Nur ma gucken

Strasse mit Häusern und Autos im Nebel. In der Mitte oben ist ein heller Streifen, an dem die Sonne zu erahnen ist.

Ach ja, wer kennt das nicht?
Vor einem Laden zu stehen, im Schaufenster etwas zu sehen, und dann in den Laden gehen mit der Entschuldigung/Begründung an die Mitanwesenden (Frau, Mann, Freund/in, Partner/in): Ich will nur ma gucken.
Um dann mit dem im-Schaufenster-Gesehenen wieder aus dem Laden zu kommen.

Upps.

War wohl doch nicht ’nur mal gucken‘.

Tja… Impulskäufe.
Wenn mensch den Platz + die finanziellen Mittel hat, gibt’s ja nicht viel dagegen zu sagen. Außer, mensch ist die andere Person, die mit vor dem Laden stand. ;o)

Ja. Ich habe das auch schon hinbekommen. Ich glaube, mein ’nur ma gucken‘ war ein Kalender. Doch dieser Vorfall mit Drachenechse ist inzwischen schon so lange her, dass mir nur der Spruch in Erinnerung geblieben ist.

Grüne UkuleleInzwischen versuche ich, mich bei Impulskäufen etwas zurückzuhalten. Zumindest, wenn der Kauf über einen verträglichen Betrag geht. Dann schlafe ich erst mal drüber. Hier muss ich als Beispiel an die Ukulele denken, die nun hier bei mir herumliegt.

Bei der VHS-C-Videokamera habe ich nicht überlegt – doch das war ja über eine Internet-Auktion. Da gelten nochmal etwas andere Regeln.

Es gäbe inzwischen einige Sachen, die ich wohl wieder abstoßen könnte, würde ich mich aufraffen: besagte Videokamera, meine Drohne und sicher noch einiges mehr.
Aber es geht ja jetzt hier nicht ums Verkaufen, sondern ums Kaufen.

Bei Flip habe ich vorher mit meinem VvO gesprochen deswegen + bin dann zusammen mit ihm zum Händler. Da war dann auch das Finanzielle etwas mehr, als ‚einfach mal so‘ schnell etwas zu kaufen.

Da muss ich vorher darüber nachdenken.

Die Gedanken auf kleiner Flamme köcheln lassen.
Bis ich weichgekocht bin.
So wie jetzt auch wieder.

Ich bin gut durch und habe mir zu Ende überlegt, ob ich etwas haben will. Und das Ergebnis ist:
Ja.

WAS das jetzt sein wird?

Das verrate ich (noch) nicht.
Manche wissen es ja eh schon oder könnten es sich denken.
Ich stelle es dann vor, wenn es soweit ist.
Das dauert.

Das totale Gegenteil von Spontankauf – etwas sehen, in den Laden gehen, bezahlen, mitnehmen.
Impulskauf? Mnjaa… irgendwie wohl auch – aber ein langsamer Impuls. ;o)

Feuer vor schwarzem Hintergrund

So machst du dir nicht viele Freunde, Postbank

Gezeichnetes stilisiertes Posthorn in Schwarz vor gelblich schraffiertem Hintergrund

Meine Eltern waren ja nun gefühlte Ewigkeiten bei der Postbank als ihrem Girokonten-Verwalter.

Nun schreibe ich meistens meine Beiträge ja so, dass Erwähnte oder Betroffene nicht (so schnell) erkannt werden. Es sei denn, ich rege mich über etwas auf. Wie Gepflogenheiten bei der Bahn – worüber ich mich auch gerade wieder erzürnen könnte. Vielleicht mach ich das ja noch.
Oder halt jetzt mal über die Postbank.

Nun ist mein VvO ja leider im Juli verstorben. Dies machte (und macht) einiges an Bürokratiekram nötig. Unter anderem auch die Streichung seines Namens vom Girokonto.

