Nuancen

Selbstgemaltes Testblatt mit 72 Farben

In der verbalen Kommunikation untereinander können ja Nuancen in den Wortdeutungen ziemlich viel über die Stimmung der Kommunikation entscheiden.
Uh… ich kann auch hochgestochen. ;o)
Was ich sagen will ist, dass beim Reden miteinander ein Wort einiges verändern kann, bzw. die Deutung desselben.
Ich fange mit mir als schlechtem Beispiel mal an.

Als GMS noch in ihrer damaligen Band aktiv war, bin ich natürlich auch mal zu Auftritten gefahren, wenn es bei mir gepasst hat. Auch wenn die Band nicht ganz auf meiner Linie lag. Ich mag es ja schon hart, aber auch gerne verständlich. Das ist beim Growlen ja oftmals etwas schwierig. Für mich zumindest.
Ich habe die Musik von der Band dann mal als ‚Krach‘ bezeichnet. Für mich war dies zwar positiv bewerteter Krach, doch das Wort ‚Krach‘ im Zusammenhang mit Musik bedeutet ja meist das Gegenteil von positiv. Entsprechend fand GMS diese Bezeichnung von mir auch nicht so gut.
Da hab ich’s verbockt. *schulterzuck*

Ich in Gewandung mit Umhang vor dem inneren Zugang zur Ronneburg in HessenDann habe ich noch ein Beispiel aus meiner Firma. Da hatte ich wohl mal erzählt, dass ich auf Mittelaltermärkte gehe. Irgendwann wollte ein Kollege dazu nochmal etwas wissen. Allerdings hat er dabei das Wort ‚Kram‘ benutzt.
Die Benutzung dieses Wortes lies die Nachfrage für mich aber als nicht wirklich interessiert erscheinen. Denn ‚Kram‘ sah für mich da nicht wirklich positiv aus. Genauso wenig wie ‚Krach‘ für GMS.

Ein weiteres Wort, welches für mich nicht gerade positiv belegt ist, ist ‚Zenzi‘. Dieses Wort benutzte ein anderer Kollege, als er vor 10 Jahren nach dem Ende meiner damaligen kurzen Romanze sich nochmal nach der Person meines damaligen Interesses erkundigt hat. Er hatte sich halt den Namen nicht gemerkt, wusste aber noch, dass sie aus dem Süden von Deutschland war. Den Ersatznamen ‚Zenzi‘ fand ich dennoch nicht gut.

Jetzt hatte ich eigentlich noch einen Punkt, über den ich schreiben wollte. Eigentlich sogar der Punkt, weswegen dieses ganze Gedankenbauwerk überhaupt zustande kam. Und meint ihr, dieser Punkt fällt mir gerade wieder ein?
*Augenverdreh*
Irgendwie ums Verrecken nicht.

Na gut. Dann höre ich jetzt auf, darüber nachzudenken. So fällt es mir vielleicht wieder ein und dann gibt’s diesen  Gedanken als Nachtrag. Nicht nachtragend. Auch ein feiner Unterschied. ;o)

 

P.S.: Da ist er wieder!
Hat ja nur ne Viertelstunde gedauert, bis ich mal wieder diese Gedankenabzweigung genommen habe.
*Hand gegen Stirn*
Na gut, das liegt vielleicht auch daran, dass es hier um eine andere Art von Nuance geht. Obwohl…

Bei allen Punkten davor ging es ja darum, dass aus den Worten etwas anderes abgeleitet werden konnte. Nämlich meistens Desinteresse. Oder zumindest Abschätzigkeit.
Das geht auch im letzten Punkt hier.

Denn wenn bei der modernen Kommunikation via Apps und Messenger mit mir jemand mich mit meinem Nachnamen als Vornamen anschreibt… dann zeugt das bei mir auch für ein gewisses Desinteresse an meiner Person…
Denn wenn mich jemand interessiert, ist mit das erste, das ich versuche mir zu merken, der dazugehörige Namen – und eventuelle Schreibweisen.
Wenn die andere Person das nicht macht… tja…

Keine weitere Fragen mehr, Euer Ehren. ;o)

Jetzt aber fertsch!

