Mal nur bis zum Happy…

Bühnenaufbau: Links geht eine Treppe nach oben in die zweite Ebene. Dort sind Mauern und rechts eine geschlossene Tür zu sehen, sowie daneben eine geöffnete Tür mit einer Art Fliegennetz davor, hinter der Licht leuchtet. Davor ist ein Geländer. Die untere erste Ebene ist frei. In der Mitte geht eine Art Durchgang nach hinten ins Dunkele. Links davon ist ein Brunnen, sowie eine Steinbank unter einem Fenster zu sehen, daneben eine Tür. Auch rechts vom Durchgang sind eine Tür, Fenster und Steinbank zu sehen. Außerdem ranken sich Kletterpflanzen nach oben bis unter das Geländer.

Es war mal wieder Theaterzeit. Denn Drachenechses Mama hat wieder an mich gedacht. Yay.

Allerdings werde ich dieses Mal tatsächlich nicht den Namen des besuchten Stückes nennen. Denn ich will das Stück nicht… niedermachen? schlecht reden? Mein Gefühl für die Inszenierung war irgendwie nicht so vorhanden. Weswegen ich in der Pause gegangen bin. Da war mir mein Schlaf vor der Arbeit mal wichtiger.

Jetzt spricht das ja für sich, wenn jemand in der Pause geht. Allerdings: zumindest Drachenechses Mama hat sich das Stück zum zweiten Mal angesehen. Das sagt ja auch etwas über das Stück aus – und gleicht mein frühes Gehen wieder aus. Außerdem laufen die Festspiele noch. Weswegen ich das Stück nicht „zerreißen“ will. Was ich auch gar nicht könnte, denn ich habe es nicht ganz gesehen. Also kann ich mir kein komplettes Urteil über das ganze Stück bilden.
Von daher: Kein Urteil, kein Namen.
Jede/r darf/muss sich also selbst eine Meinung bilden.
Ich bin dieses Mal halt nur bis zum Happy-(Zwischen)End geblieben.

Warum habe ich es nicht länger ausgehalten?

Ich bin jetzt niemand, der geht, sobald ihm was an einem Stück nicht gefällt. Dies ist auch ein klein wenig eine Sache des Respekts.
Darum bin ich in der Pause gegangen. Da fällt es nicht so auf. Ich kann mich nur an ein Mal erinnern, wo wir es nicht bis zum Ende ausgehalten haben. Dazu gleich.

Was hat mich gestört? Oder fand ich auch etwas gut?
Aufgefallen ist mir die Stimme der Hauptdarstellerin. Auch mit (oder trotz?) Mikro würde ich sagen: Die hat Power.
Irgendwie war das aber auch das einzige Positive.
Die Sprache hat mir nicht gefallen, und ich muss wohl mal nachlesen, ob das alles wirklich SO gesagt wird. Eine eingefügte Figur/Rolle war… *schulterzuck*
Ja gut, sie hat gesungen, aber… hm.
Eine Nebenrolle fand ich eher nervig, weil versucht komisch. Ich erkenne den Ansatz + an welche Rolle sie mich erinnert… das war’s aber auch schon. Deswegen müsste ich auch hier nochmal nachlesen.

Mein Bett, bezogen mit einem Bettbezug und Kissen am Rand aufgestelltDas, was ich gesehen habe, fand ich alles etwas… flach, irgendwie.
So flach, dass ich mir wohl dachte, da lege ich mich lieber selber flach… in mein Bett. *badumm-tss!*

Ich kann mich wirklich nur an einmal erinnern, wo ich mittendrinnen gegangen bin, wie erwähnt. Genauer gesagt sogar kurz vor dem Schluss.
Das war irgendwann Mitte der 90er. Über meine zweite Gruppe, die Confusion, bin ich zu einer dritten gekommen, um dort eigentlich Licht und Technik zu machen, für „Die Physiker“.
Eine Woche vor unserer Premiere bei den damaligen Amateurtheatertagen hier in Hanau spielte tatsächlich eine bekannte Schulgruppe ebenfalls „Die Physiker“. Da sind wir natürlich rein, um zu sehen, wie unsere Version wohl im Vergleich wäre.

Der damalige Leiter der Schul-Gruppe, Deutschlehrer (und auch mal 1½ Jahre mein Klassenlehrer), war immer sehr ambitioniert und hat ‚das Volk‘ teilweise in Klassenstärke auffahren lassen. Ich denke, hier hatte er die Physiker in Mehrfachstärke besetzt.
Wahrscheinlich, um den Text besser zu verteilen.

Wir waren alle von der Aufführung enttäuscht. Deswegen ist ein Teil unserer Gruppe in der Pause gegangen. Respekt und so. Der Rest wollte dem Rest der Inszenierung noch ’ne Chance geben und ist geblieben. Doch als dann die Stimmen der Physiker vom Band kamen, die entsprechende Rolle aber noch nicht mal dazu agiert hat, als Playback sozusagen – sondern stattdessen etwas gegessen hat – da war’s vorbei. Da ist dann auch der Rest der Gruppe gegangen + zum ersten Teil der Truppe in der Kneipe dazugestossen.

Unsere Premiere eine Woche später war dann so gestoppte voll – auch von vielen Schülern aus der Schulgruppe. So viele, dass sie sich in die Gänge gesetzt haben. (Wenn wir alle Zeit gehabt hätten, hätten wir nochmal spielen können.) Und ein erstaunter Punkt der Schüler war, wie wir den ganzen Text behalten konnten. :oD

Doch sonst?
Wüsste ich nicht, wann ich mal nicht bis zum Schluss geblieben bin. Jetzt halt mal wieder. Bin gespannt, wann ich das nächste Mal ins Theater gehe. Ich denke nicht, dass mir mein Schlaf dann wieder wichtiger wäre.
Wir werden sehen. ;o)

Arlecchino-Maske der Commedia dell'arte auf Knie

Was ist der Sinn

Alte Eisenbahnbrücke über den Main im Morgennebel. Die Sonne ist als heller Punkt links oben zu sehen.

Das Wetter wird trüb. Genau die richtige Zeit, sich ebensolche Gedanken zu machen.
Mir ist gerade danach zu überlegen: Was ist der Sinn des Lebens?

Das liegt sicherlich einerseits am Wetter (s.o.), und andererseits am Nachurlaub-Blues, vermute ich. Da sitze ich wieder hier am Flughafen rum und denke darüber nach, über das Warum, Wieso, Weshalb…

In meinen Arbeitswochen stehe ich morgens auf. FRÜH morgens… Arbeiten gehen… heimkommen, und da nur die Zeit bis zum frühen Zubettgehen rumbringen, und das fast jeden Tag.

Ich denke, einen Sinn hätte es schon, wenn diese freie Zeit mit jemanden geteilt werden könnte. Und zwar nicht nur ab und zu, sondern immer. Da wäre schon mehr Sinn darinnen vorhanden, als in dem, was ich alleine anstelle.

