Festspielbesuch – Schneewittchen

Bühnenbild der Festspiele Hanau von vorne gesehen. 3 Etagen Unten 7 Torbögen, davon 5 verschlossen. Links und rechts führen Treppen nach oben. Vor dem zweiten Bogen von rechts steht ein leerer goldener Spiegelrahmen, vor den nächsten beiden Bögen nach links stehen Fahnen. In der mittleren Eben steht links ein Baum mit rosa Blättern. Daneben nochmal 6 Torbögen, Drei davon mit Vorhängen verschlossen. Über der dritten Ebene sieht man Berggipfel. Darüber Teile der Beleuchtung und das Zelt des Amphitheaters.

Drachenechses Mama hat mich mal wieder mit ins Theater genommen. Sogar schon zwei Mal dieses Jahr. Beim Tischlein-Deck-Dich waren wir auch schon. Doch ich will in meinem einzigen geplanten Beitrag des Monats über den Besuch von Schneewittchen berichten.

Schneewittchen war nun nicht das Musical der Spielzeit, dennoch war es mit Gesang und Musik. *sfz* Warum auch immer. Is‘ anscheinend cool?

Ich hätte den Gesang nun nicht unbedingt gebraucht. Vor allem, wenn ich die Liedtexte nicht komplett verstehe, akustisch. Saßen wir wohl etwas Lautsprecher-ungünstig. Wobei… Ich habe bisher noch nie so weit vorne gesessen. Reihe 4. Das ist ja fast Bühne.

Die Inszenierung war solide. Zuerst Schneewittchen im Prinzessinnen-Modus. Später als integrierter Zwerg.
Die Idee + Ausführung des beweglichen Spiegels fand ich sehr gut. So war dieser nicht in einer Ecke gebunden und ‚der Geist‘ im Spiegel konnte ihn über die ganze Bühne bewegen, im Verbund mit der bösen Königin.

Es hat eine Weile gedauert, bis ich durchgeblickt habe, was kommen wird + wohin die Reise geht. So schienen Prinz + Schneewittchen am Anfang durchaus perfekt zusammen zu passen. Der einzige Hinweis für mich, dass dies wohl nicht der Fall sein dürfte, war, dass der Prinz die gleichen Farben wie die Königin getragen hat.

Die beweglichen Tür’stopfen‘ waren praktisch + wurden gut genutzt. Schade, das Holzhacken von Schneewittchen hätte ich gerne von vorne gesehen. Auch fand ich das Spielelement der Stäbe für die Zwerge gut.

Ich muss sagen, diese Aufführung hat mir ziemlich gut gefallen. Besser als Moby Dick im Februar + das Tischlein-Deck-Dich. Drachenechses Mama hat es sich sogar schon zum zweiten Mal angesehen.
Verdient, wie ich finde. Das reizt fast mal wieder zum selbst-spielen. ;o)

Schneewittchen – gut gemacht.
*Beifall klatsch*

Bühnenbild der Festspiele Hanau von rechts aus gesehen. 3 Etagen Unten 6 Torbögen, davon 5 verschlossen. Links ist die Treppe nach oben zu sehen. Vor dem Bogen rechts steht ein leerer goldener Spiegelrahmen, vor den nächsten beiden Bögen nach links stehen Fahnen. In der mittleren Eben steht links ein Baum mit rosa Blättern. Daneben nochmal 5 Torbögen, Drei davon mit Vorhängen verschlossen. Über der dritten Ebene sieht man Berggipfel. Darüber Teile der Beleuchtung und das Zelt des Amphitheaters.

