Tanz + Theater / Theater + Tanz

 

Ich habe letztens das Video eines Präsentationszusammenschnittes einer Berliner Tanzschule gesehen.
Also, keiner Tanzschule, in die man als Jugendlicher geht, um Standardtänze zu lernen…
machen Jugendliche das eigentlich heutzutage noch?
Nun, in diesem Falle meine ich eine Schule für Tänzer.
So brotlose Kunst und so. ;o)

Ich fand das, was ich da in den 3 Minuten gesehen habe, durchaus faszinierend. Wenn ein*e Tänzer*in in vollem Lauf angestürmt kommt, das Gegenüber anspringt und sich dann um dieses zusammenrollt und oben hält – während das Gegenüber nicht nur stehenbleibt, sondern dabei ganz leicht und mühelos dabei aussieht… Und das mehrmals, in verschiedenen Varianten… Wow.

Das sollte ich mal machen. Alleine durch meine Masse würde ich mein Gegenüber umhauen. Abgesehen davon, dass ich mich bestimmt nicht am Bauch oder wo auch immer halten könnte, sondern runterrutschen würde wie ein Ring, den mensch über einen Stab geworfen hat. ;o)

Nachdem ich das Video gesehen hatte, musste ich an die Erarbeitung einer Szenencollage denken, an der ich vor gut 30 Jahren *sfz* teilgenommen habe. Das erste eigene, selbstentworfene Stück unserer Theatergruppe damals:

„GØTTERSPIELE“

Eine Collage mit Spielszenen, Musikszenen, Kaspertheater mit lebenden Kasperlpuppen *G*…
Im Szenenfindungsprozess hatten wir u.a. auch das Lied „Room 101“ von Eurythmics, zu dem wir improvisiert haben.

Und daran musste ich also denken, nachdem ich das Video gesehen hatte, denn ich habe mich gefragt, wie wohl so ein Tanzstück erarbeitet wird, und was da so dahinterstecken mag?

Denn als wir unserer Theatergruppe das erste Mal gezeigt haben, was wir zu der Musik gemacht haben, kam als erste direkte Frage unserer Teamer
„Und was ist da der Sinn?“
Den hatten wir (noch) nicht, sondern einfach nur den Gedanken, wie wir uns zu dieser Musik zu bewegen haben/bewegen wollten. Das war dann lange Zeit ein Streitpunkt zwischen uns und den Teamern:
„Diese Szene kommt so nicht auf die Bühne, solange da kein Sinn dahinter ist.“

Wie ist das beim Tanzen?

Klar, es gibt Bilder, die entstehen und gebaut werden. Also wird hinter allem auch ein Sinn stehen, auch wenn man ihn als Zuschauer nicht direkt erkennen kann. Denke ich.

Aber wie ist es dann, wenn eine*r eine Solotanzsequenz hat: Da wird wohl kaum festgelegt, wie jede einzelne Bewegung auszusehen hat? Ich denke, da läuft viel spontan. So dass sicherlich nicht jede Aufführung genau gleich aussehen wird. Oder doch nicht?
Außerdem: wird jede Bewegung bis aufs i-Tüpfelchen begründet?
Das kann ich mir nicht vorstellen.

Wir haben einmal – zu Spiel-Wut-Zeiten, vor bald 10 Jahren – etwas entworfen, mit dem wir Werbung machen wollten. Quasi eine Art Straßentheater, nur mit + zu Musik.
Wir haben da unsere Szenen auch nicht nach einem großen „Sinn“ entworfen. Gut, wir haben für jede Szene einen Sinn für uns darinnen gehabt, doch hauptsächlich haben wir uns Musik herausgesucht; überlegt, was wir dazu machen können und warum… und dann war die nächste Überlegung: Was für Musik jetzt + wie machen wir den Übergang…?

Damit sind wir dann letztlich nicht auf die Straße, weil wir uns nicht so recht getraut haben:
Wie ist das mit Straßentheater und Musik aus der Konserve? Rechte? Darf man überhaupt einfach irgendwo einen Rekorder hinstellen und etwas machen?
Das war uns alles zu ungewiss.
Wir haben es dann aber wenigstens einmal in Meiningen während der Theaterwerkstatt 2011 gemacht. So samstags abends, als offiziellen Programmpunkt. Weil das Thema dieser Werkstatt gut zu Straßentheater gepasst hat. Deswegen war mein Gedanke:
Lasst es uns wenigstens da mal machen.

