
Ich habe letzte Nacht tatsächlich mal wieder einen Theatertraum gehabt. Was ja schon alleine deshalb erstaunlich ist, da es schon Ewigkeiten her ist, dass ich das letzte Mal auf einer Bühne stand. Das war nämlich 2013 – also inzwischen 12 Jahre bald. Für den Zerbrochenen Krug in Steinau.
(Ich dachte ja erst 2012, aber mein Blog hat mich eines besseren belehrt. Denn 2013 haben wir Tartuffe beendet – und meines Wissens auch den Krug.)
Meine letzte Theaterwerkstatt müsste die 2016 gewesen sein. Danach haben sich die Termine teilweise mit meiner Drehleierwerkstatt in Bad Homburg überschnitten. Oder ich hatte keine Lust. (Konnte ich alles in alten Beiträgen nachlesen. Gute Gedächtnisstütze, so ein Blog. ;o))
Also ist mein letztes eigenes Theatergeschehen lange her. Und trotzdem habe ich nach all den Jahren immer noch immer wieder mal Theaterträume. Das Hirn ist schon so ’ne Sache.
Ich glaube, der Traum müsste bei Lim angesiedelt gewesen sein, denn wir waren recht viele auf der Bühne. Und bevor es für mich auf die Bühne ging, durfte ich feststellen, dass ich meine Kostümsachen nicht dabei hatte. Also habe ich da improvisiert.
Ich war ein Diener eines Industriellen und das Stück soll von 1921 gewesen sein? Hatte irgendwer der Gruppe nachgesehen. Die letzte Aufführung war schon eine Weile her – deswegen auch Kostüm vergessen – und ich war mir nicht sicher, ob ich den Text noch hinbekomme. Allerdings hat mich das dieses Mal irgendwie nicht aufgeregt. Ich dachte, das wird schon.
Es hatte auch irgendwas mit Schnee zu tun…
Keine Ahnung, ob es da wirklich irgendein Stück gibt aus diesem Jahresbereich. Ich habe zumindest selbst keines jemals gespielt. Also, im Wachen. ;o)
Während der Aufführung bin ich dann wach geworden. Und dachte, dass ich darüber schreiben will/muss. Was ich jetzt tue.
Während meiner aktiven Zeit hatte ich das Gefühl eines textlichen Blindfluges wirklich nur einmal. Und zwar im zweiten Jahr in Rottweil. Als wir Kunst nochmal als Gastspiel während der Sommernachtstraum-Zeit gemacht haben. Das heißt, es waren seit der letzten Aufführung bereits einige Wochen vergangen und wir hatten uns seitdem nur mit dem Sommernachtstraum befasst. Und dann, auf einmal, zwischendurch das Gastspiel.
Ohne Probe vorher.
Da hatte ich auch das Gefühl, mit Vollgas durch einen Tunnel zu heizen – ohne Licht. Wird schon schiefgehen. Wir kennen ja den Weg. Augen zu und durch.
Huuuuiiii!!!
Gut, es hat tatsächlich geklappt und wir kamen gut durch die Aufführung. Da war das bemerkenswerteste an der Sache noch, dass es das Bild auf dem Rückweg vom Pritschenwagen gefegt hat.
Ups.
So ein bisschen hatte der Traum was von der Fahrt durch den Tunnel mit Kunst. Doch war ich für diese Fahrt gefühlt entspannter als damals vor 22 Jahren vor Kunst.
Bin gespannt, wann ich das nächste Mal im Traum auf einer Bühne stehen werde. Und wie lange mich solche Träume weiterhin besuchen werden…
Doch besser Theaterträume als Koffer im Traum zu röntgen, oder andere Arbeiten wiederzuerleben. ;o)
