Perfektionismus

ausgemalter Papageienkopf in Nahaufnahme

Wer möchte das nicht sein? Perfekt in dem, was mensch tut und macht?
Leider klappt das nicht von alleine. Bis das mit dem Perfekt so weit ist, muss so manches getan werden.
Nämlich das böse Wort Üben.

Mit dem Üben ist das dann wieder eine andere Sache. Dafür wird Zeit gebraucht. Und Motivation. Und es kommt auf das WAS an, bei dem mensch besser bis perfekt werden will.

Früher war das bei mir Text lernen fürs Theater. Und ich habe festgestellt, dass ich mich nicht einfach zu Hause hinsetzen kann, um da meine Texte zu lernen und aufzusagen. Aus dem (nicht hilfreichen) Gedanken heraus, dass ja draußen jemand vorbeigehen könnte, und diese Person dann vielleicht hört, das ich drinnen komische Selbstgespräche führe und sich dabei sonst was denkt. Wie gesagt, dieser Gedankengang war nicht hilfreich.

Waldweg der aufwärts zur Burgruine führtSo hat es erst ab Rottweil bei mir ‚Klick‘ gemacht mit dem Text lernen, als ich dafür raus bin, und ihn beim Spazieren gelernt habe. Auf einmal gings. Ich konnte mich bewegen (wichtiger Punkt), und meine Textstellen so oft ich wollte wiederholen. Wenn mir jemand entgegen kam, konnte ich die Klappe halten und danach einfach wieder weitermachen.
So habe ich seither Texte gelernt. Raus in die Natur und los.
Anschließend war es gut genug, um damit auf der Bühne zu proben. Perfekt vielleicht nicht.
Wobei, was wäre für die Bühne perfekt?

Meiner Nichte geht es wohl so ähnlich mit dem Zeichnen, bzw. Malen. Worauf sie zwar Lust hätte, von dem sie ihr Perfektionismus aber abhält. Weil sie weiß/denkt, dass sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden wäre. Es also dann nicht so perfekt wird, wie sie es gerne möchte. Also lieber etwas anderes gemacht.

Blick in einen schwarzen aufgeklappten Koffer mit bunten Stiften links, Pinsel, Spitzer und bunten Kreiden in der Mitte und Tuben mit Farben rechtsDa hätte ich wiederum nicht so eine Scheu vor. Da ich in dem Bereich so gut wie keine Erfahrungen habe und für mich das alles eh ein Experimentieren ist/wird. Das könnte ich tatsächlich einfach für mich zu Hause machen… aber da sind andere Ablenkungen einfach noch zu groß. So wird es erstmal nur bei den Ausmalbüchern bleiben. Doch irgendwann finden wir schon einen gemeinsamen Termin + setzen uns zusammen hin zum Experimentieren.
Doch wie ich von ihr gehört habe, testet sie ihre Stifte vom Koffer jetzt auch schon mal bei Ausmalbüchern. :oD

Theoretisch habe ich also keine Scheu davor, etwas zu machen oder zu üben, solange es niemand mitbekommt. Also, DAS ich übe, und nicht perfekt dabei bin.
Praktisch ist das wohl auch so. Denn das ich keine Drehleier übe, liegt ja auch daran, dass ich mir eher Gedanken mache über alle, die es vielleicht hören könnten, und die ich mit Fingerübungen (wichtig!) etc. nicht nerven will. Weil es mal nur mit 5 Minuten ja nicht getan ist. Also bleibt sie unangetastet.
Im Moment noch.
Doch ich hoffe ja, dass sich dies ab nächstem Jahr ändert… *Daumen drücken!*

Mit dem Schreiben ist das dagegen wieder gar kein Problem. Das schreibe ich hier in mein Büchchen, und zu Hause tippe ich es früher oder später in mein Monster, um es dann auf meinen Blog zu setzen. Da habe ich vielleicht nicht das Gefühl, das alles so perfekt ist, doch gut genug. Letztendlich sehe ich alles Schreiben als Übung an. Was da perfekt wäre… vielleicht haben Literatur’gstudierte‘ da ’ne Ahnung. Mir genügt schon, wenn ich nicht zu viele Rechtschreibfehler habe. Da greift mein Perfektionismus dann doch etwas. ;o)

Ich meine, ich tippe es dann nicht nur einfach ab und haue es raus. Nein, dann verbessere ich doch noch ein wenig herum. Stimmt die Rechtschreibung? Gefällt mir eine Umstellung im Satzbau noch etwas besser? Und vor allem, habe ich Bilder zum Text unterstützen?

