Familientreffen, die Zweite – 2017

Letzten Donnerstag war es soweit. Die Familie meines Vaters-nicht-vor-Ort hat sich wieder zu einem Familientreffen zusammengefunden. Der Ort der Veranstaltung war derselbe wie das letzte Mal vor zwei Jahren, ein kleiner Ort am Rand des Steigerwalds, etwa 8 Kilometer von Haßfurt entfernt.

Im Vorfeld waren meine Gefühle gemischt. Das letzte Treffen war ja ganz in Ordnung, doch… naja. Man weiß ja nie. Auf jeden Fall habe ich meinen Urlaub entsprechend geplant, weil ich dieses Treffen auf jeden Fall nochmal mitnehmen wollte. Für zukünftige Treffen wollte ich dieses dann abwarten.

Ich kann jetzt sagen: Es war ein richtig schönes Treffen. Nicht ganz so viel Familie dabei wie das letzte Mal, was an den Pfingstferien von Bayern und Baden-Württemberg lag. So waren die Familien aus diesen Ecken zum größten Teil mit ihren Kindern in Urlaub, und damit nicht anwesend. Außerdem gab es noch andere Ausfälle wegen Urlaubsmangel und Krankheitsgründen.
Dieses Mal war das einzige Kind, das die ganze Zeit dabei war, die Tochter von meinem Cousin aus Saarbrücken. Was heißt Kind – mit 14 ist man Teenager. Ansonsten gab es noch Stippvisiten von der Kleinen von meiner Cousine aus… gute Frage. Da ist die Hausfrage gerade im Raum. Und die Kleine ist 15 Monate – da braucht sie noch keine Ferien. ;o)

Letztes Mal wurde ja gerne mit dem Ball gekickt. Darauf habe ich nicht wirklich Lust, weswegen ich mich also mal um Alternativen für Beschäftigungen draußen gekümmert habe. Ein billiges Wikingerschach, dass es vor zwei Wochen im Angebot gab – und wirklich viel zu klein ist. Da muss ich mir also noch mal eine große und damit gescheite Variante besorgen. Außerdem ein Indiaca und zwei Wurfscheiben über Drachenechse und der Pappnase aus Frankfurt. Das Wikingerschach kam dann direkt am Donnerstag zum Einsatz. Deswegen weiß ich, dass es wirklich zu klein ist. Aber als Grundgedanke war es schon mal nicht schlecht. Danach wurde noch ein wenig Frisbee geworfen. Das hat schon Spaß gemacht. So ging der erste Abend recht gemütlich rum.

Letztes Mal bin ich mit meinem Vater-nicht-vor-Ort (sonst, dieses Mal natürlich schon ;o)) am Samstag ’ne Runde spazieren gegangen. Dies haben wir dieses Mal direkt am Freitag „erledigt“. Eine Runde zur Bergkirche und dann weiter.
Nachmittags war ein Treffen im Kunsthandwerkerhof in Königsberg in Bayern angesetzt. Dorthin bin ich dann mit meinem Vater gefahren – mit einem kleinen Abstecher über Haßfurt. Einmal meinen Papa beim Schuhe kaufen begleiten, und dann noch einmal eine Kerze bei meiner Oma und meinem Opa anzünden. Wie üblich nach langer Zeit, mussten wir beide erst mal suchen – bis mein Vater es dann gefunden hat. Ich wollte ja schon aufgeben und dies dann später erledigen. Doch mein Vater ist dann seinem Gefühl gefolgt – und hat damit richtig gelegen. Glückwunsch. ;o)

Danach ging es nach Königsberg, wo wir beim Kunsthandwerkerhof so nach und nach einige Tische gefüllt haben. Und dabei war das noch nicht mal die Hälfte der Familie. Wenn wirklich der Großteil dabei gewesen wäre, hätten wir sicherlich nicht wirklich Platz gefunden. Doch so haben wir letztendlich alle an eine lange Tischreihe gepasst. ;o)

Anschließend ging es zum Grillen nach Haßfurt, ins Elternhaus von meinem Vater und seinen Geschwistern. Mein Onkel und meine Cousine und deren Freund haben sich da ganz schön ins Zeug gelegt. Außerdem finde ich das Haus und den Garten immer wieder… aaaah. So schön!

