Mensch gönnt sich ja sonst nichts… ^^

Ich habe jetzt vor kurzem (zum Zeitpunkt des Niederschreibens dieses Beitrags am Dienstag) meine erste, eigene Zeitung ausgelesen. Bedeutet: Ich habe seit gut 2 Jahren, schätze ich, von einem Kollegen immer seine gesammelten alten Zeitungen bekommen. Ich denke, meine „Zeitungspipeline“ habe ich so ein-zwei Mal erwähnt.

D.h., er hat unsere örtliche Zeitung nach einigen Tagen von seinen Eltern gesammelt abgeholt, gelesen, und dann an mich weitergeleitet. So habe ich die Zeitungen immer Blockweise bekommen und musste sie dann stapelweise ab“arbeiten“. Vor allem letztes Jahr nach meinem Urlaub war das schon fast Stress. Wenn ich einen Packen mit 10 Zeitungen abzuarbeiten habe… ;o)

Pipeline auch deswegen, weil ich diese dann nochmal an einen anderen Kollegen weitergegeben habe.

Ich habe durch diese meine Pipeline festgestellt, dass ich die örtliche Zeitung auch lesen kann, wenn sie zwei Wochen alt ist. Hat mich nicht weiter gestört.

Dabei hatte es mich aber lange gestört, die Zeitung nicht am Erscheinungstag lesen zu können. Schließlich kommt sie zwar morgens zur Auslieferung – aber da bin ich in der Regel schon unterwegs zur oder bereits auf der Arbeit. Weswegen ich sie nicht selbst abonnieren wollte.

Nachdem ich jetzt aber gut 2 Jahre tage- und wochenalte Zeitungen in Blockabfertigung gelesen habe, hat sich meine Meinung und Einstellung diesbezüglich geändert.

Denn erstens kam es immer wieder vor, dass auf dem Weg durch die Pipeline zu mir, Artikel und ganze Seiten in der Pipeline verschwunden sind. Gut – solange es Sportartikel waren, ist es mir nicht so aufgefallen. Aber bei anderen Artikeln manchmal schon.
Doch wie heißt es so schön? „Einem geschenktem Gaul…“

Seit April/Mai ist bei mir nun langsam der Entschluss gereift, dass es wieder mal an der Zeit wäre, selbst ein Abo in die Wege zu leiten. Aus mehreren Gründen.

1) Wenn ich nun schon wieder so lange passiv mitlese, wäre es nur gerecht, die Zeitung wieder aktiv zu unterstützen. In dem ich meinen monetären Beitrag für deren Arbeit leiste. Zumal ich mir das jetzt wieder leisten kann.

2) Die Blockabfertigung hat ein Ende. Ich habe nur eine, maximal 2 Zeitungen zu lesen, wenn ich sie zuhause nicht lesen will. Bedeutet: Die Berichte sind aktueller, es fehlt nichts mehr… und bei eventuellen Preisausschreiben (wie letztes Jahr die Karten für die Festspiele mit Blick hinter die Kulissen *Guckst Du Hier!* ), verpasse ich keinen Einsendeschluss mehr.

3) Wenn mich meine Eltern „werben“, gibt’s dafür auch noch ’ne Kleinigkeit.

Also habe ich Anfang Juni diesen Entschluss in die Tat umgesetzt, und habe mich von meinen Eltern „werben“ lassen. Da habe ich dann auch direkt Nägel mit Köpfen gemacht, und die digitale Variante mitgeordert. So dass ich, sollte ich mal wieder einen interessanten Zwitscherbeitrag sehen, diesen mir dann gleich Online zur Gänze zu Gemüte führen kann. Weil ich nämlich dann hinter die Bezahlwand schauen kann.

Yay!

Meine erste Zeitung habe ich nun, wie erwähnt, vorhin geschafft. (Also am Dienstag. ^^) Ha – und da das Kreuzworträtsel auszufüllen, mit dem Wissen ‚Das ist „mein“ Kreuzworträtsel und ich muss auf niemanden Rücksicht nehmen wegen dem Ausfüllen’… das war ein schönes Gefühl.

Drachenechse meinte zwar, als ich mitteilte, dass ich die Zeitung abonnieren will, ich sei ein ‚Spießer’…
Doch juckt mich das gar nicht. Ich stehe dazu, dass ich die Arbeit der Zeitung unterstützen will.

Und mit Zeitung meine ich auch Zeitung.

Und nicht sowas wie „Blöd“.

Die wird von mir keinen Cent bekommen.

So!   ;o)

 

Glück im Spiel…

Die örtliche Tageszeitung, die ich von meinem Kollegen weitergereicht bekomme, bietet immer wieder Kartenverlosungen für örtliche Veranstaltungen an. So bin ich mit Fuchs vor 4 Jahren zu einem Konzert von „Eure Mütter“ gekommen. Pünktlich zu deren Umzug von München nach Frankfurt. Seitdem mache ich immer wieder mal mit – wenn der Einsendeschluss noch nicht rum ist, bis die Zeitung bei mir landet. ;o)

So habe ich auch am 8. Juli mal wieder an einer Verlosung teilgenommen, von 5×2 Karten für „Die Prinzessin auf der Erbse“ von den Brüder Grimm Festspielen, mit anschließendem Blick hinter die Kulissen.

Da diese Veranstaltung am Dienstag, den 17. Juli um 16 Uhr stattfinden sollte, dachte ich mir: ‚Joh, das passt. Da habe ich Nachtschicht – da kann ich um 4 auch mal ins Theater.‘
Also habe ich meine Teilnahme-SMS abgesetzt.

