Was ich mag und was ich nicht mag in Büchern

Deutsche Übersetzungen von Büchern von A. Lee Martinez Von links nach rechts: Der Automatische Detektiv Diner des Grauens Miss Minotaurus und der Huf der Götter Der Mond ist nicht genug Monsterkontrolle Constance Verity

Immerhin den Titel weiß ich schon. Das ist ja schonmal etwas. Wie fange ich jetzt an?

Die heutige Frage von WordPress geht ja fast in die gleiche Richtung. Nämlich

„Welches Buch könntest du immer wieder lesen?“

Ich würde das nicht auf ein einziges Buch beschränken wollen. Bei mir ist das die komplette Scheibenwelt-Serie von Terry Pratchett. Müsste ich da eines rauspicken, wäre das mein zuerst gelesenes Buch der Serie überhaupt.
MacBest

Drei Bücher von Terry Pratchett - doch eigentlich nur eines Denn links ist die Originalversion des Buches "WITCHES ABROAD", daneben die neue und die alte Übersetzung von TOTAL VERHEXT auf Deutsch. Das Bild des Originals und der alten Übersetzung ist das gleiche Covermotiv der drei Hexen, gemalt von Kirby. Das Motiv in der mItte ist ein unpersönliches glattes Computererstelltes Motiv von den drei HexenDieses Buch – und alle anderen Bücher der Scheibenwelt auch – haben nämlich viel, was ich an Büchern mag:

Gute/starke Charaktere in männlicher und weiblicher Form.

Nicht zu platter Humor.
(Ich dachte ja erst ‚Intelligenter Humor‘ – aber sagt das mehr darüber aus, was ich von mir denke oder über den Humor? ;o))

Durchdachte Hintergrundgeschichte
Weitreichender, gut durchdachter Weltenbau, der in sich stimmig ist.
(Wenn die Scheibenwelt mit ihren über 40 Romanen und Geschichten nicht gut durchdacht ist, weiß ich auch nicht mehr. ;o))

Phantasie, bzw. ein phantastischer Hintergrund
Kann Magie enthalten, muss aber auch nicht. Doch meistens ja.

Beziehungen, die sich glaubhaft ergeben. Und nicht Knall auf Fall. Vielleicht gibt es auch Liebe auf den ersten Blick. Aber vorher schadet ein zweiter oder gar dritter Blick auch nicht. Und wegen mir kann dann auch gerne mal Sex vorkommen. Gehört dazu – doch zumindest auf der Scheibenwelt hinter dem geschlossenen Buchdeckel. Woanders ist das aber auch mehr oder weniger ausführlich, was mich auch nicht stört. Es sollte halt alles nicht so übertrieben werden. Sonst kann ich mir auch ein entsprechendes Buch dazu holen.

Buch "SCHOLOMANCE - Tödliche Lektion" von Naomi Novik Schwarzes Hardcover-Buch mit einem stilisierten Turmgebäude über WolkenAbgeschlossene Geschichten
Auch in einer Reihe finde ich abgeschlossene Geschichten gut. Oder wenigstens mit einer sinnvollen Unterteilung. Bei Harry waren es die Schuljahre. Herr der Ringe waren drei große eigene Teilgeschichten – auch wenn ich die schon lange nicht mehr gelesen habe.
Doch nicht einfach nach gut 400 Seiten sagen: ‚So. Das ist genug für ein Buch. Macht hier mal einen Schnitt.‘ Nicht, wenn die Geschichte mit 2-300 Seiten mehr komplett wäre. Und sei dieser Schnitt nun einigermaßen sinnvoll oder auch nicht.

Damit komme ich wohl dazu, was ich nicht (so) mag.

