Zwischen den Jahren…

Schwarzes Notizbuch mit beschlagenen Ecken und einem Verschnürrband, an dem ein Rabenanhänger befestigt ist

… wird es für mich jetzt mal wieder Zeit zu schreiben, mit was ich bedacht worden bin, und mit was ich die Meinen bedacht habe.

Geschenkverpackung Ein Fuchs guckt hinter einem Baum hervorFür ein paar gab es zumindest Weihnachtspost. In diesem Fall Karten von einem Etsy-Shop (sMarziArt), außerdem 2 Karten, die ich mir nach dem letzten Weihnachten (2021) bei den runtergesetzten Sachen geholt habe – und eine vom Bentsyshop.

Ja, ein paar haben zu den Karten auch Geschenke bekommen. Doch NUR Karten war das kleinste von mir. Und es waren auch nicht so viele Karten, wie ich sonst im Urlaub schreibe, an Gott und die Welt. Dieses Mal nur irgendwie die wichtigsten.

Dann habe ich fleißig wieder Geschenke in alte Kalenderblätter gehüllt. Ich habe ja sogar von Fuchs noch einen alten Fuchskalender bekommen, bevor sie ihn vor dem Umzug vielleicht entsorgt hätte. So hat sie das zwar auch, aber sinnvoller. ;o)

Notizbücher im RegalAch, dann fange ich doch direkt mal bei Drachenechse und Fuchs an, wenn ich sie schon erwähnt habe.
Fuchs hat ja vor dem Fest nochmal Weihnachtsfrau gespielt + mir ihre Geschenke gebracht, nachdem sie mit ihrem Arbeitsausflug nach Offenbach fertig war. Das war einmal eine Keksdose mit Inhalt – und die andere Sache war ein wunderschönes Notizbuch mit Ledereinband, bei dem sich die Innenteile auswechseln lassen. Ich brauche ja eh immer wieder mal neue Notizbücher – für meine Blogeinträge oder Geschichten oder nur als Tagebuch. Ein Blogbuch habe ich gerade neu gestartet, doch mein Tagebuch ist auch bald voll. Noch 6 Seiten. Ich denke, da werde ich das geschenkte Buch direkt zu meinem neuen Tagebuch machen. Außerdem werde ich mir wohl noch ein paar Innereien dafür besorgen – und wohl einen Ordner, in dem ich die Innereien abheften kann, wenn sie nach und nach voll werden.

Verpackung "Dresdner Stollen"Von meinem Kollegen habe ich einen Dresdner Stollen bekommen. Da muss ich dann auch noch sehen, wo + wann die beste Gelegenheit zum Verputzen sein wird. ;o)

Auch von meinem VnvO gab es Post. Sogar zwei Mal. Einmal als Päckchen vom großen A + dann noch eine extra Karte. Außerdem gab es einen Segen auf mein Konto. Das macht mein VnvO nun lieber so, nachdem einmal gehaltvolle Segenspost nicht bei mir angekommen ist. Da wird sich jemand anderes über den Segen gefreut haben.

Buch "SCHOLOMANCE - Tödliche Lektion" von Naomi Novik Schwarzes Hardcover-Buch mit einem stilisierten Turmgebäude über WolkenDas Päckchen entpuppte sich dann als Buch von Naomi Vovik:
SCHOLOMANCE – Tödliche Lektion
Ein Buch über eine Magieschule – allerdings etwas anders als Hogwarts. Genau genommen GANZ anders. Und wieder hat sie sich einen neuen Hintergrund für ihre Magie ausgedacht. Und das Buch war in einer tollen Geschenktasche aus Stoff verpackt.

Für das Buch habe ich knapp 2 Tage gebraucht. Band 2 + 3 habe ich nun schon bestellt und auch schon geholt, und bis dahin habe ich im ersten noch ein wenig Wiederholung gelesen. ;o) Vielleicht gibt es dazu nochmal etwas separates.

