Island 2018 – 2. Woche

Wir gehen in Runde – und damit auch Woche – 2 meines kleinen Referates:
Meine Erlebnisse in den Ferien.

Könnte man zumindest so sehen. ;o)

Wo waren wir (ich) denn…? Ach ja, angekommen in Seyðísfjörður, mit Sauna im Keller.

 

1. Juni

Kurz nach dem Frühstück ging es wieder weiter. Ich hatte mich noch kurz mit einem anderen Gast unterhalten, der dort anscheinend mit einem Kollegen 2 Wochen warten darf, bis irgendwelche Busfahrzeugpapiere umgeschrieben sind. Und dann geht es für sie wohl wieder mit der Fähre zurück.

Vor dem Auto wurde noch eine isländische Katze gestreichelt. Nach diesem wichtigen Punkt ging es wieder los.

Die Wolken, die gestern oben auf der Höhe gelegen hatten, waren über Nacht ins Fjord gerutscht. Entsprechend war jetzt auf dem Berg alles frei und strahlend blauer Himmel.

Heute sollte es zum HI Hostel Vagnsstaðir gehen, nochmal gut 50 Kilometer hinter Höfn. Den Weg dorthin wollte ich nochmal über die Fjorde machen und nicht über die überall vermerkte 1. Stattdessen wollte ich die 92 + 96 nehmen. Wie ich dann feststellen durfte, hatten sie die Nummern der Straßen im November 2017 geändert. So wurde aus der 92 die 1. Und als Schleife habe ich hier die 955 genommen, einmal um die Landspitze Vattarnes herum.

Der Dunst + Nebel, der in Seyðísfjörður im Fjord gelegen hatte, lag weiter auf der offenen See herum. In die anderen Fjorde hat er sich nur Bruchstückhaft getraut. Ansonsten herrschte in den Fjorden schönster Sonnenschein. Bis ich die Landspitze von Hvalnes erreichte.

Irgendwie hatten sich hier der Nebel und die Wolken auf der anderen Seite gesammelt und wurden vom Wind dann aber gegen und über den Berg gedrückt + geschoben. Das war wirklich ein toller Anblick. Kennt ihr ja auch schon von meinen „Foto des Tages„-Beitrag. Vielleicht kann ich es Euch ja mal als Video zeigen…

Sobald ich dann dort in den Dunst eingetaucht war, ging er für den Rest des Tages auch nicht mehr weg. Er hob sich zwar noch etwas an, aber am Abend fiel einem der Himmel auf den Kopf. Allerdings war bei Höfn die Wolkendecke so niedrig, dass ich den Gedanken, einen kleinen Umweg über den Berg zu machen, direkt verwarf. Bei Höfn begann ich ein kleines Lotteriespiel. Meine Tankanzeige gab mir noch gut 100 Kilometer zu fahren. So beschloss ich, erstmal zur Herberge zu fahren zum Einchecken, und dann nochmal nach Höfn zum Tanken + Einkaufen.

Ich habe es geschafft, wenn auch wohl knapp.

Als ich wieder zurück in Höfn war und getankt hatte, vermute ich, dass ich wohl noch so 1-2 Liter im Tank hatte. (Mein Meriva zählt ja runter bis 0 – und dann weiß ich, dass nun noch so 5-6 Liter im Tank sind. Beim i10 geht er nicht unter 50 km. Stattdessen gibt er gar nichts mehr an. Äußerst irritierend.)

Bei meiner ersten Fahrt zur Herberge von Höfn aus, musste ich feststellen, wie sehr man sich doch verschätzen kann, was die Übertragung von Entfernung auf Landkarte + Natur betrifft. Ich dachte immer wieder ‚ich muss doch bald da sein…‘ und dann ging es immer noch weiter. Auch hier habe ich tatsächlich mehrmals meine Offlinekarte befragt, ob ich nicht schon längst vorbei bin. Und dann war es immer noch ein Stück.

Letztendlich konnte ich die Abfahrt zur Herberge gar nicht verpassen. Doch weiß mensch das ja vorher nie.