So wurde es dort ein gemütlicher Tagesabschluß mit lecker Essen und Trinken, sowie, gegen die aufziehende Kühle, mit etwas Lagerfeuerfeeling. Nicht zu vergessen guten Gesprächen. Als mein Vater dann zum Aufbruch bat, war es – gefühlt – noch gar nicht so spät. Doch als wir dann wieder in unserer Unterkunft waren, bin ich doch auf dem Zimmer geblieben. War wohl doch an der Zeit. ;o)

Am Samstag früh war für die Allgemeinheit nichts vorgesehen. Mein Vater wollte nochmal seinen Bruder im Krankenhaus besuchen in Bad Kissingen, und hat da eine seiner Schwestern mitgenommen. Ich habe dann die Gelegenheit der freien Zeit genutzt, und bin nochmal nach Haßfurt gefahren. Denn mein Cousin aus Saarbrücken hatte am Freitag in Haßfurt in einem Buchladen noch Comics vom Gratis Comic Tag gefunden, der eigentlich im Mai stattgefunden hat. Und laut seiner Auskunft sollten da noch einige mehr dort sein. Weswegen ich das unbedingt überprüfen musste. Da ich es schon wegen Arbeit damals nicht nach Frankfurt geschafft habe…  ;o) Deswegen bin ich also nach Haßfurt gefahren und dort nach der Parkplatzsuche direkt zu Hübscher gegangen, um zu sehen, was es dort noch so gab. Ich kann sagen: Einiges.
Als erstes habe ich mir aber ein Buch zum Kaufen ausgesucht, dass ich vom Thema interessant fand:
„Die germanisch-frühdeutschen Ortsnamen des Regnitz- und Obermaingebietes“.
Man weiß nie, für welche Recherchen ich das mal gebrauchen kann. Und wo einige Ortsnamen bzw. deren Endungen herkommen, hatte ich mich eh schon mal gefragt.
Außerdem habe ich mir noch
„Gute Prinzessinnen kommen ins Märchen, böse schreiben Geschichte“
mitgenommen. Das gab es außen in der Auslage heruntergesetzt. *g*
Und ich habe die Dame an der Kasse gefragt, warum noch so viele Comics vom Gratis Comic Tag da sind. Ob in Haßfurt nicht so viele Leute Comics lesen würden? Sie konnte es auch nicht verstehen. Meinte, dass es wohl einige Manga-Leser gibt, und andere sich da nicht so ganz trauen würden. Und sie wollten sie halt loswerden – inzwischen. (Verständlich, nach über einem Monat Rumstehens…) Ich habe mich also mal einiger *hust* Gratis Comics angenommen, wie ihr ja oben sehen könnt. Habe mich durch den Karton gewühlt, und von fast allen eines genommen. Nur auf ein oder zwei Kindercomics habe ich verzichtet. ;o)

Anschließend bin ich noch etwas durch die Stadt. Ein Eis essen, und Fotos von der Ritterkapelle machen – für meinen Blog. Damit ich euch auch was zeigen kann. ^^

Letztendlich ging es dann wieder zurück in die Unterkunft, wo ich erst eine Kleinigkeit gegessen habe, um dann mit Teilen der Familie in den Nachbarort Oberschwappach zu spazieren, wo der Onkel aus Haßfurt eine kleine Weinverköstigung organisiert hatte. Anschließend ging es über die Weinberge wieder zurück, mit einer leicht anderen Familienzusammenstellung, da einige hin- dafür dann andere zurückgefahren sind.
Abends ging es zum Abendessen nochmal gemeinsam weg. Zum Schnitzelessen. Zumindest ich und einige andere – Alufolie wurde entsprechend verteilt. So hatte ich gestern noch ein gutes Abendessen. ;o)

Zum Abschluss des Tages haben wir – die „Saarbrücker“ und ich ;o) – noch eine Runde „Machi Koro“ gespielt. Angesetzt sind laut Spiel 30 Minuten – wir haben etwas länger gebraucht. Vielleicht meinten sie „pro Person“? Oder weil es unser erstes Spiel war? Vielleicht haben wir deswegen etwas länger gebraucht? Kann natürlich auch sein. ;o)

Tja… und das war es dann gewesen.