Feuer vor schwarzem Hintergrund

Der Dezember läuft

Kinzig im Abendlicht, mit Nachtmodus aufgenommen

Keine Angst. Er läuft nicht weg. Aber so vor sich hin. Tag für Tag.

In einer Woche ist der Heilige Abend schon wieder Vergangenheit. Und ich habe diesen Monat wieder kaum etwas geschrieben. Immer dasselbe. Dann also mal eine kleine Aktualisierung, was ich bisher so angestellt habe.

Nix.

Ich bin ja (leider) ein Braver. ;o)

Aber selbst für einen „Kurz + schmerzlos“-Beitrag wäre das zu kurz + zu wenig. Also heißt es nachdenken, was ich berichten kann…

beleuchtete Tierfiguren - zwei ReheGanz aktuell zickt Flip ein wenig. Gestern früh wollte er nicht anspringen. Also bin ich zum Bahnhof gelaufen. Zum Glück war ich früh genug dran dafür. Heute bin ich dann gleich gelaufen, und an meinem freien Tag morgen lasse ich dann mal den ADAC kommen deswegen. So konnte ich heute mal eine unserer Weihnachtsbeleuchtungen in der Stadt ablichten.
Wie gesagt, bald ist ja Weihnachten.

Ich habe zwar schon ein paar Geschenke… aber ich konnte mich noch nicht zum Verpacken + Abschicken nach Essen + Augsburg aufraffen. Ich hoffe, ich bekomme es die nächsten beiden Tage noch geregelt. Auch wenn ich über meinen diesjährigen Ideenmangel nicht so begeistert bin. Letztes Jahr liefs besser. Tja.

Ronneburg im Morgendunst, mit Autos, die auf die Wiese zum Parken fahren.Was sonst noch so…

Letztes Wochenende war ich mit GMS + Wixhausen zum Weihnachtsmarkt auf der Ronneburg. Die mittelalterliche Variante. So konnte ich mich mal wieder in Gewandung schmeißen. Auch wenn die nicht wirklich Wintertauglich ist. Zumindest fand ich den langen Zipfel meiner Umhangkapuze ganz praktisch. Der konnte direkt ein wenig als Schal dienen. ;o)

Ich in Gewandung mit Umhang vor dem inneren Zugang zur Ronneburg in Hessen

Nach einer Woche scheint das neueste Loch in meinem Gebiss dann doch endlich mal zu verheilen. Wird ja auch mal Zeit. Vielleicht ist es ja dann bis 2025 ordentlich abgeheilt. (Und ich kann mir nun Gedanken machen, wie ich Stücke der Gemüsesuppe wieder aus dem Loch hole, wenn ich nicht mit der Zunge ran komme…)

zusammengestutzer Baum vor den Mauern und der Turmspitze der RonneburgApropos Gebiss.
Ich habe letztens endlich die Rechnung für das Setzen meines Implantats bekommen. Nachdem ich deswegen nochmal nachgehakt hatte. Denn einerseits wollte ich das gerne dieses Jahr noch bezahlen. Und andererseits noch dieses Jahr an meine Zusatzversicherung einreichen. Damit sich die ganze Chose besser verteilt. Auch vom Budget der Zusatzversicherung her. Geschickt habe ich es jetzt. Auch mal an die Krankenkasse, die wir seit diesem Jahr als Zusatz von der Firma haben. Vielleicht gibt’s von der ja was dazu. Mal sehen, ob + wann ich was feststellen kann. :o)

Ich habe Plattenpost – das gibt wieder einen gesonderten Beitrag. :o)

Dann war/ist ja die aktuelle Sparsache mit/für meine Niffen nun angelaufen. Allerdings, im Falle meiner Nichte, mit Startschwierigkeiten. Die werfen natürlich erstmal kein gutes Licht auf die Sparkasse, wenn jemand etwas startet und dann durch irgendwelche Kommunikationsfehler von der anderen Seite alles aufgelöst wird. Aber vorher noch Gebühren abgezogen werden. *Augenroll*
Ich hoffe, das geht bald wieder gescheit los. Auch wenn für sie dann theoretisch die versprochene Beteiligung der Sparkasse wegfällt. Ärgerlich.

