200!

Ich habe gestern festgestellt, dass dies jetzt mein offiziell 200.ster Blogeintrag wird.

Genaugenommen ja eigentlich bereits 201 oder 202, nachdem ich 2 Beiträge wieder gelöscht habe. Obwohl… zählen die vielleicht auch dazu? Egal.

Sei’s drum.

Für mich ist das jetzt also mein 200.ster Beitrag – mehr, als ich mir am Anfang gedacht habe. Läppert sich halt doch. ;o)
Dann mach ich jetzt was außer der Reihe, und meinen Konzertbesuch von ONUKA gibt’s dann morgen.

Was könnte ich da jetzt machen?

Hatte da noch einen Friedhofs-Haiku, doch der ist noch nicht fertig + Bedarf noch der Überarbeitung. Gefällt mir bis jetzt nicht so recht. Hmm…

Dann mal überlegen – vielleicht fällt mir ja grad spontan was ein…

 

Worte fließen:
holpernd, schießend,
manchmal Schwallgleich,
manchmal stockend,
tropfffff end
vom Stift aufs Papier.


Ist die Idee

erstmal da
geht es meist recht schnell.
Ist sie es nicht
bleibt das Blatt lange hell.


Sind schließlich alle da

wo sie hingehören,
wird es übertragen,
abgeschrieben
in das elektronische Gedächtnis.


Vielleicht…

nochmal verändert.
Gefeilt
an Wort oder Stimmung.


Und zum Schluss

steht es dann hier.


Zum Lesen

für den,
der es findet
und den’s vielleicht
interessiert.


Wer weiß, wie lange…

Grundreinigung nötig

Gedanken
abstreifen
wie eine alte Haut
an einem Baum.

Aus dem Kopf
schütteln,
dass sie in der Gegend
verschwinden.

Ich wünschte mir
oftmals
ich könnte das
so einfach.

Unliebige
und nutzlose
Gedanken
loswerden.

Stattdessen
werden sie
in meiner Gedankenmühle
zu feinem Staub zermahlen,
und verbreiten sich
immer mehr
in meinem Kopf.

Gedankenstaub,
sich überall
festsetzend,
und mich nie
ganz verlassend.

Da hilft nur
mit Musik
übertünchen
oder

Einmal Grundreinigung, bitte.

 

Schreib, Du Stück!

schreib-page0

Los!
Nimm den Stift in die Hand
und hau die Worte
aufs Papier!

Schreib, Du Stück!

Setze mit dem Stift
Buchstabe an Buchstabe.
Verbinde sie
zu Wörtern,
Sätzen,
Gedichten,
Geschichten.

Schreib, Du Stück!

Spitz die Feder
und stich sie hinein
in deine Gedanken
und spieße sie
dann herunter
aufs Papier!

Schreib, Du Stück!

Wenn Du alles
geschrieben hast,
was Du schreiben wolltest
setze den Wörterhobel an
und hobel und feil alles weg,
was da ist an Zuviel.

Feile
an deinen Texten
bis sie sind
wie sie sein sollen.
Bis alle Buchstaben
und Wörter
da sitzen
wo sie hingehören.

Dann hast Du
vielleicht endlich
einen Text fertig.
Doch die nächsten
warten schon.
Auch sie wollen
endlich!
von Dir
aufs Papier
gebracht werden.

Darum los:

Schreib, Du Stück!

 

(Danke an Pinkfisch für die Inspiration.)

Zeiten

20160430_161458

Das Leben
ist ein Kommen
und Gehen.
Manche kommen
und bleiben
ein Leben lang erhalten,
als Freunde, Feinde
Familie.
Manche bleiben
eine gute Zeit.
Irgendwann dann
von den Wellen der Zeit
abgetrieben
oder in ihnen
versunken.
Wieder andere
tauchen auf,
schießen an einem vorbei
und sind
schneller wieder verschwunden
als sie für ihr
Auftauchen
gebraucht haben.

Und so geht es weiter
und weiter.
Auf und ab,
da und vorbei.
Solange
bis man selbst
sein Ufer der Zeit
erreicht hat.
Und während man selbst
am Gehen ist
kommen hinter einem
schon wieder etliche Nachfolger.
Und mehr
und mehr
und immer so weiter
und weiter.
Bis dann auch
die Sonne
ihr Ufer der Zeit
erreicht hat.
Dann gehen alle.

Und die Zeit ist sich selbst überlassen.