Zeiten

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Das Leben
ist ein Kommen
und Gehen.
Manche kommen
und bleiben
ein Leben lang erhalten,
als Freunde, Feinde
Familie.
Manche bleiben
eine gute Zeit.
Irgendwann dann
von den Wellen der Zeit
abgetrieben
oder in ihnen
versunken.
Wieder andere
tauchen auf,
schießen an einem vorbei
und sind
schneller wieder verschwunden
als sie für ihr
Auftauchen
gebraucht haben.

Und so geht es weiter
und weiter.
Auf und ab,
da und vorbei.
Solange
bis man selbst
sein Ufer der Zeit
erreicht hat.
Und während man selbst
am Gehen ist
kommen hinter einem
schon wieder etliche Nachfolger.
Und mehr
und mehr
und immer so weiter
und weiter.
Bis dann auch
die Sonne
ihr Ufer der Zeit
erreicht hat.
Dann gehen alle.

Und die Zeit ist sich selbst überlassen.

Am 2. Tag von Weihnachten

Gestern (bzw. ja inzwischen vorgestern) war ja Weihnachten. Genauer Heilig Abend – um den ich ja gut drumrumgekommen bin, da ich eine hervorragende Entschuldigung hatte.

Nachtschicht.

So wie jetzt noch – und morgen (bzw heut abend) – auch nochmal.
Und da ich ja dieses Jahr eh nicht so die Böcke drauf hatte – wunderbar.

Wie jetzt aber gestern schon geschrieben, konnte ich am 25. – dem zweiten Tag von Weihnachten – der ganzen Sache nicht so ganz aus dem Weg gehen. Weil: Schwager hatte Geburtstag.
Bin ich also gestern früh gemütlich nach Hause gefahren + habe mich dabei nett mit ner Kollegin unterhalten, welche ich am Hanauer Bahnhof an ihrem Auto abgesetzt habe. Gleiches wird wohl heute auch erfolgt sein. (Jawoll, ist es!)

Danach bin ich heimgefahren und habe noch den Briefkasten geleert, wo vom 24. noch ein Briefumschlag von meinem Vater drinnen lag.

Das war dann auch das erste Geschenk, das ich geöffnet habe. Es war wieder was für meine Spardose.

Nach dem Schlafen musste ich dann noch die Geschenke für meine Neffen, Nichte, Schwager + Familie verpacken. Davor habe ich aber noch das Päckchen von einem bekannten Internetversandhandel aufgemacht, welches mein Vater dort für mich bestellt hat. Ich hatte mir von ihm einen Wandwochenkalender über Schottland von Harenberg gewünscht. Da hat er es so gut mit mir gemeint, dass nicht nur der Wand- sondern auch der Postkartenkalender von Schottland dabei war.

Diese Sehnsucht-Postkarten-Wochenkalender habe ich mir die letzten Jahre im Januar zum halben Preis in ner Buchhandelskette gekauft. Aber irgendwie sind sie dann immer bei mir zu Hause auf dem Tisch untergegangen. Sprich: Von diesem Jahr zeigt er noch die 9. KW an, vom 23.02.2015 bis zum 01.03.2015 !!!

Und ich habe mir dieses Mal also den Wandkalender gewünscht, weil ich a) vorher noch nie mitbekommen hatte, das es so einen in diesem Format überhaupt gibt und ich nun, nachdem ich ihn gesehen hatte b) mir direkt einen guten Platz dafür vorstellen konnte und ich mir sicher bin, an diesem Ort von diesem Kalender mehr zu haben, als von einem Postkartenkalender, der irgendwann bei mir wieder verschütt geht. *Luft hol*

Darum… habe ich den Postkartenkalender direkt noch als Geschenk für meine Schwester eingepackt. Für die hatte ich noch nichts extra. Bis zu diesem Zeitpunkt. Denn nur das Weihnachtspaket von meiner Firma und noch dazu die Tüte vom Weihnachtsabend, die es letzte Nacht in unserer Kantine gab für diejenigen, die die Gans nicht wollten… das war ja alles für die Familie allgemein. Auch die gestern bereits erwähnte DVD-Box war ja für alle. Die T-Shirts kamen übrigens wohl gut an, wie es aussah. Für meine Nichte gab es ein süßes Chin-chilling-Shirt. Für Neffe L eines mit ’nem Traktor drauf, weil er mal einen Bauernhof haben will (gut, wenn man das mit 9 schon weiß 😉 ) und für Neffe N eines mit Piraten-Minions.

Mein Schwager bekam zum Geburtstag einen dicken blauen Vogel auf dem Shirt mit dem Titel „Mehr zum Liebhaben“ – und einen Gutschein.

