Löcher im Sein

Ich weiß nicht, was in letzter Zeit los ist. Seit zwei-drei Wochen fühle ich mich schusseliger und vergesslicher als jemals zuvor.
Einmal was vergessen – ja, geschenkt.
Zwei Mal… na gut.
Doch ich habe das Gefühl, dass es sich bei mir gerade häuft

Los ging es vor so 2-3 Wochen. Da habe ich meine erste Mütze von der Firma in der Bahn liegen lassen. Da ich sie nämlich in der Bahn immer ausziehe. Oder meistens.
Gut, ich hätte sie schon vorher fast ein-zwei Mal vergessen. Doch habe ich es da noch gemerkt, wenn sie von meinem Rucksack gefallen ist vor dem Aussteigen.
Nun, vor 2-3 Wochen also nicht.
Auf dem Weg zum Einstechen habe ich zwar bereits bemerkt das sie fehlt, doch wollte ich da nicht zurück gehen. Auch, weil sie eh nicht mehr die Schönste war. Sorry Mütze. *schulterzuck*

Na gut – kann passieren.
Also habe ich da dann eine meiner ersten Mützen genommen. Ich ziehe sie eigentlich eh mehr zum Sonnenschutz an, oder als kleinen Regenabweiser.
Die Kappe hatte auch bereits einige Jahre auf dem Buckel und war ziemlich ausgeleiert. Aber so fürs Arbeiten hats noch gepasst.
War – weil sie ging den Weg der ersten Kappe. Auch aus der Bahn ausgestiegen und die Rolltreppe hoch und oben „Oh.“

Das war vielleicht ne Woche später? Etwa.

Seitdem habe ich einmal meinen Communicator zu Hause liegen lassen auf dem Weg zur Arbeit.
Ich habe da eigentlich immer die gleichen Abläufe, bevor es losgeht:
Essen. Zähne putzen. Anziehen. Communicator umstellen und einstecken. Schuhe anziehen. Rucksack packen (Zeitung und mein erstes Getränk für den Arbeitstag einstecken). Checken, ob der Flughafenausweis eingesteckt ist. Los.
Nun, an dem Tag habe ich da wohl einen Punkt übersprungen – und dann vor dem Bahnhof nach dem Parken von Flip gemerkt, dass ich meinen Communicator nicht einstecken hatte.
Jetzt brauche ich ihn aber, da ich darauf nun mein Deutschlandticket habe. Die Entschuldigung/Begründung, doch nochmal nach Hause zu fahren und ihn zu holen. Und dann bin ich halt mal nicht mit der Bahn gefahren, sondern nach Neu-Isenburg und von da aus dann mit dem Bus.
Kann ja mal vorkommen.

Ein paar Tage später habe ich mein erstes Getränk nicht eingesteckt. Einen Tag vorher habe ich es noch rechtzeitig bemerkt. Einen Tag drauf erst auf der Arbeit. *Gesicht verzieh*

Gestern dann, zum krönenden Abschluss, wie ich bis heute Morgen dachte, hatte ich meinen Schlüsselbund für zu Hause nicht mehr einstecken, als ich zu Hause ankam. Ich hatte Flip geparkt und war auf dem Weg zur Haustür… was nicht da war, war mein Schlüssel.

Nun hatte ich so ein ähnliches Erlebnis vor ein paar Monaten schon mal. Er war nicht in meiner Gatejacke, wo er IMMER ist… also hatte ich mich bereits bei meinen Eltern gemeldet, um dort den Ersatzschlüssel abzuholen. Ich wusste, dass ich ihn auf der Arbeit noch gehabt haben musste, da am Schlüsselbund auch ein Token ist, mit dem ich mich auf unseren Geräten anmelden muss zum Arbeiten. Da ich gearbeitet hatte, konnte ich ihn also nicht zu Hause vergessen haben.
Zu dem Zeitpunkt bin ich mit Hemd und Weste zur Arbeit – jetzt gehe ich nur mit Poloshirt. Und auf dem Weg zu meinen Eltern habe ich festgestellt, das ich ihn in meine Westentasche gesteckt hatte, nach dem letzten Anmelden. Also konnte ich direkt umkehren, damals, und meine Eltern informieren, dass ich doch nicht vorbeikomme(n muss).
Daran denkend, habe ich also erstmal meine ganzen Jackentaschen abgesucht. Und auch in meinem Rucksack nachgesehen, ob ich ihn vielleicht da eingesteckt hatte? Das war alles nicht der Fall. Dann habe ich auf meinem Arbeitsplatz angerufen, ob sie vielleicht da einen Schlüsselbund haben liegen sehen?
Das war zum Zeitpunkt meines Anrufes ebenfalls nicht der Fall.
Also bin ich gestern dann WIRKLICH zu meinen Eltern gegangen, um da meine Ersatzschlüssel zu holen, damit ich überhaupt rein komme.

