Spezi….alisierung

Gestern habe ich bei YouTube mal angefangen, das Let’s play eines DSA-Brettspieles von Orkenspalter TV zu sehen.

Ok, kurz ausgeholt:
DSA steht für „Das Schwarze Auge“ und ist DAS deutsche Rollenspielsystem. DAS im Sinne von „als Konkurrenz/Alternative zu D&D in Deutschland entworfene“. Und zwar Anfang der 80er. Genauer 1984 – wenn mich Wikipedia nicht angeschwindelt hat. Aber doch – könnte hinkommen. Als ich es in der Schule kennenlernte, war alles noch ganz einfach gehalten. Halt „DSA 1.“
Und Orkenspalter TV ist ein Kanal auf YouTube, der sich mit Rollenspielen, Comics, LARP, usw. usf beschäftigt. Hier jetzt halt mal ein Brettspiel zum Schwarzen Auge.
Und damit wieder zurück ins Funkhaus – bzw. zu meinem Beitrag.

Bei DSA ist eine Besonderheit, dass die Welt, in der es angesiedelt ist (High Fantasy), sich seit 35 Jahren ständig weiterentwickelt.
Nein, das ist etwas falsch ausgedrückt. Oder ungenau. Schwierig.
Also – einerseits haben sich natürlich die Regeln des Rollenspiels seit der Entstehung mehrmals weiterentwickelt. Dies zeigt sich daran, dass wir nun bei DSA 5 sind. Doch diese Entwicklung meine ich jetzt nicht. Ich meine tatsächlich die Welt, die dafür erfunden wurde.

Aventurien.

Dieses Land hat in den Jahren seit der Entwicklung (Erfindung) natürlich auch Sachen erlebt/durchmachen müssen. So ist für jemanden, der heute anfängt, DSA 5 zu spielen, der Hintergrund ein ganz anderer als vor 30 oder noch vor 20 Jahren. Und immer kommt etwas Neues hinzu. Die Welt – Aventurien – entwickelt sich weiter und weiter. Durch Intrigen, Komplotte, Kriege, Götter… Wie sich eine Welt halt entwickelt. Wer heute auf die Welt kommt, hat auch ein anderes Weltverständnis als jetzt ich oder wie z.B. Drachenechse. Weil es zwar die gleiche Welt ist – aber doch auch ganz anders.
Und als ich damals meinen ersten Kontakt mit ihr hatte, war noch vieles Weiß auf den Landkarten. Und jetzt… komme ich langsam zum Punkt.
(Endlich. ;o))

Ich sah also dieses Video. Oder zumindest den Anfang bisher davon, und hörte dem Gespräch der Spieler zu, und wie sie versuchten zu klären, WANN das Brettspiel angesiedelt ist, in welchem Zeitraum der Aventurien-Geschichte. Denn ein Charakter, der im Spiel wohl vorkommt,
„der ist gar nicht da. Der ist in Myranor.“

Ich bin mir nicht sicher, ob ich es schon mal mit dem Thema „Spezialisierung“ hatte. Wenn ja, dann ist das lang her. Und jetzt ist die Zeit, (wieder ?) etwas dazu zu schreiben, weil dieser Ausspruch mich zum Denken gebracht hat.
Denken? Sagen wir Grübeln. Denken ist zu hochtrabend. ;o)

Ich habe also damals, in den DSA-Anfängen, meine ersten Kontakte mit DSA und Rollenspiel gehabt. Bei einem Con Anfang der 90er habe ich dann tatsächlich auch mal DSA 2 gespielt, mit dem neuentwickelten Talentsystem.
Und seitdem nichts mehr. Stattdessen D&D; Shadowrun; Paranoia; PP&P; Vampire… Was sich halt so ergeben hat. Ich habe mich da nie spezialisiert. Mich nie auf nur ein System festgelegt. Genauso wie mit diesem Blog hier. (Das Thema hatte ich ja auch gerade.)

Es gibt Leute – bestimmt so einige – die seit dem Herauskommen von DSA nur (oder hauptsächlich) DSA spielen. 30 oder mehr Jahre Erfahrung. Die wissen, wann welcher Aventurische Gott wo einen Pups gelassen hat. Überspitzt gesagt.

Drachenechse spielt jetzt bald seit 4 Jahren oder so in einer festen Gruppe DSA.

Ich habe sie nach dem Video wahrscheinlich ein wenig genervt, weil ich plötzlich so viele Fragen hatte: Wie hoch sind ihre Chars; wann wird nochmal gesteigert etc…

Und ich musste über das Festlegen nachdenken. Das Spezialisieren.

Etwas, das mir anscheinend ziemlich fern liegt.

Ich will nicht nur eine Sache super perfekt können.
Ich möchte lieber viele Sachen ausprobieren.

Sogar bei meiner jahrelangen großen Leidenschaft konnte und wollte ich mich nicht spezialisieren. Ich wollte beim Theaterspielen nicht NUR spielen. Nein. Mich hat auch die Technik interessiert. Ich hatte nicht das ständige Bedürfnis, AUF der Bühne stehen zu wollen. Ich fand das Technik-machen dann genauso reizvoll und interessant. Wenn es mit der Bühne dann noch geklappt hat: Gut. Aber nicht so wichtig.

Ich denke auch nicht, dass ich deswegen schlechter gespielt habe/hätte, als diejenigen, die nur AUF der Bühne stehen wollten.

Ich denke: Entweder mensch kann spielen – oder mensch kann es nicht.
Alles andere ist Erfahrungssache.