Joa.
Ich denke, das ist nun erstmal wieder genug für einen Beitrag. Was es neues Musiktechnisches gibt dann vielleicht nächstes Mal.

Rückseite einer Jinx-Kapuzenjacke Grundfarbe ist Schwarz, auf der Rückseite ein großer Affentotenkopf im Jinx-Style Die Ärmel sind lila-scharz gestreift, rechts oben ist ein großes weißes Kreuz, unten ein Smiley.

Neues aus… nein, nicht Uhlenbusch

Vollmond hinter und durch Wolken

Mal wieder Zeit für ein paar Zeilen.

Noch habe ich keine Idee, wie ich diesen Beitrag heute betiteln möchte, doch da fällt mir sicher noch etwas ein. ;o)

Nachdem ich hier in meinem Büchchen abgefangen habe zu schreiben, habe ich nun erstmal meine Fotos hochgeladen, die ich für diesen Beitrag vielleicht nutzen will oder werde.

3 Bahnen der Schwarzlicht-Minigolfbahn, samt leuchtend bemalter WändeIch denke, dann bringe ich hier mal alle soweit auf den Laufenden. Nun…

Ich hatte davon berichtet, dass wir Schwarzlicht-Minigolfen wollten. Dies haben wir inzwischen getan. Und wir hatten unseren Spaß dabei. Habe ich die erste Bahn noch mit 2 Schlägen absolviert, statt wie die anderen mit 3, habe ich mich dann aber zu einem 7er entwickelt. War vielleicht nicht mein Golf-Tag? Zum Schluss hatte ich auf jeden Fall 75 Schläge und damit mehr als die anderen. Damit habe ich doch bestimmt gewonnen, oder?
Tatsächlich haben mir dann ein-zwei 1er den Schnitt versaut. ;o)

Des weiteren… habe ich jetzt wohl wieder Nachbarn. Sprich im Nachbarhaus, auf meiner Höhe, wo ich damals über den Balkon eine Mitspielerin für Spiel-Wut gefunden habe und auch eine Freundin für Halloween-Partys, sind nach Jahren des Leerstands und der Rumbauerei wieder Leute eingezogen. Gesprochen hatten wir aber vorerst nicht groß miteinander, da wir uns bisher auf den Balkonen noch nicht begegnet sind.
Mein Balkongeländer und der Nachbarbalkon, getrennt durch ein RegenabflussrohrJetzt hat sich aber herausgestellt, dass diese Nachbarn eine Katze haben. Das habe ich herausgefunden, als die Abends einen kleinen Ausflug auf meinen Balkon gemacht hat. Ich habe gerade rausgesehen, da macht es „Plumps“ und eine weiße Katze sitzt auf dem Balkon. Die aber sofort wieder stiften gegangen ist, als ich die Balkontür aufgemacht habe.

Am nächsten Tag habe ich dann tatsächlich mal eine der Nachbarsdamen auf dem Balkon gesehen + Hallo gesagt. Und gleich mal gepetzt, dass ihre Katze meinen Balkon besucht hat. Was bei so dicht beieinanderliegenden Balkonen nicht wirklich eine Überraschung für mich war. Das war damals auch ein Grund für mein Katzennetz, weil ich eben nicht wollte, dass meine Katzenmonster meine Nachbarn besuchen. Selbst wenn die nichts dagegen gehabt hätten.

