Echtzeitunsinn

Taschenuhr an einer Kette

Wahrscheinlich bin ich dafür ja schon zu alt, doch ich verstehe nicht, wieso sich so viele Leute mit Spielen beschäftigen, die so viel der eigenen Zeit fressen.
Damit meine ich jetzt nicht, wie mensch sich stundenlang mit einem Spiel beschäftigen kann. Das schaffe ich auch. Ich habe erst an meinem letzten Wochenende über 14 Stunden auf meiner Planetenbasis verbracht und sie aufgebaut. Doch das war mal ein Schwung. Die letzten Tage hatte ich dafür wieder keine Muse. Vielleicht morgen oder übermorgen wieder, an meinem Wochenende.
Immerhin habe ich sie schon auf über 100 Kolonisten gebracht, und mindestens 25 Roboter.

Dieser Spielzeitraum ist also begrenzt. Und wenn ich nicht im Spiel bin, spielt das Spiel auch nicht ohne mich weiter.
Es geht mir jetzt eher um die Art Spiele, die über App oder Browser die ganze Zeit laufen. In der Orte und/oder Armeen gebaut werden, mit denen es dann gegen andere geht.

Gut, vor – was weiß ich – 10 oder mehr Jahren habe ich solche Spiele auch mal getestet. Am Anfang ist ja noch alles ganz einfach. Du baust + baust + baust halt die ganze Zeit.
Natürlich sind die ersten Sachen schnell gebaut. Doch je höher die Armeen und/oder Gebäude werden, desto mehr Zeit wird zum Bauen benötigt.
Bei meinem ersten Versuch habe ich es nur zu Hause über den Browser versucht. Was natürlich nur in meiner Freizeit geht. Irgendwann  zwischen 15 + sagen wir 20 Uhr MEZ. Also vielleicht gerade mal 5 von 24 Stunden.

Wenn du nun eine gewisse Größe erreicht hast, wirst du für andere, größere, Spieler zum Angreifen + Plündern interessant. Worauf ich vielleicht rechtzeitig reagieren könnte, würde ich 7 Tage, 24 Stunden dieses Spiel laufen lassen und verfolgen. Sonst bekomme ich nur das Ergebnis mit, wenn ich das nächste Mal ins Spiel gehe.

Deswegen gibt es in diesen Spielen Clans, die zusammenarbeiten. Also Spieler schließen sich zu Clans zusammen + verteidigen + greifen gemeinsam an.

Doch das ist mir zu blöd. Also, mir persönlich.

Ich habe keine Lust, mich von einem Spiel 7/24 beschäftigen zu lassen.
Ich habe tatsächlich einige Kollegen, die dann nebenher gemeinsame Angriffe starten + Taktiken besprechen.

Und dann passiert wieder irgendwo ein Unglück, weil eine Aufsichtsperson mit irgendwelchen Online-Games beschäftigt war. *kopfschüttel*

Ich verstehe es nicht.

Wegen mir könnten diese Art Spiele eingestampft werden. Aber jedem Tierchen sein Pläsierchen. *schulterzuck*
Hoffentlich sitze ich dann nicht in dem Fortbewegungsmittel, bei dem eine Aufsichtsperson dachte ein Spiel wäre wichtiger.

Feuer vor schwarzem Hintergrund

Großstreiktag

Pfütze in länglicher Form wie ein Tier mit einem Rüssel und zwei hellen Augen

Heute war/ist ja nun der angekündigte Großstreiktag.
Davon betroffen ist ja auch der Flughafen – und ebenso mein Arbeitsplatz.

Im Vorfeld habe ich eine Mail meiner Gewerkschaft bekommen, was und wie der Tag so laufen soll. Darinnen war dann unter anderem auch ein Punkt, dass man sich doch auch schon digital vorab für das Streikgeld registrieren sollte, damit dort dann alles schneller über die Bühne geht.
Nun – ich habe mich deswegen also richtig bei der Gewerkschaft registriert, nur um dann zu erfahren, dass diese digitale Erfassung für meine Firma nicht vorgesehen ist – da für sie nichts entsprechendes gemeldet war. *Augenroll*