Jetzt hatte sich meine Schwester damals erkundigt, ob dies mit Sterbeurkunde einfach gehen würde. Die Aussage war dann ‚Nein. Denn dann müsste das komplette Konto geschlossen und ein neues, nur auf meine Mutter, neu aufgemacht werden.‘

Auf diesen Aufwand hatte meine Mutter zu diesem Zeitpunkt nicht den nötigen Nerv. Auch, weil sie nicht wusste, ob sie nicht woanders ein neues Girokonto eröffnen wollte.
Dies hat sie in der Zwischenzeit getan. Bei dem Institut, wo die Eltern noch ein Tagesgeldkonto hatten. Da war es auch kein Problem, dieses Konto umschreiben zu lassen.

Also wollten wir, dass das Institut das Umziehen des Girokontos erledigt. Dafür wurde von diesem die Postbank angeschrieben, damit diese die Informationen über laufende Daueraufträge etc. an das neue Institut mitteilen kann, so dass die Betreffenden dann über die Kontoänderung informiert werden können.
So weit, so gut.

Bis meine Mutter Anfang Dezember dieses Schreiben von der Postbank bekommen hat.

Brief von der Postbank Den Text gebe ich jetzt hier nicht komplett wieder.

Die Bank hat sich also quergestellt und geweigert, den Kontowechsel durchzuführen, weil ja alle Erben nicht berücksichtigt wurden.
Hallo?
Bei diesem Konto handelt(e) es sich um ein normales Girokonto, kein Sparkonto mit xwievielen Euros drauf. Also, was soll das?

Wir haben uns dann Sonntags bei meiner Schwester getroffen und nach Blick auf meinen Dienstplan einen Termin ausgemacht, um gemeinsam der Postbank auf die Pelle zu rücken, bewaffnet mit Stammbuch und Ausweisen. Denn ein Erbschein hat bisher noch niemand gewollt. Aber für die Auflösung eines Girokontos dann?
Und nicht nur das: die Erben sollen sich persönlich mit Personalausweis legitimieren. Aber das Schreiben der Postbank wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
Ja… Prima.

Nun.
Letzten Mittwoch waren wir also bei der Post. Letztendlich hat die Kündigung des Kontos doch nicht so einen Aufwand gebraucht. Meine Schwester hat mit der Mutter und dem Mann am Schalter alles geregelt.
Ich habe mich derweil mit meiner Nichte etwas zurückgezogen, damit nicht so ein großer Menschenklumpen vor dem Schalter steht. Und habe mit ihr das Weihnachtsgeschenk besprochen. Worüber ich demnächst noch was schreiben werde.

So wird meine Mutter nun also das Konto bei der Postbank Mitte Januar los. Und die paar Hanseln mit Daueraufträgen + Abbuchungen, die kriegen wir auch selbst geregelt.

Aber Postbank – so machst du dir nicht viele Freunde.

Feuer vor schwarzem Hintergrund

Und das Buch ist voll

Also, noch nicht. Doch wenn ich fertig mit diesen Zeilen bin, dann ja. Ich habe auch schon das Buch, welches ich für die Nachfolge ausgesucht habe, eingepackt. Das kann ich dann (vielleicht) morgen einweihen. Wenn mir für die Neueröffnung was einfällt. Vielleicht was zum Thema Kommunikation?
Mal sehen.

Okay.
Eingeweiht habe ich DIESES Buch am 27.03.2024.
Heute ist der 27.09.2025 – also habe ich dieses Mal 1½ Jahre gebraucht, um es zu füllen. Aber es ist gefühlt auch ein eher dickeres Buch. Da kann es schonmal ’ne Weile dauern.

In diesem Buch gab es keine Gedichte, dafür habe ich mal versucht, ob ich wörtliche Rede hinbekomme. Hm, die zwei Mal hat es geklappt. So einigermaßen.

Während ich hier jetzt also schwer am Arbeiten und Buch vollmachen bin, macht ein Teil der Familie einen Ausflug zu einem anderen Teil der Familie, um den Familienbonsai der Eltern – oder eher meines VvOs – in mögliche Freiheit zu entlassen. Oder halt in den Garten. Damit er Platz hat, und meine Mutter ebensolchen auf den Balkon bekommt.