Von Höfn aus gab es auch den ersten Ausblick auf den Vatnajökull, den größten Gletscher Europas außerhalb des Polargebietes. Das war schon beeindruckend.

Das zweite Mal in der Herberge, nachdem ich in Höfn tanken + einkaufen war, gab es was zu essen. Anschließend wurden die letzten Karten geschrieben. Auch hier gab es wieder deutsche Gäste, u.a. 2 Mädels aus Regensburg. Als ich beide zusammen sah, habe ich direkt gefragt, ob sie „nur“ Schwestern oder gar Zwillinge sind. Denn sie sahen sich schon recht ähnlich. Aber ansonsten habe ich mich bei den beiden wohl recht verschätzt, wie ich am nächsten Tag erfahren habe.

Ach ja, der nächste Tag…

Da der Himmel – wie gesagt – auf die Erde gefallen war, bin ich nach dem Kartenschreiben ins Bett, im vollen 6er Zimmer – in dem sich die Regensburgerinnen vor dem Schlafengehen zusammen im oberen Bett ihres Doppelstockbettes noch eine Ausgabe „Die Drei ???“ angehört haben. :oD

 

2. Juni

Heute bin ich nur an der Küste hin- + hergefahren, da ich in Vagnsstaðir 2 Nächte geblieben bin.

War mir die Whale Watching Tour durchaus die zw. 65 + 80 Euro wert, war mir ein Preis von fast 200 Euro für eine Gletschertour definitiv zu teuer. Stattdessen ging es am Gletscher entlang. Erstmal zur Gletscherlagune Jökulsárlón. Genau wie die beiden Regensburgerinnen. Haben wir uns auch noch etwas unterhalten, bis sie weitergestartet sind gen Vík. Für mich ging es „nur“ noch bis Svinafellsjökull, bevor es wieder zurück bis Höfn ging. Nochmal einkaufen + Karten einwerfen.

Das Wetter war bewölkt, aber wenigstens trocken.

So machte ich mich nach meinem Essen in der Herberge nochmal auf den Weg zum Strand. Und wieder waren meine Stiefel nicht zu schlagen gegen die Feuchtigkeit.

In dieser Nacht hatte ich das 6er-Zimmer auch ganz alleine für mich. :oD

 

3. Juni

Heute ging es auch für mich weiter, bis Vík. Streckenmässig ca. 219 Kilometer.

Am Anfang ging es für mich direkt nochmal zur Jökulsárlón Gletscherlagune, nochmal Fotos machen ohne so viele Leute drauf. Dann habe ich mir noch eine weitere angesehen, nämlich Fjallsárlón. Und dann ging es weiter in den Westen.

Hatte ich mir am Tag vorher noch gedacht, dass ich es erstaunlich finde, dass bis dahin an allen Sehenswürdigkeiten das Parken frei ist, wurde ich heute eines Besseren belehrt. Nämlich bei Skaftafell / am Vatnajökull National Park. So entging mir einer von vielen Wasserfällen, der Svartifoss. Dafür bekam ich andere zu Gesicht. Nämlich den Foss a Sidu, und die beiden Fälle bei Kirkjubæjarklaustur. Davon erinnert mich der Systrafoss eher an eine Wasserrutsche. ;o) Aber ich denke, runterrutschen würde ich da auch nicht wollen.

Ein Zufallshalt wegen Dixiklos brachte mir ein Feld mit lauter Steindomen oder Steinmännchen, wie man hier wohl sagen wird. Ein kleines habe ich auch dazu errichtet, damit meine Fahrt weiter gut verläuft. Dieser Halt hört auf den Namen Laufskálavarða.

Auf der Fahrt vom einem zum anderen Gletscher kam ich auch an den verbogenen Stahlträgern einer Brücke vorbei, die dem Gletscherlauf nach dem Vulkanausbruch von 1996 zum Opfer fiel. Den Gletscher Mýrdalsjökull konnte man bereits über die Entfernung hinweg sehen, da war ich vom Vatnajökull noch gar nicht weit weg. Auf dem Weg dann über die Ebene hatte sich die Sicht etwas zugezogen. Wahrscheinlich war dieser Schleier die Vorstufe eines Sandsturms, die ja anscheinend öfters über diese Ebene ziehen.