Was gab es denn sonst noch so…

Geschenkverpackung in der Mitte oben steht "PRESENTS" darunter zu sehen ist eine mit den flügel schlagenden, fliegende Schnee-Eule unter der steht geschrieben "FROHES FEST"Von meinen Eltern gab es auch einen kleinen Segen ;o), und wie üblich einen Fotokalender fürs neue Jahr.
Von meiner Schwester + Co. gab es nochmal/wieder Seifen. Zwei Stück. Zimt + Meer. Die reichen mir jetzt aber wieder Ewigkeiten – zumal ich meine letzte, gefühlt, gerade erst angefangen habe.

Die Seifen sind von einer Dame aus Friedberg, von der meine Schwester irgendwann etwas gehört hate. Und sie schwört auf die Seifen von ihr. Denn sie sind wirklich toll – und ich habe dieses Mal ja auch welche verschenkt, nachdem die Dame im Oktober mal zu einem Handwerkermarkt hier war.

 

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Wer sich für tolle, gut duftende + schäumende haus- und handgemachte schöne Seifen begeistern kann, kann sich ja mal bei

https://www.manar-soap.com/

umsehen.

WERBEBLOCK ENDE

 

Geschenkverpackung Ein Esel, der versucht, an einen angebissenen Apfel zu kommenVon meiner buckligen Verwandtschaft (Onkel + Tante hier) gab es Süßes (Schoki + Nutella) und einen Katzenpostkartenkalender. (Keine zukünftige Verpackung. ;o))
Ich denke, damit habe ich alles? Sollte ich noch was vergessen haben, füge ich das noch ein.
Dann kann ich jetzt zu meinen Präsenten an die anderen kommen.

Ich war dieses Jahr früh fertig mit besorgen. Mitte November war der Käse gegessen, wie es so schön heißt. Auch mit dem Gedanken daran, dass ein Teil ja mit der Post verschickt werden muss(te).

Gelber Varpackungskarton mit den Aufschriften Pack-Set und DHLDa war natürlich als erstes das Paket an Drachenechse + Fuchs. Mit dem Umzug in den Pott ist ein Bescherungsbesuch eher schwierig. Und es war ein richtiges Paket. Auch, weil alleine der Wimmelbild-Kalender für Fuchs recht groß war. Drachenechse bekam dieses Mal einen Wochenkalender, den verschiedenste deutsche Künstler gestaltet hatten. Der sollte auf ihren Schreibtisch passen. Denke ich. Es war also das übliche Kalendergeschenk, aber etwas anders. Da hatten sich dann noch ein paar Kleinigkeiten dazugesellt:
Eine der Seifen, nochmal ein paar Socken, eine Weihnachtsschokoladenbox aus Island von Omnom, mein Mitbringsel für die beiden von Borkum… und dann noch ein Bild von datGestruepp – ein Schaf und ein Fuchs, die sich umarmen. Das hatte ich bei Twitter gesehen, wo sie es gepostet hatte… und das musste ich noch für die beiden haben.
Witzigerweise war ich gerade selbst am Danke-Schreiben für ihr Geschenk, als ein Dank von Fuchs kam. Vor allem für das Bild.

Braune Päckchen mit schönen bunten Schleifen, in denen sich die Seifen befindenDas zweite Päckchen ging nach Freiburg zu meinem VnvO. Mit einer Kohle-Seife und auch einmal Schokoladenbox aus Island.

Die dritte Post mit größerem Inhalt (als nur die oben erwähnten Karten) ging zu Timon nach München. Auch für sie gab es Seife – in diesem Fall geruchslose Gesichtsseife. (Die Seife für Fuchs + Drachenechse war ein Regenbogen.) Außerdem gab es auch einen kleinen Kalender für Timon. Damit sie was zum Abreißen hat. ;o)

3 Geschenkverpackungen Oben einliegender Fuchs In der Mitte ein Fuchkopf in einer Klee-Blütenwiese Unten zwei kleine KäuzeMeine Niffen haben alle eine belgische Schokolade bekommen… und dazu gab es dann noch für jeden ein kleines Kärtchen von mir, um ihnen mitzuteilen, dass es in den Osterferien für uns einen Tagesausflug zum Europapark geben wird. Als Termin dafür haben wir direkt mal den 5. April ins Auge gefasst.