Schon wieder Farben

Ausgefülltes 72 Farbstifte-Testblatt

Nun ist mein letzter Beitrag übers Ausmalen ja noch gar nicht so lange her. Und jetzt schreibe ich schon wieder was dazu?
Habe ich nichts anderes zu tun?
Nun – eigentlich nicht. ;o)

Ich habe gerade mein 3-Tage-Wochenende. Das ist so schön. Da muss ich ja niemanden davon überzeugen, denke ich. ;o)
So habe ich gestern, an meinem ersten freien Tag, tatsächlich mal etwas gemacht, was ich bisher noch nicht gemacht habe: Ich habe ein Bild fertig ausgemalt. :oO

Aber erst noch zum kleinen Mandala, welches ich direkt am 2. Januar angefangen habe. Allerdings habe ich es an dem Tag nicht fertig bekommen. Die letzten Felder musste ich tatsächlich am 3. Januar fertig machen.
Das war nun auch das erste Mal, dass ich mich nur auf eine Seite in meinem Stift-Mäppchen beschränkt habe.
Eigentlich hätte ich es auch gerne in Blau gemacht, doch ich musste sehen, dass meine blauen Stifte schon um einiges kürzer sind als meine grünen. Deswegen habe ich mich für meine grünen Stifte entschieden.

Mandala-Motiv in Schwarz-Weiß zum Ausmalen

12 Stifte in Grüntönen

ausgemaltes Mandala

Und dann ging es an die nächste Motivauswahl.

Tatsächlich waren beide möglichen Motive welche mit Blütenblättern.
Ich habe mich nun erstmal für dieses entschieden – kann sein, dass das andere das nächste wird.
Oder vielleicht auch nicht. ;o)

noch nicht ausgemaltes Ausmalmotiv Ein spitzer Berg mit Schneespitze links in der Bildmitte, wie ein Vulkan, davor ein verschnörkelter Ast quer über die Seite und viele Blüten in unterschiedlichen Größen

Als erstes habe ich mich an das Ausmalen der Blüten gemacht. Und natürlich nicht alle in derselben Farbe. Leichte Variationen dürfen da schon sein. ;o)

Ausmalmotiv: Ein spitzer Berg mit Schneespitze links in der Bildmitte, wie ein Vulkan, davor ein verschnörkelter Ast quer über die Seite und viele Blüten in unterschiedlichen Größen, jetzt in verschiedenen Pink-Tönen

Als nächstes ging es dem Holz an die Farbe(n). Auch hier in verschiedenen Brauntönen. Weil Holz und so… ^^

Ausmalmotiv: Ein spitzer Berg mit Schneespitze links in der Bildmitte, wie ein Vulkan, davor ein verschnörkelter Ast, jetzt in Brauntönen, quer über die Seite und viele Blüten in unterschiedlichen Größen, jetzt in verschiedenen Pink-Tönen

Dann ging es an den Berg/Vulkan, dessen Seite grünlich/grau wurden. Und ich habe versucht, die Schneespitze etwas… zu beleben? An dem ‚etwas-mehr-Tiefe-verleihen‘ muss ich noch arbeiten.
Anschließend ging es an den Himmel. Beziehungsweise dem Rest vom Blatt. Wie es sich für Himmel gehört, wurde der Blau. Aber er war noch so groß bzw. viel – den habe ich nicht mehr an dem Tag geschafft.

Ausmalmotiv: Ein spitzer Berg mit Schneespitze links in der Bildmitte, wie ein Vulkan, die Flanke des Berges in grünlich und grau. Davor ein verschnörkelter Ast, jetzt in Brauntönen, quer über die Seite und viele Blüten in unterschiedlichen Größen, jetzt in verschiedenen Pink-Tönen der Hintergrund ist jetzt zu drei Viertel in verschiedenen Blautönen ausgemalt, von hellblau unten zu immer dunkler werdend oben

Da kommt nun der Abend gestern ins Spiel.
Ich hatte tatsächlich mal keine Lust, irgendwas zu spielen oder nur stumpf Videos zu gucken, und habe tatsächlich mal das Buch ausgepackt, um das Bild zu beenden.
Die Abstufungen von hellblau zu dunkel finde ich prinzipiell immer noch gut – wenn ich vielleicht auch den ein oder anderen Farbton hätte überspringen können. *schulterzuck*