Also haben wir alles wieder aufgefrischt: Was + wie… Ich musste die Musik wieder zusammenfinden + brennen… Und haben es als etwas von Spiel-Wut offiziell angemeldet.
Da die Drachenechse zu dem Zeitpunkt gerade in München auf der Schule war, haben wir dann den Samstagabend als letzte Probegelegenheit genutzt, während alle anderen beim Abendessen saßen. Und nach dem Abendessen haben wir es vorgespielt.

Der Saal in der VHS Meiningen hat auf einer Seite eine kleine, etwas erhöhte, Bühne, auf der während der Werkstätten geprobt und auch Stücke gespielt werden. Wir waren – meines Wissens – die ersten, die es nicht so gemacht haben.
Da wir diese Sache als Straßentheater gedacht hatten, war es so angelegt, dass wir in alle Richtungen gespielt haben. Deswegen haben wir uns von den Meiningern ein großes Seil aus deren Fundus geliehen und haben damit mitten im Saal einen Kreis und damit unsere Spielfläche gelegt. Dort hinein haben wir uns gesetzt, als dann alle Werkstattteilnehmer hochgekommen sind, um sich darum herum zu setzen. Als alle da waren, habe ich noch kurz etwas zur Begrüßung gesagt + dann die CD angeschmissen.

Und es lief.

Lief richtig gut.

Auch ohne allumfassenden Sinn. ;o)
Die Rückmeldungen waren sehr positiv. Ein Mitspieler war über die Reaktion auf eine Passage… nicht so ganz gefasst. Dabei war sie schon durchaus so von uns provoziert. Doch das er dann wirklich ausgepfiffen + -gebuht wurde, daran hatte er kurz zu knabbern. :oD
Ach ja… natürlich wurde diese Präsentation nicht mitdokumentiert. So habe ich nur irgendwo noch die CD mit der Musik herumfliegen.
Sollte sie zumindest. Seitdem bin ich nicht umgezogen. ^^

Bei dieser Präsentation haben wir einige Sachen strikt choreografiert, andere waren spontaner. Ich kann mir vorstellen, dass dies bei einer Tanzperformance so ähnlich sein dürfte. Manche Sequenzen sind strikt choreografiert, alleine schon aus Gründen der Symmetrie; andere haben Platz für Improvisationen. Und vielleicht gibt es auch irgendwo einen Sinn dahinter, der ab und zu aufblitzt. Vielleicht aber auch nicht.

Vielleicht werden im Laufe des Unterrichts auch einfach „nur“ verschiedenste Übungen und Szenen erarbeitet, welche dann in so einer Performance teilweise präsentiert werden. Wie z.B. jemanden mit vollem Schwung anspringen und sich um dessen Bauch zu wickeln, ohne das mensch herunterrutscht oder der andere umfällt.

Wie bei einer normalen Werkstattpräsentation auch.

Ich habe keine Ahnung, musste aber jetzt mal darüber nachdenken. Wie es halt so ist.

Weiß jemand mehr? 😉

 

 

Gedanken zu „Wie tarne ich einen Fotografen beim LARP“

LARPs gibt es ja für alle Genres.
Während es nun bei einem Endzeit- oder Sci-Fi-LARP weniger auffällig ist, wenn jemand mit einem Fotoapparat herumläuft, wird dies bei einem Fantasy-LARP schon schwieriger.

Gut, vielleicht gibt es bei einigen LARPs möglicherweise jemanden direkt von der SL, der mit SL-Markierung und Kamera herumläuft. Da müssen die Spieler dann halt drüber hinwegsehen. SL ist ja eh eher OT, und damit offiziell unsichtbar. Dennoch… Andererseits kann es natürlich auch sein, dass die SL nicht will, dass die ganze Zeit ein „Zeitreisender“ herumläuft.
Was kann man da machen – und warum mache ich mir darüber überhaupt Gedanken?

Nun…

Drachenechse und Fuchs – oder eher Fähe? Sollte ich sie wohl mal fragen, was ihre Meinung dazu ist. Äh, ja. Also Drachenechse und Fuchs/Fähe werden im Mai im kleinen Rahmen heiraten. Kleiner Rahmen bedeutet: Standesbeamter/in, Drachenechse, Fuchs/Fähe + eine gemeinsame Schulfreundin der beiden.
Die große Party steigt dann nächstes Jahr. Aber natürlich keine normale, nein.

