Zurück zur Arbeit

Venus und Jupiter dicht zusammen am Morgenhimmel

Gestern war mein erster Tag, an dem ich nach ein paar unerwarteten Tagen Krankschreibung wieder zur Arbeit bin.
Und der Tag ging gut los.

Ich hatte noch einen Tag Halle Mitte. Da ging es dann damit los, dass meine favorisierte Pausenzeit bereits von 2 Kollegen belegt war. :o/
Und von denen wurde eine Pause noch vorverlegt, so dass ich ja doch um 09:45 Uhr hätte Pause machen können. Allerdings hapert es bei uns mit der Kommunikation untereinander manchmal ganz schön. Da wollte ich es gefühlte Stunden später auch nicht nochmal extra ändern lassen.
Tja.

GIF von Wasser, das aus der Decke auf das Förderband in der Halle fälltDer Tag ging dann damit weiter, dass wir einen Wassereinbruch aus der Decke hatten. Ich hatte mich gerade zu einer Runde Tutor hingesetzt, als es auf der anderen Seite der Halle angefangen hat zu zischen… und Wasser auf die Förderanlage zu regnen.
So kam die Feuerwehr vorbei, das Wasser abzustellen. Später nochmal Techniker… und so lange war teilweise die komplette Halle stillgelegt und später zumindest die halbe.
Nachdem dann irgendwann das Wasser beseitigt war, wurde bald 6 Stunden nach dem Vorfall auch der Rest der Halle wieder in Betrieb genommen.
So war es also soweit eigentlich ein recht ruhiger erster Arbeitstag wieder. ;o)

Dazu gab es (mal wieder) einen neuen Dienstausweis. Anscheinend, weil der Chip nun wieder offen sichtbar ist. Doch wenigstens blieb die Kantinenabrechnung noch gleich.

Mit ’nem Kollegen gings dann zum Feierabend per Bahn wieder zurück nach Hanau. Nach dem Umsteigen in Frankfurt-Süd habe ich noch ein Hälfte von JJ im Zug getroffen. So ein Zufall.
Und als wir dann in wieder in Hanau waren, hab ich erst meinen Rucksack in Flip deponiert, und bin dann nochmal weiter, meinen Papa einen Besuch abstatten. Also meinem VvO. Dafür hatte ich mir auch eine Schere mitgenommen, um mir 2 blaue Disteln vom Gesteck abzuschneiden. Ich will doch mal testen, ob ich von denen noch Samen bekommen kann.

Und das war soweit der erste Tag wieder in Einsatz. Jetzt noch ein paar Tage bis Ende des Monats, dann habe ich Urlaub.
Woohoo!

Zwei blaue Distel-Blütenköpfe

Höflichkeit

3er Sitzgruppe in der Regionalbahn Ein Typ sitzt breitbeinig auf dem mittleren Platz, links neben sich sein Gepäck

Ich bin gerade nicht sicher, ob sich mein Thema mehr um obigen Titel des Beitrags dreht, oder mehr um Anstand. Oder ist es eher beides? Ich hätte den Beitrag natürlich auch „Höflichkeit und Anstand“ nennen können… aber wie sieht denn das aus? Wie der Titel für eine Predigt? ;o)

Wenn ich in eine der Kantinen zum Essen gehe, ist ja immer auch die Frage – abgesehen von dem, was ich essen will: wo finde ich einen Sitzplatz?

Es gibt einige größere Tischreihen, oder kleine Tische mit 6 Sitzplätzen. Zumindest in der Vorfeldkantine. Am liebsten setze ich mich eher an einen kleineren Tisch. Auch, weil ich von denen meist noch einen Blick nach draußen habe.