Das einzig Gute an diesem Wochenende war/ist ja dann eigentlich, wie ich gestern dachte, dass ich einem Kollegen meinen zweiten freien Tag gegeben habe, und deshalb morgen wieder zum Arbeiten darf. Dadurch hätte ich nach einem Tag frei gleich selbst nochmal die Gelegenheit, mich dort umzusehen.

Wie gesagt, ich dachte, das wäre der Höhepunkt einer Reihe von Vergesslichkeiten.

Heute Morgen bin ich dann etwas Einkaufen gefahren – und natürlich habe ich meinen Communicator wieder zu Hause liegen lassen. Nicht, dass ich ihn zum Einkaufen gebraucht hätte. *Augen roll*
Doch als Krönung meiner Einkaufstour habe ich dann noch verpeilt, meine Parkkarte zu entwerten, BEVOR ich mit Flip zum Ausfahren bin.
Ok – ich habe heute mal einen Einkaufswagen benutzt, was ich in der Regel nicht mache. So habe ich sonst meine Parkkarte zum Entwerten direkt immer in der Hand. Heute habe ich erst den Einkaufswagen geleert und dann weggetan. Und dabei NICHT an die Karte gedacht, die seelenruhig in meinem Geldbeutel steckte.
Wenn ich sonst losfahre, habe ich sie dann immer in der Hand, bzw. meiner dritten Hand – sprich zwischen den Zähnen – damit ich sie direkt in ihren Schlitz stecken kann  und dann „Auf Wiedersehen.“
Heute ist es mir auf dem Weg nach unten im Auto eingefallen. Ich fummle sie raus – und dann fällt mir ein, dass ich sie nicht entwertet habe.
Aaaargh!
Zum Glück war gerade niemand hinter mir und es ist auch gerade niemand hochgefahren, so dass ich Flip gewendet habe, nochmal hochgefahren bin und sie DANN entwertet habe.

Ich fasse es nicht.

Vorhin hat mich ein Kollege angerufen und mich gefragt, ob ich etwas vermisse. Denn mein Schlüsselbund ist doch noch dort aufgetaucht. Bzw. wurde gefunden. Nämlich an dem Gerät, wo ich mich zwischendurch kurz mal angemeldet hatte, um mir einen Koffer in 3D anzusehen. Ich wusste, dass ich da war und mich angemeldet habe. Doch anscheinend habe ich den Schlüssel da abgelegt… und dann liegen lassen.

Wie schon erwähnt: Einmal was vergessen – geschenkt.
Doch ich traue mich schon fast nicht, anzufangen zu zählen, wie oft das in den letzten Tagen passiert ist. Das ist schon nicht mehr normal.
Gut – normal… wer will schon ’normal‘ sein?
Doch in dieser Hinsicht wäre ich es gerne.

Probentermin vom 10. Juni 2012 – Es hätte so schön werden können…

Tja… was soll ich sagen…
Wie es oben steht, wäre heute eigentlich wieder Probe gewesen – und wie letzte Woche erwähnt, war dafür der Schluß angedacht.
Und wie auch schon letzte Woche erwähnt: Erstens kommt es anders… usw.  *hmpf*

Das unsere Elmire heute nicht konnte, hatte sie mir schon Mitte vorletzter Woche gesagt. Und unser(e) Cléante hatte letzten Sonntag schon angemerkt, dass es diese Woche wahrscheinlich nicht klappt. Dann wären wir aber immer noch genug gewesen, um etwas tun zu können. Das dann Frau Pernelle zwanzig Minuten vor der Probe wegen Kopfschmerzen absagt, ist dann schon langsam … hmm… doch immerhin hat sie abgesagt.
Gut – also hab ich dann mal mit sieben Leuten gerechnet statt der ganzen Truppe mit zehn – plus mir.
Jedoch… sind wir dann doch insgesamt nur auf vier Leute gekommen, die sich dann soweit pünktlich am Probenort eingefunden haben.

