Was ein Theater…

Verschiedene Masken der Commedia Dell'Arte

Ich war im Juli seit Ewigkeiten mal wieder in einem Theaterstück. Meine Neffen sind nämlich mit mir zur Aufführung von „Robin Hood“ vom Kinder- und Jugendtheater Frankfurt im Nidda-Park.
Doch darüber will ich jetzt gar nicht schreiben.
Auch Fotos habe ich keine gemacht. Wer sich da ein paar Bilder ansehen möchte, muss auf die Instagram-Seite des Theaters gehen. Da kann mensch dann Fuchs als Robin sehen.

Ich habe mir vorhin für mich Gedanken zu dieser Aufführung gemacht, was mich dazu brachte, mal über meine Theaterzeit(en) nachzudenken und zu überlegen, welche Rollen/Stücke für mich am besondersten/wichtigsten waren.

Ich denke jetzt nur an den Zeitraum von 1986 bis 2012. Das ist ein gutes Vierteljahrhundert. Meine Zeit vom Jugendtheater über das Zimmertheater bis zu den eigenen Inszenierungen.

Ich denke, sehr wichtig ist „Die Frau in Schwarz“ vom Zimmertheater Rottweil. Sie steht so weit oben, da dies das erste (und einzige) Zwei-Personen-Stück war, in dem ich mitgemacht habe.
Kein Verstecken hinter anderen Schauspielern. Mensch muss die ganze Zeit voll bei der Sache sein. Das war eine Herausforderung. Und mein Kollege war klasse. Er und seine Familie haben sich damals ein wenig zu einem Familienanschluss für mich entwickelt.
Also – die Frau in Schwarz ganz oben, als allererstes.

Mit „Kunst“ haben wir später da noch ein 3-Personen-Stück gemacht, doch das finde ich für mich längst nicht so wichtig. Am wichtigsten von „Kunst“ war da der 1½-Seiten-Monolog… und die Filzstifte in der Nase, die es auch in die Zeitung geschafft haben.
Wuhuu… welch Wunder…

Weit vor „Kunst“ liegt bei mir da noch eher „Macbeth“ von 1999 in Gelnhausen. In dem Jahr war ich im „Theaterstress“ – 3 Premieren in 3 Monaten. Als hätten mir meine beiden festen Theatergruppen nicht gereicht, musste/wollte ich unbedingt beim Macbeth-Projekt mitmachen. Eigentlich wollte ich ja ‚nur‘ Soldat sein und kämpfen. Allerdings hat das zeitlich nicht gepasst. Also habe ich die kleine Rolle des Arztes übernommen. „Ein Arzt“ – auf der Besetzungsliste die zuletzt aufgeführte Rolle. Ein Auftritt von vielleicht 5 Minuten, wenn’s hochkommt. Kurz vor Schluss, zusammen mit Lady Macbeth. Und ihrer Zofe.
Und mit diesem kurzen Auftritt habe ich es geschafft, eine namentliche Erwähnung in der Zeitung herauszuschlagen. Bei locker über 50 Mitspielern macht mich das immer noch stolz. :oD

Etwa auf einer Ebene würde ich danach 3 Rollen/Stücke ansiedeln. Das wären die beiden ersten Projekte in den Jugendgruppen, bei denen ich mitgemacht habe – und ein Stück etwas ‚weiter hinten‘.

Das erste Stück von Lim war „Der eingebildete Kranke“ von Molière.
So kamen wir ja überhaupt zum Namen unserer Gruppe. Aus ‚Le Malade imaginaire‘ wurde ‚L’imagination malade‘ = L’im oder einfach Lim.
Ach ja, da habe ich Argan gespielt. Den eingebildeten Kranken, angelegt als ein Pantalone der Commedia Dell‘Arte – nur ohne Maske.
Das war 1987.