In der gemeinsamen Zeit von Drachenechse und mir habe ich sie mit dem „Rollenspiel-Virus“ infiziert. Und dieser Virus hat sie seitdem nicht verlassen. Weswegen sie nun in einer DSA-Runde mitspielt, FATE anleitet, in einem Online-RPG eine Templerin + eine S4-Hexe spielt, und ihren Geburtstag jetzt an Pfingsten in einer Ferienwohnung bei Büdingen mit Rollenspielrunden nachfeiern will.
Und die Hochzeitsparty wird ein Hochzeits-LARP in einem Wasserschloss!

Und so kam letztens diese Frage auf, wie man einen Fotoapparat tarnen könnte. Wobei mir da ad hoc keine Idee einfiel. Doch Drachenechse will keine Zeitreisenden. Also haben meine Gehirnmühlen weitergemahlen… und heute Morgen kam mir eine Idee zu diesem Problem.

Ich bin ja ein Fan der Scheibenwelt von Terry Pratchett. Wer die Scheibenwelt kennt, weiß:
Dort gibt es auch die Fotografie. Trotz Fantasywelt.
Den Nicht-Scheibenwelt-Kennern sei jetzt kurz erklärt: Dies funktioniert rein fantastisch. Denn in diesem Kasten, in dem die Bilder entstehen, steckt ein kleiner Kobold, der schnell alles malt, was er gesehen hat. Wenn man dann viele Bilder gemacht hat, kann es vorkommen, dass vielleicht eine der Komplementärfarben ausgeht. Dann bekommen die Bilder einen Stich. Doch dies teilt der Kobold dann schon mit. Hoffentlich rechtzeitig vorher. ;o)

In diese Richtung ging mein erster Gedanke. Dieser hat sich jetzt weiterentwickelt. Meine Idee ist jetzt:

Nein, DE – das ist IMMER NOCH NICHT DARTH VADER !!!

Der Fotograf wird offiziell zum Maler. Überall, wo etwas Wichtiges passieren wird, ist er schon vorher da und hat seine Staffelei samt Leinwand aufgebaut. Doch weil er sich bei sooooviel Auswahl nicht entscheiden kann (typischer Künstler *g*), was er malen soll, hat er als Hilfsmittel ein Kästchen dabei, das ihm bei der Suche hilft, indem er sich damit nur Ausschnitte der großen Welt ringsumher ansieht, und sich so entscheidet, was als Motiv geeignet ist.
Dieses Kästchen ist dann natürlich der eigentliche Fotoapparat. Er wird nur anders verkauft.
Praktisch wäre natürlich wirklich nur eine Kastenkamera. Am besten mit der Möglichkeit, dass man aufgenommene Texte abspielen kann, welche die Koboldidee unterstützen.
Sowas wie „Mir geht das Grün aus. Nimm mal andere Motive als immer nur Bäume oder Orks.“
Irgendsowas.

Witzig stelle ich es mir vor, wenn der Maler einen Kampf unterbricht (nachdem er sich das Motiv mit seinem Kasten betrachtet und die Bilder bereits im Kasten hat) und sagt: „Oh. Das war aber gerade eine schöne Haltung. Können Sie gerade nochmal zurück? Das möchte ich gerne malen. Ja, sehr schön. Und jetzt nicht bewegen, bitte.“ Und dann fängt er an zu skizzieren und malen.
Wie lange zwei oder gar mehrere Kämpfer so etwas mitmachen würden? *G*

Dieser Maler könnte den Fotoapparat natürlich auch auf einem Stativ stehen haben. Schließlich hatten Maler ja auch durchaus mal Hilfsmittel parat.

Wenn man keine Kastenkamera hat, geht es wohl auch mit einer „normalen“ Kamera, bei der man durch einen Sucher blickt – also wohl eher eine Spiegelreflex-Kamera. Doch hier dann mit einer Festbrennweite, denn einen Zoom zu erklären macht es nochmal schwieriger. Außerdem sollte bei einer Digitalkamera der Monitor ausgeschaltet werden, der die gemachten Bilder nochmals anzeigt. Dann muss man sich mit dem Betrachten der Bilder halt warten. Früher konnte man sich die auch nicht gleich ansehen.

Die Möglichkeit einer Kommunikation mit seinem Hilfsgerät würde auf jeden Fall den fantastischen Aspekt unterstützen.
So ist man nicht einfach „nur“ ein Zeitreisender.