Dann war da nur noch das Frühstück am Sonntag – bei dem ich tatsächlich mal als erstes da war. Was mich wirklich etwas überrascht hat. Mein Vater war der Zweite, der aufgetaucht ist – und der erste, der am Sonntag gefahren ist. Ein Teil der Mainzer hatten sich bereits am Samstag wieder auf den Rückweg gemacht.

Nach dem Frühstück und dem Packen wurde dann allen noch „Tschüß!“ gesagt – und vielleicht/wahrscheinlich treffen die Saarbrücker und ich uns dann mal zum Spielen, wenn sie in Mainz sind. Das fände ich schön.

Und so habe ich mich dann auch auf den gemütlichen Heimweg gemacht.

Da es ja ein Wochenende unter dem Motto „Familie“ war, habe ich direkt noch auf dem Rückweg bei Verwandtschaft in Ramsthal vorbeigeschaut und
„Überraschung!“ gesagt. Zum Glück waren die alle schon wach. ;o)

Als letztes habe ich dann auch noch eine Kerze bei meiner Oma und meinem Opa in Euerdorf angesteckt. Das hatte ich ursprünglich bereits am Donnerstag auf dem Hinweg vor, aber da ich da nicht so früh gefahren bin wie gedacht/geplant, habe ich dies dann auf der Heimreise erledigt.

Und dann kam ich nach Hause – und ich nehme an, meine Monster haben sich gefreut, dass ich wieder zu Hause war.

Jetzt mal sehen, ob das nächste Familientreffen wieder in zwei Jahren angesetzt wird – und wer dann auf diesem dabei sein wird. Ich denke, wenn ich Urlaub habe, bin ich da auch wieder mit dabei.

Wenn alles gut läuft, sehe ich meinen Vater – jetzt wieder -nicht-vor-Ort ;o), übermorgen. Wenn dies der Fall ist, werde ich da bestimmt auch was drüber schreiben.

Lasst Euch überraschen.

;o)

 

 

Wieder viel Familie…

Im Januar hatte ich seit langem mal wieder die Gelegenheit, meinem Vater beim Arbeiten zuzusehen und ein wenig mitzuwirken.

Dieser beschäftigt sich schon seit Jahrzehnten – mittlerweile zwei an der Zahl – mit systematischer Familienaufstellung. Nach der Methode, wie sie Bert Hellinger entwickelt hat. Ob diese Methode jetzt gut, schlecht oder irgendetwas anderes ist, darum geht es hier nicht. Mein Vater hatte sie kennengelernt und fand sie … hmm… Wie eigentlich? Zumindest so interessant, dass er sich seitdem auch hauptsächlich damit beschäftigt und arbeitet. In der ganzen Welt: Deutschland, Schweiz, Italien, Mexico, China…
Und darüber Bücher geschrieben hat und wohl auch noch weiter schreiben wird. Nehme ich jetzt mal an. Vorschreiben kann ich ihm das ja nicht. 😉

Ich denke, zumindest eines dieser Bücher kann man als eine Art Einstiegsbuch in die Materie „Familienstellen“ bezeichnen. Und es wird laut meinem Vater immer noch verlegt und gekauft. Ich glaube, eine meiner Kolleginnen in Rottweil bezeichnete es mal als ihr Lieblingsbuch, als sie den Namen meines Vaters erfuhr. Und letztes Jahr beim Drehleierworkshop in Bad Homburg konnte ich eine Mitspielerin meiner Gruppe fragen, wieso sie denn ein Buch von meinem Vater auf ihrem Handy hat.
(Sie hatte es bei einer Freundin gesehen und fand es so interessant, das sie es zur Erinnerung fotografiert hatte. Wie ich dann auf dem Herbstworkshop erfuhr.)
Ich fand diese Tatsache an sich zumindest mal sehr erheiternd, unverhofft das Foto dieses Buches zu sehen – auch wenn anschließend erst mal die Sache der unterschiedlichen Nachnamen zu klären war.
Wer wissen möchte, um welches Buch es sich dabei handelt – der Werbeblock kommt ganz zum Schluss, wie üblich. 😉