Meine Schwester + mein Schwager haben auch einmal Schokolade aus Island bekommen + einen Gutschein für Fressnapf. Bei dem Zoo von ihnen… ;o)
Und dieses Schokoladenpäckchen ist so schön… da meinte meine Schwester schon, dass sie da gar keine Schokoladen rausnehmen könnten. Was ich absolut verstehen kann. Deswegen habe ich sie ja auch verschenkt. :o)

Spiel CASCADIA - IM HERZEN DER NATUR mit der Auszeichnung Spiel des Jahres 2022 - Kritikerpreis Ein Hirsch rechts vor einem gemalten See vor teilweise mit Schnee bedeckten BergenMeine Eltern hier habe ich von meinem Ausflug zu meinem VnvO aus Freiburg ein neues Spiel mitgebracht: Cascadia. Um ein wenig Abwechslung in ihre täglichen Spielenachmittage zu bringen.

Die bucklige Verwandtschaft (s.o.) hat auch Schoki bekommen. Allerdings keine mehr aus Island.

Ach, ich habe aus der Eifel ja noch ein Spiel über Steam bekommen, genau wie von Drachenechse. (Kingdoms Reborn + Cozy Grove)

Das wäre es soweit – wenn ich mich recht erinnere.
Oh, ich habe gestern vom Buchladen beim Abholen der Bänder 2 + 3 auch ein kleines Geschenk bekommen – ich denke, es wird wieder ein kleines Buch gewesen sein. Und ich fürchte, ich habe es dort liegen lassen, da ich mich noch über diese neuen Bücher unterhalten habe. Sowas…

Geschenkverpackung Zu sehen ist ein Fuchs vor einem BaumMein Schwager hat zu seinem Geburtstag wieder eine Kinofilmdose bekommen… und was Fuchs zum Geburtstag bekommen wird, schreibe ich hier noch nicht. ;o)
Ich hoffe, ihr habt auch schöne Sachen + Post bekommen.

Damit ist das Jahr so gut wie rum.
Es steigt die Planung für die Silvesterfeier.
Hier werden fleißig Nachrichten hin + hergeschrieben, wer was wie mitbringt. Da meine Firma es zwar gut mit mir meint im Januar – aber SO gut auch wieder nicht – darf ich an Neujahr wieder ab 6 Uhr arbeiten. Deswegen werde ich mich gegen 9 oder 10 auf den Heimweg machen.
Und dieses Jahr habe ich kein Haustier mehr, welches durch das Geballer traumatisiert werden kann.

Falls ihr nichts mehr von mir lesen werdet hier, wünsche ich allen einen Guten Rutsch!

Kommt gut rüber und auf ein gutes, neues Jahr!

Geschenkverpackung Ein weißes Packet auf denen lauter Sprüche stehen wie "Good Days ahead" "Just Poitive Vibes" "if life gives you lemons make LEMONADE" usw

Volkshochschule

Logo der vhs Volkshochschule Hanau

Heute mal etwas total anderes. Hatte ich bisher nicht, von daher gut, mal wieder was Neues zu haben. Statt 3. + 4.-Aufgüsse von irgendwas. ;o)

Hier in Hanau gibt es eine Volkshochschule. Volkshochschulen gibt es ja in fast allen Städten oder Kreisen in Deutschland – denke ich.
Wenn jemand also irgendwas lernen möchte, sind da Volkshochschulen eine gute Gelegenheit. Es ist da halt eher die Frage, WAS jemand lernen möchte.