Die Sache ist halt: Zum Zeit teilen gibt es niemanden so für immer. Ja, Freunde, mit denen ich hin + wieder was machen kann, schon. Aber das ist nicht das Gleiche.

Eine andere Möglichkeit des Sinngebens wäre es, wenn ich kreativ in meiner freien Zeit etwas machen würde.
Etwas schreiben, malen, musizieren…

5 Notizbücher in DIN A5 - eines in Grün, drei in Schwarz und eines in Lila, von links nach rechtsIrgendetwas, was ich tun kann, um es hinterher mit anderen zu teilen. Oder um etwas mit anderen zu erschaffen. Wie damals das Theaterspielen.

Doch weder kann ich mich selbst dazu aufraffen zu sagen: So, jetzt packe ich mal wieder meine Drehleier aus… oder fange an, etwas zu schreiben… oder gar zu malen.

Nein.

Ich komme nach Hause, telefoniere mal mit meinen Eltern, und dann setze ich mich an den Rechner, um mich von YouTube beschallen zu lassen. Während meiner Arbeitswoche kann ich mich jetzt teilweise noch nicht mal aufraffen, online ein Spiel zu spielen. Oder offline.
Weil mir das zu lange dauert? Und ich keine 2-3 Stunden an einem Spiel hängen will in meiner knappen Zeit? Stattdessen mache ich dann eher gar nichts. Vielleicht ab und zu mal einen Blogbeitrag abtippen und hochladen.

Ja, damit beschäftige ich mich tatsächlich immer noch. Nach jetzt 11 Jahren.
Um es mit Drachenechse zu sagen: „Krasser Scheiß.“

Gut, das ist vielleicht etwas kreatives, aber längst nicht etwas, das irgendwann mal als „mein Erbe“ bezeichnet werden kann.

Ich denke, am liebsten wäre mir, Flughafen Flughafen sein zu lassen + stattdessen lieber… in der Welt herumreisen und diese Reiseeindrücke in mir aufnehmen.
Das wäre auch eine Art von Sinn: Die Welt sehen.
Oder wenigstens die Teile, welche mich interessieren könnten. Aber… das passiert auch eher nicht.
Stattdessen weiter immer wieder zum Flughafen, Zeit absitzen, heim, Zeit totschlagen, Bett.

Alles nicht sonderlich befriedigend. Und/oder der Nachwelt was hinterlassen könnend.

Doch gibt es da momentan auch nichts oder niemanden, was mich aus diesem Gefühlträgheitsloch herausholen könnte.

Vielleicht kann ich mich ja wenigstens aufraffen, meine Steuer zu machen in den nächsten Tagen. Das Finanzamt hat mir deswegen nämlich ’ne Erinnerung geschickt. Auch wenn ich für letztes Jahr keine mehr machen müsste. Schließlich ist die Kurzarbeit vorbei – und andere Einkünfte habe ich auch nicht.

Vielleicht also wenigstens das.
Ein Sinn für die nächsten Tage.
Wenn schon nicht fürs Leben.
*schulterzuck*

Vollmond hinter und durch Wolken

The Ocean at the End of the Lane

Das Noël Coward Theatre in London bei Nacht, beleuchtet. Zu sehen ist über dem Eingang die beleuchtete Anzeige von THE OCEAN AT THE END OF THE LANE

Heute war es endlich soweit.
(Heute meint den 21.10.2023. Nur um das klarzustellen. ;o))
Der Grund, weswegen ich mich zu dieser London-Reise entschieden habe.

Ich war mit GMS, die heute angekommen ist, im Theaterstück nach dem gleichnamigen Buch von Neil Gaiman.

The Ocean at the End of the Lane
– auf Deutsch „Der Ozean am Ende der Straße“.

Eigentlich hatte ich nie gedacht, dass ich dieses Stück mal ansehen werde. Denn dazu muss(te) ich ja nach London reisen.
Für „ein“ Theaterstück.
Bestimmt nicht.

Gut, ich habe mir das Buch damals geholt, auch wenn ich es nicht ganz durchgelesen habe. Ich hatte da einen akuten Fall von Springeritis.
Aber den Anfang + den Schluss habe ich auf jeden Fall gelesen.
Immerhin.

In meiner Twitterzeit bin ich irgendwann dann auch mal Neil Gaiman gefolgt. Von daher habe ich die Sache mit dem Theaterstück durchaus mitbekommen.
Aber, wie gesagt, für „ein“ Theaterstück extra nach London fahren… nee.

Cover des Soundtracks zum Theaterstück des National Theatre "The Ocean at the End of the Lane" Music from Jherek Bischoff Ein Junge steht mit dem Rücken zum Betrachter im Gegenlicht auf einem Feldweg, links und rechts steht das Wasser. Links ist ein dunkler Wald , vor dem Jungen türmen sich Wolkenberge. Im Zentrum der Wolkenberge über dem Junge sind Blitze zu sehen. Rechts auf dem Cover liegt noch eine Postkarte mit dem gleichem Motiv.Dann wurde es verlängert… und ging anschließend sogar auf Tour über die Insel.
Und Anfang Juni wurde gezwitschert, dass es nun nochmal für 7 Wochen nach London kommt, bevor es endet.

Tatsächlich habe ich mir ja bereits 2021 den Soundtrack dazu über Bandcamp bestellt. Als rote Vinyl. Why not? Auch wenn ich keine wirkliche Ahnung vom Stück hatte. Aber ich mag eh Soundtracks. Und wahrscheinlich hatte ich so eine rote Platte noch nicht. ;o)

Eine durchscheinend-magenta farbene Vinyl-Langspielplatte auf schwarzer Schutzhülle.Ich kann nun auch nicht mehr sagen, warum ich mich im Juni nun DOCH entschieden habe, für „ein“ Theaterstück nach London zu fahren. Vielleicht war es die Sache von wegen der letzten Gelegenheit. 7 Wochen nochmal, und danach nimmermehr.

Außerdem kam noch dazu, dass ich noch einige Tage Resturlaub hatte, die verplant werden mussten. Also habe ich mal nachgesehen, inwieweit sich meine 5er-Wochen da vielleicht anbieten würden.

Die Sache ist ja auch die, dass Neil bei Twitter immer wieder Kritiken + Berichte zu den Aufführungen gezwitschert hat.
Verständlich. Hätte ich etwas geschrieben, das offensichtlich so gut ankommt, würde ich auch die Werbetrommel rühren. ;o)

Nun, die 7-Wochen-Laufzeit ließ sich mit einem 3er-Wochenende kombinieren… war noch die Frage, ob ich zusätzliche Urlaubstage dafür bekäme.
Habe ich… et voilà.