Lim war damals die eine Jugendtheatergruppe des Jugendbildungswerkes Hanau. Die andere Gruppe war die Confusion. In die stieg ich dann 1992 mit ein. Da war ich in der aktuellen Lim-Produktion nicht groß beschäftigt, also suchte ich mir eine andere Theaterauslastung.
Hi hi… der erste Kommentar zur Begrüßung einer Alt-Confusionärin war, als ich zu einer ersten Probe für Neue kam: „Was machst Du denn hier?“

Ja – unsere Gruppen kannten sich ein wenig. :oD

Die Confusion suchte für ihr neues Projekt noch Mitspieler. Das Projekt war „Draußen vor der Tür“ – und ich wurde da zu einem von erst 4, dann 3 Beckmännern. Der vierte machte irgendwann den Abgang – seine Diva-Allüren wurden nicht ordentlich gewürdigt. Also wurde sein Teil auf die anderen drei aufgeteilt. Das machte dann die Szene beim Oberst erst richtig gut.
Also Danke nochmal für deine verletzte Eitelkeit, Nr. 4.

Ja, das war klasse. Und diese Produktion hat meinen Mit-Lims gut gefallen. Seitdem war die kleine Rivalität, die es vielleicht gegeben hatte, weg.

Ja, der Beckmann war etwas Besonderes. Genau wie der Argan. Und als drittes kommt da jetzt noch Cathy dazu.

Mit Lim spielten wir 1995 – glaub ich – „Der siebte Himmel“ von Caryl Churchill, oder im Original Cloud Nine.
Im ersten Akt war ich Clive, der Kolonialheer – im zweiten Akt dann Cathy. Eine Fünfjährige.

Und die hat mir richtig Spaß gemacht zu spielen. So sehr, dass eine Mitspielerin, die in dem Stück ein paar Ohrfeigen verteilen durfte, ein paar sehr gute hingelegt hat. Eine bei mir, weil ich das nervende 5jährige-sein wohl gut gemacht habe.

Arlecchino-Maske der Commedia dell'arte auf KnieSpäter meinte dann einer unserer Leiter, dass ich mit Cathy einen neuen Punkt des Spielens erreicht hätte. So konnte ich danach tatsächlich ENDLICH auch mal den Arlecchino in der Commedia Dell’Arte spielen. In diesem Fall dann Misu, den männlichen Tel des Arlecchino-Duos Tira + Misu.

Misu war auch klasse. Die Zeit dieses Projektes wurde nur insofern eher schwierig für mich, weil ich total und hoffnungslos verschossen in die Darstellerin der Tira war. Das war dann eher Fegefeuer… :o|

Wenn es jetzt einmal unwahrscheinlicher weise zu einer Begegnung mit ihr kommen sollte, würde ich vielleicht „Hallo“ sagen. Mehr aber auch nicht. (Ich glaube, das habe ich irgendwo hier an einer Stelle meines gesamten Blogs auch schon mal erwähnt.)
Aber darum soll’s ja gar nicht gehen.

Also – Misu war auch wichtig für mich.

Gibt es denn jetzt noch irgendeine Rolle/Projekt, welches in mir heraussticht? *Grübel*

Ich denke, den Zettel möchte ich noch erwähnen. Den durfte ich im Sommernachtstraum in Rottweil spielen. Das letzte Stück als Profi dort am Zimmertheater. Und ich durfte da die Handwerker immer mit ein paar Prominenten der Stadt spielen. Leitern von Ämtern und der Sparkasse, Lehrern (das war die schlimmste Gruppe) und Leiter der Narrenzünfte.
Die Gruppen haben mal mehr, mal weniger Spaß gemacht. Aber meine Mit-Handwerker haben das Spielen mit mir wohl immerhin so sehr geschätzt, dass ich zum Schluss als Dank für die Mühen mit ihnen eine gefüllte Sparsau bekommen habe. Und das von denen, mit denen die Arbeit Spaß gemacht hat. Da hätte es kein Extra-Geld gebraucht. Von den Lehrern hätte ich schon was genommen. *fg*

Das waren die besonderen Stücke, in denen ich selbst mitgespielt habe. Ich denke, 2 Stücke/Projekte hätte ich noch, die für mich besonders sind/waren.

Das eine ist „Salome“ von Oscar Wilde.

