Gleich ist nicht gleich Gleich

Das Ende meiner Nachtschicht, der letzten des Blocks, rückt näher, und ich habe Lust, über ein Buch zu schreiben, das ich gerade beendet habe. Dieses Mal richtig. ;o)
(Zum Zeitpunkt des Erscheinen dieses Beitrags ist die Nachtschicht natürlich längst vorbei – und ich darf schon fast wieder neu ran.)
Ich bin jetzt aber nun mal kein Buchblogger. Der sagt, ich habe das und dies gelesen, und soundso war und fand ich es. Dafür gibt es andere, die das sicher besser können als ich – und vor allem auch lieber.

Trotzdem will ich kurz über dieses Buch schreiben, und über Gedanken, die dabei in mir aufgetaucht sind oder sich verstärkt haben. (Außerdem habe ich meine bereits vorgeschriebenen Texte ja endlich auf den Blog gebracht – also brauch ich eh neuen In- – ich meine, Output. ^^)

Ich habe von meiner Schwester zu Weihnachten einen Grimm-Scheck bekommen, den ich kurzentschlossen in diesem Buch investiert habe. Ganz kurzentschlossen. Ich sah es in der Buchhandlung meines Vertrauens im Fantasy-Regal stehen und mir ist als erstes der Name der Autorin ins Auge gefallen.

Die Autorin ist Naomi Novik, und das Buch selbst heißt
„DAS DUNKLE HERZ DES WALDES“.
(ISBN 978-3-570-17268-1)

20170115_124123

Ich kenne Naomi Novik als Autorin der „Feuerreiter Ihrer Majestät“, als die ich sie in meinem Autorenbeitrag zumindest auch kurz erwähnt habe. Dieses Buch sollte also etwas Neues von ihr sein. Da musste ich mal einen Blick drauf werfen.

Rückseite Einband

Agnieszka liebt das Tal, in dem sie lebt:
das beschauliche Dorf und den silbern glänzenden Fluss.
Doch jenseits des Flusses liegt der Dunkle Wald, ein Hort böser Macht, der seine Schatten auf das Dorf wirft. Einzig der »Drache«, ein Zauberer, kann diese Macht unter Kontrolle halten. Allerdings fordert er einen hohen Preis für seine Hilfe: Alle zehn Jahre wird ein junges Mädchen ausgewählt, das ihm bis zur nächsten Wahl dienen muss – ein Schicksal, das beinahe so schrecklich scheint wie dem bösen Wald zum Opfer zu fallen. Der Zeitpunkt der Wahl naht, und alle wissen, wen der Drache aussuchen wird: Angieszkas beste Freundin Kasia, die schön ist, anmutig, tapfer – alles, was Agnieszka nicht ist. Niemand kann ihre Freundin retten. Doch die Angst um Kasia ist unbegründet. Denn als der Drache kommt, wählt er nicht Kasia, sondern Agnieszka.

 

Klappentext

„Es stimmt nicht, dass der Drache die Mädchen, die er sich holt, verspeist. Ganz gleich, was für Geschichten man außerhalb unseres Tales erzählen mag. Manchmal hören wir die Gerüchte von Reisenden, die in unser Dorf kommen. Bei ihnen klingt es, als würden wir ihm Menschenopfer darbringen – und als ob er tatsächlich ein Drache wäre. Natürlich stimmt das nicht. Er mag ein Magier und unsterblich sein, aber er ist und bleibt ein Mann. Abgesehen davon würden sich unsere Väter zusammentun und ihn töten, wenn er alle zehn Jahre eine von uns verschlingen würde. Er verteidigt uns gegen den Dunklen Wald, und wir sind ihm dankbar dafür – aber so dankbar nun auch wieder nicht.“

 

Aufgrund der Autorin und des Gutscheins habe ich dieses Buch also kurzentschlossen mitgenommen. Obwohl es mich vielleicht nicht SO angesprungen hat, auch wenn der Klappen- und Einbandtext interessant klangen – aber sehr… hm… frauensichtlastig? Außerdem war mir das Bildmotiv auf dem Einband zu… schmalzig?

Wenn ich lange überlegt hätte, hätte ich mich deshalb vielleicht auch nicht dafür entschieden – auch wenn ich bei den Büchern von Terry Pratchett um die Hexen keine Probleme mit Frauen als Protagonisten hatte.

Komisch – aber so bin ich eben.

Nachdem ich dieses Buch jetzt aber richtig beendet habe, muss ich sagen, dass es ein guter Entschluss war, es zu kaufen.

(Was ich mit „richtig beendet“ meine, ist, dass ich beim ersten Mal dieses Buch mehr – oder recht viel davon – quergelesen habe. Immer wieder Teile übersprungen, um dann weiter hinten weiterzulesen, bis zum Schluss. Jetzt, beim zweiten Mal „richtig“, habe ich alle übersprungenen Stellen endlich mitgelesen und damit die vorhandenen kleinen Lücken gefüllt. Mache ich nicht immer so, kommt aber vor.)

