Wurm drin-Couchzeit

 

Hallo, Zigaretten/Pfeife-Raucher*in.
Ich denke, ich will es mir mal wieder auf der Couch gemütlich machen. Ist ja schon länger her, das letzte Mal…

Aah.

Ja, so eine Couch ist schon gemütlich, so zum Langlegen. Aber bitte den Rauch in die andere Richtung pusten, ja?
Ach – sie sind auf E-Zigarette umgestiegen?
Hm… einen guten Pfeifentabakduft schafft die aber auch nicht.

Egal.

Weswegen ich hier bin? Na ja – ich habe das Gefühl, bei mir ist irgendwie der Wurm drin. Und wo kann man besser darüber reden als auf der Couch?
Zumal ich Sie ja (nicht) dafür bezahle. ^^
Aber zurück zu meinen Würmscher (Mz) uffm Türmscher…

Aaalso…

Ich gehe ja seit 2011 zum Bogenschießen. Also jetzt doch schon 7 Jahre.
Und da frage ich mich, ob ich vielleicht gerade im verflixten 7. Jahr stecke?

Kinderturnen habe ich so 2 Jahre gemacht (?) – schon so lange her, das weiß ich gar nicht mehr – damals… Judo immerhin so 3-4. Nach dem Bund hat es mich nicht mehr so zurückgezogen.
Von daher sind 7 Jahren für mich schon eine lange Zeit, sportlich gesehen.
Aber dieses Jahr…
Ich habe das Gefühl, ich werde immer schlechter statt besser. Von daher war ich dieses Jahr im Sommer auch kaum beim Training. Ich hatte keine Lust – oder ich fand es zu heiß + wollte deswegen nicht. (Was mensch halt für Ausreden findet.)
Jetzt ist wieder Hallenzeit – und da war ich noch kein Mal richtig zum Training. Obwohl ich schon so 1-2 Mal ohne Probleme gekonnt hätte. Aber ich wollte einfach nur zu Hause bleiben.
Gut – letzten Samstag wurde unser Bogenplatz winterfest gemacht. Da war ich tatsächlich zum Schaffen dort. Aber schießen? Nee…

Hm.

Dann jetzt meine Drehleier.

Vorletztes Wochenende war wieder Seminar in Bad Homburg. Dadurch, dass ich nicht übe, komme ich natürlich nicht sehr weit. Ich war bei den leicht Fortgeschrittenen. Das ist für mich auch voll in Ordnung. Ich will eigentlich nicht total überfordert werden mit Melodie lernen – zumal ich nach Gehör lerne, nicht nach Noten. Die dienen mir höchstens zum Erinnern.
Wenn ich dann aber total (gefühlt) versage wie dieses Mal bei der Präsentation und mich verspiele ohne Ende…
Dann denke ich mir: Hmmm…

Bei den Seminaren ist es ja auch nicht nur das schlechte Spielen meinerseits, welches mich zum Grübeln bringt. Da sind es die Leute, die mir fehlen, weil sie dieses Mal nicht konnten… und Personen, die das erste Mal da sind und ich denke ‚Niedlich‘, die natürlich zu Jung oder Vergeben sind… und mit denen ich kaum ins Gespräch komme… sofern wir nicht das gleiche Zimmer oder den gleichen Kurs teilen.

Ich habe das Gefühl, bei solchen Seminaren bin ich oftmals so ungesprächig, wenn nicht welche dabei sind, die ‚meine Schale knacken‘.

Und dieses blöde Ausschau-halten nach interessanten andersgeschlechtlichen Personen… das NERVT langsam.