Ich schreibe immer in der Woche vor der Probe per mail, was wir machen wollen – und um wieviel Uhr wir uns treffen. Dies differiert leicht, da ich mich da nach meinem Job richten muss. Denn am Flughafen will immer rund um die Uhr gearbeitet werden – und ich da dann schauen muss, wann diese Uhr für mich schlägt, bzw. bis wann.
Außerdem hatte ich in der mail letzte Woche darum gebeten, wenn jemand nicht kann, mir zu smsn und abzusagen…

Jetzt stand also der Gedanke im Raum und vor der Tür „Vielleicht haben sie die mail nicht richtig gelesen und tauchen um 15:30 Uhr auf, wie die letzten Male?“ Also haben wir gewartet und ein wenig über Gott und die Welt gesprochen, die von uns beherrschten Sprachen dabei berücksichtigend…
Dann wurde es nach halb vier und ich schrieb mal eine SMS an unsere fehlenden Mitspieler.
Denn in der Besetzung, die jetzt da war – Tartuffe, Mariane, Damis/Valère und Herr Loyal – machte ein Proben nicht wirklich Sinn, da immer die entsprechend wichtigen Mitspieler durch Abwesenheit glänzten.

Von unserer Polizistin kam als erste eine Antwort, in der sie mitteilte, dass sie im Umzugschaos steckt. Unsere Dorine steckte irgendwo auf der A3 auf der Rückfahrt von Wien, wo sie von Mittwoch bis heute war… und unser Orgon hatte es auch vergessen. Wobei da die Mitteilung erst kam, als ich schon im Auto nach Hause saß. Denn bis dahin hatten wir die – nun also nicht stattgefunden habende – Probe dann beendet.

Gaaanz toll!

Ich werde dann morgen mal eine mail in die Runde schreiben, in der ich mich vielleicht mal ein wenig auskotzen werde – doch warte ich damit bis morgen, damit ich erst mal eine Nacht drüber geschlafen habe. Wenn ich sie jetzt schreiben würde, wäre sie wohl ziemlich… sarkastisch, um’s mal so zu sagen.

Ich habe die letzten Tage mal aufgeschrieben, wieviele Probentermine bis zur Premiere im November noch etwa sind: Mit heute und nächster Woche wären das noch gut 22 Proben gewesen. Jetzt war das heute nichts – und nächste Woche mache ich auch mal was anderes – sind schon wieder zwei weg. Sind es nur noch gutgeschätzte zwanzig.
Die aber wahrscheinlich auch nicht alle stattfinden werden…
Langsam kommen wir also in den engeren Bereich.

Ich hoffe ja mal, dass die Herrschaften in Zukunft ein bißchen zuverlässiger werden – und auch mal mit Kopfschmerzen kommen, z.B… Oder wenigsten mal lernen, Bescheid zu sagen – auch wenn das für die Proben an sich auch nicht wirklich hilfreich ist. Denn mit Leuten, die nicht da sind, kann man halt nicht proben. Und es bringt leider auch nichts, wenn von 10 Leuten sechs ihre Texte können und wissen, was sie wo wie und warum machen, wenn die restlichen vier irgendwie dann mitgezogen werden müssen.

War ich also die letzten drei Proben ziemlich zufrieden mit der Arbeit in den Proben und den Proben an sich, hab ich heute einen herben Rückschlag erlitten und bin gerade mal ein wenig… gereizt! Auch weil ich das Gefühl habe, es fehlen immer die gleichen Leute und die anderen können nichts machen ohne sie.
Und das ist – um mit Penn & Teller zu sprechen „Bullshit“!