Das wären jetzt meine ersten Gedanken dazu.
Ich frage mich ja, wie dies in anderen LARPs gehandhabt wird. Oder ob man sich noch keine Gedanken zur Fotografentarnung gemacht hat. Doch das kann ich mir allerdings nicht vorstellen. In all den Jahren, die es jetzt bereits LARPs gibt, wird sich diesbezüglich doch sicher bereits jemand Gedanken darüber gemacht haben?

Vielleicht weiß jemand meiner Leser was darüber oder hat eigene Vorschläge?

Ich werde wohl nun auch noch ein wenig recherchieren. Zum Glück ist bis zum Stichtag noch etwas Zeit.

 

Bitte lächeln….

 

Und hier nochmal ein paar Begriffe und Abkürzungen zur Erklärung:

LARP = Life Action Role Play = Liferollenspiel

SL = Spielleitung = diejenigen, die die Fäden ziehen 😉

OT = Out-Time
Während das Spiel läuft, ist man IT = In-Time. Muss man etwas nachfragen, unterbricht man kurz und ist dann OT.

 

 

Passive Suche

In der Regel schreibe ich ja meine Beiträge in meinem Notizbuch während der Arbeit vor – wenn ich bei der Arbeit auf etwas zum Röntgen warte, oder um mich beim ständigen Nur-auf-den-Bildschirm-glotzen-und-warten-das-Bilder-aufgeschaltet-werden wach zu halten. Ich hätte da auch noch so zwei-drei Sachen, über die ich in der nächsten Zeit vielleicht mal was schreiben will: Die Jugendbuch-Serie „Chroniken der Weltensucher“; was über das Thema Kinder- und Jugendtheater… und heute hat sich etwas aufgetan, über das ich jetzt direkt schreiben möchte – direkt in die Tasten gehauen. (Na gut – erst im Word vorgeschrieben, und dann in WordPress übertragen. Will ja die Tippfehler so gut als möglich reduzieren. 😉 Aber ohne Umweg über Papier.)

Ich hatte ja in der Vergangenheit schon mehrmals u.a. auch als Thema meine Suche nach einem passenden Gegenstück. Von verschiedenen Flirtforen, dass ich keine Frauen anschreibe… Nun, heute muss ich sagen, dass ich in der Zwischenzeit tatsächlich auch mal ein paar Frauen angeschrieben habe – so ’ne gute Handvoll, würde ich sagen. Das Antwortverhalten ist zwar immer noch sehr niedrig, aber na ja.
Auch hatte ich es ja schon mal über die Spam-Mails, die ich dort bekomme. Da sind mittlerweile etliche neu dazugekommen. Seit dem Jahresbeginn um die 22 Stück – plus die, die nach dem entsprechenden Beitrag noch letztes Jahr dazugekommen sind. Auch hier hatte ich mal mit dem Gedanken gespielt, ob ich da mal ein Update mache. Mails hätte ich ja genug. ;o)
Will sowas jemand lesen?

Ja… das Suchen…

Es gibt da ja mehrere Möglichkeiten, interessante Menschen kennenzulernen. Viele Beziehungen finden sich ja über gemeinsame Interessen oder Vereine. Da ist beim Bogenschießen nichts für mich zu finden. Interessante Menschen gibt es schon – aber halt nichts für eine Beziehung.

Eine andere Möglichkeit ist ja über die Arbeit. Da ist es jetzt nicht so, dass es in unserer Firma keine Frauen gäbe. Allerdings sind sie in unserer Abteilung – dem Reisegepäck – eher spärlich gesät. Da Frauen halt nun mal eher in der Fluggastkontrolle gebraucht werden – weswegen unsere Gate-Frauen auch in schönster Regelmäßigkeit „nach oben verkauft“ werden.
Langer Rede, kurzer Sinn: Im Gate nicht wirklich was zu wollen – und ich bin froh, wenn ich nicht in die Fluggastkontrolle muss. Dumm gelaufen. ^^

Viele Beziehungen lernen sich ja auch über gemeinsame Freunde kennen. Nun, Drachenechse hatte tatsächlich mal mit dem Gedanken gespielt, mich mit der Spielleiterin ihrer DSA-Gruppe zu verkuppeln. Bis sie festgestellt hat, dass diese in einer Beziehung ist. Sie musste also nicht verkuppelt werden. Gut für sie. 😉
Auch im sonstigen Freundeskreis ist die Single-Frau eher schwach verbreitet.

Also ist da auch nicht so viel zu wollen.

