Nur ma gucken

Strasse mit Häusern und Autos im Nebel. In der Mitte oben ist ein heller Streifen, an dem die Sonne zu erahnen ist.

Ach ja, wer kennt das nicht?
Vor einem Laden zu stehen, im Schaufenster etwas zu sehen, und dann in den Laden gehen mit der Entschuldigung/Begründung an die Mitanwesenden (Frau, Mann, Freund/in, Partner/in): Ich will nur ma gucken.
Um dann mit dem im-Schaufenster-Gesehenen wieder aus dem Laden zu kommen.

Upps.

War wohl doch nicht ’nur mal gucken‘.

Tja… Impulskäufe.
Wenn mensch den Platz + die finanziellen Mittel hat, gibt’s ja nicht viel dagegen zu sagen. Außer, mensch ist die andere Person, die mit vor dem Laden stand. ;o)

Ja. Ich habe das auch schon hinbekommen. Ich glaube, mein ’nur ma gucken‘ war ein Kalender. Doch dieser Vorfall mit Drachenechse ist inzwischen schon so lange her, dass mir nur der Spruch in Erinnerung geblieben ist.

Grüne UkuleleInzwischen versuche ich, mich bei Impulskäufen etwas zurückzuhalten. Zumindest, wenn der Kauf über einen verträglichen Betrag geht. Dann schlafe ich erst mal drüber. Hier muss ich als Beispiel an die Ukulele denken, die nun hier bei mir herumliegt.

Bei der VHS-C-Videokamera habe ich nicht überlegt – doch das war ja über eine Internet-Auktion. Da gelten nochmal etwas andere Regeln.

Es gäbe inzwischen einige Sachen, die ich wohl wieder abstoßen könnte, würde ich mich aufraffen: besagte Videokamera, meine Drohne und sicher noch einiges mehr.
Aber es geht ja jetzt hier nicht ums Verkaufen, sondern ums Kaufen.

Bei Flip habe ich vorher mit meinem VvO gesprochen deswegen + bin dann zusammen mit ihm zum Händler. Da war dann auch das Finanzielle etwas mehr, als ‚einfach mal so‘ schnell etwas zu kaufen.

Da muss ich vorher darüber nachdenken.

Die Gedanken auf kleiner Flamme köcheln lassen.
Bis ich weichgekocht bin.
So wie jetzt auch wieder.

Ich bin gut durch und habe mir zu Ende überlegt, ob ich etwas haben will. Und das Ergebnis ist:
Ja.

WAS das jetzt sein wird?

Das verrate ich (noch) nicht.
Manche wissen es ja eh schon oder könnten es sich denken.
Ich stelle es dann vor, wenn es soweit ist.
Das dauert.

Das totale Gegenteil von Spontankauf – etwas sehen, in den Laden gehen, bezahlen, mitnehmen.
Impulskauf? Mnjaa… irgendwie wohl auch – aber ein langsamer Impuls. ;o)

Feuer vor schwarzem Hintergrund

Das Rad dreht sich

Erleuchteter Turm der Nürnberger Burg bei Nacht

… wenn auch letztes Wochenende nicht an meiner Leier.

Ja, letztes Wochenende war ich bei den
7. Nürnberger Borduntagen.
Wie der Name schon sagt: in Nürnberg. Wieder in der Jugendherberge direkt an der Burg. Mit Kursen für Drehleiern, Hümmelchen, Dudelsack + Ensemblekurse.
Dieses war dann auch meine erste Teilnahme an den Borduntagen. Ich hätte mich für einen Kurs an den ersten interessiert, jedoch ist da der Dozent erkrankt… und am Ersatz bestand kein Interesse. Doch jetzt habe ich es endlich auch mal geschafft.

Leih-DrehleierAm Donnerstag habe ich ja noch versucht, meine Leier wieder einzurichten. Auf einer Saite habe ich dann tatsächlich auch mal einen haltenden Ton hinbekommen. Allerdings ist mir dann aufgefallen, dass sich mein Rad ohne Berühren von irgendwelchen Saiten nicht mehr locker weiterdreht. Was es eigentlich tun sollte. Und das war mir dann zu viel. So habe ich Donnerstag noch ’ne E-Mail an die Orga geschrieben und kurzfristig noch um ’ne Leihleier gebeten – was auch eingerichtet werden konnte. So habe ich dieses Wochenende also mal fremdgedreht, sozusagen. ;o)

Mit dem Hinkommen hat alles geklappt. Ich habe unterwegs sogar noch ’ne günstige Tankstelle bei Wertheim gefunden. :o) Gestanden habe ich dann wieder in der Maxtorhof-Garage. Die ist am nächsten + günstigsten.

