Schuld und Gene

(Ich muss endlich mal wieder etwas aus meiner Pipeline ablassen, was sich da angesammelt hat.
Und mit dem Beitrag hier geht’s los. ^^)

 

Toller Titel. Klingt nach einem Krimi oder Thriller, oder etwas in der Richtung. Hat aber nicht wirklich was damit zu tun. Aber er gefällt mit trotzdem. Wenn es nicht um einen Krimi geht, worum dann?

Liebe, Freude, Eierkuchen… ach nein, das ist ja eigentlich Friede… Egal. Bei mir ist es jetzt Liebe, Freude… usw.

Ein Kumpel hat am Freitag, den 13. (wie passend ^^) August, zum zweiten Mal geheiratet.

Alles Gute nochmal von hier aus. (Auch wenn du es wohl eh nicht lesen wirst.)

Für Freunde gab es dann am Samstag, den 14., Kuchen und Grillen. Da war ich dann auch dabei. Genau wie viele andere auch, z.B. seine Exfrau samt Kindern + Mann.

Diese Exfrau + deren Mann waren auch mal gute Freunde von mir. Ihr jetziger Mann war mal jemand, den ich als mein Brüderchen bezeichnet habe, weil man uns damals bei den Pseudos mal dafür gehalten hatte. Bis…

Ja, bis die Exfrau von meinem Kumpel + mein „Brüderchen“ gemeint haben, ihre jeweiligen Partner miteinander zu betrügen. Und dann zusammen aus- und zusammenzuziehen.

Dies ist jetzt 23 Jahre her – aber seitdem habe ich zu beiden keinen Kontakt mehr.

Früher gab es bei Scheidungen wohl auch die Schuldfrage. Wer ist schuld daran. Dies ist wohl jetzt nicht mehr der Fall, soweit ich weiß – doch was weiß ich schon?
Aber auch wenn es für offizielle, ‚legale‘ Fragen diese Schuldfrage nicht mehr gibt, ist dies im privaten Bereich doch etwas anderes.

Wenn sich ein Paar trennt, sind dann auch immer die gemeinsamen Freunde gefragt, auf welche Seite sie sich stellen, wenn sie sich für eine Seite entscheiden müssen/sollen.
Da mein Kumpel da dann nicht nur der Betrogene, sondern ja sogar noch der Verlassene war, habe ich mich klar für seine Seite entschieden.

Jetzt – nach 23 Jahren – die beiden wiederzusehen, war ungewohnt. Und ich hatte mit ihnen nichts mehr zu reden. Wenn es hochkommt, gefühlte 2-3 Sätze. Darunter war auch die Bemerkung von meinem gewesenen „Brüderchen“, dass ich mich ja auch nicht gemeldet hätte.

Und ich dachte mir: Wozu? Wieso hätte ich dies tun sollen?

Ich glaube, ich hatte die Exfrau noch einmal gesehen nach deren Auszug, als ich mal den gemeinsamen Sohn von meinem Kumpel und ihr nach dem Wochenende zurückgefahren habe.

Seitdem: Nada.

Sie haben sich entschieden, zusammen den Freundeskreis zu verlassen. Und ich hatte da nichts entgegenzusetzen, oder dieses überhaupt zu wollen.

Auf Wiedersehen.

Na gut – eigentlich eher nicht. ^^

Jetzt zu sagen, dass ich mich ja auch nicht gemeldet habe… finde ich insgeheim doch so dreist, dass ich jetzt darüber schreibe, weil es mich beschäftigt (hat).

Ich habe diese Bemerkung soweit unkommentiert gelassen, weil ich dafür zu dem Zeitpunkt keine passende Antwort gehabt hatte
Und ich muss mich für diesen Punkt auch in keinster Weise rechtfertigen, meiner Meinung nach. Außerdem ist es inzwischen egal – weil sie für mich jetzt nur noch ein paar Gestalten aus der Vergangenheit sind, die – wie der Name schon sagt – vergangen ist.

Ich wünsche ihnen nichts Böses, aber ich muss sie jetzt auch nicht wieder in mein Leben lassen.

Dies war der Punkt zu „Schuld“. Die „Gene“ haben auch mit der Exfrau meines Kumpels zu tun. Denn es ist erstaunlich, wie dominant manche Gene sind.

Inzwischen hat der Sohn meines Kumpels noch Geschwister bekommen. Und genau wie er, sieht man bei seiner Schwester auch total, wer die Mutter ist.

Wie aus dem Gesicht geschnitten.

Erstaunlich.

Ja, das wäre es schon wieder für diesen Beitrag.

Auch alle weiteren nachfolgenden Beiträge können sie an meinem Schreibstil erkennen.

Das ist bestimmt auch genetisch.

;o)

 

Lieblingsland

Schottland

Ich habe mich am Freitag wieder mal mit meinem VnvO am Flughafen getroffen. Für ihn ging es dieses Mal nach Namibia. Jedoch nicht zum Arbeiten, sondern wirklich zum Ansehen. Eine Leserreise.
Auch nicht schlecht.

Dabei hat er mich gefragt, warum für mich Island jetzt eventuell Schottland als Traumland abgelöst hat. Darüber musste ich erst mal nachdenken. So sehr, dass ich es eines Beitrags hier für würdig empfinde.