Dazu fällt mir auch gerade eines meiner „Flirtportale“ ein, bei dem ich angemeldet bin. Das mit der Bildbewertung: All meine Fotos liegen inzwischen unter Durchschnitt, sofern ich sie mal zum Bewerten ausgewählt hatte.
Dann haben mich jetzt tatsächlich mal 2 Damen angeschrieben. Die eine ohne Bild – und die zweite hatte bei mir vorbeigeschaut… ich habe zurückgeschaut… und dann kam eine Nachricht von ihr mit „Schade, dass ich nicht deinem Beuteschema entspreche ;)“…
Ja, tat sie nicht – doch woraus schloss sie das? Das ich sie nicht angeschrieben habe? Ich schreibe ja schon kaum Damen an, die meinem ‚Beuteschema‘ entsprechen.
Auch die Dame ohne Bild passte nicht in mein Schema, was ich bei einem kleinen Chat mit Fotoboten von ihr festgestellt habe. Doch wir haben trotzdem erstmal weitergeschrieben, wofür sie sich auch bedankt hat. Das ich nicht direkt geblockt habe oder so.
(Das Drachenechse dann nervt + wissen will, wieso die Dame nicht mein Typ sei, macht alles auch nicht besser. Und überhaupt… ‚Beuteschema‘ impliziert ja, dass mensch überhaupt mal Beute macht. Wenn es danach geht, wäre ich schon längst verhungert. Quasi.)
Hach, dieser ganze Beziehungskram…

Wenn sich die Möglichkeit bieten würde, mit Drachenechse + Fuchs eine WG aufzumachen… da müsste ich nur ein wenig überlegen.
Einfach, weil ich es mir gut vorstellen könnte, nach Hause zu kommen und bei Bedarf in gemeinsamen Räumen einfach so jemand zum Da haben… äh, da zu haben. (Tolles Deutsch. ^^)
Mensch muss nicht viel miteinander reden, aber weiß, da ist wer. Vom Katzenmonster abgesehen.

Was mich zu dem Punkt bringt, warum ich mir vorstellen kann, weswegen (vielleicht) auch Leute in Klöster gegangen sein könnten.
Einfach wohin gehen, wo noch jemand ist, ohne sich weiter Gedanken über so… Beziehungskram machen zu müssen.
Oder gleich konsequent als Einsiedler irgendwo hin.
Nur noch sein eigenes kleines Ding machen.

Dies erscheint mir im Moment wieder mal sehr praktisch und erstrebenswert.
Diesen ganzen Kram einfach los sein. *schnauf*

Ja…
Das wäre jetzt also sowas wie mein momentaner Gefühlswetterbericht. Der lässt sich gut hier auf der Couch ausbreiten.

Mit diesen ganzen Flirtseiten… irgendwie bin ich kurz davor, die zu löschen. Habe ich gerade keine großen Böcke mehr. Und ansonsten…
Na ja – mit Kloster und Einsiedelei wird es wohl nichts.
Stattdessen weiter Flughafen, Flughafen, Flughafen.
(Mit wohl immer etwas mehr Geld, dafür immer mehr Mist, den sich die Firma einfallen lässt.)
Und nach der Arbeit heim in meine eigene Höhle.
Ob ich sie wieder zum Bogenschießen verlasse?
Weiß ich noch nicht.

Auch sonst habe ich momentan eher weniger Bock auf Unternehmungen. Zum Beispiel zum Abzappeln ins Final zu gehen…
Ich hätte in den letzten 2 Monaten mehrmals die Gelegenheit gehabt, freitags zur „The Dark Side Of My Life“ zu gehen. Und ich hatte keine Lust.
Ich bin tatsächlich lieber zu Hause geblieben. Nicht mal zur Halloween-Party konnte ich mich aufraffen. :-O

Wie gesagt – irgendwie ist bei mir im Moment der Wurm drin.

Ich habe gerade freie Tage, und fahre nicht etwa mal alte Freunde/Kollegen aus Rottweiler Zeiten besuchen, oder zu meinem VnvO nach Freiburg.
Nein. Ich sitze zu Hause.

Hätten Sie vielleicht eine Wurmkur für mich?

Hm.

Schade.
Dann aber zumindest mal wieder Danke für Ihre Zeit.