War 2002 auch das erste Stück, welches wir nur zu zweit gespielt haben, eine besondere Herausforderung für mich – ich würde es mir jetzt noch zutrauen, auch alleine was zu spielen. Und das, obwohl ich 2012 das letzte Mal auf einer Theaterbühne stand.

Und ich traue mir auch etwas Böses zu – im Gegensatz zur Drachenechse, die meint, ich könne gar nichts Böses machen. Auch weil so lange her und überhaupt ich zu lieb/gut/was auch immer bin.

Pfff!

Wenn ich den richtigen bösen Monolog finden würde, könnte ich mal schauen, was ich machen könnte, um sie da eines Besseren zu belehren.

Na klar kann ich Böse!

Weil: Entweder mensch kann spielen – oder nicht.

Und ich kann. Das weiß ich. Auf diese Aussage lege ich mich fest.
Auch wenn ich mich ansonsten wohl auf nichts festlegen oder spezialisieren will.

Hätte ich das früher mal gemacht – wer weiß, was ich dann jetzt machen würde. Oder nun machen könnte, statt dem, was ich gerade mache.
Wenn ich mich spezialisiert hätte, wüsste ich vielleicht genauer, was ich beruflich machen könnte, statt Freunde und meinen VnvO zu fragen, was sie glauben, was ich kann.

Keine Ahnung, woran dies liegt, dass ich mich nicht auf eine Sache festlegen will.

Dies betrifft meinen Musikgeschmack, meine Lesevorlieben… Bei manchen Dingen weiß ich, was ich NICHT will. Zum Beispiel mit Kollegen über Politik diskutieren. Weil mir da die Geduld und vielleicht auch die Artikulation fehlt. Und ich habe einfach keinen Bock darauf. ;o)

Aber ansonsten?

Auch damals, als ich in den 90ern ’ne ganze Zeit lang die Orkus gelesen habe. Da habe ich für mich auch gesagt: Ich sehe mich nicht schwarz. Eher Bunt mit dunklen Stellen.
(DAS könnte ich schonmal erwähnt haben. So vor 2 Jahren etwa hier?)

So ist es anscheinend mit vielem anderen auch.
Eigentlich nicht nur anscheinend.

Ich höre nicht nur xy, lese nicht nur yz. Esse nicht nur a, mache nicht nur trallala…

Ich bin nicht ein kompaktes Ganzes, sondern eher eine Multiform.

Ich will Lesen, Schreiben, Fotografieren, Filmen, Malen, Sehen, Musik hören, vielleicht selbst spielen…

Muss ich mich spezialisieren?

Ich denke, ich bin lieber… speziell. ;o)

 

Die Freude am Schreiben

Ich hatte es hier ja schon mehrmals über das Schreiben, besonders von meiner Warte aus betrachtet. Jetzt möchte ich dem ein neues Kapitel bzw. einen neuen Beitrag hinzufügen. Ausnahmsweise mal nicht auf der Arbeit vorgeschrieben (passend zum Thema ^^), sondern tatsächlich zur Abwechslung direkt hier in die Tasten gehauen.
Im Gegensatz zu dem Kram teilweise in meiner Pipeline, das schon länger vorgeschrieben ist, aber wo noch der nötige zündende Funke fehlt. Wenn ihr versteht, was ich meine.
Also hier (wieder mal ^^) übers Schreiben.

Ich hatte es schon von Inspirationen und Hintergründen.
Jetzt mal über die Freude des Schreibens an sich. Denn die hatte ich letztens mal wieder.

Ich hatte ja ebenso bereits erwähnt, dass ich seit 2015 an einer Geschichte dran bin. Ich kann sagen, so einmal im Jahr ist es bei mir soweit, dass es wieder ein Stück in der Geschichte weitergeht. Jetzt im Dezember/Januar war/ist es mal wieder soweit. Und ich bin noch mitten im gefühlten Geschehen, weswegen ich auch in der nächsten Zeit wieder/nochmal weiterschreiben werde.

Es ist eine Fantasy-Geschichte. Wenig verwunderlich, da dies mein Haupt-Lese-Genre ist. Und man schreibt meistens darüber, was man kennt. Und mit diesem Genre kann ich am meisten… anfangen. Um es mal so zu sagen.

Bei dem Beitrag über die Inspiration hatte ich ja erwähnt, dass die ursprüngliche Inspiration von einem besonderen Ausblick hervorgerufen wurde. Darauf hat sich eine Idee entzündet – die nun mit steter Flamme brennt. In der Zwischenzeit sind Hintergründe dazugekommen, auch durch meinen Urlaub letztes Jahr. Nun stecke ich gerade wieder in einem Szenenabschnitt, der noch nicht abgeschlossen ist, weswegen daran demnächst noch weitergeschrieben wird. Wie ich ja schon erwähnte.

Was ich noch nicht erwähnt habe, ist das, was mich nun beschäftigt. Nämlich wie interessant ich es finde, wie sich eine Geschichte langsam entfaltet – und dies teilweise anders, als ursprünglich gedacht/geplant.