Zwei Pins an meiner Umhängetasche Einmal ein Dolch, bei dem die Parierstange ein W & W bilden. Das zweite ist Kælan Mikla in verschnörkelter Schrift.Was noch…

Beim letzten Bandcamp-Friday letzte Woche habe ich mir wieder ein paar Sachen genehmigt. Von Sigur Rós, MONO und Forndom. Auch kam bei mir ein wenig an bestelltem Merchandise von Aurora an. Ein Pin ist direkt auf meiner Tasche gelandet. Und vielleicht gibt’s das Motiv ja hier irgendwann nochmal zu sehen…

Letzte Woche war beim rechten Vorderreifen von Flip die Luft so gut wie raus. Entsprechend bin ich nach der Arbeit immer erstmal zum Luftspenden an ’ne Tankstelle gefahren. Dort glaubte ich dann auch eine Schraube gesehen zu haben, die in meinem Reifen steckte. Geschickterweise war da natürlich Feiertag, weswegen sich alles etwas rausgezögert hat.
Lauffläche meines Autoreifens. In der Mitte steckt eine Mutter samt Unterlegscheibe aus Metall.Durch meinen VvO bin ich dann an einen Reifenhändler gekommen, welcher auch Reifen repariert. Allerdings war der dann doch zu abgefahren dafür. Also gab es zwei neue Vorderreifen für Flip. Was dann auch schneller ging, als wenn der Reifen repariert worden wäre.
Ich frage mich nur, wie + wo ich mir diese Schraube mit Unterlegscheibe eingefangen habe. *kopfkratz*
Nachdem nun mit den Reifen von Flip wieder alles in Ordnung war, stand einem Besuch auf der Ronneburg samt Mittelaltermarkt hier nichts mehr im Wege. Das war auch die ideale Gelegenheit, meine neue Tunika mal auszuführen. ;o)

Die Ronneburg in HessenDie Mittelaltermärkte auf der Ronneburg vor bald 30 Jahren waren die ersten, zu denen ich bin und bei denen ich mir Stück für Stück eine Grundgewandung zugelegt hatte. Jedoch bin ich zwischendurch nicht mehr dorthin, da mir der Eintritt als Gewandeter einfach zu teuer war. Das waren da vielleicht gerade mal 2 Euro Unterschied oder so. Doch dies hat sich durch eine neue Marktleitung wieder geändert, wie ich gehört habe. So zahlten Gewandete jetzt nur noch 6 Euro anstatt 11. Da konnte ich auch mal „Back to the roots“ von meinen Mittelaltermarkt-Tagen. ;o)

War dann auch nicht so lange dort, denn a) so groß war der Markt jetzt auch nicht und b) alleine habe ich schnell alles gesehen. Die meiste Zeit habe ich wohl im Gespräch mit alten Bekannten verbracht, die nun auch wieder mit ihrem Imkerstand auf dem Markt waren. Doch um mir einen Rabenanhänger + Käsespätzle zu kaufen, dazu hat die Zeit gereicht. ;o)

Als letztes will ich jetzt noch berichten, dass ich ein kleines Carepaket für meine Nichte so gut wie fertig habe. Da bekommt sie nun verschiedene Kirschvarianten zum Kauen und ich hoffe, eine ist dabei, die ihr zusagt. Außerdem ist dann noch ein Buch mit Märchen aus Irland mit drinnen. Denn in Irland haben sie bestimmt keine Märchenbücher. ;o) *Scherz!*

Das Päckchen geht in den nächsten Tagen auf den Weg. Mal sehen, wie lange es dann dauern wird. Und ob ich meinen nächsten Beitrag noch VOR London schreiben werde.

Ich glaube ja nicht.

Rabenanhänger aus Silber mit ausgebreiteten Flügeln

Mischmasch: Bohnen in die Ohren, Herbstputz, Bogen-Shopping

Ich durfte in den letzten Tagen feststellen, dass ich irgendwie ganz schön Bohnen in den Ohren haben muss. Oder zumindest Ohrenschmalz. Oder irgendwie wird mein Amboß falsch behämmert.
Ich versteh ja schon öfter mal was falsch. So akustisch.