Kopf einer Schaufensterpuppe auf einem schwarzen KissenDas dürfte das erste Stück sein, in dem ich den Großteil inszeniert habe. Mit Drachenechse als Jochanaan und Herodias. Ihren Kopf hat sie jetzt noch. :oD
(Und als Mitchefin. ;o))

Da wir die Handlung modern anlegten, waren mit die ersten Gedanken, die ich mir machte, zum Tanz der Salome. Da wurde dann ein Lapdance zu Apocalypticas ‚I’m not Jesus‘ draus.
Und deswegen ist das ein wichtiger Punkt für mich.
Diese Musik gefunden und eine coole Szene und ein gutes Stück gemacht zu haben. (Aber ich bin da parteiisch. ^^)

Und das letzte Stück, das ich erwähnen möchte, wäre jetzt noch das letzte Stück, welches ich gemacht habe. „Tartuffe“ von Molière. Dies ist wirklich das erste Stück, das ich alleine aufgezogen und geleitet habe. Drachenechse hatte mal mit nach den Strichen gesehen, von München aus. Ansonsten hatte ich alles in der Hand. Sogar das Motiv für unser Programmheft und das Plakat habe ich entworfen, nachdem ein Mitspieler, der eigentlich zeichentechnisch in seiner Freizeit unterwegs war, nicht mit einem Entwurf zu Potte kam. Deswegen nahm ich das irgendwann in die Hand. Damit war er dann zwar nicht so einverstanden und wollte so dann eigentlich nicht beworben werden, aber das war mir dann wurscht.

Plakat/Flyer für Tartuffe von Molière von der Thatergruppe Spiel-Wut. Ein paar weiße Flügel, die einen roten Teufelsschanz und einen goldenen Heiligenschein haben, auf dem 2 rote Hörner sitzenTatsächlich könnt ihr zu Tartuffe und den Proben und überhaupt dazu in meinem Blog so einiges lesen. Dazu müsst ihr allerdings ganz an den Anfang springen. Denn die Proben und das Drumherum dazu haben mich in der Anfangszeit meines Blogs zu ein paar Beiträgen „inspiriert“.

Tartuffe wäre also das letzte Projekt, das ich theatertechnisch hier hervorheben und erwähnen möchte. Tatsächlich ist Tartuffe auch das letzte Projekt, an dem ich mitgemacht habe, theatertechnisch. (Könnte sich vielleicht noch mit dem zerbrochenen Krug überschneiden, aber gefühlt ist Tartuffe das letzte.)

Wenn ich jetzt so überlege, dann wäre das jetzt ein vollendeter Bogen.

Angefangen mit Molière – aufgehört mit Molière.
Ist fast passend.

Damit schließe ich diesen Beitrag ab, mit diesem Kreis… oder Bogen… oder Kurve… je nachdem, wie mensch es bezeichnen möchte. Vielleicht geht es von diesem Punkt ja auch irgendwann wieder weiter.

Wer weiß…

 

P.S.: Einen Nachtrag hätte ich noch. Kein komplettes Stück, sondern nur eine Szene. Nämlich bei der Theaterwerkstatt von den Tohuwabohus in Meiningen, ich glaube 1999? Die Werkstatt, bei der ich mitgemacht hatte, war „Regie-Theater, Theater-Regie“ – und es war das erste Mal, dass ich mich in Richtung Regie umgesehen habe. Letztendlich habe ich dann in der Szene, die wir bearbeitet hatten gespielt und nicht inszeniert, doch das macht nichts.
Wir haben an der Mordszene von Woyzeck an Maria gearbeitet, und ich durfte einen Woyzeck machen.
Und das war auch toll. Und das Besondere hierbei war, dass danach eine damals gute Freundin meinte, dass sie mich gar nicht erkannt hätte, weil ich doch eher immer fröhlich wäre und lachen würde, aber da richtig böse gewesen sei.

Ja – das muss unbedingt noch hier mit zum Beitrag. Auch wenn ich diese Episode eventuell auch schon mal erwähnt habe?
Aber halt alt… und vergesslich… und schon sooo viele Beiträge. (367)
Da verliere ich dann schon mal den Überblick. ^^

 

