Die Unwägbarkeiten der mittäglichen Nahrungsaufnahme

Labskaus - nicht von der Kantine

Labskaus – nicht von der Kantine

Ich wohne alleine mit meinen zwei Katzenmonstern. Die haben ihr Fressen, welches ich ihnen immer vorwerfe… na gut, hinstelle. ;o) – und ich, für mich, habe eher weniger Lust, für mich alleine jeden Tag den Kochlöffel zu schwingen, um mir etwas zum Essen zu machen.

Ist ja auch nicht nötig. Zumindest an Arbeitstagen. Denn ich arbeite ja am Flughafen, und da gibt es Kantinen.
Ja, Kantinen. Mehrzahl.
Über das ganze Gelände verteilt.

Ich kenne aus eigenen Besuchen zumindest fünf Stück.
Es sollte also kein Problem sein, in der Tarifpause in eine dieser Kantinen zu gehen, um etwas zu essen und sich nicht nach der Arbeit noch mehr oder weniger lang in die eigene Küche stellen zu müssen.

Theoretisch.

Denn wie sieht es in der Praxis aus:
Habe ich eine normale Frühschicht ab 5 Uhr, die im Vorfeldbereich des Terminal 1 die Stellen besetzt, kann die Tarifpause zwischen 7 Uhr bis 10 Uhr stattfinden.

7 Uhr ist mir zu früh zum Essen – da schlaf ich lieber noch ’ne Runde, und versuche später dann, noch einen schnellen Kantinengang einschieben zu können.

Um 8 Uhr lasse ich mir inzwischen in der Vorfeldkantine Fleischkäse, Spiegeleier + Pommes machen.

Ab 9 Uhr gibt es dann die Gerichte, die im wöchentlichen Kantinenplan eingetragen sind. Und auch ein paar mehr, oftmals. Also sind Tarifpausen ab 9 Uhr in der Regel problemlos für die Nahrungsaufnahme.

Zumal wir da meist eine recht günstige Zeitplanung haben, so das ein gemütliches Essen möglich ist.

Sollte ich allerdings – ich sage mal: Bildschirmschicht – haben im T2 (Terminal 2) ab 5 Uhr oder 6 Uhr, kommt es darauf an, welchen Platz man erwischt und wie schnell die Kollegen waren. Denn die Kantine im Terminal 2 gibt die Plangerichte erst ab 10 Uhr aus.

Doch klappt das meist, mir einen entsprechenden Platz zu sichern, das ich ab 10 Uhr Pause habe.

In diesen Schichten haben wir inzwischen nur noch gut 40 Minuten Zeit. Eine halbe Stunde Tarifpause + 10 Minuten Wegezeit.
Da muss man sich schon etwas mehr eilen.
Aber eigentlich schaffe ich das auch gut in der Zeit.

Als würden diese Punkte nicht schon ausreichen, kommen dann noch die Unwägbarkeiten von außerhalb unserer Firma dazu.

Letztes Jahr wurde die Vorfeldkantine zwei Mal über den Zeitraum von mehreren Monaten wegen Umbaumaßnahmen jetzt nicht geschlossen, aber das Angebot stark reduziert. Beim ersten Mal gingen dann wenigstens noch Eier – beim zweiten Mal gab es wenigstens eine Behelfsausgabe mit ein paar Gerichten ab 9 Uhr.

Da stellt sich allerdings schon mal die Frage, warum es nicht gleich auf einmal gemacht wurde. Nein, stattdessen lieber zwei Mal drei bis vier Monate.

Noch extremer eigentlich ist die Sache hier in der Werkstattkantine. Die ist in der Nähe meines heutigen Einsatzortes. Da gibt es die Plangerichte erst ab 11 Uhr. Entsprechend benötigt man einen Platz, der ab 11 Uhr Tarifpause gewährt. Sonst muss man ab 10 Uhr in die Terminal 2-Kantine. Von hier aus auf der anderen Seite des Terminals. Zeitlich auch zu schaffen, aber eng.
Doch nochmal kurz zur Werkstattkantine.

Wie gesagt: Essen ab 11 Uhr – von montags bis freitags.
Und diese Kantine wird jetzt bereits seit August umgebaut/renoviert. Und ist immer noch nicht fertig. Allerdings gibt es da wohl seit kurzem wenigstens wieder eine einigermaßen reguläre Essensausgabe.

Bis auf heute.

Da war die Küche (noch) kalt, als ich mit einem Kollegen um kurz nach 11 dort aufschlug. Denn die Küche in der Kantine hatte heute keinen Strom.
Braucht man ja auch nicht zum Kochen oder Essen warmhalten.
Also war eine Essensausgabe ab 11 Uhr nicht möglich. Die verzögerte sich um gut 20 Minuten. Schlecht, wenn man nur 40 Minuten hat.

Nach etlichen Minuten überlegens, habe ich mich dann für die Alternative entschieden, die möglich war und ich sonst auch um 8 praktiziere:
Eine Scheibe Fleischkäse (heute Pizzafleischkäse) und zwei Spiegeleier. Plus ein Mehrkornbrötchen + eine Nachspeise.

Besser als nichts.

Auch wenn ich eher Appetit auf das im Plan stehende Schweineschnitzel mit Schinken und Erbsen in Rahmsauce gehabt hätte. Doch immerhin gab es überhaupt etwas zwischen die Kiemen.
Nicht, dass ich nicht genug „auf Vorrat“ hätte, um einen Engpass zu überbrücken. Aber eine regelmäßige Nahrungszufuhr ist wichtig. Damit mein Körper nicht auf den Gedanken kommt, er müsse noch  m e h r   Vorrat auflegen.

Und auf diesen Gedanken könnte er ja kommen, bei all diesen Unwägbarkeiten bei der täglichen Nahrungsaufnahme.

 

Darum:

  Haut rein!

 

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