Ich glaube, ich habe das alles schon mal geschrieben, doch mir ist gerade der Sinn nach dem Wiederholen. Schließlich sitze ich nun im Hotel, habe den Soundtrack laufen und möchte mich ein wenig darüber auslassen, statt mit GMS in einen Gothic-Club zu gehen.

Wieso denn das?

Weil mir der Sinn danach steht, und ich außerdem auch ein wenig Fußkrank bin. Aber das Fußkrank habe ich nicht als Hauptursache für meinen Rückzieher angeführt. Bin gespannt, was sie dann berichtet.
(Ich weiß es ja inzwischen, schließlich habe ich den Text am Samstagabend niedergeschrieben, und inzwischen ist Mittwoch und ich habe bereits wieder zwei Tage das Vergnügen gehabt, arbeiten zu dürfen.)

Blick vom Balkon zur leeren Bühne, auf der nur Bühnenteile wie Gestrüpp stehen, nach hinten zusammenlaufendWir haben im zweiten Balkon in der Mitte ganz vorne gesessen. Knapp auf Höhe des Bühnenhimmels, sozusagen. GMS wusste ja gar nicht, was sie da erwartet. Ich dachte ja erst, ob wir da nicht schon zu hoch sitzen, doch war dieser Gedanke unbegründet. Die Sicht war klasse.

Wo fange ich jetzt an, wenn es um die Aufführung konkret geht?

Nun, am besten bei der Sprache.

Ich habe gemerkt, dass mein Englisch doch nicht 100% ist. Feinheiten sind mir da sicher einige durch die Lappen gegangen. Aber ich mochte die Sprache und Stimmen einiger Rollen. Vor allem Lettie Hempstock und vom Dad. Dieser… Dialekt?
Das ist ein Grund, weswegen mir britisches Englisch besser gefällt als amerikanisches. ;o)

Ich kann nicht sagen, wann ich das letzte Mal eine professionelle Theateraufführung gesehen habe. Ähm, für Erwachsene. Die Sachen vom Kinder- und Jugendtheater sind was… eigenes. ;o)
(Ach genau – die Brüder Grimm Festspiele…)

Ich fand das Arbeiten mit den Requisiten interessant. Wie das Ensemble die Sachen rein- und wieder rausgeschoben haben. Einmal auch mit einer Verzögerung, weil Dad noch etwas vom Tisch holen wollte.

Die Türen, die selbst beleuchtet waren und herumgeschoben und gedreht werden konnten. Und auf einmal waren es plötzlich 2 und dann noch mehr. Wie damit und dem Einsatz von, ich sage mal Bodydoubles, die Stimmung von Lala zu leichtem Horror gesteigert werden konnte. Dann noch mit Lichteffekten – alles aus, Schwarz, wieder an… wo ist „das Böse“ jetzt?
Ziemlich cool.

Ein paar Zaubertricks, um das Phantastische zu zeigen: Plötzlich Becher in der Hand, oder Milch. Ein Arm, der auf einmal aus dem Ärmel eines Bademantels herauskommt, welcher an einer Tür hängt. Dann zieht die Hand dieses Armes den Schlüssel für die Tür aus der Bademanteltasche und die Tür wird aufgeschlossen. Cool!

Besetzungsliste für die Aufführung von THE OCEAN AT THE END OF THE LANEWieviele „das Böse“ gab es nun wirklich?

Diese dargestellten Sachen waren echt klasse. Dann den Einsatz von flatternden Tüchern zur Unterstützung von… Monstern.
Wie aus einem Eimer plötzlich ein Ozean wird… :oO

Wunderschön.

Nur anhand dieser Sachen hat es sich für mich schon gelohnt, diesen Ausflug hierher zu machen.
Die Arbeit mit den Puppen, die eingebaut waren. :oO

Wenn hier viele Theaterstücke so einen Aufwand betreiben, kann ich verstehen, weswegen sich eine Bekannte aus Rottweil hier in London so für die Theater begeistert.

Irgendwie habe ich zu Deutschem Theater keine Vergleichsmöglichkeit, was da wie so möglich ist/gemacht wird.

Ich fand die Aufführung richtig klasse.
Und ich bin froh, deswegen nach London gekommen zu sein.
Und ich habe bestimmt noch einiges von der Aufführung vergessen.

Aber hey – Erinnerung ist subjektiv.

Programmheft zu THE OCEAN AT THE END OF THE LANE

Treffen mit Bands und anderen Künstlern

The Warning auf der Bühne in Berlin

Den Grundgedanken für diesen Beitrag hatte ich bereits vor ’ner Weile. Ich denke, der lässt sich in den letzten 4 Seiten des Buches noch niederschreiben.

Ende Mai war ich ja in Berlin, um The Warning das erste Mal live zu sehen. Die Damen gehören ja zu einer der Bands, die ich über Patreon unterstütze. Jetzt haben sie vor dem Konzert noch ein Meet & Greet-Kurztreffen angeboten. 50 Leute konnten sie vorher treffen, ein paar Worte wechseln und Fotos machen lassen. Dies gegen die Zahlung eines gewissen Betrags, den ich hier jetzt aber nicht nennen werde. Bei meiner GST + ihrem Mann rief dieser Betrag ein ’so viel‘ als Reaktion hervor. Auch ein Kollege meinte das.
Doch ich bin da anderer Ansicht.

Die Band nimmt sich extra Zeit vor ihrem Auftritt, um ein paar Fans zu begrüßen. Wem dieser Beitrag zu hoch war/ist, muss ja nicht mitmachen. Die Sache ist von beiden Seiten schließlich freiwillig. Und wem ein persönliches Hallo soviel wert ist, zahlt auch gerne dafür einen gewissen Betrag.

Jetzt nehmen wir doch mal an, eine der ‚alten‘ großen Bands würde ein Meet & Greet vor ihrem Konzert anbieten. Metallica zum Beispiel, oder die Rolling Stones.
Ihren Stars mal persönlich ‚Hallo‘ zu sagen, das würden sicherlich gerne viele Fans mal tun. Da würde dieses Vorab-Treffen total überlaufen werden. Also am besten gegen eine Gebühr, um die Größe des Andrangs zu reduzieren. Zumal ja keine Band dazu verpflichtet ist, wertvolle Freizeit mit Fans zu verbringen, diesem lästigen Pack.
(Das war ein Scherz – nur um sicher zu gehen. Wobei…
manche Fans können sicherlich unter die Bezeichnung „lästig“ fallen.
Anyway…)

Le Comte Caspar auf den Schultern von Bastille beim Konzert von Coppelius in Leipzig auf dem WGT im Heidnischen Dorf.Coppelius habe ich nach Konzerten im Saal gesehen und auch was signieren lassen, doch das war dann längst nicht so geordnet wie ein Extratreff vorneweg. Dafür haben diese Zufallstreffen dann auch nichts extra gekostet. Außer der Extra-Zeit, die du danach noch warten darfst, bis sie vielleicht hinter der Bühne hervorkommen. Doch dann muss sich nur einer der Künstler schon umziehen, und um alle Unterschriften zusammenzubekommen, kannst du warten.