P.P.S.: Heute unterwegs ist mir doch noch eine Sache eingefallen, die ich besonders und damit erwähnenswert finde. Auch hierbei handelt es sich nicht um ein komplettes Stück, deswegen denke ich da nicht sehr oft dran. Doch heute habe ich. ;o)
Ich glaube, es müsste 1996 gewesen sein, ein Projekt vom JBW Hanau mit den französischen Partnerstädten. Eine Art Austausch, bei dem Hanauer und Franzosen aus Francheville und wahrscheinlich Umgebung für knapp 10 Tagen zusammen in Dietzenbach untergebracht waren und mit verschiedenen Kunstarten eine Aufführung erarbeitet haben. Das waren Kunstarten wie Tanz, Video, Masken und Theater.
Eigentlich wollte ich zur Videogruppe. Allerdings waren von etwa 40 Teilnehmer gerade mal 5-6 Jungs. Wie üblich eigentlich. Und von diesen wenigen männlichen Teilnehmern war einer der Franzosen schon fest für die Videogruppe „gebucht“, weil seine Freundin, glaube ich, auch dort war. Also bin ich in die Theatergruppe, damit dort wenigstens auch eine männliche Person war. Da kannte ich auch die Teamerin, da es sich hierbei um die Leiterin der Confusion handelte.

Wir haben dann Figuren erdacht, mit denen wir durch einen Zeittunnel in das nächste Jahrtausend gehen wollten, aber abgeschnitten wurden vom Rest.
Da kam ich dann auf den Gedanken, dass ich ja dann vielleicht einen Videoreporter machen könnte. Ich fragte bei der Videogruppe nach, ob ich vielleicht für die Aufführung als Requisit eine Kamera bekommen könnte – und da mir dies zugesagt wurde, wurde ich Maximilian Schäfer vom Sender 23. Und es lief dann tatsächlich darauf hinaus, dass ich mit der Videokamera auf der Bühne stand – und das Bild der Kamera live via Kabel über einen Beamer auf eine Leinwand geworfen wurde. Liveberichterstattung aus dem Zeittunnel.
Und ich konnte doch noch mit der Videokamera arbeiten. :oD

Ich denke, inzwischen ist das sowas von alltäglich, dass in Theaterstücken live Videoeinspielungen gemacht werden. Und zwar nicht nur Aufgezeichnetes, sondern auch live gespieltes. Zumindest habe ich inzwischen schon oft darüber gelesen. Doch ich denke, 1996 war das noch nicht soo üblich.
Von daher ist diese Sache für mich noch extra erwähnenswert.
Wir waren Vorreiter.

Bilde ich mir jetzt einfach mal ein. ;o)

Commedia Dell'Arte-Maske von einem Totenschädel, mit Filter bearbeitet

Drachenechse

Kopf einer Schaufensterpuppe auf einem schwarzen Kissen

Drachenechse hatte Geburtstag.

Und natürlich habe ich wenigstens mal bei den beiden vorbeigesehen. Und voll gefüllt mit Kuchen ging es wieder zurück.

Abends hat sie noch einen Extra-Twitch-Geburtstagsstream bekommen.
Nicht von mir. Doch ich habe mal reingesehen, bevor es für mich ins frühe Bett ging. Und ich fühle mich jetzt inspiriert, einen Beitrag über sie zu schreiben.
Ehre wem Ehre… und so.
(Weißte Bescheid, Drachenechse. ;o))

Fenster der VHS MeinigngenSo im Oktober oder November müsste es sein, dass sie mich ihr halbes Leben kennt. Denn kennengelernt haben wir uns so zwei-drei Monate vor ihrem 18.ten, bei einem Theaterstück, bei dem wir geholfen haben. Sie als Kasse, ich als Technik. Kurze Zeit später sind wir, zusammen mit wenigstens Titania (und Zettel?) dann zur Theater-Werkstatt nach Meiningen gefahren. Die war da noch im alten VHS-Gebäude und nicht im Kloster.

Lang ist’s her.

Bis ich sie mein halbes Leben kenne, das dauert dann allerdings noch etwas. Da habe ich ihr ein paar Jahre voraus.

Was kann – oder besser: was WILL ich denn über sie schreiben?
Am besten ja etwas, was ich bisher noch nicht geschrieben habe.

Mein erster Gedanke überhaupt zu diesem Beitrag war ja, wie faszinierend ich es finde, wie sie sich in neue Sachen reinknien kann.

Nachdem sie, durch Werner (und mich) mit dem Rollenspielen bekannt gemacht wurde, hat sie dann auch mal die Variante einer Schulkameradin von ihr ausprobiert. Die war zu diesem Zeitpunkt mit ihrer Zwillingsschwester in einem Online-Rollenspiel unterwegs. Also hat Drachenechse das dann auch mal getestet… und war dort dann lange Zeit ziemlich aktiv.
In der Anfangsphase sah das dann so aus, dass sie öfters so lange gespielt hat, bis ich wieder aufgestanden bin. (Ist jetzt nicht SO die Kunst, wenn ich um halb 3 aufstehen darf.) Da hatte sie dann wenigstens zwei, sogar drei Charaktere gleichzeitig, die alle bespielt werden wollten und mussten.