Großer Ahorn-Bonsai auf einem Balkon

Und ich kann hier ein Foto von diesem Prachtexemplar zeigen. Um den Text etwas aufzulockern.
Das Bäumchen hat auch schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel, bzw. Stamm.
Mehr als dieses Buch.
Das jetzt im übrigen auch voll ist.

Endlich.

Wir sehen uns dann im nächsten. Sozusagen.

 

2025 – Du willst es aber wissen

Venus und Jupiter dicht zusammen am Morgenhimmel, darunter Gebäude

Wir sind jetzt in der zweiten Hälfte von 2025 angekommen, und das Jahr feuert aus allen Rohren.

Im Januar hat es mir ein paar Tage im Krankenhaus verschafft, kurz darauf meinem VnvO. Im Juli ist mein VvO im Krankenhaus gelandet, und auch leider dort geblieben, sozusagen.
Und gestern hat es meine Nichte erwischt.

Das sie Probleme mit dem Kreislauf hat, war ja immer mal der Fall. Gestern hat sie es wohl unterwegs mit ’ner Freundin umgehauen.
Na großartig.

Getoppt wurde die ganze Sache jetzt noch dadurch, dass hier in Hanau alle Betten besetzt waren. So wurde sie dann bis nach Schlüchtern gefahren.
Bitte?

Vollmond hinter WolkenIch meine, dass ich im Januar vom Flughafen aus nach Groß-Gerau gebracht wurde, weil in Frankfurt alles voll war – okay. Vom Flughafen ist das ja nicht so weit. Von Hanau aus aber auch locker 50 Kilometer.
Aber von Hanau aus nach Schlüchtern, das sind auch über 50 Kilometer. Einfach mal so durch die Gegend kutschieren.
Warum nicht Frankfurt? Oder Offenbach?
Oder vielleicht gar Aschaffenburg?
Das wäre alles näher gewesen.

Liegt das jetzt noch am Kreis? Weil Hanau noch nicht kreisfrei ist, muss ein Krankenhaus im Kreis genommen werden? Gelnhausen war also auch voll?

Also – einerseits ist es schonmal blöd, dass sie überhaupt in ein Krankenhaus musste. Das Gute daran ist wohl, dass eine mögliche Ursache gefunden wurde. Etwas, dass nochmal genauer ins Auge gefasst werden sollte.
Was nun spannend wird, ist zu sehen, ob sie es nun noch schafft, am Sonntag wie geplant nach Finnland zu ihrem Auslands-Semester zu starten.

So bin ich mit meiner Mutter nach der Arbeit also mal nach Schlüchtern gefahren, als Warenlieferant. Den ohne Sachen im Krankenhaus ist immer etwas blöd. Zumindest war der Eindruck positiv, sowohl vom Krankenhaus, als auch von meiner Nichte.

Also schauen wir mal, ob sie morgen wieder heim kommt, um am Sonntag wieder in die Weltgeschichte zu starten.
Ich drücke ihr die Daumen.

Feuer vor schwarzem Hintergrund

Zurück zur Arbeit

Venus und Jupiter dicht zusammen am Morgenhimmel

Gestern war mein erster Tag, an dem ich nach ein paar unerwarteten Tagen Krankschreibung wieder zur Arbeit bin.
Und der Tag ging gut los.

Ich hatte noch einen Tag Halle Mitte. Da ging es dann damit los, dass meine favorisierte Pausenzeit bereits von 2 Kollegen belegt war. :o/
Und von denen wurde eine Pause noch vorverlegt, so dass ich ja doch um 09:45 Uhr hätte Pause machen können. Allerdings hapert es bei uns mit der Kommunikation untereinander manchmal ganz schön. Da wollte ich es gefühlte Stunden später auch nicht nochmal extra ändern lassen.
Tja.