Ich hatte eine Grundidee für einen Plot.
Warum, wieso, wer, weshalb…
In diesem Plot war ich bisher erst in der Mitte angekommen, sozusagen. Die Geschichte stand bisher nur zur Hälfte in meinem gedachten Grundgerüst da. Wie es nach der Mitte weitergehen sollte, dazu hatte ich noch keinen richtigen Gedanken, bzw. keine gute Idee.
Jetzt hat sich beim Schreiben dieses Grundgerüst verändert.
Dadurch, dass ich nun von einigen Charaktere nicht lassen will, haben sich jetzt bei mir erste Gedankensamen gelegt, wie diese Geschichte nach der bisher gedachten Hälfte weitergehen kann. Endlich ein paar neue Ideen, was nun möglich ist. Und dies nur, weil ich mir kurz vor dem Schreiben überlegt habe, einen geplanten Pfad zu verlassen. Und mit dieser Überlegung bin ich sehr zufrieden. Weswegen ich ja auch die Lust und das Bedürfnis habe, baldmöglichst weiterzuschreiben. Ein wichtiger Punkt. Denn bis die Geschichte fertig gedacht und überhaupt das erste Mal fertiggeschrieben ist, das dauert noch lange. Aber ein Samen ist gelegt, dass sie doch nicht bei der Hälfte aufhört.
Yay!

Was ich außerdem sehr interessant und irgendwie lustig finde ist, wie sich einige Punkte beim Schreiben entwickeln. Und etwas, dass ursprünglich anders gedacht war, sich durch das geschriebene Geschehen verändert. Weil das, was gedacht war, so auf einmal gar nicht mehr geht.
Aber damit umzugehen und damit zu arbeiten, das macht mir auch Spaß.
Und dass nur beim Schreiben! Ich finde es erstaunlich.

Auch erstaunlich finde ich, dass ich zum Schreiben für diese Geschichte nur eine CD in Dauerschleife auf meinem MP3-Player laufen lassen kann/muss. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich ohne „Eden“ von Faun nicht an der Geschichte schreiben kann. Das ist schon fast ein Zwang. Aber ein guter, schließlich finde ich die Mischung auf dieser CD genau richtig, um meine Gedanken zu befeuern und meinen Stift über das Papier huschen zu lassen.

Wenn ich schreibe, lasse ich oft Musik nebenher laufen. Vielleicht nicht unbedingt beim Tagebuch aktualisieren – falls ich da mal wieder etwas aktualisieren möchte – aber für Blogbeiträge vorschreiben oder abtippen. Oder Kurzgeschicht-Ideen oder oder oder…
Gerade jetzt im Moment, beim Verfassen dieses Beitrages, läuft bei mir ein Youtube-Beitrag von Wardruna Best of all Albums im Hintergrund. Nur als unnütze Information mal eingeworfen. ;o)
Aber für meine Geschichte, da geht nur die Eden von Faun.
Wahrscheinlich wäre es bei einer anderen Geschichte eine andere Musik. Aber für DIESE Geschichte geht bei mir nur DIESE Musik.

Und all diese Sachen musste ich unbedingt mal wieder aufschreiben – bevor ich über meine Firma meckere oder etwas zum Thema Tarifvertragsverhandlungen und Streik und so schreibe.
Denn das wären noch Punkte in meiner Pipeline.

Aber da ziehe ich das Wichtige gerne vor. Und das wäre:

Die Freude am Schreiben!

Ich hoffe, Ihr könnt sie auch hin und wieder genießen. ;o)

 

 

Ich kann’s nicht mehr hören…

Ich schreibe ja viel auf der Arbeit, während ich so auf den nächsten Koffer zum Röntgen warte… oder auf die nächsten aufgeschalteten Bilder der Röntgenanlage.

Dann schreibe ich, um mich wach zu halten, mein Hirn zu beschäftigen… oder weil mich gerade was umtreibt.

Das schlägt sich nieder in Briefen (in letzter Zeit gar nicht), Blogbeiträgen, Geschichten oder Gedanken zu solchen. Und ich schreibe nur viel im Vergleich zu den Kollegen. Eigentlich könnte + sollte ich noch viel mehr schreiben. Aber… naja. Besser als nichts. Und Bücher wollen halt auch manchmal gelesen werden. ;o)

Wenn ich nun also mal wieder am Schreiben bin, kommt oftmals die Frage:

„Was schreibst du denn da?“

Nun – gegen diese Frage ist nichts zu sagen. Wenn es jemanden interessiert, was da geschrieben wird, ist es nur berechtigt, danach zu fragen. Dann gebe ich auch gerne Auskunft – bzw. versuche sie verständlich zu geben. (Jemanden zu erklären, was Hintergrund für ein RP ist, wenn derjenige noch nie ein Rollenspiel gespielt hat, ist nicht so einfach.)

Was ich aber einfach nicht mehr hören kann, das sind die Kollegen, die diese Frage in Verbindung stellen. Nämlich mit

„Was schreibst ’n du da? Schreibst du ’nen Roman?“

oder

„Schreibst du einen Roman über die Firma?“

Gibt es bei WordPress eigentlich Kotz-Emojis? Die würde ich zu diesen Fragen jetzt nämlich nutzen bis zum Umfallen.

Gerade gestern früh habe ich diese Frage wieder gestellt bekommen. Ich hatte einen Szenengedanken im Kopf, den ich niedergeschrieben habe. Dabei kam dann die Frage:

„Kollege – schreibst du einen Roman?“

Ich habe auf diese Frage auch schon mal nur mit

„Ja. Sicher.“

geantwortet. Besonders in der Verbindung mit dem ‚Roman über die Firma‘. Da kann ich echt nur noch die Augen verdrehen. Aber eine richtige Antwort bekommen sie dann nicht.
Den Kollegen gestern habe ich auch diesbezüglich etwas zur Sau gemacht. Da war er dann erst mal ruhig – und später wollte er es immer noch wissen + hat normal gefragt. Worauf ich ihm versucht habe, zu erklären, was ich da geschrieben habe. Aber – wie gesagt – ich versuche es nur noch zu erklären, wenn normal gefragt wird. Nämlich

„Was schreibst du denn da?“

Dies zeugt für mich nämlich eher von Interesse, als diese Frage nach dem Roman. In meinen Augen. Denn das ist so was stumpfes vorgedachtes… Als könnte man nur Romane schreiben.

