Gedanken zu den Monstern und Outcasts von Wednesday

Vollmond mit Wolken

Ich hatte ja bereits angekündigt, dass ich ein wenig über die Monster oder Outcasts von Wednesday nachgedacht habe. Monster wäre wahrscheinlich die deutsche Bezeichnung für einige dieser Wesen. Tatsächlich kann ich im Moment gar nicht sagen, wie über sie in der deutschen Synchro gesprochen wird, da ich in letzter Zeit nur das englischsprachige Original gesehen und verfolgt habe.
Doch so Wesen wie Werwölfe, Gorgonen, Hydes und Vampire würden hier wohl sicherlich unter „Monster“ fallen. Wobei ja da auch immer die Frage ist, was ein Monster zu einem Monster macht.
Doch das wäre ein anderer Beitrag, um darüber nachzudenken.
Und ich war noch nie so der Philosoph. ;o)

Stattdessen habe ich mir Gedanken gemacht, inwieweit die entsprechenden Wesen üblicherweise gesehen werden – oder wie ich sie eher kenne. Und was halt so damit zu tun hat.

Beanie-Baby FledermausIch denke, das bekannteste oder am weitesten verbreitete und genutzte Wesen ist wohl der Vampir. Von denen war bei Wednesday jetzt ja nicht so viel zu sehen – außer, dass es sie halt gibt. Und das sie nicht auf eine reine Nachtaktivität angewiesen sind.
In der ersten Staffel gab es ja noch Yoko, die beim Poe-Cup ursprünglich mit im Boot von Enid gesessen hat. Hätte sie den Knoblauchallergieanfall nicht gehabt, hätte Wednesday ja nicht ihren Platz übernehmen müssen.
Dies lässt also darauf schließen, dass Vampire am Tag nicht Schlafen müssen, und wohl bei Sonnenschein auch nicht in Flammen aufgehen, wie in anderen Filmen über Vampire. Doch zumindest Knoblauch scheint gegen sie wirksam zu sein. Über die Sache mit dem Kreuz oder anderen religiösen Symbolen (der jiddische Vampir von Tanz der Vampire) wird nicht weiter eingegangen. Dafür waren sie einfach nicht wichtig genug. Zumindest haben sie am Tag Sonnenbrillen getragen und wohl auch in Särgen geschlafen.
Das sind zumindest zwei der üblichen Vampirsachen: Särge und Knoblauch

Dann komme ich als nächstes zu den Gorgonen. Wesen mit Schlangen statt Haaren auf dem Kopf, die in der Mythologie denjenigen versteinern, der/die sie ansieht.
Bei Wednesday wurde das etwas entschärft. So versteinert die Person zwar, welche einen Gorgonen – in unserem Fall Ajax – ansieht, allerdings nicht permanent. Wobei in der Serie kein Zeitraum für die Dauer der Versteinerung genannt wird. Oder ob etwas zum Entsteinern benötigt wird.
In der zweiten Staffel kommt das Versteinern jetzt mehrmals vor. Vielleicht wollte diese Fähigkeit in der ersten Staffel erstmal nur angetestet werden, wie sie im Ergebnis dann aussieht?
Wenn ich mich nicht irre, konnte Perseus, der Medusa enthauptet hat, sie durch einen verspiegelten Schild ansehen, ohne versteinert zu werden. Das Ajax sich dann natürlich ausgerechnet durch einen Spiegel selbst versteinert… hm… Pech? ;o)
Und wenn in der Serie das Versteinern selbst nun nicht tödlich ist, so ist es das dann natürlich doch, wenn jemand die versteinerte Statue danach zerschlägt. Sogar Teile reichen dann – denn wenn die Personen wieder entsteinern, fehlen diese Teile ja. Das würde ich nicht als gesund bezeichnen für diese Person.

