Telefon

Rote Telefonzelle Zu sehen ist ein Geldautomat in der Telefonzelle, oben mit der Aufschrift FREE CASH an der rechten Seite ist noch ein Telefon zumn Telefonieren, oben mit Aufschrift TELEPHONE

Wie sich die Zeiten ändern.

Vor Jahren, ach, Jahrzehnten, gab es in fast jedem Haushalt ein Telefon am Kabel. Ich kann mich noch an unser erstes Familien-Festnetz-Telefon erinnern. Es war grün. Und hatte eine Wählscheibe. SO alt bin ich schon. Und natürlich hing es an der Strippe.
Irgendwann haben wir uns mal eine lange Leitung zugelegt. Da konnte ich das Telefon zum Telefonieren durch die Wohnung schleppen. Und gerade bin mir nicht mehr sicher, doch ich glaube… irgendwann haben wir eine zweite Buchse bekommen? Schon so lange her.

Damals habe ich gerne mal telefoniert. Und auch das Angerufen-werden war kein Problem. Damals hatte auch kaum jemand ein Problem damit, im Telefonbuch zu stehen. Ich glaube, das ging auch gar nicht anders.

Heute sieht das alles anders aus.

Gut, ich habe tatsächlich noch ein Festnetztelefon. Doch das hängt nicht mehr an der Strippe. Außerdem habe ich mich aus dem Telefonbuch rausnehmen lassen. Trotzdem sind es bestimmt locker mehr als 90% der Anrufe, wenn es klingelt, irgendwelche Computerstimmen oder Bandansagen, die mir irgendwas erzählen wollen. Denke ich. So wie vorhin wieder. Doch das höre ich mir nicht an. Sobald eine Stimme vom Band oder Computer kommt, lege ich auf. Ich höre auch nicht länger zu, um vielleicht zu erfahren, von wo der Anruf kommt, damit ich diesen Anruf melden kann. Das ist mir die Zeit nicht wert.
Diese Stimmen vom Band gab’s damals noch nicht, jaa jaa… ;o)

Auch telefoniere ich längst nicht mehr so viel, wie ich es wohl mal getan habe.
Mein Festnetz-Telefon – welches genaugenommen inzwischen eher ein Online-Telefon ist – nutze ich hauptsächlich fast nur noch, um den täglichen Kontrollanruf bei meinen Eltern hier vor Ort durchzuführen. Damit habe ich zu Corona-Zeiten angefangen, und das führe ich immer noch fort. Zumindest solange wie sie oder ich an dem Tag nicht unterwegs sind. ;o)
Oder um einen Zahnarzttermin zu machen.

Ich habe zwar auch meinen Communicator – und den sogar mit 2 Nummern. Doch auch mit dem telefoniere ich kaum.

Ich rede hier jetzt von Telefonieren im Sinne von ‚Ich rufe jemanden an‘.

Vor bald 20 Jahren habe ich tatsächlich eher mal zum Telefon gegriffen + versucht, jemanden zu erreichen. Kollegen, Freunde, Familie…

Inzwischen fällt mir das eher schwer. Ich rufe jetzt ungern jemanden einfach mal so auf dem Handy an. Einfach, weil ich nicht weiß, wo oder wobei ich die Person vielleicht gerade stören mag. Deswegen war meine Vorliebe fürs Telefonieren eher das Festnetz. Entweder war/ist dann jemand zu Hause + hat Zeit + geht ran… oder halt nicht. Dann war/ist vielleicht ein AB da, über den ich Grüße ausrichten lassen kann. So mache ich das immer, wenn ich mal Böcke habe mit meiner GST zu sprechen. So alle Schaltjahre mal. ;o)
Doch einfach mal so auf ’nem Handy anrufen? Eher nicht weil s.o.
Das ist wohl auch der Grund, weswegen ich mit Drachenechse und Fuchs schon seit gut 2 Jahren nicht mehr telefoniert habe. Hmm… tja.

Vor ein paar Jahren hat mich mein VnvO mal über einen Messenger mit Videotelefonie angerufen. Ich fand das damals tatsächlich ganz praktisch. Das nächste Mal hatte ich es nicht gerafft. *Hand gegen Stirn*
Doch das ich das mal machen würde? Eher nicht.
Als ich meine Nichte in Irland besucht habe, haben wir mal mit ihrer Familie gequatscht, über Videotelefonie. Das war bei ihnen ganz normal.
Ob ich das nochmal lerne? Wer weiß.

Solange werde ich dann wohl weiterhin schriftlich kommunizieren.
(Ich mag auch Sprachnachrichten nicht wirklich – und die selber zu schicken schon gar nicht. ^^)
Oder ich will tatsächlich mal mit jemanden telefonieren, dann kläre ich das vorher ab. Und dann klingle ich jemanden auch mal auf dem Handy an.

Sollte dagegen jemand mal das Bedürfnis haben, MICH anzurufen – über Festnetz oder auf meinem Communicator: Nur zu.

Zwei unterschiedlich große Handys liegen nebeneinander,
Auf dem rechten, kleineren, steht Samsung.

Die Zeiten ändern sich

Pferd auf Wiese, im Hintergrund ist die Sonne durch den Morgendunst zu erkennen

Meine Nichte ist jetzt seit einem Monat in Irland.
Ich finde das gut und denke, so etwas hätte ich damals nicht gemacht. Bzw. auf so etwas wäre ich gar nicht gekommen. Was vielleicht auch damit zu tun hat, dass ich a) „nur“ Realschule gemacht und dadurch b) nach der Schule direkt eine Lehre gemacht habe. Das bedeutet, als ich so alt war wie meine Nichte jetzt, war ich gerade mit meiner Lehre fertig. Danach wurde ich ein halbes Jahr übernommen und musste mich danach eher nach einer neuen Stelle umsehen. Die im Ausland zu suchen, dieser Gedanke wäre mir nicht gekommen. Obwohl… irgendwann hatte ich mal den fixen Gedanken eines Au pair-Jobs. Wann das genau war, kann ich nun aber nicht mehr sagen. Ich hatte zumindest deswegen wenigstens einmal telefoniert… und hatte damit mein Gegenüber überrascht. Einfach durch die Tatsache, dass ich als männliches Wesen mich danach erkundigt hatte.

Lange Haare mit SchneeflockenIch habe ja das Gefühl, dass in dem Programm, bei dem meine Nichte ihr Jahr macht, hauptsächlich junge (und alte?) Damen teilnehmen. Wollen Männer nicht in Ställen arbeiten?
Ok, ich vermute, so sehr haben sich die Zeiten nicht geändert. Pferdeställe sind hauptsächlich immer noch fest in weiblicher Hand.

Doch eigentlich ging es mir mit dem Titel darum, wie sehr sich inzwischen die Kommunikationsmöglichkeiten geändert haben.

Vor etwa zwei Wochen war eine Geburtstagsfeier in der Familie. Und als wir so zusammen saßen, hat meine Nichte meine Schwester angerufen… und dann konnten sie alle mal sehen + Hallo sagen.

Vor 20 Jahren waren wir noch nicht soweit.

Da habe ich aus Rottweil fleißig Briefe geschrieben und ab+zu mal per Festnetz durchgeklingelt, weil mobil telefonieren noch einiges gekostet hat.
Und heute?

Wenn auch momentan so gut wie alles teurer wird… ich denke, auf die Telefon-Flatrates wird das keine Auswirkungen haben.

         *klingeling*

 

Feuer vor schwarzem Hintergrund