Nix wie weg!

Regelwerke Seitenansicht D&D 5 von oben nach unten: Players Handbook Monster Manual Xanathars Ratgeber für Alles Dungeon Master Guide

So.

Es ist der Tag danach – bis ich das jetzt abtippe sogar der Tag nach dem Tag danach. Der Tag nach D&D. Was haben wir denn nun so gemacht, bzw. was habe ich sie machen lassen?

Der Termin im Juni endete ja damit, dass die Gruppe die sich eingeschlichenen Doppelgänger enttarnt hat. Beim anschließenden Kampf wurden beide besiegt. Der eine wurde bis 0 heruntergeprügelt – der zweite hat vor der 0 die Fahne gestrichen. Da wir jetzt in der Gruppe tatsächlich einen Charakter mit guter Gesinnung haben, wurden die beiden Doppelgänger nun auch nicht getötet, sondern gefangen genommen. Damit endete das Spiel im Juni.
Und genau da setzten wir gestern wieder ein.

Von unserer Spielergruppe hatte sich einer wegen Umzug abgemeldet – und den zweiten kurzfristigen Ausfall hatten wir dieses Mal Reizgas zu verdanken. Echt, Leute gibt’s.
Ich hoffe, nächstes Mal sind wir mal wieder vollzählig. Zumindest gab es bis jetzt noch keine Absage. Aber der Monat ist ja noch lang. Und wieder war es gut, nicht zu viel geplant zu haben.

Gut, ich habe schon etwas vorbereitet, worüber ich mich jetzt aber nicht weiter auslassen werde, denn Gruppenmitglied liest mit, pst. ;o)

Eigentlich waren wir gestern – also am Freitag ^^ – dann nur mit den beiden Gefangenen beschäftigt. Die Gruppe hat versucht, die Beweggründe zu verstehen, welche die Doppelgänger umtreibt. Denn sie konnten nicht verstehen, warum jemand so lebt.

Von Doppelgängern hatte bisher nur unser Paladin gehört. Der hatte die höchste Probe geschafft und bekam daher von mir die entsprechenden Doppelgänger-informationen und konnte diese dann an den Rest der Truppe weitergeben.

Tatsächlich ist dies manchmal die Sache, bei der mir selbst die Erklärungen schwerfallen. Vorgeschlagene Begegnungen, für die ich mir dann selbst noch passende Begründungen ausdenken darf anhand von Erklärungen, die im Monsterbuch stehen. Und ob die dann entsprechend passen?

Shadowrun-RegelwerkeDavon hatte wir es dann auch kurz: Begründungen und Motive für Handlungen. Denn GMS hat momentan unsere SR-Leitung übernommen, da wir jetzt in Japan rumfallen + sie das aus erster Hand kennt. Und sie hat erwähnt, dass sie die letzten Tage gar nicht dazu gekommen ist, am nächsten SR-Termin rumzufeilen. (Der ist in zwei Wochen.) Wobei da dann unser Vor-GM Balkonbauer versucht hat, zu beruhigen, als auch ich. Doch ich kann das völlig nachvollziehen, das Vorbereiten + Planen + NSCs bauen vor dem nächsten Abenteuer. Wie ich die ersten Termine selbst geleitet habe, habe ich mir fast den ganzen Monat vorher ständig Gedanken + Planungen gemacht.
Sie versuchen zu Beruhigen bringt da nicht wirklich was. Wahrscheinlich eher das Gegenteil. Zu hören, wie wenig sich andere vorbereiten würden…
Sie meinte, sie müsste das Wie + Warum für sich wissen, bevor sie weitermachen kann. Da musste ich an die Grübeleien zu meiner Geschichte denken, die ich dann auch meist für mich erst zu Ende gedacht haben muss – oder zumindest so gut wie, bevor ich mich mit der Geschichte selbst wieder befassen kann.
Unsere Hirne wollen halt was sie wollen.
Zurück zu den Doppelgängern.