Briefe können die Leute ja noch verstehen – vielleicht – aber sonst?

Einen Kollegen habe ich tatsächlich dann auch mal erzählt, das ich blogge. Worauf er sich das mal notiert hat. Ob er schon hier vorbeigesehen hat?

Keine Ahnung.

Aber auf die Romanfrage?

Gibt es von mir nur noch Verachtung + keine Antwort.

Tut mir leid.

 

 

Wirklich?

 

 

Hm… nee.

 

Saalgassen-Background

Ich hatte in anderen Beiträgen mich ja schonmal über das Schreiben von Hintergrund, so wie über meine optischen Schreibinspirationen berichtet. (Evtl. kann man auch hier noch etwas dazu lesen. Bzw. sicher sogar. Ansonsten: Selbst nochmal nachsehen. ^^)
Auch hatte ich es ja bereits von unserer FATE-Gruppe, mit unserer SL Drachenechse.

Die hatte jetzt – bereits im August *hust* – mal nach Hintergrund zu den SCs und deren Herkunftsecken gefragt. Darauf haben schon einige fleißig geantwortet (z.B. Bremen) und andere eher nicht so (ich).

Jedoch habe ich letzte Woche einen kleinen Besuch in der Pappnase bei Drachenechse dazu genutzt, auf dem Rückweg einen kleinen Abstecher über die Saalgasse zu machen, in der mein SC beheimatet ist. (Das bedeutet übrigens SpielerCharakter – also den Charakter, den man in der Runde darstellt. Und SL ist die Spielleiterin, in diesem Falle.) Ich wollte mir die Ecke nochmal genauer für FATE betrachten, und wo genau meine Figur da wohl wohnen würde – in ferner, nicht genauer bezeichneter, nicht so rosiger, Zukunft.

Dieser Versuch war erfolgreich.

Ich weiß jetzt, wo ich wohne, und dichte mir für einige Nachbarshäuser auch noch gut was zusammen. Als Erinnerungs- und Inspirationsstütze habe ich dazu ein paar Fotoaufnahmen mit meinem Communicator gemacht.

Diese Fotos habe ich dann auf mein Tablet gebeamt, da ich dort ein witziges Programm habe, das Bilder schnell in verschieden Stile verändert.

Mein erster Versuch gefällt mir so gut – der ist jetzt das Hintergrundbild auf meinem Communicator geworden. Doch auch andere Varianten gefallen mir richtig gut. Eigentlich sehen die Fotos so besser aus als im Original. Zumindest in einigen Varianten.

Und weil sie mir so gut gefallen, zeige ich euch hier auch ein paar der Variationen, über den Beitrag verteilt.

Ja.

Genau.

Also bisher hatte ich noch keinen Hintergrund ausgearbeitet, aber jetzt, durch die Ortsbegehung, und den verschiedenen Fotos, bin ich nun also inspiriert, in der Saalgasse ein kleines Handwerkerviertel entstehen zu lassen.

Was ich aber immer noch nicht weiß, das ist, was mit meinen Eltern geschehen ist…

Wo die wohl stecken mögen?

 

Regeln

Ich habe nun den letzten Band von Lockwood & Co zum zweiten Mal beendet. Zum zweiten Mal, weil ich ihn beim ersten Mal in einem Arbeitstag verschlungen habe, so dass ich das Buch direkt nochmal lesen wollte. Mit mehr Ruhe.

Nachdem ich jetzt also das zweite Mal durch bin, läuft meine Hirnmaschinerie an und ich mache mir Gedanken. Und dass, obwohl ich doch fast gerade erst einen Beitrag übers Schreiben verfasst habe. Doch gibt es nun direkt nochmal einen. Dieses Mal über Regeln. Denn ich denke jetzt…

Jede Geschichte, die geschrieben wird, braucht ihre Regeln.

Sei es im Dramaturgischen (mit dem großen Finale beginnt eher selten eine Geschichte, zumindest nicht mit dem kompletten, abgeschlossenen), wie im Figürlichem Bereich.

Diese Regeln sollten einem klar sein, am Anfang, bevor es ans Schreiben geht. Und sei es nur, damit man weiß, wie man sie nach seiner Geschichte ausrichten oder verbiegen kann.

Eine Regel für den Vampir ist, dass er Blut trinkt. Das ist wohl die Universellste Vampirregel.
Werwölfe können oder müssen sich verwandeln. Meistens „müssen“ in Vollmondnächten mit sichtbarem Vollmond.
Aliens kommen aus dem Weltraum – sonst währen es ja keine Aliens. ;o)

Wenn ich die grundsätzlichen Regeln weiß, kann ich beginnen, sie auf meine Geschichte zurechtzuformen. Von Terry Pratchett auf der Scheibenwelt wurde die Vampirregel dahingehend gebogen, oder besser: ausgeweitet, dass „Schwarzbändler“ kein Menschliches Blut mehr trinken. Ob diese Regelung auch Tierblut betrifft, also Blut generell, entzieht sich gerade meiner Kenntnis. Könnte ich mir aber vorstellen.
Bei Werwölfen könnte man „Schein-Vollmonde“ einbauen, die im Werwolfhirn den Verwandelmodus einschalten, obwohl es gar nicht nötig wäre.
Wenn Geister an bestimmte Örtlichkeiten oder Gegenstände gebunden sind – was könnte eine solche Bindung lösen? Zum Beispiel ein Zauberspruch wie bei A. Lee Martinez „Diner des Grauens“?