Kurz vor Vík hatte ich mein überraschendes Highlight des Tages, als ich einen Abstecher zum Hjörleifshöfði machte, und dort dem Rundweg nachging. Wieder steil bergauf bis zum höchsten Punkt und dem Friedhof dort. Meine zweite „Bergtour“ nach Kirkjubæjarklaustur und dem Aufstieg zum Systravatn.

Das war ja auch mein Foto des Tages, die Inschrift oben am Grabmal. Auch dort konnte man sich übrigens in ein Gästebuch eintragen.

Oben auf dem Hjörleifshöfði angekommen, mit dem ersten Blick auf Grab + „Friedhof“, habe ich mich in Größe und Entfernung wieder ganz schön verschätzt.

Ich dachte: „Ah, da ist das Grab und das Grabmal. Schnell ein Foto machen, bevor die Leute vor mir wieder ins Bild laufen…“

Ha!

Es hat danach noch ein paar Minuten gedauert, bis ich mich gefragt habe, was dies für kleine Strichchen am Grab sind… und gemerkt habe ‚Oh… das sind ja Menschen… wie groß ist denn das Grab? Und wie weit ist es denn noch bis dorthin?‘

Es werden dann so etwa 500 Meter gewesen sein – und das „Grab“ war dann der eingefasste Friedhof mit 3 Gräbern und das Grabmal ein aufgeschichteter großer Stein… hm… haufen. Wahrscheinlich/vielleicht war/ist dies das Grab des zweiten Siedlers, auf welches sich die Inschrift bezieht.

Da oben auf dem Hügel, im T-Shirt bei Sonnenschein, das war für mich das Highlight des Tages, wenn nicht gar irgendwie vom ganzen Urlaub. Zumindest habe ich dies als erstes meinem Cousin genannt, als der mit seiner Freundin wieder aus Island eintraf und ich sie zum Bahnhof gefahren habe.

Anschließend ging es weiter nach Vík, wo ich wieder mal zum Communicator + zur Offlinekarte greifen musste, um die Jugendherberge zu finden. Ich war zumindest dicht dran. ;o)

Einchecken konnte ich dort auf Deutsch – da mein Gegenüber eine Wienerin war. Und mittendrinnen tauchte noch meine ‚alte Bekannte‘ aus Korpudalur + Akureyri auf, völlig überraschend. Für uns beide, als auch für die Wienerin. „Ihr kennts Euch?“ :oD

Abends habe ich mich noch an den Strand begeben, auf der Suche + Jagd nach einem Puffin (Papageientaucher), um ein gescheites Foto zu machen. Die Ausbeute war nicht so dolle. Sie flogen einfach zu hoch + mir wurde dann auch kalt. Ich denke, die Regensburgerinnen habe ich knapp verpasst. Zumindest sah ich 2 Gestalten in den passenden Farben weggehen. Na ja. Pech.

 

4. Juni

Die Strecke von Vík nach Blesastaðìr war mit die kürzeste Strecke überhaupt. Laut dem Netz 122 Kilometer. Entsprechend hatte ich viel Zeit und bin nach dem Auschecken + Hühner fotografieren erst nochmal für locker 2 Stunden an den Strand, auf der Jagd nach einem besseren Puffin-Foto. Das Ergebnis habt ihr ja schon sehen können. (Foto des Tages)
Da hatte die Freundin meines Cousins irgendwie mehr Erfolg. Tja. Frage ich halt beim nächsten Treffen einfach mal, ob ich eines von ihr haben kann. 😉

Auf dem Weg lagen dann noch… ein kaputtes Flugzeug, ein bekanntes Gesicht aus Vík, Wasserfälle…

In diesem Fall der Skógafoss Live – und der Seljalandsfoss im Vorbeifahren, denn dort wollten sie das zweite Mal Parkgebühren haben. Also nichts für mich.