In der zweiten Staffel wurden die Da Vincis eingeführt, bzw. vorgestellt.
Kreative Personen mit telekinetischen Kräften.
Da muss ich jetzt an Rowan aus der ersten Folge der ersten Staffel denken, der ja ebenfalls diese telekinetischen Kräfte hatte. Doch denke ich, dass die Da Vincis da eher eine Weiterentwicklung von Rowans Kräften sind. In der ersten Staffel war halt nur Telekinese Rowans Fähigkeit – die ihn ja sogar psychisch belastet hat. Das es nun plötzlich einen ganzen Haufen dieser Telekinetiker gab… wie praktisch. ;o)

Was haben wir denn noch so… Werwölfe, Hydes, Unsichtbare, Seher, Pyrotechniker, Gestaltwandler…

Berghänge und Schneefelder Auf dem Schnee direkt vor der Kamera sind drei Schatten zu sehen, aber keine Personen, die diese Schatten werfen. (Der mittlere Schatten ist der vom Fotografen.)Ich habe H. G. Wells „Der Unsichtbare“ bisher nicht gelesen, doch gab es ja so einige Verfilmungen zu diesem Thema. Von denen habe ich möglicherweise was gesehen. In all diesen Verfilmungen war der Unsichtbare bisher nur körperlich unsichtbar. Das heißt, seine Kleidungsstücke machten ihn „sichtbar“. Wollte er ganz unsichtbar sein, musste er seine Kleidung ablegen.
Dieses Problem hat Agnes nicht. Sie kann, wann immer sie will, mit allem was sie trägt, unsichtbar werden.
Ich glaube, in den Filmen (und dem Buch) kam es durch chemische Experimente zur Unsichtbarkeit, die sich letztendlich auch auf die Psyche des Unsichtbaren ausgewirkt haben. Nun, Agnes scheint selbst ebenfalls etwas psychisch instabil zu sein, auch ohne Experimente. Doch das kann durchaus auch an ihrer Familiensituation liegen. Ich glaube mich zu erinnern, dass es bei Buffy in einer Folgen der ersten Staffeln auch einen Mitschüler von Buffy gab, der unsichtbar geworden ist. Weil er von niemanden gesehen wurde. In diese Richtung geht bei mir auch das Gefühl für Agnes. Doch wenn sie jetzt von Wednesday und Enid als sie selbst gesehen wird, sollte ihr das hoffentlich gut tun. ;o)

Das nächste Opfer eines Experimentes ist in der Literatur ja Hyde, das innere böse Ich von Dr. Jekyll.
Auch in der ersten Staffel von Wednesday wurde ja klar gemacht, dass der Hyde in Tyler durch ein chemisches Gemisch geweckt wurde, welches Wednesday in der zweiten Staffel ja versucht nachzubrauen.
Jetzt war allerdings Tylers Mutter ebenfalls ein Hyde. So dass die Wesenheit des Hydes also an Tyler vererbt wurde.
In der Serie wird nun gesagt, dass Hydes nur durch einen Meister überleben können, welcher vorher ja auch den Hyde als solchen geweckt hat.
Allerdings wurde bei Tylers Mutter der Hyde durch familiäre Gewalt geweckt. Ich bin mir nicht sicher, ob da der gewalttätige Vater als Meister zu sehen ist?

Überhaupt – was hat es in der Serie mit den Vererbungen von Fähigkeiten auf sich?
Okay – Enids Eltern sind wohl Werwölfe – also ist Enid auch einer. Bei den Addams scheinen die Männer elektrifizierend, während die weibliche Seite von den Frumps aus eher Seherisch begabt zu sein scheinen. Obwohl Goody Addams aus der ersten Staffel ja klar eine Addams ist.
Doch z.B. Rowan aus der ersten Staffel. Seine Mutter war eine Seherin – und er hat dann Telekinese geerbt?
Tyler hat von seiner Mutter den Hyde-Gen verpasst bekommen – doch ihr Bruder war ein Da Vinci? Was war der Vater? Wie können verschiedene Fähigkeiten vererbt werden? Unterschiedliche Väter/Mütter?