Nun denn. Ich konnte also im Januar mal wieder bei einem Familienstellen als Vertreter mitmachen.
Das Besondere an diesem Termin war aber, das er sozusagen an meinem Herkunftsort stattfand. Einem kleinen Dorf in Unterfranken, wo ich jetzt zwar nicht geboren wurde (weil es kein Krankenhaus mehr dort gab, so dass meine Mutter für die Geburt in die Kreisstadt Bad Kissingen musste), aber in dem ich meine ersten 5 Lebensjahre im Kreise der Familie meiner Mutter verbracht habe und aufgewachsen bin. Außerdem habe ich die meiste Zeit meiner Ferien dort zugebracht.
Dort, im Dorf und Nachbarort, wohnen noch immer mein Opa und die wichtigsten Onkels und Tanten für mich.

So konnte ich das Thema „Familie“ in zweifacher – nein, sogar dreifacher Hinsicht nachgehen.

  1. Beim Stellen als Vertreter für andere Familienmitglieder der Klienten mitwirken.
  2. Ein wenig Zeit mit meinem Vater verbringen.
  3. Bei der Familie der jüngsten Schwester meiner Mutter, also meiner Tante, übernachten und das Wochenende noch mit einem Besuch bei meinem Opa vollenden.

Es war ein gutes Wochenende. Und ich hatte mal wieder das Gefühl, dass ich wirklich wieder öfter meine Familie besuchen sollte.

Das Stellen war… in Ordnung, auch wenn sich meine Empfindungen für und als Vertreter sehr zurückgehalten haben.
Ich glaube, von 8 Aufstellungen habe ich bei 6 oder7 mitgewirkt. Was insofern nicht verwundert, da ich ab Freitag mittag der einzige Mann war, den man als Vertreter auswählen konnte. Doch deswegen war ich ja auch dabei.

Am ersten Abend, Freitag Abend, bin ich danach mit meinem Vater gemütlich Essen gegangen und wir haben wieder mal schön gequatscht. Und vor dem Essen habe ich meinen Vater mal meiner Tante vorgestellt. Die ihn auch nur kurz aus frühesten Kindertagen kannte. Also nicht mehr. Doch mein Vater hatte ein Beweisfoto dabei. *g*

Ach ja, diese meine Lieblingstante ist übrigens nur 1 1/2 Jahre älter als ich. Und von daher eher meine große Schwester als meine Tante. Darum war ich auch in den Ferien immer dort. Bei MEINER Familie.

Am zweiten Abend, dem Samstag, ist mein Vater nach dem Beenden der Veranstaltung zu seiner Familie nach Hassfurt gefahren und hat dort seine zwei Brüder besucht, während es bei meiner Tante eine Schneeparty gab, abends. Mit Grillen, Schwedenfeuer, und einer interessanten Konstruktion, die wahrscheinlich meinen einen Onkel und dessen Schwiegersohn so inspiriert haben, diese nachzubauen.
(Eine Metalltonne als Ofen mit Klappe, oben einen Schornstein und eine runde Holzring-Platte um ebendiese Tonne. So konnte man in der Kälte dastehen, sich an der Platte abstützen und Getränke darauf stehen haben – und von unten wurde es teilweise recht warm, wenn wieder frisch nachgelegt war.)
Bei der Party war einiges an Leuten da, und ich konnte mal wieder mit meiner Cousine schwätzen und später mit meinem Cousin. Beide habe ich auch schon gefühlte Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Von ihren Eltern, meinem Onkel samt Frau, ganz abgesehen.

Doch, der Abend war sehr gemütlich.

Und am nächsten Morgen hatte ich dann noch Zeit mit meiner Tante und ihrem Mann. Zum Abschluß ging es dann noch zu einem Besuch zum Opa ins Elternhaus.

