Will ich haben…

Blick in einen schwarzen aufgeklappten Koffer mit bunten Stiften links, Pinsel, Spitzer und bunten Kreiden in der Mitte und Tuben mit Farben rechts

In meinem Beitrag gestern über die Postbank und ihre freundliche Kommunikation hatte ich ja erwähnt, dass ich mit meiner Nichte die Köpfe zusammengesteckt habe. So von wegen Weihnachten + Geschenk + so…

Dabei ging es um etwas, was ich ihr am 2. Adventssonntag nach dem Kuchenessen mal gezeigt habe. Nämlich um ein jetzt-nicht-mehr-aktuelles Angebot für einen Kunst-Koffer. Mit Acrylfarben, Aquarellfarben, Ölfarben, Buntstiften und einigem mehr (siehe oben).

Jetzt habe ich mir im Laufe der Jahre ja bereits einiges ‚für die Kunst‘ zugelegt. Leinwände… Pinsel… Farben, Stifte, Staffeleien…
Und was habe ich bisher gemacht?

Ein ausgemalter Nikolausstiefel in rötlichen Farben, mit Zuckerstange und Geschenk vor bläulichem Hintergrund.Na ja, immerhin ein paar Bildchen ausgemalt.
Besser als nichts.

Wenn ich so nachdenke… habe ich in das Buch von Drachenechse + Fuchs von vor 6 Jahren eigentlich schonmal etwas skizziert?
Muss ich mal schauen. Vielleicht eines?
Hoffentlich.

(Ja, tatsächlich. Auch wenn ich nicht wirklich eine Ahnung habe, was ich da versucht habe, nachzuzeichnen. Einen Helm mit Kettengehänge?)

Skizze, die aussieht, als könnte sie einen einfachen Helm mit Kettengehänge darstellen.Nun, meine Nichte lässt sich zumindest auch für sowas begeistern. Weswegen ich sie gefragt habe, ob der vielleicht etwas als Weihnachtsgeschenk für sie wäre, dieser Koffer mit allem Möglichen.
Und das ich mir auch so einen holen möchte.

Mit dem Geschenkvorschlag war sie einverstanden. Und dann kam direkt noch ein Vorschlag von ihr, den ich auch im Kopf hatte. Nämlich, dass wir uns dann mal an einem Nachmittag nächstes Jahr einfach mal treffen, um irgendetwas damit zu machen. Und meine Schwester kann dann auch gleich mitmachen. Genug Zeug haben wir ja.
Das wird dann ein Kunst-mach-Nachmittag.

Denn alleine bekommen wir es wohl nicht gebacken, sich einfach mal hinzusetzen. Ich lass mich dann eher von meinem Monster verführen.
Quatsch – da muss ich nicht verführt werden. ;o)
Meine Abende sind immer PC-Abende. Deswegen habe ich ja auch keinen Fernseher mehr.

geöffnete Reißverschlusstasche, darinnen 72 Aquarell-Buntstifte samt Pinsel, Stiftverlängerer, Spitzer und Pinsel mit WasserreservoirDoch meiner Nichte geht das ja auch so. Dass sie sich einfach anderweitig beschäftigt. Doch wenn es dafür mal einen Termin gibt, kann einfach ausprobiert werden. Und in Gemeinschaft macht es vielleicht auch mehr Spaß.
Ich meine, das letzte – bzw. das erste – Mal, dass ich zumindest die Aquarellstifte getestet habe, war im Urlaub in Dillingen, wo ich nicht vom Computer abgelenkt worden bin.

Na, ich bin gespannt.

Für diese Kunstkoffer habe ich mir auch mal die digitale Kundenkarte meiner Mutter schicken lassen. Das hat einen Koffer nämlich direkt 10 € günstiger gemacht. Und das sind ganz schöne Klötzer.

Inwiefern und -wieweit ich die Sachen aus dem Koffer nutzen werde, muss ich sehen. Offene Acrylfarben trocknen ja auch gerne mal aus.
Auf die Kreiden bin ich gespannt.

Auch, das wird bestimmt lustig, die Malstunde.
Und bunt. :o)

Das ausgemalte runde Motiv von vorher, nun noch mit Regenbogenfarben drumherum hinzugefügt

Gibt es Regeln für Kunst?

36 Buntstifte im Metalletui

Nun. Ich würde ja sagen, in der Schule für den Unterricht ja. Weswegen ich da wohl auch nie wirklich ein großes Interesse entwickelt habe. Von wegen der strikten Getrennthaltung der Farben im Farbkasten. Bloß keine Farben zusammenschmieren…
Okay, das ist vielleicht sinnvoll, wenn ich an meine teilweise etwas…. ähm… verdreckten Farben denke.

Es war nie so meines.