Kurz zu den Werwölfen.
Sicherlich kann diese Fähigkeit vererbt werden. Aber oft passiert es ja auch durch den Angriff durch einen Werwolf, das der/diejenige selbst zum Werwolf wird. Ich denke da jetzt z.B. an den Film Ginger Snaps. Wie ich eben nochmal nachgelesen habe, scheint das aber nur in Filmen der Fall zu sein. Doch wenn wir jetzt einfach mal nach denen gehen: Wie ist denn das jetzt mit Tyler? Könnte er sich nun auch in einen Werwolf verwandeln, nachdem er mit Enid zum Ende der ersten Staffel gekämpft hat?

Was ist mit Xavier; der ja nur in der ersten Staffel zu sehen ist: Sein Vater ist Seher. Er selbst kann das auch teilweise – andererseits hat er die Fähigkeit, Gemälde zum Leben zu erwecken. Zwei zum Preis von einem. Wie praktisch. ;o)

Weiß geschminktes Gesicht mit rot unterlaufenen und blutig aussehenden Augen. Statt eines Mundes ist nur ein geschlossener Reißverschluss zu sehen.Wie ist das nun mit Isadora Capri? Sie kennt sich erstaunlich gut mit Werwölfen aus – weil sie wohl auch selbst einer ist. Andererseits war ihr Vater nach eigenen Angaben ein Hyde? Was ist sie dann nun? Beides?
Und warum ist der Tod eines Meisters auch der Tod des Hydes?
Ich könnte verstehen, dass dies in Hyde-Kreisen erzählt wird, damit sich nicht jeder Hyde gegen seinen Meister auflehnt.
Verschwörungstheorien! ;o)

Auf der einen Seite wird eine Regel bekannt gemacht – die auf der anderen Seite durch irgendetwas neu hinzugefügtes wieder gebrochen werden kann/wird.
Wednesdays Visionen in der ersten Staffel erfüllen sich alle oder waren wahr. In der zweiten Staffel versucht sie nun selbst, dagegen zu arbeiten. Sich selbst zu beweisen, dass ihre Vision falsch war.
Die Geschichte mit dem Alfa – und dem Steckenbleiben in der Wolfform. Welchen Schlupfwinkel haben sie sich da offen gelassen – oder werden sie sich noch bauen?

Das sind erstmal genug Wörter zum Lesen für Euch.
Die Outsider ohne Gesichter habe ich noch gar nicht berücksichtigt. Manche halten sie für die Urform der Gestaltwandler.
Und was ist mit Eugene und seinen Bienen und Insekten?
Noch so viele verschieden Arten – und es werden sicherlich nicht die letzten Ideen gewesen sein, die sich die Macher haben einfallen lassen. Vielleicht gibt es ja in der dritten Staffel eine Werwolf-Hyde-Kommune irgendwo in der Wildnis?

Lassen wir uns überraschen.

Feuer vor schwarzem Hintergrund

Regeln

Ich habe nun den letzten Band von Lockwood & Co zum zweiten Mal beendet. Zum zweiten Mal, weil ich ihn beim ersten Mal in einem Arbeitstag verschlungen habe, so dass ich das Buch direkt nochmal lesen wollte. Mit mehr Ruhe.

Nachdem ich jetzt also das zweite Mal durch bin, läuft meine Hirnmaschinerie an und ich mache mir Gedanken. Und dass, obwohl ich doch fast gerade erst einen Beitrag übers Schreiben verfasst habe. Doch gibt es nun direkt nochmal einen. Dieses Mal über Regeln. Denn ich denke jetzt…

Jede Geschichte, die geschrieben wird, braucht ihre Regeln.

Sei es im Dramaturgischen (mit dem großen Finale beginnt eher selten eine Geschichte, zumindest nicht mit dem kompletten, abgeschlossenen), wie im Figürlichem Bereich.

Diese Regeln sollten einem klar sein, am Anfang, bevor es ans Schreiben geht. Und sei es nur, damit man weiß, wie man sie nach seiner Geschichte ausrichten oder verbiegen kann.