Ich habe mich ja insoweit inspirieren lassen von ihr, dass ich auch dort eine Zeitlang unterwegs war, mit erst einem, dann zwei Charakteren. Doch bedingt durch Technikprobleme habe ich dann den Anschluss verloren und es letztendlich sein lassen.
Auch war ich da längst nicht so engagiert wie sie. Sie hat ihren Wirkungsbereich von Alathair dann auch noch auf nicht nur eines, sondern gleich mehrere Foren-Rollenspiele ausgeweitet.

Wie der aktuelle Stand da bei ihr ist, weiß ich nicht genau. Ich glaube, Ala wollte sie aufhören, und Foren-RPGs… da weiß ich nicht, wie viele + welche sie da noch macht.

Rote DSA-RegelwerkeAnsonsten leitet sie inzwischen ihre DSA-Gruppe (im Wechsel), hat (noch) das Zepter in der Hand bei unserer D&D-Onlinerunde… und das nächste LARP wartet darauf, das wieder LARPs gemacht werden können.
Dann würden wir da zu viert etwas in Angriff nehmen, zusammen mit Fuchs + … ja, wie nenn ich ihn denn jetzt? (Hab ich noch keinen Blog-Namen, aber es ist einer von Nadines Brüdern, sozusagen.)
Zumindest war das der letzte Teamstand.

Doch Drachenechse interessiert sich nicht nur für Rollenspiele. Sie begeistert sich auch fürs Zeichnen. In unserer gemeinsamen Zeit hatte sie da auch an VHS-Kursen teilgenommen. Und einmal habe ich dort sogar Modell gespielt. Deswegen könnte ich bei einer Frage, mit was ich schon alles Geld verdient habe, tatsächlich auch Aktmodell aufführen. :oD
Das hatte sie dann tatsächlich soweit inspiriert (bilde ich mir jetzt ein), dass sie später, in München, auch als Aktmodell gearbeitet hat. Und da gibt es echt schlimmere Jobs.

Schwarze Barbapapa-Figur mit Pinsel und Farbpalette in den HändenLetztes Jahr hat sie diese Begeisterung fürs Zeichnen wiederbelebt und beim ersten Online-Con sich direkt gut mit einem der teilnehmenden Künstler verstanden. Inzwischen war/ist er (auch) ihr Lehrer – gut, mit dem „ist“ bin ich mir gerade nicht sicher – sie ist Moderatorin bei seinem Twitch-Kanal und jetzt hat er für sie diesen Geburtstagsstream getwicht. Zusammen mit Künstlerfreundinnen, die sie ordentlich gefeiert haben.
Verdient.

Und das finde ich ja so faszinierend und auch bewundernd.
Sie hat sich in diesem einem Jahr diesen Künstlerkreis erschlossen, mit viel Einsatz (Moderation des Kanals direkt beim Kennenlernen bis um Uhr). So hat sie inzwischen so viele Kreise um sich…
Ach, zum Glück bin ich auch einer davon.

Während Drachenechse sich dieses Jahr wieder der Zeichnerei zugewandt hat, habe ich mich ja mit Musik beschäftigt. Allerdings nur konsumierender weise. Weil ich immer noch nicht übe. Erinnert mich ein wenig an meine Jugendtheatergruppenzeit. Da habe ich auch keine Texte gelernt.

Während ich mich also ein wenig beschäftige mit Schreiben, mehr Musik hören + stumpf fertige Spiele am Zocken bin, ist Drachenechse dabei, ihren Zeichenstil zu verfeinern; am plotten von Rollenspielabenteuern und dann noch kreativ am Schreiben in Foren-RPGs.