Damals, nach unseren Theateraufführungen, sind wir danach ja auch immer im Theater ‚ausgeschwärmt‘, um bekannte Gesichter zu begrüßen. Das habe ich natürlich eher bei meinen Freizeitgruppen mitgemacht. Denn in Rottweil kannte ich anfangs ja eher nicht so viele.
Aber im Kindertheaterbereich werden natürlich gerne die Hauptfiguren von den lieben Kleinen nochmal besonders gefeiert + begrüßt.  Und dann werden selbstverständlich Fotos der Kleinen mit Pipi, Jim Knopf, Janosch, Shawn oder welchem Titelhelden auch immer gemacht. Doch das ist nochmal was anderes, würde ich sagen.

Aurora als Silhouette vor dem rot leuchtenden runden Hintergrund, mit Mikrofon in der Hand beim SingenAurora wird oftmals nach ihren Konzerten noch von ihren Fans getroffen, wenn diese auf sie am Hallenausgang warten. Ich denke, sie macht das auch gerne mit. Die Videos, die ich davon so gesehen habe, da ist sie immer so herzlich.

Um Aurora einmal persönlich Hallo zu sagen, dafür würde ich auch extra zahlen.

Denn das danach-auf-die-Künstler-warten…
einerseits will/muss ich danach ja auch oft noch nach Hause. Andererseits denke ich dann manchmal, dass die Künstler ja auch ihren Feierabend verdient haben. Und den dann noch zu verzögern, weil ich auf ihn/sie warte… Ich denke, das ist nicht so meines.
Dann nutze ich lieber das ehrliche Angebot eines Meet & Greets.
Die Künstler opfern einen Teil ihrer kostbaren Freizeit, und ich opfere dafür ein Teil meines Geldes. Und dafür können sie hinterher vielleicht noch etwas essen gehen. Es sei ihnen gegönnt.

Bei den Festspielen wird nach den Aufführungen immer Geld für gute Zwecke gesammelt. Auch nochmal die Gelegenheit, dem oder der SchauspielerIn ein Hallo zu sagen.

Ist ein Meet & Greet gegen Geld nun professioneller als das Warten danach auf die KünstlerInnen?
Es ist zumindest organisierter. Und für die KünstlerInnen vorher vielleicht besser einfach mal einzuschieben, wenn der Soundcheck durch + noch Zeit bis zum Auftritt ist. Hinterher muss ja meist wieder alles abgebaut werden. Das dauert ja auch. Wenn abbauen auch schneller geht als aufbauen. Selbst oft genug gemacht.

Ich würde es auf jeden Fall wieder tun, für ein Meet & Greet zu zahlen. Denn es ist ja kein Muss für mich, es ist ein Kann. Genauso wie für die Auftretenden. Und alle sind froh.

Und nun ist mein Buch voll.

Notizbuch, auf dem ein Faultier abgebildet ist und daneben steht geschrieben: Gar nichts erlebt heute. AUCH SCHÖN!

Hans im Glück – Brüder Grimm Festspiele 2023

Eintrittskarte zu "Hans im Glück" am Dienstag, 25. Juli 2023 um 20:30 Uhr - Reihe 13 Links Platz 34

Am Dienstag habe ich es jetzt doch nochmal zu den Festspielen geschafft, wie ich es mir ja nach Tartuffe vorgenommen hatte.

Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich noch zu „Hans im Glück“ wollte, mir das aber bei 35°C zu heiß war. Das wäre am 9. Juli gewesen.
Am Dienstag war jetzt der 25. Juli… zwei Wochen später und 20° weniger. Und ich hatte da sogar noch Glück.

Der Zeltrand über mir und grauer, dunkler Himmel dahinterMorgens bin ich noch mit Carlos zum Bahnhof gefahren, da war es noch trocken. Beim Frankfurter Südbahnhof beim Umstieg hat es schon geregnet. Um kurz nach 11, als ich zum Essen bin, hat es am Flughafen geschüttet. Als ich vom Essen wieder zurück bin, hat es sich etwas beruhigt. So bin ich zum Feierabend dann tatsächlich mit Carlos auch trocken wieder heimgekommen. Und dann habe ich es riskiert, und bin mit Carlos zum Amphitheater gefahren. Mein spontaner Sitzplatz war dann auch halb unterm Zelt und halb im Freien. Doch es hat gehalten. So bin ich danach auch noch trocken heimgekommen. Und Schwitzen musste ich bei der Aufführung auch nicht. Es war fast eher das Gegenteil. ;o)

Wie war denn Hans im Glück?

Es hat mir gut gefallen. Die Grundgeschichte von Hans im Glück etwas aufgepeppt mit ein paar Räubern, die dann teilweise noch andere kleine Rollen gespielt haben.

Die Bühne bläulich-weißem Licht. Es steigt Nebel auf und Krähe steht auf der Bühne im ersten Stock.Wenn ich da an die anderen kleinen Rollen denke, kommt mir hier als erstes tatsächlich das erste Tier in den Sinn, das Pferd. Sein Wiehern und Reagieren auf das Geschehen, samt seiner kommentierenden Sprüche… Die Tiere konnten sich untereinander auch verstehen, dies nur mal nebenbei erwähnt. ;o)
Auch die Kuh, und dann natürlich das Schweinderl, waren klasse.

Der Darsteller des Schweins, der auch Speck den Räuber, sowie den Wirt gespielt hat, verbreitete starke Ralf Schmitz-Vibes… und diese Ähnlichkeit wird auch im Programm bei ihm erwähnt.
Ich saß nun nicht so nah an der Bühne. Reihe 13 ist für das gesamte Mimik-erkennen der auf der Bühne Stehenden nun nicht mehr so geeignet. Da hat mensch jedoch zumindest einen recht guten Überblick über die ganze Bühne.
So konnte ich da einen Schauspieler sehen, der eine Körpersprache wie Ralf Schmitz hatte, dies aber definitiv nicht war. Ganz besonders galt dies für seine Rolle als Schwein, bzw. Glücksschwein.