Nun, mal sehen, wie es dann nächste Woche wird, nachdem unser eine Raum geschlossen ist, weil das System umgestellt wird. Wer weiß also, ob da das nächste Bild angefangen wird – oder auch nicht.
Doch zumindest jetzt habe ich also wieder zwei fertig.
Und ich habe mir tatsächlich Haarspray gekauft, um die Bilder nun nachträglich zu versiegeln. Dann riechen jetzt zumindest die Bücher etwas… anders. ;o)

fertig ausgemaltes Ausmalmotiv: Ein spitzer Berg mit Schneespitze links in der Bildmitte, wie ein Vulkan, die Flanke des Berges in grünlich und grau. Davor ein verschnörkelter Ast, jetzt in Brauntönen, quer über die Seite und viele Blüten in unterschiedlichen Größen, jetzt in verschiedenen Pink-Tönen der Hintergrund ist nun in verschiedenen Blautönen ausgemalt, von hellblau unten zu immer dunkler werdend oben

Ein Kessel Buntes – nur ohne Kessel

ausgemaltes Mandala

Ich war diesen Monat nicht gerade fleißig. Bisher gerade mal 3 Beiträge veröffentlicht.
Okay, die Laufkundschaft ist diesen Monat auch sehr niedrig. Da haben nur 8 Leutchen den Klick hierher gefunden. Diejenigen, die per Mail benachrichtigt  werden, zählen da nicht mit. Die lesen ja dann die Mails.
*zum Mailserver wink*
Ich habe zwar noch ’ne Aufregung über die Bahn vorgeschrieben, doch da hatte ich noch keine Lust, die abzutippen + rauszuhauen. Vielleicht mach ich es noch – vielleicht aber auch nicht. Eventuell mache ich dieses Jahr noch den üblichen Geschenkbeitrag. Da gibt’s auch nicht so viel zu schreiben, denke ich. Wenn ich da aber mal wieder vom Hölzchen aufs Stöckchen komme, kann’s auch etwas länger werden. ;o)

Blümchen-Mandala ausgemaltKomme ich stattdessen mal wieder auf was Buntes in dieser trüben Zeit. Auch wenn die letzten Tage ja wettermäßig richtig schön waren – aber kalt.
Äh ja, wo war ich stehen geblieben? Buntes…

Ich kann gerade nicht feststellen, wann mein letzter Bildbeitrag hier stattgefunden hat. Auf jeden Fall eine ganze Weile her. Wird also mal wieder Zeit.

Nun, ich war zumindest die letzten Tage wieder fleißig. 3 Bilder sind fertig. Davon war eines relativ schnell erledigt, da ich von Drachenechses Mama was Neues zum Ausmalen bekommen habe. Das erste Mandala davon ging recht flott und seht ihr oben.
An den anderen Motiven habe ich etwas länger gesessen. Und meinen fertigen Papagei habe ich ja auch noch nicht gezeigt. Deswegen hier jetzt also wieder was buntisches. ;o)

Den Papagei hatte ich am 2. Oktober beendet. Und da es ein Papagei ist, hieß das für mich viele Farben nutzen.

Bisher ist es bei den Ausmalbildern so für mich meistens, dass fast jede freie Fläche ihre eigene Farbe bekommt. Und nebeneinanderliegende Felder nach Möglichkeit nicht die gleiche.
In der Regel und nach Möglichkeit.
Bei den ersten Bildern, wo ich noch nicht ganz so viele Stifte und Farben hatte, war das natürlich etwas schwieriger. Doch wenn das gleiche „Material“ nebeneinander gezeichnet war, hat es auch die gleiche Farbe bekommen.
Beim Papagei habe ich das erste Mal versucht, Farben in einem Feld zu kombinieren, mehrfach. Deswegen sind die Brustfedern so bunt. Und auch der Kopf hat viele Farben bekommen.

Papgeienbild unausgemalt in Schwarz-Weiß

ausgemaltes Papageienbild in bunt

Ach halt, Farben habe ich ja auch im Hausbild schon kombiniert. Also war es doch nicht das erste Mal. Aber dafür hier viel.
Beides gefällt mir ziemlich gut, deswegen kommen unten auch nochmal Großaufnahmen der Stellen.