„Schlechte Akustik hier.“
„Was?“
„Schlechte Akustik hier!“
„Hä?!“
„SCHLECHTE AKUSTIK HIER !!!“
*schnüffel, schnupper*
„Ah ja. Jetzt riech ich’s auch!“

Ganz gerne mal beim Arzt. Da höre ich gerne mal meinen Namen aufgerufen – oder eben nicht. Oder in ner Unterhaltung. Doch da kann man ein falsch gehörtes Wort ja mit Nachfragen relativ schnell klären.
Doch wie kann ich mein jüngstes Fehlhören nur erklären, bzw. entschuldigen?
Ich habe das Lied von Namika jetzt ja wirklich schon einige Male gehört. Und ich fand dieses Lied etwas seltsam bis unlogisch. Aber gut – wenn jemand unbedingt über sein Lieblingshemd singen will… bitte schön.
Wie gesagt, irgendwie komisch. Immer gewundert – und doch immer Lieblingshemd verstanden.
IMMER!
Jetzt hab ich es vor 3 Tagen mal wieder im Auto gehört. Und zum Ende des Liedes habe ich auf einmal das Gefühl, dass sie Lieblingsmensch gesungen hat. Was ja alles viel logischer macht. Lieblingsmensch macht halt doch mehr Sinn als Lieblingshemd.
Was mich fragen lässt: Bin ich behämmert?
Wie kann ich Hemd statt Mensch verstehen?!
Bin gespannt, wenn ich das Lied das nächste Mal höre. Ob dann wirklich mein akustischer Knoten geplatzt ist.
*nachträglich noch rot werd*
(Nachtrag: Ja – er ist geplatzt – endlich versteh ich Lieblingsmensch. Gerade via Youtube getestet…)

***

Ich weiß ja nicht, ob das üblich ist. Doch es gab ein-zwei Beiträge, die ich so nicht mehr lesen lassen wollte, und die ich deshalb geändert oder –löscht habe. So, wie es mir jetzt danach war und ist.
Also statt Frühjahrsputz ein kleiner Herbstputz.
Wundert euch also nicht, wenn ihr vielleicht etwas nicht mehr so findet. Falls ihr es schon gelesen hattet. Und wenn nicht – ihr es also noch nicht gelesen hattet – ist es jetzt auch egal.
Wie gesagt – keine Ahnung, ob man das in Blogs so handhabt – ICH auf jeden Fall mache das jetzt mal so.

***

Und nun zum letzten Punkt.
Ich schieße Bogen seit Mai 2011.
Da habe ich es endlich mal geschafft, zu einem Probetraining zu gehen. Beim großen Sportverein hier hatte sich im Jahr vorher eine Bogensportabteilung gegründet. Und wie dort mal ein offenes Training zum Reinschnuppern angeboten wurde, konnte ich nicht, da ich Nachtschicht hatte. Aber 2011 dann endlich. Lange gewollt, endlich geschafft.
Das Gute an dieser – jetzt auch meiner – Bogensportabteilung ist, dass dort fast jede Bogenart geschossen werden kann. Nur Compounds sind momentan untersagt.
Ich wollte dagegen schon Ewigkeiten Langbogen schießen.
Nichts zum groß zusammenbauen und/oder mit Stabilisatoren oder gar Visier.
Einfach eine Art längerer Stock – mit Schnur.
Dies war mir schon beim Probetraining klar. Entsprechend habe ich an meinen drei Probetrainingstagen auch direkt zwei mit Langbogen geschossen. Und habe mir dann keinen Recurve-Bogen geholt, sondern einen Langbogen gekauft. Den gab es für etwa 100 Euro, und hatte – für meinen Anfang – 30 lbs (Pfund) Zuggewicht.
Ich gab ihm den Namen Paul.

Paul

Paul

Doch mit Paul hab ich nicht so lange geschossen.
Nach nicht mal einem Jahr hab ich einem Abteilungskollegen einen Langbogen abgekauft, der auf Compound umgestiegen ist. Dieser Bogen – namenlos – kam schon auf 45 lbs (Pfund).