Und Fuchs ist irgendwie alles. Und macht und kann alles. Malen, Zeichnen, Theater… Vielleicht sollte ich sie Kreativfuchs nennen? ;o)

Mir gefällt es so sehr, die beiden zusammen zu sehen. Und dazu müssen sie sich nicht mal knuddeln. Ich mag und finde es einfach gut, wie sie miteinander umgehen. Sie passen so gut zusammen.
Deswegen – um jetzt mal zum Schluss dieser Lobhudelei zu kommen:

Ich wünsche mir für Drachenechse, dass sie und Fuchs noch ganz viel Zeit mit- + füreinander haben. Und vielleicht bleiben da auch ab und zu ein paar Zeitkrümmelchen mit den beiden für mich über?
Ach, ich bin egoistisch wie immer.

Ganz viele und gute Dinge für dich, Drachenechse.
Am besten zusammen mit Fuchs.

Und damit: Schluss jetzt!
Sonst wird es (noch) peinlicher für mich. ;o)

4 Halloween-Elementar"geister" ind Blau, Rot, Weiß und Grün

Steampunk-Oper „Klein Zaches, genannt Zinnober“ mit Coppelius

Heute war es soweit.

Mein kleiner Ausflug in den Ruhrpott stand an – zur Oper von Coppelius.

„Klein Zaches, genannt Zinnober“

Foto-0534

Da ich seit Montag Urlaub habe – und es morgen nach Leipzig geht, ich also da keinen Termin für die Oper mehr wahrnehmen konnte – habe ich die Gelegenheit des freien Tages genutzt, um dann halt einfach zu einer Schülervorstellung zu fahren. Das bedeutet: Aufführung um 11 Uhr.

Von hier sind es um die 260-270 km bis dorthin. Sollte also zu schaffen sein.
Und war es auch.

Gestartet bin ich kurz nach 7 heute Morgen. Einmal A45 bis zum Abbiegen im Pott. Auf der Hinfahrt mit einem kleinen Umweg über die U17 bei Herborn, da es gerad zu der Zeit wegen Unfalls eine Vollsperrung gab. Zumindest beim HR hieß es, 2 Kilometer – wer weiß, wie lange ich dort gestanden hätte. Ich denke mal, die halbe Stunde wird sich schon rentiert haben.

Ich habe mich mal wieder von meinem Tablet navigieren lassen – und ich bin mit dessen Künsten jetzt nicht ganz so zufrieden. „Leicht Links“ oder „Leicht Rechts“… also entweder ganz oder gar nicht. Wenn es da nur eine Abfahrt gibt, kann ich schlecht „nur ein bisschen rechts“ fahren – dann muss ich die Abfahrt schon ganz nehmen. Und auch etwas ungeschickt ist es, wenn die Mitteilung zum links abbiegen erst an der Ampel kommt – aber vorher kein Wort darüber verloren wurde. Aber na ja – das sind ja Peanuts. Immerhin bin ich angekommen.

Allerdings war mit den Parkplätzen, von denen das Musiktheater geschrieben hat, um diese Uhrzeit nicht so viel zu wollen – die waren alle voll. Deswegen bin ich nach mehrmaligen Kreisen auf Erkundung in die Nachbarschaft gegangen und konnte mein Auto dann tatsächlich in einer Nebenstraße parkend abstellen. Ohne was Zahlen zu müssen. Dafür mit ein bisschen Fußweg.
Ach, Bewegung tut gut – manchmal und in Maßen. 😉

So war ich also etwa gegen 10:45 Uhr am Musiktheater angelangt.Blog Oper-Eintrittskarte

Rechtzeitig genug, um auch wirklich bei Vorstellungsbeginn auf meinem Platz sitzen zu können.

(In der Pause kam zu einem meiner leere Nebenplätze ein Mädel im Coppelianischen Outfit, die das Problem hatte, dass die öffentlichen Verkehrsmittel – die lieben Busse und Bahnen – wohl ziemlich Verspätung hatten. Deswegen konnte sie den ersten Teil nur von ganz oben mitverfolgen. Dieses Problem hatten andere wohl auch. Da bin ich mit meiner Parkplatzsuche ja noch gut weggekommen. ^^)

Es war ja offiziell eine Schülervorstellung – das hat man auch gemerkt. Alleine an den Massen an Schülern und Schülerinnen, die alle vor dem Theater herumstanden. Doch es gab durchaus auch einige Fans von Coppelius, die an diesem Vormittag den Weg auf sich genommen hatten. Aber die Schüler waren klar in der Überzahl. Und ich muss sagen, sogar den größten Zeitraum über recht diszipliniert. Nur im zweiten Teil war es dann doch zu merken, welche Altersklasse hauptsächlich im Theater saß.