Eine Regel für den Vampir ist, dass er Blut trinkt. Das ist wohl die Universellste Vampirregel.
Werwölfe können oder müssen sich verwandeln. Meistens „müssen“ in Vollmondnächten mit sichtbarem Vollmond.
Aliens kommen aus dem Weltraum – sonst währen es ja keine Aliens. ;o)

Wenn ich die grundsätzlichen Regeln weiß, kann ich beginnen, sie auf meine Geschichte zurechtzuformen. Von Terry Pratchett auf der Scheibenwelt wurde die Vampirregel dahingehend gebogen, oder besser: ausgeweitet, dass „Schwarzbändler“ kein Menschliches Blut mehr trinken. Ob diese Regelung auch Tierblut betrifft, also Blut generell, entzieht sich gerade meiner Kenntnis. Könnte ich mir aber vorstellen.
Bei Werwölfen könnte man „Schein-Vollmonde“ einbauen, die im Werwolfhirn den Verwandelmodus einschalten, obwohl es gar nicht nötig wäre.
Wenn Geister an bestimmte Örtlichkeiten oder Gegenstände gebunden sind – was könnte eine solche Bindung lösen? Zum Beispiel ein Zauberspruch wie bei A. Lee Martinez „Diner des Grauens“?

Wie wäre es für einen Vampir/Werwolf/Geist möglich, einer Regel zu widerstehen? Und wenn dies für ein Wesen gilt – wie ist dies mit anderen ihrer Art?

So etwas sollte einem klar sein zu Beginn. Anschließend sollte das Schreiberling sich an diese Regeln halten. Dies macht es dem Leser nämlich einfacher, der Geschichte zu folgen. Und dem Schreiberling, sie zu schreiben.
Denke ich zumindest.

Ist irgendjemand anderer Ansicht?

Nur her damit.

;o)

 

Gleich ist nicht gleich Gleich

Das Ende meiner Nachtschicht, der letzten des Blocks, rückt näher, und ich habe Lust, über ein Buch zu schreiben, das ich gerade beendet habe. Dieses Mal richtig. ;o)
(Zum Zeitpunkt des Erscheinen dieses Beitrags ist die Nachtschicht natürlich längst vorbei – und ich darf schon fast wieder neu ran.)
Ich bin jetzt aber nun mal kein Buchblogger. Der sagt, ich habe das und dies gelesen, und soundso war und fand ich es. Dafür gibt es andere, die das sicher besser können als ich – und vor allem auch lieber.

Trotzdem will ich kurz über dieses Buch schreiben, und über Gedanken, die dabei in mir aufgetaucht sind oder sich verstärkt haben. (Außerdem habe ich meine bereits vorgeschriebenen Texte ja endlich auf den Blog gebracht – also brauch ich eh neuen In- – ich meine, Output. ^^)

Ich habe von meiner Schwester zu Weihnachten einen Grimm-Scheck bekommen, den ich kurzentschlossen in diesem Buch investiert habe. Ganz kurzentschlossen. Ich sah es in der Buchhandlung meines Vertrauens im Fantasy-Regal stehen und mir ist als erstes der Name der Autorin ins Auge gefallen.

Die Autorin ist Naomi Novik, und das Buch selbst heißt
„DAS DUNKLE HERZ DES WALDES“.
(ISBN 978-3-570-17268-1)

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Ich kenne Naomi Novik als Autorin der „Feuerreiter Ihrer Majestät“, als die ich sie in meinem Autorenbeitrag zumindest auch kurz erwähnt habe. Dieses Buch sollte also etwas Neues von ihr sein. Da musste ich mal einen Blick drauf werfen.