Vor über 30 Jahren habe ich meinen ersten Kurs dort mitgemacht. Fortbildung für den Beruf oder die Ausbildung, nämlich Schreibmaschine schreiben.
Oh, wenn ich gerade ins aktuelle Herbstprogramm sehe… solche Kurse gibt es gar nicht (mehr?). Zumindest nicht im Herbstprogramm. Weder Maschine schreiben, noch Steno. Ob das wohl mit den ganzen Computern zu tun hat, überall? ;o)

In unserer VHS gibt es viele Sachen, mit denen sich jemand beschäftigen kann. Sei es für den Beruf, oder Hobby… oder generell um sich fortzubilden.

Nach den Schreibmaschinenkursen war ich eine ganze Zeit bei keinen Kursen, bis ich ’95 oder ’96 Bock hatte, mich mal mit einer Sprache zu beschäftigen. Da habe ich nämlich im Programm gesehen, dass sie auch Japanisch anbieten. Und ich wusste, mit welcher Sprache ich mich NICHT beschäftigen wollte. Nämlich Italienisch. Zu dem Zeitpunkt habe ich in einer italienischen Firma gearbeitet, weswegen diese Sprache keine Option für mich darstellte.
Japanisch hingegen fand ich ausreichend exotisch, und in den 80ern war ich von der Serie „Shogun“ begeistert. In dieser Serie wurde die japanische Sprache nicht synchronisiert, sondern nach + nach immer mehr untertitelt. So hatte ich mir damals irgendwann mal ein kleines Wörterbuch zusammengeschrieben.

Also entschied ich mich für Japanisch.
Das hielt ich 3 Semester durch, bis meine Grundfaulheit siegte. Denn ich hätte lernen müssen, um mitzuhalten. Die Hiragana-Zeichen gingen ja noch, bei Katakana ging es langsam los… und Kanji… Vergiss es.

Also ließ ich es nach 3 Semestern wieder gut sein. Jedoch haben diese ersten drei Semester ausgereicht, später in Heidelberg einen Japaner zu überraschen. Denn als wir dorthin eine Wanderung hatten, bin ich mal nicht mitgelaufen, sondern war auch eher an der Stadt und dem Schloss interessiert.
Und wie ich da so umherwandelte in einem Garten vor dem Schloss, begab es sich, dass da – just zu diesem Zeitpunkt – eine Frau ihren Mann (wahrscheinlich) fotografieren wollte. Ich bekam es rechtzeitig mit und blieb stehen, damit sie das in Ruhe erledigen konnten. Als sie fertig waren, gingen wir alle drei wieder los, und der Mann bedankte sich bei mir. Mit einem „Arigato.“ Und zumindest die Redewendung zur Erwiderung darauf, die so viel bedeuten sollte wie „Keine Ursache.“, oder ähnlich, hatte ich mir gemerkt.
„Do itoshimashite.“
Das kam dann von mir als Erwiderung im Vorbeigehen.
Und sein erstauntes „Ay!“ und der überraschte Gesichtsausdruck… Dafür hatten sich die ersten 3 Semester auf jeden Fall gelohnt. :o)

2000 hat sich dann ein Freund entschlossen, nun auch mal einen Japanischkurs zu machen. Und da bin ich kurzentschlossen mit und habe meine zweiten 3 Semester gemacht.
Das besondere an diesem Kurs war, dass ich hier GMS + Drummertier kennengelernt habe.

Tatsächlich liefen Hiragana + Katakana-lernen nun auch etwas besser – allerdings kam dann Rottweil. Und darum war wieder nach 3 Semestern Schluss.

(Es gab tatsächlich im Fortgeschrittenenkurs, der nach unserem Anfängerkurs stattfand, noch Teilnehmer, die ich von meinem ersten Kurs kannte. Die waren dann schon B?)

Bienenwaben von oben, mit Folie abgedeckt. Auf den Waben sind einige Bienen zu sehen.Als ich von Rottweil wiederkam, habe ich nochmal von vorne angefangen. Wieder 3 Semester. Dann kam der Flughafen + Schichtdienst.
Wieder vorbei.