Heute bin ich nun hiermit fertig geworden. Ich kann gar nicht sagen, wann ich damit angefangen habe. (Ah – gefunden. Es war der 09. Oktober.)
Auch dieses Bild ist ziemlich bunt geworden.

Mandala ausgemalt

Ich könnte mir jetzt direkt vorstellen, dass ich mich bei einem der zukünftigen Mandalas mal auf eine Stiftauswahl beschränke. Vielleicht aus dem Etui einmal die blaue Seite oder so. Mal sehen, wann ich wieder inspiriert bin und Zeit habe.

Ich denke, am zukünftigen Kunst-mach-Nachmittag werde ich wohl eher mit meinen Aquarell-Buntstiften experimentieren, als den Inhalt des neuen Koffers auszuprobieren. Es ist ja nicht so, als hätte ich kein Arbeitsmaterial. ;o)

Kommt gut ins neue Jahr. ;o)

ausgemalter Papageienkopf in Nahaufnahme

bunte Brustfedern des Papageis in Regenbogenfarben

Gibt es Regeln für Kunst?

36 Buntstifte im Metalletui

Nun. Ich würde ja sagen, in der Schule für den Unterricht ja. Weswegen ich da wohl auch nie wirklich ein großes Interesse entwickelt habe. Von wegen der strikten Getrennthaltung der Farben im Farbkasten. Bloß keine Farben zusammenschmieren…
Okay, das ist vielleicht sinnvoll, wenn ich an meine teilweise etwas…. ähm… verdreckten Farben denke.

Es war nie so meines.

Das erste Mal, dass ich gesehen habe, dass es auch anders geht, war beim Malen des Bühnenbildes von Jim Knopf + die Wilde 13 in Rottweil. Da wurde nicht schön ordentlich jede Farbe für sich gehalten, sondern tatsächlich mit anderen Farben übereinander gemalt. Ohne, dass die erste Farbe getrocknet war. :oO
Shocking!

Das war das erste Mal, dass ich mir vorstellen konnte, irgendwann mal selbst was zu malen. Was aber, ehrlich gesagt, auch nach 24 Jahren noch nicht passiert ist.

Auch später die Aufzeichnungen von Bob Ross wirkten einfach und ein wenig inspirierend.
Doch immer noch nicht genug.

Geöffneter Holzkoffer darinnen sind zu sehen: eine Farb-Mischpalette Farbtuben Spachtel Pinsel WasserbehälterJa, ich habe mir in den Jahren einiges an „Erstausstattung“ zugelegt. Staffeleien, Leinwände, Farben… Liegt alles irgendwo hier bei mir herum. Alles ungenutzt.

Letztens kam wieder was dazu.
Ein Holzkasten/-koffer, der zur Tischstaffelei umgebaut werden kann + in dem sich auch Farben + Material einpacken lassen können.
Praktisch.
Musste ich haben. *schulterzuck*

Dieser Kasten hat mich jetzt veranlasst, über Regeln in der Kunst nachzudenken, weil… wie könnte ich ihn bemalen, so dass die Holzmaserung danach noch zu sehen ist?

Gut, vielleicht ist das nicht wirklich eine Regelfrage für Kunst, doch um etwas bemalen zu können, braucht es Grundvoraussetzungen, was ja in gewisser Weise auch Regeln sind.

Ich könnte es mit Acrylfarben bemalen… doch vermute ich, dass Acryl sehr deckend wäre/ist, so dass danach keine Maserung mehr zu sehen ist. Wie wäre es dann mit Aquarellfarben? Die halte ich für etwas transparenter. Doch meinte Drachenechse da, dass die in der Maserung verlaufen würde. Hm… Also vorher grundieren?