Meine Nachbarin sprach von einem Kartenpreis von 11 Euro. Ich frag mich, wie und wo sie da rangekommen ist – aber ich bin mit meinem normalen Preis auch voll zufrieden. Überhaupt, dass ich es sehen konnte.

Die Vorstellung hat mir gut gefallen. Bastille ist einfach ein guter Balthasar, und die einzigen beiden Nicht-Coppelianer Rüdiger Frank als E.T.A. Hoffmann und Klein Zaches und Ulrike Schwab als Fee und Candida sind auch einfach klasse besetzt. Das hat man zum Schluß auch beim Applaus gemerkt. Ich hatte das Gefühl, das Rüdiger Frank und Ulrike Schwab besonders viel Applaus bekommen haben.

Doch auch der Rest der Coppelius-Kapelle haben ihren Applaus auf der Bühne abgeholt. Sissy Voss als Mosch Terpin, der allen seine Luftpumpe zeigen wollte; Max Coppella als Pfarrer und Lagerfeld-Verschnitt; Comte Caspar als Fabian, dem Freund von Balthasar; Nobusama als trommelnder Gehilfe von Prosper Alpanus – der von Graf Lindorf gegeben wurde.

Prosper Alpanus hatte mit den größten … ähm… Überflug auf der Bühne: Auf einer großen Libelle. Das war beeindruckend.

Überhaupt fand ich die Bühne sehr praktisch. Komplett oder in Teilen anhebbar – was für die einzelnen Spielorte wirklich sehr günstig war und bis Sonntag noch ist.

Das Orchester der „Neue Philharmonie Westfalen“ saß auf der Hinterbühne – und nachdem es auf der Hauptbühne so richtig losging, war es bis zum Schluss nur noch zu hören. Auch sie wurden beim Schlussapplaus ordentlich beklatscht.

Die technische Ausstattung war beeindruckend – große, sich drehende Zahnräder; eine fliegende Libelle für Prosper Albanus und einen fliegenden Stuhl für die Fee, Einwegspiegel… Und Graf Lindorf konnte sogar zeigen, dass er Hochrad fahren kann.

Es war eine Freude, zuzusehen.

Ich könnte jetzt vielleicht mal darüber sinnieren, was jetzt eigentlich eine Oper zu einer Oper macht… Muss alles gesungen werden? Schwierige Gesangspartien? Was?

Denn bei „Klein Zaches“ wurde auch gesprochen – während mein Lieblingsmusical „Les Misérables“ so gut wie ohne gesprochenes Wort auskommt.

Und macht es eine Oper gleich zu Steampunk, wenn es Zahnräder auf der Bühne gibt und viel Dampfschwaden? Auch wenn ja der erste Auftritt aller Coppelianer als eine Art Maschinenmenschen waren…

Ach – nicht so wichtig. Es hat mir gefallen. Punkt.

Und natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, mir danach noch das zugehörige Opern-Shirt zu besorgen.

Ach – übrigens, Münchnerin in Bremen – rate mal, was es demnächst in der Post bei dir gibt. 😉Oper T-Shirts

 

Ich hatte es jetzt ja auch schon mal mit einem Blog zum Thema Fan oder Groupie sein – und dem entsprechenden Wege auf sich nehmen…

Gut – ich bin jetzt tatsächlich mal einfach so 540 Kilometer in der Weltgeschichte rumgefahren, für etwas mehr als 2 Stunden Kunst.

Die bereits erwähnte Dame sieht es sich dann morgen abend nochmal an – die heutige Schülervorstellung war dann nur noch ein Zubrot, weil ja für sie nur 11 Euro – dann wird sie wohl am Montag auch bei Coppelius sein, da eigentlich aus Leipzig kommend… und Ende des Jahres wird sie die Konzerte in Leipzig, Dresden und Annaberg-Buchholz noch mitnehmen.

Äh ja.

Nicht schlecht.

Ach – ich bin wenigstens mit Montag dann zufrieden. Ob man sich dort allerdings wieder über den Weg laufen wird…

Das erfahrt ihr dann in meinem WGT-Blog. ^^

Versprochen.

 

Ich schließe mit einem weisen Wort von Mosch Terpin:

„Dunkelheit ist die Abwesenheit von Licht.“