Vielleicht wäre ein Wurm-Exorzismus was…

;o)

 

Wie mein Bogen zu seinem Namen kam

Wie ja hier schon mal erwähnt, schieße ich Bogen seit 2011. Nicht gut, aber mit Freude.

Paul

Paul

Mein erster Bogen seitdem hieß Paul, der zweite war und ist Namenlos – und als dritten Bogen gab es im September, wie ebenso erwähnt, einen Langbogen nach einem Wikingerfund. Entsprechend wollte ich ihm einen Namen mit Nordischem oder Wikingereinfluß geben.

Eine Freundin hatte da auch einige im Kommentarfeld vorgeschlagen, aber irgendwie hat es bei keinem „Klick!“ gemacht.
Gut Name braucht halt Weile.

Mein namenloser Bogen

Namenlos

Letzte Woche bin ich zum Geburtstag meiner Drachenechse gefahren. Dafür habe ich Paul am neuen Standort vom Bogensport Rhein-Main eine neue Sehne besorgt, und habe dann zu Hause Paul mit eingepackt; meinen Seitenköcher, den ich nicht mehr benutze und sechs meiner alten Pfeile. Denn dat Echschen hatte direkt Interesse an Paul angemeldet, nachdem ich für den ja keinen Platz mehr habe. Und so hatte ich Paul plus Zubehör (wie auf dem Foto) im Gepäck auf der Fahrt nach dem niedrigen Ursel. Und Dank der Baustelle bei Preungesheim bis – für mich Abfahrt Heddernheim – hatte ich genug Zeit zum Nachdenken.

Ich kann jetzt nicht mehr genau sagen, wie ich auf den Gedanken kam – von daher ist der Titel dieses Beitrags vielleicht etwas hochgestochen – aber auf einmal war der Name da.

Ich habe wohl beim Thema Wikinger und nordisch ein wenig „um die Ecke“ gedacht.

Ich habe also jetzt einen Namen für meinen neuen Langbogen. Ich nenne ihn jetzt:
„Mr. Wednesday“

Der Name ist so richtig aufgeploppt, so dass ich ihn dann direkt verkündet habe, als ich endlich beim Geburtstagskind war. Welches sich sehr über Paul gefreut hat. :)

Warum jetzt „Mr. Wednesday“?
Ich kann es direkt vor mir sehen, wie manche jetzt diesen Namen mit Wikingern in Verbindung bringen wollen. Und keine Verbindung sehen. Und doch gibt es sie. Dazu muss ich jedoch auf das Buch „American Gods“ vom Autor Neil Gaiman verweisen. In diesem Buch geht es um all die alten Götter, die von all den Einwanderern über die Jahrhunderte mit nach Amerika gebracht wurden. Da zu diesen Einwanderern nun mal auch die Wikinger gehört haben…

Mr. Wednesday

Mr. Wednesday

Meines Wissens ist mein Bogen Mr. Wednesday aus Hickory gemacht. Das klingt für mich genauso amerikanisch wie jetzt Mr. Wednesday selbst. Von daher finde ich diesen Namen doppelt passend.

Wer es jetzt genau wissen möchte, wer Mr. Wednesday ist, dem empfehle ich, das Buch zu lesen. Oder noch einige Zeit zu warten, denn ein Sender aus Amerika ist gerade dabei, aus dem Buch eine Serie zu machen. Vielleicht war das auch ein kleiner Wegpunkt in meiner Namensfindung.

Gut. Einen Namen habe ich jetzt also.

Jetzt müsste ich nur noch gescheit schießen können. Bzw. das Schießen klappt ja soweit – mit dem Treffen hapert’s… ;-)

 

Mischmasch: Bohnen in die Ohren, Herbstputz, Bogen-Shopping

Ich durfte in den letzten Tagen feststellen, dass ich irgendwie ganz schön Bohnen in den Ohren haben muss. Oder zumindest Ohrenschmalz. Oder irgendwie wird mein Amboß falsch behämmert.
Ich versteh ja schon öfter mal was falsch. So akustisch.