HolzkofferIch habe die Überlegungen dazu im Moment zurückgestellt. Doch werde ich immer daran erinnert, wenn ich die Koffer/Kiste zuhause stehen sehe. Es sagt mir geradezu immer:
‚Mal mich an!‘

Wird sich noch ein wenig gedulden müssen, die Box.

Drachenechse hat auch Alkohol-Marker vorgeschlagen. Hm. Da muss ich noch eine Weile warten, dann bekomme ich dafür Experimentiermaterial. Denn ich konnte mich nicht beherrschen, und musste mir ein Mixed Media Art Kit bestellen. Da hat es dann auch Alkohol-Farben. Wenn das Kit hier eintrudelt, wäre/ist das dann auch bestimmt einen Beitrag wert. ;o)

Doch das war ja nur der erste Grund für diesen Beitrag.
Das ‚wie kann ich dat Ding am besten bemalen?‘
Stofftasche mit Banner darum von CASTLE ARTS 72 Premium Soft Touch COLOURED PENCILS Neben dieser Beschriftung steht ein Greif mit goldenen Flügeln und blauen HinterteilNun habe ich letztens ja seit Ewigkeiten wieder mal in einem meiner Ausmalbücher weitergemalt. Da musste ich auch an das damals denken, von wegen Schule + jede Farbe einzeln… was ich bei den Ausmalbüchern ja auch noch so handhabe. Allerdings ist das bei Buntstiften ja auch etwas schwerer, mit ihnen übereinander zu malen. Finde ich. Weswegen ich ja auch immer mehr Farbstifte haben wollte. Mehr Farbstifte = mehr Farben.
Tatsächlich habe ich aber meine 72er-Packung vom letzten Jahr noch nicht benutzt. Schande über mein Haupt. Doch es beruhigt mich, sie zu haben und zu wissen, dass ich sie jederzeit benutzen könnte.
Wenn ich es mal wollte. ;o)

Bei meiner letzten Ausmalstunde wurde das Vögelchen wieder um einiges bunter. Und ich wäre nun soweit zu überlegen: Sollte ich alles ausmalen, oder wäre es nicht sogar gut, auch mal etwas weiß zu lassen? Damit die entsprechenden Bilder dann nochmal anders wirken können, als wenn nur 1000 Farben auf eine Fläche geklatscht worden wären. Quasi.

Aber das ist dann eigentlich auch keine Regel.
Nirgends heißt es: Alles weiße muss aus-/angemalt werden. Denn im Gegensatz zu gewissen Grundregeln, welche Farben auf welchem Material wie wirken oder halten, gibt es ansonsten in der Kunst nicht wirklich Regeln. Es ist das, was jede/r für sich daraus macht.
Ich wünschte, ich hätte das schon damals in der Schule verstanden. Vielleicht würde ich dann mehr mit Farben als mit dem Stift in der Hand hantieren?
Wer weiß.

Vogel in einem Ausmalbuch, fast vollständig ausgemalt

 

Gespräche über… Farben

Notizbuch in hellem Lila

– Oh. Das war jetzt schneller als erwartet.

– Ja. Was will er denn schon wieder? Hm, immerhin hat er diesmal einen ganzen Titel oben stehen. Auch wenn der nicht mehr Sinn ergibt als der letzte. Farben. Wieso sollen wir denn über Farben reden?

– Vielleicht sollen wir unsere Lieblingsfarbe sagen?

– Und dann? An den Händen fassen und im Kreis tanzen?

– Du bist ein bisschen negativ.

– Ein bisschen? Sehr!

– Hast du denn überhaupt ’ne Lieblingsfarbe?

– Hm. Nicht das ich wüsste.

– Ich mag ja Grün.

– A…ha. Grün. Nun ja, warum auch nicht.

– So ein schön dunkles. Oder von mir aus auch mal heller.

– Ja ja. Grün. Ich hab’s verstanden.
Nicht, dass uns das irgendwie hier weiterhelfen würde.

– Stimmt.

– Das einzige, was mir jetzt zu Farben einfällt, ist, dass gestern die Dritte eine blaue Schrift hatte.

– Oh, stimmt.