GIF von Wasser, das aus der Decke auf das Förderband in der Halle fälltDer Tag ging dann damit weiter, dass wir einen Wassereinbruch aus der Decke hatten. Ich hatte mich gerade zu einer Runde Tutor hingesetzt, als es auf der anderen Seite der Halle angefangen hat zu zischen… und Wasser auf die Förderanlage zu regnen.
So kam die Feuerwehr vorbei, das Wasser abzustellen. Später nochmal Techniker… und so lange war teilweise die komplette Halle stillgelegt und später zumindest die halbe.
Nachdem dann irgendwann das Wasser beseitigt war, wurde bald 6 Stunden nach dem Vorfall auch der Rest der Halle wieder in Betrieb genommen.
So war es also soweit eigentlich ein recht ruhiger erster Arbeitstag wieder. ;o)

Dazu gab es (mal wieder) einen neuen Dienstausweis. Anscheinend, weil der Chip nun wieder offen sichtbar ist. Doch wenigstens blieb die Kantinenabrechnung noch gleich.

Mit ’nem Kollegen gings dann zum Feierabend per Bahn wieder zurück nach Hanau. Nach dem Umsteigen in Frankfurt-Süd habe ich noch ein Hälfte von JJ im Zug getroffen. So ein Zufall.
Und als wir dann in wieder in Hanau waren, hab ich erst meinen Rucksack in Flip deponiert, und bin dann nochmal weiter, meinen Papa einen Besuch abstatten. Also meinem VvO. Dafür hatte ich mir auch eine Schere mitgenommen, um mir 2 blaue Disteln vom Gesteck abzuschneiden. Ich will doch mal testen, ob ich von denen noch Samen bekommen kann.

Und das war soweit der erste Tag wieder in Einsatz. Jetzt noch ein paar Tage bis Ende des Monats, dann habe ich Urlaub.
Woohoo!

Zwei blaue Distel-Blütenköpfe

Letzte Wanderung

Urne mit Kranz und Foto in der Aussegnungshalle

Heute war es soweit.
Mein VvO, mein Vater-vor-Ort, ist heute seine letzte Wanderung gegangen. Genauer gesagt hat ihn meine Schwester getragen.

In der Vorbereitung war die Frage, wie viele Leute wohl kommen würden? Mit wie vielen Leuten wäre wohl beim anschließenden Trauerkaffee zu rechnen?
Nun hat mein VvO ja jahrzehntelang den Vorsitz der Hanauer Spessart-Touristen geführt. Den Wanderverein, der viel von unserer Zeit geprägt hat. Wanderungen, Vortouren, Wege markieren, Mehrtagesfahrten…
Doch wie es heutzutage so ist: Es kam kein frisches Blut mehr nach. Die Jüngsten im Verein waren meine Nichte und Neffen. Dann meine Schwester mit Mann – dann ich. Und ich bin, seit ich beim Flughafen bin und auch schon vorher in Rottweil, nur noch in Ausnahmen mitgegangen. Wenn es halt von meiner Arbeitszeit gepasst hat.
So ist der Verein zum Jahresende 2023 aufgelöst worden, nach 144 Jahren.
Was die alten Herrschaften trotzdem nicht davon abgehalten hat, einmal im Monat unterwegs gewesen zu sein.
So waren also einige der Senioren des Vereins zur Beerdigung dabei. So wie sonst mein VvO und meine Mutter zu Beerdigungen von Vereinsmitgliedern sind.

Der größte andere Teil war dann Familie.
So sind tatsächlich vier von fünf noch lebenden Geschwistern meiner Mutter gekommen. Das war stellenweise überraschend, doch gerne gesehen. So haben sich Geschwister seit langem mal wieder gesehen und miteinander geredet, die sich teilweise nicht mehr so grün waren/sind. Doch vielleicht ändert sich das ja nun wieder?
Und natürlich die Schwester und der Bruder samt Ehepartner meines VvO.

Und dann gab es noch ein paar Gäste, die in keine der beiden Kategorien „Verein oder Familie“ fielen.