Danach ist der Beitrag vielleicht immer noch nicht perfekt, aber – wie gesagt – gut genug.

Und so lange mir bei dem ganzen Vorgang niemand über die Schulter guckt, ist das in Ordnung für mich.
Das Ergebnis zählt.
Das ‚Unperfekte‘ davor braucht niemand zu sehen. ;o)

Notizbuch in hellem Grün, mit Gummi verschlossen

Küchenexperimente und Recherchematerial

Jetzt einfach mal zwischendurch…

Ich habe momentan ein längeres Wochenende. Drei Tage plus einen zusätzlich, da ich für das neue Projekt meiner G-S-T in Ramsthal am Sonntag zur Aufführung gefahren bin. War längst mal wieder fällig.
Wenn ich mein Wochenende – oder sogar verlängertes Wochenende – habe, muss ich mich ja selbst um meine Verkostung kümmern. Da fühle ich mich hin und wieder dazu berufen, Experimente zu machen, um alte Gerichte von früher für mich auf den Tisch zu bekommen. Das waren ja einmal die Experimente vor Jahren von wegen dem Kartoffel-Kohlrabi-Auflauf. Ein anderes Mal die Versuche, den Zucchini-Reis einigermaßen zu rekonstruieren.
Also – zumindest das mag ich inzwischen.

Früher gab es hin und wieder mal einen Nudel-Zucchini-Auflauf bei Muttern zuhause, der sehr lecker war. Und ich hatte dieses Wochenende das Bedürfnis, mich da ran zu wagen.

Nudel-Zucchini-AuflaufIch habe nun zwei Tage hintereinander Versuche gestartet. Gestern dachte ich mir, dass ich eine kleine Dose Erbsen und Karotten mit dazu tun möchte – mitsamt der Flüssigkeit aus der Dose.
Ich konnte es essen, doch ich war damit nicht ganz zufrieden.
Deswegen gab es heute Versuch Zwei – ohne Erbsen und Karotten. Zusammen mit einem Becher Sahne, einer halben Packung Streichkäse und natürlich mit Zucchini und Zwiebeln. Schön mit Käse drüber.

Das Ergebnis fand ich heute etwas besser. Doch ich denke, etwas weniger Sahne und Streichkäse wären vielleicht noch besser gewesen.
Andererseits konnte ich so meinen Streichkäse vernichten, dessen Zeit bereits abgelaufen war. Jetzt aber wirklich. ;o)
Meinen nächsten Versuch werde ich also weiter variieren. Mal sehen…
Morgen werden die letzten Zucchini-Teile dann wieder mit Reis gegessen.

Außerdem kam heute Post an. Bücher, welche ich mir gebraucht bestellt habe, um endlich mal wieder nach Namen zu sehen. Denn ich habe letzte Woche nur mal kurz in meine Geschichte reingesehen, und dachte mir, die richtigen Namen wären endlich mal ganz praktisch.
So habe ich also die nächsten Tage wieder etwas zum Rumblättern.

Ich meine, ich habe zwar bereits einige Vornamen-Bücher. Allerdings sind die im Moment irgendwo… Außerdem kann neues Material ja nicht schaden. ;o)

Das mal kurz zwischendurch.
Bis demnächst.

4 Bücher mit Vornamen

Neues aus der Küche

Glasschüssel voller Kartoffel-, Kohlrabi- und Karottenstücken samt Tomaten, mit einer Arte krümmeliger Soße bedeckt/vermischt

Die letzten beiden Tage habe ich wieder in der Küche weiterexperimentiert. Einmal bin ich noch auf der Suche nach meiner Variante des Kartoffel-Kohlrabi-Gratins (KKG), den ich vor einiger Zeit in der Kantine gegessen habe.
Letzte Woche gab es auch mal wieder diesen Gratin – aber ehrlich: Ich konnte ihn essen, aber so wie er mir serviert wurde, hätte er mich dieses Mal in keinster Weise gereizt, den selbst zu versuchen. Er war so… *flatsch!*

Die zweite Sache, die ich versuche, in etwa nachzuvollziehen, ist eine Zucchini- Reis-Pfanne mit Feta. Da gab es vor Jahren von einer der großen Fertigmischungs-Hersteller eine Packung, die ich damals durch Zufall entdeckt hatte, und dann durchaus gerne genutzt habe. Allerdings gibt es diese Mischung nicht mehr. Also… wenn ich schon nach Kohlrabi und Kartoffeln sehe, kann ich das auch nach Zucchini und Reis.

