
Es war mal wieder Theaterzeit. Denn Drachenechses Mama hat wieder an mich gedacht. Yay.
Allerdings werde ich dieses Mal tatsächlich nicht den Namen des besuchten Stückes nennen. Denn ich will das Stück nicht… niedermachen? schlecht reden? Mein Gefühl für die Inszenierung war irgendwie nicht so vorhanden. Weswegen ich in der Pause gegangen bin. Da war mir mein Schlaf vor der Arbeit mal wichtiger.
Jetzt spricht das ja für sich, wenn jemand in der Pause geht. Allerdings: zumindest Drachenechses Mama hat sich das Stück zum zweiten Mal angesehen. Das sagt ja auch etwas über das Stück aus – und gleicht mein frühes Gehen wieder aus. Außerdem laufen die Festspiele noch. Weswegen ich das Stück nicht „zerreißen“ will. Was ich auch gar nicht könnte, denn ich habe es nicht ganz gesehen. Also kann ich mir kein komplettes Urteil über das ganze Stück bilden.
Von daher: Kein Urteil, kein Namen.
Jede/r darf/muss sich also selbst eine Meinung bilden.
Ich bin dieses Mal halt nur bis zum Happy-(Zwischen)End geblieben.
Warum habe ich es nicht länger ausgehalten?
Ich bin jetzt niemand, der geht, sobald ihm was an einem Stück nicht gefällt. Dies ist auch ein klein wenig eine Sache des Respekts.
Darum bin ich in der Pause gegangen. Da fällt es nicht so auf. Ich kann mich nur an ein Mal erinnern, wo wir es nicht bis zum Ende ausgehalten haben. Dazu gleich.
Was hat mich gestört? Oder fand ich auch etwas gut?
Aufgefallen ist mir die Stimme der Hauptdarstellerin. Auch mit (oder trotz?) Mikro würde ich sagen: Die hat Power.
Irgendwie war das aber auch das einzige Positive.
Die Sprache hat mir nicht gefallen, und ich muss wohl mal nachlesen, ob das alles wirklich SO gesagt wird. Eine eingefügte Figur/Rolle war… *schulterzuck*
Ja gut, sie hat gesungen, aber… hm.
Eine Nebenrolle fand ich eher nervig, weil versucht komisch. Ich erkenne den Ansatz + an welche Rolle sie mich erinnert… das war’s aber auch schon. Deswegen müsste ich auch hier nochmal nachlesen.
Das, was ich gesehen habe, fand ich alles etwas… flach, irgendwie.
So flach, dass ich mir wohl dachte, da lege ich mich lieber selber flach… in mein Bett. *badumm-tss!*
Ich kann mich wirklich nur an einmal erinnern, wo ich mittendrinnen gegangen bin, wie erwähnt. Genauer gesagt sogar kurz vor dem Schluss.
Das war irgendwann Mitte der 90er. Über meine zweite Gruppe, die Confusion, bin ich zu einer dritten gekommen, um dort eigentlich Licht und Technik zu machen, für „Die Physiker“.
Eine Woche vor unserer Premiere bei den damaligen Amateurtheatertagen hier in Hanau spielte tatsächlich eine bekannte Schulgruppe ebenfalls „Die Physiker“. Da sind wir natürlich rein, um zu sehen, wie unsere Version wohl im Vergleich wäre.
Der damalige Leiter der Schul-Gruppe, Deutschlehrer (und auch mal 1½ Jahre mein Klassenlehrer), war immer sehr ambitioniert und hat ‚das Volk‘ teilweise in Klassenstärke auffahren lassen. Ich denke, hier hatte er die Physiker in Mehrfachstärke besetzt.
Wahrscheinlich, um den Text besser zu verteilen.
Wir waren alle von der Aufführung enttäuscht. Deswegen ist ein Teil unserer Gruppe in der Pause gegangen. Respekt und so. Der Rest wollte dem Rest der Inszenierung noch ’ne Chance geben und ist geblieben. Doch als dann die Stimmen der Physiker vom Band kamen, die entsprechende Rolle aber noch nicht mal dazu agiert hat, als Playback sozusagen – sondern stattdessen etwas gegessen hat – da war’s vorbei. Da ist dann auch der Rest der Gruppe gegangen + zum ersten Teil der Truppe in der Kneipe dazugestossen.
Unsere Premiere eine Woche später war dann so gestoppte voll – auch von vielen Schülern aus der Schulgruppe. So viele, dass sie sich in die Gänge gesetzt haben. (Wenn wir alle Zeit gehabt hätten, hätten wir nochmal spielen können.) Und ein erstaunter Punkt der Schüler war, wie wir den ganzen Text behalten konnten. :oD
Doch sonst?
Wüsste ich nicht, wann ich mal nicht bis zum Schluss geblieben bin. Jetzt halt mal wieder. Bin gespannt, wann ich das nächste Mal ins Theater gehe. Ich denke nicht, dass mir mein Schlaf dann wieder wichtiger wäre.
Wir werden sehen. ;o)


Irgendetwas, was ich tun kann, um es hinterher mit anderen zu teilen. Oder um etwas mit anderen zu erschaffen. Wie damals das Theaterspielen.