Die hatten es den Tag über nicht leicht.
Da die Karawane weiterziehen wollte, wurden sie gefesselt auf ihre Pferde gesetzt und diese hinten an einen Wagen gebunden. Auf diesem Wagen gehört unsere Druidin zum Wachpersonal. Und im Wagen dahinter sind unser zauberhafter Zwerg und unsere Bardin Wachpersonal. Von daher waren sie den ganzen Tag unter Beobachtung.
Zwischendurch kam noch unser Mann vom Ende des Zuges vorbei, um sie selbst mal zu befragen. Am liebsten hätte er mit ihnen einen Bund geschlossen, bei dem sie sich wo hätten einschleichen können, um ihm dann von innen die Türe zu öffnen. Doch das war für die beiden zu sehr Arbeit, und damit nichts für sie. Als er dann wieder bei seinem Wagen ankam, war dort sein Chef sehr unzufrieden, dass sein Leibwächter sonst wo in der Weltgeschichte unterwegs war. (Da frage ich mich tatsächlich, ob einer den Job verlieren könnte. Doch was spricht da dagegen? Hmm…)

Am Rastplatz für die große Rast angekommen, wurden die beiden Doppelgänger in ihrer natürlichen Form etwas bis über die Brust im Erdboden eingegraben. Diese Mühe machten sich unsere Druidin und der Paladin. Wobei ich gerade überlege, dass ich sie ja auch mit Namen nennen kann. Habe ich bisher ja auch. ;o)
Also, Aurora und Torinn haben unsere beiden Bösewichter eingegraben. In der Zwischenzeit hat unser Namenloser zwei alte Holzeimer aus der Taverne organisiert. Aurora nutzte den einen dann direkt mal, um sich draufzusetzen. Dafür hat sie die beiden dann auch noch gefüttert.
So lieb!
Auch wenn sie eher auf deren Stoffwechsel gehofft hat.
Nicht ganz so lieb. ;o)

Die vier anwesenden Spieler haben sich auf die 4 Wachen für die eingegrabenen verteilt und die Nacht konnte beginnen.
Aurora fing an, danach Torinn, Grimm und zum Schluss noch der Namenlose.
Doch weil sie wohl das Vorhaben + die Gedanken von ihm soweit mitbekommen hatten… und weil eine Flucht mitten in der Nacht am erfolgversprechendsten ist, haben sie gewartet, bis Grimm an der Reihe war. Eine halbe Stunde nach Wachablösung schritten sie zur Tat. Da bemerkte Grimm, dass die beiden Holzeimer, die sie über ihre Köpfe gestülpt bekommen hatten, sich nicht mehr etwa einen halben Meter über dem Boden befanden, sondern nun auf dem Boden standen.

verschiedene RollenspielwürfelMit gezückter Axt ging er hin, um sich das näher anzusehen. Dafür kickte er den einen Eimer weg, um genauer nachzuschauen, was da vor sich ging.
So sah er nun in das Loch, das für einen etwa 170-180 cm großen Humanoiden gegraben worden war – und aus dem Loch sah ihn etwas an, das wie Esvelle aussah, die kleine Tochter seiner Auftraggeber im Wagenzug.
Und ein etwa 1 Meter kleines Kind war natürlich zu klein für die Fesseln und das Loch. So schnellte sie sich Grimm direkt entgegen, während er noch versuchte zu erfassen, was da passiert war.

In diesem Kampf vermöbelten nun die beiden Doppelgänger Grimm bis zum Umfallen und machten sich dann davon. Grimm konnte zwar noch einen Alarmruf absetzen, bevor er ausgeknockt wurde, doch bis sich seine Leute sammelten, waren die beiden vorerst weg.
Zur Krönung von Grimms Niederlage wurde er von seinem eigenen Abbild niedergestreckt.

In dem nun ausbrechenden Chaos im Lager versuchten Torinn mit seinem Geisterwolf und Primela mit ihrem Hund, die Geruchsspur aufzunehmen – nach einer kurzen OG-Philosophiestunde, ob Gestaltwandler nicht nur das Aussehen ihrer Opfer, sondern evtl. auch deren Geruch annehmen könnten. Doch soweit wollten wir es dann doch nicht treiben. ;o)
Allerdings hatte die beiden Vierbeiner bisher wenig Erfahrung als Bluthunde, weswegen sie nur planlos im Kreis herumliefen. Da taugten Grimms Spurenleserfähigkeiten einiges mehr. Sie konnten die Spuren bis zur Pferdeweide verfolgen und bekamen mit, dass am anderen Ende der Weide Unruhe unter die Tiere kam und dann zwei Pferde davongaloppierten.