Ich glaube, vor 6-7 Jahren habe ich es nochmal versucht, nachdem es arbeitstechnisch nun Wunschzeiten gab und ich daher hauptsächlich Frühdienst hatte. Jedoch… meine alte Lehrerin machte da keinen Anfängerkurs mehr. Weiß gar nicht, ob es da noch diesen Fortgeschrittenenkurs gab.
Aber die neue Lehrerin… benutzte Bücher, die ich über Antiquariat kaufen musste, und ihr Stil lag mir auch nicht. Da habe ich den Kurs noch nicht mal beendet.

Zwischendurch gab es dann tatsächlich keine Japanischkurse mehr in unserer VHS – doch jetzt wieder. Sogar eine Online-Variante. Nun ja… es kann durchaus sein, dass ich es vielleicht doch mal wieder versuchen werde. Ich will es nicht ausschließen.

Ansonsten habe ich auch mal einen Tai-Chi-Kurs mitgemacht. Der war auch interessant. Und einen Fotokurs hatte ich auch schonmal.
Und für Drachenechses Zeichenkurs habe ich mal Model gestanden. :oD

Wie ich letztens erfahren habe, habe ich wohl tatsächlich meinen Freund aus der Eifel dazu gebracht, sich bei einem Online-Kurs unserer VHS hier anzumelden. Denn die VHS bietet ein „Webinar“ zum Thema „Herstellung Met – Honigwein“ an. Das ist ’ne Onlineschulung, die 30 € kostet… und für ihn als Imker mal ein richtiger Kurs dazu.
Ich hatte es ihm geschickt – und nun wird er was zum Thema Met lernen. Wie ich hoffe. ;o) Dann bekommt er vielleicht noch Ideen, was er mit seinem Honig machen kann.

Ich glaube, von meinem diesjährigen Besuch habe ich noch gar nichts geschrieben? Kann das sein? Na, vielleicht mache ich das noch.

Und wenn IHR irgendetwas Neues oder Altes lernen wollt – schaut doch mal bei der VHS in Eurer Ecke vorbei.

Es lohnt sich.

Ein großer Eimer mit Honig

Summ, summ…

Manches passiert – das muss ich direkt festhalten und in meinen Blog setzen. So z.B. mein Besuch bei der Steampunk-Oper von Coppelius.

Manches andere finde ich interessant und blogenswert – das dauert ein paar Tage/Wochen/Monate, bis ich es endlich niedergeschrieben bekomme und auf meinen Blog hochziehe.

Und manches fange ich an zu schreiben – und ich werde nicht damit fertig oder bekomme es nicht vom Buch in den Computer – und dann wird es von etwas Anderem überholt, das passiert… und dann passt es mir nicht mehr.

Dazu habe ich ja auch schon etwas geschrieben. In „Alles hat seine Zeit.“

Dieser Blogfall ist jetzt ein Fall der zweiten Art.
Denn ich hatte ja angekündigt, dass ich einen Freund in der Eifel mit Familie + Bienen besuchen wollte. Und ich bezweifelte zu diesem Zeitpunkt, das ich über diesen Besuch etwas schreiben würde. Es sei denn, das Imkereithema wäre so interessant.

Nun, ich habe mich geirrt. Damit, dass ich über den Besuch nichts schreiben würde. Denn das Thema „Bienen“ war SUPER interessant. Denn mein – ich sag mal Jungimker-Freund, da er jetzt erst ein Jahr imkert – durfte mir mehr zeigen, als er eigentlich wollte.

Ich hatte mit einer Abfahrt zu Hause um 8 Uhr gerechnet und Ankunft gegen 10:30Uhr.
Wie bei mir so üblich, hat sich alles um eine halbe Stunde verzögert.
Abfahrt 8:30 Uhr – Ankunft 11.

Und da hatte ich das Hauptereignis gut um eine halbe Stunde verpasst. Denn…

Mein Freund hatte bis zu diesem Samstag inzwischen 3 Bienenstöcke.
Und an diesem Samstag früh hat dann eines seiner aktivsten Völker beschlossen, zu schwärmen.