Dann wurde es verlängert… und ging anschließend sogar auf Tour über die Insel.
Ich kann nun auch nicht mehr sagen, warum ich mich im Juni nun DOCH entschieden habe, für „ein“ Theaterstück nach London zu fahren. Vielleicht war es die Sache von wegen der letzten Gelegenheit. 7 Wochen nochmal, und danach nimmermehr.
Wir haben im zweiten Balkon in der Mitte ganz vorne gesessen. Knapp auf Höhe des Bühnenhimmels, sozusagen. GMS wusste ja gar nicht, was sie da erwartet. Ich dachte ja erst, ob wir da nicht schon zu hoch sitzen, doch war dieser Gedanke unbegründet. Die Sicht war klasse.
Wieviele „das Böse“ gab es nun wirklich?

Coppelius habe ich nach Konzerten im Saal gesehen und auch was signieren lassen, doch das war dann längst nicht so geordnet wie ein Extratreff vorneweg. Dafür haben diese Zufallstreffen dann auch nichts extra gekostet. Außer der Extra-Zeit, die du danach noch warten darfst, bis sie vielleicht hinter der Bühne hervorkommen. Doch dann muss sich nur einer der Künstler schon umziehen, und um alle Unterschriften zusammenzubekommen, kannst du warten.
Aurora wird oftmals nach ihren Konzerten noch von ihren Fans getroffen, wenn diese auf sie am Hallenausgang warten. Ich denke, sie macht das auch gerne mit. Die Videos, die ich davon so gesehen habe, da ist sie immer so herzlich.

Morgens bin ich noch mit Carlos zum Bahnhof gefahren, da war es noch trocken. Beim Frankfurter Südbahnhof beim Umstieg hat es schon geregnet. Um kurz nach 11, als ich zum Essen bin, hat es am Flughafen geschüttet. Als ich vom Essen wieder zurück bin, hat es sich etwas beruhigt. So bin ich zum Feierabend dann tatsächlich mit Carlos auch trocken wieder heimgekommen. Und dann habe ich es riskiert, und bin mit Carlos zum Amphitheater gefahren. Mein spontaner Sitzplatz war dann auch halb unterm Zelt und halb im Freien. Doch es hat gehalten. So bin ich danach auch noch trocken heimgekommen. Und Schwitzen musste ich bei der Aufführung auch nicht. Es war fast eher das Gegenteil. ;o)
Wenn ich da an die anderen kleinen Rollen denke, kommt mir hier als erstes tatsächlich das erste Tier in den Sinn, das Pferd. Sein Wiehern und Reagieren auf das Geschehen, samt seiner kommentierenden Sprüche… Die Tiere konnten sich untereinander auch verstehen, dies nur mal nebenbei erwähnt. ;o)
Es werden jedes Jahr auch Preise an Darsteller verliehen. Einmal von den Sponsoren – da hat der Darsteller des Pferdes, und übrigens auch des Tartuffes, den diesjährigen Preis bekommen.
Doch auch die anderen DarstellerInnen auf der Bühne waren klasse. Hans und Jule hatten hier definitiv mehr zu tun als bei Tartuffe. Da waren sie ja nur Flipotte und der Polizist. Ich denke, das ist auch eine Organisationssache: Wenn sie für einen großen Teil durch ihre Hauptrollen eh da sind, können sie dazwischen ja auch noch was machen mit 2-3 Sätzen. ;o)

Was auf jeden Fall klar ist, dass ist, das natürlich die Festspiele mit ihrer großen Bühne eine ganz andere Spielfläche haben als wir damals. Wobei größer jetzt ja nicht unbedingt besser bedeutet.
Natürlich haben sie bei den Festspielen alle vorhandenen Rollen besetzt. Wir haben dagegen ja zumindest die Dienerin von Frau Pernelle, Flipotte, ganz sicher weggelassen. Und als Polizist bin dann ich noch eingesprungen – während sie bei dieser Inszenierung sogar noch zwei zusätzliche Einsatzkräfte hatten. Und Flipotte hat sich als Geheimpolizistin entpuppt. So würde ich dies zumindest jetzt deuten.
Es war auf jeden Fall ein schöner Abend, an dem ich mal nicht zu Hause herumgesessen habe. Nach dem Stück habe ich mir noch das Festspielmagazin gekauft, damit ich nachsehen konnte, wer da was gespielt hat. Die zwei Zusatzpolizisten wurden dort zwar jetzt nicht extra aufgeführt, aber zumindest Flipotte. Die hatte eine kleine Rolle, doch würde ich die gerne nochmal in einer anderen sehen, mit mehr Aktion. Und so weiß ich, dass ich dafür wohl nochmal zu Hans im Glück gehen sollte.

Im Oktober kommt „The Ocean at the End of the Lane“ wieder ins Westend nach London. Das Theaterstück nach dem gleichnamigen Buch von Neil Gaiman.
Weiter weg in der Zukunft, sprich nächstes Jahr im Oktober, wird wohl das nächste Larp stattfinden. Geplant und organisiert von Drachenechse und Fuchs, mit mir als Helferlein. Dafür habe ich mir nun vorgestern eine Einkaufskarte für einen Großmarkt hier in der Nähe organisiert – was zumindest in Teilen das Einkaufen erleichtern könnte/sollte.

Es waren nette zwei Stunden. Die Begrüßung war offen und interessiert und ich denke, ich habe mich nicht zu sehr blamiert. Das ist für mich ja immer so ein komisches Gefühl, wenn ich das erste Mal mit festen Strukturen bzw. Gruppen in Kontakt komme. Doch die zwei Stunden liefen gut.

Nicht, weil mir das Stück nicht gefallen hätte. Dann hätte ich es mir kein zweites Mal angesehen – oder zumindest nicht, solange ich dafür bezahle. ;o) Allerdings habe ich gestern Abend mal wieder gemerkt, wie schwer es mir fällt, einfach mir unbekannte Leute anzuquatschen.