So einfach wollten sie sie aber nicht entkommen lassen. Grimm wollte ihnen grimmig wenigstens noch einen Blast hinterherjagen.
So machten sich Aurora, Grimm + Torinn an die weitere Verfolgung. Dafür nahm Aurora jetzt das erste Mal im Spiel (und vielleicht überhaupt das erste Mal seit ihrer Ausbildung) die Gestalt eines Schlachtrosses an und ließ Grimm reiten, während Torinn auf seinem Wolf ritt.
Doch die beiden Doppelgänger hatten einfach einen besseren Start.
Aurora war das Pferd sein noch nicht gewöhnt und galoppierte in der langsamst möglichen Geschwindigkeit. So konnte Grimm beim besten Willen von den Flüchtenden nichts mehr sehen – und der Hufschlag verklang in der Ferne.

Nix wie weg!

Also kehrten sie wieder zum Lagerplatz zurück und Aurora wurde wieder sie selbst. Torinn und Grimm fanden diese neue Fähigkeit von Aurora sehr nützlich. Und auch wenn diese Flucht ganz ohne Tokens und Karte vor sich ging, bin ich mir sicher, dass sie nun die Fähigkeiten ihrer Tiergestalten öfters nutzen wird. Ein Anfang ist gemacht.

Und die beiden Doppelgänger sind entkommen.
Das macht mich froh. Denn ich denke, dass diese Flucht ihrem Wesen wohl eher entsprochen haben dürfte als das, wie ich sie das letzte Mal habe handeln lassen. Ein Angriff aus einer Position der Überraschung…

Auch wenn Grimm dem einen durchaus Wunden zugefügt hat – und ich schon fast Angst um ihn bekam – haben sie zu zweit gegen einen ganze Arbeit geleistet. *fies grins*
Und er hatte mal keinen Grund, sich über zu schwache Gegner zu beschweren.
Oh, wenn ich eben richtig nachgerechnet habe, hat er seine erste tödliche Herausforderung überlebt.
Wobei er das nur aufs Würfelpech schiebt. :o)

Und mit dem Ankommen wieder bei der Karawane, dem Wunden lecken + Erholen von dem Stress, hatten wir den Abend dann auch schon beendet. Da war es 10, eine Stunde früher als sonst – doch ich finde, es hat gepasst und ich habe noch etwas mehr Schlaf mitnehmen können.

Und jetzt werden wir sehen, was beim nächsten Mal passiert.

Tschüss Doppelgänger.
*hinterherwink*

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Freitagabend – Rollenspielabend

Wie schon öfters erwähnt, ist Freitagabend unser Rollenspiel-Abend.

Nicht jeder – aber so alle 2-3 Wochen. Je nachdem, wie viele Freitage der Monat hergibt. Anfang des Monats läuft D&D, und zum Ende des Monats gibt’s Shadowrun (SR).

Der Spielmeister für beide Sachen ist die böse Banane. Allerdings hatte er Anfang des letzten Monats noch davon gesprochen, dass ihm langsam der „Stoff“ ausgeht und er entsprechend in der nächsten Zeit gerne das Leiten abgeben würde.
Nicht gleich, aber demnächst.

Wie der dumme Zufall es will, fiel er dann eine Woche vor dem letzten SR-Termin aus. Mit einem guten Grund. Doch bat er darum, den Termin letzten Monat nicht ausfallen zu lassen. Das bedeutete, eine_r aus unserer Gruppe musste sich was einfallen lassen.

Tatsächlich hatte ich auch einen kleinen Gedanken… und habe also letzten Monat seit Ewigkeiten mal wieder geleitet.

Dies müsste dann mein sechstes Mal gewesen sein, das ich gemeistert habe.

Natürlich war ich in den Regeln jetzt nicht so fit, weil ich mir in der einen Woche bzw. den 5 Tagen bis zum Spiel eher den Kopf zerbrochen habe über „Wie funktioniert Roll20?“ und über die Werte und Ausstattungen meiner NSCs. Doch bei den Regeln habe ich einfach während des Spiels einen erfahrenen SR-Spieler unserer Runde gefragt. Und wir haben dann alles so-in-etwa gemacht.
Es war ok.

Die Spieler haben es überlebt, meine NSCs haben überlebt (teilweise knapp ^^) und ich als GM tatsächlich auch.

Aber es zeigte mir mal wieder auf, wie wenig mensch oftmals seine Mitspieler einschätzen kann. Und wie kompliziert es ist, NSCs zu entwerfen, die auch Werte haben. Also wirkliche Charaktere, nicht nur einfaches Büchsenfutter.