Das war ein Wochenende mit viel Familie.

Ich habe auch bei meinem Onkel, der im Elternhaus wohnt, noch „Hallo.“ gesagt.
Meinen Patenonkel samt Frau dagegen habe ich knapp verpasst. Wohl um 10-15 Minuten, wie ich von meinem Cousin erfuhr. Pech.
Dafür habe ich auch bei meiner Oma mal wieder vorbei gesehen. Deren 23. Todestag war letzte Woche. Genauer: Vor 5 Tagen. Und 23 Jahren. *sfz*
Wie die Zeit vergeht…

Ich sollte meine verschiedensten Familienmitglieder also echt wieder mal öfter besuchen.

Genug davon hätte ich ja: 3 Schwestern und 3 Brüder mütterlicherseits – und 3 Schwestern und 2 Brüder väterlicherseits. Plus Kinder und Kindeskinder von denen…

Mal schauen, was das Jahr so bringen wird. Vielleicht ja auch Familie.

 

Und jetzt der Werbeblock:

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Das Buch über erste Einblicke ins systematische Familienstellen heißt:
„Ohne Wurzel keine Flügel“
Autor ist Bertold Ulsamer – und mit diesen Informationen sollte es in Buchläden und Internet zu finden sein. Wenn es jemand suchen möchte.
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Werbeblock-Ende

Und Blog jetzt auch, Auf Wiederlesen.

 

Familie

Es gibt da ja ein Sprichwort: Freunde kann man sich aussuchen, Familie nicht.
Doch auch wenn man sich also die Familie nicht aussuchen kann, bedeutet das ja nicht automatisch, das man diese kennt.

Ich habe z.B. quasi 3 Familien:
Die von meiner Mutter.
Die von meinem Vater 2 – also Stiefvater. Den Mann, den meine Mutter geheiratet hat.
Und die von meinem leiblichen Vater, quasi Vater 1.
Da ich diesen erst wieder mit 16 kennengelernt habe, hatte ich bis dahin keine Ahnung von dessen Familie. Bei seinem 40. Geburtstag ’88 hatte ich dann zwar meine Oma kennengelernt, was mir aber eher unangenehm in Erinnerung blieb. Darum habe ich anschließend auf Einladungen meines Vater zu den Geburtstagen meiner Oma mit Ablehnung reagiert.
Das nächste Kennenlernen meiner Oma geschah dann ’99 und lief um einiges besser.
So habe ich dann also das erste Mal einen Blick in diese Familie am 85.sten Geburtstag meiner Oma geworfen, 2007. Und den zweiten an deren Beerdigung 2009. Ein Blick, der mit einem Mal nicht zu schaffen ist, innerhalb von 3-5 Stunden. Schließlich beinhaltet diese Familie:
3 Tanten plus Männer, sowie 2 Onkel und Frauen; 10 Cousins + Cousinen samt Partner/Ehegatten und deren Kinder. Ich glaube 13.
Bei meiner Mutter ist das ja ähnlich: 3 Schwester + 3 Brüder + Ehegespons ergeben 11 Cousins + Cousinen. Plus auf dieser Seite bisher 2 Kinder.
Von denen ich weiß.
Das es da noch nicht so viele Kinder gibt, liegt auch daran, das ich dort als Cousin mit Abstand der Älteste bin – während väterlicherseits ich „nur“ auf Platz 3 stehen dürfte. Dicht gefolgt von den Cousins 4 + 5. ;o)
Bei meinem Vater 2 ist es dagegen viel überschaubarer: 1 Bruder und 1 Schwester samt Gatten. Fertig.
Und natürlich darf ich da nicht meine Schwester samt Mann und 3 Kinder vergessen.
Wenn schon, denn schon.