Wie wäre es für einen Vampir/Werwolf/Geist möglich, einer Regel zu widerstehen? Und wenn dies für ein Wesen gilt – wie ist dies mit anderen ihrer Art?

So etwas sollte einem klar sein zu Beginn. Anschließend sollte das Schreiberling sich an diese Regeln halten. Dies macht es dem Leser nämlich einfacher, der Geschichte zu folgen. Und dem Schreiberling, sie zu schreiben.
Denke ich zumindest.

Ist irgendjemand anderer Ansicht?

Nur her damit.

;o)

 

Recherchen für Logik – nötig?

So. Die letzte Nacht läuft.

Vollgefressen nach der Weihnachtsfeier halte ich hier bei uns jetzt die Fahne hoch, nachdem mich zur Zeit alle Kollegen wegen anderen Aufträgen verlassen haben. Aber das ist nicht so schlimm, denn bis es dann wirklich wieder mit Koffern losgeht, sind ein Teil meiner Kollegen ja auch wieder da.

Solange sitze + stehe ich hier halt an meinem Arbeitsplatz, schön erleuchtet von meiner Klemmlampe, und nutze die Zeit jetzt u.a. für weitere Gedankenspiele.

Ich hatte es hier im Blog ja bereits mehrmals über mein Schreiben.
(Zum Beispiel HIER und HIER… und eigentlich HIER auch – und vielleicht noch öfter? Müsst Ihr selber ma gucken. Schlagwörter helfen. ^^)
Gerade vor diesen Nachtschicht…“tagen“ hat mich etwas beschäftigt, worüber ich jetzt schreiben will. Ich frage mich nämlich, wieder mal, wie mein Hirn tickt – und wie dies so in anderen Hirnen ablaufen mag.

Ich habe nämlich bereits jetzt schon erste Überlegungen und Recherchen für meinen nächsten Wardenburgbeitrag gemacht, obwohl der nächste Wettbewerb dort erst wieder Ende 2019 sein sollte. Ich bin also superfrüh dran. Aber ich frage mich auch ein wenig: Wieso tue ich das? Wieso mache ich mir bei/für meine Geschichten Gedanken darüber, wie weit genau bestimmte Entfernungen sind? Wie schnell ein Reiter ist und wie lange er für eine bestimmte Entfernung benötigen würde? Bis zu welchem Radius eine Verbrecherbande ihr Unwesen treiben mag?

Warum rechne ich aus, was für ein Tempo eine Luft(druck)welle wohl haben muss, wenn sie eine Entfernung von ca. 30 Kilometern in zwei Minuten zurücklegt?

Warum will ich manches Fitzelchen für mich genau haben (Ich denke, ich werde jetzt Adresse xy nehmen, weil diese offiziell nicht existiert, aber die Nummern davor + danach sehr wohl.), statt zu sagen: Dies + das ist jetzt einfach so, weil es mir gerade in den Kram passt.
Weshalb versuche ich, manche Teile so genau für mich logisch + logistisch anzulegen, statt dies einfach anders zu machen?

Warum fällt mir nicht mal ein Beispiel ein, wie ich eine Geschichte unlogischer gestalten könnte? Es sei denn, der Stil der Geschichte ist sowieso nicht ganz ernsthaft.

Wenn ich über meine bisherigen Geschichten so nachdenke, ist nur „Früher“ rein für das Gefühl geschrieben. Sonst habe ich immer viele Logik- + Logistik-Ansprüche, die mich alles Mögliche nachschlagen lassen.

So dass ich tatsächlich herausfinde, dass es unterschiedliche Maulwurfsarten gibt, und eine Art davon im + am Wasser zu finden ist.
Wobei, dies dann in eine Geschichte einzubauen… das hat wieder seinen Reiz.

Und der Leser wird sich bei manchen Teilen einer Geschichte womöglich nicht die geringsten Gedanken dazu machen.

Oder?

Wie genau lest Ihr? Wie genau hinterfragt Ihr gelesene Geschichten/Bücher? Wie handhabt Ihr es selbst beim Schreiben? Seid Ihr da locker – oder kann bei Euch eine Straße nur in die tatsächliche Richtung wie in der Realität abbiegen?

Oder richtet Ihr das nach der Art Eurer Geschichte?

Würde mich mal interessieren.

Schreib mal wieder…

Der Dezember schreitet voran

 

Mein Urlaub ist rum. *sfz*

Wieso geht das nur immer so schnell?

Ungerecht. Dafür ziehen sich dann manchmal die Arbeitstage wie Kaugummi.
Doch momentan habe ich kaum Grund zur Beschwerde: Direkt nach dem Urlaub Nachtschicht. Das ist erträglich. :o)
Auch wenn ich deswegen das Weihnachtspäckchen der Firma nicht holen kann, wie ich festgestellt habe. Denn die Ausgabe ist offiziell geplant bis zum 15. Dezember. Seit dem 6. Dezember. Und da war ich im Urlaub. Und jetzt habe ich Nachtschicht. Wie erwähnt. Und da die Ausgabe von 8 – 16 Uhr ist… Nun ja.

Die Nachtschicht nutze ich ja gerne mal zum Schreiben. Doch gestern musste ich erstmal die alten angesammelten Zeitungen auslesen. Heute habe ich fleißig getippt. Damit ich meine bisherigen Teile meiner großen Geschichte endlich elektronisch erfasst habe. Ich habe jetzt 4 – 5 Stunden fleißig abgeschrieben – und bin immer noch nicht durch. Es fehlen mir immer noch gut 12 Seiten A5. Und jetzt habe ich keine Lust mehr. Also morgen.