Nun, als erstes sollte ich dazu jetzt mal sagen, dass meine „Liebe“ zu Schottland eine ganz alte Liebe ist. Die besteht bereits über 30 Jahre. Die hatte ich schon vor Highlander, dem ersten und besten Teil. Und das war 1986. Vor 32 Jahren. Ich denke, es ging so los mit den Schreckensteinern in Schottland. Aber eigentlich weiß ich es gar nicht mehr genau, wann sich Schottland zu meinem Lieblingsland gemausert hat.
Auf jeden Fall schon vor Highlander.

Oder damit?

Die Berge und Weiten…?

Dafür, dass ich so begeistert davon war, bin ich erst sehr spät wirklich höchstpersönlich hingekommen. Nämlich an meinem 30.sten Geburtstag im Jahr 2000. Und das wohl hauptsächlich, weil dies eine Deadline von mir war.
„Bis zu meinem 30.sten Geburtstag will ich in Schottland gewesen sein.“
Und an meinem 30.sten bin ich dann mit meiner Schwester hingeflogen.
Hach.

Das Land war toll.

Die Fahrt mit meiner Schwester war es nicht ganz. Wenn ich gewollt hätte, hätten wir uns hervorragend in die Haare bekommen können. Doch wollte ich mir meinen Wunschtraumurlaub nicht versauen (lassen). So habe ich dann immer noch nachmittags/abends zugesehen, dass ich noch alleine für ne Weile spazieren gehe.

Auch meiner Schwester hatte es dort so gut gefallen, dass sie selbst nochmal mit ner Freundin hingefahren ist. Oder gar zwei Mal? Müsste ich sie fragen – von daher wird die genaue Antwort darüber wohl offen bleiben hier. 😉

Ich dagegen bin seitdem nicht mehr hingefahren.

Gut – lag vielleicht auch an meinen Finanzen, die sich dann eine ganze Zeit im Keller befunden haben. Obwohl… Drachenechse hätte mir ja mal eine Urlaubsreise dorthin geschenkt. Das war in unserer Trennungszeit. Doch hätte ich dafür noch etwas mehr Geld gebraucht – und bei ihr war es auch nicht so fette… Also habe ich darauf verzichtet.

Meine nächste Deadline ist mein 50.ster.
Keine 2 Jahre mehr.

Und dann fahre ich, statt nach Schottland, nachdem sich endlich die Umstände wieder positiv entwickelt haben, spontan nach Island. Weil ich da einfach mal Bock drauf hatte.

 

Fest steht: Ich will da nochmal hin. Also, nach Island. Je schneller, desto besser.
Aber meine Geldvorräte haben sich erstmal reduziert, aus Gründen.
Über die werde ich hier in Zukunft auch noch etwas schreiben. Doch da sie also nun momentan reduziert sind, ist jetzt erst mal wieder Sparen + Schulden zurückzahlen angesagt. Das wird so ein Jahr dauern, grob geschätzt. Aber von daher ist jetzt eher kein Puffer da, um spontan mal wegzumachen.

Und dann ist es schon fast soweit mit meinem 50.sten… Also Schottland.

Ein paar Freunde sind gerade dort. Statt woanders hin – ich glaube Korsika – sind sie jetzt nach Schottland und den Orkneys. *sfz*

Aber wieder zurück zu der Frage, warum ich glaube, das Island Schottland abgelöst haben könnte.

Nun, wenn ich jetzt so über Schottland schreibe + von den Freunden Bilder bekomme, dann glaube ich es ja nicht so. Dann steckt Schottland wieder in mir. Aber was ist dann mit Island? Ist es einfach „das Neue“?

 

Was ich in Island ja sehr langweilig fand, das war das braune Hochland, das Innere von Island. Schottland ist nicht braun.

Habe ich am zweiten Tag noch gedacht „und wieder Berge + Schnee + Fjorde + Wasserfälle…“ Ein Anzeichen dafür, dass es mich nicht direkt im Sturm erobert hat.
(Einen anderen Urlauber hat Island auch so gar nicht beeindruckt. Als wir uns in Akureyri unterhielten und er hörte, dass ich von den Westfjorden kam, wollte er wissen, wie es da so sei. Ich dann „Berge, Schnee, Wasserfälle…“ und er dann so „Uäch!“
Gut, er war aus Kanada und meinte, da haben sie das alles selbst. Deswegen war er auch nicht beeindruckt – und wird auch nicht wiederkommen.)

Island

Was nimmt mich jetzt also für Island ein?

Als erstes: Dieses Licht beim Blick von den Westfjorden in den Osten.

Als zweites: Die Hintergrundmöglichkeiten für eine Figur, die ich in einer Geschichte verwende und verwenden will. (Hier speziell Borgarvirki.)
Ich müsste nur mal wieder anfangen zu Schreiben.

Als drittes: Ich will mal Polarlichter sehen.

Als viertes: Ich habe längst noch nicht alles gesehen von Island. (Ok, das habe ich von Schottland auch nicht.)

Als fünftes: Ich mag Weite.