Rückseite Einband

Agnieszka liebt das Tal, in dem sie lebt:
das beschauliche Dorf und den silbern glänzenden Fluss.
Doch jenseits des Flusses liegt der Dunkle Wald, ein Hort böser Macht, der seine Schatten auf das Dorf wirft. Einzig der »Drache«, ein Zauberer, kann diese Macht unter Kontrolle halten. Allerdings fordert er einen hohen Preis für seine Hilfe: Alle zehn Jahre wird ein junges Mädchen ausgewählt, das ihm bis zur nächsten Wahl dienen muss – ein Schicksal, das beinahe so schrecklich scheint wie dem bösen Wald zum Opfer zu fallen. Der Zeitpunkt der Wahl naht, und alle wissen, wen der Drache aussuchen wird: Angieszkas beste Freundin Kasia, die schön ist, anmutig, tapfer – alles, was Agnieszka nicht ist. Niemand kann ihre Freundin retten. Doch die Angst um Kasia ist unbegründet. Denn als der Drache kommt, wählt er nicht Kasia, sondern Agnieszka.

 

Klappentext

„Es stimmt nicht, dass der Drache die Mädchen, die er sich holt, verspeist. Ganz gleich, was für Geschichten man außerhalb unseres Tales erzählen mag. Manchmal hören wir die Gerüchte von Reisenden, die in unser Dorf kommen. Bei ihnen klingt es, als würden wir ihm Menschenopfer darbringen – und als ob er tatsächlich ein Drache wäre. Natürlich stimmt das nicht. Er mag ein Magier und unsterblich sein, aber er ist und bleibt ein Mann. Abgesehen davon würden sich unsere Väter zusammentun und ihn töten, wenn er alle zehn Jahre eine von uns verschlingen würde. Er verteidigt uns gegen den Dunklen Wald, und wir sind ihm dankbar dafür – aber so dankbar nun auch wieder nicht.“

 

Aufgrund der Autorin und des Gutscheins habe ich dieses Buch also kurzentschlossen mitgenommen. Obwohl es mich vielleicht nicht SO angesprungen hat, auch wenn der Klappen- und Einbandtext interessant klangen – aber sehr… hm… frauensichtlastig? Außerdem war mir das Bildmotiv auf dem Einband zu… schmalzig?

Wenn ich lange überlegt hätte, hätte ich mich deshalb vielleicht auch nicht dafür entschieden – auch wenn ich bei den Büchern von Terry Pratchett um die Hexen keine Probleme mit Frauen als Protagonisten hatte.

Komisch – aber so bin ich eben.

Nachdem ich dieses Buch jetzt aber richtig beendet habe, muss ich sagen, dass es ein guter Entschluss war, es zu kaufen.

(Was ich mit „richtig beendet“ meine, ist, dass ich beim ersten Mal dieses Buch mehr – oder recht viel davon – quergelesen habe. Immer wieder Teile übersprungen, um dann weiter hinten weiterzulesen, bis zum Schluss. Jetzt, beim zweiten Mal „richtig“, habe ich alle übersprungenen Stellen endlich mitgelesen und damit die vorhandenen kleinen Lücken gefüllt. Mache ich nicht immer so, kommt aber vor.)

Wie gesagt, ich bin kein Buchblogger. Deswegen gehe ich jetzt nicht weiter darauf ein, was mit Agnieszka passieren wird. Ich sage nur:
Es hat mir gefallen.

Und das Buch brachte mich dazu, beim Lesen über Magie und Zauberei nachzudenken. Und das sie, je nach Anwender, ganz unterschiedlich funktionieren kann/funktioniert.

Ich bin selbst seit bald zwei Jahren immer mal wieder am Weiterschreiben einer Geschichte, in der auch Magie vorkommt. In unterschiedlichsten Formen. In den Büchern, die es so gibt, gibt es ja auch die unterschiedlichsten Arten:
Es gibt die Magier in Roben, die alles fein säuberlich notieren und aufschreiben und ihre Magie als genaue Wissenschaft sehen: Man sagt „A“, wedelt dabei mit „B“ und herauskommt „C“.
Immer.
Also immer kommt bei dieser Handhabung „C“ heraus.
Weil es so sein muss.