– Wenn wir hier wenigstens mal ein paar Farben sehen würden. Von mir aus irgendwelche Farbstifte.

36 Buntstifte im Metalletui

– Oh. Okay.
Aber im Gegensatz zu diesen Stiften oder der Dritten gestern: Wie sehen wir denn eigentlich aus?

– Hm? Wie meinst du?

– Na, welche Farbe haben wir eigentlich?

– Das kommt wahrscheinlich drauf an, wie der jeweilige Browser funktioniert und welchen Hintergrund er zeigt. Ist er schwarz, wie es eigentlich sein soll, müssten wir weiß sein. Ist der Hintergrund weiß, sind wir wohl schwarz.

– Wow. Das ist ja mal langweilig.

B: Oh. Ihr seid ja schon wieder hier.

– Du doch auch.

B: Redet ihr wieder übers Reden?

– Nein. Diesmal nicht.

– Genaugenommen haben wir gerade über dich geredet?

B: Über mich?

– Ja. Wieso bist du blau?

B: Keine Ahnung.

– Aber es muss doch einen Grund haben, warum du blau bist und wir nicht?

B: Vielleicht sieht er mich blau?

– Was? Wie meinst du das denn?

B: Na ja. Vielleicht sieht er mich hier reden und denkt sich dabei: Blau.
Er hört mich quasi Blau.

– Das ist doch Unsinn. Wie soll jemand denn Blau hören können?

B: Na, wenn jemand Zahlen sieht und Farben denkt, warum soll das nicht auch mit Text und Sprache gehen?

– Farben sehen und Zahlen denken?

B: Nein, Zahlen sehen und Farben denken. Das heißt Synästhesie. Eine Person sieht z.B. eine Sieben und sieht Lila.

– Sowas gibt es?

B: Ja.

– Und woher weißt du sowas? Nicht, dass dieser Fakt wichtig wäre… aber gut, er passt zumindest zum Gesprächsthema.

B . Eine Freundin hat es.

– Oh. Wow.

B: Hm.

– Aber wenn jetzt 7 Lila ist, wie wäre es dann mit 777 oder 174? Überlagert sich das oder verstärkt sich gar?

B: Das kann ich nicht sagen. Das muss ich sie erst fragen.

– Wenn er dich blau sieht oder denkt, warum sieht er uns beide dann nur schwarz oder weiß?

B: Vielleicht weiß er eure Farben noch nicht?

– Er weiß sie noch nicht? Es kann doch nicht so schwer sein?

– Vielleicht will er passende Farben und nicht irgendwelche?

– Wie sollen die denn passen?

– Na ja, wenn er dich so hört, erkennt er deine Farbe wohl noch nicht genau.

– Rede ich vielleicht zu leise? HALLO!!

– Ich habe ja gesagt, ich mag Grün. Das muss nicht bedeuten, das ich Grün bin, aber das mir die Farbe gefällt. Und wenn ich das und dich nun miteinander in Verbindung bringe, denke ich nicht, dass du z.B. Grün bist.

– Ach ja? Was denn dann?

– Hm. Vielleicht was in Richtung Gelb?

B : Aber kein Neon oder Leucht.

– Nein, eher trüb. Sowas wie Ocker.

– Na vielen Dank.

– Ich sehe mich auch nicht Rot, oder Blau. Grün? Echt schwierig.

B: Wartet doch einfach noch ein bisschen. Vielleicht sieht er und ihr bis zum nächsten Mal ja klarer?

– Das nächste Mal? Na super. Da freue ich mich jetzt schon drauf. Womöglich dieses Mal ein Gespräch über… was denn z.B.? Den Mond? Oder Essen?

B: Könnte doch sein.

– Es reicht schon, dass wir nun die ganze Zeit über Farben geredet haben und immer noch Schwarz-Weiß sind.

– Das sind halt auch die wichtigsten Farben. Von daher…

– So ein Unsinn.

 

(Farbgedanken?)

Feuer vor schwarzem Hintergrund