Groupie sein ist nicht schwer – oder doch?

Ich frage mich, was jemanden zum „Groupie“ macht. Bzw. wie fanatisch man als richtiger Fan sein muss…

Strahler
Dieses Jahr ist mein Jahr der Konzertbesuche:
Coppelius, Judith Holofernes, Joachim Witt, Tangerine Dream, uva.
In der Regel reicht mir, auf EIN Konzert einer Band oder eines Künstlers zu gehen.
Ein Theaterstück würde ich mir auch zwei Mal ansehen – doch gibt es ja Menschen, die versuchen, auf so viele Konzerte wie möglich einer Tour von einer Band oder eines Künstlers zu gehen.
Ich war tatsächlich dieses Jahr das erste Mal überhaupt auf 2 Konzerten einer Gruppe hintereinander, nämlich von Coppelius am 03.04. in Aschaffenburg und am 04.04. in München.
Aber nicht, weil ich unbedingt zweimal hin wollte – sondern weil ich es mit einem Besuch bei Freunden und einer überzähligen Karte in München verbinden konnte.
Ich fand übrigens beide Konzerte großartig – München besser als Aschaffenburg – weil ich die Herren und ihre Musik toll finde. Aber deswegen hinterher reisen, wie Leute es im Dezember gemacht haben, die am Tag vor Frankfurt in Kaiserslautern und DAVOR in Annaberg-Buchholz waren? 3 Tage hintereinander?!?
Oder vorgestern bei Joachim Witt – wo Bekannte am Tag davor in Mannheim waren – und zur Premiere der Tour in Berlin… und dann noch nach Köln wollen und wohl auch noch nach Kaiserslautern…?!?
Auch dieses Konzert hat mir gefallen – der Goldene Reiter als Zugabe großartig – und ich habe auch einen ganzen Stapel CDs von ihm zu Hause…
Aber durch die halbe Bundesrepublik reisen, um jemanden mehrmals mit ein und demselben Konzert zu sehen?
Irgendwie bin ich da zu knauserig für. Denn es sind ja nicht nur die Eintrittskarten, die bezahlt werden wollen – auch die gefressenen Kilometer dafür wollen gefüttert sein.
Was bringt jemanden dazu, sowas zu tun?
Nicht einmal, sondern immer wieder – und dafür vielleicht noch seinen Urlaub nehmen? Denn alleine die ganze Zeit, die man dafür braucht…

Gut – das man als Mutter jede Aufführung der eigenen Kinder sehen will, kann ich noch verstehen – und macht die Mutter noch nicht direkt zu so einer Art Groupie. Solange man familiär verbunden ist, ist es noch etwas anderes. Wenn die Eltern/Kinder/Partner/sehr guten Freunde damit zu tun haben…

Aber einem eigentlich fremden Menschen so fanatisch zu folgen… wie wird man so? Was fehlt mir dazu? Warum tue ich das nicht? Nur, weil ich nicht will? Oder nicht genug will?
Nicht, dass ich das jetzt schlecht finde, das ich mich nicht so fanatisch sehe… aber was macht andere so fanatisch? Was müsste jemand sein oder tun, das ICH ihm so folgen würde?!
Ich weiß es nicht – wißt IHR es?

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