Na dann Prost

Draufsicht Regelwerke D&D 5

Wieder ein DnD-Abend vorbei. Und ich habe wieder etwas zu berichten. Wie praktisch.

Unsere kleine Bardendame + unser bierbrauende Halbling hatten sich vorab abgemeldet. War also das reduzierte Team zu verarzten.
Die Woche auf der Arbeit hatte ich nicht so die Muse, mich damit zu beschäftigen. Und als ich wenigstens am Tag des Geschehens doch nochmal etwas überlegen wollte, hatte ich keine Inspiration. Also habe ich gewartet, bis ich zuhause war und habe gehofft, dass mir noch ’ne Kleinigkeit einfallen wird.

Ich habe dann als erstes nach einer Karte geschaut, die mich inspiriert. Mein erster Gedanke war, dass die Herberge für diese große Rast vielleicht in einem kleinem Dorf liegt, mit dem ich was improvisieren kann. Doch da bin ich nicht fündig geworden. Lag vielleicht daran, dass Patreon einiges umgestellt hat, und daher das Sortieren von Battlemaps „meines“ Künstlers nicht mehr so funktioniert.

Ich habe mir dann die Karte eines verfallenen kleinen Dorfes genommen. Denn unser drachengeborene Paladin sucht andere Drachengeborene, um etwas über seine Rasse zu lernen und zu erfahren, als Waisenkind… So habe ich also das verfallene Dorf als ehemaliges Dorf von Drachengeborenen gedacht, die verschwunden sind.

In der Herberge wurde er entsprechend von einem alten Stallburschen angesprochen, dass dieser ja schon lange keine Drachengeborenen mehr gesehen habe, und das in einem Dorf in der Nähe mal welche gelebt haben.

Da es sich bei dieser Rast um eine große mit der Dauer von einem Tag handelte, war für einen kleinen Abstecher dorthin definitiv Zeit. Und unser Paladin hat den hingeworfenen Brotkrumen interessiert aufgenommen. ;o)

Ich hatte ansonsten nur noch 3 kleine Fundsachen vorbereitet, da dieses Dorf bereits 10 Jahre verlassen ist. Daher ist dort natürlich nichts mehr zu finden. Bis auf diese Kleinigkeiten.

Dies war mein Grundgedanke für diesen Abend.
Was aber dann tatsächlich noch mehr Zeit gebraucht und für unsere Unterhaltung gesorgt hat, war eine spontane Geschichte.

Dieser Wirt war höfflich, freundlich und zuvorkommend. SO zuvorkommend, dass es unseren Schurken schon misstrauisch gemacht hat. :oD
Als dann noch unser Zwerg und die Halbelfin dazukamen, wurde es erst richtig lustig. Denn natürlich ist das Grundgetränk auf Reisen und überhaupt Bier. Nur nicht für unsere Halbelfe. Die trinkt keinen Alkohol und hat deshalb Limonade bestellt. Bekommen hat sie auch etwas aus Früchten. ;o)
Gut, Limonade war es jetzt nicht unbedingt, doch es hat zumindest fruchtig gerochen – mit einer leicht scharfen Unternote.

Der Zwerg hat noch versucht, sie zu warnen. Doch sie fand diese ‚Limonade‘ lecker. Also hat sie noch eine andere probiert… und dann direkt ein Probierrad mit allen Fruchtvarianten, die noch vorrätig waren. Das waren dann insgesamt Varianten aus: Birnen, Pfirsichen, Kirsche, Apfel, Zwetschge, Feige, Mistelchen, Himbeere, Brombeere, Heidelbeere und Erdbeere. Unser Schurke hat die Variante mit der Kartoffelbasis versucht.
Die ganzen Varianten  haben wir alle zusammen erarbeitet. Genau wie den Namen des Wirtes. :o)
Und dann sah die Sache so aus, dass die Männer der Frau beim Saufen zugesehen haben. Quasi. :oD

verschiedene RollenspielwürfelIch habe sie zwar jedes Mal würfeln lassen, doch das Ergebnis haben wir dann mehr dafür genommen, ob es schmeckt oder nicht. Der Hit war Apfel bei ihr.
Die Jungs haben sie insofern unterstützt, das einer ihr freundlicherweise das sich-bewegende Glas festgehalten hat. Und zum Schluss haben sie sie dann noch auf ihr Zimmer gebracht, sogar mit Eimer. Für alle Fälle.