Bis zu einer Message heute Morgen aus Nürnberg.
Na ja – die Message kam wohl gestern Abend schon, aber ich habe sie heute Morgen nach dem Aufstehen erst gesehen. Wahrscheinlich zum Glück – wer weiß, wie ich da sonst geschlafen hätte, wenn ich sie schon gestern Abend gesehen hätte. ^^
Da hat mir nämlich die Trolline aus Nürnberg ein Bild einer Freundin geschickt, und gefragt, ob ich Interesse hätte.

Äääh…

Das ist überraschend.
Wie sie auf diese Idee kommt?

Nun – dieses Bild ist auf jeden Fall ein interessanter Anblick.
Und vielleicht ist sie ja wirklich jemand, mit dem man eventuell zumindest ein bisschen hin-und-her-texten kann, oder am Telefon sprechen?

Bisher habe ich Trolline noch nicht auf ihre Nachricht geantwortet.
Ich wollte da nicht gleich drauf schreiben und mich verhalten wie ein Hund, dem man ein Stöckchen vor die Schnauze hält und der deswegen aus dem Schwanzwedeln nicht herauskommt und aufgeregt hin und her springt. Ich musste das erst mal in aller Ruhe setzen lassen.

Und diesen Beitrag fabrizieren.

Und jetzt entschuldigt mich, ich muss nach Nürnberg schreiben…

;o)

 

 

Gothic?

 

Im Januar hatten wir unsere Weihnachts- bzw. Winterfeier von unseren Bogenschützenfreunden aus Maintal.

(Da wir von unserem Verein selbst keine Möglichkeit mehr hatten, im Winter in einer Halle zu trainieren, haben wir uns… 2012/2013? umgesehen und die Möglichkeit bekommen, bei der Bogenabteilung der Schützengemeinschaft Tell 1560 e.V. in Maintal mitzuschießen.)

Bei dieser Feier werden dann auch immer die Siegerurkunden der Vereinsmeisterschaft des Vorjahres verliehen. Die findet meist am Rosenmontag statt, da wir an dem Tag früher in die Halle können. Bedingt durch die vielen verschiedenen Alters- und Bogenklassen habe ich es auch ein paarmal geschafft, „Sieger“ zu werden.
Ist schon praktisch, wenn man alleine in seiner Klasse schießt. ;o)

Letztes Jahr habe ich es auch wieder mal geschafft, also gab es auch eine Urkunde für mich. Nächstes Jahr muss ich mir da keine Gedanken machen. Auch wenn ich anscheinend nicht Dritter von Drei geworden bin. Nun ja.

Meine Urkunde wurde mit überreicht mit dem Ausspruch „für unseren Gothic Hebus (den richtigen Namen könnt ihr im Impressum nachsehen ^^)“.
Ja, ich glaube, es war Gothic.

Und ich kam mir irgendwie vor, als würde ich da mit fremden Federn geschmückt werden.
Irgendwie.

Ich meine: Ja, wir waren jetzt drei Mal in Leipzig zum WGT.
Und ja: Ich trage tatsächlich meist ein fröhliches Schwarz.
(Meine Cargo-Hose gefällt mir sogar so gut, ich muss mir da unbedingt noch ein paar von kaufen. Und das Netz hat mir schon verraten, wo es sie voraussichtlich geben sollte.)

Meine Nichte hat letztes Mal beim Frühstück mit den Eltern hier vor Ort auch mal verwundert gefragt: „Kein schwarzer Pulli?“ – weil ich mal wieder meinen blauen Kapuzenpulli anhatte. Wie öfters mal. (Und sie möchte, dass ich zu ihrer Konfirmation im April nicht in Schwarz erscheine. Kann sie haben. Ich hoffe, mein grünes Jackett sieht noch einigermaßen aus + ich passe noch rein. ;o))

Außerdem gehe ich ja gerne mal ins Final Destination, um entsprechende Musik zu hören. Und gerade während dem Abtippen höre ich mal wieder seit langem Dead Can Dance.

Also – wenn man es so sieht, nur nach diesen drei Punkten:
WGT / Klamottenfarbe / Musik
wäre an der Einsortierung in die Kategorie „Gothic“ nichts verkehrt.

Und doch… fällt es mir schwer, mich selbst dort einzusortieren.

Ich denke, Gothic ist mehr.

Wenn ich einige Leute im Final sehe, oder viele Leute beim WGT… da kann ich mit meinem einfachen Feld-Wald-Wiesen-Schwarz nicht mithalten.
Aber dieses ganze andere Zeug mit dem Kettengebaumel und aufgedonnert… das ist nicht meins.