Es galt sich ja sowieso vorher zu überlegen, wie mensch an diesem Tag zum Flughafen und sonstwohin kommen sollte. Wenn keine Bahnen und S-Bahnen fahren, macht es das alles nicht gerade einfacher.
Ein Gedanke war, sich an diesem Tage unpässlich zu melden… doch das habe ich dann doch nicht gemacht.
In Frankfurt sollten ja die Busse fahren – doch war mir das a) zu ungewiss und b) wenn ich zu spät an den Orten bin, wo ich in die 61 steigen könnte, bekomme ich da möglicherweise gar keinen Parkplatz mehr für heute. Von den möglichen Massen im Bus ganz abgesehen.
(Nun, die Busse fuhren auf jeden Fall – oder wenigstens ein paar.)
So bin ich also um halb fünf aufgestanden, um dann mit dem Auto zum Flughafen zu fahren. Mit dem Plan, zu überprüfen, ob das Personalparkhaus generell freigegeben war heute – sprich mit offener Schranke – und wenn nicht, mir dann einen Platz im regulären Parkhaus zu nehmen. Dann allerdings nur, um mich in die Streikliste einzutragen und für das Streikgeld zu registrieren, um danach wieder nach Hause zu fahren. Denn um ein paar Stunden zu streiken und rumzulaufen am Flughafen, dafür ist mir das Parkhaus zu teuer. Schließlich wollen die inzwischen 6 Euro die Stunde… Nö.

Ich war also gegen dreiviertel sechs im öffentlichen Parkhaus, bin dann zur Erfassung gegangen, habe dort auch noch einen Kugelschreiber abgestaubt – kann mensch immer gebrauchen – und bin dann wieder zurück zu Flip und im Sonnenaufgang gen Heimat gefahren.
Dadurch, dass ich so früh Richtung Flughafen gefahren bin, bin ich auch dem üblichen Verkehrsstau ab sechs Uhr auf der Autobahnzufahrt entgangen. All meine Fahrtwege waren noch recht gut zu befahren. Auch zurück.

Ich habe dann die Gelegenheit genutzt, um direkt um sieben was einzukaufen – unter anderem auch die üblichen Brötchen für mein Frühstück. Denn nach dem Aufstehen habe ich nur kurz etwas Orangensaft getrunken, statt – wie sonst zum Frühstück vor dem Zur-Arbeit-gehen – noch zwei Toastbrotscheiben zu essen.

Zuhause habe ich dann also erstmal gefrühstückt, um mich anschließend kurz nochmal langzulegen.

Drei Platten-Hüllen und eine CD der Gruppe MONO: Die CD ist "MONO - GONE / A collection of EPs 2000_2007" Die anderen Hüllen sind von "Beyond the Past - MONO Live in London with the Platinum Anniversary Orchestra"; "Requiem for Hell" und "Heaven Vol. 1"Kurz nach 9 hat dann die Tochter meiner Vermieterin bei mir geklingelt, um mir zu sagen, dass die Nebenkostenabrechnung, die in den letzten Tagen bei mir im Briefkasten gelegen hatte, nicht korrekt war und ich sie zerreißen sollte. Sie würde nochmal gemacht werden, da sie noch ein paar Unterlagen gefunden hatte.
(Und direkt eben hat es nochmal bei mir geklingelt – und ich habe die neu überarbeitete Abrechnung bekommen… und eine Rückzahlung von über 90 Euro. Statt eine Nachzahlung von mir von knapp 30 Cent. Nun, da sag ich doch nicht Nein. ;o))

Nachdem sie mich dann heute morgen also wieder munter gemach hat, habe ich diese vertikale Lage genutzt, endlich das Paket abzuholen, wovon ich die Paketkarte seit Donnerstag hier liegen hatte.
Das waren dann tatsächlich zwei Sendungen, aber beide mit dem gleichen Hintergrund, nämlich Plattenbestellungen von MONO. (siehe Bild oben)
Wie die Platten aussehen, dazu gibt es morgen vielleicht einen Beitrag.

Geschenkverpackung mit einem Fuchs, der sich auf einem verschneiten Ast abstütztZu Hause habe ich nun für Watz noch ein Geschenk verpackt, dass ich dann morgen auf den Weg bringe möchte – wie auch das Paket an Drachenechse zu ihrem Geburtstag nächste Woche. So sollte es rechtzeitig da sein.
Was sie bekommen wird, DAS verrate ich hier aber nicht. Schließlich liest sie hier mit.
Huhuuuu! *wink*
Watz dagegen bekommt ein Softcover-Regelwerk zu Shadowrun 5 – von dem ich hoffe, dass er es noch nicht als richtiges Buch hat.