Am nächsten Morgen ging es ihr nun nicht ganz so gut, doch viel besser als erwartet. Ihr Boss hat dann gefragt, warum sie so blass aussieht. Und nachdem sie den Grund auch noch erschnuppern konnte, hat sie (der Boss) ihr (unserer Halbelfin) dann erklärt, dass diese Limonaden wohl doch Alkohol enthalten haben. Anschließend hat sie (der Boss) noch den Jungs eine Standpauke am Frühstückstisch gehalten.

Unser Spieler des Paladins musste dabei anfangen zu lachen. Und auch wenn ich erst noch nachgefragt habe, ob er jetzt als Spieler oder als Charakter gelacht hat, konnte ich diese Vorlage nicht ungenutzt lassen, um als NSC darauf zu reagieren.

Gut, sie sind dann noch zum Dorf gegangen + haben dort Spuren  + die erdachten Sachen gefunden, doch DIE Sache des Abends war die „Limonaden-Probe“. :oD

Jetzt kann ich mir Gedanken machen, ob ich irgendwann später nochmal auf dieses Dorf anspielen will + wenn ja wie. Doch dafür habe ich noch lange Zeit. Und bis zum nächsten Mal habe ich nun auch wieder Zeit für Überlegungen + Gedanken über das Was + Wie als Nächstes.

In zwei Wochen geht’s mit Shadowrun weiter. Ich hoffe, dass das Kerosin oder Benzin so lange reicht in meinem gekaperten Hubschrauber. :oD

Flieger, grüß mir die Sonne… ;o)

Flügelspitze gegen den noch hellen Horizont nach Sonnenuntergang

Einfallsreich

Draufsicht Regelwerke D&D 5

Wir haben heute wieder D&D gespielt.

Wieder habe ich mich die letzten Tage nicht darauf vorbereitet, doch heute dachte ich mir, dass ich doch wenigstens mal meine Notizbücher und das Abenteuer mitnehmen sollte, um mir ein paar Gedanken zu machen.

Die sahen dann so aus, dass die Karawane inzwischen die Hälfte des Weges zurückgelegt hat. Beim letzten Mal haben wir mal zwei Trainingskämpfe gemacht. Einmal unser Schurke gegen den Paladin – und dann habe ich eine NSC-Kämpferin aus der Karawane auch nochmal gegen den Paladin kämpfen lassen. Ebenfalls als Trainingskampf. Und beide Male hat unser Drachengeborene verloren.

Das war aber eher eine zufällige Geschichte, die sich ergeben hatte, weil es dem Schurken und dem Paladin eingefallen ist, das mal zu machen.
Hey, Eigeninitiative. Top! *Daumen hoch*

Doch jetzt musste ich mir ja wenigstens wieder eine Kleinigkeit überlegen.
Theoretisch hatte ich die ganze Reise bereits ausgewürfelt: Wann findet eine Zufallsbegegnung statt und so. Da wäre nun in diesem Bereich der Reise eigentlich nichts vorgesehen gewesen… allerdings sind sie heute an der Ruine der Burg Drachenspeer – oder halt Castle Dragonspear – angekommen.
Eine große Ruine neben dem Handelspfad, der geradezu nach einer Begegnung ruft. Und natürlich ist da nichts im ursprünglichen Abenteuer vorgesehen.
Im Gegenteil, diese Burg wird da nicht einmal erwähnt.

Ich dachte ja erst, dass dies ein Dorf oder Stadt ist, bis ich das nachgeschlagen habe.

Heute habe ich dann also überlegt, was ich in so einer Ruine wohl verstecken könnte. Und dann habe ich mich für zwei Eulenbären und eine Gruppe Hobgoblins entschieden. Diese aber nicht zusammen, sondern jede Gruppe in ihrem Bereich der Ruine.