Tasche/Rucksack in petrol mit dem Logo der Brüder Grimm Festspiele HanauEs werden jedes Jahr auch Preise an Darsteller verliehen. Einmal von den Sponsoren – da hat der Darsteller des Pferdes, und übrigens auch des Tartuffes, den diesjährigen Preis bekommen.
Und dann kann jeder Zuschauer auch nochmal abstimmen für den Publikumspreis.
Mit der Rolle des Tartuffe – und vor allem des Pferdes nun bei Hans im Glück, hat er sicher einige Stimmen sicher. Bei dem Glücksschwein bin ich mir da auch sicher. So wie er das gemacht hat, sind ihm etliche Stimmen sicher. Wenn er seinen Igel bei Hase und Igel auch so gegeben hat…
Dennoch habe ich meine Stimme nun der Gans vom Hans im Glück gegeben. Einmal weil ich sie so knochentrocken fand, und weil ich vielleicht nicht die super Lieblinge wählen möchte.
***Kleines Update jetzt beim Abtippen: Ich habe vorhin gesehen, dass meine Stimmabgabe wohl zu spät erfolgt ist. Denn gestern wurden die Darstellerpreise bereits verliehen: Wie erwartet hat der Schauspieler des Schweinderls gewonnen – und an zweiter Stelle landete die Darstellerin der Dorine von Tartuffe. Update-Ende***

Wegweiser auf der Bühne mit acht verschiedenen Richtungen zum GlückDoch auch die anderen DarstellerInnen auf der Bühne waren klasse. Hans und Jule hatten hier definitiv mehr zu tun als bei Tartuffe. Da waren sie ja nur Flipotte und der Polizist. Ich denke, das ist auch eine Organisationssache: Wenn sie für einen großen Teil durch ihre Hauptrollen eh da sind, können sie dazwischen ja auch noch was machen mit 2-3 Sätzen. ;o)

Ich fand die Inszenierung gut, mit guten Ideen wie das erwähnte Glücksschwein, welches lila oder rosa Glitzer geworfen hat, und der Darstellung der äußeren und inneren Stimme. Nicht zu vergessen die Jagd nach dem Gold, dank der Räuber.

Und so kam Hans doch noch mit einem Schatz nach Hause.

Das war es jetzt zu Hans im Glück. Mal sehen, was nächstes Jahr bei den Festspielen kommt und ob ich es hinschaffen werde.

Doch vorher kommt London und die Hempstocks.

Die Schauspieler des Stückes "Hans im Glück" stehen zum Schlußapplaus auf der Bühne

Tartuffe – Brüder Grimm Festspiele 2023

Eintrittskarte zu TARTUFFE von J.B. MOLIÈRE Reihe Grimm Zeitgenossen 39. Brüder Grimm Festspiele Hanau vom Samstag, dem 24. Juni 2023 - 20:30 Uhr Reihe 11 Links Platz 40

Ich bin gerade von einer Theateraufführung heimgekommen.
Und zwar war ich mit Drachenechses Mama bei den Brüder Grimm Festspielen und habe da mit ihr zusammen „Tartuffe“ besucht. Netterweise hat sie an mich gedacht, als sie nach Karten gesehen hat – und da sie eine entsprechende Karte hatte, hat sie unsere beiden Karten auch zum Preis von einer bekommen. Wie praktisch.
Das sie da an mich gedacht hat, liegt auch daran, dass sie damals, vor 11 Jahren, bei unserem Tartuffe unsere Frau Pernelle gespielt hat.

Dies war jetzt der erste Theaterbesuch seit letztem Jahr zu „Wachen! Wachen!“

Wie fand ich ihn denn, diesen Besuch?

Bühne zu TARTUFFE Eine große Treppe wie eine Showtreppe in der Mitte der Bühne. Links eine zweite Spielebene, zu der ganz links boch eine Treppe hochgeht. Alles leicht möbliert Rechts neben der Showtreppe ist nochmal eine mögliche Spielebene. Etwas höher gelegen als die Ebene links.Was auf jeden Fall klar ist, dass ist, das natürlich die Festspiele mit ihrer großen Bühne eine ganz andere Spielfläche haben als wir damals. Wobei größer jetzt ja nicht unbedingt besser bedeutet.

Tartuffe hat eindeutig ein paar dankbare Rollen – wie jedes Molière-Stück. Dies ist zum einen ganz klar die Rolle der Zofe, Dorine. Die ist deutlich an der Commedia dell’arte und der Colombina angelegt. Die Magd, die ihrem verbohrten, dummen Herrn immer Widerworte gibt. Das hat damals schon unserer Dorine gelegen, und die von den Festspielen hat diese Sache natürlich ebenso gut gemacht. Dies wurde entsprechend auch beim Schlussapplaus belohnt.

Auch Tartuffe ist recht dankbar. Scheinheilig sein und tun, und da an ein-zwei Punkten das wahre Gesicht durchblicken lassen. Ich denke, so etwas haben wir damals auch gemacht. Doch ist das schon so lange her… ich weiß tatsächlich schon gar nicht mehr genau, wer bei uns damals eigentlich alles mitgespielt hat. Dies musste ich in der Pause feststellen, als wir an unsere Aufführung zurückgedacht haben. Tatsächlich fallen mir zwei-drei Mitspieler gar nicht mehr ein. Dann tatsächlich nur die, mit denen ich schon vorher zu tun hatte.
Wer war denn unser Cléante? Und unser Damis?

Einhornkopf-Schattenriß auf dem Rasen, das Horn ist kaum zu erkennenNatürlich haben sie bei den Festspielen alle vorhandenen Rollen besetzt. Wir haben dagegen ja zumindest die Dienerin von Frau Pernelle, Flipotte, ganz sicher weggelassen. Und als Polizist bin dann ich noch eingesprungen – während sie bei dieser Inszenierung sogar noch zwei zusätzliche Einsatzkräfte hatten. Und Flipotte hat sich als Geheimpolizistin entpuppt. So würde ich dies zumindest jetzt deuten.

Der Text war eine eigene Übersetzung, dennoch war der alte Wortklang definitiv zu spüren. Und besonders das große Finale, in der alles zum Guten gewendet wird, Dank dem großartigen König… da kam ich wirklich ins Überlegen, wieso ICH das damals machen wollte. Als Zuschauer finde ich dieses Finale jetzt wirklich… *augenroll*

Das habe ich auch Drachenechses Mama danach gesagt, dass ich mich gefragt habe, wie ich darauf gekommen bin, ausgerechnet DAS zu machen? Doch lag das damals wohl eher daran, dass ich von ein paar Leuten wusste, dass sie gerne mal spielen würden – und dies war ein Stück, in dem ich ein Teil dieser Leute direkt vor mir gesehen habe.

Ob ich dieses Stück heute nochmal machen würde?
Nun, solange ich nicht irgendetwas mit Bühne wieder gemacht habe, ist diese Frage hinfällig.

Eine Einhornkopf-Silhouette und Stern, darunter steht Brüder Grimm Festspiele HanauEs war auf jeden Fall ein schöner Abend, an dem ich mal nicht zu Hause herumgesessen habe. Nach dem Stück habe ich mir noch das Festspielmagazin gekauft, damit ich nachsehen konnte, wer da was gespielt hat. Die zwei Zusatzpolizisten wurden dort zwar jetzt nicht extra aufgeführt, aber zumindest Flipotte. Die hatte eine kleine Rolle, doch würde ich die gerne nochmal in einer anderen sehen, mit mehr Aktion. Und so weiß ich, dass ich dafür wohl nochmal zu Hans im Glück gehen sollte.
Hmm… mal schauen.
Ob ich also dieses Jahr nochmal zu den Festspielen gehen werde, weiß ich noch nicht. Ganz sicher weiß ich dagegen, dass ich im Oktober in London ins Theater gehen werde.