Ich könnte nicht in die Berge ziehen und irgendwo unten im Tal auf einen Berg schauen. Ich müsste wenigstens etwas den Berg rauf, damit ich über das Tal gucken könnte. Oder ich suche mir gleich eine Gegend, die eine entsprechende Weite und Weitblick liefert. (Das liegt wahrscheinlich an den Ausflügen in meiner Kindheit in die Rhön. Da hat man Weite. Und in Rottweil damals der Blick auf die Alb war auch in Ordnung.)

Weite liefern mir sowohl Schottland, als auch Island.

Aber irgendwie der größte Punkt für mich: Hjörleifshöfði

Dieser Berg, Hügel, Ex-Insel…
Das Highlight meiner Island-Reise, mit Friedhof + Grabhügel und Farmresten.
Diese Kuppe in der Nähe von Vík í Mýrdal…

Die finde ich so faszinierend, dass ich denke ‚da würde ich gerne Zeit verbringen‘.

Ein neues Grassodenhaus auf Höhe der Farmreste…
Mit eigenen Tieren: Hühnern, Schafe (?), Schweine.
Und den Berg erkunden.

Das wäre/ist mein Hauptpunkt.

Natürlich total unmöglich: Wohin/an wen müsste man sich dafür wenden? Wem gehört dieser Berg und das Gelände?
Das Alter und die sonstigen Voraussetzungen hab ich auch nicht dafür. Zu alt, keine Familie, die dies weiterführen könnte, wenn…

Ich denke, dieser Berg ist schuld an meinem erstarkten Interesse.
Gut, wahrscheinlich auch, das es noch so viel zu sehen gibt.
Und es mich eh eher in den Norden als in den Süden zieht. Ich mag es tatsächlich eher kühler. 2 Wochen Strandurlaub in der Hitze reizen mich so gar nicht.
Und die Weite. Sowohl vom Land, als auch beim Blick vom Berg/Hügel.

Ja, das wären wahrscheinlich die Gründe, weswegen sich Island so stark in mir positioniert hat.

Ist es jetzt aber mein neues Wunschtraumland?
Ich kann es nicht sagen.
Das hätte so etwas Endgültiges.

Für Zuhause werde ich mir weiterhin erstmal Schottland-Kalender besorgen. Denn eine alte Liebe wirft man nicht so einfach weg. 😉

Schottland

Aber mein zukünftiges Auto werde ich mit Schottland- + Island-Aufkleber schmücken. Die Schottlandfahne fahre ich seit 2000 durch die Gegend. Kommt jetzt halt noch eine Island-Fahne dazu.

Ich denke, Schottland links und rechts hinten, Island in der Mitte oben. So sollten alle zufrieden sein. ;o)

Island

Warum planen

Ach ja…
Warum sollte ich etwas planen, wenn ich dann eh nicht weiß, ob es so klappt wie gedacht?

Hatte über den 1. Mai mal wieder Nachtschicht – und konnte mir danach sogar einen zusätzlichen freien Tag eintauschen. So habe ich heute also auch noch frei und hatte vor, diese gut drei Tage mit ein paar Sachen zu nutzen.
Erstens natürlich am Mittwoch, als ich aus der Nachtschicht rauskam, wieder möglichst den Tag über durchmachen, um wieder in den Rhythmus zu kommen und viele Stunden für Kram zu haben. Dann endlich mal meine digitale Spiegelreflexkamera prüfen und vielleicht zu einem Laden zur Reinigung zu bringen – wenn die Flecken auf Bildern am Gehäuse liegen und nicht am Objektiv. Und dann wäre noch der Gedanke gewesen, endlich nochmal ein paar Hosen meiner derzeitigen Marke zu organisieren. In einem Laden, nicht online. Damit ich gleich sehe, ob sie passen oder nicht.

Ja… Das war so „mein Plan“…

Und? Was ist jetzt draus geworden?

Ääähhh… nix.

Als ich am Mittwoch aus der Nachtschicht raus war, war ich tatsächlich so kaputt, dass ich mich zu Hause dann zur üblichen Zeit hingelegt habe, und erst nach 15 Uhr wieder wachgeworden bin. Nix mit viel machen…
Außerdem haben mich anscheinend die letzten kalten Nächte ein wenig angeschlagen. So dass ich jetzt wieder einen gefühlten dicken Hals habe. So bin ich jetzt gestern nicht aus dem Haus, nicht mal zum Training – und heute ist es nicht besser.
Ich habe meine Kamera nicht gefunden und KEINEN PLAN, wo ich sie hingetan haben könnte. Also kann ich das Problem der Flecken nicht in Angriff nehmen.
Und die Sache mit den Hosen… nun, als ich da vor ein paar Monaten mal im Internet gesucht habe, hatte ich einen Laden gefunden, wo es diese gab. Doch anscheinend hat sich in der Zeit einiges geändert. Jetzt hat er sie nicht mehr – weswegen ich dann heute doch nicht hingefahren bin.
Zumal mein Hals nicht besser geworden ist.

Hmpf.

Jetzt sitz ich hier, trinke Pfefferminztee und tippe meinen… Frust? Unmut? in die Tasten.