Je nachdem nun, WANN ich Pause habe, ist in den Kantinen entsprechend unterschiedlich viel los. Habe ich kurz nach 9 Tarifpause, finde ich meist noch einfacher einen Platz an einem freien kleineren Tisch.
Nach 10 Uhr füllen sich die Tische in der Vorfeldkantine ziemlich schnell. Da dann alleine einen freien Tisch zu finden, wird dann schon schwerer. Also setze ich mich dann halt an einen Tisch dazu. Aber nicht, ohne vorher gefragt zu haben, ob da noch frei ist. Es könnten ja schließlich noch Kollegen der bereits sitzenden Person kommen. Und vor allem die Condor-Leute schaffen es auch große Tischreihen zu füllen. Deswegen frage ich – weil ich finde, dass sich das so gehört. So habe ich das mal beigebracht bekommen. Und ich denke hier, das deshalb Höflichkeit als Titel durchaus passt – genauso wie Anstand.

leere S-Bahn innenJetzt halten das aber natürlich längst nicht alle so. Ich habe es öfters, dass sich einfach welche mit an einen 6er-Tisch setzen, wenn ich da alleine am Essen bin, ohne zu fragen. Gut, meistens geh‘ ich eh alleine zur Kantine. Und wenn mein Teller vielleicht schon fast leer ist, wird da wohl kaum noch jemand dazu kommen. Dennoch: Einmal gefragt hätte auch niemanden geschadet.

Gestern habe ich nun etwas gesehen, wo ich mir auch dachte: Ich zuerst.

Ein noch freier 6er-Tisch. Eine Gruppe von 2-3 Kollegen war gerade dabei, sich an dem einen Ende des Tisches niederzulassen, damit sich ihre restlichen, noch kommenden Kollegen, sich dann dazu setzen können…

Noch ehe sich der erste von ihnen gesetzt hatte, hat sich kurzerhand eine Frau an die noch freie Ecke gesetzt.
Zack!
Einfach so.
Die Jungs haben ungläubig geschaut und den Kopf geschüttelt. Sie haben sie aber sitzen lassen und die letzten beiden haben sich erst an einen Nachbartisch gesetzt.

Also, diese Aktion der Dame fand ich tatsächlich NICHT höflich. Und ist der Grund für diesen Beitrag.

Gut, sie hat schneller gegessen als die Herren, und die letzten beiden konnten sich dann noch zu ihrer Gruppe gesellen. Trotzdem: Dreist!
Und die Herren sind in keiner Weise laut geworden – was ich hätte verstehen können. Doch wahrscheinlich hätte sie das eh nicht interessiert. Hauptsache, sie hatte einen Platz und konnte essen. Auch wenn es noch genug andere freie Plätze gegeben hat.
*kopfschüttel*

Feuer vor schwarzem Hintergrund

Mal nur bis zum Happy…

Bühnenaufbau: Links geht eine Treppe nach oben in die zweite Ebene. Dort sind Mauern und rechts eine geschlossene Tür zu sehen, sowie daneben eine geöffnete Tür mit einer Art Fliegennetz davor, hinter der Licht leuchtet. Davor ist ein Geländer. Die untere erste Ebene ist frei. In der Mitte geht eine Art Durchgang nach hinten ins Dunkele. Links davon ist ein Brunnen, sowie eine Steinbank unter einem Fenster zu sehen, daneben eine Tür. Auch rechts vom Durchgang sind eine Tür, Fenster und Steinbank zu sehen. Außerdem ranken sich Kletterpflanzen nach oben bis unter das Geländer.

Es war mal wieder Theaterzeit. Denn Drachenechses Mama hat wieder an mich gedacht. Yay.

Allerdings werde ich dieses Mal tatsächlich nicht den Namen des besuchten Stückes nennen. Denn ich will das Stück nicht… niedermachen? schlecht reden? Mein Gefühl für die Inszenierung war irgendwie nicht so vorhanden. Weswegen ich in der Pause gegangen bin. Da war mir mein Schlaf vor der Arbeit mal wichtiger.

Jetzt spricht das ja für sich, wenn jemand in der Pause geht. Allerdings: zumindest Drachenechses Mama hat sich das Stück zum zweiten Mal angesehen. Das sagt ja auch etwas über das Stück aus – und gleicht mein frühes Gehen wieder aus. Außerdem laufen die Festspiele noch. Weswegen ich das Stück nicht „zerreißen“ will. Was ich auch gar nicht könnte, denn ich habe es nicht ganz gesehen. Also kann ich mir kein komplettes Urteil über das ganze Stück bilden.
Von daher: Kein Urteil, kein Namen.
Jede/r darf/muss sich also selbst eine Meinung bilden.
Ich bin dieses Mal halt nur bis zum Happy-(Zwischen)End geblieben.