Auch an diesem Tag habe ich dann erst mal meine Unterkunft zum Einchecken gesucht, bevor ich nach Selfoss zum Einkaufen gefahren bin.

Nach dem Essen bin ich noch für ein paar Meter gehen und Fotos machen nach draußen. Da war strahlender Sonnenschein, blauer Himmel mit ein paar Wölkchen und ein freier Blick auf den Hekla. Die Sonne war an dem Tag so strahlend, ich hatte da im Auto schon durchaus das Gefühl, mich leicht sonnig verbrannt zu haben.

Das Besondere an dieser ersten Nacht dort war: Ich hatte die Herberge ganz für mich alleine. In der zweiten Nacht gab es dann auch andere Gäste. Unter anderem ein Paar, das auch in Vík bereits im gleichen Zimmer wie ich geschlafen. Dieses Mal hatte aber jeder von uns sein eigenes. :oD

Aber vorher musste ich ja noch den Tag rumbringen. Nämlich den…

 

5. Juni

Mein Tag im „Golden Circle“.

Als erstes ging es über die 30 zum Gullfoss. Anschließend zum Geysir. Stokkum habe ich Euch ja schon vorgestellt. ;o) Bewegt sieht der Gulfoss etwa so aus:

Ich bin froh, dass ich so rum gefahren bin, denn die Masse macht es wohl andersherum.

Statt dann noch ins Þingvellir zu fahren, bin ich einem anderen Tipp meiner Vermieterin gefolgt. Nämlich über die 32 + 28 bis kurz vors Hochland. Dies hat mir nochmal zwei weitere Wasserfälle gebracht – aber hauptsächlich Fahrerei.

Im Gegensatz zum Vortag, wo ich ja den Hekla deutlich sehen konnte, war ab dem 5. Juni in den Tieflanden geschlossene Wolkendecke angesagt. So konnte ich ihn mir nicht näher ansehen.

Hatte ich ursprünglich noch vor, abends wenigstens mal in die Secret Lagoon zu gehen, konnte ich mich dann doch nicht aufraffen. Stattdessen habe ich mich mit anderen Gästen noch gut unterhalten.

 

6. Juni

Heute ging’s nach Reykjavík. Jetzt aber wirklich die kürzeste Tagesstrecke, die ich dann gestreckt habe, indem ich, statt die 1 zu fahren, über die 38 + 427 + 42 an der Küste langgefahren bin. Nachdem ich vorher in Selfoss noch 2 Island-T-Shirts gekauft habe. (Für Drachenechse + mich, für die Fußball-WM, die mich überhaupt nicht interessiert hat. Aber ein Shirt kann man ja mal kaufen. (Doch das Tragen hat nichts genutzt. ;o)))

Und bei Hveragerði einen Ausflug zum heißen Fluß gemacht habe. (Siehe auch Foto des Tages.)

Auch sonst gab es später auf der 42 nochmal dampfende Landschaften zu sehen. Ansonsten halt wieder Wasser, Lavafelder mit Mosen, einen See…

Kurze Zeit hatte ich einen Tanklaster vor mir, der rückwärts eine Steigung hinuntergerollt ist und dabei die vorhandene Schotterpiste bewässert hat.

Öfter mal was Neues. ;o)

Dann ging es nach Reykjavík hinein. Im Gegensatz zu den letzten Tagen war dieses Stadtgeschehen und der -verkehr nun völlig ungewohnt.

Meine dortige Jugendherberge war Reykjavík City, die ich tatsächlich ohne Navihilfe gefunden habe. So gegen halb 4 müsste ich dort aufgeschlagen sein. Diese Jugendherberge war auch die einzige in Island, in der man seine Schuhe nicht ausziehen musste. Auch war dies die einzige, die NICHT gefragt hatte, ob ich Mitglied beim Jugendherbergsverband bin. Entsprechend mussten sie meiner Kreditkarte dann wieder etwas gutschreiben. ;o)

Ich habe den Nachmittag zu einem Spaziergang in die Stadt genutzt. In der Hallgrimskirkja, meine einzige besuchte Kirche, habe ich meine letzten Kronenstücke auf den Kopf gehauen: 100 für eine Kerze für meine Großeltern, und die letzten 7 Einzelkronen-Stücke als Spende für die Orgelpfeifen.