Urne mit Kranz

Apropos fielen: Mitten im Aussegnungsgottesdienst, nach dem ersten Lied, während der Pfarrer am Reden war, ist hinter uns eine der Gäste umgefallen auf dem Stuhl.
Zum Glück waren zwei Frauen mit Ahnung da – meine Schwester und meine Cousine. Meine Schwester ist zwar Tierarzthelferin, doch in der Lehre war ja auch etwas Humanmedizin dabei, wenn ich nicht irre. Und meine Cousine hat das auf Humanmedizin-Seite gemacht, jahrelang. Seit ein paar Jahren hat sie zwar den Job gewechselt, doch da hat sie immer noch etwas mit Medizin zu tun, aber mehr entfernt. Die hat sich dann um sie gekümmert, bis der Rettungswagen da war und bis sie zum Krankenhaus gestartet sind. Da waren wir schon hinten ab durch die Mitte.

Der Pfarrer hat seinen Job gut gemacht. Und er kann singen. Ein wichtiger Punkt für einen Pfarrer, irgendwie.
Wir wollten ja eine fröhliche Trauerfeier, deswegen kam sein Versprecher mit dem Familiennamen auch nicht schlecht an. Hat gepasst. ;o)

Meine Schwester hat die Urne dann zum Grab getragen, auf der letzten Wanderung. Und das Wetter war gut und die Sonne hat geschienen.
Ein guter Abschluss.

Danach sind wir zum großen Teil nochmal zum Trauerkaffee gegangen. Ein Teil der Geschwister hat sich direkt wieder nach Hause auf den Weg gemacht, aber ein Teil ist auch geblieben. Das war auch mal wieder schön, sie alle gesehen zu haben. Auch wenn wir das jetzt nicht immer auf Beerdigungen machen sollten.

Nach dem Kaffee sind wir, die engste Familie mit Bruder und Schwester und Co, nochmal zum Grab gegangen. Da war dann bereits alles erledigt. Kleine Urnengräber sind halt schnell wieder verfüllt.

Ich hoffe, der Platz gefällt dir, Papi.

Grab mit Kranz

Irgendwann in der Zukunft werden wir dann zusammen nach einem Grabstein schauen. Doch dafür lassen wir uns noch etwas Zeit.

Zumindest bis hierher haben wir es schon mal geschafft.

Grab mit Kränzen am Boden

Neues versuchen?

Eichelsetzling eingesetzt

Mal abgesehen von den ganzen Beiträgen, die ich jetzt geschrieben habe + noch schreiben werde zum Tod und der Beerdigung meines VvOs… sollte ich doch auch mal wieder etwas anderes schreiben.

Einfach mal so.

Was fällt mir denn da jetzt so spontan ein…

Ich glaube, ich habe verschiedene Sachen, über die ich kurz berichten kann.

Der Blob aus Bauschaum quillt aus der abgedeckten Tasche.Da wäre einmal das Projekt der Tasche für meine Drehleier. Das sollte ich in nächster Zeit unbedingt mal weiter verfolgen. Einmal, weil ich diese Woche auch mal wieder 3 freie Tage habe, aber auch, weil ich sie spätestens bis Ende Oktober nutzbar haben sollte. Denn dann will ich nach Nürnberg zu einem technischen Seminar/Wochenende für die Drehleier.
Ich habe sie zwar schon eeeewig nicht mehr in der Hand gehabt, doch das Wochenende will ich trotzdem mal mitmachen. Und dann habe ich mich letzte Woche auch für die Nürnberger Borduntage angemeldet. Damit ich meine Leier endlich mal wieder in die Hand nehme. Denn die Kurse in Bad Homburg werden definitiv nicht mehr stattfinden, da Thomas, der Organisator, leider im April gestorben ist. Genau wie der Erbauer meiner Leier. Doch dann kann ich sie jetzt pimpen lassen, soviel ich will, ohne dass sich irgendwann jemand meint, beschweren zu müssen, was aus der Leier gemacht worden ist. Den Melodiesteg will ich noch verstellbar machen lassen.
Also, der Blob muss bearbeitet werden. Allerdings muss ich da erstmal schauen, wann wir den Termin mit dem Pfarrer bekommen.

Eichelsetzling in feuchtes Papier gewickelt auf kleinem UntersetzerDas wäre das Eine.