Eigentlich alle Gegenteile. ;o)

Und irgendwie bin ich auch nicht so der Fan von ausgeschriebenen Gefühlsverwirrungen der zwischenmenschlichen Art. Oder welche Gattung auch immer diese Gefühle hat. Wobei… Gefühlsverwirrungen eines Maulwurfs könnten ja ganz anders und damit interessant sein. Aber so zwischenmenschlich…
‚Hitze überzieht sein/ihr Gesicht‘ blablabla…
Ich habe mich selbst oft genug verwirrt. Da muss ich es nicht unbedingt in Büchern haben. Wahrscheinlich sind deshalb so Romantasy oder das Enemy-to-Lover-Genre nicht so was für mich. ;o)

Ein Beispiel für nicht-durchdachten Weltenbau ist für mich H.P.. Es ist eines, eine zauberhafte und eine normale Welt nebeneinander stehen zu haben. Doch auf die Verknüpfungen kommt es an. Und das Kinder von Zauberern + Hexen nicht in normale Schulen vor Hogwarts gegangen sein sollen, sondern alle heimunterrichtet… das ist der größte Blödsinn in meinen Augen. Wie sollen arme Hexen/Zauberer ihren Kindern Lesen, Schreiben und Grundrechenarten beibringen und gleichzeitig noch den Lebensunterhalt für alle verdienen?
*Augenroll*

Ich denke, damit habe ich zu diesem Titel eigentlich alles erstmal gesagt. Und mal sehen, ob ich das auch zu den Anregungen als Antwort poste.
Wenn ich hier jetzt finde, was ich dazu anklicken muss. ;o)

Feuer vor schwarzem Hintergrund

Frauen, Bücher und (Homo)Sexualität

Ich lese gerne. Und auch viel. Am liebsten im Genre Fantasy. Dieser Bereich umfasst sowohl „High-Fantasy“, worin man wohl „Herr der Ringe“ einordnen könnte, mit Magie, Fabelwesen etc.; aber auch Vampirbücher oder Geschichten mit Parallelwelten usw usw.
Natürlich gibt es dann auch in manchen Büchern Passagen oder Bereiche, in denen die Helden erotische Anwandlungen haben… um es mal so auszudrücken. Warum sollte das dort auch anders sein als im wirklichen Leben?
Nun, so weit so gut.

Ich habe aber das Gefühl, dass es einen Unterschied macht, ob das Buch von einem Mann oder von einer Frau geschrieben wurde. Warum?
Ich denke, Frauen schreiben Sexszenen in engerem und weiterem Sinne anders als Männer.
Schon beginnend mit der Partnerwahl: Ich kann mich jetzt nicht daran erinnern, dass in einem Buch, welches von einem Mann geschrieben wurde, ein Mann als Sexpartner einen Mann sucht/findet… Egal ob das jetzt um die Faszination für einen One-Night-Stand geht oder für eine längere Liebschaft. Während Frauen da keine Probleme haben, ihren Helden männliche Liebhaber zu geben… Angefangen bei Anne Rice mit ihrer „Chronik der Vampire“, in der es ja genug Beispiele gibt, wie toll ein Mann einen anderen findet. Sei es jetzt Lestat, Louis, Armand oder wie sie auch immer heißen mögen. Zum Schluß fand ich diese Passagen einfach nur noch zum Gähnen. Und heute habe ich ein neues Buch angefangen, geschrieben von zwei Autorinnen. Dort beginnen dann bereits auf Seite 80 von gut 660 Seiten zwei männliche Hauptfiguren eine Liebschaft – und sie wird sicherlich noch einige Seiten in Anspruch nehmen… *schnarch*

Warum ist das so? Was finden Frauen so toll, dass sie Männer Männer lieben lassen? Ist das so, wie wenn Männer angeblich Frauen gerne mal mit Frauen sehen wollen, oder was? Kann man das vergleichen? Und irre ich mich und es gibt auch Männer, die ihren männlichen Protagonisten männliche Liebhaber „bescheren“? Und damit meine ich jetzt nicht in vielleicht einschlägiger Literatur, sondern in einem „normalen“ phantastischen Buch?
– Hm, wenn ich jetzt so nachdenke: Ich bin nicht sicher, ob ich bei Clive Barker nicht vielleicht auch mal etwas in die Richtung gelesen habe – aber wenn, dann weiß ich, dass ich dies eher schnell überblättert habe. Denn ich kann damit irgendwie nichts anfangen.
Ich habe nichts gegen Homosexualität – und an Homophobie leide ich auch nicht – aber lesen muss ich dazu nichts. Ich weiß auch nicht, ob es besser wäre, wenn sich zwei Frauen miteinander vergnügen würden… Wahrscheinlich bin ich wohl zu stock-hetero und stehe wirklich mehr auf die Männlein-Weiblein-Kombination. Und dass nicht nur in der Buchform, sondern auch im realen Leben.
Tja… that’s life…