Wie gesagt, ich bin kein Buchblogger. Deswegen gehe ich jetzt nicht weiter darauf ein, was mit Agnieszka passieren wird. Ich sage nur:
Es hat mir gefallen.

Und das Buch brachte mich dazu, beim Lesen über Magie und Zauberei nachzudenken. Und das sie, je nach Anwender, ganz unterschiedlich funktionieren kann/funktioniert.

Ich bin selbst seit bald zwei Jahren immer mal wieder am Weiterschreiben einer Geschichte, in der auch Magie vorkommt. In unterschiedlichsten Formen. In den Büchern, die es so gibt, gibt es ja auch die unterschiedlichsten Arten:
Es gibt die Magier in Roben, die alles fein säuberlich notieren und aufschreiben und ihre Magie als genaue Wissenschaft sehen: Man sagt „A“, wedelt dabei mit „B“ und herauskommt „C“.
Immer.
Also immer kommt bei dieser Handhabung „C“ heraus.
Weil es so sein muss.

Dann gibt es die intuitiven Zauberer/Hexen, die die Magie mehr fühlen als in Worte binden.
Es kann Elementarzauberer/hexen geben, die sich mit den Elementen gut auskennen. Andere sind vielleicht besser in Verwandlungszaubern.

Was man sich nur vorstellen kann, so viele verschiedenen Arten kann es geben.

Vodoo – Runenzauberei – Schamanen – Magie durch Tanz… und vieles mehr.
(Man muss nur mal beim „Das Schwarze Auge“ nachsehen, was es da alles für verschiedene Arten von Magieausführern gibt.)

Das führt mich zu einem weiteren Punkt, über den ich jetzt seit letzter Woche nachgedacht habe.

Da war ich bei Drachenechse + Fuchs, und wir haben über mögliche Rollenspielpläne gesprochen.
Dabei habe ich Geister erwähnt.

Ich weiß jetzt nicht, wer alles die „World of Darkness“ kennt. In der ist u.a. das Rollenspielsystem „Vampire – Die Maskerade“ oder halt „Vampire: The Masquerade“ angesiedelt.
In diesem System spielt man – Überraschung – Vampire.

Aber Vampir ist nicht gleich Vampir.

Nur weil man ein Vampir ist, bedeutet das nicht, das jeder die gleichen Fähigkeiten hat. Denn diese Vampire sind in Clans aufgeteilt. Und jeder dieser Clans beherrscht etwas Anderes gut, bzw. verhält sich anders.

Und in dieser „World of Darkness“ gibt es dann auch noch Systeme zu Werwölfen, Feen, Magiern, Geistern…

„Werwolf – Die Apokalypse“ und „Wechselbalg – Der Traum“ besitze ich selbst, neben „Vampire“. Die Magier gab es auch noch auf Deutsch. „Magus – Die Erleuchtung“. Die haben mich damals aber nicht so gereizt, entsprechend habe ich mir das nicht besorgt.

Die Geister haben es leider nicht ins Deutsche geschafft. Deren System gibt es also nur auf Englisch: „Wraith: The Oblivion“. Die hätten mich dagegen sehr gereizt. Allerdings… Vor 20 Jahren hätte ich es mir nicht zugetraut, es auf Englisch zu lesen. Inzwischen hätte ich damit wohl nicht so ein Problem.
Ok, vielleicht beim Lesen schon ein wenig – aber nicht bei dem Gedanken daran.

Nach dem Gespräch mit Drachenechse + Fuchs und des wieder in Erinnerung rufens dieses Interesses an der Materie, hatte ich am Tag drauf den Grundgedanken für eine Geschichte, in der ein Geist vorkommt. Welch Überraschung.
Und ich fing an, nachzudenken, dass genau wie bei Zauberern, Vampiren, Werwölfen und Feen Geist ja nicht gleich Geist ist.
Und dass es da ja auch unterschiedliche Arten gibt/geben muss. Erstmal grob von mir unterteilt in „Die Guten“ und „Die Bösen“ – und sicherlich auch „Die Neutralen“.
Und dass ich mich mal hinsetzen sollte, um für mich eine erste Liste zu machen. Was es für Geister geben kann und wo sie hingehören.
Wenn es so etwas nicht vielleicht bei „Wraith“ schon geben würde/könnte.

Aber mit dieser Liste fange ich hier jetzt nicht an.

Doch ich wollte meinen Gedankengang einfach mal erwähnen, nachdem das Buch mich darin… quasi bestärkt hat.

Nämlich an den Gedanken, das unterschiedlichen Arten einer Gattung (Magie/Vampire/Blumen/was auch immer) durchaus in EINER Geschichte vorkommen können. Kommen ja schließlich auch verschiedene Menschen drinnen vor – und die sind erst recht nicht alle gleich. 😉

Man muss sich halt nur klar sein, wie.

Oder man lässt alle Magier, Zauberer und Hexen mit den Zauberstäben herumwedeln und schnipsen. Das geht natürlich auch.

Hat bei Harry Potter ja auch hervorragend geklappt.

 

;o)

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