Wieder zurück in der Herberge gab es mein gekauftes Essen (Lasagne in der Mikrowelle) und ich habe meine wirklich wirklich allerletzte Karte geschrieben.

Und das war dann der vorletzte ganze Tag.

 

7. Juni

Der letzte ganze Tag Island begann mit einem Frühstücksbuffett in der Jugendherberge. Ich fand den Toaster klasse. Nicht, wie sonst üblich, zum Runterdrücken. Vielmehr wurde das Brot auf eine Art Förderband zwischen den röstenden Einheiten unter + über dem Band durchtransportiert und fiel danach leicht gebräunt runter. Hätte ich mal ein Bild machen sollen von. ;o)

An diesem Tag habe ich mich nur noch auf der Landspitze von Reykjavík und Keflavík bewegt.

Als erstes ging es wieder aus der Stadt raus – irgendwie ;o) – und dann wieder über die 42 in den Süden. Und dann immer an der Küste lang: 427, 425, 45, 422…

Dabei kam ich vorbei an: einer Mist-Ausbring-Stelle für die neue Schaffung von Mutterboden auf Island – mit Pilzen *g*; Lavafelder; heiße Quellen; Vogelfelsen; Kontinente… na gut, Kontinentalplatten. ;o)

Doch vor der „Brücke zwischen den Kontinenten“ (siehe Foto des Tages) war die Landspitze Reykjanesskagi dran, wieder mal auch mit Touristen, die sich nicht an Absperrungen halten können. :o(

Und einem Vogel, der sich einen etwas ungünstigen Brutplatz ausgesucht hatte – nämlich mitten auf einem frei zugänglichen Platz. Sobald da jemand in die Nähe kam, ist er los, von seinem Nest ablenken – und dann wieder zurück. Bis der nächste Dussel vorbeikam.

Ob das was mit dem Ei geworden ist, bei dem ganzen Betrieb, der da los war? Ich wünsche es ihm.

Da ich ja nun schon nicht in Þingvellir war, habe ich die Kontinentalspalte wenigstens an der Brücke der Kontinente mitgenommen. Und dann war ich nur noch in der nördlichen Landspitze unterwegs.

In Ásgaður habe ich meinen kleinen Imbiss am Leuchtturm eingenommen – und dann auf einer Bank + Tisch dort meinen Kram fertig verpackt + verstaut… damit ich endlich mein Auto wieder zurückbringen konnte.

Das habe ich gemacht – lt. offiziellem Dokument – um 19:24 Uhr am 7. Juni 2018. Also nach 13 Tagen und 22 Stunden. Auch war es nicht mehr ganz so dreckig wie mal zwischendurch, doch dazu stand ja auch nichts im Vertrag.

Da ich davon ausgehe, dass es stimmt – ich hatte den Kilometerstand nicht gecheckt am Anfang, da ja eh alle inklusive – bin ich in 14 Tagen 3.645 Kilometer gefahren. Dies entspricht einem Durchschnitt von etwas mehr als 260 Kilometern am Tag, bei 14 Tagen. Das kann schon hinkommen. Vor allem, wenn man nicht die kürzesten Wege nimmt. (Die Þjođvegur <Ringstraße [1]> kommt auf eine Länge von 1.332 Kilometer {Stand 2017 – Quelle Wikipedia: Hringvegu}. Kommen dann noch die Westfjorde + Schleifen dazu…)

Ich habe also das Auto um 19:24 Uhr abgeliefert und bin dann die paarhundert Meter zum Terminal gelaufen. Schließlich: Warum habe ich mir sonst einen Koffer mit Rollen besorgt. ;o)

Und dann hieß es sitzen, warten, rumstehen, warten, wieder sitzen…

 

8. Juni

Der Freitag begann, wie der Donnerstag aufhörte: mit warten, sitzen… aufstehen, weil man nicht mehr sitzen kann…

Um 01:23 Uhr Ortszeit musste ich wenigstens noch ein Foto machen, um festzuhalten, wie hell es um diese Zeit hier noch war. Nacht kenne ich irgendwie anders. ;o)

So gegen halb 4 ging es dann doch endlich mit dem Einchecken los. Der Flug nach Frankfurt sollte ja wenigstens pünktlich gehen.