Mein namenloser Bogen

Mein namenloser Bogen

Ab da hatte ich dann bald den Wunsch, mich noch weiter zu steigern. Ich wollte irgendwann einen Bogen im D-Profil haben – wie einen englischen Langbogen – mit 60-65 Pfund Zuggewicht.
Dafür hatte ich seit einigen Jahren einen Bogenbauer im Auge, den ich auf dem Hayner Burgfest gesehen habe.
(Ich mache den Werbeblock am Ende des Blogs, wer noch genaueres Wissen will. 😉 )

Dieses Jahr war es endlich soweit.
Letztes Wochenende bin ich wieder am Hayner Burgfest um den Stand herumgestrichen und habe mich dann am Sonntag endlich mal zu einem Gespräch aufgerafft. Dabei wurde klar, dass man Bögen nicht nach Sicht kauft – sondern vorher ausprobiert. (Zumindest bei diesem Bogenbauer.)
Dafür war ich aber an dem Sonntag nicht richtig gekleidet – und das Wetter war schlecht.
Also musste das Einkaufen noch mal verschoben werden.
Auf dieses Wochenende – bzw. genauer den Freitag.
Den von Freitag bis Sonntag – also heute – fand in Petersberg-Marbach bei Fulda ein neuer Mittelaltermarkt statt. An dem auch der Bogenbauer mit seinem Stand teilgenommen hat. Und da ich am Freitag nur eine kurze Schicht bis 10 Uhr hatte, konnte ich gut am Nachmittag dorthin fahren, mit meinem Namenlosen samt Köcher, Armschutz und Schießhandschuh im Gepäck.
So bin ich dort gegen 16:45-17 Uhr aufgeschlagen.
Ein Eintritt von 4 Euro war da geschenkt, im Gegensatz zu manch anderen Eintrittsgebühren von MA-Märkten. Und doch kann es nicht jedem recht gemacht werden. Denn vor mir war eine Mutter mit ihrem Sohn an der Kasse. Der sich nicht abstempeln lassen wollte. Weil sie keinen Dino-Stempel hatten. Und das Wikinger-Schiff war keine gute Alternative. Weil kein Wickie zu sehen war. *sfz*
Letztendlich konnte man ihm dann doch einen Stempel gaaaanz leicht aufdrücken. Und alle waren glücklich. Vielleicht bis auf den Kleinen. Anyway.

Ich hab den Stand gefunden – und dann war wieder die Frage: Was will ich haben.
Wenn ich das mal so einfach sagen könnte…
Klar war: D-Profil und 60, vielleicht 65 Pfund. Doch der 65 Pfund-Gedanke wurde nach Tests als erstes verworfen – da meine Technik katastrophal war (und sicher noch ist) und ich nicht mal den vollen Auszug nutzte. Also konzentrierten wir uns auf 60 Pfund. Da standen 2 Wikinger und 1-2 englische Langbögen zur Auswahl. Zum Schluß war die Frage: Wikinger oder Engländer?
Auch wenn beide eher den Engländer für mich gedacht und an mir gesehen hätten, habe ich mich letztendlich für den Wikinger entschieden. Aus einem banalen Grund: Englische Langbögen haben eine Griffwicklung aus Samt und Leder. Und ich fand die Lederwicklung unangenehm in der Hand. Der Wikinger war Holz pur. Und zum Glück mit Markierung, wo ich greifen muss.
Im Prinzip habe ich jetzt genau das bekommen, was ich wollte und mir ursprünglich gedacht hatte: einen Langbogen aus einem Stück Holz.
Dazu habe ich mir direkt noch Pfeile gekauft/fertig machen lassen. Da der Bogen jetzt nicht gar so teuer war, konnte ich mir gleich mal mehr Pfeile leisten. So habe ich mir alle elf 55 Pfund-Pfeile machen lassen, die sie da hatten. So kam alles zusammen – Bogen, Pfeile, Spannschnur und Leinölfirniss – auf etwas mehr als 400 Euro. Der Langbogen, den sie eher für/an mir gesehen haben, hätte schon alleine mehr als alles zusammen gekostet.
Glück gehabt.
Doch ich habe mich nicht nach dem Preis entschieden. Möchte ich nur noch mal extra dazu sagen.