Kurz zur Grundidee:
Zum Glück hatten wir in der vorletzten Sitzung einen Run abgeschlossen + in der letzten nur noch mal Nachwirkungen desselbigen gespürt.
Also waren wir völlig frei. Doch jetzt etwas für einen kompletten Run aus den Ärmeln zu schütteln, mitsamt Auftrag erhalten und planen etc… Das wäre in einer einmaligen Sache nicht geschafft worden. Ich kenne mich + meine Mitspieler. ;o)
Deswegen dachte ich mir: Lass den Run zu ihnen kommen.

Der Großteil der Gruppe lebt in Eschborn, in einem Haus über einem ehemaligen Supermarkt. In diesem hat sich ein Ork-Motorradclub eingerichtet, der unser (fast) aller Vermieter ist und mit + für den wir schon gearbeitet haben. Man läuft sich halt ständig auch so übern Weg oder geht teilweise zusammen einen Trinken.

Dieser Motorradclub, nennen wir ihn mal „Vipers“, hat einer rivalisierenden Gang aufgrund eines Tipps + damit ergangenen Auftrags eine Waffenlieferung abgejagt.
Diese sollte dann 2 Tage später an den eigenen Auftraggeber geliefert werden. Komplett.

„Leider“ möchten die Verantwortlichen der Lieferung diese wiederhaben – bzw. wenigstens einen bestimmten Teil davon. Also werden die Vipers weggelockt, und unsere Gruppe soll auf die Lieferung aufpassen. Das nichts wegkommt. ;o)

Soweit mein Grundgedanke.

Also habe ich mir überlegt, aus was diese Lieferung besteht – für den Fall, das meine neugierigen Mitspieler einen Blick riskieren wollen würden. (Mit der Banane hatte ich schon geklärt, ob die Orks nachschauen würden. Die Antwort war: Nein.) Und speziell unserem gierigen Geist hätte ich das zugetraut.

Stattdessen war dann die Reaktion auf „Passt mal auf, bis wir wiederkommen.“: „Na gut.“
*Fläääz*
Gut, es wurde mal nach den Kisten geguckt… dann zog sich unser Decker lieber wieder in seine Räumlichkeiten zurück, um sich endlich in Ruhe in das System der Orks zu hacken, um ansonsten einfach weiter seine Serien zu schauen. Den sich ankündigenden Besuch hat er nur ganz am Rande mitbekommen.
„Gegenüber steht ein Auto.“ … „Jetzt stehen da 3 Autos.“…

Wie gesagt, ich habe einen großen Teil der Planungszeit damit verbracht, mich mit Roll20 zu beschäftigen, um den Club bespielbar zu machen.

Dies hat nur bedingt geklappt.

Ich konnte meine Waffenkisten deponieren, und für meine NSCs Marker machen… aber dann, beim Spiel, konnten die Spieler ihre Marker nicht auf dem Plan verschieben und nicht auf das Würfeltool zugreifen. Das war alles ein wenig… unpraktisch.

Ich habe mir Gedanken gemacht dazu, von wem die Waffenlieferung war + wofür; was die NSCs wenigstens hätten holen sollen – und natürlich über die NSCs. Über ihre Werte + Ausrüstung, ihre Straßennamen… Schade, dass es nicht eine Art Tabelle gibt, bei der mensch mal schnell NSCs zusammenstückeln kann für bestimmte Erfahrungsstufen. Denn schließlich sollen/dürfen sie ja als Gegner auch nicht unbesiegbar sein.

Gut – die Gegner waren wohl auch nicht die besten, sonst wären sie sicher anders vorgegangen. Es hätte viele Möglichkeiten gegeben. Aber sie sind halt auch dann nur so gut wie ihr Spieler. ;o)

Nun, wir waren beschäftigt für diesen Abend.

Und beim letzten D&D-Abend haben wir stattdessen noch mal „Tails of Equestria“ gespielt – bzw. „My Little Pony“. Da hat ein Mitspieler das zweite Mal überhaupt geleitet. Dieses Mal in einer Welt, in der er sich auskennt ohne Ende, und mit willfährigen Mitspielern. Und das hat auch gut geklappt + wir hatten Spaß. :oD

Morgen ist es also mal wieder soweit. Shadowrun.

Da wird nun ein anderer Mitspieler das Zepter übernehmen. Erst mal als Versuch für alle. Und wenn der läuft, dann wohl auch weiterhin.

Und ich kann mir weiter überlegen, was ich vielleicht gerne mal Oneshoten würde.

Aber bis ich das weiß…

Das dauert noch.

Bis dahin probieren wir dann auch erstmal DSA mit Drachenechse aus.

Bei Angroschs Bart!