Immerhin sieht es so aus, als könnte ich einen Mietwagen in Island billiger mieten als ursprünglich gedacht. Doch, genau, ich muss dazu meine Kreditkarte noch „aufbohren“ lassen, damit ich mit ihr die Kaution hinterlegen kann. Und sollte ich nach einem Auslandskrankenschein fragen? Für zwei Wochen? Vor allem, wenn ich jetzt ja gerade vorher wohl ein wenig rumkränkel. Da sollte ich doch in gut drei Wochen wieder fit sein.
Hoffentlich.

DREI WOCHEN!

AAAhhhhhhhhhhhhhh!!!!

Ach, das geht ja noch. Ich dachte grad erst, es wären nur noch zwei Wochen bis zu meinem Urlaub.
Gut, sind es auch – aber nach Island geht es dann erst in drei Wochen.
Vorher geht es mit Drachenechse und Fuchs und noch ein paar anderen über Pfingsten in eine Ferienwohnung zum Rollenspielen.
Was war nochmal geplant? DSA1, Savage World Fantasy, Behind the Wall und 7te See. Dafür sollte ich mal meine Aufgabe vorbereiten.
Mein alternativer Gedanke über GURPS und einer Art Westworld liegt auf Eis, mangels nicht so großer Resonanz auf meine Vergnügungsparkumfragen und weil ich auch hier nicht weiß, wo mein Buch für GURPS rumfliegt.

Nun gut.

Vielleicht gehe ich dann ja wenigstens noch etwas Essen oder ein Buch kaufen, statt auch heute nur hier rumzuliegen. Morgen darf ich ja dann wieder ran – mal sehen, was mein Hals dann sagt. Aber für einen Arztbesuch ist es jetzt auch zu spät, denn meine neue Hausärztin hat Freitags nur bis 12 Sprechstunde.

Also… wozu planen?

Ich denke, deswegen lasse ich Island auch einfach auf mich zukommen. Ich werde die Zeit schon rumbekommen dort. ^^

 

 

Tanz + Theater / Theater + Tanz

 

Ich habe letztens das Video eines Präsentationszusammenschnittes einer Berliner Tanzschule gesehen.
Also, keiner Tanzschule, in die man als Jugendlicher geht, um Standardtänze zu lernen…
machen Jugendliche das eigentlich heutzutage noch?
Nun, in diesem Falle meine ich eine Schule für Tänzer.
So brotlose Kunst und so. ;o)

Ich fand das, was ich da in den 3 Minuten gesehen habe, durchaus faszinierend. Wenn ein*e Tänzer*in in vollem Lauf angestürmt kommt, das Gegenüber anspringt und sich dann um dieses zusammenrollt und oben hält – während das Gegenüber nicht nur stehenbleibt, sondern dabei ganz leicht und mühelos dabei aussieht… Und das mehrmals, in verschiedenen Varianten… Wow.

Das sollte ich mal machen. Alleine durch meine Masse würde ich mein Gegenüber umhauen. Abgesehen davon, dass ich mich bestimmt nicht am Bauch oder wo auch immer halten könnte, sondern runterrutschen würde wie ein Ring, den mensch über einen Stab geworfen hat. ;o)

Nachdem ich das Video gesehen hatte, musste ich an die Erarbeitung einer Szenencollage denken, an der ich vor gut 30 Jahren *sfz* teilgenommen habe. Das erste eigene, selbstentworfene Stück unserer Theatergruppe damals:

„GØTTERSPIELE“

Eine Collage mit Spielszenen, Musikszenen, Kaspertheater mit lebenden Kasperlpuppen *G*…
Im Szenenfindungsprozess hatten wir u.a. auch das Lied „Room 101“ von Eurythmics, zu dem wir improvisiert haben.

Und daran musste ich also denken, nachdem ich das Video gesehen hatte, denn ich habe mich gefragt, wie wohl so ein Tanzstück erarbeitet wird, und was da so dahinterstecken mag?

Denn als wir unserer Theatergruppe das erste Mal gezeigt haben, was wir zu der Musik gemacht haben, kam als erste direkte Frage unserer Teamer
„Und was ist da der Sinn?“
Den hatten wir (noch) nicht, sondern einfach nur den Gedanken, wie wir uns zu dieser Musik zu bewegen haben/bewegen wollten. Das war dann lange Zeit ein Streitpunkt zwischen uns und den Teamern:
„Diese Szene kommt so nicht auf die Bühne, solange da kein Sinn dahinter ist.“

Wie ist das beim Tanzen?

Klar, es gibt Bilder, die entstehen und gebaut werden. Also wird hinter allem auch ein Sinn stehen, auch wenn man ihn als Zuschauer nicht direkt erkennen kann. Denke ich.

Aber wie ist es dann, wenn eine*r eine Solotanzsequenz hat: Da wird wohl kaum festgelegt, wie jede einzelne Bewegung auszusehen hat? Ich denke, da läuft viel spontan. So dass sicherlich nicht jede Aufführung genau gleich aussehen wird. Oder doch nicht?
Außerdem: wird jede Bewegung bis aufs i-Tüpfelchen begründet?
Das kann ich mir nicht vorstellen.