Und wenn ich das endlich übertragen habe, brauche ich dieses Notizbuch nicht mehr mitzunehmen und kann dafür ein anderes einpacken. Das ich dann nur noch für die Geschichte und deren Hintergrund nehmen will/werde.
Schließlich bin ich an der jetzt gut 2 ½ Jahre dran, immer wieder mal, und die bisherigen Teile verteilen sich auf 2 – 3 verschiedene Bücher.
Bisschen unpraktisch.

Also will ich demnächst dann 3 A5-Notizbücher mitnehmen. Eines mein Gefühlstagebuch (for my eyes only ^^), eines dieses hier – für Blogs und andere Geschichten – und eines für meine Große.

Joa. Das klingt nach einem Plan.

 

Ich dachte, ich schreibe etwas mehr neu jetzt in diesen vier Nachtschichttagen. Dabei ist dies hier jetzt das erste Neue. Themen hätte ich einige:
Tagesfahrt nach Gelsenkirchen, erste Planungen für Wardenburg und deswegen mal was übers Schreiben…

Nun ja, Gelsenkirchen kann ich ja noch schnell erledigen. ;o)

Dort war ich letzten Samstag. Ich glaube, Sonntag wäre das Wetter noch blöder – weißer – gewesen. Hab ich eigentlich somit Glück gehabt, dass die Fahrt am Samstag war.
Der Grund für die Fahrt war: Kultur. ;o)
Denn ich bin zu einer Aufführung der sogenannten Kinderoper „Teufels Küche“ gefahren. Ins Musiktheater im Revier. Und das beste: Ich war dort nicht alleine. Denn die momentan in Bremen beheimatete Freundin ist mitgegangen. :oD

Sie ist mit dem Zug von Bremen runtergekommen, und ich mit meinem Töfftöff hoch. Dort haben wir uns kurz vor 11 am MiR getroffen, und sind dann ein wenig Bummeln gegangen. CDs + Spiele + Bücher anschauen… Dann noch gemütlich in ’ne Pizzeria vorm Stück und dann wieder zurück zum MiR.

Da waren wir immer noch etwas zu früh dran – also sind wir noch etwas um das Haus gestrolcht. Und haben zwei Mädels gesehen, von denen ich meinte: Ich glaube, die wollen da auch hin…
Später sah ich dann: Ich hatte recht.

Das Stück selbst war dann kurz, kurzweilig, spannend und durchaus amüsant. Bei der Sache mit der Fledermaus im Topf hätte es mich bald zerissen. :oD

Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, diesen Weg gemacht zu haben. Auch wegen der netten Gesellschaft davor + danach. ^^
Warum wir jetzt von Bremen und Hanau nach Gelsenkirchen gefahren sind – und tatsächlich nicht die einzigen waren, die ohne Kind in diese Kinderoper sind?

Nun – wir wollten ein paar der Mitwirkenden sehen.
Das hat auch geklappt – auch wenn wir die Gelegenheit danach für ein „Hallo“ + „Gut wars“ nicht genutzt haben.
War ich wohl auch ein wenig verpeilt.
Und ich muss die Fotofunktion meines neuen Communicators noch zähmen.
Damit man beim nächsten Mal deutlich sehen kann, was dies eigentlich sein soll… *g*

Ja – also, war schön.

Wir haben es danach auch beide wieder gut nach Hause geschafft. Hooray!

Nächsten Montag sehen wir uns dann wieder. Zum FATEn via Skype. Zusammen mit Drachenechse, Fuchs + zwo weiteren Mitstreitern.

Und am Samstag jetzt geht’s wieder zum Wrestling. Da gibt’s dann auch wieder was zum Schreiben für mich und Lesen für Euch. Und möchte vielleicht jemand Flirt-Spam-Neuigkeiten lesen? Da hat sich wieder was angesammelt.

;o)

 

 

Ein schönes Neues!

P1040710Letztes Jahr habe ich das neue Jahr mit einer Statistik meines Bloganbieters WordPress begonnen, die wohl zur Bekanntmachung der Statistikfunktionen aufgearbeitet wurden zum Jahreswechsel 2015/2016. Insgeheim habe ich jetzt wieder mit so einer netten Statistik gerechnet. Doch da habe ich mich geirrt. Während ich dies hier schreibe, ist bereits der 3. Januar (und während ich das jetzt endlich mal abtippe sogar der 8. Januar), doch nirgends eine Statistik zum Bloggen in Sicht. Und bevor ich mir da jetzt selbst was zurechtstückele…

Wer wissen will, was ich letztes Jahr hier geschrieben habe, soll selbst nachsehen. Selbst entdecken und finden macht doch viel mehr Spaß, als es vorgekaut zu bekommen. ;o)
(Und von wo jetzt wie viele auf meine Zeilen zugegriffen haben, ist ja für andere eh nicht wirklich interessant. Wenn ich auf Englisch schreiben würde, wäre das vielleicht was anderes – so auf Deutsch ist der Zugriffsbereich sowieso schon eingeschränkter. ;))

Ich habe jetzt schon keinen Rückblick auf letztes Jahr geschrieben, da mich momentan der Skyrim-Zock-Virus gepackt hat. Aber für einen kleinen Blick voraus sollte ich die Zeit finden/nehmen.
Nun denn.