Das erste Mal, dass ich gesehen habe, dass es auch anders geht, war beim Malen des Bühnenbildes von Jim Knopf + die Wilde 13 in Rottweil. Da wurde nicht schön ordentlich jede Farbe für sich gehalten, sondern tatsächlich mit anderen Farben übereinander gemalt. Ohne, dass die erste Farbe getrocknet war. :oO
Shocking!

Das war das erste Mal, dass ich mir vorstellen konnte, irgendwann mal selbst was zu malen. Was aber, ehrlich gesagt, auch nach 24 Jahren noch nicht passiert ist.

Auch später die Aufzeichnungen von Bob Ross wirkten einfach und ein wenig inspirierend.
Doch immer noch nicht genug.

Geöffneter Holzkoffer darinnen sind zu sehen: eine Farb-Mischpalette Farbtuben Spachtel Pinsel WasserbehälterJa, ich habe mir in den Jahren einiges an „Erstausstattung“ zugelegt. Staffeleien, Leinwände, Farben… Liegt alles irgendwo hier bei mir herum. Alles ungenutzt.

Letztens kam wieder was dazu.
Ein Holzkasten/-koffer, der zur Tischstaffelei umgebaut werden kann + in dem sich auch Farben + Material einpacken lassen können.
Praktisch.
Musste ich haben. *schulterzuck*

Dieser Kasten hat mich jetzt veranlasst, über Regeln in der Kunst nachzudenken, weil… wie könnte ich ihn bemalen, so dass die Holzmaserung danach noch zu sehen ist?

Gut, vielleicht ist das nicht wirklich eine Regelfrage für Kunst, doch um etwas bemalen zu können, braucht es Grundvoraussetzungen, was ja in gewisser Weise auch Regeln sind.

Ich könnte es mit Acrylfarben bemalen… doch vermute ich, dass Acryl sehr deckend wäre/ist, so dass danach keine Maserung mehr zu sehen ist. Wie wäre es dann mit Aquarellfarben? Die halte ich für etwas transparenter. Doch meinte Drachenechse da, dass die in der Maserung verlaufen würde. Hm… Also vorher grundieren?

HolzkofferIch habe die Überlegungen dazu im Moment zurückgestellt. Doch werde ich immer daran erinnert, wenn ich die Koffer/Kiste zuhause stehen sehe. Es sagt mir geradezu immer:
‚Mal mich an!‘

Wird sich noch ein wenig gedulden müssen, die Box.

Drachenechse hat auch Alkohol-Marker vorgeschlagen. Hm. Da muss ich noch eine Weile warten, dann bekomme ich dafür Experimentiermaterial. Denn ich konnte mich nicht beherrschen, und musste mir ein Mixed Media Art Kit bestellen. Da hat es dann auch Alkohol-Farben. Wenn das Kit hier eintrudelt, wäre/ist das dann auch bestimmt einen Beitrag wert. ;o)

Doch das war ja nur der erste Grund für diesen Beitrag.
Das ‚wie kann ich dat Ding am besten bemalen?‘
Stofftasche mit Banner darum von CASTLE ARTS 72 Premium Soft Touch COLOURED PENCILS Neben dieser Beschriftung steht ein Greif mit goldenen Flügeln und blauen HinterteilNun habe ich letztens ja seit Ewigkeiten wieder mal in einem meiner Ausmalbücher weitergemalt. Da musste ich auch an das damals denken, von wegen Schule + jede Farbe einzeln… was ich bei den Ausmalbüchern ja auch noch so handhabe. Allerdings ist das bei Buntstiften ja auch etwas schwerer, mit ihnen übereinander zu malen. Finde ich. Weswegen ich ja auch immer mehr Farbstifte haben wollte. Mehr Farbstifte = mehr Farben.
Tatsächlich habe ich aber meine 72er-Packung vom letzten Jahr noch nicht benutzt. Schande über mein Haupt. Doch es beruhigt mich, sie zu haben und zu wissen, dass ich sie jederzeit benutzen könnte.
Wenn ich es mal wollte. ;o)

Bei meiner letzten Ausmalstunde wurde das Vögelchen wieder um einiges bunter. Und ich wäre nun soweit zu überlegen: Sollte ich alles ausmalen, oder wäre es nicht sogar gut, auch mal etwas weiß zu lassen? Damit die entsprechenden Bilder dann nochmal anders wirken können, als wenn nur 1000 Farben auf eine Fläche geklatscht worden wären. Quasi.

Aber das ist dann eigentlich auch keine Regel.
Nirgends heißt es: Alles weiße muss aus-/angemalt werden. Denn im Gegensatz zu gewissen Grundregeln, welche Farben auf welchem Material wie wirken oder halten, gibt es ansonsten in der Kunst nicht wirklich Regeln. Es ist das, was jede/r für sich daraus macht.
Ich wünschte, ich hätte das schon damals in der Schule verstanden. Vielleicht würde ich dann mehr mit Farben als mit dem Stift in der Hand hantieren?
Wer weiß.

Vogel in einem Ausmalbuch, fast vollständig ausgemalt