Ihr 2 – oder nicht?

Ich habe mir überlegt, über was ich schreiben könnte. Auch, um mich wach + beschäftigt zu halten. ;o)

Da gibt’s jetzt eine Sache, wo ich mir dachte, dass wäre mal was zum drüber schreiben… dann mach ich das jetzt einfach auch. Wie ich den Beitrag benennen will, weiß ich aber noch nicht. Doch eine Überschrift wird mir noch einfallen. Irgendwas muss ja oben stehen. ;o)

Gut. Um was soll’s denn jetzt gehen?

Um Beziehungen.

Sozusagen.

Oder wieso jemand glauben mag, dass Personen in einer Beziehung sind. Auch wenn dies dann gar nicht der Fall ist.

Ich bin durchaus der Meinung, dass mensch hin und wieder mitbekommen kann, wenn „die Funken fliegen“. Gut, das ist jetzt vielleicht ein wenig übertrieben formuliert, doch hatte ich selbst schon einige Male das Gefühl, dass ein weibliches Wesen möglicherweise in gleicher Weise in meine Richtung schaut wie ich in ihre.
Ganz besonders bleibt mir da mein Ausflug nach Bayreuth in Erinnerung.

In Unterfranken bei Verwandten bin ich für eine Tour mit dem Motorrad nach Thüringen gestartet. Ursprünglich wollte ich eine damalige Mitspielerin einer meiner Theatergruppen besuchen. Die war allerdings nicht zu Hause. Ihre Eltern haben, wenn ich mich recht erinnere, ein altes Gemäuer aufgearbeitet, mit Hilfe von Jugendlichen. Ich hätte nun dableiben und mich anschließen können… doch wollte ich dann lieber ein wenig Motorrad fahren. Also bin ich durch den Thüringer Wald gekurvt. Ich glaube, über Coburg bis Bayreuth. Da wollte ich dann die B22 wieder zurückfahren. (Ein-zwei Jahre vorher fand der Familienurlaub nämlich bei Weiden statt. Und auf der Rückfahrt nach Hause dachte ich mir, dass dies eine schöne Motorradstrecke sein könnte.) Aber erst mal ein wenig die Beine in Bayreuth vertreten. Und die Gelegenheit nutzen, um, ich glaube, in einem Müller mal nach Platten + CDs zu sehen.

Ich weiß nicht, ob ich darüber hier schon mal berichtet oder es erwähnt habe… Als ich so im Laden stehe und in den CDs stöbere, in meinen Motorradklamotten – Lederhose und -jacke – habe ich auch ein paar Jugendliche bemerkt. Gut, mir sind mehr die Damen als die Jungs aufgefallen. ;o)

Anscheinend war das Auffallen gegenseitig – denn erst hat sich das eine Mädel mit einem „Pardon.“ an mir vorbeigedrückt, dann das andere.
Und irgendwie nicht, um auf der anderen Seite nach etwas weiter zu suchen. Nein, ich hatte das Gefühl, es war ein Vorbeidrücken um des Vorbeidrückens willens. Denn kaum waren sie vorbei, haben sie wieder die Köpfe zusammengesteckt und in meine Richtung geschielt.
Ach ja, Einbildung ist auch ’ne Bildung.
Und dies war eine sehr erhebende Einbildung.
Zehre ich jetzt noch von. ;o)

Bei anderen ist mir das mal bei einer Geburtstagsfeier aufgefallen. Anscheinend auch zwei, die sich das erste Mal auf dieser Feier getroffen haben… und da habe ja sogar ICH die Funken mitbekommen.

Doch das wäre jetzt ja nur beim ersten Mal sehen.
Da kann mensch selbst manchmal das Gefühl des gegenseitigen Interesses haben. Doch wie ist das, wenn mensch sich schon kennt und befreundet ist? Was lässt andere da dann denken, ob diese beiden Personen…?