Regelwerke Seitenansicht D&D 5 von oben nach unten: Players Handbook Monster Manual Xanathars Ratgeber für Alles Dungeon Master GuideAls ich dann zu Hause war, habe ich nur noch eine Karte dafür gesucht und die Monster vorbereitet.
Und das war es soweit tatsächlich auch, im Großen und Ganzen.
Ich wollte nicht zu viel planen, denn dann machen sie doch alles anders als gedacht. Tatsächlich hätte es ja auch sein können, dass sie gar nicht zur Ruine gehen. Dann hätte am nächsten Morgen halt einer der mitlaufenden NSCs gefehlt. Doch zum Glück wollte sich unser Schurke die Ruine ansehen.
*grins*
Und ich habe tatsächlich unsere Druidennonne und den Drachengeborenen dazu gebracht, mal inGame ein wenig über Drachen zu sprechen. Denn wenn der Spieler es sowieso erklären wollte, kann er das auch mal als sein Charakter machen. ;o)

Es ging dann schon mal gut los, als sie den Feuerschein der Hobgoblins bemerkt haben, und unsere Gnomenbardin laut mit einem „Halloooo“ auf sich aufmerksam gemacht hat. Außerdem hat sich unser Drachgeborene eine Fackel angemacht, damit er auf jeden Fall bemerkt wird.

Die Reaktion darauf war dann, dass die Pfeile angeflogen kamen.
Auch wenn sie natürlich nichts bewirkt haben. Typisch.
Doch immerhin hat der Hauptmann von ihnen mit einem Wurfspeer tatsächlich den Schurken angekratzt.

Irgendwie haben Hobgoblins immer die dumme Angewohnheit, schnell umzufallen. Das war auch dieses Mal wieder so. Jedoch haben aber alle bei dem Geplänkel so einen Krach gemacht, dass sich die Eulenbären auf den Weg gemacht haben. Und sie haben sich auch entsprechend bemerkbar gemacht.

Als die beiden dann um das Hauptgebäudeteil angerannt kamen, war die erste Reaktion der Spieler erstmal ein „Oh Sch…“ – oder zumindest fast. Absolute Begeisterung hört sich anders an. Denn zumindest haben zwei von ihnen diese netten Tierchen im Film bereits in Aktion gesehen.

Und was haben sie gemacht, um diesen Tieren zu entgehen?

Einmal hat der Schurke seine Krähenfüße ausprobiert – welche tatsächlich einen der beiden aufgehalten haben. Der zweite kam zwar bis an den Schurken ran und hat ihm nochmal hinterhergehackt, als der sich an ihm vorbei zur Gruppe bewegt hat… damit da unsere Bardin eine vorbereitete Winzige Hütte von Leomunds erschaffen konnte.

Und dann haben sie es sich in ihr gemütlich gemacht und gewartet.
Unglaublich.
Ich musste so lachen.

Ich habe die beiden Eulenbären sich dann erstmal um die Überreste der Hobgoblins kümmern lassen. An einer Feuerillusion hat sich einer der Bären auch noch die Pfote verbrannt, und dann haben sie gefuttert.

Da außer dem komischen Material der Hütte nichts sichtbar war, habe ich dann steigende Intelligenzproben für die Tierchen gemacht, ob und wie lange sie sich dort aufhalten.

Taschenuhr an einer KetteDer erste hat die Sache bereits nach einer Stunde vergessen.
Doch der zweite war hartnäckiger. Der hat tatsächlich fast 5 Stunden an diesem Gebilde ausgeharrt. Doch dann war es auch bei ihm vorbei.
Jeder der beiden hatte sich noch einen Snack von den Hobgoblins für ihr Zuhause mitgenommen und dann waren sie weg.

Nachdem die Gruppe noch eine Weile gewartet hatte, wurde die Hütte dann aufgegeben und sie wollten sich leise auf den Rückweg machen – und ausgerechnet unsere Gnomenbardin hat da tatsächlich den geforderten Wert unterschritten. Wahrscheinlich weil sie auf den letzten Krähenfuß getreten war.
Darauf machten sich die Eulenbären wieder mit ihrem Rufen und Kreischen bemerkbar, und die Gruppe nahm die Beine in die Hand.

Dieser Gedanke, sich einfach in ein undurchdringliches Versteck zurückzuziehen und die Sache auszusitzen, finde ich so unglaublich…
Die Bardin hat auch schon einen recht starken Gladiator dazu gebracht, einen Lachanfall zu bekommen, so dass sie nicht gegen ihn kämpfen mussten, sondern ihn so wegsperren konnten.
Wer kommt denn auf so etwas… ;o)

Ich finde diesen Einfallsreichtum erfrischend. Kopf statt Muskeln.
Ach, ich wünschte, das hätte ich auch.
Doch ich habe weder noch. ;o)

verschiedene Rollenspielwürfel