Ich habe es wieder als drittes geschafft, meinen Koffer loszuwerden.

Kurz nach 4 war ich dann auch durch die Sicherheitskontrolle durch. Jetzt hieß es vor dem Gate warten. Doch auch hier ging die Zeit rum, und pünktlicher als beim Hinflug machte sich der Rückflug auf den Weg. Nach gut 3 Stunden und 15 Minuten landeten wir in Frankfurt auf der Nordbahn.

Diesen Flug habe ich ziemlich verschlafen. Die Nacht wollte nachgeholt werden.  Und weil mir nach der ganzen Sitzerei mein Hintern so wehtat, habe ich ab der Landung + dem Ausstieg bis zuhause nicht mehr gesessen. Weder im Bus, der uns ins Terminal brachte, noch in der S-Bahn, und dann auch nicht in den Bussen vom Bahnhof bis vor meine Tür.

Um 14 Uhr habe ich die Wohnungstür hinter mir zugemacht – und mein Urlaub war rum. Am selben Tag habe ich noch mein Auto aus der Werkstatt geholt, am Samstag dann mein Katzenmonster… und dann war wieder alles wie vorher.

Na ja, fast.

 

Mit meinen Island-Reiseführern habe ich mich jetzt im Nachhinein erst befasst. Da war es ein ganz anderes Lesen als vorher.

Mein Cousin ist ja auch gut eine Woche später mit seiner Freundin nach Island – auch 14 Tage, auch im Uhrzeigersinn… Da habe ich unterwegs so einiges gesammelt, was ich ihnen dann in einen großen Umschlag gesteckt und zugeschickt habe. :oD

Am 30. Juni kamen sie wieder + wir haben erste Fotos verglichen. Richtig ausgiebig werden wir uns dann wohl Ende September unterhalten, wenn seine Eltern zusammen 100 feiern. ;oD

In Island habe ich drei Steine gesammelt, für meine Oma + Opa mütterlicherseits – und meiner Oma väterlicherseits. Noch liegen sie zuhause rum – mal sehen, wann ich es schaffe, ins Frankenland zu fahren + auf die Friedhöfe zu gehen, um die Steine auf die Gräber zu legen.

Ja…

Jetzt ist eigentlich nur noch die Geldfrage, die immer mal wieder gestellt wird, und die mich selbst ja auch interessiert. Wieviel hat mich dieser Urlaub jetzt gekostet – außer 2 Wochen Lebenszeit? ^^

Ich habe tatsächlich immer noch nicht alles zusammengerechnet. Muss ich jetzt grad mal so überschlagen…
Ich komme jetzt, bei grober Addierung meiner Abrechnungen (Kreditkarte + Kontoauszug) auf – abgerundet – 2.450 Euro. Hätte ich mehr mit Kreditkarte und weniger bar gezahlt, wäre ich einiges günstiger gefahren.

Nun gut – beim nächsten Mal.

Was bleibt mir nun noch zu sagen?

Mir hat der Urlaub gefallen und ich kann mir durchaus vorstellen, nochmal hinzufahren bzw. zu fliegen. Die Polarlichter fehlen mir noch. Auch habe ich längst nicht alles gesehen. Der Westen der Westfjorde fehlt mir noch, Snæfellsness… Im Norden gibt es noch viel zu sehen, der Nordosten, die Ostfjorde in Ruhe, und auf jeden Fall noch Þingvellir.

Aber dieses Jahr wohl eher nicht mehr. Doch irgendwann demnächst bestimmt, denn ich habe das Gefühl, Island sitzt mir unter der Haut.