In Rottweil habe ich mich ziemlich gut mit der Tochter einer Kollegin verstanden. ‚Ziemlich‘ deshalb, weil es bei mir ein auf und ab war – denn ich war tatsächlich ganz schön verschossen in sie. Allerdings erfolglos. Trotzdem hatten wir dann doch Zeiten, in denen wir viel miteinander geredet haben. Was einen anderen Kollegen zu dem Gedanken verleitete, zu fragen, ob wir zusammen wären.
Ich hätte dagegen ja nicht das Geringste einzuwenden gehabt – doch sie fand es wohl nicht so toll. Vielleicht auch deswegen, weil dieser Kollege bei ihr mehr Chancen gehabt hätte als ich. *Schulter zuck*
(Ich glaube, wenn ich mal meine Tagebücher von Rottweil raussuchen würde, könnte ich da so einiges erzählen, woran ich jetzt nicht mal mehr denke. ^^)

Oder bevor ich und Drachenechse zusammenkamen. (Müsste eine Woche vorher gewesen sein…) Da waren wir erst befreundet, weil wir uns gut verstanden haben, und nach einer Aufführung wollte sie mich mal ihrem Papa vorstellen. Hat sie auch. Doch ich habe mich da recht flott wieder rausgezogen, um beim Abbauen zu helfen.

Als wir dann zusammengekommen waren, und sie dies ihrem Papa mitteilen wollte, dass jetzt Freund + ich + so… da war der darüber nicht überrascht. Sondern eher ‚das dachte er sich schon‘.
Und wir dann so… ‚äääähh‘.

Zumindest hatte der Papa da mehr gesehen als wir.

Und dann hätte ich noch München. Zumindest jetzt wieder München. ;o)

Einmal durfte ich da als Freund herhalten, um einen anderen Verehrer zu vergraulen. Oder zu helfen, ihn auf Abstand zu halten. Hab‘ ich auch kein Problem damit. Ehrensache. Und das ich auf der Couch schlafe aus… weiß nicht mehr… Schnarchgründen? Das war zu einer Geburtstagsfeier von… wie nenne ich sie denn jetzt mal?
Ich hab’s: Timon. :o)
Aus den gleichen Gründen, weswegen ich hier Fuchs Fuchs nenne. Dann ratet mal. ;o)

Also, zu ihrer Geburtstagsfeier wurde ich bei einem Mitbewohner der WG offiziell als „Freund“ angekündigt.
Ein paar Jahre später wurde ich dann dafür gehalten. Als ich Timon nämlich in Bremen besucht habe und zu ihrer Projektpräsentation ging.
(Wer sich dafür nochmal/überhaupt interessiert, findet hier den entsprechenden Beitrag.)

Denn nach der Präsentation ging es noch zu ein paar Mitstudentinnen von ihr. Und später, nachdem ich wieder zu Hause war, berichtete mir Timon, dass ihre Mitstudent:innen dachten, dass wir zusammen sind.

Hm.

Und ich habe immer noch keine Ahnung, wie mensch so etwas vermuten kann.

Liegt es daran, dass mensch mehr als Freunde sein muss, um so viele Meter zu fahren, um montags eine Präsentation zu sehen?

Oder ist es das Verhältnis zueinander?

Gibt es einen Sinn?
(Im Leben und überhaupt? ;o))

Vielleicht hat ja jemand ein paar Ideen, die mensch mir mal dalassen könnte/möchte?

Vor ein paar Jahren meinte Fuchs noch, dass Drachenechse + ich uns wie ein altes Ehepaar benehmen würden.
Ich weiß nicht, ob das noch so ist. Aber das würde ja auch zu diesem Thema passen.

Wie auch immer: Keine Ahnung.
Davon aber viel. ;o)

 

Beziehungslevel

Ich weiß nicht, ob ich darüber schon irgendwann einmal was in die Richtung geschrieben habe – doch wenn, ist das sehr lange her. Kann ich also wieder/nochmal/das erste Mal darüber schreiben.
Denn ich habe im Moment wieder (mal?) die Phase, über Beziehungslevel nachzugrübeln.
Und zwar über die von anderen zu mir – oder umgekehrt. ;o)

 

Ich würde die Level mal so unterteilen:

Die Masse (mir in der Regel nicht bekannt)

Weitere Bekannte (ich kenne diese Personen zumindest vom Sehen. Könnte diese Stufe auch „Bekannte Gesichter“ nennen.)