Was bedeutet/heißt das?

In einem Bienenstock kann es nur eine Bienenkönigin geben. Wenn in einem Stock eine neue Königin herangezogen wurde, bricht die alte Königin mit der Hälfte des Volkes auf, um eine neue Heimat zu suchen.
Sie schwärmen.

Die Hälfte dieses Volkes waren in diesem Fall etwa 20.000 Bienen, die sich zusammen aufgemacht haben, den Stock zu verlassen.

Auf einmal.

Das bedeutet: Die erste große Schwarmwolke hatte ich verpasst.

Als ich ankam, hatte der Schwarm sich vorerst auf und in einem Busch auf dem Nachbargrundstück niedergelassen und gesammelt, bevor es weiter in die Weltgeschichte gehen sollte. Dieses Nachbargrundstück war der örtliche Kindergarten.

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Zum Glück war Samstag und er geschlossen. Es waren nur 2 Arbeiter da, die den Rasen mähen wollten.
Die haben sich dann erst um andere Bereiche des Außengeländes gekümmert.

Jetzt ging es also darum, den Schwarm einzufangen.
Dies tut man, indem man den Schwarm in ein Behältnis befördert. Obwohl – wichtig ist nur die Königin. Der Rest folgt ihr dann schon. Aber diese Königin aus großen Trauben Bienen in einem Busch herauszufinden ist etwas schwierig. Deshalb versucht man das mit einem möglichst großen Teil des Schwarmes, in der Hoffnung, dass die Königin mit erwischt wird. Wenn das geklappt haben sollte, dann sollten die Schwarmbienen die Möglichkeit haben, zur Königin zu kommen, aber diese keine Möglichkeit, aus dem Behältnis zu entkommen.

Soweit die Theorie – die selbstverständlich auch einem Jungimker bekannt ist. Viele Zusatzinformationen habe ich ja von ihm. Aber wie das mit Theorie + Praxis so ist…
In dem einem Jahr Imkerei hatte er natürlich noch nie einen Schwarm gefangen oder gar fangen müssen. Noch dazu alleine. Denn seine Imkerkollegen mit Erfahrung konnten alle nicht.

Also musste er das alleine durchziehen.

Ohne Hilfe – nur mit neugierigen Zaungästen wie mir und seiner Frau, die ihm natürlich gerne mit guten Ratschlägen zur Seite standen.
Aus der Entfernung.

Beim ersten Fangversuch war nur seine älteste Tochter mit auf der anderen Seite des Zaunes. Auch mit einem Imkerhut geschützt, aber dennoch mit gebührendem Abstand.

Hihi – seine Frau hatte an dem Tag in der Schule geholfen, einen Raum zur Bibliothek zu machen, als die Älteste (11) dort angerufen hat. Das erste, was sie dann von der Tochter gehört hat, war: „Dem Papa geht’s nicht gut.“ Das hat erstmal schlimme Gedanken bei allen geweckt… dabei war es „nur“ die Panik, dass ein Stock schwärmt.

Nun gut.

Sie ist also mit einem Wassersprüher heimgekommen, der für den Fangversuch gebraucht wurde. Und dann ging es los.

Der Imker stieg in seine Schutzkleidung und versuchte, Theorie in die Praxis umzusetzen.

Als erstes benetzte er so viel Volk wie möglich mit dem Wassersprüher um es abzukühlen, dann schüttelte er so viele Bienen wie möglich in einen bereitstehenden großen Eimer, auf den er dann ein Gitter legte, damit die eventuell gefangene Königin nicht wieder entkommen konnte. Sofort bildeten sich an dem Busch wieder Trauben, von denen er noch ein paar in den Behälter beförderte.

Danach wurden die Streifenträgerinnen erst mal wieder in Ruhe gelassen, sodass sie die Gelegenheit haben sollten, sich bei ihrer Königin zu sammeln.

