So machst du dir nicht viele Freunde, Postbank

Gezeichnetes stilisiertes Posthorn in Schwarz vor gelblich schraffiertem Hintergrund

Meine Eltern waren ja nun gefühlte Ewigkeiten bei der Postbank als ihrem Girokonten-Verwalter.

Nun schreibe ich meistens meine Beiträge ja so, dass Erwähnte oder Betroffene nicht (so schnell) erkannt werden. Es sei denn, ich rege mich über etwas auf. Wie Gepflogenheiten bei der Bahn – worüber ich mich auch gerade wieder erzürnen könnte. Vielleicht mach ich das ja noch.
Oder halt jetzt mal über die Postbank.

Nun ist mein VvO ja leider im Juli verstorben. Dies machte (und macht) einiges an Bürokratiekram nötig. Unter anderem auch die Streichung seines Namens vom Girokonto.

Jetzt hatte sich meine Schwester damals erkundigt, ob dies mit Sterbeurkunde einfach gehen würde. Die Aussage war dann ‚Nein. Denn dann müsste das komplette Konto geschlossen und ein neues, nur auf meine Mutter, neu aufgemacht werden.‘

Auf diesen Aufwand hatte meine Mutter zu diesem Zeitpunkt nicht den nötigen Nerv. Auch, weil sie nicht wusste, ob sie nicht woanders ein neues Girokonto eröffnen wollte.
Dies hat sie in der Zwischenzeit getan. Bei dem Institut, wo die Eltern noch ein Tagesgeldkonto hatten. Da war es auch kein Problem, dieses Konto umschreiben zu lassen.

Also wollten wir, dass das Institut das Umziehen des Girokontos erledigt. Dafür wurde von diesem die Postbank angeschrieben, damit diese die Informationen über laufende Daueraufträge etc. an das neue Institut mitteilen kann, so dass die Betreffenden dann über die Kontoänderung informiert werden können.
So weit, so gut.

Bis meine Mutter Anfang Dezember dieses Schreiben von der Postbank bekommen hat.

Brief von der Postbank Den Text gebe ich jetzt hier nicht komplett wieder.

Die Bank hat sich also quergestellt und geweigert, den Kontowechsel durchzuführen, weil ja alle Erben nicht berücksichtigt wurden.
Hallo?
Bei diesem Konto handelt(e) es sich um ein normales Girokonto, kein Sparkonto mit xwievielen Euros drauf. Also, was soll das?

Wir haben uns dann Sonntags bei meiner Schwester getroffen und nach Blick auf meinen Dienstplan einen Termin ausgemacht, um gemeinsam der Postbank auf die Pelle zu rücken, bewaffnet mit Stammbuch und Ausweisen. Denn ein Erbschein hat bisher noch niemand gewollt. Aber für die Auflösung eines Girokontos dann?
Und nicht nur das: die Erben sollen sich persönlich mit Personalausweis legitimieren. Aber das Schreiben der Postbank wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
Ja… Prima.

Nun.
Letzten Mittwoch waren wir also bei der Post. Letztendlich hat die Kündigung des Kontos doch nicht so einen Aufwand gebraucht. Meine Schwester hat mit der Mutter und dem Mann am Schalter alles geregelt.
Ich habe mich derweil mit meiner Nichte etwas zurückgezogen, damit nicht so ein großer Menschenklumpen vor dem Schalter steht. Und habe mit ihr das Weihnachtsgeschenk besprochen. Worüber ich demnächst noch was schreiben werde.

So wird meine Mutter nun also das Konto bei der Postbank Mitte Januar los. Und die paar Hanseln mit Daueraufträgen + Abbuchungen, die kriegen wir auch selbst geregelt.

Aber Postbank – so machst du dir nicht viele Freunde.

Feuer vor schwarzem Hintergrund