Wie gesagt: meine einfache schwarze Cargo-Hose, ein schwarzer Pulli oder T-Shirt und meine Stiefel, die reichen mir. Darinnen fühl ich mich wohl.
Doch nur, weil man Schwarz trägt – ist man dann schon Gothic?

Ab wann ist man was?

Egal was: Gothic, Hillbilly, Rocker, Mod… was auch immer.

Wenn jetzt also jemand über mich sagt, ich sei ein Gothic, widerspreche ich nicht.
Doch ich denke mir: Bin ich das wirklich?
Genüge ich „den Normen“, um mich Gothic nennen zu dürfen?

Und ich denke: Nein. Irgendwie nicht wirklich. Es ist schwer zu sagen oder zu beschreiben, mehr so ein Gefühl.

Ich habe darüber letzte Woche auch mal mit einer Freundin gesprochen.
(Die auch mit in Leipzig und oft mit im Final war, für die ich aber noch keinen eigenen Blog-Namen habe wie für Drachenechse – oder letztens Wien. ;))
Und sie ist das meiner Meinung.
Auch sie sieht mich nicht wirklich als Gothic.

Ich denke – wie auch schon vor 20 Jahren – ich bin ein starker Gothic-Fan oder Anhänger, aber selbst eher ein… Möchte-gern?
Ich habe immer noch keine schwarze Seele – wie sich damals in der Orkus viele beschrieben haben – sondern eine bunte wie einen Regenbogen, mit einigen/vielen dunklen Stellen.

Wie ich es vor 20 Jahre schon gesagt habe.

 

Mal was anderes…

Gestern habe ich mich nach dem Beitrag für/über meine Urlaubsplanungen 2018 daran gemacht, endlich mal für unsere Fate-Gruppe Hintergrundgedanken festzuhalten und einerseits diese meinen Mitspielern per mail zu schicken. Des Weiteren wollte ich aber gerne bei diesen Hintergrundsachen ein paar Bilder einfügen, als kleine Zugaben, quasi.

Doch wie sollte ich meinen Mitspielern diese Kombination zukommen lassen?!?

Ich hatte zwar den Gedanken, dass dies über meinen Blog am leichtesten gehen würde. Allerdings war mein Gedanke auch, dass sowas ja niemanden interessieren dürfte, der nicht mit in der Rollenspielgruppe ist. Also schied diese Möglichkeit für mich damit erstmal wieder aus.

Bis mir Drachenechse sagte, dass man Beiträge ja auch auf Privat stellen könnte, oder sie mit Passwort versehen. So dass es nur von Personen gelesen werden kann, die es betrifft.

So habe ich also erst mal den Urlaubsblog geschrieben – und dann mal alles an Hintergrund zusammengefasst, als Extra-Word-Dokument.
Dieses anschließend in meinen Blog übertragen, habe ich als erstes die „Privat“-Variante ausprobiert. Ich konnte es mir problemlos ansehen – doch Probandin Drachenechse nicht. Für sie gab es unter diesem Link keinen Beitrag.

Also die Passwort-Variante.

Und da unterlag mein Hirn einem kleinen Dankfehler.
Denn eigentlich dachte ich – oder wollte es so gerne haben und glauben – dass diesen Beitrag dann auch nur diejenigen sehen können, die ich mit einem Link + entsprechendem Passwort ausgestattet habe. Doch wurde mir dieser Denkfehler schnell vor Augen geführt, als ich eine entsprechende Fragemail aus Wien bekam.

Die zeigte mir „Ups – der Beitrag wird öffentlich angezeigt – aber versperrt mit einem Passwort.“
Ich habe mit Wien dann noch kurz hin + her gemehlt und habe versucht zu erklären, dass dieser Beitrag total uninteressant für alle Nichtmitspieler ist – und er deshalb geschützt ist. Und dass ich eigentlich gewollt hatte, das er gar nicht angezeigt wird.
Doch irgendwie wollte mir Wien das nicht so recht glauben, dass ich mir Gedanken mache, wen mein Schreibzeugs überhaupt interessieren könnte, bei dem, was ich da manchmal schreibe.

Aber so ist es.