Wir haben einmal – zu Spiel-Wut-Zeiten, vor bald 10 Jahren – etwas entworfen, mit dem wir Werbung machen wollten. Quasi eine Art Straßentheater, nur mit + zu Musik.
Wir haben da unsere Szenen auch nicht nach einem großen „Sinn“ entworfen. Gut, wir haben für jede Szene einen Sinn für uns darinnen gehabt, doch hauptsächlich haben wir uns Musik herausgesucht; überlegt, was wir dazu machen können und warum… und dann war die nächste Überlegung: Was für Musik jetzt + wie machen wir den Übergang…?

Damit sind wir dann letztlich nicht auf die Straße, weil wir uns nicht so recht getraut haben:
Wie ist das mit Straßentheater und Musik aus der Konserve? Rechte? Darf man überhaupt einfach irgendwo einen Rekorder hinstellen und etwas machen?
Das war uns alles zu ungewiss.
Wir haben es dann aber wenigstens einmal in Meiningen während der Theaterwerkstatt 2011 gemacht. So samstags abends, als offiziellen Programmpunkt. Weil das Thema dieser Werkstatt gut zu Straßentheater gepasst hat. Deswegen war mein Gedanke:
Lasst es uns wenigstens da mal machen.

Also haben wir alles wieder aufgefrischt: Was + wie… Ich musste die Musik wieder zusammenfinden + brennen… Und haben es als etwas von Spiel-Wut offiziell angemeldet.
Da die Drachenechse zu dem Zeitpunkt gerade in München auf der Schule war, haben wir dann den Samstagabend als letzte Probegelegenheit genutzt, während alle anderen beim Abendessen saßen. Und nach dem Abendessen haben wir es vorgespielt.

Der Saal in der VHS Meiningen hat auf einer Seite eine kleine, etwas erhöhte, Bühne, auf der während der Werkstätten geprobt und auch Stücke gespielt werden. Wir waren – meines Wissens – die ersten, die es nicht so gemacht haben.
Da wir diese Sache als Straßentheater gedacht hatten, war es so angelegt, dass wir in alle Richtungen gespielt haben. Deswegen haben wir uns von den Meiningern ein großes Seil aus deren Fundus geliehen und haben damit mitten im Saal einen Kreis und damit unsere Spielfläche gelegt. Dort hinein haben wir uns gesetzt, als dann alle Werkstattteilnehmer hochgekommen sind, um sich darum herum zu setzen. Als alle da waren, habe ich noch kurz etwas zur Begrüßung gesagt + dann die CD angeschmissen.

Und es lief.

Lief richtig gut.

Auch ohne allumfassenden Sinn. ;o)
Die Rückmeldungen waren sehr positiv. Ein Mitspieler war über die Reaktion auf eine Passage… nicht so ganz gefasst. Dabei war sie schon durchaus so von uns provoziert. Doch das er dann wirklich ausgepfiffen + -gebuht wurde, daran hatte er kurz zu knabbern. :oD
Ach ja… natürlich wurde diese Präsentation nicht mitdokumentiert. So habe ich nur irgendwo noch die CD mit der Musik herumfliegen.
Sollte sie zumindest. Seitdem bin ich nicht umgezogen. ^^

Bei dieser Präsentation haben wir einige Sachen strikt choreografiert, andere waren spontaner. Ich kann mir vorstellen, dass dies bei einer Tanzperformance so ähnlich sein dürfte. Manche Sequenzen sind strikt choreografiert, alleine schon aus Gründen der Symmetrie; andere haben Platz für Improvisationen. Und vielleicht gibt es auch irgendwo einen Sinn dahinter, der ab und zu aufblitzt. Vielleicht aber auch nicht.

Vielleicht werden im Laufe des Unterrichts auch einfach „nur“ verschiedenste Übungen und Szenen erarbeitet, welche dann in so einer Performance teilweise präsentiert werden. Wie z.B. jemanden mit vollem Schwung anspringen und sich um dessen Bauch zu wickeln, ohne das mensch herunterrutscht oder der andere umfällt.

Wie bei einer normalen Werkstattpräsentation auch.

Ich habe keine Ahnung, musste aber jetzt mal darüber nachdenken. Wie es halt so ist.

Weiß jemand mehr? 😉

 

 

Gedanken zu „Wie tarne ich einen Fotografen beim LARP“

LARPs gibt es ja für alle Genres.
Während es nun bei einem Endzeit- oder Sci-Fi-LARP weniger auffällig ist, wenn jemand mit einem Fotoapparat herumläuft, wird dies bei einem Fantasy-LARP schon schwieriger.

Gut, vielleicht gibt es bei einigen LARPs möglicherweise jemanden direkt von der SL, der mit SL-Markierung und Kamera herumläuft. Da müssen die Spieler dann halt drüber hinwegsehen. SL ist ja eh eher OT, und damit offiziell unsichtbar. Dennoch… Andererseits kann es natürlich auch sein, dass die SL nicht will, dass die ganze Zeit ein „Zeitreisender“ herumläuft.
Was kann man da machen – und warum mache ich mir darüber überhaupt Gedanken?