Vorgestern habe ich mir morgens beim Einkaufen also mal wieder eine kleine Zucchini organisiert und einen Kohlrabi. Außerdem Schnell-Reis-Packungen.

Von dem Versuch, die Zucchini-Reis-Pfanne wieder zu entdecken, habe ich ja noch nichts berichtet. Bisher hatte ich da auch erst einen Versuch vor ein-zwei Monaten. Dafür habe ich auch extra nochmal zusätzliche Gewürze besorgt. Nämlich Rosmarin und neues Paprika-Pulver.

Glasschüssel mit einer großen Menge geriebenen Streukäse auf dem Inhalt der SchüsselDer erste Versuch war… essbar. Aber noch nicht so, wie ich es in etwa in Erinnerung hatte. Also am Samstag ein neuer Versuch – und von dem habe ich auch keine Fotos gemacht. Da habe ich das Ergebnis nur gegessen. ;o)

Eigentlich ist diese Zucchini-Reis-Pfanne ein schnelles Essen. Was am längsten dauert, ist das Zutaten schnippeln. ;o)
Die Zucchini, dazu noch eine Zwiebel. Außerdem noch den Käse. In meinem Fall vielleicht nicht wirklich Original-Feta, sondern „Hirtenkäse“. Den habe ich damals auch immer genommen.
Dieses Mal habe ich auch die Lake aus der Hirtenkäse-Packung verwendet. Noch etwas Sahne dazu, und dann die Gewürze rein. Außerdem noch ein wenig Wasser.
Mein Reis war dieses Mal eine Reispackung, die bereits mediterran vorbehandelt war. Also genau richtig für meinen Verwendungszweck. Und damit konnte ich alles nach und nach in den Topf schmeißen.
Zum Andünsten der Zwiebeln und der Zucchini habe ich dieses Mal Olivenöl genommen, dann kam die Flüssigkeit dazu für den Reis – also die Lake-Sahne-Wasser-Gewürze-Mischung. Und natürlich der Reis. Nicht zu vergessen den Hirtenkäse. Nun alles um die zwei bis drei Minuten köcheln lassen – fetisch.
Und das Ergebnis? Lecker.
So kann ich es lassen.

Gestern kam dann wieder ein Versuch KKG dran.
Eine halbe Kohlrabi, eine halbe Möhre, Zwiebel, 3 Kartoffeln, kleine Tomaten…
Dieses Mal habe ich für die Flüssigkeit Versuche mit einem Ei, Sahne und Kräuterkäse gemacht.
Das Ergebnis? Heiß und essbar. (Anscheinend so heiß, dass ich mir wohl etwas den Gaumen verbrannt hatte, wie ich heute beim Zahnarzt erfahren habe. Doch dazu ein anderes Mal mehr.) Aber sonst?
Immer noch nicht das gewünschte Ergebnis. Immer noch nicht das richtige Flüssigkeitsverhältnis im Gratin dann später. Außerdem habe ich dieses Mal den kompletten Rest meines einen Streukäses genommen. Einfach, damit er wegkommt, bevor er vielleicht schlecht wird. Und das könnte eventuell einen Tick zu viel gewesen sein. Zumindest war die dicke Käseschicht klar ersichtlich. Auch wenn sie das Essen nicht gestört hat.

Ich denke, da werde ich noch weitere Versuche machen müssen. Wenn auch nicht in den nächsten Tagen, da ich da wieder arbeiten darf und deshalb irgendwas in der Kantine essen werde. Und entsprechend abends nicht mehr so viel zu Hause.

Dieses hier also mal als ein kleiner Zwischenbericht aus meiner Experimentenküche.

*kichernd im großen Kessel herumrühr*

Kartoffel-Kohlrabi-Gratinversuch in Glasschüssel, mit Käse überbacken. Der Käse ist aufgrund der Menge in der Mitte noch als geriebener Käse zu entziffern, außen ist er schön braun