Auch wenn ich das erste Mal zu den Borduntagen da war, gab es doch ein paar bekannte Gesichter zu begrüßen – oder auch nicht. (Dazu kommt später noch was.) Das Zimmer wurde bezogen, und dann gab es die Begrüßung und es ging los.
Nach einer Vorstellungsrunde haben wir uns ans warmspielen + -schnarren gemacht. Und das haben wir entsprechend den Samstag über und den Sonntagmorgen  gemacht. ;o)

Freitags Abends gings zum Essen in einen Keller, wo das Essen gut, aber normal nicht meine Preisklasse ist. Zum Glück esse ich Fleisch, denn Vegetarier werden da nicht unbedingt berücksichtigt.

Das Essen war nett. Neue Leute kennengelernt, die dann direkt Auswirkungen auf die erste Traumnacht gehabt haben. Wenn auch eher von der Herkunft her.
Ach, na ja, so ist mein Kopf halt. *schulterzuck*

Elektro-Drehleier und weitere Kettchen mit HundenSamstags gab es vor + nach dem Mittagessen kleine Miniworkshops, in die jede/r gehen konnte, wie Interesse vorhanden war.
So habe ich mir den Workshop von Alex und seiner elektronischen Leier angesehen + -hört. Den zweiten Miniworkshop habe ich dann in meinem Bettchen bei einem Mittagsschläfchen verbracht. ;o)

Abends gab es ein paar Vorführungen + Session. Allerdings nur strikt bis 22 Uhr. Da wurden in Bad Homburg die Nächte schon eher durchgespielt. Zumindest locker bis 0 Uhr oder Eins.

Nun, dafür gab es dann halt noch eine Märchenstunde – anscheinend wie üblich. Davon habe ich mir die ersten 2 mit angehört + dann hat es mich in mein Bettchen verschlagen.

Sonntag haben wir tatsächlich NOCH mal ein Lied angefangen – das vierte – und einen Plan für unser Vorspielen gemacht. Das fand nach dem Mittagessen statt. Anschließend war allgemeiner Aufbruch. Auch wenn einige schon früher los sind, wegen Zugverbindungen – oder halt auch nicht. Am Freitag haben es einige erst gar nicht nach Nürnberg geschafft. Das traf sogar eine Dozentin, für die dann ganz kurzfristig jemand aus Passau eingesprungen ist.
Respekt.

Um 17 Uhr hatte ich es dann auch wieder nach Hause geschafft.

Auf der Fahrt hatte ich entsprechend auch gut 2 Stunden Zeit, mir verschiedenes durch den Kopf gehen zu lassen.

Ein Punkt war der vorhin angesprochene mit dem Nicht-begrüßen.
Ich meine, ich hatte das mal hier mit ’nem (inzwischen Ex-)Kollegen. Mit dem habe ich ne ganze Zeit kein Wort gewechselt, und er nicht mit mir. Doch da weiß ich, warum. Das hatte einen Grund.
In Nürnberg war nun auch eine Person dabei, die ich von Bad Homburg her vom Sehen kenne. Doch da wird auch kein Wort gewechselt. Ich denke, das geht mehr von der anderen Seite aus, aber gut. Ich hatte die Person auch schonmal auf dem Hayner Burgfest musizieren sehen. Doch da gab es auch kein ‚Hallo‘.
Ein kleines bisschen frage ich mich vielleicht, WARUM das so ist. Doch im Großen und Ganzen denke ich: Pöh. Dann nicht.
Andere Gesichter aus Bad Homburg sind da nicht so. Rede ich halt mit denen.

Ein weiterer Punkt, der mir so durch den Kopf ging, waren: Künstler.
Leute, die (gerne) groß + breit erzählen, was sie machen + wozu sie etwas nutzen wollen… Da verdrehe ich wohl teilweise nicht nur innerlich die Augen.
Und da ist es egal, ob das Musiker oder Theaterleute sind. Vielleicht gibt’s das ja auch bei Malern, oder Bildhauern, oder was auch immer gemacht wird. Keramik. Suchts Euch aus. Doch so dieses ’sich präsentieren und insgeheim zeigen, was mensch doch alles macht’… das ist nicht meins + ich mag es nicht so leiden.

Meine Katze Soche - schwarz-weiß - auf einer roten ZudeckeDas führt mich zu dem Punkt von mangelndem Ehrgeiz bei mir.
Woher das wohl kommt?
An etwas nur mit nötigem Minimum herangehen + arbeiten. Wenn überhaupt.
Das ich zu Hause nicht Leier geübt habe, habe ich erst meinen Katzen in die Schuhe geschoben, dann der Lautstärke meiner Leier.
Würde ich sie eher in die Hand nehmen, wäre sie so leise wie eine E-Leier?
Wenn ich so viel Geld ausgeben wollen würde: Würde ich sie endlich nutzen?
Es müsste ja nur mal eine Stunde am Tag sein.
Ich kann mir vorstellen, das würde schon einiges bewirken.