Nun…

Drachenechse und Fuchs – oder eher Fähe? Sollte ich sie wohl mal fragen, was ihre Meinung dazu ist. Äh, ja. Also Drachenechse und Fuchs/Fähe werden im Mai im kleinen Rahmen heiraten. Kleiner Rahmen bedeutet: Standesbeamter/in, Drachenechse, Fuchs/Fähe + eine gemeinsame Schulfreundin der beiden.
Die große Party steigt dann nächstes Jahr. Aber natürlich keine normale, nein.

In der gemeinsamen Zeit von Drachenechse und mir habe ich sie mit dem „Rollenspiel-Virus“ infiziert. Und dieser Virus hat sie seitdem nicht verlassen. Weswegen sie nun in einer DSA-Runde mitspielt, FATE anleitet, in einem Online-RPG eine Templerin + eine S4-Hexe spielt, und ihren Geburtstag jetzt an Pfingsten in einer Ferienwohnung bei Büdingen mit Rollenspielrunden nachfeiern will.
Und die Hochzeitsparty wird ein Hochzeits-LARP in einem Wasserschloss!

Und so kam letztens diese Frage auf, wie man einen Fotoapparat tarnen könnte. Wobei mir da ad hoc keine Idee einfiel. Doch Drachenechse will keine Zeitreisenden. Also haben meine Gehirnmühlen weitergemahlen… und heute Morgen kam mir eine Idee zu diesem Problem.

Ich bin ja ein Fan der Scheibenwelt von Terry Pratchett. Wer die Scheibenwelt kennt, weiß:
Dort gibt es auch die Fotografie. Trotz Fantasywelt.
Den Nicht-Scheibenwelt-Kennern sei jetzt kurz erklärt: Dies funktioniert rein fantastisch. Denn in diesem Kasten, in dem die Bilder entstehen, steckt ein kleiner Kobold, der schnell alles malt, was er gesehen hat. Wenn man dann viele Bilder gemacht hat, kann es vorkommen, dass vielleicht eine der Komplementärfarben ausgeht. Dann bekommen die Bilder einen Stich. Doch dies teilt der Kobold dann schon mit. Hoffentlich rechtzeitig vorher. ;o)

In diese Richtung ging mein erster Gedanke. Dieser hat sich jetzt weiterentwickelt. Meine Idee ist jetzt:

Nein, DE – das ist IMMER NOCH NICHT DARTH VADER !!!

Der Fotograf wird offiziell zum Maler. Überall, wo etwas Wichtiges passieren wird, ist er schon vorher da und hat seine Staffelei samt Leinwand aufgebaut. Doch weil er sich bei sooooviel Auswahl nicht entscheiden kann (typischer Künstler *g*), was er malen soll, hat er als Hilfsmittel ein Kästchen dabei, das ihm bei der Suche hilft, indem er sich damit nur Ausschnitte der großen Welt ringsumher ansieht, und sich so entscheidet, was als Motiv geeignet ist.
Dieses Kästchen ist dann natürlich der eigentliche Fotoapparat. Er wird nur anders verkauft.
Praktisch wäre natürlich wirklich nur eine Kastenkamera. Am besten mit der Möglichkeit, dass man aufgenommene Texte abspielen kann, welche die Koboldidee unterstützen.
Sowas wie „Mir geht das Grün aus. Nimm mal andere Motive als immer nur Bäume oder Orks.“
Irgendsowas.

Witzig stelle ich es mir vor, wenn der Maler einen Kampf unterbricht (nachdem er sich das Motiv mit seinem Kasten betrachtet und die Bilder bereits im Kasten hat) und sagt: „Oh. Das war aber gerade eine schöne Haltung. Können Sie gerade nochmal zurück? Das möchte ich gerne malen. Ja, sehr schön. Und jetzt nicht bewegen, bitte.“ Und dann fängt er an zu skizzieren und malen.
Wie lange zwei oder gar mehrere Kämpfer so etwas mitmachen würden? *G*

Dieser Maler könnte den Fotoapparat natürlich auch auf einem Stativ stehen haben. Schließlich hatten Maler ja auch durchaus mal Hilfsmittel parat.

Wenn man keine Kastenkamera hat, geht es wohl auch mit einer „normalen“ Kamera, bei der man durch einen Sucher blickt – also wohl eher eine Spiegelreflex-Kamera. Doch hier dann mit einer Festbrennweite, denn einen Zoom zu erklären macht es nochmal schwieriger. Außerdem sollte bei einer Digitalkamera der Monitor ausgeschaltet werden, der die gemachten Bilder nochmals anzeigt. Dann muss man sich mit dem Betrachten der Bilder halt warten. Früher konnte man sich die auch nicht gleich ansehen.

Die Möglichkeit einer Kommunikation mit seinem Hilfsgerät würde auf jeden Fall den fantastischen Aspekt unterstützen.
So ist man nicht einfach „nur“ ein Zeitreisender.

Das wären jetzt meine ersten Gedanken dazu.
Ich frage mich ja, wie dies in anderen LARPs gehandhabt wird. Oder ob man sich noch keine Gedanken zur Fotografentarnung gemacht hat. Doch das kann ich mir allerdings nicht vorstellen. In all den Jahren, die es jetzt bereits LARPs gibt, wird sich diesbezüglich doch sicher bereits jemand Gedanken darüber gemacht haben?