Sonst habe ich mir vorhin gedacht, dass ich mal wieder neue Frauen kennenlernen möchte. Und das ich deswegen ja mal auf ‚Sie sucht Ihn‘-Anzeigen in der Zeitung antworten könnte, einfach mal so. Aber keine von irgendwelchen Agenturen. Doch eine mit ’ner E-Mail-Adresse? Ne Mail könnte ich ja mal schreiben. Selber aufgeben? Nee. Da wüsste ich nicht, was ich schreiben sollte.
Mal schauen.
Noch was?

Hauptsächlich braune Erde vor den Garagen. In der Mitte der Stelle mein erster kleiner Baumsetzling.Der Regen der letzten Wochen hat es tatsächlich geschafft, den Flecken des Kahlschlags wieder überwuchern zu lassen. Mein Bäumchen – das erste – hat es leider doch nicht überlebt. Doch habe ich jetzt ’ne Eichel mit Blättern dorthin gesetzt.
Jetzt wuchert es da so, dass ich sie schon kaum wiederfinde. ;o)

wucherndes Grün vor den Garagen

Ach ja. Das sollte erstmal wieder genügen für so zwischendurch. Und – nochmal ach ja: in Island spuckt es noch immer Lava. :o)

Bildschirmfoto der Eruption vom 16.07.2025 Livestream von RÚV. Unten links steht 2025-07-28 01:32:21 Oben links im Eck steht die Standortangabe der Kamera: Sýlingafell - Suđur Die Kamera hat auf die Eruption herangezoomt. Links ist ein Krater zu erkennen, der sich gebildet hat seit dem 16.07., aus dem orange-gelber Feuerschein zu sehen ist. Von dem Feuerschein ziehen die Rauchschwaden nach rechts in die Dunkelheit. Darunter ist ausgetretene Lava zu erkennen. Am Krater links hat sich eine kleine neue Eruptionsöffnung gebildet, aus der ebenso Lava emporschießt. Unten rechts steht RUV.is

Bildschirmfoto
Quelle YouTube-Kanal von RÚV

Auf Wiedersehen

Mein Vater-vor-Ort und ich an einem Baum, mit Wald und ein Auto im Hintergrund.

Luft ist etwas feines. Blöd dann nur, wenn von all der uns umgebenden Luft nicht genug dahin kommt, wo wir sie brauchen. Und nur, weil genug Luft in eine Lunge kommt, bedeutet das noch nicht, dass sie es auch ins Blut schafft.
Tja.
Bei meinem Vater-vor-Ort, VvO, wie ich ihn hier immer abgekürzt habe, wenn ich ihn mal erwähnt habe, hat es die Luft, oder genauer der Sauerstoff, nicht wirklich ins Blut geschafft.

So ist er gestern also eingeschlafen.
Ob jetzt deswegen und was vielleicht noch mitgespielt hat, ist da nun egal.

Meine Mutter, meine Schwester und ich waren da, als die Werte an den Geräten immer weiter runtergingen.

Meine Mutter und meine Schwester waren nach der Benachrichtigung vom Krankenhaus noch rechtzeitig da, um seine letzten klaren Momente mitzubekommen. Da hat er nochmal klar geäußert, dass er jetzt gehen will und das sein Bruder + seine Schwester nicht informiert werden sollten.

Ich stand gerade in der Kantine, als der Anruf meiner Schwester kam. Dann habe ich erstmal meine Pause gemacht… aber dann konnte ich meine Zeit doch nicht fertig absitzen. Stattdessen bin ich eine Stunde früher heim – Plusstunden habe ich noch genug. Und von dort dann ab ins Krankenhaus.

Tja.

Eingeschlafen ist er dann um 17:20 Uhr.
Danach sind wir erstmal raus in ein Café am Marktplatz, wo mein Schwager + meine Nichte noch dazugekommen sind.
Um 19 Uhr konnten sie dann nochmal alle zu ihm, um sich zu verabschieden. Da waren dann auch sein Bruder + seine Schwester dabei, sowie seine Enkel. Ich habe mich dagegen schon nach Hause abgesetzt.