Sonst habe ich nicht mehr viel gemacht heute.
Ich habe wieder etwas gespielt – und dabei den Schnee-, Regen- und Graupelschauern draußen zugesehen.
Ist ja klar, dass es heute Morgen wieder recht frisch geworden ist. Schließlich habe ich am Wochenende meinen Gasofen ausgemacht. Typisch.
Dann wird halt heute eher wieder kürzer gelüftet, dafür immer wieder mal.

Ich hatte ja am 8. März zwei Tage Urlaub im April beantragt, für den Geburtstag meines VnvO. Jetzt kam vorgestern der neue Dienstplan raus. Bis dahin hätte der Antrag ja schon bearbeitet sein können, damit er direkt im Plan berücksichtigt ist. Da er aber bis dahin nicht bearbeitet war, habe ich nun eher nicht mit einer Genehmigung gerechnet. Doch was soll ich sagen: Heute Nachmittag kam tatsächlich die Mitteilung, dass der Urlaub genehmigt ist.
Hin und wieder schafft es meine Firma dann doch auch, mich zu überraschen.

Und als letztes für heute bleibt mir nur noch mitzuteilen, dass ich heute meinen Anwohnerparkausweis wieder verlängert habe. Dieses Mal ging es online sogar für zwei Jahre. Na, da habe ich das doch gemacht.

Und heute Morgen habe ich mir unter anderem auch zwei kleine Kohlrabis gekauft. Das bedeutet, ich werde demnächst den nächsten Versuch meiner Kartoffel-Kohlrabi-Gratin-Reihe starten. Dieses Mal mit Saurer Sahne und insgesamt weniger Material. Berichte kommen dann.

Soweit war das heute mein Tun am Großstreiktag.

Regalfach voller Schallplatten, teilweise in extra Schutzhüllen Darunter im Fach liegt jetzt die Box von Judith Holofernes

Upps…

Frauenskulptur im Grünen auf dem Südfriedhof in Leipzig

Gestern habe ich (mal wieder) einen Nachweis dafür bekommen, dass ich alt bin…
Gut, älter. ;o)

(Meine ursprünglich erdachte Formulierung fand ich besser. Aber natürlich fällt die mir jetzt beim Aufschreiben nicht mehr ein.
Älter…)

Wir beschäftigen uns gedanklich langsam mit dem Organisieren eines neuen Larps.
Wir = Drachenechse, ihr Bruder und ich. Nun wollten wir uns gestern deswegen mal Zusammensetzen… und ich bin so alt, dass ich, wenn von einem Treffen gesprochen wird, dieses für mich noch Live und persönlich stattfindet. Ähem… Es sei denn, es ist eine Verabredung zum „Zocken“ – da ist klar, dass das am Rechner gemacht wird. Nun ja.
Peinlich wird es, wenn für die anderen klar ist: Virtuell. Und dann steht alter Sack plötzlich überraschend vor der Tür.
*rot werd*

Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass wir uns nur virtuell Treffen wollen – also nur im Netz online – wurde so nie explizit gesagt. *schulterzuck*

So haben wir es dann auf heute verschoben.
Und klar definiert: ONLINE

Ich hatte auf der Rückfahrt ja nochmal genug Zeit, darüber nachzudenken, warum ich von Anfang an von einem realen Treffen ausgegangen bin. Ich denke, es lag daran, dass wir vor Weihnachten mal an ein richtiges Treffen nach Weihnachten gedacht haben.
Das fand aber noch nicht statt. Und deswegen, vermute ich, bin ich dann, bei der Besprechung für DIESES Treffen gestern wohl automatisch davon ausgegangen, dass es sich hierbei um das ursprünglich gedachte richtige Treffen handelt.

Tja.

Was soll ich sagen?

Ich habe mich geirrt.
Deswegen bin ich wieder nach Hause gefahren.

Aber: Für ein Treffen im richtigen Leben wäre ich genau pünktlich gewesen. Trotz Fahrerei. ;o)

Taschenuhr an einer Kette