Vielleicht weiß jemand meiner Leser was darüber oder hat eigene Vorschläge?

Ich werde wohl nun auch noch ein wenig recherchieren. Zum Glück ist bis zum Stichtag noch etwas Zeit.

 

Bitte lächeln….

 

Und hier nochmal ein paar Begriffe und Abkürzungen zur Erklärung:

LARP = Life Action Role Play = Liferollenspiel

SL = Spielleitung = diejenigen, die die Fäden ziehen 😉

OT = Out-Time
Während das Spiel läuft, ist man IT = In-Time. Muss man etwas nachfragen, unterbricht man kurz und ist dann OT.

 

 

Passive Suche

In der Regel schreibe ich ja meine Beiträge in meinem Notizbuch während der Arbeit vor – wenn ich bei der Arbeit auf etwas zum Röntgen warte, oder um mich beim ständigen Nur-auf-den-Bildschirm-glotzen-und-warten-das-Bilder-aufgeschaltet-werden wach zu halten. Ich hätte da auch noch so zwei-drei Sachen, über die ich in der nächsten Zeit vielleicht mal was schreiben will: Die Jugendbuch-Serie „Chroniken der Weltensucher“; was über das Thema Kinder- und Jugendtheater… und heute hat sich etwas aufgetan, über das ich jetzt direkt schreiben möchte – direkt in die Tasten gehauen. (Na gut – erst im Word vorgeschrieben, und dann in WordPress übertragen. Will ja die Tippfehler so gut als möglich reduzieren. 😉 Aber ohne Umweg über Papier.)

Ich hatte ja in der Vergangenheit schon mehrmals u.a. auch als Thema meine Suche nach einem passenden Gegenstück. Von verschiedenen Flirtforen, dass ich keine Frauen anschreibe… Nun, heute muss ich sagen, dass ich in der Zwischenzeit tatsächlich auch mal ein paar Frauen angeschrieben habe – so ’ne gute Handvoll, würde ich sagen. Das Antwortverhalten ist zwar immer noch sehr niedrig, aber na ja.
Auch hatte ich es ja schon mal über die Spam-Mails, die ich dort bekomme. Da sind mittlerweile etliche neu dazugekommen. Seit dem Jahresbeginn um die 22 Stück – plus die, die nach dem entsprechenden Beitrag noch letztes Jahr dazugekommen sind. Auch hier hatte ich mal mit dem Gedanken gespielt, ob ich da mal ein Update mache. Mails hätte ich ja genug. ;o)
Will sowas jemand lesen?

Ja… das Suchen…

Es gibt da ja mehrere Möglichkeiten, interessante Menschen kennenzulernen. Viele Beziehungen finden sich ja über gemeinsame Interessen oder Vereine. Da ist beim Bogenschießen nichts für mich zu finden. Interessante Menschen gibt es schon – aber halt nichts für eine Beziehung.

Eine andere Möglichkeit ist ja über die Arbeit. Da ist es jetzt nicht so, dass es in unserer Firma keine Frauen gäbe. Allerdings sind sie in unserer Abteilung – dem Reisegepäck – eher spärlich gesät. Da Frauen halt nun mal eher in der Fluggastkontrolle gebraucht werden – weswegen unsere Gate-Frauen auch in schönster Regelmäßigkeit „nach oben verkauft“ werden.
Langer Rede, kurzer Sinn: Im Gate nicht wirklich was zu wollen – und ich bin froh, wenn ich nicht in die Fluggastkontrolle muss. Dumm gelaufen. ^^

Viele Beziehungen lernen sich ja auch über gemeinsame Freunde kennen. Nun, Drachenechse hatte tatsächlich mal mit dem Gedanken gespielt, mich mit der Spielleiterin ihrer DSA-Gruppe zu verkuppeln. Bis sie festgestellt hat, dass diese in einer Beziehung ist. Sie musste also nicht verkuppelt werden. Gut für sie. 😉
Auch im sonstigen Freundeskreis ist die Single-Frau eher schwach verbreitet.

Also ist da auch nicht so viel zu wollen.

Bis zu einer Message heute Morgen aus Nürnberg.
Na ja – die Message kam wohl gestern Abend schon, aber ich habe sie heute Morgen nach dem Aufstehen erst gesehen. Wahrscheinlich zum Glück – wer weiß, wie ich da sonst geschlafen hätte, wenn ich sie schon gestern Abend gesehen hätte. ^^
Da hat mir nämlich die Trolline aus Nürnberg ein Bild einer Freundin geschickt, und gefragt, ob ich Interesse hätte.

Äääh…

Das ist überraschend.
Wie sie auf diese Idee kommt?

Nun – dieses Bild ist auf jeden Fall ein interessanter Anblick.
Und vielleicht ist sie ja wirklich jemand, mit dem man eventuell zumindest ein bisschen hin-und-her-texten kann, oder am Telefon sprechen?