„Schlechte Akustik hier.“
„Was?“
„Schlechte Akustik hier!“
„Hä?!“
„SCHLECHTE AKUSTIK HIER !!!“
*schnüffel, schnupper*
„Ah ja. Jetzt riech ich’s auch!“

Ganz gerne mal beim Arzt. Da höre ich gerne mal meinen Namen aufgerufen – oder eben nicht. Oder in ner Unterhaltung. Doch da kann man ein falsch gehörtes Wort ja mit Nachfragen relativ schnell klären.
Doch wie kann ich mein jüngstes Fehlhören nur erklären, bzw. entschuldigen?
Ich habe das Lied von Namika jetzt ja wirklich schon einige Male gehört. Und ich fand dieses Lied etwas seltsam bis unlogisch. Aber gut – wenn jemand unbedingt über sein Lieblingshemd singen will… bitte schön.
Wie gesagt, irgendwie komisch. Immer gewundert – und doch immer Lieblingshemd verstanden.
IMMER!
Jetzt hab ich es vor 3 Tagen mal wieder im Auto gehört. Und zum Ende des Liedes habe ich auf einmal das Gefühl, dass sie Lieblingsmensch gesungen hat. Was ja alles viel logischer macht. Lieblingsmensch macht halt doch mehr Sinn als Lieblingshemd.
Was mich fragen lässt: Bin ich behämmert?
Wie kann ich Hemd statt Mensch verstehen?!
Bin gespannt, wenn ich das Lied das nächste Mal höre. Ob dann wirklich mein akustischer Knoten geplatzt ist.
*nachträglich noch rot werd*
(Nachtrag: Ja – er ist geplatzt – endlich versteh ich Lieblingsmensch. Gerade via Youtube getestet…)

***

Ich weiß ja nicht, ob das üblich ist. Doch es gab ein-zwei Beiträge, die ich so nicht mehr lesen lassen wollte, und die ich deshalb geändert oder –löscht habe. So, wie es mir jetzt danach war und ist.
Also statt Frühjahrsputz ein kleiner Herbstputz.
Wundert euch also nicht, wenn ihr vielleicht etwas nicht mehr so findet. Falls ihr es schon gelesen hattet. Und wenn nicht – ihr es also noch nicht gelesen hattet – ist es jetzt auch egal.
Wie gesagt – keine Ahnung, ob man das in Blogs so handhabt – ICH auf jeden Fall mache das jetzt mal so.

***

Und nun zum letzten Punkt.
Ich schieße Bogen seit Mai 2011.
Da habe ich es endlich mal geschafft, zu einem Probetraining zu gehen. Beim großen Sportverein hier hatte sich im Jahr vorher eine Bogensportabteilung gegründet. Und wie dort mal ein offenes Training zum Reinschnuppern angeboten wurde, konnte ich nicht, da ich Nachtschicht hatte. Aber 2011 dann endlich. Lange gewollt, endlich geschafft.
Das Gute an dieser – jetzt auch meiner – Bogensportabteilung ist, dass dort fast jede Bogenart geschossen werden kann. Nur Compounds sind momentan untersagt.
Ich wollte dagegen schon Ewigkeiten Langbogen schießen.
Nichts zum groß zusammenbauen und/oder mit Stabilisatoren oder gar Visier.
Einfach eine Art längerer Stock – mit Schnur.
Dies war mir schon beim Probetraining klar. Entsprechend habe ich an meinen drei Probetrainingstagen auch direkt zwei mit Langbogen geschossen. Und habe mir dann keinen Recurve-Bogen geholt, sondern einen Langbogen gekauft. Den gab es für etwa 100 Euro, und hatte – für meinen Anfang – 30 lbs (Pfund) Zuggewicht.
Ich gab ihm den Namen Paul.