Das waren jetzt 50 Jahre, die ich ihn kennen durfte. Es hätten gerne noch einige mehr werden dürfen.

Nun habe ich gestern in meinem Communicator mal nachgesehen, aber tatsächlich kaum Fotos gefunden, wo nur wir zwei drauf sind.
Das einzige war dann das oben, welches meine Mutter gemacht hat, als wir zu dritt am 20. Mai nochmal oben am Hahnekamm zum Essen waren und ich dann mit ihm noch ein wenig gegangen bin, da meine Mutter nicht mehr so gut zu Fuß ist. Als wir vom kleinen Spaziergang zurückkamen, hat meine Mutter das festgehalten.
Eines habe ich noch, wo wir zu dritt drauf sind. Das war am 19. Juli 2023. Also genau vor 2 Jahren. :o(
(Da muss ich nur erstmal meine Mutter fragen, ob ich sie zeigen darf. Das Ergebnis seht ihr dann unten.)

Sonst sind die meisten Fotos von ihm mit den Enkeln oder Essen, wenn er mit meiner Mutter unterwegs war. Ich muss mal schauen, ob ich in meinen alten Fotoalben was mit uns beiden finde. *sfz*

Ich dachte erst, ich wollte viel mehr über ihn erzählen. Was wir so gemacht haben. Aber dazu habe ich jetzt im Moment doch keine Lust. Vielleicht ein anderes Mal.
Also beende ich diesen Beitrag jetzt hier.

Auf Wiedersehen, Papi.
Ich hab‘ dich lieb.

Meine Mutter, mein Vater-vor-Ort und ich auf einem Selfie vom Hahnekammturm. Im Hintergrund sind die Schornsteine des Staudingers zu erkennen und die Mainebene mit Häusern mit Blick Richtung Taunus.

Neue Eruption

Bildschirmfoto der Eruption vom 16.07.2025 Livestream von RÚV. Unten links steht 2025-07-16 03:53:36 Oben links im Eck steht die Standortangabe der Kamera: Þorbjörn Ein Blick auf isländische Hügel und die Ebene zwischen den Bergen. Im Bildmittelpunkt ist die Erhöhung eines Kraters eines vorherigen Ausbruchs zu erkennen. In der Mitte links ist die beginnende neue Eruption zu sehen. Ein weißer Rauchstreifen in der Ferne, der nach links zieht und ein kleiner orangener Punkt an dessem rechten Ende, der die Eruption zeigt, die sich gerade geöffnet hat. Unten rechts steht RUV.is

Bildschirmfoto
Quelle YouTube-Kanal von RÚV

Ich habe davon über eine Nachricht von GMS erfahren. Nämlich, dass es wieder eine neue Eruption in Island gibt.
Ich habe inzwischen ein wenig den Überblick verloren, die wievielte es inzwischen ist. Wirklich die Zwölfte?
Letztendlich ist die Anzahl ja nicht so wichtig.

Das Gute an dieser Eruption ist, dass sie mich ein wenig von der Sache mit meinem VvO ablenkt. Doch zumindest nach dem Telefonat mit meiner Mutter scheint es etwas besser auszusehen.

Dann komme ich also mal zur Eruption hier.

Los ging es um 03:53 Uhr Ortszeit.
Nachdem ich die Mitteilung von GMS gelesen habe, musste ich doch direkt die Livestreams von RÚV befragen, was da zu sehen war. Und das Gute an diesen Streams ist, dass dort bis zu 12 Stunden zurückgescrollt werden kann. Also habe ich mal nachgesehen, ob der Beginn des Ausbruchs irgendwo festgehalten wurde.

Und ja, auf den Streams ist tatsächlich um 03:53 Uhr zu sehen, wie an einer Stelle erst neuer Rauch aufsteigt, wo sich dann die Spalte öffnet und das Feuer der Lava zu sehen ist. (s.o.)

Etwas später hat die Kamera dann auf den Ausbruch herangezoomt.