Hmpf.

Ja… das waren so ein paar Gedanken während meiner Heimfahrt.

Ukulele in GrünUnd, ja, ob ich so immer mit der Leier weitermachen will? Oder sollte ich doch so ehrlich sein und sagen, dass ich es besser lassen sollte?
Ich habe meine Bögen schon ewig nicht mehr in der Hand gehabt. Die Ukulele nur ein paar Mal…

Hm…

Frühjahreskrise, sozusagen.

Nun ja.

Dann komme ich erstmal wieder im normalen Alltags- und Arbeitsleben an, dann wird sicher wieder viel zugetüncht.

Bis zum nächsten Mal.
Oder vielleicht ja auch nicht?

Feuer vor schwarzem Hintergrund

Was mit Musik…

Drehleier - Blick aufs den Steg, die 3 Melodiesaiten und das Rad. Rechts sind noch zwei Bordunsaiten zu sehen, links die Schnarrsaite und eine weitere Bordunsaite

Jetzt habe ich es schon geschafft, die letzten drei Tage immer was zu schreiben, da schaffe ich das heute und morgen auch noch. Und dann ist endlich mal wieder ein Drehleier-Workshop in Bad Homburg. Da werde ich jedoch eher nichts hier schreiben. Morgen gibt es noch das Ergebnis meiner Rezi – worüber schreibe ich dann heute?
Ich denke, ich bleibe mal beim Thema Musik.

Wie gesagt – es ist endlich mal wieder Drehleier-Workshop. Er findet wieder statt. Allerdings im kleineren Rahmen als sonst. Mal schauen, wie das laufen wird. Vor allem bin ich dann gespannt, ob und wie es dann ab nächstem Jahr weitergeht. Denn auf der Homepage des Kurses ist das nächste Wochenende der letzte eingetragene Termin.
Findet ab nächstes Jahr der Kurs überhaupt noch statt? Oder hört unser Organisator auf?

Ich hatte ihm ja mal eine Mail mit einer diesbezüglichen Frage geschickt, da es für die Urlaubsplanung durchaus interessant ist, wann ein Kurs stattfindet. Wie irgendwie erwartet, habe ich keine Antwort bekommen. Unser Organisator ist nicht so der Mail-Kommunikativste. Was will mensch machen. Ich habe jetzt zwar sowohl im März als auch im November mal Urlaub eingetragen, doch ob das die möglichen richtigen Termine sind… *schulterzuck*

Zumindest wird dieses Wochenende nochmal/wieder am Rad gedreht. Das erste Mal seit März 2020. Meine Leier wird sich freuen – hoffe ich. Bin halt eher der Nicht-Übende… Ach – und ich freu mich auch. Mal schauen, was ich noch hinbekomme.

Der andere Punkt mit dem Thema Musik ist die Ukulele, welche ich mir ja vor ein paar Jahren gekauft habe. Nur wegen der Optik. *Herzchen im Auge*

Grüne UkuleleSeit ich sie gekauft habe, hatte ich sie – bis Oktober – einmal in der Hand, wenn ich nicht irre. Dann habe ich durch eine gemeinsame Freundin mit GMS erfahren, dass es in einem Stadtteil hier einen Verein gibt mit dem Namen „Singen mit Ukulele“. Und die haben im Oktober einen Anfängerkurs gestartet. Der findet zwei Mal im Monat statt – und zumindest zwei Mal war ich jetzt dort. Doch irgendwie hatte ich vorher immer ein Gefühl von „keine Lust, hinzugehen“. Die ersten Male war es dann doch ganz interessant. Doch beim letzten Termin war das Gefühl (und das schlechte Wetter) stärker.

Und jetzt frage ich mich, ob ich da wirklich weitermachen möchte? Ob das die richtige Version des Musik-machens für mich ist? Ich bin da sehr… hmm…
Wenn ich vorher schon immer das Gefühl habe, keine Lust darauf zu haben? Auch wenn es dann gar nicht soo schlimm ist.
(Mama, Mama – er hat auch gar nicht gebohrt!)