Ich mache mir durchaus Gedanken – wenn ich mich auch nicht als Denkfabrik bezeichnen wollte. ;o)
Sicher schreibe ich hier größtenteils das, was mir so durch den Kopf geht und mich beschäftigt, ohne mich darum zu kümmern, wen es interessieren könnte. Doch Background für ein Spiel, welches 6 Leute spielen… DAS interessiert wirklich keinen. Außer (hoffentlich) die betroffenen Mitspieler.

Doch – wie gesagt: Wien bezweifelte das.

Kleingeist, Du! ;o)

Aber diese Korrespondenz brachte mich zum Überlegen.
(Ich hoffe, du bist stolz auf Dich! *g*)
In meinen 6 Jahren, die ich jetzt hier blogge (wow, schon so lange…. Krass.), war bisher alles öffentlich. Es gab 2 oder 3 Beiträge, bei denen ich meine Meinung geändert und sie dann ganz gelöscht oder sie zusammengestrichen habe. Bis gestern hatte ich es nicht nötig, etwas durch ein Passwort zu schützen.
Wozu auch?

Zumal das, was da momentan geschützt wird, sowas von Banane ist…

Ich denke, wenn ich dies als Blogger direkt von Anfang an genutzt hätte – irgendwelche Beiträge mit Passwort zu schützen oder sie vielleicht einfach nur auf „Privat“ zu setzen – dann wäre dies ein normaler Vorgang im betreffenden Blog: Manche sollen dieses, andere jenes zu lesen bekommen.
Doch war dies nie meine Intention. Und ist es auch weiterhin nicht. Deswegen habe ich mir nun folgendes überlegt:

Ich führe eine neue Kategorie für Rollenspiel ein. Darunter werde ich dann alle Beiträge mit dazu sortieren, in denen es um Rollenspiel geht – oder wirklich konkrete Rollenspielbeiträge. So wie jetzt gestern meinen Beitrag.

Und dann setze ich diesen Beitrag auf öffentlich – und es kann wieder jeder selbst entscheiden, ob ihn so etwas Spezielles interessiert.
Dazu werde ich ihn auch noch kurz bearbeiten, um damit vorzuwarnen, was einen erwartet – und noch 2-3 Bilder mehr einfügen.

Und dann kann auch Wien wieder alles lesen, ohne Passwort.

Egal, ob es dich interessiert oder nicht.

So! ;o)

 

Regeln

Ich habe nun den letzten Band von Lockwood & Co zum zweiten Mal beendet. Zum zweiten Mal, weil ich ihn beim ersten Mal in einem Arbeitstag verschlungen habe, so dass ich das Buch direkt nochmal lesen wollte. Mit mehr Ruhe.

Nachdem ich jetzt also das zweite Mal durch bin, läuft meine Hirnmaschinerie an und ich mache mir Gedanken. Und dass, obwohl ich doch fast gerade erst einen Beitrag übers Schreiben verfasst habe. Doch gibt es nun direkt nochmal einen. Dieses Mal über Regeln. Denn ich denke jetzt…

Jede Geschichte, die geschrieben wird, braucht ihre Regeln.

Sei es im Dramaturgischen (mit dem großen Finale beginnt eher selten eine Geschichte, zumindest nicht mit dem kompletten, abgeschlossenen), wie im Figürlichem Bereich.

Diese Regeln sollten einem klar sein, am Anfang, bevor es ans Schreiben geht. Und sei es nur, damit man weiß, wie man sie nach seiner Geschichte ausrichten oder verbiegen kann.

Eine Regel für den Vampir ist, dass er Blut trinkt. Das ist wohl die Universellste Vampirregel.
Werwölfe können oder müssen sich verwandeln. Meistens „müssen“ in Vollmondnächten mit sichtbarem Vollmond.
Aliens kommen aus dem Weltraum – sonst währen es ja keine Aliens. ;o)

Wenn ich die grundsätzlichen Regeln weiß, kann ich beginnen, sie auf meine Geschichte zurechtzuformen. Von Terry Pratchett auf der Scheibenwelt wurde die Vampirregel dahingehend gebogen, oder besser: ausgeweitet, dass „Schwarzbändler“ kein Menschliches Blut mehr trinken. Ob diese Regelung auch Tierblut betrifft, also Blut generell, entzieht sich gerade meiner Kenntnis. Könnte ich mir aber vorstellen.
Bei Werwölfen könnte man „Schein-Vollmonde“ einbauen, die im Werwolfhirn den Verwandelmodus einschalten, obwohl es gar nicht nötig wäre.
Wenn Geister an bestimmte Örtlichkeiten oder Gegenstände gebunden sind – was könnte eine solche Bindung lösen? Zum Beispiel ein Zauberspruch wie bei A. Lee Martinez „Diner des Grauens“?