Und ich werde Euch theatertechnisch und überhaupt auf dem Laufenden halten.

Schließlich habe ich hier sonst nichts zu tun.

;o)

Zeit für die Kristallkugel und Werbung für laufende Projekte

Fast-Vollmond

Nachdem ich gestern endlich den lange anstehenden Bericht vom letzten Konzert fertig hierher bekommen habe, ist jetzt wieder Zeit für Zukünftiges.
Und ich werde mal wieder Werbung für momentan laufende Crowdfunding-Projekte machen. Dieses Mal über Kickstarter.
Doch erst die Kristallkugel abstauben.

*Pust!*

Was sehe ich denn da…
Ich sehe… sehe… ein Theaterstück.
Cover des Soundtracks zum Theaterstück des National Theatre "The Ocean at the End of the Lane" Music from Jherek Bischoff Ein Junge steht mit dem Rücken zum Betrachter im Gegenlicht auf einem Feldweg, links und rechts steht das Wasser. Links ist ein dunkler Wald , vor dem Jungen türmen sich Wolkenberge. Im Zentrum der Wolkenberge über dem Junge sind Blitze zu sehen. Rechts auf dem Cover liegt noch eine Postkarte mit dem gleichem Motiv.Im Oktober kommt „The Ocean at the End of the Lane“ wieder ins Westend nach London. Das Theaterstück nach dem gleichnamigen Buch von Neil Gaiman.
Auf Deutsch heißt es übrigens „Der Ozean am Ende der Straße“.
Dieses Theaterstück war gerade einige Zeit auf der Insel unterwegs, und bekommt nun anscheinend einen 6-wöchigen Abschluss in London.
Der Termin wurde Anfang des Monats mitgeteilt, und ich dachte mir, ich kann ja mal diese Termine in meinem Kalender prüfen. Die Prüfung hat ergeben, dass in diesem Zeitraum – vom 11. Oktober bis 25. November – wenigstens ein 3-tägiges Wochenende von mir fällt. Dann hatte ich noch ein paar Resttage Urlaub für dieses Jahr, die verplant werden sollten… Also habe ich zwei davon vor die 3 Tage gesetzt und online beantragt. Und am nächsten Tag waren tatsächlich die Resturlaubstage genehmigt. Also bin ich nun vom 19.-23. Oktober in London. Denn irgendwie finde ich London interessanter als Berlin. Da gönne ich mir auch ein paar freie Tage zusätzlich, um mich umzusehen. ;o)

Witzigerweise hatte mir GMS bereits im April geschrieben, dass sie Ende Oktober ebenfalls nach London macht und sich dort mit einer Freundin trifft, die später kommt. Als ich ihr nun mitgeteilt habe, dass ich daran denke, nun auch einen Trip dorthin zu machen, wurden die genauen Zeiten gecheckt. Sie kommt tatsächlich am 21., und wir gehen jetzt zusammen ins Stück. Yay!

Das war auch das Allererste, was ich gemacht habe: Die Karten geordert. Direkt am Tag, als sie in den Vorverkauf gingen. Inzwischen habe ich mit GMS noch ein wenig hin- und hergeschrieben, und heute dann im gleichen Hotel wie sie ein Zimmer gebucht. Das erleichtert das Finden in London bestimmt ungemein. ;o) Jetzt fehlt nur noch der Flug. Vielleicht kümmere ich mich endlich am Ende meiner nächsten Arbeitswoche darum. Da habe ich auch wieder 3 Tage frei – und da sollte endlich Zeit fürs Planen sein.

Also wird es wohl im Oktober/November einen Bericht über London geben. Und alle mitlesenden Personen, die auf meinen Postkartenlisten stehen, können sich entsprechend schon mal auf Karten von London einstellen. ;o)
(Und den Soundtrack zum Theaterstück habe ich ja bereits.)

 

Ein durchsichtiger Behälter mit viiiieeeelen Cola-KrachernWeiter weg in der Zukunft, sprich nächstes Jahr im Oktober, wird wohl das nächste Larp stattfinden. Geplant und organisiert von Drachenechse und Fuchs, mit mir als Helferlein. Dafür habe ich mir nun vorgestern eine Einkaufskarte für einen Großmarkt hier in der Nähe organisiert – was zumindest in Teilen das Einkaufen erleichtern könnte/sollte.
Hoffentlich. ;o)
Ich konnte beim ersten Bummeln durch den Laden dann auch nicht widerstehen, und musste mir auch etwas mitnehmen…

Ansonsten mal sehen, was mir in den nächsten Tagen noch so einfällt zum Darüber-schreiben. Einen Gedanken habe ich schon. Wir werden sehen, ob ich ihn auch umsetze.

Gut.

Und nun noch zur Crowdfunding-Werbung.

 

WERBEBLOCK

 

Momentan bin ich an drei laufenden Kickstarter-Kampagnen beteiligt.

Die erste ist ein Computerspiel:

Circle of Kerzoven

Ein Siedlungs-Aufbau-Simulationsspiel, das noch ein paar Tage läuft und tatsächlich noch ein paar Euros gebrauchen könnte.
Vom Kampagnen-Ziel von 15.000 Euro trennen sie noch 1.112 Euro. Sollte also noch jemand Interesse daran haben: 11 Tage sind noch Zeit.

https://www.kickstarter.com/projects/kerzoven/circle-of-kerzoven?ref=user_menu

 

 

Das zweite Projekt läuft noch 12 Tage und ist ein Brettspiel.
Dieses hat aber sein Ziel schon erreicht und sammelt jetzt noch die diversen Stretch Goals ein:

Thiefdom

Ein Spiel, in dem 1-4 Spieler versuchen, die beste Diebesgilde in einer Stadt aufzubauen. Wer also schon immer mal risikofrei auf Raubzüge gehen wollte… also risikofrei im wirklichen Leben. Im Spiel können sich die Spieler wohl durchaus Steine in den Weg legen. Zum Beispiel Wächter. ;o)

https://www.kickstarter.com/projects/karma-games/thiefdom?ref=user_menu

 

 

Das letzte Projekt, welches ich tatsächlich im Moment am interessantesten finde, ist ein Kunstbuch. Und zwar von einer argentinischen Illustratorin, die einfach phantastische Zeichnungen macht: Gretel Lusky
Auch dieses Projekt hat sein Ziel längst und locker überschritten. Und dies innerhalb von 24 Stunden. Auch hier ist damit die Frage, bis zu welchem Stretch-Goal wir es noch kriegen.