Dann gibt es die intuitiven Zauberer/Hexen, die die Magie mehr fühlen als in Worte binden.
Es kann Elementarzauberer/hexen geben, die sich mit den Elementen gut auskennen. Andere sind vielleicht besser in Verwandlungszaubern.

Was man sich nur vorstellen kann, so viele verschiedenen Arten kann es geben.

Vodoo – Runenzauberei – Schamanen – Magie durch Tanz… und vieles mehr.
(Man muss nur mal beim „Das Schwarze Auge“ nachsehen, was es da alles für verschiedene Arten von Magieausführern gibt.)

Das führt mich zu einem weiteren Punkt, über den ich jetzt seit letzter Woche nachgedacht habe.

Da war ich bei Drachenechse + Fuchs, und wir haben über mögliche Rollenspielpläne gesprochen.
Dabei habe ich Geister erwähnt.

Ich weiß jetzt nicht, wer alles die „World of Darkness“ kennt. In der ist u.a. das Rollenspielsystem „Vampire – Die Maskerade“ oder halt „Vampire: The Masquerade“ angesiedelt.
In diesem System spielt man – Überraschung – Vampire.

Aber Vampir ist nicht gleich Vampir.

Nur weil man ein Vampir ist, bedeutet das nicht, das jeder die gleichen Fähigkeiten hat. Denn diese Vampire sind in Clans aufgeteilt. Und jeder dieser Clans beherrscht etwas Anderes gut, bzw. verhält sich anders.

Und in dieser „World of Darkness“ gibt es dann auch noch Systeme zu Werwölfen, Feen, Magiern, Geistern…

„Werwolf – Die Apokalypse“ und „Wechselbalg – Der Traum“ besitze ich selbst, neben „Vampire“. Die Magier gab es auch noch auf Deutsch. „Magus – Die Erleuchtung“. Die haben mich damals aber nicht so gereizt, entsprechend habe ich mir das nicht besorgt.

Die Geister haben es leider nicht ins Deutsche geschafft. Deren System gibt es also nur auf Englisch: „Wraith: The Oblivion“. Die hätten mich dagegen sehr gereizt. Allerdings… Vor 20 Jahren hätte ich es mir nicht zugetraut, es auf Englisch zu lesen. Inzwischen hätte ich damit wohl nicht so ein Problem.
Ok, vielleicht beim Lesen schon ein wenig – aber nicht bei dem Gedanken daran.

Nach dem Gespräch mit Drachenechse + Fuchs und des wieder in Erinnerung rufens dieses Interesses an der Materie, hatte ich am Tag drauf den Grundgedanken für eine Geschichte, in der ein Geist vorkommt. Welch Überraschung.
Und ich fing an, nachzudenken, dass genau wie bei Zauberern, Vampiren, Werwölfen und Feen Geist ja nicht gleich Geist ist.
Und dass es da ja auch unterschiedliche Arten gibt/geben muss. Erstmal grob von mir unterteilt in „Die Guten“ und „Die Bösen“ – und sicherlich auch „Die Neutralen“.
Und dass ich mich mal hinsetzen sollte, um für mich eine erste Liste zu machen. Was es für Geister geben kann und wo sie hingehören.
Wenn es so etwas nicht vielleicht bei „Wraith“ schon geben würde/könnte.

Aber mit dieser Liste fange ich hier jetzt nicht an.

Doch ich wollte meinen Gedankengang einfach mal erwähnen, nachdem das Buch mich darin… quasi bestärkt hat.

Nämlich an den Gedanken, das unterschiedlichen Arten einer Gattung (Magie/Vampire/Blumen/was auch immer) durchaus in EINER Geschichte vorkommen können. Kommen ja schließlich auch verschiedene Menschen drinnen vor – und die sind erst recht nicht alle gleich. 😉

Man muss sich halt nur klar sein, wie.

Oder man lässt alle Magier, Zauberer und Hexen mit den Zauberstäben herumwedeln und schnipsen. Das geht natürlich auch.

Hat bei Harry Potter ja auch hervorragend geklappt.

 

;o)