Bildschirmfoto der Eruption vom 16.07.2025 Livestream von RÚV. Unten links steht 2025-07-16 04:29:50 Oben links im Eck steht die Standortangabe der Kamera: Þorbjörn Die Kamera hat auf die Eruption herangezoomt. Zu sehenist im Mittelpunkt nun die Eruption und der von ihr aufsteigende Rauch. Links am Boden glüht die sich ausbreitende Lava. Unten rechts steht RUV.is

Bildschirmfoto
Quelle YouTube-Kanal von RÚV

Laut dem Liveblog von RÚV hat sich inzwischen eine zweite Spalte geöffnet. Die erste, ursprüngliche Spalte soll etwa 2,4 KM lang sein, die zweite 500 Meter. Dieses Mal haben sich die Spalten wohl im Hinterland geöffnet, wo zur Abwechslung keine Gefahr besteht, dass Infrastruktur beschädigt wird. Die Blaue Lagune und Grindavík wurden trotzdem evakuiert.

Die letzte Eruption war ja nur ein kleiner Aprilscherz. Geöffnet am 01. April und am zweiten schon wieder vorbei. Mal sehen, wie lange es mit dieser dauert.
Die Wissenschaftler waren wohl überrascht, da sie erst wieder ab Herbst mit einer neuen Eruption gerechnet hätten. Wie das halt so ist. Die hat halt auch ihren eigenen Kopf. ;o)

Aktuell ist auf den Livestreams nur Dunst zu sehen. Der versteckt das Feuer sehr effektiv. Die Auswirkungen der Eruption sind aber durch die Windrichtung im Moment bis zur Snæfellsnes-Halbinsel wahrzunehmen. Das sind immerhin laut meiner Kartenmessung locker über 100 Kilometer.
Da heißt es jetzt Luft anhalten. ;o)

Bildschirmfoto der Eruption vom 16.07.2025 Livestream von RÚV. Unten links steht 2025-07-16 15:22:23 Oben links im Eck steht die Standortangabe der Kamera: Þorbjörn Zu sehen ist nur Nebel und ein Stein links im Vordergrund. Unten rechts steht RUV.is

Bildschirmfoto
Quelle YouTube-Kanal von RÚV

Lungenentzündungsjahr

Es ist erstaunlich. Jahrelang ist etwas derartiges wie eine Lungenentzündung im Umfeld nicht zu erspähen. Dann haut es mich Anfang des Jahres auch mit einer Lungenentzündung um, von der ich immer noch nicht weiß, woher sie sich angeschlichen hat – und das ich von ihr nicht das geringste bemerkt habe.

Kurze Zeit später zieht mein VnvO nach. Und das nicht nur einmal. Und je älter jemand ist, desto schwieriger wird es für die Person. So hat mein VnvO seine erste überstanden und sich dann impfen lassen – was nach meinem Arzt erst ab 60 gemacht wird. Deswegen habe ich auch keine Impfung bekommen. Doch meinem VnvO hat es auch nicht viel genützt, denn danach hat es ihn direkt nochmal erwischt.

Deswegen war er nun im Sommer für einige Zeit in Indien, um sich ordentlich betütteln und sich wieder aufzubauen zu lassen.
Den ersten Eindruck, den ich beim letzten Videotelefonat bekommen habe, scheint es Erfolg zu zeigen. Er wirkte wieder um einiges fitter.

Tja – und nun hat es meinen VvO erwischt.
Gestern wurde er mit beidseitiger Lungenentzündung ins Krankenhaus gebracht.
Na super.

Ich habe ihn heute mit meiner Mutter mal besucht, und ich habe ihn schon fitter gesehen. Jetzt hängt er also an zusätzlicher Luft, die ihn hoffentlich wieder stabilisiert.
Aber das ist halt, je älter jemand wird, nicht so einfach.

Mir bleibt nun nichts anderes übrig, als zu hoffen, dass sich Erfolge zeigen.
Morgen geht meine Mutter dann mit meiner Schwester hin. Den aktuellen Stand höre ich dann nach dem Besuch.

Wo kommen die ganzen Lungenentzündungen dieses Jahr nur her?