Wayfinder

The Art of Gretel Lusky

Hier läuft die Kampagne noch 25 Tage, und ich habe heute eine kleine Änderung an meinem Beitrag vorgenommen, da ich das Hardback-Zine, welches es als Add-on gibt, auch haben möchte.
*Herzchen in den Augen*

https://www.kickstarter.com/projects/1906838062/wayfinder?ref=user_menu

 

Und das waren meine aktuellen Projekte, welche ich unterstütze – und damit auch dieser Werbeblock.

 

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Feuer vor schwarzem Hintergrund

DRAMAtisch

Commedia Dell'Arte-Maske von einem Totenschädel, mit Filter bearbeitet

Die Sache, über die ich jetzt schreiben werde, fand gestern statt.

Ich hatte letztes Jahr von meinen Besuchen des Theaterstückes „Wachen! Wachen!“ von den Dramateuren berichtet. Die Aufführungen fand ich ziemlich gut – und sie haben in mir tatsächlich mal wieder Interesse an der Bühne geweckt. Ich habe ihnen damals auch mal geschrieben… allerdings da nie etwas als Antwort gehört. Nun gut. (Anscheinend haben/hatten sie starke Spam-Probleme.)
Letzte Woche haben sie nun über ihren IG-Account zum ersten DRAMAtisch eingeladen: Einen Stammtisch im Brückenkopf, einem Kultlokal hier in Hanau, mit der Möglichkeit für Nicht-Dramateure, dazuzustoßen und sich mal mit Dramateuren in Ruhe auszutauschen.
Nachdem ich meinen Dienstplan hatte, habe ich mich dann dafür einfach mal angemeldet. Wenn sich schonmal die Gelegenheit bietet, solche Kontakte zu knüpfen… da musste ich sie einfach nutzen.

Handpuppendrache Eroll auf einem Stuhl, mit gelber Rose im Maul. Seine Farbe ist grünlich - und er hat zwei extra große NasenlöcherEs waren nette zwei Stunden. Die Begrüßung war offen und interessiert und ich denke, ich habe mich nicht zu sehr blamiert. Das ist für mich ja immer so ein komisches Gefühl, wenn ich das erste Mal mit festen Strukturen bzw. Gruppen in Kontakt komme. Doch die zwei Stunden liefen gut.

Wir haben über meine beiden Besuche der Aufführungen gesprochen, über die Bücher der Scheibenwelt und die Scheibenwelt-Convention. Später auch noch ein wenig über die letzten Stücke, bei denen ich mitgemacht habe. Hauptsächlich wegen der Spielstätte, dem Hans-Böckler-Haus. Denn da hat einer von ihnen gegen Ende des Monats Aufführungen mit der Gruppe, die er jetzt anleitet. Nämlich der Confusion 2.0 – die Neuauflage einer meiner alten Theatergruppen. Neuauflage deshalb, weil die Confusion die Pandemie nicht überlebt hat und sich die alte Chefin in den Ruhestand zurückgezogen hat. Und er leitet nun die Wiederbelebung, sozusagen.

Ich war einer von zwei neuen Gesichtern bei diesem Abend. Das zweite Gesicht war auch ein männliches, und ich denke, wir waren recht unterschiedlich.
Bin ich irgendwo neu, führe ich nicht gleich die Unterhaltung an. Es sei denn, es ist eines meiner Herzensthemen, wie z.B. die Scheibenwelt. Sonst höre ich eher erst mal zu, beteilige mich aber auch mit Einwürfen.

Das zweite Gesicht war da – für mich gefühlt – anders. Sehr auskunftsfreudig, über sich + was er schon so gemacht hat, so nebenbei eingestreut. Außerdem viel aktiver in der Gesprächsführung.
Ich glaube, das könnte auch eine Art von Unsicherheit-kompensieren gewesen sein. Oder vielleicht wünsche ich mir das auch nur. *schulterzuck*

Da ich heute aber wieder früh aufstehen durfte, habe ich mich dann um 9 verabschiedet. Jedoch nicht, ohne vorher noch gesagt zu haben, dass dies ein schöner Abend war und ich gerne bei einer Fortsetzung wieder mitmachen würde. Von daher wäre eine Mitteilung über IG vielleicht wieder ganz praktisch.

Jetzt habe ich also wenigstens mal einen Teil der Gruppe getroffen und wir haben uns unterhalten. Schauen wir, wann dies das nächste Mal passieren wird. Doch der Erstkontakt ist hergestellt.
Das ist doch schon mal etwas. ;o)

Feuer vor schwarzem Hintergrund

Umarmen oder nicht?

Das Ensemble unserer Inszenierung von Tartuffe stehen mit dem Rücken zur Kamera, nur der Spieler von Tartuffe sitzt dem Publikum zugewandt.

Mein Abo des Ns hat sich jetzt in den 2. Monat begeben. Und was habe ich bisher alles gesehen?
Nur Wednesday. Wenn auch die letzte Folge fast zwei Mal. Und die erste Folge doppelt.

Seitdem begnüge ich mich mit dem Ansehen der verschiedensten Reaktionsvideos zur Serie. Und ich bin nun am Überlegen, wie ich mir die Serie sichern könnte für eine Zeit, wenn ich KEIN Abo habe. Hm…

Was mir jetzt beim Sehen der Serie und der Reaktionen darauf wieder eingefallen ist, betrifft einen wichtigen Punkt von Enid, Wednesdays Zimmergenossin.

Enid ist ja das totale Gegenteil von Wednesday: Bunt, zeigt ihre Gefühle – die Wednesday durchaus auch hat, aber so gut wie nicht zeigt.
Und Enid ist eine Umarmerin.

Die beste Umarmung ist die ganz zum Schluss. *Spoiler*
Wie ich das nun also immer wieder mal gesehen habe, muss ich 30 Jahre zurückdenken.

Ich habe damals bei Lim Theater gespielt, einer Theatergruppe des Jugendbildungswerkes Hanau. Es war dann zu irgendeiner Feier von jemanden von der Gruppe in Steinheim, dass ich das erste Mal eine Freundin/Mitschülerin der feiernden Person getroffen habe – VOR der Feier und wir haben den Weg dann zusammen zur Feier gefunden.
Eine Woche später, oder so, war die nächste Feier und da war sie auch wieder da.

Letztendlich ist sie dann auch in die Theatergruppe gekommen. Allgemeiner Spitzname von ihr überall und bei jedem – den ich hier nun auch nutzen werde – war Erbse.

Ich fand Erbse ziemlich interessant. Vor allem habe ich mich mit ihr auch direkt beim ersten Zusammentreffen einfach unterhalten können.