In der Zwischenzeit machte sich der Imker auf den Weg nach Wittlich, um dort einen neuen Kasten für den Schwarm zu besorgen.
Als er wieder da war, brauchte er erst mal einen Kaffee, dann wurden vorgefertigte Wachswaben in Rahmen „geschweißt“, um dem Volk einen ersten Grundstock zu liefern.
Und wie wir da so saßen, wurde es wieder laut.

20.000 Bienen machen einen ganz schönen Krach, wenn sie alle auf einmal herumfliegen.
Summ summ…

Das hört sich aus 15-20 Metern Entfernung an, als stündest du direkt neben einem regen Bienenstock.

Sie hatten wohl langsam genug vom Sich-Sammeln und Erholen und wollten wohl langsam weiter.

Da hat mein Kumpel erstmal geflucht, dass er sich zu viel Zeit gelassen habe und ist schnellstens wieder in alle Klamotten geschlüpft, um zu retten, was noch zu retten war.

Der soweit leere (noch ohne Bienen, aber mit einer ersten Einrichtung versehene) Bienenstock wurde ihm über den Zaun gereicht – und dann ging es wieder ans Nass spritzen und in den Kasten schütteln.
Aus dem Eimer wurden auch noch die dortigen Tierchen in den Kasten geschüttelt… und dann hieß es abwarten.

Es bildeten sich wieder Trauben im Busch, doch längst nicht mehr so große.P1040811

Der Bienenstock wurde mit einem Zurrgurt festgezogen, und dann an den vorbereiteten Platz getragen.
Das musste er natürlich alleine erledigen – und kam auch entsprechend ins Schnaufen und Schwitzen.
Ein Großteil von 20.000 Bienen samt Stock + erste Waben bringt doch etwas an Gewicht zusammen.

Anschließend wurden letzte Trauben wieder in einen Eimer geschüttelt und mit einem Gitter abgedeckt, danach dann neben den neuen Stock gestellt.20160521_143910

Und dann wurde gehofft, dass dieses Mal endlich die Königin mit im Stock gefangen war.

Beim zweiten Versuch schien es tatsächlich endlich geklappt zu haben.

Bis zum Abend waren im Busch immer weniger Bienen zu sehen und ein paar Stunden später hatten sie schon angefangen, die Gebüschreste, die beim Abschütteln mit in den Kasten fielen, aus dem Stock zu befördern.

So waren wir von 11 bis gut 15 Uhr rein mit Bienen beschäftigt.

Ich fand und finde das soo spannend.

Mein Kumpel nicht so.
Der sprach schon davon, dass dies vielleicht seine letzte Imkerhandlung gewesen sein könnte.

Ich denke und hoffe ja, dass er sich jetzt, nach fast 2 Wochen, von dem Schock erholt hat. 😉

Und so werden aus 3 Bienenvölkern 4.

Es wurde dann noch gegrillt und was gespielt… aber gegen das Erlebnis „schwärmen“ kommt es alles nicht so an.

Als Nicht-Imker fand ich das so… aufregend und lebendig, fast in einer Wolken Bienen zu stehen. Dabei komme ich selbst direkt Lust, mich als Imker zu versuchen.
Darüber hatte ich mir noch nie vorher Gedanken gemacht.
Auch das mir bekannte Autoren wie Neil Gaiman zumindest mal geimkert haben oder wie Terry Pratchett zumindest von Bienen fasziniert waren… das kann ich jetzt total nachvollziehen.

Nach dem ersten Schwarm ist alles anders.

Dann würdest du vielleicht am liebsten alles hinschmeißen mit der Imkerei – oder mehr davon haben wollen.

Nun…wenn man keine Vorkehrungen trifft, kann einem das schneller passieren als man denkt.
Was zu beweisen war.

Denn hätte er die alte Königin in der Woche vor dem Schwarm entdeckt und ihr die Flügel gestutzt wie geplant… wäre ihm viel Aufregung erspart geblieben. Und mir dieses tolle Erlebnis…

Darum Danke.

Danke für das tolle Erlebnis.

*schwärm*