Bisher habe ich Trolline noch nicht auf ihre Nachricht geantwortet.
Ich wollte da nicht gleich drauf schreiben und mich verhalten wie ein Hund, dem man ein Stöckchen vor die Schnauze hält und der deswegen aus dem Schwanzwedeln nicht herauskommt und aufgeregt hin und her springt. Ich musste das erst mal in aller Ruhe setzen lassen.

Und diesen Beitrag fabrizieren.

Und jetzt entschuldigt mich, ich muss nach Nürnberg schreiben…

;o)

 

 

Gothic?

 

Im Januar hatten wir unsere Weihnachts- bzw. Winterfeier von unseren Bogenschützenfreunden aus Maintal.

(Da wir von unserem Verein selbst keine Möglichkeit mehr hatten, im Winter in einer Halle zu trainieren, haben wir uns… 2012/2013? umgesehen und die Möglichkeit bekommen, bei der Bogenabteilung der Schützengemeinschaft Tell 1560 e.V. in Maintal mitzuschießen.)

Bei dieser Feier werden dann auch immer die Siegerurkunden der Vereinsmeisterschaft des Vorjahres verliehen. Die findet meist am Rosenmontag statt, da wir an dem Tag früher in die Halle können. Bedingt durch die vielen verschiedenen Alters- und Bogenklassen habe ich es auch ein paarmal geschafft, „Sieger“ zu werden.
Ist schon praktisch, wenn man alleine in seiner Klasse schießt. ;o)

Letztes Jahr habe ich es auch wieder mal geschafft, also gab es auch eine Urkunde für mich. Nächstes Jahr muss ich mir da keine Gedanken machen. Auch wenn ich anscheinend nicht Dritter von Drei geworden bin. Nun ja.

Meine Urkunde wurde mit überreicht mit dem Ausspruch „für unseren Gothic Hebus (den richtigen Namen könnt ihr im Impressum nachsehen ^^)“.
Ja, ich glaube, es war Gothic.

Und ich kam mir irgendwie vor, als würde ich da mit fremden Federn geschmückt werden.
Irgendwie.

Ich meine: Ja, wir waren jetzt drei Mal in Leipzig zum WGT.
Und ja: Ich trage tatsächlich meist ein fröhliches Schwarz.
(Meine Cargo-Hose gefällt mir sogar so gut, ich muss mir da unbedingt noch ein paar von kaufen. Und das Netz hat mir schon verraten, wo es sie voraussichtlich geben sollte.)

Meine Nichte hat letztes Mal beim Frühstück mit den Eltern hier vor Ort auch mal verwundert gefragt: „Kein schwarzer Pulli?“ – weil ich mal wieder meinen blauen Kapuzenpulli anhatte. Wie öfters mal. (Und sie möchte, dass ich zu ihrer Konfirmation im April nicht in Schwarz erscheine. Kann sie haben. Ich hoffe, mein grünes Jackett sieht noch einigermaßen aus + ich passe noch rein. ;o))

Außerdem gehe ich ja gerne mal ins Final Destination, um entsprechende Musik zu hören. Und gerade während dem Abtippen höre ich mal wieder seit langem Dead Can Dance.

Also – wenn man es so sieht, nur nach diesen drei Punkten:
WGT / Klamottenfarbe / Musik
wäre an der Einsortierung in die Kategorie „Gothic“ nichts verkehrt.

Und doch… fällt es mir schwer, mich selbst dort einzusortieren.

Ich denke, Gothic ist mehr.

Wenn ich einige Leute im Final sehe, oder viele Leute beim WGT… da kann ich mit meinem einfachen Feld-Wald-Wiesen-Schwarz nicht mithalten.
Aber dieses ganze andere Zeug mit dem Kettengebaumel und aufgedonnert… das ist nicht meins.

Wie gesagt: meine einfache schwarze Cargo-Hose, ein schwarzer Pulli oder T-Shirt und meine Stiefel, die reichen mir. Darinnen fühl ich mich wohl.
Doch nur, weil man Schwarz trägt – ist man dann schon Gothic?

Ab wann ist man was?

Egal was: Gothic, Hillbilly, Rocker, Mod… was auch immer.

Wenn jetzt also jemand über mich sagt, ich sei ein Gothic, widerspreche ich nicht.
Doch ich denke mir: Bin ich das wirklich?
Genüge ich „den Normen“, um mich Gothic nennen zu dürfen?

Und ich denke: Nein. Irgendwie nicht wirklich. Es ist schwer zu sagen oder zu beschreiben, mehr so ein Gefühl.

Ich habe darüber letzte Woche auch mal mit einer Freundin gesprochen.
(Die auch mit in Leipzig und oft mit im Final war, für die ich aber noch keinen eigenen Blog-Namen habe wie für Drachenechse – oder letztens Wien. ;))
Und sie ist das meiner Meinung.
Auch sie sieht mich nicht wirklich als Gothic.

Ich denke – wie auch schon vor 20 Jahren – ich bin ein starker Gothic-Fan oder Anhänger, aber selbst eher ein… Möchte-gern?
Ich habe immer noch keine schwarze Seele – wie sich damals in der Orkus viele beschrieben haben – sondern eine bunte wie einen Regenbogen, mit einigen/vielen dunklen Stellen.

Wie ich es vor 20 Jahre schon gesagt habe.