Warum habe ich es nicht länger ausgehalten?

Ich bin jetzt niemand, der geht, sobald ihm was an einem Stück nicht gefällt. Dies ist auch ein klein wenig eine Sache des Respekts.
Darum bin ich in der Pause gegangen. Da fällt es nicht so auf. Ich kann mich nur an ein Mal erinnern, wo wir es nicht bis zum Ende ausgehalten haben. Dazu gleich.

Was hat mich gestört? Oder fand ich auch etwas gut?
Aufgefallen ist mir die Stimme der Hauptdarstellerin. Auch mit (oder trotz?) Mikro würde ich sagen: Die hat Power.
Irgendwie war das aber auch das einzige Positive.
Die Sprache hat mir nicht gefallen, und ich muss wohl mal nachlesen, ob das alles wirklich SO gesagt wird. Eine eingefügte Figur/Rolle war… *schulterzuck*
Ja gut, sie hat gesungen, aber… hm.
Eine Nebenrolle fand ich eher nervig, weil versucht komisch. Ich erkenne den Ansatz + an welche Rolle sie mich erinnert… das war’s aber auch schon. Deswegen müsste ich auch hier nochmal nachlesen.

Mein Bett, bezogen mit einem Bettbezug und Kissen am Rand aufgestelltDas, was ich gesehen habe, fand ich alles etwas… flach, irgendwie.
So flach, dass ich mir wohl dachte, da lege ich mich lieber selber flach… in mein Bett. *badumm-tss!*

Ich kann mich wirklich nur an einmal erinnern, wo ich mittendrinnen gegangen bin, wie erwähnt. Genauer gesagt sogar kurz vor dem Schluss.
Das war irgendwann Mitte der 90er. Über meine zweite Gruppe, die Confusion, bin ich zu einer dritten gekommen, um dort eigentlich Licht und Technik zu machen, für „Die Physiker“.
Eine Woche vor unserer Premiere bei den damaligen Amateurtheatertagen hier in Hanau spielte tatsächlich eine bekannte Schulgruppe ebenfalls „Die Physiker“. Da sind wir natürlich rein, um zu sehen, wie unsere Version wohl im Vergleich wäre.

Der damalige Leiter der Schul-Gruppe, Deutschlehrer (und auch mal 1½ Jahre mein Klassenlehrer), war immer sehr ambitioniert und hat ‚das Volk‘ teilweise in Klassenstärke auffahren lassen. Ich denke, hier hatte er die Physiker in Mehrfachstärke besetzt.
Wahrscheinlich, um den Text besser zu verteilen.

Wir waren alle von der Aufführung enttäuscht. Deswegen ist ein Teil unserer Gruppe in der Pause gegangen. Respekt und so. Der Rest wollte dem Rest der Inszenierung noch ’ne Chance geben und ist geblieben. Doch als dann die Stimmen der Physiker vom Band kamen, die entsprechende Rolle aber noch nicht mal dazu agiert hat, als Playback sozusagen – sondern stattdessen etwas gegessen hat – da war’s vorbei. Da ist dann auch der Rest der Gruppe gegangen + zum ersten Teil der Truppe in der Kneipe dazugestossen.

Unsere Premiere eine Woche später war dann so gestoppte voll – auch von vielen Schülern aus der Schulgruppe. So viele, dass sie sich in die Gänge gesetzt haben. (Wenn wir alle Zeit gehabt hätten, hätten wir nochmal spielen können.) Und ein erstaunter Punkt der Schüler war, wie wir den ganzen Text behalten konnten. :oD

Doch sonst?
Wüsste ich nicht, wann ich mal nicht bis zum Schluss geblieben bin. Jetzt halt mal wieder. Bin gespannt, wann ich das nächste Mal ins Theater gehe. Ich denke nicht, dass mir mein Schlaf dann wieder wichtiger wäre.
Wir werden sehen. ;o)

Arlecchino-Maske der Commedia dell'arte auf Knie