Ich hatte jetzt ja auch meinen namenlosen Bogen dabei. Um zu zeigen, mit was ich bisher schieße. Gut war schon mal, dass die erste optische Sichtprüfung für den Bogen positiv ausgefallen ist. Er wurde zumindest schon mal als schön empfunden.
In der Mitte der Sehne hatte allerdings das Wickelgarn, wo der Pfeil aufgenockt wird, nach den 4 Jahren ziemliche Auflösungserscheinungen. Nachdem der neue Bogen ausgesucht und mit Pfeilen bestückt war, wurde mein alter Bogen wieder instandgesetzt. Er erhielt eine neue Mittelwicklung, die Nockpunkte wurden entfernt und die Sehne noch etwas weiter gedreht. Als er das alles erledigt hatte, ging es zum Testen an einen anderen Stand, an dem man Bogenschießen konnte. Denn dort gab es entsprechend Ziele: eine Zielscheibe, sowie einen kleinen Frischling und eine Ente.
Dort hat er – der Bogenbauer – dann Bogen und neue Pfeile getestet.
Die ersten drei Pfeile gingen in die Scheibe zum Antesten – von den restlichen 8 Pfeilen ging einer direkt neben dem Frischling ins Stroh und einer vor der Ente in den Boden. Der Rest ging in den Frischling und die Ente. Und mir war klar, warum er selber Turniere veranstaltet und dann nicht selbst daran teilnimmt. 😉
Der Fazit des Tests war: Der Bogen ist gut und ich soll ihn auf jeden Fall behalten. Was ich auch vorhabe. Und es ist schön zu hören, wenn jemand, der sich damit auskennt, sagt: Der Bogen ist gut. Nicht nur schön.
Gegen 19:30 Uhr hab ich mich dann wieder auf den Heimweg gemacht. Mit meinen Neuerwerbungen.
Zuhause musste ich feststellen, das ich 3 Bögen nicht mehr auf meine Garderobe bekomme. Das bedeutet wohl, das mich Paul verlassen wird. Erst bekommt er noch ne neue Sehne von mir, und dann mal sehen.
Für meinen Wikinger hab ich noch keinen Namen. Ursprünglich wollte ich meinen nächsten Bogen Gabriel oder Michael nennen. Das passt nun nicht mehr. Jetzt muss ich mir was nordisches überlegen. Auch ein Bild hab ich von ihm noch nicht. Ich werde ihn dann später mal vorstellen.
Auch weiß ich jetzt, in welche Richtung meine neue Gewandung gehen muss, da meine alte Hose sich auflöst. Vielleicht gibt es dann ja mal in Zukunft ein Bild komplett mit Bogen und Gewandung.
Lasst euch überraschen. ;o)

Das war der Blog-Teil, jetzt noch kurz die versprochene Werbung:

Meine Bogenabteilung ist eine Unterabteilung der Turngemeinde 1837 Hanau a.V.
Im Netz ist die TGH unter http://www.tg-hanau.de/ zu finden.

Paul habe ich mir damals bei Bogensport Rhein-Main gekauft.
Die sind im Netz unter http://www.bogensport-rheinmain.de/ zu erklicken.

Und nun noch – last, but very not least – mein neuer Bogenbauer:
Mein Wikinger ist von Traditional-Bow.
Deren Seite befindet sich im weltweiten Web unter:
http://www.traditional-bow.de/

Und damit sind wir am Ende des Werbeblocks angekommen – auf Wiederlesen.