Und als ich am Mittwoch, dem 11. Juli, nach meiner letzten Spätschicht zu Hause eintraf, durfte ich aus dem Briefkasten ein Einwurf-Einschreiben mit 2 Karten + der Gewinnbenachrichtigung herausholen.

Uuuuh… Geht doch.

Aber wie war das mit dem „Glück im Spiel“?

Anyway.

Ich musste dann zwar etwas rumfragen, denn irgendwie waren alle schon ausgerechnet in diesem Stück gewesen… So habe ich mich dann entschieden, mit meiner Mutter hinzugehen. Auch, weil Fuchs + Drachenechse sich hinter Kulissen schon auskennen.

Also waren wir an diesem Dienstag im Amphitheater. Ich habe sie mit dem Auto entsprechend früh abgeholt, damit wir noch einen guten Parkplatz bekamen. Schließlich wollte/musste ich danach noch nach Hause + anschließend noch zum Arbeiten.

So haben wir erst vor dem Eingang gewartet, um dann doch reinzugehen und im Schatten zu sitzen und mit Blick auf den Eingang zu warten. Denn gegen halb 4 sollten die Gewinner sich mit der Redakteurin treffen, die uns anschließend hinter die Kulissen begleitet hat, zusammen mit einem Fotografen der Zeitung.

Meine Mutter + ich haben noch vor dem Eintreffen der Redakteurin 3 andere Gewinnerpärchen identifiziert, von denen 2 direkt in unserer Nähe gewartet haben – ebenso mit Blick auf den Eingang. ;o)

So kam ich also dieses Jahr auch mal wieder zu den Festspielen. Letztes Jahr die vergünstigtere Ausgabe vor Weihnachten hatte ich ja verpasst…

Wie war das Stück?

Für das Königreich hatten sie teilweise eine eigene Sprache, was ganz amüsant klang. Der Prinz war ein sympathischer wissenschaftlich interessierter „Nur“-Mensch, dem plötzlich eine junge Frau im Piratenoutfit samt Ballon vor die Füße geweht wurde.

Zu verfolgen, wie sich die beiden immer mehr annäherten, war schön anzusehen.

Inzwischen versuchte die Königsmutter, eine standesgemäße Verheiratung des Prinzen in die Wege zu leiten, indem sie eine Fürstin samt Töchter (2) ins Schloss einlud.

Ich will jetzt nicht das ganze Stück wiederkauen. Selbst sehen ist eh immer besser. Aber was gab es Besonderes zu vermerken zu dieser Aufführung?

Eher negativ + etwas ablenkend war, dass sich eine begleitete Person irgendwie aufregte und gen Bühne stürmte. Nach einigem Zureden an der Bühne und wieder am Platz, wurde diese hinausbegleitet und es kehrte wieder Ruhe ein. Die Schauspieler ließen sich dadurch jedoch nicht aus der Ruhe oder ihrem Text bringen. Zumindest merkte man ihnen nichts an.

Die zweite Besonderheit an diesem Tag war nach der Pause der Regen, der einsetzte.

Plötzlich fing es an zu Rauschen auf dem Zeltdach, passend zum Geschehen auf der Bühne – schließlich regnete es dort seit 7 Jahren. Und dieses Rauschen wurde immer stärker und heftiger… teilweise wurde der Regen bis zu uns in den Rücken geweht…

Bis eine Durchsage kam, dass wegen des Regens für 10 Minuten unterbrochen wird.

Auch hier hatten die Schauspielerinnen tapfer gegen das Rauschen angespielt, wobei dies ja mit Mikrofon und Lautsprechern eher kein Problem war.

Also gab es eine Pause, während außerhalb des Zeltes der Wolkenbruch herunterkam.

Als es sich nach gut 10 Minuten wieder beruhigt hatte, ging es weiter mit dem Stück.

Die beiden Damen auf der Bühne sprangen im Text etwas zurück – und mit leichten Anlaufschwierigkeiten lief es dann bis zum Schluss.

Das Stück an sich war ok. Mehr fällt mir gerade qualitativ nicht ein.

Nach dem Applaus wurde wieder gesammelt, was viele Zuschauer auch dazu nutzten, mit den Schauspieler*innen ihrer Wahl ein paar Worte zu wechseln oder Fotos zu machen. Dann gab es noch eine Scheckübergabe, die vom Zeitungsfotograf ebenso festgehalten wurde.

Und dann waren wir gefragt.

Erst ein Gruppenbild vor + auf der Bühne, danach wurden wir vom Intendanten persönlich herumgeführt. Linke und rechte Hinterbühne; was wird kulissentechnisch von Stück zu Stück verändert; wo ist welcher Platz…

Wir bekamen die Garderobe + Maske gezeigt, Requisiten…

Es war toll.

Wie es HINTER der Bühne vom Amphitheater aussieht, wollte ich schon lange wissen. Leider hatte es ja damals als Bruder für die Schwäne nicht geklappt. Doch so kam ich nun auf diesem Weg endlich mal dorthin. Und ich denke, für Leute, die bisher mit Theater und dessem Arbeitshintergrund gar nichts zu tun hatten, war es gleich nochmal so beeindruckend.

Nach einigen Tagen war der Bericht von dieser Führung in der Zeitung, mit einem Gruppenbild der Gewinner auf der Titelseite. Der Bericht selbst war richtig groß, mit vielen Fotos. U.a. auch eines von mir, wie ich selbst gerade diese Styroporstämme fotografiere. Als ich mich nach dem Foto rumgedreht habe, hat der Fotograf gerade seine Kamera wieder umgehängt.
Ertappt! ^^

Es war so interessant – da bekomme ich selbst mal wieder direkt Lust aufs Spielen. Aber dazu brauche ich erstmal wieder Connections, mit + bei denen ich spielen könnte.

Hmm…