Hans im Glück – Brüder Grimm Festspiele 2023

Eintrittskarte zu "Hans im Glück" am Dienstag, 25. Juli 2023 um 20:30 Uhr - Reihe 13 Links Platz 34

Am Dienstag habe ich es jetzt doch nochmal zu den Festspielen geschafft, wie ich es mir ja nach Tartuffe vorgenommen hatte.

Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich noch zu „Hans im Glück“ wollte, mir das aber bei 35°C zu heiß war. Das wäre am 9. Juli gewesen.
Am Dienstag war jetzt der 25. Juli… zwei Wochen später und 20° weniger. Und ich hatte da sogar noch Glück.

Der Zeltrand über mir und grauer, dunkler Himmel dahinterMorgens bin ich noch mit Carlos zum Bahnhof gefahren, da war es noch trocken. Beim Frankfurter Südbahnhof beim Umstieg hat es schon geregnet. Um kurz nach 11, als ich zum Essen bin, hat es am Flughafen geschüttet. Als ich vom Essen wieder zurück bin, hat es sich etwas beruhigt. So bin ich zum Feierabend dann tatsächlich mit Carlos auch trocken wieder heimgekommen. Und dann habe ich es riskiert, und bin mit Carlos zum Amphitheater gefahren. Mein spontaner Sitzplatz war dann auch halb unterm Zelt und halb im Freien. Doch es hat gehalten. So bin ich danach auch noch trocken heimgekommen. Und Schwitzen musste ich bei der Aufführung auch nicht. Es war fast eher das Gegenteil. ;o)

Wie war denn Hans im Glück?

Es hat mir gut gefallen. Die Grundgeschichte von Hans im Glück etwas aufgepeppt mit ein paar Räubern, die dann teilweise noch andere kleine Rollen gespielt haben.

Die Bühne bläulich-weißem Licht. Es steigt Nebel auf und Krähe steht auf der Bühne im ersten Stock.Wenn ich da an die anderen kleinen Rollen denke, kommt mir hier als erstes tatsächlich das erste Tier in den Sinn, das Pferd. Sein Wiehern und Reagieren auf das Geschehen, samt seiner kommentierenden Sprüche… Die Tiere konnten sich untereinander auch verstehen, dies nur mal nebenbei erwähnt. ;o)
Auch die Kuh, und dann natürlich das Schweinderl, waren klasse.

Der Darsteller des Schweins, der auch Speck den Räuber, sowie den Wirt gespielt hat, verbreitete starke Ralf Schmitz-Vibes… und diese Ähnlichkeit wird auch im Programm bei ihm erwähnt.
Ich saß nun nicht so nah an der Bühne. Reihe 13 ist für das gesamte Mimik-erkennen der auf der Bühne Stehenden nun nicht mehr so geeignet. Da hat mensch jedoch zumindest einen recht guten Überblick über die ganze Bühne.
So konnte ich da einen Schauspieler sehen, der eine Körpersprache wie Ralf Schmitz hatte, dies aber definitiv nicht war. Ganz besonders galt dies für seine Rolle als Schwein, bzw. Glücksschwein.

Tasche/Rucksack in petrol mit dem Logo der Brüder Grimm Festspiele HanauEs werden jedes Jahr auch Preise an Darsteller verliehen. Einmal von den Sponsoren – da hat der Darsteller des Pferdes, und übrigens auch des Tartuffes, den diesjährigen Preis bekommen.
Und dann kann jeder Zuschauer auch nochmal abstimmen für den Publikumspreis.
Mit der Rolle des Tartuffe – und vor allem des Pferdes nun bei Hans im Glück, hat er sicher einige Stimmen sicher. Bei dem Glücksschwein bin ich mir da auch sicher. So wie er das gemacht hat, sind ihm etliche Stimmen sicher. Wenn er seinen Igel bei Hase und Igel auch so gegeben hat…
Dennoch habe ich meine Stimme nun der Gans vom Hans im Glück gegeben. Einmal weil ich sie so knochentrocken fand, und weil ich vielleicht nicht die super Lieblinge wählen möchte.
***Kleines Update jetzt beim Abtippen: Ich habe vorhin gesehen, dass meine Stimmabgabe wohl zu spät erfolgt ist. Denn gestern wurden die Darstellerpreise bereits verliehen: Wie erwartet hat der Schauspieler des Schweinderls gewonnen – und an zweiter Stelle landete die Darstellerin der Dorine von Tartuffe. Update-Ende***

Wegweiser auf der Bühne mit acht verschiedenen Richtungen zum GlückDoch auch die anderen DarstellerInnen auf der Bühne waren klasse. Hans und Jule hatten hier definitiv mehr zu tun als bei Tartuffe. Da waren sie ja nur Flipotte und der Polizist. Ich denke, das ist auch eine Organisationssache: Wenn sie für einen großen Teil durch ihre Hauptrollen eh da sind, können sie dazwischen ja auch noch was machen mit 2-3 Sätzen. ;o)

Ich fand die Inszenierung gut, mit guten Ideen wie das erwähnte Glücksschwein, welches lila oder rosa Glitzer geworfen hat, und der Darstellung der äußeren und inneren Stimme. Nicht zu vergessen die Jagd nach dem Gold, dank der Räuber.

Und so kam Hans doch noch mit einem Schatz nach Hause.

Das war es jetzt zu Hans im Glück. Mal sehen, was nächstes Jahr bei den Festspielen kommt und ob ich es hinschaffen werde.

Doch vorher kommt London und die Hempstocks.

Die Schauspieler des Stückes "Hans im Glück" stehen zum Schlußapplaus auf der Bühne

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