
Meine Nichte ist jetzt seit einem Monat in Irland.
Ich finde das gut und denke, so etwas hätte ich damals nicht gemacht. Bzw. auf so etwas wäre ich gar nicht gekommen. Was vielleicht auch damit zu tun hat, dass ich a) „nur“ Realschule gemacht und dadurch b) nach der Schule direkt eine Lehre gemacht habe. Das bedeutet, als ich so alt war wie meine Nichte jetzt, war ich gerade mit meiner Lehre fertig. Danach wurde ich ein halbes Jahr übernommen und musste mich danach eher nach einer neuen Stelle umsehen. Die im Ausland zu suchen, dieser Gedanke wäre mir nicht gekommen. Obwohl… irgendwann hatte ich mal den fixen Gedanken eines Au pair-Jobs. Wann das genau war, kann ich nun aber nicht mehr sagen. Ich hatte zumindest deswegen wenigstens einmal telefoniert… und hatte damit mein Gegenüber überrascht. Einfach durch die Tatsache, dass ich als männliches Wesen mich danach erkundigt hatte.
Ich habe ja das Gefühl, dass in dem Programm, bei dem meine Nichte ihr Jahr macht, hauptsächlich junge (und alte?) Damen teilnehmen. Wollen Männer nicht in Ställen arbeiten?
Ok, ich vermute, so sehr haben sich die Zeiten nicht geändert. Pferdeställe sind hauptsächlich immer noch fest in weiblicher Hand.
Doch eigentlich ging es mir mit dem Titel darum, wie sehr sich inzwischen die Kommunikationsmöglichkeiten geändert haben.
Vor etwa zwei Wochen war eine Geburtstagsfeier in der Familie. Und als wir so zusammen saßen, hat meine Nichte meine Schwester angerufen… und dann konnten sie alle mal sehen + Hallo sagen.
Vor 20 Jahren waren wir noch nicht soweit.
Da habe ich aus Rottweil fleißig Briefe geschrieben und ab+zu mal per Festnetz durchgeklingelt, weil mobil telefonieren noch einiges gekostet hat.
Und heute?
Wenn auch momentan so gut wie alles teurer wird… ich denke, auf die Telefon-Flatrates wird das keine Auswirkungen haben.
*klingeling*