Wie wäre es für einen Vampir/Werwolf/Geist möglich, einer Regel zu widerstehen? Und wenn dies für ein Wesen gilt – wie ist dies mit anderen ihrer Art?

So etwas sollte einem klar sein zu Beginn. Anschließend sollte das Schreiberling sich an diese Regeln halten. Dies macht es dem Leser nämlich einfacher, der Geschichte zu folgen. Und dem Schreiberling, sie zu schreiben.
Denke ich zumindest.

Ist irgendjemand anderer Ansicht?

Nur her damit.

;o)

 

Recherchen für Logik – nötig?

So. Die letzte Nacht läuft.

Vollgefressen nach der Weihnachtsfeier halte ich hier bei uns jetzt die Fahne hoch, nachdem mich zur Zeit alle Kollegen wegen anderen Aufträgen verlassen haben. Aber das ist nicht so schlimm, denn bis es dann wirklich wieder mit Koffern losgeht, sind ein Teil meiner Kollegen ja auch wieder da.

Solange sitze + stehe ich hier halt an meinem Arbeitsplatz, schön erleuchtet von meiner Klemmlampe, und nutze die Zeit jetzt u.a. für weitere Gedankenspiele.

Ich hatte es hier im Blog ja bereits mehrmals über mein Schreiben.
(Zum Beispiel HIER und HIER… und eigentlich HIER auch – und vielleicht noch öfter? Müsst Ihr selber ma gucken. Schlagwörter helfen. ^^)
Gerade vor diesen Nachtschicht…“tagen“ hat mich etwas beschäftigt, worüber ich jetzt schreiben will. Ich frage mich nämlich, wieder mal, wie mein Hirn tickt – und wie dies so in anderen Hirnen ablaufen mag.

Ich habe nämlich bereits jetzt schon erste Überlegungen und Recherchen für meinen nächsten Wardenburgbeitrag gemacht, obwohl der nächste Wettbewerb dort erst wieder Ende 2019 sein sollte. Ich bin also superfrüh dran. Aber ich frage mich auch ein wenig: Wieso tue ich das? Wieso mache ich mir bei/für meine Geschichten Gedanken darüber, wie weit genau bestimmte Entfernungen sind? Wie schnell ein Reiter ist und wie lange er für eine bestimmte Entfernung benötigen würde? Bis zu welchem Radius eine Verbrecherbande ihr Unwesen treiben mag?

Warum rechne ich aus, was für ein Tempo eine Luft(druck)welle wohl haben muss, wenn sie eine Entfernung von ca. 30 Kilometern in zwei Minuten zurücklegt?

Warum will ich manches Fitzelchen für mich genau haben (Ich denke, ich werde jetzt Adresse xy nehmen, weil diese offiziell nicht existiert, aber die Nummern davor + danach sehr wohl.), statt zu sagen: Dies + das ist jetzt einfach so, weil es mir gerade in den Kram passt.
Weshalb versuche ich, manche Teile so genau für mich logisch + logistisch anzulegen, statt dies einfach anders zu machen?

Warum fällt mir nicht mal ein Beispiel ein, wie ich eine Geschichte unlogischer gestalten könnte? Es sei denn, der Stil der Geschichte ist sowieso nicht ganz ernsthaft.

Wenn ich über meine bisherigen Geschichten so nachdenke, ist nur „Früher“ rein für das Gefühl geschrieben. Sonst habe ich immer viele Logik- + Logistik-Ansprüche, die mich alles Mögliche nachschlagen lassen.

So dass ich tatsächlich herausfinde, dass es unterschiedliche Maulwurfsarten gibt, und eine Art davon im + am Wasser zu finden ist.
Wobei, dies dann in eine Geschichte einzubauen… das hat wieder seinen Reiz.

Und der Leser wird sich bei manchen Teilen einer Geschichte womöglich nicht die geringsten Gedanken dazu machen.

Oder?

Wie genau lest Ihr? Wie genau hinterfragt Ihr gelesene Geschichten/Bücher? Wie handhabt Ihr es selbst beim Schreiben? Seid Ihr da locker – oder kann bei Euch eine Straße nur in die tatsächliche Richtung wie in der Realität abbiegen?

Oder richtet Ihr das nach der Art Eurer Geschichte?

Würde mich mal interessieren.

Schreib mal wieder…