Was wird es für mich + vielleicht Euch hier 2017 geben?

2 Beiträge warten noch aufs Tippen (vielleicht jetzt in der Nachtschicht), werden aber auch nicht schlecht. Einen weiteren Gedanken hatte ich auch schon. Die Chancen stehen also gut, dass es dieses Jahr hier wieder ein paar Beiträge gibt.

Ansonsten…

Im März gibt es die 25.ste Theaterwerkstatt in Meiningen. Frei habe ich – ob ich auch fahre und dabei bin?

Im Juni ist wieder ein Familientreffen angesetzt. Auch da will ich hin – Blogbeitrag?

Wo es dieses Jahr nicht hingehen wird und daher auch nichts von zu lesen, dass wird das WGT sein. Das wird dieses Jahr ohne uns stattfinden.

Was am Horizont steht, ist vielleicht ein LARP als NSC, zusammen mit Drachenechse + Fuchs. Doch dafür muss der Urlaub erst noch genehmigt werden. (Das war zumindest der Fall beim Zeitpunkt des ersten Schreibens. Beim Zeitpunkt des Abtippens und damit auch baldigen Hochladens sieht es allerdings so aus, dass mein Urlaub dafür abgelehnt ist. Also müssen die beiden dann wohl ohne mich larpen gehen.)

Für das Hayner Burgfest steht er aber schon. Also, mein Urlaub. 😉

Das war ein kurzer Blick auf mein 2017. Was davon hier landen wird, werden wir sehen. Ich denke, es wird auch wieder einiges spontanes geben.

U WILL C.

;o)

Inspiration

Wie beginne ich diesen Blog?

Indem ich darüber sinniere, wie ich anfange.

Und dann – wie weiter?

Ich erzähle was über mich und dem Schreiben.

 

Viele Leute, die schreibbegeistert sind, fangen damit ja bereits in der Schule an. Dann schreiben sie Geschichten, Bücher…

Ich nicht.

Während meiner Schulzeit habe ich noch nicht geschrieben. Vielleicht mal einen krakeligen Brief oder Postkarte.
Aber Geschichten?

Nee.

Da zeigten sich erste Regungen ab 18 während meiner Lehrzeit. Da hatte ich auf dem Weg in den Urlaub das erste Mal so richtig Lust, einfach was zu schreiben, so dass ich während der Fahrt in die Eifel hinten im Auto irgendwas pseudoreportagenartiges über diese Fahrt als Reporter geschrieben habe.
Einfach, weil ich Lust darauf hatte.
(Und wenn ich jetzt so darüber nachdenke – ich glaube, ich war von Ottos Harry Hirsch inspiriert und wollte deswegen sowas schreiben.)

Bekommen hat das dann meine Lieblingstante/große Schwester als Brief.

(Eigentlich würde ich heute ja gerne nochmal lesen, was ich da verzapft habe. Aber ich denke, nach fast 30 Jahren und mehreren Umzügen gibt es diese Blätter nicht mehr. Doch ich glaube mich zu erinnern, dass auch Schafe vorkamen…)

Mit knapp 19 habe ich das Schreiben als Kommunikation für mich entdeckt und wurde Pseudo.

Wie gesagt, da diente das Schreiben hauptsächlich der Kommunikation, auch wenn ich angefangen habe, kleinste Kurzgeschichten und „Gedichte“ zu schreiben, die dann auch in den entsprechenden Druckerzeugnissen landeten. Sozusagen Einseiter, für „das inserat“ und dem „Subway“.
Das war es dann soweit auch erstmal gewesen für einige Zeit.
Sprich: Mehr gab es nicht.
Das war mein Schreiberleben.
Keine besondere Inspiration, keine besonderen Geschichten.

Womit ich jetzt einen Bogen zu meinem Titel dieser „Ausgabe“ meines Blogs mache, „Inspiration“.

Vor 20 Jahren, in meiner damaligen Firma, hatte ich auf dem Weg zur Arbeit und von meinem Arbeitsplatz aus einen Blick auf einen Waldrand.
Und dieser Anblick inspirierte mich zum Anfang einer Geschichte, die in meinen Gedanken noch viel weiter geht und ging, wovon ich aber nur den ersten, direkt inspirierten Teil niedergeschrieben habe.
Und nicht nur das.
Ich habe diesen Teil tatsächlich mal jemanden zum Lesen gegeben. Nämlich meiner damals besten Freundin – und der Teamerin der zweiten Theatergruppe, in der mitgemacht habe, und die vom Jugendbildungswerk aus anfing, eine Schreibwerkstatt zu leiten.
Von der bekam ich die Rückmeldung, dass es sich liest wie der Beginn eines Romans, was bei den Jungs, die bis dahin in der Schreibwerkstatt mal mitgemacht hatten, wohl eher so üblich war.

Nun, ganz unrecht hatte sie ja nicht mit dem Romangedanken. Ich bekenne mich schuldig.

Also versuchte ich mich mal an einer abgeschlossenen Geschichte, die ebenso vom Blick aus meinem Bürofenster heraus inspiriert war – dem auch vorhandenen Blick auf den Taunus.

Dem Blick auf eine entfernte Hügel-/Bergkette und einem ‚Was wäre wenn…‘

Und wieder bekamen sie beide die Geschichte zu lesen, und sie war wohl ok. Frau Jetzt-wohl-Doktor gefiel das Ende, und Brischitsche wusste, ich kann auch abgeschlossene Geschichten schreiben.