Paul

Paul

Doch mit Paul hab ich nicht so lange geschossen.
Nach nicht mal einem Jahr hab ich einem Abteilungskollegen einen Langbogen abgekauft, der auf Compound umgestiegen ist. Dieser Bogen – namenlos – kam schon auf 45 lbs (Pfund).

Mein namenloser Bogen

Mein namenloser Bogen

Ab da hatte ich dann bald den Wunsch, mich noch weiter zu steigern. Ich wollte irgendwann einen Bogen im D-Profil haben – wie einen englischen Langbogen – mit 60-65 Pfund Zuggewicht.
Dafür hatte ich seit einigen Jahren einen Bogenbauer im Auge, den ich auf dem Hayner Burgfest gesehen habe.
(Ich mache den Werbeblock am Ende des Blogs, wer noch genaueres Wissen will. ;-) )

Dieses Jahr war es endlich soweit.
Letztes Wochenende bin ich wieder am Hayner Burgfest um den Stand herumgestrichen und habe mich dann am Sonntag endlich mal zu einem Gespräch aufgerafft. Dabei wurde klar, dass man Bögen nicht nach Sicht kauft – sondern vorher ausprobiert. (Zumindest bei diesem Bogenbauer.)
Dafür war ich aber an dem Sonntag nicht richtig gekleidet – und das Wetter war schlecht.
Also musste das Einkaufen noch mal verschoben werden.
Auf dieses Wochenende – bzw. genauer den Freitag.
Den von Freitag bis Sonntag – also heute – fand in Petersberg-Marbach bei Fulda ein neuer Mittelaltermarkt statt. An dem auch der Bogenbauer mit seinem Stand teilgenommen hat. Und da ich am Freitag nur eine kurze Schicht bis 10 Uhr hatte, konnte ich gut am Nachmittag dorthin fahren, mit meinem Namenlosen samt Köcher, Armschutz und Schießhandschuh im Gepäck.
So bin ich dort gegen 16:45-17 Uhr aufgeschlagen.
Ein Eintritt von 4 Euro war da geschenkt, im Gegensatz zu manch anderen Eintrittsgebühren von MA-Märkten. Und doch kann es nicht jedem recht gemacht werden. Denn vor mir war eine Mutter mit ihrem Sohn an der Kasse. Der sich nicht abstempeln lassen wollte. Weil sie keinen Dino-Stempel hatten. Und das Wikinger-Schiff war keine gute Alternative. Weil kein Wickie zu sehen war. *sfz*
Letztendlich konnte man ihm dann doch einen Stempel gaaaanz leicht aufdrücken. Und alle waren glücklich. Vielleicht bis auf den Kleinen. Anyway.

Ich hab den Stand gefunden – und dann war wieder die Frage: Was will ich haben.
Wenn ich das mal so einfach sagen könnte…
Klar war: D-Profil und 60, vielleicht 65 Pfund. Doch der 65 Pfund-Gedanke wurde nach Tests als erstes verworfen – da meine Technik katastrophal war (und sicher noch ist) und ich nicht mal den vollen Auszug nutzte. Also konzentrierten wir uns auf 60 Pfund. Da standen 2 Wikinger und 1-2 englische Langbögen zur Auswahl. Zum Schluß war die Frage: Wikinger oder Engländer?
Auch wenn beide eher den Engländer für mich gedacht und an mir gesehen hätten, habe ich mich letztendlich für den Wikinger entschieden. Aus einem banalen Grund: Englische Langbögen haben eine Griffwicklung aus Samt und Leder. Und ich fand die Lederwicklung unangenehm in der Hand. Der Wikinger war Holz pur. Und zum Glück mit Markierung, wo ich greifen muss.
Im Prinzip habe ich jetzt genau das bekommen, was ich wollte und mir ursprünglich gedacht hatte: einen Langbogen aus einem Stück Holz.
Dazu habe ich mir direkt noch Pfeile gekauft/fertig machen lassen. Da der Bogen jetzt nicht gar so teuer war, konnte ich mir gleich mal mehr Pfeile leisten. So habe ich mir alle elf 55 Pfund-Pfeile machen lassen, die sie da hatten. So kam alles zusammen – Bogen, Pfeile, Spannschnur und Leinölfirniss – auf etwas mehr als 400 Euro. Der Langbogen, den sie eher für/an mir gesehen haben, hätte schon alleine mehr als alles zusammen gekostet.
Glück gehabt.
Doch ich habe mich nicht nach dem Preis entschieden. Möchte ich nur noch mal extra dazu sagen.