Und dann juckt es mich irgendwie in den Fingern, mir womöglich noch einen E-Bass zuzulegen… Den ich dann – aller Wahrscheinlichkeit nach – auch eher nicht üben werde. Und das einfach nur, weil von ein paar meiner neuer entdeckten – also seit letztem Jahr – Musikgruppen die interessantesten Personen die Bassistinnen sind. *Hand gegen Stirn klatsch*

Am praktischsten wäre da so eine Matrix-Lösung.
„Ich möchte gerne einen 5-Saiten-Bass spielen können – lade mir die Software dafür mal runter…“

Doch die Softwarelösung für die Drehleier würde ich auch nehmen. Denn die war das erste Instrument, für das ich mich absichtlich entschieden habe. Und schließlich mache ich bei den Kursen schon seit 2013 mit und meine Leier habe ich jetzt auch schon 7 Jahre.
Und pimpen lassen will ich sie immer noch.
Das Innenleben der Drehleier - 3 Saiten, und HolzfähnchenSprich: Ich möchte gerne einen Holzsteg zum Saitenabheben, nicht mehr diese gebogenen Metallstifte. Einfach weil ich finde, dass eine Holzlösung für die Saiten besser ist. Und dann auch noch eine Kapodaster-Lösung für meine Schnarrsaite, so dass ich mit ihr auch andere Stimmungen als G ohne großes Umstimmen mitspielen könnte.

Ja… das wären so meine Musik-mach-Gedanken.

Die Bestätigung, dass der Drehleierkurs stattfindet, kam ja endlich gestern. Drei Tage vor dem Kurs! Ich hatte mich schon gammelnd Zuhause gesehen, Däumchen statt Rad drehend.
Darauf habe ich aber durchaus langsam mal wieder Lust. Also, aufs am-Rad-drehen jetzt. Weil ich das Instrument Klasse finde.

Aber was mach ich nun mit der Ukulele?

Und wenn es meinen Wunschbass gibt – was mach ich dann?
Nun, bis dahin brauch ich hier in der Wohnung erstma mehr Platz.

Da hätte ich schon ein-zwei Gedanken zu…

Wenn es soweit ist, mehr dazu.

Und jetzt freut euch darauf, morgen zu hören, wie ich bei der Rezi abgeschnitten habe(n werde).

2 grüne Drehleiern

*PLING!*

Ich habe es getan!

Was?

Dazu hole ich kurz aus. *SCHWING*

Hier in Hanau gibt es einen Musikinstrumente-Laden. Hauptsächlich Gitarren, weil der Besitzer des Ladens selbst Gitarrist ist.

Im Schaufenster des Ladens habe ich vor vielleicht bald 2 Monaten das erste Mal einen Satz Ukulelen von Ortega gesehen, bei denen mich eine direkt quasi „angesprungen“ hat. Der Preis war auch in Ordnung – und ich denke mir, wenn Leslie es verkauft, wird es kein Schrott sein.

Nun wissen aufmerksame Leser dieses Blogs ja, dass ich bereits eine Drehleier mein Eigen nenne, auf der ich nicht übe. Noch. Ich warte da noch auf den Dammbruch meiner Faulheit.
Warum also jetzt noch eine Ukulele?

Diese Frage gab es noch am Freitag von Drachenechse.

Nun ja.

Ich hatte direkt nach dem ersten Sehen das Gefühl: „Die will ich haben!“
Doch bin ich nicht gleich hingerannt, habe aber im Vorbeigehen immer nach ihr gesehen… und dann war sie weg. Hmpf. Stattdessen lag dann eine rosa Plastik-Uke im Fenster.

Ääh… nein.

Irgendwann gab es dann wieder eine andere Uke aus der Reihe im Fenster, und seid vielleicht eineinhalb Wochen war auch wieder eine Ausgabe MEINER Wunsch-Uke im Fenster.

Am Montag habe ich es also getan.

Ich habe mir eine Ukulele gekauft.
Einfach nur wegen ihres Aussehens.

Ich wollte sie ja am Freitag bereits nach einem Krankenbesuch holen, doch da war es fast Feierabend, und ich wollte dies in aller Ruhe erledigen. Darum also am Montag.

Ich bin rein und habe nach ihr gefragt.
Anschließend habe ich mich also in Ruhe mit Leslie unterhalten, der mir auch gleich noch ein Buch empfohlen hat, nachdem er hörte, dass ich Anfänger bin. Und eine Hülle wollte ich dann auch noch haben. Die hatte er natürlich auch. Hat er sie dann schön eingepackt.

Und nun bin ich also Besitzer + Eigentümer einer Ukulele von Ortega. Vielleicht übe ich ja mit der mehr als mit meiner Leier? Ich denke, ich werde sie auf jeden Fall auch mal mit zum Drehleier-Workshop mitnehmen. Vielleicht gibt’s da ja auch Ukulele-Spieler*innen.

*PLING!*