Selbst habe ich nie in der Schreibwerkstatt mitgemacht, aber über Frau J-w-D, Brischitsche und Freundinnen von Frau J-w-D habe ich mir einigen Lesungen angesehen und zugehört und wurde von einer so absurd-witzig-bösen Geschichte soweit geimpft, dass man tatsächlich alles schreiben kann. Auch unsinniges. Es muss nur ernsthaft gemeint sein. Als Geschichte. Daran hätte ich vorher nicht mal im Traum gedacht.
Das war auch eine Art Inspiration.
Diese schlug sich dann nieder beim Urlaub in Ostfriesland – ich glaube 2000.

Da kam der auslösende Punkt eine Geschichte zu schreiben wieder durch einen optischen Reiz, in Verbindung mit einem flapsigen Spruch. Nämlich das Bild, wie sich die Möwen immer wieder hinter einem Traktor auf dem Feld niederlassen. Und dem Spruch von mir, dass der Landwirt da Möwen erntet.
So kam es zur Geschichte „Früher“ – die erste Geschichte, die ich als erstes meinen Eltern und meiner Schwester zu lesen gab – weil sonst war ja niemand anderes dabei.

Mögen für manche Autoren ja die Eltern und Geschwister die erste Anlese-Partner sein – für mich gilt das nicht. „Früher“ war die einzigste Geschichte, die sie zuerst gelesen haben, soweit ich mich erinnern kann.
Alle anderen haben als erstes Freunde zum Lesen bekommen.

Als ich vor 15 Jahren nach Rottweil zum Theater spielen ging (oh Gott – so lange ist das schon wieder her), hatte ich einen ziemlichen… Output ist blöd, weil englisch, aber Auswurf klingt eklig. ^^
Also doch Output.
Ich habe also damals recht viele kleine Sachen innerhalb kurzer Zeit geschrieben. (Im Vergleich zu davor.) Wohl auch, weil ich am Anfang keinen Fernseher dabeihatte und mich anders beschäftigen musste.
Auch hier waren wieder viele optischen Eindrücke Inspiration für mich.
Die Hochbrücke, der Blick auf den Hegneberg…

Letztes Jahr im Mai war der Blick, wieder mal auf den Taunus, von der Kantine im Terminal 2 am Flughafen aus Aufhänger und Inspiration für eine Geschichte, die wieder laaaang werden wird.
Etwas, wo ich eher wieder an Roman als an Kurzgeschichte denken muss.

Davon habe ich den allerersten Teil direkt von Mai bis Juni/Juli geschrieben. Dieses Jahr im Mai war der Ausblick der Auslöser, endlich weiterzuschreiben und zu planen…
Und gestern beim Essen hat der Ausblick wieder eine Saite in mir angezupft, die mich wieder über die Geschichte und das Weitererzählen denken lässt. Als würde dieser Ausblick nur diese Geschichte fördern.

Es ist erstaunlich, wie sehr ein Ort; ein Ausblick; etwas, dass man sieht, einen so sehr anregt, dass man der Meinung ist:

Da muss ich jetzt was schreiben.

Zumindest haben diese Gedanken mich nun inspiriert, dies hier zu schreiben.

 

Wenn Ihr in Zukunft also was sehen/hören/riechen/fühlen solltet, dass Euch dazu inspiriert, etwas darüber zu schreiben – oder überhaupt zu schreiben:

Lasst es raus – aufs Papier oder den Rechner.

Viel Spaß dabei – das ist mit das Wichtigste.

 

27 Seiten A5 kariert

Glockenturm Wardenburg

So viele habe ich vollgeschrieben für meinen diesmaligen Beitrag zum Krimi-Schreibwettbewerb der Stadt Wardenburg.

Innerhalb von 4 Tagen habe ich die Geschichte hier in mein Buch vorgeschrieben.
Nachdem ich am 27. Juli mich endlich darangemacht habe, den Anfang niederzuschreiben, so wie ich ihn im Kopf hatte, ging es rucki-zucki. Wenn ich nicht am Freitag hoch in die Fluggastkontrolle ge“durft“ hätte, wäre ich vielleicht noch etwas schneller gewesen. So habe ich dann tatsächlich mal zu Hause weitergeschrieben.

Erst in der Nacht von Freitag auf Samstag, als ich nach 2 Stunden Final schon nicht mehr so die rechte Lust hatte und mir dachte: ‚Da fahr ich lieber heim und schreibe etwas weiter.‘
Gut – so viel wurde das dann nicht, weil mir die Müdigkeit in die Quere kam, nachdem ich endlich angefangen hatte.

Also habe ich mich am Samstagabend aufgerafft, weiterzuschreiben, nachdem die Geschichte mich so ein klein wenig den Tag über immer beschäftigt hat. Sie wollte wohl fertig erzählt werden.

Und das war sie dann auch, am Sonntag um 0 Uhr und 32 Minuten.

Die nächste „Hürde“ wird sein, diese 27 Seiten abzutippen. Mal sehen, wie viele Seiten das dann im gewünschten Format von Arial in 12pt ergeben werden.

Erfahrungsgemäß werde ich beim Übertragen noch das ein oder andere ändern oder hinzufügen. Und wenn ich es DANN nochmal in Ruhe überlesen habe und mir nichts mehr auffällt… dann werden einige Leute eine mail von mir bekommen. Und in dieser mail wird die Geschichte als Anhang stecken.

Dann bin ich gespannt, wie da die Rückmeldungen ausfallen werden.

Zumindest von meiner Idee her denke ich, dass sie was wäre für das zukünftige Buch.
Mein Ziel: Da hinein zu kommen.

Mal sehen, ob die Jury derselben Meinung sein wird.