Eine ganze Zeit später war dann bei Erbse Geburtstag angesagt. Natürlich war ich auch bei der Feier dabei, und ich glaube, wir haben dort auch übernachtet, denn von ihr wieder zurück nach Hanau war es eine Strecke. Die ich sie nach den Proben auch öfters nach Hause gefahren habe. Kavalier – bla. ;o)

Ich glaube, es war am Morgen nach ihrer Feier, als sie meinte, dass sie mich ja noch nie umarmt hätte. Also wurde dies durchgeführt… und es war erstmal seeehr ungewohnt für mich. Denn bis dahin war ich insgesamt wohl eher körperlich distanziert.
Also kein Umarmer.

Doch ich denke, durch diese „Initialumarmung“ bei und durch Erbse hat sich das geändert.

Ich weiß nun nicht mehr, wie schnell dies ging, doch wenn ich an spätere Jahre und meine Leiterin der Confusion denke, dann wird diese sicher bestätigen können, dass ich ein Umarmer geworden bin. Während sie dies nun nicht so gebraucht hätte… aber sie hat es dann immer über sich ergehen lassen. Vielleicht war sie irgendwann auch daran gewöhnt. ;o)
Und Drachenechse + Fuchs können bestimmt auch bestätigen, dass ich inzwischen ein Umarmer bin.

Erbse hat mich da auf den Geschmack gebracht.
Da sollte ich ihr jetzt noch Danke sagen für, falls wir uns mal wieder über den Weg laufen.
Was eher unwahrscheinlich ist, denn nach meiner letzten Information war sie da in Berlin.

Dann halt hier: Danke, Erbse.

Eine kleine grüne Drachenfigur hat drei rote Herzchen über sich und wirft einen Kussmund in die Luft - im Hintergrund ist der Schatten der Figur zu sehen

Es wird nochmal drachig

Eine kleine grüne Drachenfigur hat drei rote Herzchen über sich und wirft einen Kussmund in die Luft - im Hintergrund ist der Schatten der Figur zu sehen

Gestern und heute haben die Dramateure nochmal „Wachen! Wachen!“ gespielt. Und wenigstens gestern habe ich es mir nochmal angesehen.
Eigentlich hatte ich erst vor, es gestern und heute anzusehen – dann hatte ich mit Fuchs jedoch einen Termin für ein Treffen heute ausgemacht.
Gut – der Termin hat dann insofern nicht geklappt, dass sie jetzt gerade am bösen C krankt, von daher fiel der Besuch heute aus. Beziehungsweise er wurde nur auf das Nötigste beschränkt: Ich habe ihr gestern ein paar Sachen besorgt und dann heute vorbeigebracht.

So hätte ich theoretisch doch Zeit gehabt, auch heute zur Aufführung zu gehen. Meinen Parkplatz hätte ich auch schon bezahlt gehabt – denn am Altstadtparkplatz habe ich für 24 Stunden bezahlt – und heute war die Aufführung ja bereits um 16 Uhr.

Doch ich habe mich dann dagegen entschieden.

Handpuppen-Drache in braun, mit hellblauen Pfoten, hellblauer Schnauze und hellblauen Rändern an den Flügeln mit einer gelben Rose im Maul, auf einem Stuhl sitzendNicht, weil mir das Stück nicht gefallen hätte. Dann hätte ich es mir kein zweites Mal angesehen – oder zumindest nicht, solange ich dafür bezahle. ;o) Allerdings habe ich gestern Abend mal wieder gemerkt, wie schwer es mir fällt, einfach mir unbekannte Leute anzuquatschen.

Im Ernst – wäre mein Ich auf einem Charakterbogen festgehalten, dann hätte ich sicherlich einen Nachteil auf Small Talk. Und einfach zu den Leuten zu gehen und zu sagen, dass mir das Stück gut gefallen hat…
Ja, schön. Und?
Ich meine, zumindest habe ich ein-zwei Worte mit den Drachenbauern gewechselt und konnte auch mal größere Fotos von Eroll und einem seiner Kollegen machen. ;o) Und ich habe erfahren, dass die großen goldenen Flatter-Drachen-Fahnen wirklich aus Rettungsdecken gemacht waren. Ha. ;o)

Aber damit hörte es dann auch schon für mich auf mit dem Ansprechen.
Meine Frage bzgl. der Drehleier hatte sich schon geklärt – und auch wenn ich gestern extra mein Drehleier-T-Shirt angezogen hatte – was hätte ich mit dem TmsidR-Schnapper-Darsteller da noch groß reden können? Dass er mehr musikalisch unterwegs ist, habe ich über IG ja bereits festgestellt. Ich dagegen ja eher so gar nicht – außer zu hören. Und nur, weil ich auch eine Drehleier besitze – die längst mal wieder gespielt werden sollte/möchte… Hmpf.

Ich weiß ja noch aus meiner Zeit vor 10 Jahren, dass es nach einer Aufführung schön ist, mit Bekannten zu sprechen – und gut, wenn es mir Unbekannten gefallen hat und sie das loswerden möchten, ist das schon schön. Aber irgendwie eher in Maßen. Wenn nur lobgehudelt wird, dann ist das… übertrieben. Entsprechend kann/will ich dann selbst kein Lobhudler sein. Konstruktive Kritik finde ich da viel besser – aber ich hätte jetzt keinen konstruktiven Beitrag leisten können.

Handpuppendrache Eroll auf einem Stuhl, mit gelber Rose im Maul. Seine Farbe ist grünlich - und er hat zwei extra große NasenlöcherSelbst wenn ich möglicherweise vielleicht eventuell mir mal wieder vorstellen könnte, etwas Bühnenluft zu schnuppern… Soll ich da nach einer gut gelaufenen Aufführung den Leuten gegenübertreten und sagen, dass ich vielleicht gerne bei ihnen mitmachen wollte?
Naaah.

Ich meine, ich glaube, ich hätte Lust… aber ich bin mir über meine Möglichkeiten unsicher. Natürlich würde sich so einiges regeln lassen, hat ja auch in der Vergangenheit geklappt. Allerdings habe ich nicht unbedingt das Gefühl, dass meine Firma da inzwischen leichter zu handeln ist.

Vielleicht schreibe ich die Dramateure einfach mal an. Sie haben ja eine Homepage und da zwei Möglichkeiten zur Vereinsteilnahme. Wenn es ein Verein ist – vielleicht haben sie ja auch eine regelmäßige Probenzeit irgendwo?
Vielleicht sollte ich mich danach einfach mal erkundigen – und wenn, dann kann ich mich mit den Köpfen dahinter ja mal in Ruhe unterhalten. Gestern hätte ich nicht gewusst, welche der Teilnehmer da jetzt „die Macher“ sind – oder ob es bei ihnen anders läuft?

Ah – ich sehe gerade, das letzte Mal für ein Theaterstück habe ich vor 10 Jahren Ende August/Anfang September auf der Bühne gestanden.
Nun… vielleicht wäre es dann doch mal wieder Zeit.
*kopfkratz*