Die nächste Stufe wären dann die „Nähere Bekannte“.
Das sind bekannte Gesichter, mit denen ich auch bereits mal ein paar Worte gewechselt habe – und die auch wissen (vermutlich), wer ich bin. Wenn es gut läuft, kann ich mir auch die passenden Namen merken. ;o)

Nun kommen wir in den Freundschaftsbereich. Auch der ist bei mir in Stufen unterteilt. Die da wären:

Kumpel – befreundet, hin + wieder trifft mensch sich vielleicht mal, und mensch kennt sich schon gefühlt ewig.

Freund – mensch trifft und schreibt sich immer wieder mal, auch mal für Kleinigkeiten oder einfach so. Und zwischendurch ist es mal ruhiger. Und mit Freunden kann mensch über so gut wie alles reden. Ein Geben + Nehmen.

Davon ist die Steigerungsform dann noch der/die beste Freund_in. Mit der/dem/denen schreibe ich noch mehr als mit dem ‚einfachen’ Freund. Mensch sieht sich öfters, unternimmt mehr miteinander.

Jetzt gibt es noch zwei Stufen, die mehr ins Körperliche gehen und sich teilweise aus den vorherigen Stufen rekrutieren können.

Dies wäre einmal die Stufe „Geliebte_r“.
Diese Stufe kann sich (theoretisch) aus allen vorherigen Stufen ergeben. Menschen kennen sich, reden miteinander, unternehmen etwas… und schlafen miteinander.
(Das ist ja auch eine Unternehmung. ^^)
Ohne weitere – ich sag mal: Verpflichtung.

Theoretisch könnte ich dies auch noch weiter unterteilen – allerdings ist mir diese Stufe ziemlich fremd. Also lass ich die einfache Bezeichnung stehen.

Es gibt für mich da nur noch die Steigerungsform „Beziehung“ oder Partnerschaft. Das ist alles.
Reden. Unternehmungen. Sex. Gemeinsam Leben.
Das „Ideal“.

Die Menschen, die ich jetzt nicht berücksichtigt habe, das ist die Familie. Auch sie setzt sich aus allen Beziehungsstufen – ok, fast allen – zusammen. Und zählt doch extra. Nämlich als Familie.
Da ändert sich auch nicht viel dran. Solange mensch nicht was mit ´nem Cousin/Cousine anfängt. ;o)

Dagegen sind die anderen Stufen durchaus fließend. Menschen lernen sich kennen, reden mehr miteinander – oder weniger. So verschieben sich die Beziehungen zueinander.

Eine Person stand bei mir mal auf der Stufe Freund.
Ich habe mich immer mal wieder bei der Person gemeldet + zum Essen verabredet. Allerdings hatte ich irgendwann das Gefühl, dass die Kontakte immer von mir ausgingen… und irgendwann hatte ich da keine Lust mehr drauf.
Seitdem würde ich die Person bei Kumpel einstufen.

Andere sind in die Freundschaftsstufe gerutscht. Eigentlich sind alle Stufen auch eine Sache der Kommunikation miteinander – also zwischen mir und den Anderen. Menschen, mit denen ich viel schreibe + unternehme, stehen logischerweise weit oben.

Nun sind die Zeiten gerade etwas komplizierter. Kontaktbeschränkungen usw.

Da können sich Menschen längst nicht mehr so oft sehen wie vorher. Wenn dann Schriftliches fast nur auf ein Mindestmaß von „Hallo.“ und „Tschüss.“ beschränkt wird, können Stufen ins Wanken geraten.

Was kann mensch da tun, um dem entgegenzuwirken?

Mal schreiben „Wir müssen reden…“?

Eine Formulierung, die ich… wie soll ich sagen… fürchten gelernt habe in meiner Beziehungszeit, damals. ;o)

Ich denke zumindest, dass ein Ansprechen besser wäre als ein Abschreiben.

Was sagt die Gemeinde?