Für mich gab es auch ’nen Gutschein, Geld, Naschkram + einen Kalender mit Fotos des Jahres von mir und Familie. Immerhin waren dieses Mal die Bilder von mir ganz ok.

Das war der zweite Tag von Weihnachten.
Kuchen zum Frühstück; aufgeklärt worden, wie beim Speed-Rope-Skipping gezählt wird; mit meiner Lieblings-Nichte wieder rumgeflaxt – und zu Hause dann noch kurz mit einem Freund aus der Eifel gechattet. Das hatte sich so ergeben, und ihm wollte ich eh auch noch Weihnachtsgrüße zukommen lassen.
*Done!*

Jetzt fehlt nur noch meine Drachenechse mit Freundin. Mal schauen, wann ich es dahin schaffe. Ich tippe mal auf den 27.

Ihr werdet es vielleicht wahrscheinlich irgendwann erfahren. 😉

Wir sind Sterne

GalaxienDas Universum der Menschenbeziehungen ist groß und vielfältig. Es erstreckt sich über den ganzen Erdball – und inzwischen sogar darüber hinaus bis ins Weltall – und unterteilt sich in viele Galaxien und Sonnensysteme, in denen die verschiedenen Menschen umeinander kreisen.

Jeder Mensch ist sein eigenes Sonnensystem – der Anhang von ihm sind die ihn umgebenden Planeten, sprich z.B. die eigenen kleinen Kinder, die irgendwann selber zu Sternen werden – oder seine Haustiere, die ihn immer umkreisen werden. Ergibt sich eine Beziehung zu und mit einem anderen Menschen, verschmelzen zwei Sonnensysteme zu einem – mit einem Doppelstern.
Die Umlaufbahnen der einzelnen Sonnen- und Doppelsonnensysteme beschränken sich dabei nicht auf kleine, lokale Galaxien, sondern können über viele Galaxien hinweg reichen – von der Galaxie „Hintertupfingen“ bis zur Galaxie „Tibet“, zum Beispiel. Halt bis dahin, wo sich jemand aufhält, den man kennt. Doch sind es keine festen Umlaufbahnen, sondern sie sind stetigen Änderungen unterworfen, die manchmal ganz schnell gehen und manchmal Jahre dauern. Die verschiedenen Gravitationskräfte sind sich ständig am beeinflussen.

Es gibt nähere Umlaufbahnen, für die befreundeten Sternensysteme – weitere Umlaufbahnen für Bekannte… und noch welche für die Familie.
Freundschaftsbahnen kreisen mehr umeinander: Man unternimmt etwas zusammen; trifft sich; spricht miteinander mehr und öfter als mit anderen.
Bekanntheitsbahnen sind mit anderen Sternen gefüllt, die man zwar kennt, aber nicht so gut – oder nicht mehr so gut – wie die Freundschaftsbahnen.
Zwischen diesen beiden Bereichen sind durchaus immer wieder Wechsel von dem einem zum anderen möglich, je nachdem, wie sich die Gravitationskräfte anziehen oder abstoßen.

Auch mein System kreist. Es nähert sich Systemen an und entfernt sich von anderen. Oder ist es umgekehrt? Wer sich nähert und wer entfernt, das ist ja auch nur eine Frage des Blickwinkels, bzw. des eigenen Standpunktes. Alles ist relativ – nur die momentanen Ergebnisse zählen. Und gerade zur Zeit sehe ich von meinem Standpunkt aus wieder einen Umlauf-Bahnwechsel einiger befreundeter Sterne in die Umlaufbahn der Bekannten, die ja weiter weg liegt. Denn ich will meine Umlaufbahn nicht nur nach den Gravitationsfeldern der anderen Sterne ausrichten – diese sollen sich auch nach meinem Schwerkraftfeld richten. Und wenn dies nicht passiert, driftet man halt auseinander. Und es mag sein, dass sich vielleicht vom Blickpunkt dieser befreundeten Sterne aus nichts an meiner Bahn für sie geändert hat.
Und ob sie sich jetzt von mir entfernen – oder ich mich von ihnen, ist im Endergebnis egal. Auch wenn die anderen mich vielleicht noch auf der alten Position bzw. Umlaufbahn wahrnehmen – für mich ist es nicht so.

Mal sehen, wie lange es dauert, bis meine Positionsänderung von den anderen Sternen wahrgenommen wird. Denn bei so vielen Sternen, Systemen und Galaxien kann man schon mal den Überblick verlieren…
Doch es wäre gut, diesen wieder zu bekommen.