzten paar Tage, zwei Reisen in die Vergangenheit gemacht.

Nicht wortwörtlich.

Ich habe mich nicht in einen DeLorean gesetzt und habe dort eingegeben
„28. April 1997 – 14:55 Uhr“.
Auch nicht so ähnlich.

Nein, es waren Bezüge zu meiner Vergangenheit.
In meinen Träumen. Irgendwie in Verbindung gebracht mit der Gegenwart.
Warum auch immer ich ausgerechnet jetzt diese Verbindungen hergestellt habe. Denn es gab keinen wirklichen Ansatzpunkt dazu, den ich dann im Traum hätte verarbeiten müssen.

Der erste Traum war vor ein paar Tagen. Nicht mal eine ganze Woche her.
Da war der Bogen in die Vergangenheit weit.
Mindestens 30 Jahre.
Und vor kam ein Mädel aus meiner Vergangenheit, bei der ich mich in meinen Jugendchortagen eher durch Piesacken hervorgehoben habe.

Halt das typische unreife Verhalten eines Jugendlichen. Statt vielleicht einmal zu sagen, dass man die andere Person interessant findet.

Ich habe sie vor Jahren dann mal wiedergesehen, hier bei mir um die Ecke, wie sie ein Hündchen ausführte. Und dachte mir wieder „wow“. Inzwischen ist sie jedoch hinaus in die Welt, weit weg, wie ich mal vermute.

Keine Ahnung, warum ich ausgerechnet von ihr geträumt habe. Oder sie in meinem Traum aufgetaucht ist. Zumindest habe ich mich im Traum dann wenigstens für mein Verhalten damals entschuldigt, und wir haben uns unterhalten.

Typisches Traumgehabe also – denn in Wirklichkeit hätte ich sie sicherlich nicht angesprochen. Genauso wenig, wie ich sie angesprochen habe, als sie das Hündchen ausführte.

Und letzte Nacht gab es wieder einen bis mehrere Bezugspunkte zu meiner Vergangenheit. Dieses Mal aber nicht ganz so weit. Vielleicht um die 20 – 25 Jahre. Wenn man pingelig wäre, könnte man auch sagen „knapp 2 Monate“.

Warum solche Unterschiede im Zeitgefühl?
Nun…

Ich bin jetzt seit 11 Jahren hier am Flughafen.
Gelernt habe ich aber ursprünglich Industriekaufmensch. Und da habe ich auch entsprechend einige Jahre gearbeitet.

Ach was?

Ja, allerdings.

Nach der Bundeswehr erst in einer Firma in Frankfurt. Dort hatte ich eine Kollegin… wenn ich deren Auto morgens nur schon gesehen habe, war mir schon schlecht.
Ein angeberischer, protziger weißer Mercedes.
Bääh.

Nach nicht mal ’nem Jahr war ich dort wieder weg.
Zum Glück.

Dann kam die Firma, in der ich es fast 10 Jahre ausgehalten habe. Bevor ich dort weg bin, um meinem Traum nachzugehen. Vielleicht auch zum Glück, denn etwa 1 Jahr nach meinem Weggang hat die Firma dichtgemacht.
Und vor knapp 2 Monaten habe ich ein-zwei alte Kollegen aus dieser zweiten Firma getroffen.

Immer diese Einleitungen. *ächz*

Letzte Nacht habe ich also geträumt, ich hätte mich irgendwo beworben, und dabei dort, in dieser Firma, eine Inspiration für ein neues Theaterprojekt gefunden.
Das war jetzt nicht der Traum, das war der Hintergrund des Traumes. Ich wusste von meiner Bewerbung und dem Vorstellungsgespräch dort, und dem daraus resultierendem Theaterprojekt.

Der Traum selber war jetzt, dass ich erst mit meinem Ansprechpartner dort telefoniert habe wegen des Theaterstücks und wir dann gemeinsam mit dem Bus zu einem Fest/Messe gefahren sind. Dort habe ich wohl erst die erwähnte beliebte (würg) Kollegin der ersten Firma gesehen – glaube ich zumindest. Denn irgendeinen Grund muss es ja haben, dass ich jetzt an sie denke. *brrr*
Und dann habe ich Leute/Kollegen der Firma getroffen, bei der ich mich im Traum beworben hatte. Von denen zumindest einer derjenige war, den ich auch vor 2 Monaten getroffen habe. Mit denen habe ich mich dann zusammengesetzt und unterhalten.
Da kam dann auch zur Sprache, dass es wohl gar nicht mal schlecht mit meiner Bewerbung aussähe.

A ha.

Prinzipiell ist sowas ja immer gut.

Nur, meine letzte richtige Bewerbung, um hier vom Flughafen wegzukommen, ist schon Ewigkeiten her.
10 Jahre?
Lange.

Und seit dem Ende von „Tartuffe“ und dem „Krug“ habe ich kein Theaterprojekt mehr gemacht. Also auch jetzt schon wenigstens 3, bald 4 Jahre.

Wieso schmeiße ich jetzt alles in einen Topf?
Nach diesen langen Zeiträumen?
Und was oder wer mag wohl in den nächsten Nächten auf mich zukommen?
Genug Personen gibt es ja noch auf meiner ganz eigenen Halde.
Da kann ja noch einiges kommen.

Zumindest die nächste Nacht kommt bestimmt.

*Tick – Tack*