Ich hatte jetzt ja auch meinen namenlosen Bogen dabei. Um zu zeigen, mit was ich bisher schieße. Gut war schon mal, dass die erste optische Sichtprüfung für den Bogen positiv ausgefallen ist. Er wurde zumindest schon mal als schön empfunden.
In der Mitte der Sehne hatte allerdings das Wickelgarn, wo der Pfeil aufgenockt wird, nach den 4 Jahren ziemliche Auflösungserscheinungen. Nachdem der neue Bogen ausgesucht und mit Pfeilen bestückt war, wurde mein alter Bogen wieder instandgesetzt. Er erhielt eine neue Mittelwicklung, die Nockpunkte wurden entfernt und die Sehne noch etwas weiter gedreht. Als er das alles erledigt hatte, ging es zum Testen an einen anderen Stand, an dem man Bogenschießen konnte. Denn dort gab es entsprechend Ziele: eine Zielscheibe, sowie einen kleinen Frischling und eine Ente.
Dort hat er – der Bogenbauer – dann Bogen und neue Pfeile getestet.
Die ersten drei Pfeile gingen in die Scheibe zum Antesten – von den restlichen 8 Pfeilen ging einer direkt neben dem Frischling ins Stroh und einer vor der Ente in den Boden. Der Rest ging in den Frischling und die Ente. Und mir war klar, warum er selber Turniere veranstaltet und dann nicht selbst daran teilnimmt. ;-)
Der Fazit des Tests war: Der Bogen ist gut und ich soll ihn auf jeden Fall behalten. Was ich auch vorhabe. Und es ist schön zu hören, wenn jemand, der sich damit auskennt, sagt: Der Bogen ist gut. Nicht nur schön.
Gegen 19:30 Uhr hab ich mich dann wieder auf den Heimweg gemacht. Mit meinen Neuerwerbungen.
Zuhause musste ich feststellen, das ich 3 Bögen nicht mehr auf meine Garderobe bekomme. Das bedeutet wohl, das mich Paul verlassen wird. Erst bekommt er noch ne neue Sehne von mir, und dann mal sehen.
Für meinen Wikinger hab ich noch keinen Namen. Ursprünglich wollte ich meinen nächsten Bogen Gabriel oder Michael nennen. Das passt nun nicht mehr. Jetzt muss ich mir was nordisches überlegen. Auch ein Bild hab ich von ihm noch nicht. Ich werde ihn dann später mal vorstellen.
Auch weiß ich jetzt, in welche Richtung meine neue Gewandung gehen muss, da meine alte Hose sich auflöst. Vielleicht gibt es dann ja mal in Zukunft ein Bild komplett mit Bogen und Gewandung.
Lasst euch überraschen. ;o)

Das war der Blog-Teil, jetzt noch kurz die versprochene Werbung:

Meine Bogenabteilung ist eine Unterabteilung der Turngemeinde 1837 Hanau a.V.
Im Netz ist die TGH unter http://www.tg-hanau.de/ zu finden.

Paul habe ich mir damals bei Bogensport Rhein-Main gekauft.
Die sind im Netz unter http://www.bogensport-rheinmain.de/ zu erklicken.

Und nun noch – last, but very not least – mein neuer Bogenbauer:
Mein Wikinger ist von Traditional-Bow.
Deren Seite befindet sich im weltweiten Web unter:
http://www.traditional-bow.de/

Und damit sind wir am Ende des Werbeblocks angekommen – auf Wiederlesen.