Segenswünsche

„Dich soll der Blitz beim Scheißen treffen!“
Dies ist ein Wunsch, der einem zeigt, dass der Wünscher wohl ein wenig sauer auf einen ist. Außerdem ist dies ein Wunsch, der mir quasi am Arsch vorbei gehen würde. Passt ja auch, irgendwie. ;o)
Mir ist jetzt einer begegnet, der mir irgendwie nicht egal ist.
„Sei glücklich und mehre dich nicht.“

Letztes Wochenende, vom 10.-12. Juli, war wieder Mittelaltermarkt in Büdingen. Der ist alle 2 Jahre und echt schön. Da ich bis Sonntag früh Nachtschicht hatte, bin ich nur am Sonntag hin. Zusammen mit „meinen Mädels“ – meiner Echse und ihrer Freundin. Die waren bereits am Samstag schon dort und hatten mal wieder Kontakte zu diversen Teilnehmern geknüpft: Den Lama-Besitzern und zu den Standbetreibern eines Standes, der alleine auf weiter Flur in einer Straße stand. Nette Leute, eigentlich. Sind wir am Sonntag also auch wieder hin und die Mädels haben sich wieder bestens unterhalten. Dabei kam dann auch heraus, dass er wohl Schamane ist, was gleich für weiteren Gesprächsstoff sorgte, unter anderem. Und bevor wir uns auf den Heimweg gemacht haben, sind wir noch einmal dort vorbei, damit die Mädels sich Met mitnehmen konnten. Dabei meinte dann, vor dem Verabschieden, meine Echse im Scherz zu mir, wie sie es nur fast 5 Jahre mit mir aushalten konnte. Das hat der Standmensch mitbekommen, und noch mal nachgefragt. Und danach habe ich als Verabschiedung von ihm diesen Satz zu hören bekommen.
„Sei glücklich und mehre dich nicht.“

Ha ha, das war lustig. Was haben wir alle gelacht. Auch ich.
Doch dieser Wunsch hat getroffen. Schon direkt, wie ich ihn gehört habe. Aber besonders jetzt noch im Nachhinein,  sonst würde ich nicht darüber schreiben.
Warum?
Wir sind, wie gesagt, nochmal zum Met kaufen hingegangen. Das hatten wir beim ersten Besuch schon ausgemacht, unter der scherzhaften Androhung, das – wenn wir nicht kommen würden – meine Echse sonst vom Schamanen verflucht werden würde. Wuhuuuu… das wollten wir natürlich nicht. Außerdem war es ja eh nur ein Scherz.
Jetzt seh ich es so, dass ich dafür einen Fluch abbekommen habe. Nett.
Auch wenn dieser Spruch nur scherzhaft gemeint war, und nicht im Ernst – doch ausgesprochen ist ausgesprochen.
Vielen Dank auch.
Ich denke jetzt, ich hätte nicht mitlachen sollen, sondern mich einfach umdrehen und gehen.
Als ich gestern mit meiner Echse deswegen (auch) telefoniert habe, meinte sie dann nur, ich soll mich nicht so anstellen.

Für die esoterisch Angehauchten:
Wo, bitte schön, ist der Unterschied, wenn man sich etwas von einer Handleserin sagen lässt oder Tarot legt oder auf schamanistische Hilfen zurückgreift?
Aber dann nur das Schöne nehmen?
Ich denke nicht, dass dies so funktioniert.
Das sage ich, der nicht hunderprozentig überzeugt ist.
Ein Zweifler.
Doch wenn jemand von sich überzeugt ist, er sei Schamane und dies auch sagt, der glaubt auch daran. Warum sollte bei dem nur das Gute und Ernstgemeinte „funktionieren“?
Wie im Märchen: Gewünscht ist gewünscht.
Ausgesprochen ist ausgesprochen.
Woher sollen irgendwelche Kräfte wissen, dass jetzt gerade dieser Spruch nicht ernstgemeint ist?
Also – vielen Dank auch.
Was mach ich mir also eigentlich Gedanken über Beziehung, Frauen und Freundin? Hat sich jetzt ja alles geklärt und erledigt.
Ja, ich übertreibe hier möglicherweise etwas.
Aber in der Sache ist es mir ernst.
Und nach der grandiosen Reaktion meiner Echse frage ich mich:
Wie habe ICH es eigentlich fast 5 Jahre mit IHR aushalten können?!?
Ich bin stinkig!

Bänder