Dies war also nur mal die zahlenmäßige Aufstellung.
Die, die ich mir nicht aussuchen konnte.
Und doch habe ich es irgendwie getan.
Denn von der Familie meines Vaters war letztes Wochenende Familientreffen angesagt.
Aufgerufen und eingeladen dazu wurde von meinem Vater, nachdem dieser Wunsch wohl vermehrt bei der Elterngeneration geäußert wurde. Bis dato hatte sich die Familie sonst immer auf den Geburtstagen meiner Oma getroffen. Bei deren zuletzt gefeierten ich ja dann plötzlich in der Tür stand… von dem bis dahin wohl kaum jemand wußte. Vielleicht die Geschwister meines Vaters – doch eher weniger deren Kinder.

Ich habe nicht lange gebraucht, um mich für das Treffen zu entscheiden. Über die kompletten 3-4 Tage, von Donnerstag bis Sonntag. Die Entscheidung fiel schnell – doch je näher der Termin rückte, desto größer wurden die Zweifel: Was soll ich so viele Tage mit so vielen mir doch unbekannten Leuten anstellen?
Nun – das Treffen ist vorbei. Und ich habe es überlebt. ;o)
Und mein Fazit: Es war ok. Recht nett.
Das Einzige, das mich genervt hat, war das Grimasseschneiden meines Vaters. Doch dafür hat er sich gestern noch entschuldigt, bevor er wieder mal nach China zum Arbeiten geflogen ist. Dafür haben wir uns am Flughafen getroffen – obwohl wir uns doch die 4 Tage davor auch schon gesehen haben. Aber ich wollte diese Tradition nicht abreißen lassen: Wenn mein Vater fliegt und ich habe frei oder kann es einrichten, treffe ich mich mit ihm am Flughafen. Aber das ist eigentlich eine andere Geschichte. ;o)

So habe ich also über 3-4 Tage einen Großteil der Familie väterlicherseits wiedergesehen. Nachdem die Familie sich weit verteilt – München, Bodensee, Ravensburg, Ulm, Bad Kissingen, Mainz, Saarbrücken, Freiburg – haben viele die Gelegenheit genutzt, Omas und Opas; Onkels; Tanten; Cousins + Cousinen; Brüder + Schwestern wiederzusehen. Und zwar alle auf einmal.
Die Tochter eines Cousins hatte sich einen Familienplan gemalt, mit allen Onkels und Tanten, deren Hunden und Kindern, sowie deren Kinder. Auf den habe ich auch gerne mal draufgesehen. Bin gespannt, ob ich ihn gemailt bekomme.
Wir haben viel ungezwungen beisammen gesessen. Am Freitag sind alle ausgeflogen, um dann nach und nach im alten Elternhaus einzutrudeln. Dort wohnt jetzt der Jüngste mit Frau und Kind.
Auch ich habe das so gehandhabt: Erst ein bischen durch die Gegend gefahren; dann das Grab der Großeltern gesucht und gefunden; ein wenig in die Stadt Hassfurt… dann eine Weile auf „der Promenade“ absitzen. Und dann zum Haus.
Abends ging es zum Essen in ein Gasthaus, in dem die älteste Schwester vor 50 Jahren ihre Hochzeit gefeiert hat. Danach noch ein wenig in der eigenen Unterkunft zusammengesessen.
Samstags bin ich mit meinem Vater ein wenig gelaufen. Für Spazieren zu weit – für Wandern zu kurz. ;o)
Und dann wurde wieder gemütlich zusammengesessen. Die ersten waren schon wieder weg, dafür kamen andere noch vorbei. Was letztendlich zu ein paar Fußballspielen führte – bei denen auch gerne mal ein paar der Hunde mitgemacht haben.
Es war eine gute Stimmung über das Wochenende.
Von daher bin ich froh, dabeigewesen zu sein.
Das jetzt aber bald fast sämtliche Cousins und Cousinen verheiratet sind und zum Großteil eigene Familien und eigene Häuser haben… nun, das ist für das eigene Selbstwertgefühl nicht ganz so hilfreich.
Doch dafür können sie ja nichts.
Das ist meine Sache.

Mal sehen, ob und wann es davon eine Wiederholung geben wird.
Und ob ich da dann auch wieder dabei sein will/werde.
Wer weiß das schon. Ich jetzt zumindest noch nicht.